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Burnout. Wie Prozessberatung in Krisen unterstützt

Vordiplomarbeit 2016 39 Seiten

Psychologie - Beratung, Therapie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Kurzportrait Yvonne Hürbin
1.2 Fragestellung
1.3 Aufbau

2 Burnout-Syndrom
2.1 Begriff und Definition
2.2 Burnout vs. Depression
2.3 Krisen
2.3.1 Dynamisches Krisenmodell
2.3.2 Krisenmodell Veränderungszyklus

3 Coaching versus Therapie
3.1 Unterscheidung Coaching vs. Therapie
3.2 Gemeinsamkeiten von Coaching und Therapie

4 Burnout – Begleitung
4.1 Früherkennung und Warnsignale
4.1.1 Burnout-Screening-Inventory (BSI)
4.1.2 Beispiel für ein Burnout-Screening-Inventory
4.1.3 Personifizierung von Problemen nach S. Radatz
4.1.4 Der Ablauf der Personifizierung
4.2 Coaching-Phasen in der Burnout- / Krisenintervention
4.3 Wiedereingliederung und Rückkehr in den Berufsalltag

5 Reflektion und Fazit

6 Evaluation und Schlusswort

7 Literaturverzeichnis

8 Abbildungsverzeichnis

9 Abkürzungsverzeichnis

Anhang ohne Nummerierung

1 Einleitung

1.1 Kurzportrait Yvonne Hürbin

Im Sommer 1991 habe ich begonnen, in der Bankbranche zu arbeiten. Nach der Berufslehre zur Bankkauffrau habe ich mich in den Folgejahren bis zur Finanzplanungs-Expertin mit Eidgenössischem Diplom weitergebildet. Meinen Beruf habe ich gerne und daher meistens zu mehr als 100 % ausgeübt. Wichtig sind mir bis heute die engen Kontakte zu Menschen. Für meine Mitarbeiter bin ich zu allen Themen ein interessierter Ansprechpartner und versuche immer, ein offenes Ohr für Ihre Anliegen zu haben. Um meine Kommunikationsfähigkeiten und die Entwicklung meiner Mitarbeiter weiter zu fördern, habe ich mich im Jahr 2015 entschieden, die Coaching-Ausbildung zu starten.

Nach einem sehr anstrengenden Jahr bin ich Mitte Dezember 2015 unerklärlich krank geworden. Die unterschiedlichen Symptome erforderten viele Untersuchungen; jedoch ohne eindeutige Diagnose. Erst im Januar 2016 wurde bei mir ein viel zu hoher Cortisol-Wert diagnostiziert. Schnell wurde klar, dass mein Körper unter anderem wegen meiner langjährigen beruflichen Überlastung und chronischem negativen Stress die Notbremse gezogen hat. Die Definition für die vielen Symptome war eindeutig ein Burnout bzw. eine Erschöpfungsdepression.

Heute ist mir bewusst, dass ich damit nicht alleine dastehe und es in vielen, wenn nicht sogar in allen Berufsbranchen Menschen mit dieser oder einer ähnlichen Situation gibt. Mein Heilungsprozess wurde mit verschiedenen therapeutischen Massnahmen unterstützt. Durch meine Ausbildung zum Coach habe ich parallel von einem Coaching profitiert, das mich in der Zeit von November 2015 – Mai 2016 auf meinem Weg begleitet hat. Diese Selbsterfahrung hat mich dazu gebracht, Burnout und Krisen als Thema für diese Thematische Arbeit (TA) zu wählen.

1.2 Fragestellung

Die Themen Burnout und persönliche Krisen haben mich dementsprechend durch die gesamte Ausbildungszeit des Vordiploms begleitet. Es ist für mich wichtig, künftig die eigenen Warnsignale frühzeitig wahrzunehmen und die notwendigen Massnahmen einzuleiten. Als angehender Coach erachte ich es daher noch wichtiger, bei meinen Klienten Signale auch zu erkennen und begleitend zu unterstützen. Deshalb lautet die Fragestellung für meine Thematische Arbeit 2016: Wie kann die Prozessberatung bei Krisen - wie einem Burnout - unterstützen? Die TA wird das Thema Burnout (BO) als Syndrom behandeln. Sie soll erläutern, wann der Coaching-Prozess unterstützend und wo eher begrenzend sein kann. Es werden die Unterschiede einer Psychotherapie zum lösungsorientierten Coaching angesprochen. Zudem möchte ich herausfinden, welche Warnsignale bei Klienten auf ein Burnout hinweisen und welche Interventionen hier sinnvoll eingesetzt werden können.

