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Liederarbeitung

Unterrichtsentwurf 2004 12 Seiten

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe

Inhalt

1. Begründung des Themas

2. Richtlinienbezug

3. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit

4. Sachanalyse

5. Lerngruppenanalyse und Lernvoraussetzungen

6. Lernziele

7. Didaktisch-methodische Überlegungen

8. Verlaufsplanung

9. Literatur

10. Anhang

1. Begründung des Themas

Der Klang der Stimme in Verbindung mit Mimik und Gestik stellt eine Beziehung zwischen Sender und Empfänger her. Als körpereigenes Instrument ermöglicht es die Stimme, in Tonfall und Sprache Gefühle unmittelbar auszudrücken. Da mit einer geistigen Behinderung häufig auch eine Sprachentwicklungsverzögerung (z.B. Tim) oder Dyslalie (Bernhard) einher geht, ist eine Erweiterung der stimmlichen Kompetenz gerade für diese Schüler von Bedeutung.

Die vorangegangene Unterrichtseinheit „Stimme und Atmung“ behandelte den kreativen Einsatz der Stimme in Spielen und Geschichten. Jeder Schüler konnte seinen Möglichkeiten entsprechend die stimmliche Ausdrucksfähigkeit erproben und erweitern. Nun knüpft der musikalische Einsatz in Form von „Singen“ an. Die aktuelle Einheit gilt als Vorbereitung auf einen hauptsächlich gesanglich gestalteten Auftritt am 13. Februar in Bad Arolsen.

2. Richtlinienbezug

Für die Schule für Praktisch Bildbare existiert in Hessen kein gesonderter Rahmenplan. Daher greife ich auf die Ausführungen für die Schule für Lernhilfe in Hessen sowie den ausführlichen Lehrplan für geistig Behinderte des Staatsinstituts für Schulpädagogik München zurück.

Die heutige Unterrichtsstunde ist dem Bereich „Musik mit der Stimme“ zuzuordnen. Das Lernfeld „Singen“ umfasst für die Grundstufe die Inhalte „Erlernen zeitgemäßer, auch ausländischer Kinder-, Spiel-, Bewegungs-, Tanz- und Erzähllieder“, das „Begleiten mit Körperinstrumenten und anderen Instrumenten“ sowie das „Spielen mit Liedern und Liedelementen zur Stimmbildung (Atmung, Tongebung, Artikulation)“ (Rahmenplan Ästhetische Erziehung Hessen, 23). Laut Bayrischem Lehrplan folgt dem experimentellen Umgang mit der Stimme die Begegnung mit Liedern mit unterschiedlicher Gewichtung auf Melodie, Rhythmus, Text und Gestaltung (300f).

3. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit

Die Reihenfolge der Lieder, die erarbeitet werden, folgt der Chronologie der Aufführung. Vergangene Woche wurde das Lied „„Ich kann schwimmen“, sagt das grüne Krokodil“ eingeführt und textlich in Gruppen verändert. In der heutigen Stunde greife ich dieses Lied eventuell zur Wiederholung wieder auf. Als neues Lied wird „Das Nilpferd“ gesungen und harmonisch begleitet. In der darauffolgenden Woche führe ich das „Trommel-Lied“ mit rhythmischer Begleitung in Laut-Leise-Differenzierung ein und wiederhole die vorangegangenen Lieder. Anschließend werden alle Lieder nochmals geübt und ggf. auf Tonband aufgenommen, um die Gestaltung aus Publikumssicht zu hören. Das bekannte „Gummibären-Lied“ wird aufgefrischt. In der letzten Stunde vor dem Auftritt werden alle Lieder in chronologischer Folge mit dem dazugehörigen Aufbau geprobt.

4. Sachanalyse

Zur Aufführung

Die regionale Begegnung „Schulen in Hessen musizieren“ gehört zu der bundesweiten Veranstaltungsreihe „Schulen musizieren“. Die Schüler erhalten hier die Möglichkeit, Musik sowohl praktizierend als auch zuhörend zu erfahren. Neben gesanglichen werden auch instrumentale Darbietungen mit Orchesterinstrumenten und Bläserensembles zu hören sein, die den Schülern aus der schulischen Arbeit unbekannt sind. Alle Ausführenden sind gleichzeitig auch das Publikum. Dadurch erhoffe ich mir eine Begegnung auf gleicher Ebene, die den Schülern der Sonderschule in der Öffentlichkeit sonst eher nicht möglich ist.

Zum Singen

Lieder kommen als einprägsame und überschaubare sprachliche und musikalische Gestaltung dem Aufnahme- und Wiedergabevermögen der Schüler entgegen (Rahmenplan Hessen, 11).

Jede Unterrichtsstunde dieser Einheit beschäftigt sich nicht nur mit dem bloßen Erlernen von Liedern und Texten sondern enthält auch Elemente der Stimmpflege sowie der Liedgestaltung mit realen Instrumenten. Dadurch soll die Fähigkeit, sich musikalisch auszudrücken allmählich erweitert werden. „Musikalischer Ausdruck ist Inneres, das durch die Ausdrucksmedien Bewegung, motorische und klangliche Ebene der Stimme, Instrumente, Materialien und elektronische Medien zum Ausdruck kommt“ (Amrhein, 29).

Zur Liedauswahl

Es wird auf eine Vielseitigkeit des Lied-Repertoires Wert gelegt, um sowohl eine emotionale als auch vom musikalischen Schwierigkeitsgrad her große Bandbreite präsentieren zu können. Die exotischen Tiere der ersten beiden Lieder sind dem Alter der Schüler angemessen und motivierend.

Das in der vergangenen Woche eingeübte Lied „Ich kann schwimmen sagt das grüne Krokodil“ behandelt inhaltlich das Können oder Erlernen-wollen einzelner Fähigkeiten. Die ersten beiden sowie die letzte Strophe habe ich dem Original entnommen, die weiteren sind von den Schülern selbst verfasst. Dabei kommt sowohl eine Vereinfachung des Textes auf die Kernaussage als auch die Kreativität der Schüler zum Tragen. Im Gegensatz zur Vorlage kommt pro Strophe nur ein Satz in identischer Wortreihenfolge vor. Z.B.:

[...]

Details

Seiten
12
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638359795
Dateigröße
559 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v36316
Institution / Hochschule
Technische Universität Dortmund – Förderschule f. Praktisch Bildbare
Schlagworte
Liederarbeitung

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Titel: Liederarbeitung