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Private Versicherungsprämien im Insolvenzrecht. Sind Zahlungen an private Krankenversicherer anfechtbar?

Seminararbeit 2017 35 Seiten

BWL - Recht

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Internetquellen

Urteilsverzeichnis

1 Die Bedeutung der Insolvenzanfechtung für den Insolvenzverwalter

2 Versicherungsprämien der PKV vor Insolvenzeröffnung
2.1 Pfändbarkeit
2.2 Insolvenzbeschlag
2.3 Prämie als Insolvenzforderung
2.4 Anmeldung zur Insolvenztabelle
2.5 Leistungsklage
2.6 Ausgenommene Forderung gem. § 302 InsO
2.7 Anfechtbarkeit der Versicherungsprämien

3 Versicherungsprämien der PKV nach Insolvenzeröffnung
3.1 Fortbestand des Versicherungsvertrags
3.2 Ruhen des Vertrags oder Tarifwechsel
3.3 Verfügungs- und Verwaltungsbefugnis des Insolvenzverwalters
3.4 Erfüllungswahlrecht des Insolvenzverwalters
3.5 Prämie als Masse- oder Neuverbindlichkeit
3.6 Durchsetzbarkeit von Ansprüchen des Versicherers
3.7 Zusatzversicherungen
3.8 Anfechtbarkeit der Versicherungsprämien

4 Die Sozialversicherung nach Beendigung des Insolvenzverfahrens

5 Fazit

Anhang - Inhaltsverzeichnis

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Literaturverzeichnis

Braun Eberhard: Insolvenzordnung (InsO) Kommentar, 5. Auflage, München, 2012, Beck-Verlag.

Buchholz Christoph: Beiträge zur privaten Pflegeversicherung in der Insolvenz des Versicherungsnehmers, Verbraucherinsolvenz Aktuell (VIA), 2016, S. 72.

Buck Stefano: BGH: Zahlung von Versicherungsprämien an privaten Krankenversicherer ist grundsätzlich anfechtbar (Praxishinweis), in: Fachdienst Insolvenzrecht (FD-InsR), Beck-Online, 2016, 379156.

Ehricke Ulrich, in: Kirchhof Hans-Peter / Eidenmüller Horst / Stürner Rolf, Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung, 3. Auflage, München, 2013, Beck-Verlag.

Gottwald Bertram: Insolvenzrechts-Handbuch, 5. Auflage, München, 2015, Beck-Verlag.

Harder Sebastian: Ansprüche auf vorinsolvenzliche Prämien für private Krankenversicherung sind Insolvenzforderungen - BGH, Urt. v. 07.04.2016 (Entscheidungsanmerkung), Verbraucherinsolvenz Aktuell (VIA), 2016, S. 67.

Hefermehl Hendrik, in: Kirchhof Hans-Peter / Eidenmüller Horst / Stürner Rolf, Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung, 3. Auflage, München, 2013, Beck-Verlag.

Henckel Wolfram / Gerhardt Walter, in: Jaeger, Insolvenzordnung Großkommentar, 1. Band §§ 1 – 55, Berlin, 2004, De Gruyter Recht.

Kampmann Ricarda / Walter Johann: Makroökonomie – Wachstum, Beschäftigung, Außenwirtschaft, München, 2010, Oldenbourg Verlag.

Keck Thomas, in: Mülheims Laurenz / Hummel Karin / Peters-Lange Susanne / Toepler Edwin / Schuhmann Iris: Handbuch Sozialversicherungswissenschaft, Wiesbaden, 2015, Springer VS.

Kiepe Marianne: Personalabrechnung auf den Punkt: Handbuch für Unternehmen, Wiesbaden, 2014, Springer Gabler.

Kreft Gerhart, in: Kirchhof / Stürner / Eidenmüller, Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung Band 2: §§ 80 – 216 InsO, 3. Auflage, 2013, Beck-Verlag.

Leithaus Rolf, in: Andres Dirk / Leithaus Rolf: Insolvenzordnung: InsO Kommentar, 3. Auflage, München, 2014, Beck Verlag.

Ott Claus / Vuia Mihai, in: Kirchhof Hans-Peter / Eidenmüller Horst / Stürner Rolf, Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung, 3. Auflage, München, 2013, Beck-Verlag.

Prölss Jürgen, in: Prölss Jürgen / Martin Anton, Versicherungsvertragsgesetz: VVG (mit Nebengesetzen, Vermittlerrecht und Allgemeinen Versicherungsbedingungen), 29. Auflage, 2015, Beck-Verlag.

Rauscher Michael: Die Insolvenz des VN in der privaten Krankenversicherung, in: Versicherungsrecht (VersR), Heft 7, 2014, S. 295.

