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Das Schattenbanksystem und dessen Regulierung in Europa

Seminararbeit 2016 22 Seiten

BWL - Wirtschaftspolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das System der Schattenbanken
2.1 Versuch einer Definition
2.2 Akteure und Tätigkeiten
2.2.1 Finanzierungsgesellschaften
2.2.2 Finanzielle Zweckgesellschaften
2.2.3 Investmentfonds
2.2.3.1 Geldmarktfonds
2.2.3.2 Hedgefonds
2.2.3.3 Weitere Investmentfonds
2.2.4 Versicherungen und Pensionseinrichtungen
2.3 Interaktionen zwischen Schattenbanken und dem regulierten Bankensektor
2.4 Entwicklung des Schattenbanksektors
2.4.1 Ein Grund für diese Entwicklung
2.4.2 Vergleich der Entwicklung zum regulierten Bankensektor
2.5 Bewertung
2.5.1 Vorteile des Schattenbanksystems
2.5.2 Nachteile

3 Regulierung von Schattenbanken
3.1 Indirekte Regulierung
3.2 Direkte Regulierung
3.2.1 Alternative Investmentfonds
3.2.2 Geldmarktfonds und Exchange Traded Funds
3.2.3 Ratingagenturen
3.3 Bewertung der bisherigen Regulierung

4 Fazit und Ausblick

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Vertikale Intermediärskette

Abbildung 2: Vermögenswerte der Schattenbanken im Euro-Raum von 2002-2013

Abbildung 3: Relative Vermögenswerte von Finanzintermediären

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

"Nichts spricht dagegen, die Schattenbanken genauso zu behandeln wie die regulären Banken. Denn es darf nicht sein, dass Risiken aus der einen in die andere Welt verschoben werden und sie da niemand mehr kontrollieren kann."[1]

Mit dieser Aussage beschreibt der Anwalt und ehemalige Referatsleiter der BaFin, Thorsten Voß, die Notwendigkeit zur Regulierung von Schattenbanken, unabhängig von deren rechtlichen Status. Dem Schattenbanksektor wird nicht nur in Bezug auf die jüngste Finanzkrise und deren Ausmaß eine große Bedeutung beigemessen. Schon die Zusammensetzung des Begriffs der Schattenbank ruft nicht nur bei Außenstehenden negative Assoziationen hervor. So entsteht der Eindruck, es existiere scheinbar ein Parallelsystem, welches sich den regulatorischen Maßnahmen im Bankensektor entzieht und in dem keine oder zumindest andere Gesetze gelten. Allerdings handelt es sich, entgegen der naheliegenden Vermutung, nicht um Institutionen, welche am Rande der Legalität agieren. Schattenbanken bedienen sich in der Regel lediglich gesetzeskonformer Mittel, um ihren Tätigkeiten nachzugehen.[2] In dieser Seminararbeit wird das System der Schattenbanken definiert und mithilfe ausgewählter Beispiele greifbar aufgezeigt. Es kann bereits an dieser Stelle vorweggenommen werden, dass dieses eine enge Beziehung zum traditionellen Bankensektor aufweist und die offensichtliche Bemühung, bestimmte Tätigkeiten in den nicht regulierten Sektor auszulagern, zu Tage tritt.[3] Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, dem Leser einen Einblick in das Schattenbanksystem zu gewähren und bisherige Regulierungsfortschritte und Maßnahmen in Bezug auf deren Effektivität und Wirksamkeit kritisch zu beleuchten. Über den gegenwärtigen Fortschritt hinaus, werden alternative Möglichkeiten genannt, die die mit der strengeren Regulierung einhergehenden negativen Effekte, weitgehend eliminieren würden.

2 Das System der Schattenbanken

2.1 Versuch einer Definition

Der Begriff der Schattenbank wurde durch den amerikanischen Ökonomen Paul McCulley geprägt, nach dessen Verständnis umfasst das System „[…]the whole alphabet soup of levered up non-bank investment conduits, vehicles, and structures.“[4] Im Grünbuch Schattenbankwesen greift die Europäische Kommission die Definition des FSB auf, wonach „das Schattenbanksystem als ein ‚System der Kreditvermittlung, an dem Unternehmen und Tätigkeiten außerhalb des regulären Bankensystems beteiligt sind.‘“[5], beschrieben wird. Zur definitorischen Eingrenzung wendet das FSB einen zweistufigen Ansatz an.[6] Zunächst werden sämtliche Kreditintermediationen von Unternehmen außerhalb des regulierten Sektors erfasst, worauf im folgenden Schritt die Konzentration auf lediglich die Unternehmen und Geschäftsmodelle gelegt wird, die mit systematischen Risiken behaftet sind.[7] Als Schattenbank können demnach allgemein Unternehmen bezeichnet werden, welche zum einem bankentypische Dienstleistungen anbieten, wie beispielsweise die

