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Datenmanagement und Datensicherungsmethodiken in der Praxis

Hausarbeit 2016 19 Seiten

BWL - Informationswissenschaften, Informationsmanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen
2.1 Differenzierung von Informationen und Daten
2.2 Definition von Datenmanagement
2.3 Datensicherung

3. Datensicherungsstrategien
3.1 Voll-Backup
3.2 Differentielles Backup
3.3 Inkrementelles Backup
3.4 Generationenprinzip

4. Datensicherungsmedien
4.1 Bandlaufwerke
4.2 Optische Medien (Annahme DVD-R)
4.3 Festplatten
4.4 Flash Speicher (Annahme Solid-State-Drive)
4.5 Network Attached Storage

5. Fiktive veranschaulichende Fallstudie
5.1 Ausgangssituation
5.2 Sollsituation
5.3 Umsetzung

6. Schluss
6.1 Resümee
6.2 Kritische Auseinandersetzung

7. Anhang
7.1 Datenmenge und Dynamik

8. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Grafische Darstellung des Dokuments

Abbildung 2: Unterschied Daten,Information und Wissen

Abbildung 3: Übersicht Datensicherungsstrategien

Abbildung 4: Wochen Backup Strategie „GregoriStudiert GmbH“

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Einheiten für Dateigrößen

Tabelle 2: Eigenschaften Banddatenträger

Tabelle 3: Eigenschaften DVD-ROM

Tabelle 4: Eigenschaften Festplatte

Tabelle 5: Eigenschaften Flash Speicher

Tabelle 6: Eigenschaften Network Attached Storage (NAS)

Tabelle 7: Bandinventar für Backupstrategie der „GregoriStudiert GmbH“

Tabelle 8: Bandinventar für Backupstrategie "Buchhaltungsarchiv"

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

In der heutigen Zeit sind Daten ein wichtiger, ernstzunehmender Bestandteil unserer Gesellschaft, weshalb mittlerweile auch von einer Informationsgesellschaft gesprochen werden kann.1 Mit dieser Veränderung unserer Gesellschaft gehen auch neue Herausforderungen für alle beteiligten Instanzen hervor. Dies kann Privatpersonen, Unternehmen oder auch den Staat betreffen. Sobald Daten erhoben oder verarbeitet werden, entstehen diese Herausforderungen automatisch und sind unter dem Begriff Datenmanagement zusammenzufassen. Unter diesen Aspekt fallen unter anderem der ordnungsgemäße Datenschutz, wie auch die Datensicherung von elektronischen Daten. Oftmals wird der Datensicherungsprozess vernachlässigt, wodurch das Risiko des Datenverlusts einhergeht.2 Aufgrund der Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft birgt ein Datenverlust ein hohes Risikopotenzial und ist als geschäftskritisch zu betrachten.

1.2 Zielsetzung der Arbeit

Durch mangelndes Datenmanagement in Form von Datensicherung können sehr schwerwiegende Folgen auftreten. Insbesondere wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung eines Unternehmens von Information abhängig ist oder ein digitales Gut produziert wird (soziale Netzwerke, Suchmaschinen oder Web- Hoster), kann Datenschutz nicht ernst genug genommen werden. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über den Prozess der Datensicherung zu schaffen. Zunächst werden die Begriffe Datenmanagement, Datenschutz und Datensicherung voneinander abgegrenzt dargestellt. Des Weiteren wird in einer fiktiven Fallstudie deutlich gemacht, wie Datensicherung idealerweise aussehen kann, wobei es hier sehr viele verschiedene Ansätze gibt.

Außerdem werden rechtliche Aspekte der Datensicherung beleuchtet, wodurch ein umfangreiches Grundlagenwissen über Datensicherung erzielt wird.

1.3 Aufbau der Arbeit

Nachdem ein erster Überblick über die Problemstellung und das Ziel dieser Arbeit vermittelt wird, beschäftigt sich Kapitel 2 mit den Grundlagen des Datenmanagements, wobei eine Abgrenzung zwischen den verschiedenen Begrifflichkeiten Datenmanagement, Datenschutz und Datensicherung getroffen wird. Fortfolgend wird die aktuelle Lage von Datenmanagement in Unternehmen und der Gesellschafft charakterisiert. Kapitel 3 zeigt auf, welche Sicherungsmethoden es gibt und stellt diese gegenüber. Die Methoden sind teilweise auf bestimmte Sicherungsmedien optimiert, welche in Kapitel 4 behandelt werden. In Kapitel 5 werden die gelernten Methoden und Techniken unter Beachtung der Grundlagen in eine fiktive Fallstudie überführt, welche praxisorientiert zeigen soll, wie eine Datensicherung aussehen kann. Den Schlussteil bilden eine Zusammenfassung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Arbeit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Grafische Darstellung des Dokuments

