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Konzepte und Strategien der individuellen Gesundheitsförderung zum Thema Rückenschmerzen

Einsendeaufgabe 2016 16 Seiten

Gesundheit - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN ZUR PRÄVENTIONSMAßNAHME
1.1 Bezeichnung des Kursangebotes
1.2 Handlungsfeld und Präventionsprinzip
1.3 Bedarf
1.4 Wirksamkeit
1.5 Zielgruppe
1.6 Ziele der Maßnahme

2 INHALTLICH-ORGANISATORISCHE GROBPLANUNG DES KURS- PROGRAMMS

3 INHALTLICH-METHODISCHE DETAILPLANUNG DES KURS- PROGRAMMS

4 DOKUMENTATION UND EVALUATION DES KURSPROGRAMMS

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 TABELLENVERZEICHNIS

Bitte Zutreffendes ankreuzen: x Hausarbeit

Skript

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Grundlegende Informationen zur Präventionsmaßnahme

1.1 Bezeichnung des Kursangebotes

„Mit Muskelkraft gesund für die Zukunft“ lautet der Titel des Kursangebotes. Bei der Wahl des Titels wurde versucht das Angebot neutral, sprich krankheitsunspezifisch, klingen zu lassen. Im Sinne der Primärprävention sollen sich dadurch nicht nur Leute mit bereits vorhandenen Beschwerden angesprochen fühlen sondern gerade auch solche, welche noch gesund sind. Das Wort „Muskelkraft“ soll in dem Zusammenhang etwas sein das jeder, egal welchen Alters, Geschlechts und Gesundheitszustandes, gebrauchen kann. Der Präventionsgedanke findet sich in dem Teil „gesund für die Zukunft“ wieder. Zum einen soll Prävention die Gesundheit fördern und zum anderen handelt es sich da- bei um eine Tätigkeit deren Ergebnisse sich hauptsächlich in der Zukunft bemerkbar machen.

1.2 Handlungsfeld und Präventionsprinzip

Gemäß dem Leitfaden des GKV-Spitzenverbandes (2014, S. 49) wird sich an dem zentralen Handlungsfeld „Bewegungsgewohnheiten“ und seinen Präventionsprinzipien orientiert. Somit beinhaltet das Kursangebot gesundheitssportliche Aktivtäten zur Reduktion von Bewegungsmangel sowie geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme die spezielle gesundheitliche Risiken vorbeugen.

1.3 Bedarf

Die vom Robert Koch-Institut erhoben Daten zeigen, dass das Rückenschmerzen ein weit verbreitetes Problem in der Bevölkerung sind. So hat etwa jede vierte Frau und jeder sechste Mann in den letzten 12 Monaten einmal unter chronischen Rückenschmer- zen gelitten. Chronische Rückenschmerzen sind definiert als Schmerzen die fast jeden Tag für mindestens 3 Monate auftreten (Robert Koch-Institut, 2015, S.69). In Bezug auf die Lebenszeitprävalenz zeigte sich in der Rückenschmerzstudie von 2003/2006 sogar ein noch drastischeres Bild von 74% bis 85% je nach Region in Deutschland (Raspe, 2012, S. 13).

Auch die Angaben verschiedener Krankenkassen bestätigen die Häufigkeit von Rücken- schmerzen in der Bevölkerung. Gemessen anhand der Arbeitsunfähigkeits-Tage (AU- Tage) liegen Rückenschmerzen bei BKK, Barmer GEK, AOK und der Deutschen An- gestellten Krankenkasse auf Platz 1 der Krankheiten mit den meisten AU-Tagen (Knieps & Pfaff, 2015, S. 81; Raspe, 2012, S. 15). Bei 1000 BKK Mitgliedern (ohne Rentner) liegt die Anzahl der AU-Tage in einem Jahr Aufgrund von Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens bei 1700,5. Das entspricht ca. 42% der gesamten AU- Tage die durch Muskel- und Skeletterkrankungen entstehen (Knieps & Pfaff, 2015, S. 83). Krankheiten dieser Art waren 2013 für einen Ausfall an Bruttowertschöpfung von 22,7 Mrd. € verantwortlich, d.h. 42% von 22,7 Mrd. € entspricht ca. 9,5 Mrd. € die durch Rückenschmerzen entfallen. Das sind ca. 9% des gesamten Ausfall an Brutto- wertschöpfung bzw. 9% der AU-Tage die durch alle Diagnosegruppen anfallen (Knieps & Pfaff, 2015, S. 233). Ähnlich verhält es sich 2010 bei den AOK-Pflichtmitgliedern (ohne Rentner). In diesem Jahr belief sich die Zahl der AU-Tage durch Rückenschmer- zen auf 14,5 Mio. (Raspe, 2012, S. 15). Zu dem Ausfall an Bruttowertschöpfung kom- men die Krankheitskosten hinzu, die im Jahr 2008 bei ca. 9 Mrd. € lagen (Raspe, 2012, S. 16). Das gibt einen groben Überblick über den verursachten Schaden, der durch Ein- nahmeausfall und Krankheitskosten entsteht, wobei eine genaue Einschätzung durch Folgekosten und -erkrankungen sehr schwierig ist. Der Anteil der Rentenneuzugänge durch Rückenleiden macht die weitreichende Bedeutung deutlich. Im Jahr 2010 betrug er 8% der insgesamt 181000 Neuzugängen durch verminderte Erwerbsfähigkeit (Raspe, 2012, S. 16).

