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Das postkoloniale Kuba aus weiblicher Perspektive: Gender, Rasse und Klasse im Werk von Zoé Valdés

Examensarbeit 2003 68 Seiten

Romanistik - Lateinamerikanische Sprachen, Literatur, Landeskunde

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Politische und ökonomische Situation Kubas in der Sonderperiode
1.2. Situation kubanischer Autoren
1.3. Die Exilkubanerin Zoé Valdés
1.4. postmoderner feministischer Ansatz der Romaninterpretation
1.5. Untersuchungsgegenstand der Arbeit

2. Thematik der Romane
2.1. La Nada Cotidiana
2.2. Te di la vida entera
2.3. Querido primer novio
2.4. Die Romanhandlung im politischen Zeitgeschehen

3. Die unglückliche Verbindung von Sozialismus und Feminismus
3.1. Die Frau in der kommunistischen Gesellschaft
3.2. Patriarchalische Gesellschaftsstrukturen
3.3. Fidel Castros Haltung zu Frau und Familie

4. Der politische Diskurs in Valdés’ Romanen - Sozialismus aus weiblicher Perspektive
4.1. Die Revolution als gescheitertes Projekt
4.2. Demaskierung des revolutionären Diskurses
4.3. Kritik an sozialer, ökonomischer und kultureller Situation: Ein Leben auf Extrazuteilung und Verfall der Werte

5. Das Machismoparadigma als Fundament einer patriarchalischen Gesellschaftsstruktur
5.1. Machismo-Paradigma
5.1.1. Ursprung des "Machismo"
5.1.2. Signifikat und Signifikant von cojones
5.1.3. Distanzierender Prozess von negativer Selbstdefinition
5.1.4. Eroberung Kubas durch die Conquistadores - Grundstein für eine männlich orientierte Gesellschaft
5.2. Faktoren eines historisch-kulturell verwurzelten Machismo
5.2.1.Sexismus
5.2.2. Rassismus
5.2.3. Soziale und materielle Hierarchie
5.3. Fidel Castro als "Vaterfigur": Glorifizierung des heroischen Rebellen (Macho) zur Konstruktion von Patria

6. Konstrukt weiblicher und männlicher Identität
6.1. Identitätsbildung und Selbstkonzept aufgrund soziokultureller Faktoren
6.1.1. Aufbau und Entwicklung des Selbstkonzepts
6.1.2. Sexuelle Identität auf Kuba – eine Fallstudie
6.1.2.1. Lust an Sexualität ist Männersache
6.1.2.2. Kindheit
6.1.2.3. Junger Erwachsener /Heirat
6.1.2.4. Wunsch nach Jungfrau
6.1.2.5. Sexuelle Potenz
6.1.2.6. Die Frau als Unterworfene
6.1.2.7. Prostitution und sexuelle Ausbeutung
6.2. Selbstkonzepte der Romanprotagonisten
6.2.1. Rollenverständnis der weiblichen Protagonistinnen
6.2.1.1. Yocandra
6.2.1.2. Cuca
6.2.1.3. La Mechunga und La Puchunguita
6.2.1.3. Dánae
6.2.1.4. Tierra Fortuna
6.2.2. Rollenverständnis männlicher Romanprotagonisten
6.2.2.1. El Traidor
6.2.2.3. El Lince
6.2.2.4. Uan
6.2.2.5. Andrés
6.2.2.6. Cheo Cayucho
6.4. Subjekt und Geschlecht als Effekt gesellschaftlicher Diskurse
6.4.1. Foucaultscher Machtbegriff
6.4.2. Opposition von sex und gender
6.4.3. Doing gender
6.4.4. Ist Zoé Valdés eine postmoderne Feministin ?

7. Funktion von Queer Theory, Ironie und Parodie in Zoé Valdès’ Romanen
7.1. Entstehung von Queer Theory
7.2. Literarische Praxis von Queer Theory, Camp, Parodie und Ironie
7.3.1. Parodie/Camp
7.3.2. Ausspielung von Kontrasten
7.3.3. Ironie
7.3.4. Sexualität, Queer Theory und Crossdressing:

8. Sprache in Zoé Valdés’ Romanen – Oralliteratur
8.1. Rückgriff auf die Oralität als Ausdruck einer marginalen kubanischen Identität
8.2. Minimalistische Sprache
8.3. In der Sprache zum Ausdruck gebrachte Doppeldeutigkeit
8.4. Definition von Identität durch maskuline/feminine Termini