1.3 Aufbau

Im Kapitel 2 soll der Begriff Burnout als Syndrom erläutert und nach aktuellen Erkenntnissen erklärt werden. Es wird versucht eine einfache Definition für das Syndrom zu erarbeiten. Es wird als Vergleich auf die mir bekannten Krisenmodelle eingegangen und die Phasen erläutert.

Weiter wird im nächsten theoretischen Teil im Kapitel 3 aufgenommen, was die wichtigen Unterschiede einer Therapie zum lösungsorientierten Coaching sind. Das Kapitel 4 bietet die Möglichkeit Warnsignale bei Klienten zu erkennen und erste Interventionen anzuwenden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Wordcloud - Flamme-Burnout - Yvonne Hürbin

Abschliessend bieten Kapitel 5 und 6 eine Selbstreflektion des Erlebten während der Arbeit und ein Fazit zur Thematischen Arbeit.

2 Burnout-Syndrom

Zu Beginn dieser Arbeit habe ich ganz einfach auf der E-Shop-Seite eines Schweizer Buchhändlers den Begriff „Burnout“ in die Suchfunktion eingetragen. Und das war das Ergebnis:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[1]

Dort sind Titel aufgetaucht, wie: „Burnout im Baby-Glück“, „Burnout im Lehrberuf“, „Burnout im Cockpit“, „Wege aus dem Burnout“ und viele mehr. Obwohl die meisten Titel gar nichts mit meiner eigenen Situation zu tun gehabt haben, bin ich mir noch sicherer geworden, dass Burnout ein akutes oder zumindest aktuelles Thema sein muss. Umso schwieriger gestaltete sich die Suche nach fachlich gutem Literaturmaterial. Und trotz dieser Menge an Literatur gibt es bis dato keine weltweit anerkannte Definition. Auch das bestätigt, das BURNOUT ein schwer zu greifendes Phänomen ist.

Bekannt ist hingegen, dass es keineswegs ein neuzeitliches Modewort ist. Schon Ende des 16. Jahrhunderts hat Shakespeare das Verb „to burn out“ verwendet und um 1900 geht es in der Bedeutung „Überarbeitung und früher Tod“ ins Standard-Englisch über. (Burisch, 2014)

Im Jahr 1974 wurde der Begriff Burnout erstmals popularisiert. Der Psychoanalytiker Herbert J. Freudenberger hatte in einer Fachzeitschrift einen Artikel über den kompletten Motivationsverlust in helfenden Sozialberufen veröffentlicht und so den Startschuss für die Sozialwissenschaft gegeben.

2.1 Begriff und Definition

Die Suche nach einer medizinischen Definition ergibt dennoch keine klaren Erkenntnisse. Der von der Weltgesundheitsorganisation[2] herausgegebene und heute immer noch gültige Diagnoseschlüssel ICD-10[3] hat 1991 unter dem Schlüssel Z73.0 im Kapitel 21 den Begriff Burnout beiläufig mit einer einfachen Erläuterung erwähnt: „Zustand der totalen Erschöpfung“. (Burisch, 2014) Das heisst, das kein Arzt derzeit eine offizielle Diagnose „Burnout“ stellen darf. Und wenn er es machen würde, hat die Krankenkasse keine Grundlage zur Übernahme von Heilungskosten. Deswegen ist die Trennschärfe von Symptomen und Diagnosen für Burnout-Patienten extrem wichtig.

