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Korrelation von Betreffzeile und Öffnungsrate im E-Mail-Marketing im Kontext eines FinTech Unternehmens

Seminararbeit 2016 25 Seiten

BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung, Social Media

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Problemstellung und Gang der Untersuchung

2 Betreffzeile im E-Mail Marketing
2.1 Charakteristika der Betreffzeile
2.2 Auswirkung der Betreffzeile auf die Öffnungsrate
2.3 Einfluss der Betreffzeile auf die Spam-Filterung

3 Korrelation der Betreffzeile und Öffnungsrate in einem FinTech Unternehmen
3.1 Analyse der Betreffzeile und Öffnungsrate
3.2 Optimierung der Betreffzeile und Öffnungsrate

4 Kritische Würdigung und Ausblick

Anhang
Anhang 1: Auszug aus dem E-Mail Marketing Report eines FinTech Unternehmens
Anhang 2: Auszug Analyse Korrelation Wortwahl, Häufigkeit und Öffnungsrate
Anhang 3: Auszug Analyse der Betreffzeile versandte E-Mails 2015
Anhang 4: Verteilung und Anzahl Zeichen im Betreff und deren Öffnungsrate
Anhang 5: Verteilung und Anzahl Wörter im Betreff und deren Öffnungsrate

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Übersicht Posteingang und Betreffzeilen

Abbildung 2: Wortpopularität in der Betreffzeile in deutschen Newslettern

Abbildung 3: Mailingübersicht zu Newsletter einer Plattform

Abbildung 4: Auswertung Häufigkeit Wörter und durchschnittliche Öffnungsrate

Abbildung 5: Auswertung Betreffzeile nach Kernkennzahlen

Abbildung 6: Kohorten Zeichenanzahl und deren durchschnittliche Öffnungsrate

Abbildung 7: Kohorten Wörteranzahl und deren Öffnungsrate

1 Problemstellung und Gang der Untersuchung

Der durchschnittliche deutsche Bundesbürger wird jeden Tag mit 6.000 Werbebotschaften über alle Kanäle online und offline angesprochen. Tatsächlich dringen jedoch nur drei von diesen Werbebotschaften in die Erinnerung des Konsumenten vor.[1] „Als Resultat ist Werbung mittlerweile ein Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Sie begleitet den Verbraucher durch seinen Tag und ist fast überall präsent, man kann sich ihr praktisch nicht mehr entziehen.“[2] Sich der Werbung effektiv zu entziehen ist nahezu unmöglich, jedoch schützen die begrenzten Fähigkeiten der Wahrnehmung den Mensch vor der Reizüberflutung.[3] Im digitalen Bereich setzt sich diese Reizüberflutung insbesondere im E-Mail Postfach fort. 2015 wurden insgesamt 205 Billionen E-Mails versandt und empfangen. Pro Tag empfing und versandte ein geschäftlicher Nutzer durchschnittlich 112 E-Mails während der private Nutzer mit 93 E-Mails circa 15% weniger E-Mail-Aufkommen zu verzeichnen hatte.[4]

Dennoch kann objektiv die Werbewirkung im E-Mail Postfach im Vergleich zu anderen Alltagssituationen wesentlich höher eingeschätzt werden. Der Großteil der Nutzer setzt sich aktiv mit den für sie relevanten Informationen in deren Posteingang auseinander anstatt in den anderen Alltagssituationen Werbung geradezu auszublenden.[5] Aus Werber-sicht ist E-Mail Marketing eines der wenigen Instrumente, welches den gesamten Kreislauf von Kundengewinnung über Kundenwerterhöhung bis hin zu Kundenloyalität und Rückgewinnung abbilden kann.[6] Zudem ist aus Kostensicht, Konversionsrate und Tagesaktualität die E-Mail klassischen Werbeformen überlegen.[7] Entscheidend für den Erfolg einer werbenden E-Mail ist wie bei menschlichen Beziehungen der erste Eindruck. Beim Menschen kann die Entscheidung einer ersten Interaktion mit einer unbekannten Person auf dem Aussehen, der Art der Bewegung und Gerüchen basieren. Bei einer E-Mail entscheidet der Mensch seine erste Interaktion, die E-Mail zu öffnen, basierend auf drei Faktoren: dem Absender, der Betreffzeile und dem Versand, sprich Versandzeitpunkt und Versandhäufigkeit.[8] Im Falle, dass die E-Mail vom Empfänger geöffnet wird, hofft der Versender eine weitere Interaktion zu generieren. Diese Interaktion kann sich über verschiedene Grade erstrecken: beispielsweise Anmeldung zu einem Newsletter, Anmeldung als Kunde und Hinterlassen von persönlichen Daten auf einer Webseite, bis hin zum Erwerb von kostenpflichtigen Produkten und Services.[9] Generell sind durch die Technologie der E-Mail und des Internets alle Interaktionen und somit der Erfolg des E-Mail Marketings messbar.[10] Bevor jedoch generell eine Interaktion nach dem Erhalt einer E-Mail erfolgen kann, muss die E-Mail geöffnet werden. Hauptsächlich anhand der Betreffzeile entscheidet ein Empfänger im Durchschnitt innerhalb von 3 Sekunden, inwiefern er die E-Mail öffnet und dem Versender der E-Mail die Möglichkeit eröffnet, weitere Inhalte und Botschaften an den Nutzer zu senden.[11]