Senger Christian / Finke Eckhard: Dauerschuldverhältnisse unter besonderer Beobachtung der privaten Krankenversicherung, in: Zeitschrift für das gesamte Insolvenzrecht (ZInsO), 2012, S. 997.

Statistisches Bundesamt: Unternehmen und Arbeitsstätten – Beendete Insolvenzverfahren und Restschuldbefreiung, Fachserie 2 Reihe 4.1.1, Wiesbaden, 2016.

Steinmeyer Heinz-Dietrich, in: Mülheims Laurenz / Hummel Karin / Peters-Lange Susanne / Toepler Edwin / Schuhmann Iris: Handbuch Sozialversicherungswissenschaft, Wiesbaden, 2015, Springer VS.

Stephan Guido: Aktuelle Rechtsprechung zu den von der RSB ausgenommenen Forderungen des § 302 I InsO, Verbraucherinsolvenz Aktuell (VIA), 2016, S. 73.

Sternal Werner, in: Schmidt Karsten: Insolvenzordnung: InsO (InsO mit EuInsVO), 19. Auflage, München, 2016, Beck Verlag.

Uhlenbruck Wilhelm / Hirte Heribert / Vallender Heinz: Insolvenzordnung Kommentar, 14. Auflage, München, 2015, Beck-Verlag.

Waltermann Raimund: Sozialrecht, 8. Auflage, Heidelberg, 2009, C.F. Müller Verlag.

Verzeichnis der Internetquellen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Urteilsverzeichnis

AG-Urteil Ansbach vom 29.06.2016 – 1 C 1736/14.

AG-Urteil Kiel vom 06.10.2011 - 115 C 242/11.

BGH-Urteil vom 26.06.2001 – VI ZR 111/00.

BGH-Urteil vom 08.12.2005 – IX ZR 182/01.

BGH-Urteil vom 04.07.2007 - VII ZB 68/06.

BGH-Urteil vom 27.03.2008 – IX ZR 210/07.

BGH-Urteil vom 05.05.2008 – II ZR 38/07.

BGH-Urteil vom 29.09.2008 – II ZR 162/07.

BGH-Urteil vom 29.01.2009 – III ZB 88/07.

BGH-Urteil vom 08.06.2009 – II ZR 147/08.

BGH-Urteil vom 03.12 2009 – IX ZR 189/08.

BGH-Urteil vom 20.09.2010 – II ZR 78/09.

BGH-Urteil vom 16.11.2010 – VI ZR 17/10.

BGH-Urteil vom 25.01.2011 – II ZR 196/09.

BGH-Urteil vom 19.01.2012 – IX ZR 2/11.

BGH-Urteil vom 27.03.2012 – II ZR 171/10.

BGH-Urteil vom 12.09.2012 – IV ZR 258/11.

BGH-Urteil vom 19.02.2014 – IV ZR 163/13.

BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15.

BGH-Urteil vom 20.07.2016 – IV ZR 45/16.

BSG-Urteil vom 30.07.1981 – 8/8a RU 48/80.

BSG-Urteil vom 24.09.2008 – B 12 KR 22/07 R.

LG-Urteil Dortmund vom 19.01.2012 - 2 O 449/10.

LG-Urteil Hamburg vom 13.09.2012 – 323 O 601/09.

LG-Urteil Köln vom 08.10.2003 - 23 S 48/03.

LG-Urteil Köln vom 15.05.2013 - 23 S 29/12.

LG-Urteil München vom 29.03.2012 - 10 O 3280/11.

LG-Urteil Stuttgart vom 25.07.2012 – 18 O 64/12.

LG-Urteil Würzburg vom 18.07.2011 – 92 O 2024/10.

OLG-Urteil Celle vom 12.03.2013 – 8 W 13/13.

OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12.

OLG-Urteil Frankfurt vom 28.05.2013 – 12 W 68/12.

OLG-Urteil Hamm vom 19.09.2012 – I 20 W 9/12.

OLG-Urteil Hamm vom 15.07.2015 – 20 U 234/14.

OLG-Urteil Hamm vom 08.08.2016 – 20 U 80/16.

OLG-Urteil Schleswig vom 30.12.2014 - 16 W 168/14.

SG-Urteil Karlsruhe vom 21.03.2016 – S 13 P 4166/15.

