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Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf die Gruppenleistung

Existiert ein Zusammenhang zwischen Gruppenzusammenstellung und Persönlichkeitsmerkmalen im Hinblick auf die Gruppenleistung?

von Nadine Ebert (Autor)

Hausarbeit 2017 24 Seiten

Mathematik - Statistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Kurzeinleitung

1 Einführung in das Thema / Problemstellung

2 Begriffserklärungen
2.1 Merkmale einer Gruppe
2.2 Gruppenleistung
2.2.1 Prozessverluste
2.2.2 Prozessgewinne

3 Hypothese über mögliche Zusammenhänge von Persönlichkeit und Gruppenleistung
3.1 Das Persönlichkeitsmerkmal Verträglichkeit
3.2 Das Merkmal Verträglichkeit im Zusammenhang mit Gruppenleistung
3.3 Hypothese

4 Darstellung der Ergebnisse
4.1 Literaturrecherche
4.2 Schlussbetrachtung Literaturrecherche

5 Handlungsempfehlung für die Zusammenstellung von leistungsstarken Gruppen
5.1 Gruppengröße
5.2 Status / Rollenverteilung
5.3 Homogenität / Heterogenität
5.4 Aufgabenarten / Arbeitsbedingung

6 Stellungnahme und Einschätzung der Machbarkeit der vorgeschlagenen Empfehlung

Literaturverzeichnis

Anhang

Eidesstattliche Erklärung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Welche Erwartungen haben Sie an Berufseinsteiger im Bereich Soft Skills? (Statista, 2015)

Abbildung 2: Facetten von Verträglichkeit (Asendorpf, 2015, S.70)

Abbildung 3: Faktoren der Teamarbeit (Edding et al, 2015, S. 151)

Abbildung 4: Wichtige Arten nicht unterteilbarer Gruppenaufgaben und die Folgerungen daraus für das Gruppenpotential (Jonas, Stroebe, Hewstone, 2014, S.472)

Kurzeinleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Zusammensetzung von Gruppen nach Persönlichkeitsmerkmalen. Das Augenmerk liegt dabei auf dem Merkmal der Verträglichkeit. Ebenso wird beleuchtet, ob ein Zusammenhang zwischen Gruppenzusammenstellung und Persönlichkeitsmerkmalen im Hinblick auf die Gruppenleistung gibt.

Zu Beginn werden die aktuellen Erkenntnisse zum Thema Gruppen und deren Leistung betrachtet, darauf aufbauend wird auf Prozessgewinne und -verluste eingegangen. Die einzelnen Persönlichkeitsmerkmale werden kurz aufgefasst, um dann genauer auf das Merkmal Verträglichkeit einzugehen. Aus dieser Betrachtung wird die Hypothese hinsichtlich der Gruppenleistung im Zusammenhang mit den Persönlichkeitsmerkmal.

Anschließend wird durch die Literaturrecherche und den Erfahrungen aus der Forschung die Hypothese auf Validität geprüft.

Abschließend wird eine Handlungsempfehlung ausgesprochen bezüglich der Zusammenstellung von Gruppen im Hinblick auf die Leistungsstärke. Ebenso wird eine Stellung zu dem Thema bezogen.

Die Arbeit zeigt, dass eine Zusammenstellung der Gruppe mit dem Persönlichkeitsmerkmal Verträglichkeit möglich ist und dass dies die Gruppenleistung erhöht. Jedoch ist die Umsetzung in der Realität oftmals nicht so einfach und daher nicht immer möglich.

1 Einführung in das Thema / Problemstellung

Das Thema der Zusammenstellung von Gruppen und Gruppenleistung gehört in den Bereich der Sozialpsychologie, genauer zuzuordnen ist es der Persönlichkeitspsychologie. Sozialpsychologie ist „der wissenschaftliche Versuch, zu verstehen und zu erklären, wie Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen von Individuen durch die tatsächliche, vorgestellte oder implizierte Anwesenheit anderer Menschen beeinflusst werden.“ (Klaus Jonas, 2014)

Gruppen finden wir überall in unserer Gesellschaft. Ihren Ursprung finden Teams Sportbereich, hier wurde bereits in den frühen Jahren in Teams Sport getrieben. Am beliebtesten waren die Sporten in denen jeder eine andere Rolle gespielt hat, aber dennoch gleichberechtigt war, was den Status im Team anging (Belbin, 2010, S.2).