9. Fazit

Bibliographie

1. Einleitung

1.1. Politische und ökonomische Situation Kubas in der Sonderperiode

Der socialismo tropical und Fidel Castro haben sich entgegen vieler Prognosen, die seit der Ausrufung der „besonderen Periode in Friedenszeiten“ 1990 den Zusammenbruch des kubanischen Regimes proklamierten, gehalten. Die sich gegenseitig verstärkenden Auswirkungen des Abbruchs der Beziehungen zur UdSSR und zum COMECON, die Verschärfung des US- amerikanischen Wirtschaftsembargos und die bürokratische Zentralisierung der „Kommandowirtschaft“ haben zu einem Zusammenbruch und einer nie da gewesenen Krise auf Kuba geführt, die an ihrem Höhepunkt im August 1994 mit der Massenflucht tausender balseros gipfelte. Es fanden zahlreiche Demonstrationen gegen die Regierung statt. Diese Massenproteste zeigten auf, daß aus der wirtschaftlichen Krise eine soziale geworden war, welche ihrerseits zu einer politischen Krise auswachsen konnte. Der Lebensstandard der Bevölkerung verschlechterte sich derartig, daß Castro 1993 gezwungen war, neue wirtschaftliche Reformen, wie z.B. die Öffnung für ausländisches Kapital, den Tourismus oder die Legalisierung der US-Währung zu akzeptieren.[1] Die positiven Errungenschaften des socialismo tropical sind im Gesundheits- und Bildungswesen zu verzeichnen. Die Kindersterblichkeitsrate ist zusammen mit der Analphabetenrate die niedrigste in ganz Lateinamerika. Bildung ist unabhängig von der persönlichen finanziellen Situation jedermann zugänglich und die Gleichstellung von Mann und Frau wird in der marxistischen Ideologie betont. Jedoch verschlechterte sich die Gesundheits- und Bildungssituation innerhalb der Sonderperiode zunehmend.

1.2. Situation kubanischer Autoren

Als Kolumbus das erste Mal seinen Fuß auf die unbekannte Insel Hispañola setzte, leitete er nicht nur die 500jährige Versklavung und Unerdrückung eines ganzen Kontinents ein, sondern begründete auch folgende Tradition: Die Mystifizierung, romantische Verklärung und zuletzt Diffamierung der erst kolonialen, dann neokolonialen und jetzt sozialistischen Karibikinsel Kuba.[2] In literaturgeschichtlichem Kontext finden sich die Motive Mystifizierung, Verklärung und Diffamierung Kubas von der frühen Reiseliteratur europäischer Entdecker über José Marti, Carpentier bis hin zu den zeitgenössischen kubanischen Schriftstellern. Die kubanischen Autoren und Intellektuellen gehen angesichts der aktuellen politischen Lage unterschiedliche Wege. Während einige bemüht sind, den Dialog mit Fidel Castro zu suchen und einen Spagat zwischen Politisch-korrektem und Sozialkritischem zu machen, vermeiden andere jegliche politische oder gesellschaftliche Kritik in ihren Werken. Autoren, welche aufgrund nicht- regimekonformem politischem oder ideologischem Gedankengutes keine Chance haben, auf Kuba verlegt zu werden, entscheiden sich meist fürs Exil. In Europa oder den USA sorgt die Kritik an Fidel Castro und den Lebensbedingungen auf Kuba für Erfolg und ist eine Verkaufsknüller-Strategie.

Auf dem Internationalen Kuba-Solidaritätskongress 2001 wurde zur Sprache gebracht, daß es für im Exil lebende kubanische Intellektuelle leicht wäre, ein Forum zu finden, wenn sie nur bereit dazu seien, den jahrzehntelangen Überlebenskampf der Kubaner auf der Insel zu diffamieren. Dieser Vorwurf wurde u.a. an Zoé Valdés gerichtet, welche sich inmitten der Sonderperiode 1995 ins französische Exil begab.[3]