1 Die Bedeutung der Insolvenzanfechtung für den Insolvenzverwalter

Die Insolvenzanfechtung gem. §§ 129 ff. InsO stellt ein wichtiges Werkzeug für den Insolvenzverwalter dar. Hiermit kann er durch die Anfechtung nach Maßgabe der §§ 130 bis 146 InsO von Rechtshandlungen, die vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorgenommen worden sind und die Insolvenzgläubiger benachteiligen, Vermögen zur Masse ziehen. Dadurch generiert der Insolvenzverwalter eine größere Insolvenzmasse und kann somit die Deckungsquote erhöhen. Die Gläubiger werden demnach mit einer höheren Quote befriedigt. Die Versicherungsprämien im Rahmen der Sozialversicherung stellen dabei wiederkehrende Zahlungen dar, die sich zu nicht vernachlässigbaren Beträgen summieren.[1] Diese Arbeit konzentriert sich auf die Anfechtbarkeit von Zahlungen der Versicherungsprämien an privaten Krankenversicherer und stellt klar, ob diese Zahlungen angefochten und die gezahlten Versicherungsprämien zur Insolvenzmasse gezogen werden können.

2 Versicherungsprämien der PKV vor Insolvenzeröffnung

2.1 Pfändbarkeit

Die Prämienforderungen aus einem privaten Krankenversicherungsvertrag unterliegen gem. §§ 850b Abs. 1 Nr. 4 ZPO und 850e Nr. 1 S. 2 lit. B ZPO nicht der Pfändbarkeit. § 850b ZPO wird in § 36 Abs. 1 S. 2 InsO nicht ausdrücklich aufgeführt, muss aber bei Berücksichtigung von Sinn und Zweck des § 850b ZPO entsprechend angewendet werden.[2]

2.2 Insolvenzbeschlag

Bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens gerät das gesamte Vermögen des Schuldners in den Insolvenzbeschlag. Das Insolvenzverfahren erfasst somit gem. § 35 Abs. 1 InsO das gesamte Vermögen, das dem Schuldner zur Zeit der Eröffnung des Verfahrens gehört und das er während des Verfahrens erlangt. Dieses Vermögen wird auch Insolvenzmasse gem. § 35 Abs. 1 InsO genannt. Mit der Eröffnung des Insovenzverfahrens geht auch die Verfügungs- und Verwaltungsbefugnis über diese Insolvenzmasse vom Schuldner an den Insolvenzverwalter über. Dabei gehören Gegenstände, die nicht der Zwangsvollstreckung unterliegen, gem. § 36 Abs. 1 S. 1 InsO nicht zur Insolvenzmasse. Wie bereits gezeigt, gehören die Versicherungsprämien der PKV zum unpfändbaren Vermögen. Beiträge der privaten Krankenversicherung, die vor der Insolvenzeröffnung fällig sind, unterliegen demnach nicht dem Insolvenzbeschlag.[3]

2.3 Prämie als Insolvenzforderung

Insolvenzforderungen sind gem. § 38 InsO alle Vermögensansprüche gegen den Schuldner, die zur Zeit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens begründet sind. Ansprüche eines Versicherers auf Versicherungsprämien sowie aufgelaufene Beitragsrückstände aus der Zeit vor der Insolvenzeröffnung stellen demnach Insolvenzforderungen dar.[4]

2.4 Anmeldung zur Insolvenztabelle

Insolvenzgläubiger können gem. § 87 InsO Klagen nicht gegen den Schuldner richten.[5] Bezüglich der Beitragsrückstände[6] können Insolvenzgläubiger gem. § 87 InsO ihre Forderungen nur nach den Vorschriften über das Insolvenzverfahren verfolgen.[7] Die Versicherer haben die Beitragsrückstände somit gem. § 174 InsO als Insolvenzforderung zur Insolvenztabelle anzumelden.[8] Aufgrund quotenanteiliger Befriedigung der Insolvenztabellengläubiger und der in Deutschland üblicherweise sehr niedrigen Deckungsquoten ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass die Versicherer bezüglich der Beitragsrückstände, die vor Insolvenzeröffnung entstanden sind, vollständig befriedigt werden.[9] Bei Eintritt der Insolvenzreife ist die Haftbarkeit des Arbeitgebers für die Begleichung der Sozialversicherungsbeiträge sowie bei der Begleichung von Beitragsrückständen die Haftbarkeit des Insolvenzverwalters zu beachten.[10]

2.5 Leistungsklage

Eine Leistungsklage ist eine Klage auf Verurteilung zu einer Leistung. Diese Leistung kann in Form von Tun, Unterlassen oder Dulden erfolgen.[11] Bei erfolgreicher Klage ergeht ein vollstreckbares[12] Leistungsurteil. Die Versicherer können die Zahlung der Beitragsrückstände nicht mit einer Leistungsklage erzwingen, da diese hier unzulässig ist und ohne Sachprüfung verworfen wird.[13] Gem. § 87 InsO können Insolvenzgläubiger ihre Forderungen nur nach den Vorschriften über das Insolvenzverfahren verfolgen.[14] Der Versicherer als Insolvenzgläubiger muss die bis zur Insolvenzeröffnung bestehenden Beitragsrückstände somit gem. § 174 InsO als Insolvenzforderung zur Insolvenztabelle anmelden.[15]