Ein Problem in der Bekämpfung von Rückenschmerzen ist das Ausfindigmachen von Ursachen. Die Zahl der nicht-spezifischen Rückenschmerzen, d.h. Schmerzen deren Ursache weder von krankhaften Prozessen noch von anatomischen Quellen herrühren, liegt schätzungsweise bei 80% (Raspe, 2012, S. 10). Es gibt aber Risikofaktoren die das Auftreten von Rückenschmerzen begünstigen, dazu gehören: langjährige und sehr schwere körperliche Arbeit, arbeitsbezogene psychosoziale Bedingungen, der soziale Status und als wichtigster Risikoindikator für Rückenschmerzen, deren eigene Vorge- schichte (Raspe, 2012, S. 10-11).

All das macht die Notwendigkeit einer Präventionsmaßnahme gegen Rückenschmerzen deutlich.

1.4 Wirksamkeit

Tab. 1: Evidenzbasierte Handlungsempfehlungen zur Prävention von Rückenschmerzen (eigene Darstellung, modifiziert nach Pfeifer, 2004)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.5 Zielgruppe

Tab. 2: Definition des Zielgruppenprofils (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.6 Ziele der Maßnahme

Die drei übergeordneten Ziele wurden unter Berücksichtigung der in 1.4 dargestellten Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen gegen Rückenschmerzen abgeleitet. Dabei handelt es sich nach Pfeifer (2014, S. 50) um:

„1. Die Vermittlung von Wissen über Hintergründe und den Umgang mit Rückenschmerzen zum Aufbau individueller Verhaltens- und Handlungskompetenzen in Rückenschmerzepisoden.
2. Die Hinführung zu und die überdauernde Bindung an mehr eigenständig durchgeführte körperlich Aktivität und damit verbunden
3. die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Fitness bzw. die Vermeidung/Reduktion einer Dekonditionierung.“

Die drei übergeordneten Ziele lassen sich unteranderem Anhand der in 1.5 dargestellten Zielgruppen begründen. So steht die Vermittlung von Wissen zum Thema Rücken- schmerzen an erster Stelle, weil davon ausgegangen werden muss, dass die angespro- chene Personengruppen (mit niedrigem Bildungsgrad und/oder Sozialstatus) nicht über Ursachen, Bedeutung und Beeinflussung von Rückenschmerzen Bescheid wissen, ge- schweige denn um Strategien und Konzepte zur Problemlösung/-vermeidung.

Das zweite Ziel soll der geringen körperlichen Aktivität (vgl. Tab. 2) der Personen, die für das Präventionsprogramm vorgesehen sind, entgegen wirken. Zudem wurde in 1.4 erwähnt, dass Interventionen dann erfolgreich sind, wenn sie regelmäßig und über einen längeren Zeitraum ausgeführt werden (vgl. Tab. 1).

Ziel Nr. 3 bezieht sich auf die Art der körperlichen Aktivität und die Risikofaktoren. So ist es nicht nur wichtig, dass regelmäßig und über einen längeren Zeitraum Interventio- nen durchgeführt werden, sondern auch, dass diese sich speziell auf die Verbesserung der gesundheitsbezogen Fitness des Handlungsfelds Rückenschmerzen beziehen, was hier z.B. einem Krafttraining der Rumpf und Rückenmuskulatur gleich kommt. Die zu vermeidende Dekonditionierung bezieht sich in diesem Zusammenhang beispielsweise auf den Abbau von bereits antrainierten Rumpfmuskeln und die damit einhergehende Steigerung von Risikofaktoren.

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Details

Seiten
16
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668409521
Dateigröße
482 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v354592
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
0,8
Schlagworte
Rückenschmerzen Prävention Kurs §20 Konzepte Strategien Gesundheitsförderung

Autor

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Titel: Konzepte und Strategien der individuellen Gesundheitsförderung zum Thema Rückenschmerzen