Lade Inhalt...

"Emissions-Controlling" - eine neue Aufgabe für das strategische Controlling?

Seminararbeit 2005 24 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Ausgangssituation

2 Controlling-Funktionen und Instrumente für das Emissionsmanagement
2.1 Informationsbeschaffung und Analyse
2.1.1 Strategische Frühaufklärung und Risikomanagement
2.1.2 Szenarioanalyse
2.2 Planung
2.3 Steuerung
2.3.1 Die Balanced Scorecard
2.4 Kontrolle und Externe Kommunikation

3 Fazit

Literaturverzeichnis

Rechtsquellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Schnittstellen im Emissionsmanagement

Abb. 2: Funktionen des (Umwelt-) Controlling

Abb. 3: Informationssegmente im Umweltcontrolling

Abb. 4: Denkmodell für Szenarien

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Brennstoffpreise frei Kraftwerk inkl. CO2-Kosten [EUR/MWhthermisch]

Tab. 2: CO2-Ausstoß fossiler Energieträger je Tonne SKE

1 Ausgangssituation

Im Januar 2005 startete der europaweite Handel mit Emissionszertifikaten. In Deutschland werden diese Zertifikate für die erste Handelsperiode (2005-2007) kostenlos durch die Bundesregierung an Betreiber emittierender Anlagen ausgeteilt. Ein Zertifikat verleiht das Recht auf den Ausstoß von einer Tonne Kohlendioxid (CO2)[1] ; die Gesamtmenge an Zertifikaten ist in Deutschland für die erste Handelsperiode auf 503 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr begrenzt und wird für die zweite Handelsperiode (2008-2012) auf 495 Millionenen Tonnen CO2 reduziert.[2] Letztere Menge entspricht der Minderungsverpflichtung von 21% (bezogen auf die CO2-Emissionsmenge im Basisjahr 1990), die Deutschland im Kyoto-Protokoll eingegangen ist.[3]

Das Kyoto-Protokoll, das am 15.02.2005 in Kraft trat, ist ein im japanischen Kyoto verhandeltes und 1997 verabschiedetes internationales Abkommen zum Klimaschutz. Es schreibt verbindliche Ziele für die Verringerung des Ausstoßes von so genannten Treibhausgasen fest – darunter vor allem CO2, Methan und Fluorchlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW).[4]

In Deutschland sind vorerst nur ca. 2.400 Anlagen von der Zertifizierung betroffen, vor allem große Feuerungsanlagen (größer 20 MW Feuerungswärmeleistung) sowie größere Anlagen der energieintensiven Sektoren (z.B. Stahlindustrie).[5] Diese emittieren derzeit 503 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, also mehr als in der zweiten Handelsperiode von den Zertifikaten abgedeckt sein wird.[6] Folglich sehen sich die Anlagenbetreiber der Herausforderung gegenüber gestellt, ihre Emissionen zu überwachen und zu regulieren sowie Entscheidungen über die Nutzung der Zertifikate zu treffen.

Die vorliegende Arbeit soll aufzeigen, wie Instrumente des strategischen Controlling zur Bewältigung dieser Herausforderung beitragen können.[7]

Dabei soll der Begriff „Emissions-Controlling“ allerdings zunächst durch einen globaleren ersetzt werden, da die Gefahr besteht, damit nur das Erfassen von Emissionswerten in Verbindung zu bringen – eine Aufgabe für das operative Controlling. Vielmehr werden die neuen Aufgaben, die der Emissionshandel mit sich bringt, in der Praxis häufig unter dem Begriff Emissionsmanagement zusammen gefasst.[8] Das Emissionsmanagement ist dabei nicht alleinige Aufgabe des Controlling, sondern eine Querschnittsfunktion über das ganze Unternehmen mit Schnittstellen u.a. zu Buchführung, Controlling, Rechtsabteilung, Investmentplanung, etc.[9]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Schnittstellen im Emissionsmanagement[10]

2 Controlling-Funktionen und Instrumente für das Emissionsmanagement

Ziel des Controlling ist es, Effizienz und Effektivität der Führung zu erhöhen und die Anpassungsfähigkeit an Veränderungen in der Um- und Innenwelt des Unternehmens zu steigern.[11]

Das „Gesetz über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen“ (Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz – TEHG) ist eine relevante Veränderung der Umwelt. „Zweck dieses Gesetzes ist es, für Tätigkeiten, durch die in besonderem Maße Treibhausgase emittiert werden, die Grundlagen für den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen in einem gemeinschaftsweiten Emissionshandelssystem zu schaffen, um damit durch eine kosteneffiziente Verringerung von Treibhausgasen zum weltweiten Klimaschutz beizutragen.“[12]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Funktionen des (Umwelt-) Controlling[13]

[...]


[1] Vgl. Richtlinie 2003/87/EG, 2003, Artikel 3.

[2] Vgl. ZuG 2007 (Zuteilungsgesetz 2007, 2004), § 4 Abs. 2-3.

[3] Vgl. Fickinger, N. (Kyoto-Protokoll, 2005), S. 12.

[4] Vgl. o.V. (Emissionsrechtehandel für die unternehmerische Praxis, 2004), S. 5-8.

[5] Vgl. TEHG (Gesetz über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen, 2004), Anhang 1.

[6] Vgl. o.V. (Netzintegration Windenergie , 2005), S. 3.

[7] Die Betrachtung beschränkt sich dabei auf direkt betroffene Unternehmen, gleichwohl die neue Gesetzeslage auch Veränderungsprozesse bei indirekt betroffenen Unternehmen (z.B. Herstellern emissions-reduzierender Technologie) bewirkt.

[8] Vgl. z.B. o.V. (Ökonomischer Klimaschutz, 2004), S. 12.

[9] Vgl. o.V. (Emissionsrechtehandel für die unternehmerische Praxis, 2004), S. 18.

[10] Vgl. o.V. (Emissionsrechtehandel für die unternehmerische Praxis, 2004), S. 18.

[11] Vgl. Weber, J. (Controlling, 2004), S. 22-30.

[12] Vgl. TEHG (Gesetz über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen, 2004), § 1.

[13] Vgl. o.V. (Handbuch Umweltcontrolling, 1995), S. 25.

Details

Seiten
24
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638359092
Dateigröße
648 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v36233
Institution / Hochschule
Technische Universität Berlin
Note
1,3
Schlagworte
Emissions-Controlling Aufgabe Controlling Strategisches

Autor

Teilen

Zurück

Titel: "Emissions-Controlling" - eine neue Aufgabe für das strategische Controlling?