2.6 Ausgenommene Forderung gem. § 302 InsO

Wäre es dem Versicherer gestattet, eine vorinsolvenzliche Versicherungsprämienforderung auch außerhalb des Insolvenzverfahrens des Schuldners weiter geltend zu machen, so würde dies faktisch eine Ausnahme der Forderung von der Restschuldbefreiung des Schuldners bedeuten.[16] Dies ist jedoch klar zu verneinen, da die Forderungen, die von der Restschuldbefreiung ausgenommen sind, abschließend in § 302 InsO geregelt sind und hier eine derartige Ausnahme für Versicherungsprämien nicht vorhanden ist.[17] In der Praxis haben sich Versicherer häufig nicht am Insolvenzverfahren beteiligt und ihre Forderungen nicht zur Insolvenztabelle angemeldet, um diese Forderungen außerhalb des Verfahrens geltend zu machen.[18] Dies hat jedoch nicht funktioniert, da die Restschuldbefreiung gem. § 301 Abs. 1 S. 2 InsO nicht nur alle angemeldeten vorinsolvenzlichen Forderungen, sondern auch alle Forderungen, die nicht zur Insolvenztabelle angemeldet wurden, erfasst.[19]

2.7 Anfechtbarkeit der Versicherungsprämien

Nach bisheriger Meinung unterliegt die Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen durch den Insolvenzschuldner grundsätzlich der Insolvenzanfechtung gem. §§ 129 ff. InsO.[20] Aufgrund der Tatsache, dass der Arbeitgeberanteil der Sozialversicherungsbeiträge vollumfänglich aus dem Vermögen des Arbeitgebers geleistet wird, kann dieser nicht zugunsten des Sozialversicherungsträgers ausgesondert werden.[21] Eine unregelmäßige oder mehrmals verspätete Abführung der Sozialversicherungsbeiträge kann auf eine Zahlungsunfähigkeit gem. § 17 InsO hindeuten.[22] Die Beiträge können somit innerhalb der Fristen aufgrund kongruenter Deckung gem. § 130 InsO oder inkongruenter Deckung gem. § 131 InsO angefochten werden.[23] Dies galt jedoch nur für Fälle, in denen die Sozialversicherungsbeiträge bis zum 31.12.2007 abgeführt wurden[24], da seit dem 01.01.2008 der § 38e Abs. 1 SGB IV festsetzt, dass die Zahlung des vom Beschäftigten zu tragenden Teils des Gesamtversicherungsbeitrags als aus dem Vermögen des Beschäftigten erbacht gilt.[25] Dies schließt eine Anfechtung der Abführung der Sozialversicherungsbeiträge bei der Insolvenz des Arbeitnehmers aus.[26]

Der BGH hat jedoch entschieden, dass eine Anfechtung nach §§ 130, 131 InsO der Versicherungsprämien im Rahmen eines privaten Krankenversicherungsvertrags möglich ist, wenn es sich um eine Insolvenzforderung gem. §§ 38, 39 InsO handelt.[27] Ansprüche eines Versicherers auf Versicherungsprämien aus der Zeit vor der Insolvenzeröffnung stellen Insolvenzforderungen dar.[28] Dem steht weder die bestehende Versicherungspflicht gem. § 193 Abs. 3 VVG, noch die Vorschriften bezüglich der Pfändbarkeit von Ansprüchen gem. § 850b Abs. 1 Nr. 4 ZPO oder § 850e Nr. 1 S. 2 lit. B ZPO entgegen.[29] Durch eine erfolgreiche Anfechtung der bereits gezahlten Versicherungsprämien erlischt der Krankenversicherungsvertrag nicht.[30] Die erfolgreiche Anfechtung gibt dem Versicherer auch nicht die Möglichkeit, den Versicherungsvertrag zu beenden.[31] Zahlt der Versicherungsnehmer (Schuldner) die Versicherungsprämien für seinen privaten Krankenversicherungsvertrag in bar aus einem nach § 811 Abs. 1 Nr. 8 ZPO unpfändbaren Geldbetrag bzw. aus seinem unpfändbaren Vermögen[32], so fehlt es an einer Gläubigerbenachteiligung und somit an einer elementaren Prämisse für die Insolvenzanfechtung.[33] Durch die fehlende Zugehörigkeit zur Masse gem. §§ 35, 36 InsO kann hier die Verfügung also mangels Gläubigerbenachteiligung gem. § 129 Abs. 1 InsO nicht angefochten werden.[34]

3 Versicherungsprämien der PKV nach Insolvenzeröffnung

3.1 Fortbestand des Versicherungsvertrags

Bei derartigen gegenseitigen Verträgen, die beiderseits nicht vollständig erfüllt sind, bleibt der Vertrag bei Eintritt der Insolvenz bestehen, wobei jedoch die beiderseitigen Erfüllungsansprüche nicht durchsetzbar sind.[35] Die Gläubiger können hier ihren Nichterfüllungsschaden lediglich als Insolvenzforderung geltend machen.[36]