1.3. Die Exilkubanerin Zoé Valdés

Zoé Valdés wurde im Mai 1959 in Havanna geboren. Sie stammt aus einfachen Verhältnissen und wuchs bei ihrer Mutter und Großmutter auf. Sie studierte zwei Jahre lang an der Filologischen Fakultät der Universität Havanna und führte ihr Studium in der Alianza Francesa de Paris fort. Von 1984 bis 1988 arbeitete sie bei der kubanischen Delegation der UNESCO in Paris und im Oficina Cultural de la Misión de Cuba in Paris. Von 1990 bis 1995 war sie Vizedirektorin der Zeitschrift Cine Cubano und Drehbuchautorin des Instituto Cubano de Arte e Industria Cinematográficos. Schon 1982 gewann sie erstmalig einen Literaturpreis für Poesie in Mexiko. Von diesem Zeitpunkt an war Zoé Valdés konstant literarisch tätig. Auf Kuba wurden 1986 drei Gedichtbände von ihr publiziert. Daraufhin folgte 1992 ein Band mit kritischen Essays, 1993 der Roman Sangre Azul und 1995 La hija del embajador. 1995 gelang ihr mit La nada cotidiana der internationale Durchbruch, als sie die Fesseln all ihrer Verbindungen zur Castro-Regierung sprengte und endgültig nach Paris zog. Kurz darauf folgte 1996 die Veröffentlichung von Te di la vida entera und 1999 im französischen Exil Querido primer novio. Zoé Valdés wird in ihrer Heimat offiziell totgeschwiegen. Es ist ihr heutzutage nicht einmal als Besucherin möglich, Kuba zu besuchen. Von ihren bisher sechs Romanen erschien nur der erste auf Kuba. Ihre neuen Bücher werden nicht publiziert. Während ihre Werke in Europa auf Bestsellerlisten erscheinen, werfen ihr Schriftstellerkollegen und Kritiker aus der Heimat vor, daß ihre Romane nicht der kubanischen Realität entsprächen. Sie wären negativ und voller Hass auf Kuba und die kubanischen Männer. Trivialität und Obszönität sind weitere Punke der Kritik, mit welchen Zoé Valdés konfrontiert wird. Sie selbst bemerkt hierzu, daß sich ihr Hass nicht auf ihr Land beziehe, sondern auf das restriktive Regime und die dadurch entstandenen Lebensbedingungen der Bevölkerung[4]. Einige Kritiker betrachten Zoé Valdés als feministische Autorin. In ihren Romanen werden jedoch nicht die verschiedenen persönlichen Beziehungen zwischen dem männlichen und weiblichen Geschlecht analysiert und gewertet. Zoé Valdés stellt vielmehr an sich selbst und an ihre Werke den Anspruch, einen Eindruck der vielschichtigen und totalen kubanischen Realität in allen Bereichen, welche durch die Demystifizierung von Sexualität und Benutzung von Umgangssprache aus dem Straßenmilieu Havannas einen hohen Grad an sprachlicher Authenzität erreicht, darzustellen. In einem Interview sagt die Autorin, daß sie sich für Sexualität im poetischen, ironischen und komischen Sinne interessiere.[5] Ironie, Poesie, Komik und eine minimalistische, vulgäre Umgangssprache, die einer Vielzahl von marginalen Figuren in den Mund gelegt wird, werden als Stilmittel für das Aufzeigen politischer und sozialer Missstände, als die ‚Stimme des Volkes’ (Vox populi), bzw. politisch-soziales Bewußtsein verwendet, welche ebenso ein Teil der komplexen kubanischen Realität sind. Jedoch wird die Kritik nicht vertieft. Ebenso verhält es sich mit feministischen Themen. Zoé Valdés selbst will sich selbst nicht als Feministin verstanden wissen, da ihr Ziel nicht darin besteht, über soziale und politische Ungerechtigkeit gegenüber der Frau zu werten oder mit den Männern abzurechnen, sondern die komplexen Komponenten und Mechanismen der kubanischen Gesellschaft mit all ihren Facetten aus weiblicher Perspektive zu reflektieren.[6]

1.4. postmoderner feministischer Ansatz der Romaninterpretation

Anhand von feministischer Theorie lassen sich eine Reihe postmoderner Charakteristika aufzeigen. Unter Feminismus wird das Eintreten gegen jegliche Art patriarchaler Unerdrückung verstanden. Die Berührpunke einer postmodernen und einer feministischen Theorie liegen zum einen in der Machtanalyse. Der Ausgangspunkt ist zum einen der foucaultsche Machtbegriff als Ausdruck von Herrschaftsverhältnissen, die im Diskurs deutlich werden. Die Diskursanalyse dient zur Dekonstruktion der Mechanismen und deren (fehlender) Repräsentation. Zum anderen haben feministische und postmoderne Theorie die Kritik des Subjekts gemeinsam. Die vermeintliche Neutralität des männlichen Subjekts wird aufgedeckt. Die erste Phase hierbei ist die Differenzierung von männlich und weiblich; das Weibliche wird als das ‚Andere’ enttarnt. Die zweite Phase besteht aus Kreieren von Differenzen, eines Pluralismus innerhalb der feministischen Perspektive, die Schaffung einer Vielzahl von Stimmen, welche einen Ausdruck von Marginalität schaffen. Letztlich wird hierdurch auch eine Verbindung mit dem Postkolonialismusdiskurs gezogen. Auch die Identität an sich wird in beiden Theorien in Frage gestellt. Die Geschlechteridentität wird in sex (biologisches Geschlecht) und gender (soziale Zuschreibung) unterschieden. Die Geschlechtsidentität wird als performativ, als gender act definiert[7].