Zur Erörterung des Themenkomplex werden in der vorliegenden Arbeit grundlagentheoretische Betrachtungen zur Betreffzeile und Ihren Einfluss auf die Öffnungsrate untersucht. Neben den Charakteristika der Betreffzeile werden statistische Erhebungen zur Wechselbeziehungen zwischen Betreffzeile und Öffnungsrate der E-Mail erörtert. Um eine anwendungsorientierte, praxisnahe Analyse und Diskussion zu ermöglichen, wird die Korrelation der Betreffzeile und Öffnungsrate am Beispiel eines FinTech Unternehmens diskutiert. Komplementierend erfolgen aus der Untersuchung Empfehlungen zur Optimierung der Betreffzeile und der Öffnungsrate für dieses FinTech Unternehmen. Aus den Erkenntnissen erfolgen abschließend die kritische Würdigung und der Ausblick für die Zukunft.

2 Betreffzeile im E-Mail Marketing

„The subject line is arguably the most important field for marketers because what the sender writes in that space has a lot to do with whether the receiver is enticed into reading the message.”[12] Ausgehend davon, dass die Betreffzeile den größten Einfluss auf die Öffnung einer E-Mail ausübt, ist zugleich festzuhalten, dass das Thema wissenschaftlich bisher wenig erforscht ist. In der Breite bekannte wissenschaftliche Analysen behandeln einzig Auswirkungen der Personalisierung und Determinanten der Betreffzeilen.[13] Darüber hinaus gibt es viele Publikationen, welche Empfehlungen aussprechen, jedoch empirisch nicht belastbar sind. Dies führt zu teilweise gegensätzlichen Ergebnissen. Zum einen werden zum Beispiel kürzere, zum anderen längere Betreffzeilen empfohlen. Grundsätzlich lässt sich jedoch feststellen, dass Werbende proportional mehr Zeit in den Inhalt der E-Mail investieren als in die Betreffzeile.[14] Im Sinne des Einflusses der Betreffzeile auf Öffnungs- und ebenso Klickraten im E-Mail Marketing ist eine höhere Investition in diesem Bereich anzuraten.

Abbildung 1: Übersicht Posteingang und Betreffzeilen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Detzel (2012), S. 37.

In dem oben abgebildeten beispielhaften Posteingang treten verschiedene Werbeträger mit unterschiedlichen Betreffzeilen in den Wettbewerb um die Aufmerksamkeit des Empfängers. Die Frage besteht: Was wird zum Türsteher oder zum Türöffner?[15]

2.1 Charakteristika der Betreffzeile

Um die Einflussbereiche und Optimierungspotenziale der Betreffzeile analysieren zu können, ist vorerst ein Verständnis über die Vielzahl der definierenden Parameter der Betreffzeile notwendig. Durch folgende Ausprägungen kann eine Betreffzeile charakterisiert und beeinflusst werden[16]:

- Die Anzahl der Zeichen bestimmt maßgeblich die Länge einer Betreffzeile und somit auch die Dauer um von einem Empfänger evaluiert zu werden;
- Die Anzahl und die Reihenfolge der Wörter bestimmt indirekt die Länge einer Betreffzeile und die Wirkung der Wahrnehmung einer Aussage;
- Die Benutzung von Zahlen und Symbolen ermöglicht die effektive Reduktion der Länge der Betreffzeile und eine schnellere Verarbeitung des Lesers;
- Die Personalisierung von Parametern wie Name, Wohnort, Alter ermöglichen eine individueller Ansprache des Adressaten und höhere Aufmerksamkeit;
- Die Formulierung der Betreffzeile als Frage kann höhere Aufmerksamkeit und Aktivierung des Empfängers ermöglichen;
- Die Verwendung des Imperativs kann nutzerbezogen die gewünschte Interaktion nach Öffnen der E-Mail begünstigen;
- Die Ausgestaltung von Antithesen, sich stark kontrastierender Wörter wie zum Beispiel: „heiße Angebote für kühle Sparer“ kann emotional aktivierend wirken;
- Das Einbetten von Redensarten oder Humor kann nutzerabhängig eine positive Stimmung erzeugen und Sympathie erzeugen;
- Die Anwendung von Schock- oder Furchtappellen als auch Ankündigungen von Neuigkeiten können die Neugier des Adressaten steigern;
- Die Erzeugung von zeitlicher oder nomineller Knappheit als auch das Angebot von Vergünstigungen können die Interaktion mit dem Leser steigern;
- Der Einsatz der Marke und die Unterscheidung von werblicher oder sachlicher Sprache können oben genannte Charakteristika zusätzlich beeinflussen.

2.2 Auswirkung der Betreffzeile auf die Öffnungsrate

Die Öffnungsrate ist eine Messgröße im E-Mail-Marketing, welche von weiteren Erfolgsmessungen wie Klick- und Konversionsrate umgeben wird. Auf diese wird im Weiteren nicht eingegangen. Die Öffnungsrate beschreibt den Anteil der Empfänger, welcher eine E-Mail einmalig oder auch wiederholt geöffnet hat. Grundsätzlich kann die Öffnung nur nachvollzogen werden, wenn bei einer Text E-Mail ein Link in der E-Mail angeklickt worden ist. Bei einer HTML E-Mail kann die Messung erfolgen, sobald Bilder in der E-Mail angezeigt werden. Sollten Bilder standardmäßig ausgeblendet sein kann die Erfassung nur erfolgen, wenn die Bilder durch den Nutzer manuell nachgeladen werden oder wie bei einer Text E-Mail ein Link angeklickt worden ist. Somit ist die Öffnungsrate nie zu 100 Prozent akkurat und liegt in der Realität höher als gemessen werden kann.[17]

Um die Auswirkung der Betreffzeile auf die Öffnungsrate zu analysieren sind individuelle Tests und Feldstudien notwendig, welche die möglichen Charakteristika in verschiedenen Ausprägungen untersuchen. In der Zusammenfassung bisher erreichter empirischer Studien verdichten sich folgende Korrelationen:

- Je geringer die Zeichenanzahl und die Anzahl der Wörter, desto höher ist die Öffnungsrate[18] ;
- Die Reihenfolge der Wörter wirkt sich am günstigsten auf die Öffnungsrate aus, wenn der größte Nutzen in einem Wort am Anfang genannt wird[19] ;
- Die Personalisierung des Wohnortes hat gegenüber der Erwähnung des Namens und Alters des Adressaten den günstigsten Einfluss auf die Öffnungsrate[20] ;
- Die Verwendung eines positiv formulierten und mit Nutzen verbundenen Imperativs begünstigt die Öffnungsrate[21] ;
- Die Verwendung von Danksagungen, zum Beispiel nach einer bereits erfolgten Interaktion mit dem Kunden hat hohen positiven Einfluss auf die Öffnungsrate[22] ;
- Die Verwendung von zeitlicher Verknappung hat den positivsten Einfluss, wenn Sie ein bestimmtes Datum anstatt relativer Tage und Stunden einsetzt[23] ;
- Kostenlose Angebote und Gutscheine in der Betreffzeile führen zu höheren Öffnungsraten, während Vergünstigungen selten die Öffnungsrate steigern[24] ;
- Der Einsatz sachlicher Sprache begünstigt grundsätzlich höhere Öffnungsraten als die Verwendung werblicher oder humorvoller Sprache.[25]

Abbildung 2: Wortpopularität in der Betreffzeile in deutschen Newslettern

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Kulka (2013), S. 394.