- „Entgegennahme von Geldern mit einlageähnlichen Merkmalen,
- Durchführung von Fristen- und/oder Liquiditätstransformation,
- Kreditrisikotransfer und
- Einsatz direkter oder indirekter finanzieller Hebeleffekte.“[8]

und darüber hinaus „[…]für Nichtbanken bedeutende Finanzierungsquellen darstellen könnten. Hierzu zählen Verbriefungen, Wertpapierleih- und Pensionsgeschäfte [..]“[9].

2.2 Akteure und Tätigkeiten

2.2.1 Finanzierungsgesellschaften

Das Geschäftsmodell von Finanzierungsgesellschaften besteht in der Ausgabe von Krediten zum Zwecke der Immobilienfinanzierung sowie in der Bereitstellung von Konsumenten- und Investitionskrediten. Des Weiteren werden Leasingverträge durch die Gesellschaften angeboten. Die Refinanzierung erfolgt hier in erster Linie über Geschäftsbanken und den Kapitalmarkt.[10]

2.2.2 Finanzielle Zweckgesellschaften

Das Geschäftsmodell von finanziellen Zweckgesellschaften, auch SPV genannt, besteht primär im Ankauf von Forderungen. Diese erwerben sie von Geschäftsbanken sowie Finanzierungsgesellschaften. Die unterschiedlichen Forderungen werden zu Paketen bzw. Tranchen gebündelt und dienen als deren Besicherung. Somit entstehen diversifizierte Forderungsportfolios, welche als Schuldverschreibungen emittiert werden und damit die wesentliche Finanzierungsquelle von Zweckgesellschaften darstellen.[11]

2.2.3 Investmentfonds

Investmentfonds dienen als Kapitalsammelstelle. Sie nehmen Gelder von Anlegern ein und investieren dieses innerhalb bestimmter Rahmenbedingungen und entsprechend der Risikoneigung des Anlegers. Innerhalb der Investmentfonds kann eine weitere Aufgliederung vorgenommen werden:

2.2.3.1 Geldmarktfonds

Diese Art von Investmentfonds investiert überwiegend in kurzfristig verfügbare Geldmarktinstrumente, z.B. Anleihen mit geringer Restlaufzeit. Die Rendite wird dabei durch das Zinsniveau am Geldmarkt bestimmt. Da Geldmarktfondsanteile jederzeit verkauft werden können und somit das Kapital der Anleger nicht langfristig binden, stellen diese eine gängige Alternative zu klassischen Bankanlagen dar.[12]

2.2.3.2 Hedgefonds

Hedgefonds verfolgen mitunter verschiedene Investmentstrategien, wie beispielsweise den Leverage-Effekt, durch welchen mit Einsatz von Fremdkapital eine höhere Rendite erwirtschaftet werden kann. Die Chance auf höhere Renditen geht jedoch auch mit dem damit höheren verbundenen Risiko einher.[13]

2.2.3.3 Weitere Investmentfonds

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Fonds, die sich weder in der Kategorie der Geldmarkt- noch der Hedgefonds einordnen lassen. Hierzu zählen beispielsweise Fonds, welchen die Erlaubnis zur Kreditvergabe an nicht-staatliche Wirtschaftssubjekte der Realwirtschaft zusteht. Eine Interaktion mit Geschäftsbanken kann auch im Ankauf verbriefter Forderungen, wie im Kapitel 2.3 beschrieben, erfolgen.[14]

2.2.4 Versicherungen und Pensionseinrichtungen

Versicherungen und Pensionseinrichtungen verwalten und investieren Kapital, welches ihnen durch die Beiträge ihrer Kunden zufließt. Die Mittelverwendung findet jedoch innerhalb eines regulierten Rahmens statt, was die Risiken für die Kunden begrenzen soll. Versicherungen sind in Form von Liquiditäts- und Risikotransformation an der Finanzintermediation beteiligt, z.B. durch Vergabe von Krediten betreiben, wie auch Pensionseinrichtungen, Repogeschäfte.[15]

