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Forschungs- und Entwicklungskooperationen bei der Fusionskontrolle. Virtuelle Unternehmenszusammenschlüsse

Eine theoretische Analyse wettbewerbspolitischer Besonderheiten

Hausarbeit 2004 35 Seiten

VWL - Wettbewerbstheorie, Wettbewerbspolitik

Leseprobe

Gliederung

I. Einführung

II. Wettbewerbstheoretische Referenzbasis
1. Begriff des „Wettbewerbs“
2. Entscheidung für eine Referenzbasis
3. Voraussetzungen der Wettbewerbspolitik
a) Handlungsfreiheit
b) Private Verfügungsrechte
c) „spirit of competition“
d) Keine vollkommene Markttransparenz
e) Freier Marktzugang
4. Funktionen der Wettbewerbspolitik
a) Freiheitssicherung
b) Anpassungs- bzw. Allokationsfunktion
c) Fortschrittsfunktion
d) Verteilungsfunktion
5. Wettbewerbsrechtliche Vorschriften zur Kooperation von Unternehmen und Praxis der Fusionskontrolle

III. Besonderheiten virtueller Zusammenschlüsse
1. Begriff des virtuellen Unternehmenszusammenschlusses
a) interorganisationale Perspektive
b) intranorganisationale Perspektive
c) Zusammenfassung
2. Senkung von Transaktionskosten
3. Netzeffekte und Standards
4. Größenvorteile und Economies of Scope
5. Spezialisierung auf Kernkompetenzen
6. Verschwimmen der Grenze zwischen Markt und Unternehmung
7. Verschwimmen von Branchengrenzen

IV. Daraus resultierendes Problemfeld der Fusionskontrolle unter besonderer Berücksichtigung der F&E- Kooperationen
1. Wettbewerbspoltische Vereinbarkeit obiger Besonderheiten mit der Referenzbasis 13 a) Senkung von Transaktionskosten
b) Netzeffekte und Standards
c) Größenvorteile
d) Verschwimmen von Branchengrenzen
2. Damit zusammenhängende Probleme der Fusionskontrolle
a) Vorliegen eines Zusammenschlusses
b) Abgrenzung des relevanten Marktes
c) Beurteilung einer marktbeherrschenden Stellung
d) insbesondere Forschungs- und Entwicklungskooperationen

VI. Fazit

Literaturverzeichnis

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I. Einführung

Wohl kaum ein anderer Wirtschaftszweig wird die Gesamtwirtschaft so verändern wie das Internet. Nachdem die anfängliche Euphorie gedämpft wurde durch zahlreiche Liquidationen von sog. „start-ups“, Aktienverlusten am Neuen Markt der Deutsche Börse AG und Verluste selbst großer Unternehmen, kann man trotzdem sagen, dass das Internet jedenfalls neue Herausforderungen für die Wirtschaftspolitik schafft.

Insbesondere wird viel diskutiert über die Tauglichkeit unseres aktuellen Wettbewerbsrechts, vor allem dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB).

Im Folgenden sollen unter Berücksichtigung einer noch aufzuzeigenden wettbewerbstheoretischen Referenzbasis die Besonderheiten virtueller Unternehmenszusammenschlüsse theoretisch analysiert und dann auf Wettbewerbskonformität hin untersucht werden. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Fusionskontrolle unter besonderer Berücksichtigung der Forschungs- und Entwicklungskooperationen, die bis dato wettbewerbspolitisch eine eher untergeordnete Rolle spielten, gelegt. Durch die neuen Möglichkeiten des Internet sind diese aber, wie noch aufzuzeigen ist, problematisch geworden.

Um eine wettbewerbspolitische Analyse durchführen zu können, muss jedoch zunächst eine wettbewerbpolitische Referenzbasis festgelegt werden.

II. Wettbewerbstheoretische Referenzbasis

Bezüglich des Begriffs „Wettbewerbspolitik“ gibt es viele unterschiedliche Definitionen, die sich aber in zumindest dem Ziel von Wettbewerbspolitik einig sind: der Schutz und die Erhaltung/ Förderung von Wettbewerb. Diese Aussage kann jedoch nur dann Gültigkeit besitzen, wenn Einigkeit darüber besteht, wie der zu schützende und zu schaffende Wettbewerb auch aussehen soll. Es muss also zunächst geklärt werden, was „Wettbewerb“ eigentlich heißt.

1. Begriff des „Wettbewerbs“

Den Begriff „Wettbewerb“ zu definieren, so dass man ihn als Ausgangspunkt für eine praktische Wettbewerbspolitik nehmen könnte, ist nicht eindeutig möglich. Weder hat der Gesetzgeber eine normative Definition des Wettbewerbs im UWG oder GWB gegeben, noch findet sich in der Literatur eine allgemein akzeptierte Definition[1]. Wettbewerb hat so viele Facetten, dass man ihn nur als Katalog von Vorgängen und Sachverhalten sehen kann[2].

[...]


[1] Fikentscher, Wettbewerb, S. 39.

[2] Herdzina, Wettbewerbspolitik, S. 9.

Details

Seiten
35
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638359474
ISBN (Buch)
9783656755197
Dateigröße
616 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v36279
Institution / Hochschule
Universität Bayreuth
Note
2,3
Schlagworte
Eine Analyse Besonderheiten Unternehmenszusammenschlüsse Beispiel Fusionskontrolle Berücksichtigung Forschungs- Entwicklungskooperationen Wirtschaftswissenschaftliche Zusatzausbildung Juristen

Autor

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Titel: Forschungs- und Entwicklungskooperationen bei der Fusionskontrolle. Virtuelle Unternehmenszusammenschlüsse