In Hinsicht der vorliegenden Korrelationen lässt sich als stärkster Einfluss auf die Öffnungsrate die Verwendung von Schlüsselbegriffen und deren Anordnung in der Betreffzeile verorten. Schlüsselbegriffe und deren Auswirkung auf die Öffnungsrate sind praktisch messbar. Effekte der unterschiedlichen Anordnungen von Worten lassen sich zudem durch statistische Kombinatorik vorhersagen.[26] Oben genanntes Schaubild gibt eine Indikation der häufigsten und wahrscheinlich auch erfolgreichsten Wörter.

2.3 Einfluss der Betreffzeile auf die Spam-Filterung

Die größte Herausforderung beim E-Mail Marketing fängt bereits beim Versand und der Zustellung der E-Mail an. Mit dem Missbrauch des Mediums E-Mail für ungewollte Werbebotschaften oder Viren und illegale Aktionen wie das Erspähen von Passwörtern sind auch die Gegenmaßnahmen mit der Spam-Filterung gewachsen. Während 2001 nur 8% aller Nachrichten als Spam klassifiziert wurden, sind in 2015 im Schnitt 54% aller E-Mails als Spam zu klassifizieren. Der größte Anteil der Spam E-Mails wurde in 2015 mit fast 20% an Deutschland versandt.[27]

Damit eine Werbenachricht nicht von einem Spamfilter abgefangen werden soll sind verschiedene Punkte wie Versandtechnik, Absenderadresse, Dienstleister für den Versand, inhaltlicher und technischer Aufbau der E-Mail zu beachten.[28] Einer der wichtigsten Parameter für die Spamfilterung ist die Betreffzeile selbst.[29] Bestimmte Ausprägungen sollten in der Betreffzeile vermieden werden, um die Zustellwahrscheinlichkeit einer E-Mail zu erhöhen. Hierunter fallen mehrere Ausrufe- oder Sonderzeichen, Wörter in Großbuchstaben, Personalisierung mit der Empfänger E-Mail-Adresse, Vermeidung von kritischen Begriffen wie Waffen, Glücksspiel, Erotik, Geld und die Verwendung einer anderen Sprache im Kontext der oben genannten Ausprägungen.[30] In der Fachliteratur ist übereinstimmend der Hinweis zu finden, dass vor Versand einer E-Mail ein Test mit Spam-Assassin, einer Open-Source-Lösung, durchzuführen ist. Dadurch wird transparent welche Elemente in der E-Mail insbesondere der Betreffzeile einen Spam-Filter aktivieren könnten.[31]

Durch die Einwilligung des Nutzers zum regelmäßigen Versand von E-Mails wie zum Beispiel Newslettern kann die Wahrscheinlichkeit reduziert werden, dass Nutzer die Absender-Adresse eines Unternehmens als Spam markieren. Zudem sollte die Möglichkeit angeboten werden, dass Nutzer sich bei einer gesonderten E-Mail-Adresse melden oder beschweren können.[32]

3 Korrelation der Betreffzeile und Öffnungsrate in einem FinTech Unternehmen

Das betrachtete FinTech Unternehmen ist im Finanz- und Börsenbereich tätig. Das Unternehmen ist von Banken und Verlagen unabhängig und fokussiert sich auf digitale Dienstleistungen rund um den Wertpapierhandel. Im Fokus stehen Privatkunden als auch Geschäftskunden, darunter auch Großbanken. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird zur Vereinfachung nur der Privatkundenbereich betrachtet. Für Privatkunden werden neben Seminaren und Coaching auf einer digitalen Plattform auch eine Investment- und Analyse-Plattform angeboten. Viele Inhalte und Funktionen können kostenfrei genutzt werden. Das Ziel des FinTech Unternehmens ist es den Nutzern die Vorteile der kostenpflichtigen Services nahezubringen und entsprechend zu verkaufen. Hierfür versendet das Unternehmen zwei bis drei Mal im Monat Newsletter jeweils für die beiden oben genannten Plattformen.[33] Nachfolgend werden die Newsletter hinsichtlich Ihrer Betreffzeile und Ihrer Öffnungsrate analysiert.