In der heutigen Zeit verschwimmen die Grenzen in den Abteilungen immer mehr und die Tendenz geht immer weiter in Richtung Teamarbeit und nimmt dahingehend auch immer mehr an Relevanz zu.

Dies wird auch deutlich dadurch, dass die sogenannten Soft Skills in der heutigen Berufswelt immer mehr an Bedeutung gewinnen. Früher waren diese nicht so wichtig, da zählte das Fachwissen um einiges mehr, als Kommunikation oder ähnliche Fähigkeiten. Eine Umfrage von Careebuilder.de, durchgeführt von Harris Interactive (2008), zeigt, dass Teamfähigkeit von 46% der 238 befragten Personalchefs und Human Resources-Experten im Lebenslauf an oberste Stelle stehen. Verdeutlicht wird dies noch durch folgende Statistik der Hochschule der Medien. Hier stehen der Punkt Teamfähigkeit unter den Top 4.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Welche Erwartungen haben Sie an Berufseinsteiger im Bereich Soft Skills? (Statista, 2015)

Die Auswahl von Bewerbern, die gut in ein Team passen wird immer wichtiger, da es auch eine Frage der Kosten ist, die auf die Unternehmen zukommt, falls das zusammengestellte Team nicht funktioniert. Nicht nur die vorangehenden Kosten für die Einarbeitung und Team-Building-Maßnahmen, sondern auch die, falls das ganze Projekt scheitert.

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob ein Zusammenhang zwischen dem Persönlichkeitsmerkmal Verträglichkeit und der Gruppenleistung gibt. Wird die Gruppenleistung erhöht, wenn die Mitglieder alle das Merkmal der Verträglichkeit aufweisen?

Die Begriffe Gruppe und Team sind in der folgenden Arbeit gleichzusetzen.

2 Begriffserklärungen

2.1 Merkmale einer Gruppe

Gruppen sind soziale Gebilde von 2 bis mehrere Personen. Sie verfolgen ein ähnliches Ziel, über einen längeren Zeitraum, sowie interagieren sie „face-to-face“, somit besteht eine unmittelbare Kommunikation im Mittelpunkt. Durch die kontinuierliche Interaktion miteinander entsteht in der Gruppe ein „Wir-Gefühl“ und daraus werden Normen der Gruppe, sowie die Rollenverteilung festgelegt (Edding, 2015, S10).

Als Normen gelten allgemein geteilte Erwartungen der Gruppe, wie z.B. akzeptables Verhalten, Wert und bestimmte Ansichten, die innerhalb der Gruppe festgelegt worden sind (Aronso, Wilson & Akert, 2008, S. 472) (Tschuschke, 2010, S. 19).

Die Gruppenmitglieder ordnen sich eher Normen untern, als unter Sanktionen zu erfahren. So werden normative Einflüsse auf die einzelnen Gruppenmitglieder und deren Verhalten ausgeübt. Die Akzeptanz und der Schutz werden als wichtiger erachtet, als das Durchsetzen einzelner Meinungen. Es wird des Weiteren in formelle und informelle Gruppen unterschieden. Informelle sind eher spontane Verbindungen, wie eine Interessengruppe oder ein Freundeskreis. Die Formelle Gruppe hat deutlich mehr Strukturen beispielhaft sind hier die Arbeitsgemeinschaften und Vereine. (Jonas, Stroebe & Hewstone, 2014).

2.2 Gruppenleistung

Es wird schon seit einer langen Zeit in Gruppen gearbeitet, meistens in informellen Gruppen, wie etwa Lerngemeinschaften. Wir erwarten, dass sich durch die Gruppenarbeit die Leistung erhöht, als wenn jedes Individuum für sich arbeitet (Jonas, Stroebe & Hewstone, 2014).