Während das Versicherungsvertragsgesetz die Insolvenz des Versicherers und die Folgen für das Schicksal des Versicherungsverhältnisses gem. § 16 VVG regelt, beinhaltet es kaum Regelungen bezüglich der Insolvenz des Versicherungsnehmers.[37] Gem. § 110 VVG kann ein Dritter wegen des ihm gegen den Versicherungsnehmer zustehenden Anspruchs abgesonderte Befriedigung aus dem Freistellungsanspruch des Versicherungsnehmers verlangen, wenn über das Vermögen des Versicherungsnehmers das Insolvenzverfahren eröffnet ist.[38] Nach h.M. wird das Versicherungsverhältnis bei Insolvenzeintritt des Versicherungsnehmers weder beendet noch beeinträchtigt.[39] Die Insolvenz des Versicherungsnehmers begründet dabei nach der neuen Fassung des VVG bei den Vertragsparteien kein Kündigungsrecht mehr.[40]

Dennoch ist ein Wechsel von der PKV in die GKV möglich, dies muss jedoch nahtlos verlaufen, damit die Versicherungspflicht gem. § 193 Abs. 3 VVG nicht verletzt wird. Dabei kann es unter Umständen zu einer Doppelversicherung kommen (z.B. wenn die Kündigung des PKV-Vertrags nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist erfolgt oder die Formerfordernisse nicht eingehalten werden).[41]

Der Schuldner ist also berechtigt, den Versicherungsvertrag der privaten Krankenversicherung nach Insolvenzeröffnung außerhalb des Insolvenzverfahrens fortzuführen.[42] Dies hat keinerlei Auswirkungen auf die Restschuldbefreiung. Die Prämien müssen hierbei vom unpfändbaren Teil des Einkommens des Schuldners, soweit er ein Arbeitseinkommen erzielt, bezahlt werden.[43] Dadurch wird der Vertrag mit vollen Leistungsansprüchen fortgeführt. Bezieht der insolvente Schuldner jedoch kein Arbeitseinkommen, so steht ihm das Beendigungsrecht des Versicherungsvertrags gem. § 205 Abs. 2 VVG zu, wenn er zur Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung verpflichtet ist.[44] Die Pflicht zum Abschluss einer Krankenversicherung i.S.d. § 193 Abs. 3 S. 1 VVG führt zur grundsätzlichen Unkündbarkeit des Versicherungsverhältnisses durch den Versicherer gem. § 206 VVG.[45] Die Kündigung einer Krankenversicherung, die gem. § 193 Abs. 3 S. 1 VVG verpflichtend ist, entfaltet erst ihre Wirkung zum Zeitpunkt der Vorlage des Nachweises der Anschlussversicherung.[46]

3.2 Ruhen des Vertrags oder Tarifwechsel

Während vor der Gesetzesänderung am 01.08.2013 die Insolvenz des Versicherungsnehmers in der Regel zum Ruhen der Versicherungsleistungen und ggf. zur Umstellung der Versicherung in den Basistarif gem. § 193 Abs. 6 S. 9 VVG (a.F.) führte, können nunmehr säumige Beitragszahler rückwirkend in den Notlagentarif nach § 193 Abs. 7 VVG und § 12h VAG umgestellt werden.[47] Hier kann es nach dem Durchlaufen eines Mahnsystems gem. § 193 Abs. 6 VVG zum Ruhen des Vertrages kommen.[48] Das Ruhen tritt nicht ein bzw. endet, wenn der Versicherungsnehmer oder die versicherte Person hilfebedürftig i.S.d. SGB II oder SGB XII ist oder wird.[49] Dies führt zu teils erheblichen Beitragsverkürzungen, die es dem Versicherungsnehmer ermöglichen sollen, auch in der finanziell schwierigen Lage weiterhin seiner Pflicht[50] zur Beitragszahlung nachzukommen. Nach längerem Ausbleiben der Versicherungsprämien kann es zu einer Fortsetzung im Basistarif kommen.[51] Der Versicherer haftet jedoch auch während dieser Zeit, in der er keine Versicherungsprämien vom Versicherungsnehmer erhält, für bestimmte Aufwendungen z.B. bei akuten Erkrankungen.[52] Dies gilt gem. § 16 Abs. 3a SGB V auch in der gesetzlichen Krankenversicherung.[53] Der Versicherer kann also auch bei erheblichen Differenzen zwischen Leistung und Gegenleistung im Rahmen der Insolvenz nicht den Versicherungsvertrag beenden oder die Leistungen vollständig einstellen.[54] Dies hat vor allem sozialpolitische Gründe.[55]