1.5. Untersuchungsgegenstand der Arbeit

Untersuchungsgegenstand der Arbeit sind drei Romane von Zoé Valdés. Zwei von ihnen – La nada cotidiana (1995) und Te di la vida entera (1996) - sind auf Kuba entstanden. Die Manuskripte wurden aus dem Land geschmuggelt und in Europa verlegt. Der dritte Roman Querido primer novio entstand 1999 im französischen Exil. Der Schwerpunkt der Romananalyse wird auf die Genderanalyse innerhalb post-kolonialer Rahmenbedingungen, bei denen sowohl soziokulturelle, als auch historische und politische Gegebenheiten auf Kuba eine Rolle spielen, gelegt. Da es sich bei Kuba um eine Insel mit einer besonderen politischen und kulturellen Vergangenheit handelt, ist es notwendig, sich näher mit der Kolonisierungsgeschichte Kubas zu befassen. Mit der Eroberung der Insel und ihrer Urbewohner wurde der Grundstein gelegt für die Entwicklung zu den heutigen Gesellschaftsstrukturen in sozialer und rassischer Hinsicht. Auch die patriarchalisch geprägte Gesellschaft hat ihren Ursprung in der Zeit der Kolonisierung Kubas durch die Spanier. Es besteht ein Zusammenhang zwischen den patriarchalischen, rassischen und sozialen Strukturen einer Gesellschaft und dem Konstrukt von männlicher und weiblicher Identität, was im einzelnen in dieser Arbeit dargelegt werden soll. Hierbei muss das heutzutage sozialistische Kuba, in welchem die Frau im marxistischen Gesellschaftsmodell dem Mann gleichgestellt ist, mit berücksichtigt werden. Die Analyse von Rollenzuschreibungen in den o.g. Romanen erfolgt an Anlehnung postmoderner Gendertheorien Judith Butlers, welche sich schwerpunktmäßig mit der Konstitution männlicher und weiblicher Rollenzuschreibungen in Form von sprachlichen Diskursen auseinandersetzt.

2. Thematik der Romane

2.1. La Nada Cotidiana

Die frustrierende Alltagssituation ohne Perspektive im sozialistischen Kuba ist die Thematik von La Nada Cotidiana. Gleichzeitig werden die von der Männergesellschaft ausgehenden Machtmechanismen anhand der im Roman vorkommenden männlichen Protagonisten, aufgezeigt - zum einen durch den linientreuen Vater der Protagonistin und zum anderen von ihren Liebhabern, dem Verräter und dem Nihilist. Die Erzählerin in La Nada Cotidiana, Patria, wird am 2. Mai 1959 geboren, und es ist Ché Guevara persönlich, welcher der hochschwangeren Mutter die kubanische Flagge über den Bauch breitet. Der linientreue Vater ist enttäuscht, daß die Geburt nicht auf den ersten Mai gefallen ist. Zum Ausgleich bekommt das Mädchen den Namen Patria, Vaterland. Patria, welche ihren Namen zuliebe ihres ersten Geliebten, dem Verräter, in Yocandra ändert, heiratet diesen überstürzt, aber Yocandra wird von ihm nur als Koch- und Putzfrau und die Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse ausgenutzt. Später lernt sie den Nihilisten, einen regimekritischen Filmemacher, kennen. Ihre Beziehung mit ihm reduziert sich auf das Teilen der Sinnesfreuden Essen, Trinken und Sex, um dem tristen und perspektivlosen sozialistischen Alltag zu entfliehen.

2.2. Te di la vida entera

Im Roman „Te di la vida entera“ steht abermals der schwierig zu bewältigende sozialistische Alltag im Vordergrund, wobei dieser in scharfen Kontrast zum strahlenden Kuba der fünfziger Jahre gestellt wird. Eine weitere Thematik des Romans ist das verzweifelte Warten der Protagonistin auf ihre Liebe des Lebens. Die Romanhandlung beginnt im sorglosen Havanna der fünfziger Jahre, als die Protagonistin Cuca[8] eine Anstellung als Dienstmädchen in der Stadt findet. Zu dieser Zeit verliebt sie sich in Uan. Sie glaubt an die „einzig wahre Liebe ihres Lebens“ und hält an dieser fest, wird von ihrem Geliebten aber nur ausgenutzt. Uan verlässt die schwangere Cuca und entschwindet in den Revolutionswirren 1959 nach New York, wo er im Mafia-Milieu „Arbeit“ findet und sich niederlässt. Cuca, die an dieser Situation verzweifelt, opfert sich nach Kräften für ihre Tochter Maria Regla auf. Sie verbringt drei Jahrzehnte lang mit Hoffen, Bangen, Warten und Verzweifeln. Die Ungewissheit um ihren Geliebten nagt an ihr. Das Motiv für Uan, nach dieser langen Zeit zurückzukehren ist nicht Cuca und seine Tochter, sondern eine Dollarnote, deren Ziffernkombination den Code zu einem Schweizer Bankkonto darstellt und die er damals Cuca anvertraut hatte, zurückzufordern. Diese Liebe ist das Bauernmädchen Tierra, welches sechs Finger und sechs Brustwarzen hat und aus deren Bauchnabel Guavenmarmelade fließt Cuca ist in dieser Zeit gealtert und hat den Verstand verloren. Der Plan, die Dollarnote in seinen Besitz zu bringen, gelingt Uan, und er lernt bei der Gelegenheit seine Tochter Maria Regla kennen. Juan reist bald wieder ab, Maria Regla, die als Leiche die Funktion der Erzählerin im ersten Kapitel übernimmt, wird von einem einstürzenden Haus erschlagen und Cuca wird wegen Verrücktheit in eine Anstalt eingewiesen.