Bereits im Jahr 2007 wurde in der Schweiz der Verein „Swiss Expert Network on Burnout“[4] gegründet. Der Verein hat den Zweck, Wissen und Expertise zu Definition, Prävention, Therapie und Rehabilitation des Burnout-Syndroms und anderer arbeitsinduzierter Stressfolgeerkrankungen in der Schweiz zu fördern und weiterzuentwickeln. Für die Schweiz hat dieses Experten-Netzwerk eine allgemeingültige Burnout-Definition etabliert, die folgendermassen lautet:

Burnout ist eine arbeitsassoziierte Stressreaktion, die zu einem anhaltenden negativen Gefühlszustand bei normalen Individuen führt. Primär ist Burnout charakterisiert durch Erschöpfung, die begleitet ist von chronischem Stress, reduzierter Effizienz und Motivation und der Entwicklung von gestörter Einstellung und Verhalten am Arbeitsplatz. Burnout ist auf der somatischen Ebene gekennzeichnet durch eine Störung des neuroendokrinen Regulationsmechanismus, die sich in vegetativen Symptomen äussern kann. Dieser Zustand entwickelt sich allmählich und kann vom betroffenen Individuum über lange Zeit unbemerkt ablaufen. Es ist das Resultat eines nicht Zusammenpassens von Arbeitsplatz und Mitarbeiter in den sechs Bereichen: Arbeitsmenge, soziales Umfeld, Unterstützung, Werte, Fairness und Kontrolle. Besteht ein Ungleichgewicht in einem oder mehreren dieser Bereiche, reichen die Ressourcen des Individuums nicht mehr, um mit den Bedingungen am Arbeitsplatz richtig umzugehen. Oft ist Burnout sich selbst unterhaltend, indem die Bewältigungsstrategien zunehmend inadäquat werden und somit Teil des Syndroms bilden. (Verein Schweizer Expertennetzwerk für Burnout, 2016)

Ich selber finde diese Definition sehr spezifisch, da sie sich nur auf die Arbeit assoziiert. Jeder Betroffene hat mehrere Systeme, in denen er lebt und durch die er unterschiedlich belastet werden kann. Gibt es doch heute bekannte Fälle, bei denen Burnout auch durch private und nebenberufliche Überlastungen ausgelöst worden sind.

Und obschon das Thema Burnout omnipräsent zu sein scheint, gibt es derzeit nur ein Land weltweit, dass es geschafft hat, eine für das Gesundheitsweisen geltende Richtlinie zum Thema zu definieren und erlassen. Im Jahr 2011 hat die Niederlande (NL) diese Richtlinie veröffentlicht. Weshalb gerade die NL als Vorreiterin fungiert, konnte ich nicht herausfinden. Dafür ist die Definition derart klar und präzis, dass man sie direkt für die ICD-11 verwenden könnte (die übrigens bis 2018 eingeführt werden soll). Die Niederländische Definition bezeichnet Burnout als eine Unterkategorie von Überlastung bzw. Fehlbelastung. Sie hat drei fixe Kriterien definiert, die kumulierend zutreffen müssen:

I. Es handelt sich um eine Fehlbelastung.
II. Die Beschwerden dauern länger als 6 Monate.
III. Gefühle von Müdigkeit und Erschöpfung stehen deutlich im Vordergrund.

Die Arbeitsbezogenheit wird hier bewusst nicht als Merkmal bezeichnet. (Landelijke Vereniging van Eerstelijnspsychologen (LVE) Nederlands Huisartsen Genootschap (NHG) Nederlandse Vereniging voor Arbeids- en Bedrijfsgeneeskunde (NVAB))

Mit dieser Bezeichnung wird klar gesagt, dass ein Burnout die Folge von Belastungen aller Arten sein kann. Klar ausgeschlossen werden allerdings psychiatrische Erkrankungen (zum Beispiel Depression – siehe Kapitel 2. 2).

Diese niederländische Begriffs-Richtlinie war auch für mich selber die erste, der ich selber zu 100 % zustimmen konnte.

Deshalb erlaube ich mir hier, diese Kriterien aufgrund meines persönlichen Beispiels zu beschreiben.