Robert Zajonc (1965) belegte bereits, dass die Anwesenheit anderer Personen eine dominante Reaktion hervorgerufen wird und das Ergebnis der Gruppenleistung sich damit verbessert, jedoch nur im Hinblick auf leicht zu lösende Aufgaben (Fischer, Asal & Krueger,2013, S. 130) (Universität Paderborn, Dohmen, 2017).

Nach Jonas, Stroebe & Hewstone (2014, S.474) lässt sich die Gruppenleistung wie folgt bestimmen:

Tatsächliche Gruppenleistung = Gruppenpotential – Prozessverluste + Prozessgewinne

Das Gruppenpotential ist die Gesamtheit aus der zu erwartenden Einzelleistungen jedes Individuums der Gruppe.

2.2.1 Prozessverluste

Prozessverluste können durch verschiede Einflüsse auf die Koordination, Fertigkeiten und Motivation der einzelnen Mitglieder entstehen. Dies sind Soziale Faulheit, Entbehrlichkeitseffekt und der Trottel-Effekt, diese werden nachfolgend erläutert (Jonas, Stroebe & Hewstone, 2014, S.478):

Die soziale Faulheit entsteht, wenn einzelne Gruppenmitglieder ihre Leistung bzw. Leistungsbereitschaft reduzieren, da die einzelnen Beiträge keinen bestimmten Personen zugeordnet werden (Aronson, Wilson & Akert, 2008 S. 284).

Der Entbehrlichkeitseffekt, auch Trittbrettfahrer, äußert sich dadurch, dass einige Mitglieder sich weniger anstrengen, als sie könnten, da sie das Gefühl haben, dass ihre Beiträge keine Anerkennung in der Gruppe erlangen. Als letztes der Trottel-Effekt, hier nehmen sich Personen zurück, da sie denken, dass sie sonst von anderen ausgenutzt werden. Sie wissen unter Umständen mehr und haben das Gefühl, dass andere Gruppenmitglieder sich auf ihrem Wissen ausruhen. Somit stellen sie sich selbst als Trottel da (Jonas, Stroebe & Hewstone, 2014, S.479).

2.2.2 Prozessgewinne

Die Gruppenleistung kann sich auch positiv auswirken, dies bezeichnet man dann als Prozessgewinn, hierzu zählen der soziale Wettbewerb, soziale Kompensation und der Köhler-Effekt, nachfolgend werden dieser erklärt.

Der soziale Wettbewerb findet statt, wenn sich die Mitglieder untereinander vergleichen. Jeder möchte der Beste sein, die Anstrengung wird also mit Anerkennung belohnt (Jonas, Stroebe & Hewstone, 2014, S.479).

Die stärkeren Mitglieder einer Gruppe arbeiten härter, damit die fehlende Leistung der schwächeren Gruppenmitglieder ausgeglichen werden kann. Dies wird soziale Kompensation genannt.

Eine weitere Leistungssteigerung ist zu erwarten, wenn die schwächsten Mitglieder härter arbeiten, als sie es allein tun würden, um nicht als Schwächster der Gruppe zu gelten und das Gruppenergebnis nicht zu verschlechtern (Werth & Knoll, 2008).

3 Hypothese über mögliche Zusammenhänge von Persönlichkeit und Gruppenleistung

Eine gute Gruppenarbeit zeichnet sich durch das Zusammenarbeiten der einzelnen Gruppenmitglieder aus. Voraussetzung dafür sind die richtigen Persönlichkeitsmerkmale, damit eine hohe Leistungsstärke erzielt werden kann.

Die Persönlichkeit im Allgemeinen stellt die Gesamtheit aller Persönlichkeitseigenschaften einer Person dar, wie z.B. ihre Äußerlichkeiten und sein Verhalten. Diese Eigenschaften werden auch als Disposition bezeichnet, sie sind mittelfristig, zeitlich stabil und überdauern ca. eine Woche bis einen Monat. Die Person zeigt hier in bestimmten Situationen ein bestimmtes Verhaltensmuster (Asendorpf, 2015).