2. Grundlagen

2.1 Differenzierung von Informationen und Daten

Dieser Abschnitt zeigt den Unterschied zwischen Daten und Informationen auf. Zur Veranschaulichung dient Abbildung 2. Dementsprechend sind Daten der Rohstoff aus welchem Information hervorgeht. Der Mensch kann beispielsweise aus einem Binärcode nicht viel Information gewinnen; erst wenn eine Maschine diesen Binärcode in einen für Menschen verständlichen Text umwandelt, wird aus den Rohdaten eine Information. Diese Information wird in Wissen umgewandelt sobald der Mensch die Information mit der Realität in Verbindung bringen kann und verknüpft. Ein Beispiel einer solchen Verknüpfung kann eine Erfahrung sein, welche die Information bestätigt. Wissen kann ohne Information nicht existieren, Information nicht ohne die Verarbeitung von Daten3.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Unterschied Daten, Information und Wissen

2.2 Definition von Datenmanagement

Datenmanagement im Allgemeinen umfasst alle Prozesse, die mit der Nutzung von Daten in Verbindung stehen, mit dem Ziel diese möglichst effizient zu gestalten.4 Eine Teilmenge des Datenmanagements stellen der Datenschutz sowie die Datensicherung dar. Datenschutz beschreibt den Schutz personenbezogener Daten, welcher dann nötig ist, wenn beispielsweise ein Interessenkonflikt zwischen Unternehmen und Kunden besteht. Dieser Konflikt kann entstehen, da Unternehmen interessiert sind jegliche erhobenen Daten zu speichern, um sie gegebenenfalls wieder verwenden zu können. Kunden allerdings möchten eben dies verhindern, da eine Datenerhebung und -sicherung deren Privatsphäre unter Umständen schmälert. In solchen Interessenkonflikten greift das Bundesdatenschutzgesetz5, welches die Grenzen der personenbezogenen Datenverarbeitung regelt.

Datensicherheit hingegen bezieht sich nicht auf die Person hinter den Daten, sondern viel mehr auf die Daten selbst. Hierbei kann es sich um elektronische Daten oder Daten in Papierform handeln. Die Datensicherheit umfasst alle Maßnahmen, welche getroffen werden können, um Daten vor Naturkatastrophen, Anwender-Fehlern, System-Fehlern oder Viren zu schützen. Innerhalb der Datensicherung gibt es wiederum Vorgaben für bestimmte Arten von Daten, welche unter dem Begriff Datenarchivierung zusammengefasst sind. Ein Beispiel von Datenarchivierung ist die Buchführung, bei welcher Mindestaufbewahrungsfristen6 von bis zu 10 Jahren gelten können.

2.3 Datensicherung

Datensicherung (auch bekannt unter dem engl. Backup) beschreibt die Sicherung von Daten beziehungsweise Dateien von einer Quelle auf ein Ziel.

Hierbei kann es sich im einfachsten Fall um ein Dokument (Datei) handeln, welches von einem PC (Quelle) auf eine externe Festplatte (Ziel) gesichert wird. Datensicherung ist die Voraussetzung für eine Wiederherstellung (engl. Restore). Wiederherstellen meint, gesicherte Daten von einem Zieldatenträger wieder auf dem Quelldatenträger verfügbar zu machen, wenn dieser einen Datenverlust erlitten hat. Im Unternehmensumfeld handelt es sich hierbei in der Regel nicht lediglich um ein Dokument, sondern eine Vielzahl von Millionen an Dateien oder Datenbanken. Dies zeigt die Komplexität der Datensicherung auf. Da oftmals Mindestaufbewahrungsfristen gelten, ist auch die Auswahl geeigneter Sicherungsmedien zu berücksichtigen.

3. Datensicherungsstrategien

Beim Ausführen einer Datensicherung gibt es verschiedene Strategien die genutzt werden können. Ein Voll-Backup benötigt beispielsweise mehr Speicherkapazität als ein inkrementelles Backup7.

3.1 Voll-Backup

Bei einem Voll-Backup wird der komplette Datenbestand gesichert. Dies kann sowohl die ganze Festplatte betreffen als auch einzelne Verzeichnisse. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist, dass das Voll-Backup immer alle Daten sichert, ungeachtet dessen, dass bei der vorherigen Sicherung bereits alle Daten gesichert wurden. Diese Strategie nimmt sehr viel Speicher in Anspruch, sodass sie meist nur in größeren Zeitintervallen, beispielsweise monatlich, eingesetzt wird.

[...]


1 Vgl. Lehner, Franz, Wandel der Gesellschaft, 2003, S. 55-76.

2 Vgl. O&O Software GmbH, O&O Disk Image vereinfacht die Sicherungsstrategie, 2013 und Vgl. Mathias Ranz, Datensicherheit in deutschen Unternehmen vernachlässigt, 2007.

3 Vgl. Patrick Arnold, Information und Wissen, 2009, S. 9.

4 Vgl. Andreas Sickau, Datensicherungskonzeptentwicklung für Unternehmen, 2010.

5 Vgl. Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Bundesdatenschutzgesetz, 2010.

6 Vgl. Bundesministerium der Finanzen, Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme, 1995, S. 16.

7 Vgl. Andreas Sickau, Datensicherungskonzeptentwicklung für Unternehmen, 2010.

Details

Seiten
19
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668385634
ISBN (Buch)
9783668385641
Dateigröße
846 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v352060
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,7
Schlagworte
Datensicherung Datenmanagement Backup Recovery Speichermedien Sicherungsmethoden

Autor

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Titel: Datenmanagement und Datensicherungsmethodiken in der Praxis