I. Es handelt sich um eine Fehlbelastung:

Als Projektleiterin bei der UBS Switzerland AG war ich für das Projekt „Vorsorge Schweiz“ verantwortlich. Das Projekt musste intern populär gemacht werden, um es anschliessend mit einer grossen Kampagne nach aussen zu tragen. Während rund 1 ½ Jahren war ich 7 Tage 24 Stunden erreichbar. Mehrmals wöchentlich pendelte ich an einzelnen Tagen von zu Hause nach Basel, musste am Mittag in Bern ein Meeting führen und am Abend in Zürich mit externen Partnern verhandeln. Insgesamt war ich die erste Ansprechpartnerin für über 100 Stakeholder intern und extern. Als Persönlichkeit, die laut Antreibertest aus der Transaktionsanalyse, vor allem schnell sein will und es allen möglichst perfekt und recht machen möchte, wurde diese Position zu einer Herausforderung, die mich immer mehr zu zermürben begann. Meiner persönlichen Achtsamkeit schenkte ich zunehmend weniger Beachtung. Schon nach kurzer Zeit meldete ich mich in den wöchentlichen Yoga-Stunden ab, da ich sie aus zeitlichen Gründen nicht mehr besuchen konnte. Stattdessen begann ich im ersten Jahr noch die Weiterbildung zur Erlangung des SVEB 1 (Schweizerische Grundbildung in der Erwachsenenbildung). Dies absolvierte ich so, dass mein Arbeitgeber die Absenzen am Freitagnachmittag nicht wahrgenommen hat. Da ich auch während den Schulstunden an jedem Meeting per Konferenzschaltung teilgenommen habe. Da dies ja so wunderbar geklappt hat und mich gewisse Thematiken wie Transaktionsanalyse, Gruppendynamik und die Förderung von Mitmenschen mehr zu interessieren begannen, habe ich mich ein paar Monate später entschlossen, die Coaching-Ausbildung mit dem Basismodul zu beginnen. Auch hier wieder ohne zeitliche und finanzielle Unterstützung durch den Arbeitgeber. In der SVEB 1-Ausbildung habe ich leider einen ersten wichtigen Warnhinweis nicht ernst genommen. Beim Antreibertest habe ich ein Resultat gezeigt, dass die Dozentin mit mir besprechen wollte. Zitat: „Dieses Ergebnis kann sehr gefährlich werden“. Schliesslich zeigte ich bei allen Antreibern beinahe die maximale Punktzahl. Die Warnung tat ich ziemlich schnell ab und sagte ihr, dass ich alles im Griff habe. So konnte ich das unangenehme Gespräch schnell unterbinden. Und musste mir nicht da schon eingestehen, dass ich vielleicht etwas kürzertreten müsste.

Fazit: Meine Fehlbelastung war, dass ich mir keine Ruhepausen gegönnt habe. Und mir stattdessen noch zusätzlichen Aufwand aufgebürdet habe. Die Worte "Scheitern“ und „Langsamkeit“ gab es in meinen Sprachgebrauch nicht und konnten mich somit auch nicht aufhalten. Meine nächsten Angehörigen kennen mich nicht anders und können sich gar nicht vorstellen, dass ich nicht mehr kann. Dementsprechend konnte ich von aussen nicht gebremst werden.

II. Die Beschwerden dauern länger als 6 Monate:

Bereits während der SVEB-Ausbildung Anfang 2015 begann ich unter einem „grundlosen“ Tinnitus auf beiden Ohren zu leiden. Gelenkschmerzen traten im Sommer 2015 auf. Auch dieses Symptom konnte weder der Hausarzt noch der Spezialist erklären. Bei Freunden und Familie war ich über mehrere Wochen nicht mehr wirklich anzutreffen. Als Gesprächspartnerin kannte man mich nur noch zynisch und angespannt. Müdigkeit war mein ständiger Begleiter – zugelassen habe ich sie nur sehr selten. Meine durchschnittliche Schlafzeit betrug noch 4 – 6 Stunden. Entspannt aufgewacht bin ich zu dieser Zeit nur noch vereinzelt im Urlaub. Mein Kiefer begann im Herbst 2015 zu schmerzen und zu knacken. Diesem Symptom habe ich bis im Frühling 2016 gar keine Beachtung geschenkt.