Es stellt sich jetzt die Frage nach welche Persönlichkeitsmerkmale notwendig sind, damit die Gruppe ein Prozessgewinn erzielt bzw. ob diese überhaupt einen Einfluss ausüben.

3.1 Das Persönlichkeitsmerkmal Verträglichkeit

Die „Big-Five“ wurden das erste Mal von Normen (1967) und später von Goldberg (1990) ermittelt. Dabei stellten sie mit Hilfe des Lexikalischen Ansatzes haben sie die fünf Hauptfaktoren der Persönlichkeit festgelegt. Diese sind die folgenden: Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Neurotizismus und Verträglichkeit. Die Verträglichkeit wird genauer beschrieben als Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Wärme im Umgang mit Anderen (Asendorpf, 2015, S.55).

Der Faktor Verträglichkeit lässt sich noch in sechs Unterfaktoren, auch Facetten genannt, einteilen, die sich unterschiedlich auf das Verhalten einer Person auswirken. Dies sind Vertrauen, Freimütigkeit, Altruismus, Entgegenkommen, Bescheidenheit und Gutherzigkeit. Nachstehend noch eine tabellarische Übersicht darüber und welche Werte sie einnehmen.

Verträglichkeit gilt im Allgemeinen als ein sozial orientiertes Motiv, deshalb gelten hohe Werte als gewünscht und niedrige Werte als durchweg unerwünscht (Asendorpf, 2015, S.70).

3.2 Das Merkmal Verträglichkeit im Zusammenhang mit Gruppenleistung

Der Zusammenhang von Verträglichkeit mit der Gruppenleistung lässt sich so analysieren, dass die Gruppenleistung im Zusammenhang mit der Gruppenkonstellation steht. Die Verträglichkeit wird als Prädikator (abhängige Variable) angesehen und die Gruppenkonstellation als unabhängige Variable. Wenn nun die einzelnen Gruppenmitglieder mit dem Merkmal der Verträglichkeit ausgewählt worden sind, sind diese sozial aufgestellt, sowie freundlich und hilfsbereit, damit wird eine angenehme Arbeitsatmosphäre geschaffen. Dies wiederum verstärkt das bereits in Kapitel 2.1. beschriebene „Wir-Gefühl“. Dies sind Grundvoraussetzungen für die Gruppenleistung (Rowe & Paglicci, 2008, S.454).

Wird nun eine Aufgabe von der Gruppe gut bearbeitet, steigt auch die Kohäsion (Aronson, Wilson, Akert, 2008, S.279). Und schlussfolgerisch auch der soziale Wettbewerb, die Beiträge werden untereinander verglichen und die soziale Kompensation nimmt zu, die stärker Mitglieder arbeiten noch härter, sowie die schwächeren Mitglieder arbeiten besser, um das Gruppenergebnis zu verbessern (Asendorpf, 2015, S.55).

3.3 Hypothese

Die Hypothese ist die folgende, dass ein Zusammenhang zwischen der Zusammensetzung der Gruppe hinsichtlich des Merkmals Verträglichkeit (mit hohen Werten) und der positiven Auswirkung auf die Arbeitsleistung besteht.