3.1 Analyse der Betreffzeile und Öffnungsrate

Grundlage für die Analyse sind 73 werbende E-Mails in Form von Newslettern. Diese wurden im Zeitraum Januar bis Dezember 2015 mehrmals monatlich und je nach Zielgruppe an gerundet 9.000 bis 25.000 Empfänger versandt. Die durchschnittliche Öffnungsrate betrug 31%.[34] Vergleichbare Öffnungsraten im Segment der Unternehmen von Finanzdienstleistungen bewegen sich bei ungefähr zwischen 20 und 22%.[35] Das FinTech Unternehmen erreicht im Wettbewerbsvergleich überdurchschnittlich hohe Öffnungsraten.

Durchschnittlich wurden 48 Zeichen in der Betreffzeile der versandten E-Mails verwendet. Die minimale Anzahl von Zeichen im Betreff betrug 18 und erreichte eine Öffnungsrate von 31%. Die längste Betreffzeile bestand aus 99 Zeichen und erreichte eine Öffnungsrate von 50%. Die durchschnittliche Zeichenanzahl von Betreffzeilen im übergreifenden Wettbewerb beträgt in Deutschland 61.[36] Das FinTech Unternehmen verwendet im Durchschnitt weniger Zeichen im Betreff, was die Öffnungsrate positiv beeinflusst. In Studien wurde festgestellt, dass Betreffzeilen mit 60-70 Zeichen die geringste Öffnungsrate industrieweit aufweisen. Betreffzeilen mit mehr oder weniger Zeichen erzielen im Schnitt höhere Öffnungsraten.[37] In der Betrachtung der Kohorten bei dem FinTech Unternehmen lässt sich dies bestätigen. Die höchste durchschnittliche Öffnungsrate besteht bei der Verwendung von 70 bis 99 Zeichen mit 42%. Die Kohorte 16 bis 29 Zeichen weist mit durchschnittlich 34% die zweithöchste Öffnungsrate im Durchschnitt auf. Die Kohorte mit 50-69 Zeichen weist dagegen die geringste Öffnungsrate im Durchschnitt mit 26% auf.[38]

Das FinTech Unternehmen verwendet im Schnitt durchschnittlich 7 Wörter in der Betreffzeile.[39] Wettbewerbsübergreifend werden durchschnittlich zwischen 9 und 10 Wörtern im Betreff verwendet.[40] Durch die Verwendung der geringeren Wortzahl des FinTech Unternehmens im Wettbewerbsvergleich kann wie bei den Zeichen auf die höhere Öffnungsrate geschlossen werden. In der Betrachtung der Kohorten der Wörter wird mit 3 Wörtern die durchschnittlich höchste Öffnungsrate von 39% erzielt. Bei dem Einsatz von 7 Wörtern ist dagegen die durchschnittlich niedrigste Öffnungsrate von 25% zu beobachten.[41] Die Öffnungsraten für Kohorten dieser Wortanzahl lassen sich durch Marktstudien bestätigen.[42]

In der Zusammensetzung der Betreffzeile setzt das FinTech Unternehmen folgende eigenständigen Worte ohne Binde- und bezügliche Fürworte am häufigsten ein: „Sie“, „jetzt“, „Name der Plattform“, „nur“, „kostenlos“, „sichern“, „DAX“ und „Wir“. Nach Öffnungsrate sind die erfolgreichsten eingesetzten Worte „Wir“ mit 48%, „Name der Plattform“ mit 38% und „Jetzt“ mit 35%. Die am wenigsten erfolgreichen Wörter sind „DAX“ und „nur“ mit jeweils 28% und „sichern“ mit 29%.[43] Die Erklärung für die Korrelation der Öffnungsraten und der gewählten Worte ist vielfältig. Das Wort „Wir“ ist eine persönliche Ansprache aus Unternehmenssicht, welche die Leser des FinTech Unternehmens offenbar mit höheren Leseraten goutieren als eine sachliche Ansprache. Das Wort „Name der Plattform“ verwendet den konkreten Namen der Plattform. Für Nutzer der Plattform wird damit eine konkrete Verbindung der E-Mail zur Plattform hergestellt.

[...]


[1] Vgl. Langner (2009), S. 13.; Vgl. Horizont (2004)

[2] Kloss (2011), S. 1.

