Lade Inhalt...

Bewertung eines Online-Shops mit Hilfe eines systematischen Maßstabs

Hausarbeit 2015 22 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau und Methodik der Arbeit
1.4 Aktualität der Arbeit

2 Kriterien für die Bewertung von Online-Shops mittels eines Scoring-Models
2.1 Usability
2.2 Navigation
2.3 Grafisches Konzept
2.4 Shopsystem und Basis-Funktionalitäten
2.5 Search Engine Optimization und Ranking

3 Bewertung des Onlineshops Schneider.de und Optimierung
3.1 Nutzererfahrung (EPK-Darstellung)
3.2 Bewertung des Shops mittels Scoring
3.3 Schlussfolgerung und Optimierungsfelder
3.4 Wettbewerbervergleich elbufer.de
3.5 Wettbewerbervergleich giffits.de

4 Gesamtfazit

5 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Statista GmbH (2014). B2C-E-Commerce-Umsatz in Deutschland 1999 bis 2014 und Prognose für 2015 (in Milliarden Euro). Quelle im Internet: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/3979/umfrage/e-commerce-umsatz-in- deutschland-seit-1999/

Abbildung 2 Alexa.com (2015) Analyseergebnis zu www.schneider.de im Hinblick auf die Besucherquellen (Auszug)

Abbildung 3 EPK-Darstellung eines Becher-Kaufs

Abbildung 4 Grafische Darstellung des Scorings

Abbildung 5 Screenshot einer Kundenbewertung für „Froot oft he Looms, Kapuzen- Sweatjacke, aufgesetzte Taschen“

Abbildung 6 SimilarWeb.com (2015) Vergleich der Seiten www.elbufer.de zu www.schneider.de

Abbildung 7 Screenshot von giffits.de zur Bestellung von Kaffeebechern

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Bewertung des Scoring-Kategorien inkl. Begründung 16

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Im Rahmen dieses Kapitels werden die wesentlichen Rahmenbedingungen für das vorliegende Assignment erläutert. Basis für die Bearbeitung sind die beiden von der Akad University vorgeschlagenen Shop-Systeme Schneider.de und Elbufer.de. Mobilie-Zu- gänge wurden im Rahmen des Assignments nicht vertieft analysiert.

1.1 Ausgangssituation und Problemstellung

Die Bedeutung des Internets als eigenständiger Vertriebsweg oder als Teil einer Omni- Channel-Strategie hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Eine im November 2014 durch Statista veröffentlichte Statistik (s. Abbildung 1) zeigt für 2014 ein Marktwachstum vom fast 15% gegenüber dem Vorjahr (IST 39 Mrd. EUR) und für das Jahr 2015 wird ein Wachstum um weitere 11,7% (IST 43,6 Mrd. EUR) erwartet. Es überrascht daher nicht, dass zahlreiche Anbieter mit neuen Shop-Ideen in den Markt drängen. Dabei nehmen neben den Kundenerwartungen (z.B. Mobile Commerce Shops durch sog. Apps) auch die regulatorische Anforderungen an die Shop-Betreiber zu. (z.B. durch das sog. EU- Cookie-Gesetz, das einen expliziten Warnhinweis auf die Verwendung von Tracking- Cookes regelt).

Bestehende Shop-Betreiber müssen vor diesen Hintergründen ständig Ihre Shop-Sys- teme für die Anforderungen überprüfen und optimieren. Nur so kann gewährleistet wer- den, dass Bestandskunden gehalten und ein Marktwachstum gewährleistet werden kann.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Statista GmbH (2014). B2C-E-Commerce-Umsatz in Deutschland 1999 bis 2014 und Prognose für 2015 (in Milliarden Euro). Quelle im Internet: http://de.sta- tista.com/statistik/daten/studie/3979/umfrage/e-commerce-umsatz-in-deutschland-seit- 1999/

1.2 Ziel der Arbeit

Im vorliegenden Assignment wird der Online-Shop Schneider.de im Hinblick auf den Verkauf von Werbemittel untersucht und bewertet. Dabei dient ein einfaches Scoring- Modell als Bewertungsinstrument. Es wird davon ausgegangen, dass der Betreiber der Seite „Schneider Versand GmbH“ bereits über ein funktionierendes Business-Modell und über ein seriösen Zahlungs- und Abwicklungsmodell verfügt. Unerheblich für die Untersuchung ist hierbei, ob der Online-Shop der alleinige Geschäftskanal ist oder ob es sich um eine Ergänzung handelt (Omni-Channel-Handel). Im nachfolgenden wird ausschließlich die Zielgruppe der Business-to-Business-Kunden analysiert, da der Betreiber für B2C-Geschäftsbeziehungen auf eine eigene Webpräsenz referenziert (www.gingar.de).