4 Darstellung der Ergebnisse

4.1 Literaturrecherche

Der Zusammenhang von Persönlichkeit und Verhalten ist nicht immer eindeutig zu bestimmen. So gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass die Persönlichkeit eines Menschen auch deren Verhalten bestimmt. Jedoch gibt es auch andere Ansichten zu diesem Thema, es ist nämlich nicht nur die Persönlichkeit, die unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmt, sondern auch die Situation (Fetchenhauer, 2012, S180). Darley & Bartson, 1973, haben eine Studie mit Theologiestudenten durchgeführt. Vor Beginn des Tests haben sie alle Studenten gefragt, warum sie dieses Fach studieren und haben verschiedene Antworten bekommen, wie z.B. das sichere Einkommen oder den Glauben an die Religion. Danach wurden die Studenten in zwei Gruppen eingeteilt. Sie sollten an einem Ort einen Vortrag über Religion halten, der einen Gruppen haben sie gesagt, dass sie sich beeilen müssten, um den nächsten Vortragsort noch rechtzeitig zu erreichen, den anderen nicht. Die Studenten beendeten ihren ersten Vortrag und begaben sich zu dem zweiten. Auf dem Weg war ein hilfsbedürftiger Mann, der kniete und offensichtlich Hilfe benötigte. Das Ergebnis dieser Studie sieht so aus, dass nur 10% der Studenten, die in Eile waren dem Man geholfen haben, von den Studenten, die es nicht eilig hatten waren es sogar über 60%. Daraus geht auch hervor, dass die vorher gemessenen Gründe für das Theologiestudium keine weitere Bedeutung hatte auf den Einfluss der Hilfsbereitschaft gegenüber dem Mann.

Eine Situation ist demnach nicht aussagekräftig genug, ob eine Person hilfsbereit oder verträglich ist. Es müssen immer mehrere Werte genommen werden, damit die Stichprobe ausreicht, um mit dem Merkmal zu korrelieren. Als Beispiel ist auch zu nennen, dass ein gewissenhafter Schüler seine Hausaufgaben auch einmal nicht macht, was normal ist, jedoch macht er seine Hausaufgaben gewissenhafter und häufiger, als diejenigen Schüler, die nicht so ordentlich und gewissenhaft sind (Fetchenhauer, 2012, S181).

Ebenfalls hängt es von der Stärke der Situation ab, in der sich die Person befindet. Ist es eine starke z.B. eine Beerdigung, so wird sich auf die extravertierte Person ruhig verhalten, da ein anderes Verhalten als sehr unangemessen gilt. Eine eher schwache Situation ist beispielsweise 15 Min vor Vorlesungsbeginn, jeder Studenten macht das, wonach ihm ist, die einen Lesen und die anderen suchen das Gespräch mit ihrem Kommilitonen. Die extrovertierte Person wird hier verständlicherweise das Gespräch mit ihren Freunden suchen (Fetchenhauer, 2012, S. 182).

Es gibt demnach bestimmte Situationen, in denen das Persönlichkeitsmerkmal keine übergeordnete Rolle spielt, hier sind die Umwelteinflüsse entscheidend. Welche Norm wird in bestimmten Situationen von der Gesellschaft vorgegeben, wie stark wir uns daranhalten oder nicht.

Verträgliche Menschen zeichnen sich durch die Merkmale Vertrauen, Aufrichtigkeit, Bescheidenheit, Gutherzigkeit und Entgegenkommen aus, sie gelten damit als verträglich in einer Gruppe und sind somit beliebter.

„Verträglichkeit (…) repräsentiert die Tendenz, in der Kooperation mit anderen tolerant und verständnisvoll zu sein und auch dann nicht aggressiv zu reagieren, wenn man selbst ausgenutzt wurde.“ (vgl. Maltby, Day & Macaskill, 2011, S. 426)

Daraus lässt sich ableiten bzw. bestätigen, dass verträgliche Personen eher weniger verdienen, als andere, da sie Konflikten mit ihrem Vorgesetzten bezüglich einer Gehaltserhöhung oder Beförderung aus dem Weg gehen. Sie stecken mehr Energie in eine Beziehung als Personen, die weniger Verträglich sind. Dies ist ihnen im sozialen Bereich eher hoch anzurechnen, da sie so die Harmonie einer Gruppe aufrechterhalten und eine gute Zusammenarbeit stärken.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Faktoren der Teamarbeit (Edding et al, 2015, S. 151)

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Details

Seiten
24
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668492868
ISBN (Buch)
9783668492875
Dateigröße
727 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v354112
Institution / Hochschule
Europäische Fernhochschule Hamburg
Note
1,4
Schlagworte
einfluss persönlichkeitsmerkmalen gruppenleistung existiert zusammenhang gruppenzusammenstellung hinblick

Autor

  • Nadine Ebert (Autor)

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Titel: Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf die Gruppenleistung