3.3 Verfügungs- und Verwaltungsbefugnis des Insolvenzverwalters

Die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis gem. § 80 InsO, die bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens vom Schuldner auf den Insolvenzverwalter übergeht, erstreckt sich nicht nur auf Verfügungen über das zur Insolvenzmasse gehörende Aktivvermögen, sondern auch auf Verpflichtungsgeschäfte, für deren Erfüllung die Insolvenzmasse haften soll.[56] Der Schuldner kann jedoch sonstige Verbindlichkeiten, für die die Insolvenzmasse nicht haftet, grundsätzlich selbst begründen.[57] Eine derartige sonstige Verbindlichkeit (ein insolvenzfreies Schuldverhältnis i.S.d. § 36 InsO) liegt hier vor.[58] Somit erstreckt sich die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis des Insolvenzverwalters gem. § 80 InsO nicht auf private Krankenversicherungsverträge.[59]

[...]


[1] Für allgemeine Informationen wie das System, die Finananzierung, Beiträge, Leistungen und die Rechtsgrundlagen der gesetzlichen Sozialversicherung siehe Anhang 1.1 bis 1.5.

[2] vgl. BGH-Urteil vom 03.12 2009 – IX ZR 189/08; vgl. LG-Urteil Dortmund vom 19.01.2012 - 2 O 449/10; vgl. LG-Urteil Köln vom 15.05.2013 - 23 S 29/12; vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12; vgl. BGH-Urteil vom 19.02.2014 – IV ZR 163/13; a.A. LG-Urteil Köln vom 08.10.2003 - 23 S 48/03; vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 28.05.2013 – 12 W 68/12; vgl. BGH-Urteil 04.07.2007 - VII ZB 68/06; vgl. Rauscher Michael: Die Insolvenz des VN in der privaten Krankenversicherung, in: Versicherungsrecht (VersR), Heft 7, 2014, S. 297; vgl. Senger Christian / Finke Eckhard: Dauerschuldverhältnisse unter besonderer Beobachtung der privaten Krankenversicherung, in: Zeitschrift für das gesamte Insolvenzrecht (ZInsO), 2012, S. 1001.

[3] vgl. OLG-Urteil Schleswig vom 30.12.2014 - 16 W 168/14; vgl. BGH-Urteil vom 19.02.2014 – IV ZR 163/13; vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15.

[4] vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15; für die Einordnung der Sozialversicherungsbeiträge allgemein siehe Anhang 3.

[5] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12; vgl. Rauscher Michael: Die Insolvenz des VN in der privaten Krankenversicherung, in: Versicherungsrecht (VersR), Heft 7, 2014, S. 297.

[6] Hier ist jeweils zu unterscheiden, ob der rechtliche Entstehungsgrund der Forderung vor oder nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens liegt, vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12; vgl. Rauscher Michael: Die Insolvenz des VN in der privaten Krankenversicherung, in: Versicherungsrecht (VersR), Heft 7, 2014, S. 297.

[7] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12; vgl. Rauscher Michael: Die Insolvenz des VN in der privaten Krankenversicherung, in: Versicherungsrecht (VersR), Heft 7, 2014, S. 297.

[8] Gegebenenfalls mit einer Feststellungsklage gem. § 256 ZPO; vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12; vgl. OLG-Urteil Hamm vom 08.08.2016 – 20 U 80/16; vgl. OLG-Urteil Hamm vom 15.07.2015 – 20 U 234/14; vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15.

[9] vgl. Statistisches Bundesamt: Unternehmen und Arbeitsstätten – Beendete Insolvenzverfahren und Restschuldbefreiung, Fachserie 2 Reihe 4.1.1, Wiesbaden, 2016, S. 9.

[10] Für die Haftbarkeit des Arbeitsgebers siehe Anhang 5; für die Haftbarkeit des Insolvenzverwalters siehe Anhang 6; für das Vorgehen in der Praxis bezüglich der Überweisung der Sozialversicherungsbeiträge siehe Anhang 7.2.

[11] vgl. §§ 194, 241 BGB.

[12] gem. §§ 803 ff. ZPO.

[13] vgl. Rauscher Michael: Die Insolvenz des VN in der privaten Krankenversicherung, in: Versicherungsrecht (VersR), Heft 7, 2014, S. 295, 298; vgl. Leithaus Rolf, in: Andres Dirk / Leithaus Rolf: Insolvenzordnung: InsO Kommentar, 3. Auflage, München, 2014, Beck Verlag, § 87 Rn. 3; vgl. Sternal Werner, in: Schmidt Karsten: Insolvenzordnung: InsO (InsO mit EuInsVO), 19. Auflage, München, 2016, Beck Verlag, § 87 Rn. 10; vgl. BGH-Urteil vom 29.01.2009 – III ZB 88/07.