2.3 Interaktionen zwischen Schattenbanken und dem regulierten Bankensektor

Das unten stehende Schaubild zeigt in vereinfachter Weise die vertikale Intermediärskette des Schattenbanksystems. Es veranschaulicht die Rollenverteilung bei der Kredit- Fristen- und Liquiditätstransformation und verdeutlicht die Verknüpfung zum regulären Bankensektor. Den Vermögenswerten der Unternehmen und privaten Haushalte stehen entweder Eigen- oder Fremdkapital gegenüber. In dieser Darstellung soll lediglich der Fremdkapitalanteil betrachtet werden, im Schaubild als Kredite bezeichnet. Die verschiedenen Kreditforderungen werden zusammengefasst und daraus forderungsbesicherte Wertpapiere konzipiert, sogenannte ABS. Der Verkauf der ABS an reguläre Banken, stellt eine der vielen möglichen Verbindungen dar. Aus Krediten mit geringer Laufzeit können Asset Backed Commercial Papers (ABCP) konstruiert werden, dabei handelt es sich um forderungsbesicherte Geldmarktpapiere. Diese können wiederum Anlageobjekt von Geldmarktfonds sein, deren Anteile an Anleger ausgegeben werden. Das durch die Ausgabe von Geldmarktfonds freigesetzte Kapital kann zur Finanzierung von Reverse Repogeschäften mit regulären Banken eingesetzt werden, was eine weitere Verknüpfung darstellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Vertikale Intermediärskette [16]

2.4 Entwicklung des Schattenbanksektors

Anhand der Veränderung der Vermögenswerte von Schattenbanken soll die Entwicklung des Schattenbanksektors aufgezeigt werden. Diese folgt einem eindeutigen Trend. Der unten aufgeführten Grafik lässt sich entnehmen, dass sich die Vermögenswerte von Schattenbanken im Euro-Raum von 2002 bis 2013 mehr als verdreifacht haben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 : Vermögenswerte der Schattenbanken im Euro-Raum von 2002 bis 2013 [17]

Verglichen mit dem den Vermögenswerten des regulierten Bankensektors, welche von der EZB für das Jahr 2013 mit 26,8 Billionen EUR angegeben wurden,[18] wird das Gewicht des Schattenbanksektors, dessen Vermögenswerten für 2013 mit 19,1 Billionen EUR[19] quantifiziert wurden, deutlich.

2.4.1 Ein Grund für diese Entwicklung

Ein Grund für diese nachhaltige Entwicklung liefert die immer strengere Regulierung des traditionellen Bankensektors.[20] Dies führt zu steigenden regulatorischen Kosten, welche durch die Auslagerung bestimmter Aktivitäten in den schwächer regulierten Sektor minimiert werden sollen. Diesen Prozess, bei dem rein technisch dieselben Aktivitäten, jedoch in einem anderen Markt oder Sektor, durchgeführt werden, wird als Regulierungsarbitrage bezeichnet.[21] Dieses Vorgehen findet Anwendung, wenn regulatorische Asymmetrien zwischen verschiedenen Bereichen, Sektoren oder Märkten herrschen, woraus Kostenvorteile realisiert werden können.[22] Die bewusste Umgehung regulatorischer Vorschriften durch Verlagerung bestimmter Geschäfte aus dem Konsolidierungskreis des Unternehmens heraus, trug erheblich zur Finanzkrise 2007/2008 und deren Ausmaß bei.[23] Die Regulierungsarbitrage könnte also als weiterer Nachteil unter Kapitel 2.5.2 aufgeführt werden.

2.4.2 Vergleich der Entwicklung zum regulierten Bankensektor

Zur sinnvollen Bewertung der absoluten Zahlen, müssen diese im Verhältnis zur Entwicklung des herkömmlichen Bankensektors betrachtet werden. Abbildung 3 zeigt die absolute sowie anteilige Entwicklung der verschiedenen Sektoren auf. Hierbei liegen die Werte aus 20 Ländern und des Euro-Raums zugrunde. Die relative Entwicklung (share of total financial assets) zeigt die anteilige Vermögensentwicklung von Banken, Versicherungen und Pensionsfonds, öffentlichen Finanzinstituten, Zentralbanken und Schattenbanken (hier definiert als „Monitoring Universe of Non-Bank Financial Intermediation (MUNFI)“[24], die sämtliche Vermögenswerte von „Other Financial Intermediaries (OFIs)“[25] einschließt, also Finanzinstitute, die nicht den oben genannten Institutionen zugeordnet werden können.) Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten Abbildung 3 : Relative Vermögenswerte von Finanzintermediären [26]

Es verdeutlicht, dass sich das relative Verhältnis des Schattenbanksektors zum regulierten Bankensektor zwischen 2002 und 2013 nicht signifikant geändert hat.

