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Wilhelm von Humboldts Menschenbild und dessen Bedeutung für seine Bildungstheorie

Hausarbeit 2014 13 Seiten

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Person Wilhelm von Humboldt

3 Bildung nach Wilhelm von Humboldt
3.1 Bildung als Wechselwirkung zwischen Ich und Welt
3.2 Bildung als Selbstbildung

4 Wilhelm von Humboldts Menschenbild

5 Bedeutung des Menschenbildes für die Bildung

6 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

In dieser Hausarbeit geht es um Wilhelm von Humboldt und seine Vorstellung von Bildung. Besonderer Fokus liegt hierbei auf der Bedeutung seines Menschenbildes fürdie Bildungstheorie.

Im Folgenden werde ich zunächst einen Überblick über das Leben Wilhelm von Humboldts geben.

In den weiteren Kapiteln werde ich die verschiedenen Aspekte der Bildungstheorie und schließlich Humboldts Menschenbild darstellen.

Abschließend werde ich den Zusammenhang zwischen der Bildungstheorie und dem Menschenbild Wilhelm von Humboldts erläutern und die besondere Bedeutung des Menschenbildes für seine Bildungstheorie herausstellen.

Zuletzt werde ich noch ein kurzes allgemeines Fazit ziehen und einige persönliche Gedanken zum Thema äußern.

2 Zur Person Wilhelm von Humboldt

Wilhelm von Humboldt wurde am 22. Juni 1767 in Potsdam geboren, (vgl. Berglar 1970, S. 158) Seine Eltern waren Marie Elisabeth von Humboldt (geb. Colomb) und Alexander Georg von Humboldt, der bereits 1779 verstarb. (vgl. Berglar 1970, S. 16­19)

1787 begann Humboldt zunächst ein Jurastudium in Frankfurt an der Oder. Dort blieb er nur für ein Semester und nahm im Jahre 1788 ein Studium an der Universität Göt­tingen auf. (vgl. Nawroth 2010, S. 4)

Im Laufe seines Studiums traf er auf Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich von Schiller, welche ihn zum Schreiben animierten. Humboldt unternahm während dieser Zeit auch mehrere Reisen ins Ausland, unter anderem nach Paris, wo er die französi­sche Revolution erlebte. Seine Auslandsaufenthalte prägten seine Ansichten gegen­über dem Staat. Die liberale Einstellung, die er in Frankreich erlebt hatte, fand be­sonders seine Zustimmung. (vgl. Nawroth 2010, S. 4)

Am 29. Juni 1791 heiratete Humboldt Caroline von Dacheröden. Die beiden hatten acht Kinder. (vgl. Berglar 1970, S. 158-161)

Nach einigen Jahren beim Berliner Kammergericht und in Jena verbrachte Humboldt wieder einige Zeit im Ausland (Spanien und Frankreich). (vgl. Nawroth 2010, S. 4) Nach seiner Rückkehr nach Deutschland bot man Humboldt einen Posten als preußi­scher Resident in Rom an, den dieser annahm, weil es ihn weiterhin ins Ausland zog. Diesen Posten behielt er bis 1808. (vgl. Berglar 1970, S. 65-70)

1809 kehre Humboldt nach Preußen zurück . Dort wurde er zum geheimen Staatsrat und Direktor der Sektion des Kultus und öffentlichen Unterrichts im Innenministerium ernannt. (vgl. Berglar 1970, S. 81)

Trotz seiner durchaus kritischen Einstellung zum Staat und den bestehenden staatli­chen Systemen blieb Humboldt von da an bis 1819 in unterschiedlichen Positionen im Staatsdienst, (vgl. Berglar 1970, S. 158-161)

Während dieser Zeit nahm Humboldt einige bedeutende Veränderungen vor. Zum Beispiel gründete er 1810 die Friedrich-Wilhelms-Universität (heute: Humboldt-Uni­versität) in Berlin. Mit der Gründung dieser Universität brachte er zum ersten Mal die bis heute bestehende Idee einer Universität als Einheit von Lehre und Forschung auf. Des Weiteren formulierte er in dieser Zeit verschiedene bildungspolitische Emp­fehlungen. (vgl. Nawroth 2010, S. 4)

In der Zeit nach 1819 befasste sich Humboldt mit verschiedenen Forschungsfragen, die er niederschrieb. Besonders im Fokus stand hierbei die Sprachforschung. (vgl. Berglar 1970, S. 128-129)

Am 8. April 1835 starbWilhelm von Humboldt in Tegel. (vgl. Berglar 1970, S. 161)

3 Bildung nach Wilhelm von Humboldt

Wilhelm von Humboldt beschreibt seine Vorstellung von Bildung sehr detailliert. Im Folgenden werden zwei Aspekte der Bildungstheorie besonders herausgestellt, die Bedeutung der Interaktion mit der Umwelt, von Humboldt bezeichnet als Wechselwirkung zwischen Ich und Welt, und die besondere Fokussierung des Individuums, von dem jeder Bildungsvorgang ausgeht. Humboldt spricht hier von Bildung als Selbstbildung.

3.1 Bildung als Wechselwirkung zwischen Ich und Welt

Wilhelm von Humboldt beschreibt Bildung unter anderem als eine Wechselwirkung zwischen Ich und Welt. Ein wichtiger Aspekt der Bildung ist hierbei die aktive Ausein­andersetzung eines Individuums mit der Umwelt. (vgl. Hastedt 2012, S. 94-95) Das bedeutet gegenüber anderen Verständnissen von Bildung, dass nicht nur die Bezie­hung zwischen dem Erzieher oder Lehrer und dem zu bildenden Subjekt von Bedeu­tung ist, sondern die Beziehung des Individuums „zu allem, was außerhalb seiner selbst liegt.“ (Koller 2009, S. 80)

Humboldt spricht hier von der „Verknüpfung unsres Ichs mit der Welt zu der allge­meinsten, regesten und freiesten Wechselwirkung.“ (Hastedt 2012, S. 94)

Mit dem Anspruch der Allgemeinheit der Wechselwirkung spricht Humboldt sich für eine allgemeine Bildung aus, d.h. eine Bildung in allen Bereichen, die nicht nur intel­lektuelle Aspekte sondern auch die Charakterbildung umfasst. Voraussetzung hierfür ist, dass entsprechende Umgebungen und Situationen geschaffen werden, in denen der Mensch die Möglichkeit hat, sich in verschiedenen Bereichen zu bilden. Diese Si­tuationen und Umgebungen müssen möglichst abwechslungsreich sein, um alle Aspekte von Bildung abdecken zu können.

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Details

Seiten
13
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668405066
ISBN (Buch)
9783668405073
Dateigröße
403 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v354379
Institution / Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
2,0
Schlagworte
wilhelm humboldts menschenbild bedeutung bildungstheorie

Autor

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