2.3. Querido primer novio

In Querido primer novio steht das Erwachen der sexuellen Identität der Protagonistin innerhalb des totalitären Regimes im Vordergrund. Der Roman beinhaltet die Jugendzeit Dánaes, wo sie mit der Schule zu Ernteeinsätzen auf dem Land abkommandiert worden ist, und Dánae als erwachsene Frau von Mitte vierzig. Bei einem Ernteeinsatz auf dem Land, wo Dánae vierzehn Jahre alt ist, lernt sie Andrés, ihren zukünftigen Mann, kennen. Auch trifft sie hier zum ersten Mal auf ihre Freundin Tierra Fortuna Munda, von der sie vor ihrem Kennenlernen geträumt hatte. Als sie Tierra trifft, ändert sich Dánaes Leben für immer. Als Mitglied einer Enklave von kubanischen Indigenas, die wegen ihrer hervorragenden Kenntnisse von Landwirtschaft für die Regierung (die sie in der Regel im Stich lässt) nützlich geworden sind, ist Tierra, nicht „normal“: Sie hat zwölf Finger, sechs Brüste und aus ihrem Bauchnabel tropft Guavenmarmelade. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft finden Tierra und Dánae viele Gemeinsamkeiten. Aus dieser gegenseitigen Anziehung wird Leidenschaft und letztlich Liebe. Tierra nimmt Dánae in ihre natürliche Lebenswelt mit, in der es personifizierte Bäume und lebensrettende Seekühe gibt. Nach dem Ernteeinsatz muß Dánae wieder in die laute, schmutzige, beengende Stadt zurück. Obwohl sie während der ganzen Zeit an Tierra denkt, hat sie über viele Jahre keinen Kontakt zu ihr. Sie beendet die Schule, heiratet Andrés und schenkt zwei Töchtern das Leben. Nach und nach ist das Verlangen Dánaes nach Tierra dermaßen unerträglich, daß sie eine Art Zusammenbruch erleidet und beschließt, aufs Land zu fahren, um Tierra wiederzusehen. Hier setzt auch die Romanhandlung ein. Das Land und die Natur wird mit süß riechender Luft, dem würzigen Geruch der Erde und einer Pflanzen- und Tierwelt beschrieben, von der Dánae wie schon damals als Teenager, überwältigt ist. Das Wiedersehen mit Tierra ist so intensiv, daß Dánae sich ein Leben ohne ihre Freundin nicht mehr vorstellen kann. Sie hat keine andere Wahl, als das Risiko auf sich zu nehmen, Tierra mit nach Havanna zu nehmen. Zoé Valdés lässt das Schicksal der beiden Frauen am Ende jedoch offen und sie bietet dem Leser verschiedene Varianten vom Ausgang der Geschichte: Die erste ist, daß Dánae in eine psychiaterische Anstalt eingewiesen wird und Tierra nie wieder sieht. Der zweite Schluß besteht aus einem Todesurteil für Dánae durch das Erschießungskommando, weil Dánae wegen ihrer Beziehung zu einer Frau der „Gefährdung der Weltsicherheit“ schuldig befunden wurde Das Urteil wurde gerechtfertigt von den „Kräften der Natur“, die Gerechtigkeit im Gerichtssaal und auf ganz Kuba wiederherstellen sollen. Zoé Valdés stellt an ihre Leser die Frage: Ist der Staat oder die Natur die stärkere Kraft ? Ihre Beschreibung der Natur Kubas mit all ihren lebenden Dingen, der natürlichen Schönheit, der Musik, den Farben und den Geistern lässt Kuba in einem magischen Licht erscheinen, wo alle lebenden Dinge Fähigkeiten haben, zu kommunizieren und zu kooperieren. Diese Parabel von unschuldiger Liebe, die gegen ungerechte und diskriminierende Obrigkeiten ankämpft, ist die Realität vieler marginaler Gruppen auf Kuba.

2.4. Die Romanhandlung im politischen Zeitgeschehen

Die Protagonistin Yocandra in La Nada Cotidiana kommt am Tage von Fidel Castros Machtergreifung 1959 zur Welt. Die Jugend von Yocandra wird kurz abgehandelt bis zu dem Zeitpunkt, als sie den Verräter kennenlernt. Sie heiratet diesen und geht mit ihm für vier Jahre ins Ausland. 1989 ist die Ich-Erzählerin 30 Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt spitzt sich die Versorgungslage Kubas aufgrund des Zusammenbruchs der Sowjetunion und der DDR zu. In Te di la vida entera erlebt die Protagonistin Cuca in den Kapiteln 1-3 das strahlende Havanna der 50er Jahre bis zur Revolution. Das vierte Kapitel „Se acabó la diversión“ beginnt mit einem Bolero „Se acabó la diversión, llegó el Commandante, y mandó a parar .“ (97) Der Liebhaber der Protagonistin verlässt die Insel, emigriert in die Vereinigten Staaten und Cuca wartet 30 Jahre lang auf ihn. Anfang der Neunziger Jahre, am Höhepunkt der schlimmen ökonomischen Lage ist sie eine alte Frau, die von den harten Lebensumständen gezeichnet ist.