Die speziellen Anforderungen an Shop-Systeme für andere Kundengruppen wurden nicht untersucht. (z.B. Business-to-Administration, B2A).

Basis für die Untersuchung ist die Rechtsprechung der Europäischen Union, insbesondere der Bundesrepublik Deutschland. Die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen wird vorausgesetzt.

1.3 Aufbau und Methodik der Arbeit

Im folgenden Kapitel 2 werden die wesentlichen Kriterien für die Bewertung des OnlineShops aufgelistet und erläutert. Im Kapitel 3 werden die Messkriterien angewandt und der Online-Shop auf mögliche Optimierungspotenziale untersuch. Im Kapitel 5 schließlich wird eine gesamte Zusammenfassung des Assignments dargestellt

1.4 Aktualität der Arbeit

Als Basis der Arbeit dienten Analysen am 9. und 10. August 2015 des jeweils aktuellen Internet-Auftritts der unten genannten Unternehmen. Gearbeitet wurde an einem Windows 10 Tablet mit UMTS-Modem und mittels des Google Chrome Browsers in Version 44.0.2403.130m. Zur Verifizierung wurde Microsoft Edge, Version 20.10240.16384.0 verwendet. Die Auflösung betrug 1280x800. Zur Überprüfung von mobilen Funktionalitäten wurden ein Android Smartphone verwendet. Um möglichst ein repräsentatives Arbeitsergebnis zu erzielen wurden in der vorliegenden Arbeit Kriterien gewählt, die allgemein gültig sind. Geringe Abweichungen im Layout durch den Einsatz anderer Soft- und Hardware können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

2 Kriterien für die Bewertung von Online-Shops mittels eines Scoring-Models

Für die Optimierung von Online-Shops eignen sich verschiedene Modelle zur Bewertung. Die Zielsetzung ist zumeist betriebswirtschaftlich motiviert und soll eine Erhöhung von Umsatz und Gewinn bewirken. Je nach Unternehmensgröße kommen hierbei verschie- dene Shop-Systeme zum Einsatz. Dabei können die Unternehmen von Eigenentwicklun- gen auf Basis von Open-Source-Lösungen (z.B. Oxid eShop), über Baukastensystemen (z.B. 1&1 E-Shops, Magento) bis hin zur vollständigen Auslagerung der Kern-Prozesse (z.B. acononshop) wählen.1,2

Die nachfolgenden Bewertungskriterien wurden nach sorgfältiger Recherche zusammengestellt und sind allgemeingültig. Angesichts der unterschiedlichsten Anforderungen von Kunden und Shop-Betreibern besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Shops, die die Kriterien nur mittelmäßig bis schlecht erfüllen, sich am Markt nicht erfolgreich durchsetzen können. Die Bewertung der Kriterien beruht daher auf die Erfahrung des Autors und richtet sich im Vergleich zu den in Deutschland erfolgreichsten Online-Shop-Betreiber.

2.1 Usability

Usability ist der englische Begriff für Benutzerfreundlichkeit. In Zusammenhang mit online Shops wird der Begriff im deutschen als Fachbegriff für die Optimierung von Online- Shops im Hinblick auf Kundenbedürfnisse verwendet. Dabei handelt es sich um keinen festen Begriff: "Usability fällt unter die Kategorie der deutsch-englischen Phrasen und ist generell recht schwammig. Ein Übersetzungsversuch wäre (...) Nutzererlebnis." (Wenz und Hauser 2013, S. 177)

Für die nachfolgende Bewertung wird der Begriff stark eingegrenzt verwendet. Im Allgemeinen erwartet ein Shop-Besucher eine funktionierende Website, die

- schnell und fehlerfrei geladen wird
- Fehlerfrei funktioniert (z.B. Links führen nicht zu Fehlerseiten, Suchmaske liefert brauchbare Ergebnisse, Bilder repräsentieren beschriebene Artikel).
- technisch einwandfrei programmiert ist und sich fehlerfrei aufbaut

Um letzteres Kriterium zu prüfen, wird die W3C-Checkliste3 verwendet werden und die Website einer entsprechenden technischen Prüfung mittels des Tools Achecker unterzo- gen: „Achecker (http://achecker.ca/checker/index.php) - prüft online auf Einhaltung von WCAG 2.0“4. Für die Bewertung der Qualität wird als Maßstab geprüft, wie viele Fehler im Vergleich zu ähnlichen Seiten angezeigt werden.