[3] Vgl. Pieters / Wedel (2007), S. 225.; Vgl. Lee / Lee (2004), S. 177.

[4] Vgl. Radicati (2015), S. 2ff..

[5] Vgl. Kulka (2013), S. 50.

[6] Vgl. Aschoff (2005), S. 2f.. ; Vgl. Kulka (2013), S. 51ff..

[7] Vgl. Aschoff (2005), S. 5f.. ; Vgl. Fariborzi / Zahedifard (2012), S. 232ff.. ; Vgl. Kulka (2013), S. 63ff..

[8] Vgl. Matejcek (2005), S. 58. ; Vgl. Balakrishnan / Rajesh (2014), S. 579.

[9] Vgl. Ploss (2002), S. 53f.. ; Labs (2003), S. 84f..

[10] Vgl. Fariborzi / Zahedifard (2012), S. 233.

[11] Vgl. Schmitt (2007), S. 91.; Vgl. Heßler / Mosebach (2012), S. 258.

[12] Marinova et al. (2002), S. 64.

[13] Vgl. Chittenden / Rettie (2003), S. 203 ff.. ; Vgl. Marinova et al. (2002), S.65 ff..

[14] Vgl. Krups (2009), S. 197.

[15] Vgl. Detzel (2012), S. 37.

[16] Vgl. Kulka (2013), S. 391ff.. ; Vgl. Dunn / Barban (1986), S. 359ff..

[17] Vgl. Queda (2009), S. 43f.. ; Vgl. Becker (2009), S. 90. ; Vgl. Mullen / Daniels (2009), S. 164.

[18] Vgl. Informz (2014), S. 3. ; Vgl. Mullen / Daniels (2009) S. 153. ; Vgl. Dialog-Mail (2010), S. 9.

[19] Vgl. Stallings (2009), S. 4.; Vgl. Kulka (2013), S. 405. ; Vgl. Krups (2009), S. 201.

[20] Vgl. Kulka (2013), S. 402. ; Vgl. Dialog-Mail (2010), S. 11.

[21] Vgl. Informz (2014), S. 4ff..

[22] Vgl. Adestra (2015), S. 7.

[23] Vgl. Stallings (2009), S. 4f.. ; Vgl. Hubspot (2014), S. 10f..

[24] Vgl. Hubspot (2014), S. 9. ; Vgl. Adestra (2015), S. 16ff..

[25] Vgl. Dialog-Mail (2010), S. 10. ; Vgl. Kulka (2013), S. 408.

[26] Vgl. Wainer et al. (2011), S. 3439ff.. ; Vgl. Balakrishnan / Rajesh (2014), S. 579f..

[27] Vgl. Shcherbakova et al. (2015), S. 9ff.. Vgl. Puniškis et al. (2015), S. 73.

[28] Vgl. Schwarz (2004), S. 178.

[29] Vgl. ESPC (2006), S. 1.

[30] Vgl. Queda (2009), S. 278. ; Vgl. Schwarz (2004), S. 175. ; Vgl. Matejcek (2005), S. 58.

[31] Vgl. Kulka (2013), S. 408f.. ; Vgl. Schwarz (2004), S. 175. ; Vgl. Aschoff (2005), S.183ff..

[32] Vgl. Queda (2009), S. 278. ; Vgl. Schwarz (2004), S. 171ff.. ; Vgl. Rightnow (2009), S. 1ff..

[33] Vgl. Anhang 1

[34] Vgl. Anhang 3

[35] Vgl. Experian (2015), S. 6. ; Vgl. Silverpop (2015), S. 6.

[36] Vgl. Kulka (2013), S. 395.

[37] Vgl. Adestra (2012), S. 5.

[38] Vgl. Anhang 4

[39] Vgl. Anhang 3

[40] Vgl. Kulka (2013), S. 395.

[41] Vgl. Anhang 5

[42] Vgl. Dialog-Mail (2010), S. 9.

[43] Vgl. Anhang 2

Details

Seiten
25
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668431683
ISBN (Buch)
9783668431690
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v358322
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
1,0
Schlagworte
E-Mail Betreffzeile Korrelation Öffnungsrate Spam Marketing E-Mail Marketing

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Titel: Korrelation von Betreffzeile und Öffnungsrate im E-Mail-Marketing im Kontext eines FinTech Unternehmens