Der zeitliche Rahmen von Querido primer novio erstreckt sich von den sechziger Jahren, als die 14-jährige Protagonistin Dánae als Schülerin vom sozialistischen Regime zu Ernteeinsätzen abkommandiert wird bis Ende der neunziger Jahre, in denen Dánae ist eine 45-jährige frustrierte verheiratete Hausfrau und Mutter ist.

3. Die unglückliche Verbindung von Sozialismus und Feminismus

Seit dem Triumph der Revolution 1959 ist Kuba sozialistisch. Die sozialistische Partei bemüht sich, die Frau ins Konzept des kubanischen Sozialismus zu integrieren und für deren Gleichberechtigung zu sorgen. Die Frage ist, inwieweit sich im kubanischen Alltag die Benachteiligung der Frau, welche aus der Unterdrückung innerhalb einer patriarchalischen Gesellschaft herrührt, verbessert hat. Brigida Pastor stellt sich in ihrem Essay “Cuba: Mujer y revolución“ die Frage, ob der Marxismus automatisch den Feminismus einschließt und die Gleichberechtigung der Frau durch die Gesellschaftsform des Sozialismus in der Realität auch durchgesetzt wird. Hierzu analysiert sie das Bild der Frau in der kommunistischen Idealgesellschaft und die real existierende Situation der Frauen auf Kuba. Sie kommt zu dem Schluss, daß sich eine Gesellschaft nicht alleine durch eine kapitalistische oder kommunistische Staatsform definiert, sondern daß kulturell verwurzelte und patriarchalische Gesellschaftsstrukturen ausschlaggebend für die Rollendefinition der Frau sind.[9]

3.1. Die Frau in der kommunistischen Gesellschaft

Engels sieht das gesellschaftliche Konzept der Familie als Reproduktion des Kapitalismus über die Institution des Privateigentums. Um Eigentum in privaten Händen zu halten, müssen Erben vorhanden sein. Engels folgert hieraus, daß Frauen eine untergeordnete Rolle in der Gesellschaft innehaben, da es ihre Aufgabe ist, die Erben aufzuziehen und sich um das Privateigentum zu kümmern. Durch die Tatsache, daß die Frau nur im häuslichen, bzw. privaten Bereich wirkt, ist sie ebenso Teil des Privateigentums. In einer „idealen“, d.h. kommunistischen Gesellschaft existiert kein Privateigentum. In diesem Fall müsste die Frau weder zu Hause bleiben, um sich um das Heim zu kümmern, noch wäre sie dazu verpflichtet, Erben zu gebären, welche das Privateigentum übernehmen. Demzufolge bedeutet nach Ansicht von Engels die Abschaffung des Kapitalismus das Ende der Unterordnung der Frau.[10]

3.2. Patriarchalische Gesellschaftsstrukturen

Die marxistische Theorie ist aus feministischem Blickwinkel angesichts der realen Situation der Frau in der Gesellschaft eher unbefriedigend. Die Organisation einer Gesellschaft liegt nicht allein dem Kapitalismus oder Sozialismus zugrunde, sondern ist auch stark von patriarchalischen Strukturen geprägt. Frauen, die sich in linkspolitischen Bewegungen für eine Ideologie der Gleichheit engagieren, genießen nicht das selbe soziale Ansehen wie Männer, welche sich für genau dasselbe einsetzen. Folglich sind Frauen aufgrund dieses Sexismus sozial benachteiligt. Pastor macht den sozialistischen Regierungen zum Vorwurf, die Unterdrückung der Frau aufgrund patriarchalischer Gesellschaftsstrukturen im Namen der Ideologie der absoluten Gleichberechtigung aller zu ignorieren. Dies deutet darauf hin, daß die sozialistischen Regierungen das Thema des Sexismus nicht genügend berücksichtigt haben. Die Gesetze, welche zur Durchsetzung der Gleichberechtigung der Frau gegenüber dem Mann erlassen wurden, haben die reale Situation der Frau nicht in radikalem Umfang verändert. Kuba ist ein repräsentatives Beispiel hierfür.[11]

3.3. Fidel Castros Haltung zu Frau und Familie

Fidel Castro ist ebenso wie Engels der Meinung, daß die Abschaffung des Kapitalismus das Ende jeglicher Diskriminierung bedeut, jedoch sieht er die Institution Familie nicht wie Engels als negativ und überflüssig an. Für ihn ist die Familie die Kernzelle der Gesellschaft. Eine Rede von Fidel Castro 1966 in Santa Clara macht deutlich, daß selbst er erkannt hat, daß bis zur wirklichen Gleichberechtigung der Frau noch ein langer Weg zu gehen ist: „ Nos parece que las mujeres todavía tienen que luchar y hacer grandes esfuerzos para conquistar el lugar que realmente deberían tener en nuestra sociedad.“[12]