2.5 Bewertung

2.5.1 Vorteile des Schattenbanksystems

Schattenbanken können Angebot und Nachfrage liquider Mittel durch Spezialisierungsvorteile effizienter vereinen. Sie stellen dadurch sowohl für Anleger eine alternative Anlagemöglichkeit dar und dienen als Finanzierungsalternative der Realwirtschaft.[27] Dadurch kann die Abhängigkeit vom herkömmlichen Bankensektor begrenzt und Risiken diversifiziert werden. Durch die Emission von Kreditderivaten wird Kreditrisikotransformation durch Schattenbanken ermöglicht. Die Strukturierung der Derivate ermöglicht es Kreditgebern das Kreditausfallrisiko zu verlagern.[28] Die Vergabe von Krediten kann damit ohne steigendes Risiko ausgedehnt werden und somit die Finanzierung der Realwirtschaft durch den Bankensektor verbessern.

2.5.2 Nachteile

Die Europäische Kommission führt im Grünbuch Schattenbankwesen das Risiko an, welches von einem hohen Fremdmittelanteil ausgehen kann. Wird dieser nicht beschränkt oder durch adäquate Sicherheiten hinterlegt, können bei unvorhergesehenen Bedingungen systematische Risiken entstehen.[29] Verstärkt wird dieser Effekt, wenn der Fremdmittelanteil aus überwiegend kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht. Wird eine Finanzierung hauptsächlich durch kurzfristig aufgenommene Mittel getragen, besteht „[…] das Risiko eines plötzlichen und massiven Mittelabzugs durch die Kunden [..]“.[30] Dieser Vorgang wird als „Run“ bezeichnet und tritt ein, wenn es zum Vertrauensverlust der Anleger in ein bestimmtes Institut oder einen ganzen Sektor kommt. Die ursprüngliche Finanzierung kann nicht mehr hinreichend durch liquide Mittel gestützt werden. Durch die enge Beziehung zum regulierten Bankensektor ergibt sich die Gefahr, dass auch dieser vom erheblichen Mittelabzug betroffen ist. Infolgedessen kann das Risiko indirekt bis auf die Realwirtschaft übergreifen, sollte diese nicht mehr ausreichend mit Liquidität durch den regulären Bankensektor versorgt werden können.[31]

[...]


[1] Dohms, 2013

[2] Vgl. Weidmann, 2011, S. 5.

[3] Vgl. Weidmann, 2011, S. 5.

[4] McCulley, 2007.

[5] Europäische Kommission, 2012, S. 4.

[6] Vgl. Financial Stability Board, 2011, S. 7.

[7] Vgl. Financial Stability Board, 2011, S. 7.

[8] Europäische Kommission, 2012, S. 4.

[9] Europäische Kommission, 2012, S. 4.

[10] Vgl. Deutsche Bundesbank, 2014, S. 18.

[11] Vgl. Deutsche Bundesbank, 2014, S. 18

[12] Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon.

[13] Vgl. Deutsche Bundesbank, 2014, S. 19.

[14] Vgl. Deutsche Bundesbank, 2014, S. 18.

[15] Vgl. Deutsche Bundesbank, 2014, S. 18.

[16] PwC Studie; Karner & Psorn, 2014.

[17] Statista, 2015.

[18] Vgl. European Central Bank, 2014, S. 8.

[19] Der Wert des Jahres 2013 aus Abbildung 2 wurde hierbei mit dem offiziellen Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank für das Jahr 2013 umgerechnet.

[20] Vgl. Illing, 2012, S. 5.

[21] Vgl. Fleischer, 2010, S. 18.

[22] Vgl. Fleischer, 2010, S. 12f.

[23] Vgl. Europäische Kommission, 2012, S. 6.

[24] Financial Stability Board, 2014.

[25] Financial Stability Board, 2014.

[26] Financial Stability Board, 2014, S. 9.

[27] Vgl. Europäische Kommission, 2012, S. 5.

[28] Vgl. Hirtle, 2007, S. 2.

[29] Vgl. Europäische Kommission, 2012, S. 6.

[30] (Europäische Kommission, 2012, S. 5.

[31] Vgl. Karner & Psorn, 2014, S. 1.

Details

Seiten
22
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668392328
ISBN (Buch)
9783668392335
Dateigröße
634 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v353147
Institution / Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen; Standort Nürtingen
Note
1,3
Schlagworte
Schattenbanken Schattenbankensektor Bankenregulierung Basel Steuerflucht Steuervermeidung Finanzkrise Regulierung Bankenkrise

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Titel: Das Schattenbanksystem und dessen Regulierung in Europa