[14] vgl. Rauscher Michael: Die Insolvenz des VN in der privaten Krankenversicherung, in: Versicherungsrecht (VersR), Heft 7, 2014, S. 295.

[15] vgl. Rauscher Michael: Die Insolvenz des VN in der privaten Krankenversicherung, in: Versicherungsrecht (VersR), Heft 7, 2014, S. 295.

[16] vgl. BGH-Urteil vom 16.11.2010 – VI ZR 17/10; vgl. Harder Sebastian: Ansprüche auf vorinsolvenzliche Prämien für private Krankenversicherung sind Insolvenzforderungen - BGH, Urt. v. 07.04.2016 (Entscheidungsanmerkung), Verbraucherinsolvenz Aktuell (VIA), 2016, S. 67; vgl. Stephan Guido: Aktuelle Rechtsprechung zu den von der RSB ausgenommenen Forderungen des § 302 I InsO, Verbraucherinsolvenz Aktuell (VIA), 2016, S. 75.

[17] vgl. BGH-Urteil vom 16.11.2010 – VI ZR 17/10; vgl. Harder Sebastian: Ansprüche auf vorinsolvenzliche Prämien für private Krankenversicherung sind Insolvenzforderungen - BGH, Urt. v. 07.04.2016 (Entscheidungsanmerkung), Verbraucherinsolvenz Aktuell (VIA), 2016, S. 67; vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15.

[18] vgl. Harder Sebastian: Ansprüche auf vorinsolvenzliche Prämien für private Krankenversicherung sind Insolvenzforderungen - BGH, Urt. v. 07.04.2016 (Entscheidungsanmerkung), Verbraucherinsolvenz Aktuell (VIA), 2016, S. 67.

[19] vgl. Harder Sebastian: Ansprüche auf vorinsolvenzliche Prämien für private Krankenversicherung sind Insolvenzforderungen - BGH, Urt. v. 07.04.2016 (Entscheidungsanmerkung), Verbraucherinsolvenz Aktuell (VIA), 2016, S. 67; vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15.

[20] vgl. Gottwald Bertram: Insolvenzrechts-Handbuch, 5. Auflage, München, 2015, Beck-Verlag, § 107 Rn. 149.

[21] vgl. Gottwald Bertram: Insolvenzrechts-Handbuch, 5. Auflage, München, 2015, Beck-Verlag, § 107 Rn. 149; vgl. BGH-Urteil vom 08.12.2005 – IX ZR 182/01.

[22] vgl. Gottwald Bertram: Insolvenzrechts-Handbuch, 5. Auflage, München, 2015, Beck-Verlag, § 107 Rn. 149.

[23] vgl. Gottwald Bertram: Insolvenzrechts-Handbuch, 5. Auflage, München, 2015, Beck-Verlag, § 107 Rn. 149; vgl. BGH-Urteil vom 08.12.2005 – IX ZR 182/01.

[24] vgl. BGH-Urteil vom 27.03.2008 – IX ZR 210/07.

[25] vgl. Gottwald Bertram: Insolvenzrechts-Handbuch, 5. Auflage, München, 2015, Beck-Verlag, § 107 Rn. 149.

[26] vgl. Gottwald Bertram: Insolvenzrechts-Handbuch, 5. Auflage, München, 2015, Beck-Verlag, § 107 Rn. 149.

[27] vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15; hier muss differenziert werden, ob § 38 InsO oder § 39 InsO vorliegt, siehe: BGH-Urteil vom 19.01.2012 – IX ZR 2/11.

[28] vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15.

[29] vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15.

[30] vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15; auch wenn die bereits gezahlte Versicherungsprämie gem. § 143 InsO zurückgewährt wird und dadurch ein Prämienrückstand gem. § 193 Abs. 6 VVG entsteht, führt das dennoch nicht zum Nichtbestehen des Versicherungsvertrages.

[31] vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15.

[32] z.B. von einem Pfändungsschutzkonto gem. § 850k ZPO; vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15.

[33] vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15.

[34] vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15.

[35] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12.

[36] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12; vgl. Kreft Gerhart, in: Kirchhof / Stürner / Eidenmüller, Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung Band 2: §§ 80 – 216 InsO, 3. Auflage, 2013, Beck-Verlag, § 103 Rn. 13.

[37] vgl. Prölss Jürgen, in: Prölss Jürgen / Martin Anton, Versicherungsvertragsgesetz: VVG (mit Nebengesetzen, Vermittlerrecht und Allgemeinen Versicherungsbedingungen), 29. Auflage, 2015, Beck-Verlag, § 16 Rn. 1 ff; vgl. Rauscher Michael: Die Insolvenz des VN in der privaten Krankenversicherung, in: Versicherungsrecht (VersR), Heft 7, 2014, S. 295.