Das Problem ist, daß die erlassenen Gesetze zur Gleichberechtigung der Frau gegenüber tradierten Normen und Werten in einer patriarchalischen Gesellschaft weit voraus sind. In vielen europäischen Gesellschaften kann festgestellt werden, daß das Gesetz sich verändert, um den Ansprüchen einer sich verändernden Gesellschaft innerhalb eines Entwicklungsprozesses gerecht zu werden. Bei einer revolutionären Gesellschaft treten die Gesetze in Kraft, lange bevor die Gesellschaft sich dahingehend entwickelt hat, diese auch anzunehmen. Kuba repräsentiert nur einen kleinen Teil Lateinamerikas, und die kubanischen Männer unterscheiden sich nicht sehr vom Rest der lateinamerikanischen Männer. Während die neue Rolle der Frau jahrelang das Objekt von Umwälzungen waren, blieb die neue Rolle der Männer unbeachtet. Zumal die Frauen auf Kuba aktive Revolutionärinnen und Arbeiterinnen sind, sind sie trotzdem weiterhin Mutter, Ehefrau und Hausfrau. So haben sie nun eine doppelte Alltagspflicht, wohingegen es für Männer selbstverständlich ist, daß die Frau den häuslichen Pflichten sowie der Kinderaufzucht ohne ihre Hilfe erledigt. Der Machismo ist in Lateinamerika historisch bedingt und immer noch stark verwurzelt. Soziale Gerechtigkeit ist auch mit den entsprechenden Gesetzen nicht realisierbar ohne einen kulturellen Wandel.[13] Luisa Campuzano, die ebenso wie Valdés im Exil lebt, betont, daß die Situation der Frau aufgrund des Sozialismus nicht mit anderen lateinamerikanischen Ländern zu vergleichen wäre:

„En Cuba muy distintamente de lo sucedido en otras partes, la progresiva transformación de la mujer se produjo en el contexto de un cambio revolucionario que nunca tuvo como objetivo prioritario a las mujeres, sino la modificación radical de la estructura política y económica del país, a la que todo se subordinaba, y para la cual la categoría operativa fundamental era la de clase y no la de género; y las tácticas inexcusables, la igualdad y la unión, no la diferencia.”[14]

4. Der politische Diskurs in Valdés’ Romanen - Sozialismus aus weiblicher Perspektive

Den Prämissen einer ideologischen Analyse zufolge, wobei Pastor auf den Aufsatz von Fredric Jameson „The political unconsciousness“ zurückgreift, entsteht der literarische Text der Romane aus dem Kontext heraus, das „Reale“ in seinem „Sein“ zu erhalten. Gleichsam verhält es sich auch mit dem Sub-Text. Der Text ist als symbolischer sozialer Akt konzipiert, d. h., daß ein unbewusstes politisches Kollektiv existiert, eine soziale Fantasie, welche die Autorin – auch Teil des Kollektivs - , angefangen bei den sozialen Diskursen, textualisiert. Beim Analysieren der Symbolik des Textes, seiner Struktur, seiner Imagination – dies wird als politischer Horizont bezeichnet – werden wir auf den sozialen Horizont vorbereitet, wo sich der ideologische Kampf zwischen Diskursen verschiedener sozialer Gruppen um die Macht entfacht.[15] Dieser Diskurs der Macht dominiert für postmoderne Gendertheorien, dem faucaultschen Machtbegriff folgend, auch die Interaktionen zwischen Maskulinem und Femininem. In Zoé Valdés’ Romanen setzt sich die kubanische Realität wie ein Mosaik zusammen, indem Schicksale, Lebensbedingungen und Alltag verschiedener Romanprotagonisten/innen aus weiblicher Perspektive geschildert werden – immer vor dem Hintergrund des restriktiven sozialistischen Regimes und dessen Machtmechanismen. Die Versorgungsengpässe in der Sonderperiode der Neunzigerjahre wirkten sich fatal auf die Gesellschaft und auf die Kultur aus. In den Romanen werden die sozialen Missstände als fester Bestandteil des Alltaglebens erwähnt. Die Sonderperiode wird nur an zwei Stellen in La Nada Cotidiana explizit genannt: Zum ersten Mal in der Widmung an die Tochter Attys Luna Valdés und zum zweiten Mal mit Sarkasmus gespickt:

„Voy hacia la oficina: EL TRABAJO – Qué trabajo?... nuestra revista de literatura,….no podemos realizarla por los problemas materiales que enfrenta el país“, el periodo especial y todo lo que ya sabemos que estamos sufriendo y lo que nos queda por sufrir...”(30)

Sowohl in Te di la vida entera als auch in Querido primer novio herrscht derselbe politische Diskurs: Satirisch, skeptisch und zersetzend[16]. Aktives politisches Engagement sucht man in den Romanen von Valdés vergeblich.