Fazit: Meine ersten körperlichen (Stress-)Symptome traten bereits ein Jahr vor dem eigentlichen Burnout auf.

III. Gefühle von Müdigkeit und Erschöpfung stehen deutlich im Vordergrund:

Im November 2015 bekam ich endlich personelle Unterstützung, die sich sofort gut in die Tätigkeit einarbeitet und mich auch zu entlasten begann. Nach einem Coaching-Schultag Mitte Dezember kam ich komplett erschöpft zu Hause an und legte mich umgehend ins Bett. Am Sonntagmorgen bin ich mit starken Glieder- und Kopfschmerzen erwacht. Mit diesen Schmerzen konnte ich mich nicht aufraffen aufzustehen. Ich schlief immer wieder ein und war wie gelähmt. Am Montag habe ich mich dann zum ersten Mal krankgemeldet. Die Schmerzen und die Müdigkeit wurden eher schlechter als besser. Am Dienstag habe ich mich beim Hausarzt angemeldet. Bis zum Termin am Donnerstag habe ich teilweise bis zu 20 Stunden geschlafen. Beim Hausarzt wurden zunächst alle organischen Untersuchungen vorgenommen: Blutwerte, Entzündungswerte, Hormonspiegel. Bis zu den Ergebnissen hat mich der Arzt 100 % krankgeschrieben. Die meiste Zeit verbrachte ich schlafend und trotzdem noch müde im Bett oder auf dem Sofa. Besuche wollte ich keine, Telefonate fielen mir äusserst schwer. Auch ein sonst für mich energiespendender Ausflug in die Alpen, brachte keine Besserung. Die Müdigkeit und Erschöpfung blieben bestehen. Die Schmerzen kamen und gingen.

Fazit: Ich war noch nie zuvor so müde, antriebslos und erschöpft. Die einfachsten Aufgaben im Haushalt waren zu anstrengend, dass ich mich umgehend wieder hinlegen musste.

Aus Gesprächen mit anderen Betroffenen Personen habe ich erfahren, dass sie ähnliche Symptome erlebt hatten. Es ist auch zutage getreten, dass nicht immer alleine berufliche Belastungen für die Symptome verantwortlich waren. Denn Personen, die vom Ausbrennen betroffen sind, haben vorgängig häufig auch für mehrere Tätigkeiten – Beruf (-ung) / Hobbies etc. - gebrannt. Ich finde, es wäre an der Zeit, auch die Schweizer Burnout-Definition zu überdenken und vor allem den Passus „arbeitsbezogen“ zu eliminieren. Mit dieser Aussage werden Betroffene ohne Arbeitstätigkeit nicht erfasst oder gleich als depressiv eingestuft. Aber was ist der Unterschied zu einer Depression und gibt es überhaupt einen?

2.2 Burnout vs. Depression

Auch bei mir wurde das Burnout als Erschöpfungsdepression diagnostiziert. Seit Jahren ist es für Ärzte am einfachsten, ein Burnout als Erschöpfungsdepression zu deklarieren. Diese kann als depressives Syndrom klassiert werden und ist somit Krankenkassenpflichtig. Doch wer fragt mich als Patient? Werde ich mit einer Diagnose „Depression“ nicht eher stigmatisiert?

[...]


[1] www.thalia.ch Suchergebnis Literatur „Burnout“, Oktober 2016.

[2] Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf.

[3] International Classification of Diseases = Internationale Klassifikation der Krankheiten von 1991

[4] „Swiss Experts Network on Burnout“ (2010). Schweizer Expertennetzwerk für Burnout. Gefunden am 06.11.16 unter http://www.burnoutexperts.ch

Details

Seiten
39
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668382190
ISBN (Buch)
9783668382206
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v351563
Institution / Hochschule
Handelsschule KV Aarau – Praxis-Brücke AG und HKV Aarau
Note
Sehr gut
Schlagworte
Coaching Krise Lösungsorientierung Prozessberatung Burnout-Definition Burnout-Syndrom ICD-10 ICD-11

Autor

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