[38] vgl. Rauscher Michael: Die Insolvenz des VN in der privaten Krankenversicherung, in: Versicherungsrecht (VersR), Heft 7, 2014, S. 295.

[39] vgl. Prölss Jürgen, in: Prölss Jürgen / Martin Anton, Versicherungsvertragsgesetz: VVG (mit Nebengesetzen, Vermittlerrecht und Allgemeinen Versicherungsbedingungen), 29. Auflage, 2015, Beck-Verlag, § 16 Rn. 2; vgl. Rauscher Michael: Die Insolvenz des VN in der privaten Krankenversicherung, in: Versicherungsrecht (VersR), Heft 7, 2014, S. 295; dennoch sind seitens des Arbeitgebers / Insolvenzverwalters die Regelungen bezüglich der Meldung zur Sozialversicherung in der Insolvenz zu berücksichtigen, siehe dafür Anhang 2.

[40] vgl. § 14 Abs. 1 VVG (a.F.): „Der Versicherer kann sich für den Fall der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Versicherungsnehmers die Befugnis ausbedingen, das Versicherungsverhältnis mit einer Frist von einem Monat zu kündigen.“; vgl. Rauscher Michael: Die Insolvenz des VN in der privaten Krankenversicherung, in: Versicherungsrecht (VersR), Heft 7, 2014, S. 295.

[41] vgl. AG-Urteil Ansbach vom 29.06.2016 – 1 C 1736/14; vgl. Prölss Jürgen / Martin Anton, Versicherungsvertragsgesetz: VVG (mit Nebengesetzen, Vermittlerrecht und Allgemeinen Versicherungsbedingungen), 29. Auflage, 2015, Beck-Verlag, Rn. 21.

[42] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 28.05.2013 – 12 W 68/12; siehe für das Vorgehen in der Praxis bezüglich der Zahlung der Prämien auch Anhang 7.1.

[43] vgl. BGH-Urteil vom 07.04.2016 – IX ZR 145/15.

[44] Insbesondere gem. § 5 Abs. 1 Nr. 2a SGB V bei Bezug von Arbeitslosengeld II; vgl. Prölss Jürgen, in: Prölss Jürgen / Martin Anton, Versicherungsvertragsgesetz: VVG (mit Nebengesetzen, Vermittlerrecht und Allgemeinen Versicherungsbedingungen), 29. Auflage, 2015, Beck-Verlag, § 16 Rn. 2; vgl. AG-Urteil Ansbach vom 29.06.2016 – 1 C 1736/14.

[45] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 28.05.2013 – 12 W 68/12.

[46] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 28.05.2013 – 12 W 68/12; vgl. BGH-Urteil vom 12.09.2012 – IV ZR 258/11.

[47] Ist der Versicherungsvertrag bei Inkrafttreten des § 193 Abs. 7 VVG bereits beendet, so kommt eine rückwirkende Berechnung der Prämien einer privaten Krankenversicherung nach dem Notlagentarif gem. Art. 7 S. 2 EGVVG i.V.m. § 193 Abs. 7 VVG nicht in Betracht, siehe: OLG-Urteil Hamm vom 15.07.2015 – 20 U 234/14.

[48] vgl. OLG-Urteil Hamm vom 15.07.2015 – 20 U 234/14.

[49] vgl. OLG-Urteil Hamm vom 15.07.2015 – 20 U 234/14.

[50] vgl. OLG-Urteil Celle vom 12.03.2013 – 8 W 13/13.

[51] vgl. OLG-Urteil Hamm vom 15.07.2015 – 20 U 234/14.

[52] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12.

[53] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12.

[54] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12.

[55] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12.

[56] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12.

[57] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12; vgl. Ott Claus / Vuia Mihai, in: Kirchhof Hans-Peter / Eidenmüller Horst / Stürner Rolf, Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung, 3. Auflage, München, 2013, Beck-Verlag, § 80 Rn. 11.

[58] vgl. LG-Urteil Köln vom 15.05.2013 – 23 S 29/12; vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 28.05.2013 – 12 W 68/12.

[59] vgl. OLG-Urteil Frankfurt vom 24.04.2013 - 7 U 142/12; vgl. AG-Urteil Kiel vom 06.10.2011 - 115 C 242/11.

Details

Seiten
35
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668409316
ISBN (Buch)
9783668409323
Dateigröße
627 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v354861
Institution / Hochschule
Hochschule Schmalkalden, ehem. Fachhochschule Schmalkalden
Note
1,3
Schlagworte
private versicherungsprämien insolvenzrecht sind zahlungen krankenversicherer

Autor

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Titel: Private Versicherungsprämien im Insolvenzrecht. Sind Zahlungen an private Krankenversicherer anfechtbar?