4.1. Die Revolution als gescheitertes Projekt

Das erste Kapitel in La nada cotidiana lautet „ Morir por la patria es vivir “. In diesem ersten Kapitel wird auch die Protagonistin vorgestellt, die halb tot aus einer Reise ins Fegefeuer zurückkommt in ein Nichts, welches hier mit der Insel, die das Paradies schaffen wollte und die Hölle geschaffen hat, identifiziert wird. Diese Metapher erinnert an eine balsera, nach missglückter Flucht vom Meer wieder an ihren Ausgangspunkt zurückgespült wird. Mit dem einleitenden Satz „Esa isla que, queriendo construir el paraíso, ha creado el infierno“ (20) und dem letzen Satz „Ella viene de una isla que quiso construir el paraíso“(15, 171), welcher den Roman zirkulativ schließt, wird die Revolution seitens der Erzählerin als gescheitertes Projekt verurteilt. Es wird hier nicht auf eine literarische Form vorgegriffen, die eine referentielle Realität verrät, sondern auf eine Form, die eine partiell empfundene Realität projeziert, bzw. die auf diese Art und Weise von Zoé Valdés retextualisiert wird.[17]

4.2. Demaskierung des revolutionären Diskurses

Der Vater nennt seine Tochter, die zu seinem Leidwesen einen Tag nach der geglückten Revolution geboren worden ist, Patria (Vaterland).

„No coja lucha, companero, este día también se conmemora una fecha importante, el Día de los Episodios Nacionales, los Fusilamientos en Madrid…” (…) Mi Padre no sabía ni jota de la historia de Espana, ni de ninguna historia…. El sólo tenía claro que su enemigo era el yanqui, y que el Primero de Enero había nacido su Revolución y su hija con ella (…) “…Me gustaría ponerle Victoria…o mejor, mejor… Patria!” (…) Y mi padre, emocionado, sollozó creyéndose glorioso. (26)

In diesem hegemonischen Diskurs werden die klassischen Ikonen der Revolution bewusst angehäuft, genau so wie die kubanische Flagge, welche Che der hochschwangeren Mutter über den Bauch legt. Der Titel des zweiten Kapitels Heroico nacimiento spiegelt die diskursive Ironie aus vorangegangenem Zitat wieder, auch im Zusammenhang mit den Leiden der Mutterschaft. Ebenso wird vorgegriffen auf den Kontradiskurs von Patria/Yocandra, aus deren Sicht sie, aus zweiter Hand erzählt, mit der manipulierten Ideologie ihrer Eltern behelligt wurde:[18]

Cuenta mi madre que era el primero de mayo de 1959,...que caminó y caminó desde La Habana Vieja hasta la Plaza de la Revolución para escuchar al Comandante. Y en pleno discurso comencé a cabecearle la pelvis, a romperle los huesos. La tuvieron que sacar en hombros…. El Che le puso la bandera cubana en la barriga, pero ella apenas ni se enteró, porque yo seguía jodiéndola, provocándole unos dolores del carajo. Y Fidel continuaba con su arenga más verde que las palmas. Y yo dando cabezazos, codazos, tortazos, queriendo huir de su cuerpo, de todas partes (21).

Der erste Ehemann von Yocandra, El Traidor, ist ebenso eine Ikone der Revolution. „...no se contentaba con ser un hombre de pensamiento, también se describía como un hombre de acción, un Rambo del comunismo, un machista leninista” (59). Auch der Vater der Protagonistin Yocandra, ebenso ein Revolutionär, wird als Macho, Rassist und Homosexuellen-Hasser charakterisiert. Mit diesen zwei Charakteren, welche sich im Roman als Metonymien der Revolution präsentieren, identifiziert Zoé Valdés den patriarchalischen und den politisch hegemonischen Diskurs als eine Art Strategie für ihre Dekonstruktion. Innerhalb dieser Identifikation treten sowohl generische als auch politisch-ideologische Wertesysteme auf, welche weit über eine feministische Bestandaufnahme hinaus gehen.[19] In diesem Zusammenhang bestätigt Nelly Richard die Notwendigkeit, Theorien anzuwenden, in welchem das Feminine nicht als absoluter Terminus gehandhabt wird:

[...]


[1] Habel (1997), 19

[2] Burchardt (1996), 10

[3] URL: http:/www.cubasi.com

[4] URL: http://www.wdr-nachtkultur.de

[5] vgl. Bertollini-Ciano: La última tention de Zoé Valdés

[6] vgl. Bertollini-Ciano: La última tention de Zoé Valdés

[7] vgl. Butler (1990)

[8] Z.V. wählte den Namen Cuca für die Protagonistin, weil der Klang des Namens an Cuba erinnert

[9] vgl. Pastor, Brigida: Mujer y revolución

[10] vgl. Pastor Brigida Cuba: Mujer y revolución

[11] vgl. ebd.

[12] Vgl. ebd.

[13] Vgl. Pastor, Brigida: Mujer y revolución.

[14] Vgl. Faccini Carmen: El discurso politico de Zoé Valdés.

[15] vgl. ebd

[16] vgl. ebd.

[17] vgl. ebd.

[18] vgl. ebd.

[19] vgl. ebd.

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68
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638357470
Dateigröße
750 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v35992
Institution / Hochschule
Universität zu Köln – Romanisches Seminar Köln
Note
2,3
Schlagworte
Kuba Perspektive Gender Rasse Klasse Werk Valdés

Autor

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Titel: Das postkoloniale Kuba aus weiblicher Perspektive: Gender, Rasse und Klasse im Werk von Zoé Valdés