2.2 Navigation

Die Navigation der Website ist ein entscheidendes Kriterium beim erfolgreichen Verkauf über das Internet. Moderne Shop-Systeme stehen hierbei vor besonderen Herausforde- rungen: Einerseits können Shop-Betreiber durch die Diversifikation Ihrer Produkt-Palette ihren langfristigen Erfolg sichern, andererseits müssen Kunden auch schnell finden, was sie suchen. Die Hauptgründe für Kaufabbrüche im Onlinehandel sind daher oft die unzu- reichende Darstellung der Artikel sowie eine zu komplizierte Suche und Navigation. (Der Handel 2011) Um einen erfolgreichen Online-Shop zu betreiben, ist eine intuitive Navigation besonders wichtig. Folglich sind folgende Funktionen eines Online Shops essentiell5:

- Eine Suchfunktion, die Ergebnisse schnell und zielsicher liefert (Sollten es die Hardwarerahmenbedingungen erlauben, ist eine Instant-Suchoption zu wählen).
- Eine intuitive Navigationsführung, die Kunden über eine einfache Struktur zum Ziel führt
- Eine übersichtliche Sitemap

2.3 Grafisches Konzept

Das graphische Konzept einer Seite bestimmt maßgeblich über Ihren Erfolg. In der neu- eren Zeit jedoch nutzen Kunden nicht mehr nur den PC zum Online Shopping. Auch im B2B-Bereich steigt der Einsatz mobiler Geräte, wie Tablets und Smartphones. Dies zeigt sich insbesondere bei der unterschiedlichen Anforderungen der Display-Auflösungen.. „Gründe sind u.a. der Gewinn an Effizienz und die technische Entwicklung bei mobilen Endgeräten. B2B-Marketer müssen sich an das veränderte Surf-und Kaufverhalten ein- stellen und Hindernisse in Form von mobil schlecht abbildbaren Websites aus dem Weg räumen.“ (Jens Stolze 2012)

Als gegensätzlichen Trend kann die Nutzung von Flash-Animationen bzw. Videos im On- line-Shop-Bereich gesehen werden. Grund dafür ist die inzwischen starke Verbreitung auch in ländlichen Gebieten von DSL- bzw. LTE-Anschlüssen. Insbesondere in Online- Shops mit Warenprodukten erwarten daher die Kunden auch mindestens eine entspre- chende Abbildung des wirklichen Produktes. Um diese gegenläufigen Entwicklungen zu begegne, ist der Einsatz eines adaptiven Systems erforderlich (sog. „Responsive Web- design“)6

Darüber hinaus sollte die eigentliche Gestaltung zielgruppenorientiert aufgebaut werden und klare Strukturen aufweisen. So ist eine farbenfreue Website für einen Shop für Kindermode durchaus angemessen, sollen gewerbliche Käufer angesprochen werden, ist eine gediegenere Websitegestaltung zu wählen.7

2.4 Shopsystem und Basis-Funktionalitäten

Die Zielsetzung eines Online Shops ist selbstverständlich die Generierung von Kundenaufträgen. Folglich muss ein Online Shop über die reinen gestalterischen Funktionalitäten hinaus über folgende Basis-Funktionen verfügen, z.B.

- Warenkorb-Funktion (Artikel werden gesammelt vor Bestellung)
- Alternative Zahlungsmethoden (im B2B-Bereich ist insbesondere die Zahlung auf Rechnung inkl. Skonto stark verbreitet)
- Personalisierte Kontozugänge
- Warenverfügbarkeit anzeigen
- Verschlüsselte Übertragung der Daten

Sind diese Funktionen nicht oder nicht vollständig implementiert, kann es zu Bestellabb- rüchen kommen. Zum Beispiel erwarten von einem Online-Shop „immerhin 6 von 10 In- ternetnutzer verschiedene Zahlungsmethoden. Gut jeder Dritte bricht seine Bestellung ab und lässt einen vollen Warenkorb stehen, wenn die gewünschte Bezahlart nicht angebo- ten wird.“ Darüber hinaus können Kunden hierdurch Zweifel an die Seriosität des Händ- lers bekommen und so nachhaltig die Geschäftsbeziehung stören.

[...]


1 Jochen G. Fuchs 2014

2 Stahl et al. 2012, S. 2-31

3 W3.org 2015

4 Wenz und Hauser 2013, S. 291

5 Bauer 2013, S. Kapitel 6.1 ff

6 t3n 2015Uhr

7 Bauer 2013, S. Kapitel 5-4

Details

Seiten
22
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668396494
ISBN (Buch)
9783668396500
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v353060
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
2.0
Schlagworte
bewertung online-shops hilfe maßstabs

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Bewertung eines Online-Shops mit Hilfe eines systematischen Maßstabs