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Der Einfluss des Mediums auf die Humorforschung. Ein Vergleich unter Berücksichtigung verschiedener Witzarten und Persönlichkeitsstrukturen

Bachelorarbeit 2015 28 Seiten

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
Relevanz der Humorforschung
Persönlichkeit, Humor, Medien

2. Theoretischer Hintergrund: Humortheorien
Persönlichkeit und Bewertung von Humor
Medien und Bewertung von Humor

3. Begründung der Forschungslücke

4. Methode
Stichprobe
Material
Forschungsdesign und Studiendurchführung

5. Ergebnisse

6. Diskussion

Literaturverzeichnis

Abstract

Diese Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten der Humorforschung. Die Zusammen- wirkung von Humor, Persönlichkeit und verschiedenen Präsentationsmedien sollte untersucht werden. Hierbei standen vor allem die Effekte der Wahl der Medien im Vordergrund. In einer Onlinebefragung mit 573 vornehmlich deutschen und österreichischen Versuchspersonen wurde die Auswirkung der Witzarten Incongruity-Resolution, Nonsens und Sex in den Medienformen Video, Audio, Text sowie die Beurteilung der Witzigkeit und Aversion der Witze erfasst. Hierzu musste jeder Proband jeweils drei Witze hinsichtlich Aversion und Witzigkeit beurteilen. So bekam jede Versuchsperson einmal jede Witzart und einmal jede Medienart zur Beurteilung vorgelegt.

Es zeigte sich, dass die Witzarten Nonsens und Sex deutlich weniger witzig und dafür aversiver eingestuft wurden als die Witzart Incongruity-Resolution.

Auch bei den Medien zeigte sich ein Effekt. Das Medium Text wurde als wesentlich witziger eingestuft als die Medien Video und Audio.

Zusätzlich konnte bei der Aversionsbeurteilung sowohl der Medienarten als auch der Witzarten bei den Persönlichkeitsdimensionen Extraversion und Verträglichkeit ein Effekt gefunden werden. Die- ser äußerte sich dahingehend, dass die extravertierten bzw. verträglichen Versuchspersonen die Witze als weniger aversiv einstuften als die introvertierten bzw. nicht verträglichen Versuchsperso- nen.

Es konnten also Wechselwirkungen sowohl zwischen den einzelnen Medien und den Persönlichkeitsdimensionen als auch zwischen den jeweiligen Witzarten und der Persönlichkeit nachgewiesen werden.

Schlagworte: Humor, Medien, Persönlichkeit, 3 WD-K

Hinweis: Sofern nicht anders angemerkt, beziehen sich die Ausführungen in dieser Arbeit immer auf Personen weiblichen und männlichen Geschlechts. Um die Lesbarkeit nicht zu beeinträchtigen, wird auf den Gebrauch gendergerechter Formulierungen verzichtet.

1. Einleitung

In fast jedem Abschnitt der Menschheitsgeschichte hat sich zumindest ein großer Denker mit dem Themengebiet des Humors befasst. Von Plato, bis Freud wurden Theorien aufgestellt und Erklärungsmodelle gefunden. Gerade im Zeitalter digitaler Medien gewinnt der Humor zunehmend an Bedeutung im Alltag.

Relevanz der Humorforschung

Vornehmlich in der Werbung wird versucht, durch den Einsatz von Humor der alltäglichen Reizüberflutung etwas entgegenzusetzen und damit aus der Masse der Anbieter herauszuste- chen. So will man sich die Aufmerksamkeit des Konsumenten sichern und im Gedächtnis bleiben. Humor bietet - ähnlich wie Design - dem Rezipienten zunächst eine Möglichkeit, die unbewältigbare Masse an Informationen zu überblicken und zu filtern. Zudem funktioniert er als emotionaler Türöffner. Im Bereich der Werbung wird tatsächlich selten ein wirklich neues Produkt verkauft, sondern viel häufiger ein mit dem Produkt verbundenes Gefühl im potenti- ellen Konsumenten geweckt, welches ihn dazu verleiten soll, ein Produkt zu erwerben, das er ja eigentlich gar nicht braucht. Über den Einsatz von Humor wird der potentielle Kunde für dieses zu verkaufende Gefühl zugänglich gemacht, denn Humor stellt einen Wohlfühlfaktor dar und wirkt so als emotionaler Türöffner. Dies ist jedoch nicht nur im Bereich des Marke- tings von Bedeutung, sondern kann auch in anderen - eher pädagogischen - Gebieten wie beispielsweise der Erwachsenenbildung von Bedeutung sein. Hier ist vor allem der Zugang zu anderen Menschen durch Anwendung von Humor von Bedeutung. Es zeigt sich also eine praktische Anwendung der Funktion des emotionalen Türöffners. Zusätzlich stimuliert Hu- mor Affekte, was unserem Gehirn ermöglicht, einen humorvoll präsentierten Sachverhalt bes- ser zu erinnern. Im Bereich der Hirnforschung wurde herausgefunden, dass emotional Ver- knüpftes besser erinnert wird (Hüther, 2014). Humor hilft also nicht nur dabei, einen Zugang zu den Menschen zu finden, sondern sorgt auch dafür, dass sie das Gesagte besser erinnern können.

Persönlichkeit, Humor, Medien

Da in dieser Arbeit jedoch nicht das Erinnern von Bedeutung ist, sondern das Zusammenspiel von Medien, Persönlichkeitsdimensionen und Humor untersucht werden soll, werden zunächst die einzelnen Begriffe definiert.

Ein Medium wird in dieser Studie ganz allgemein verstanden, wie im Duden definiert, als „(Hilfs)mittel, das der Vermittlung von Information und Bildung dient“ (Medium, n.d.). Hier- bei werden als Beispiele unter anderem das Buch (bzw. ein Text), das Tonband, oder die Videoaufnahme aufgeführt.

Im persönlichkeitspsychologischen Sinn wird Persönlichkeit als die „nicht pathologische In- dividualität eines Menschen in körperlicher Erscheinung, Verhalten und Erleben im Ver- gleich zu einer Referenzpopulation von Menschen gleichen Alters und gleicher Kultur“ ver- standen (Asendorpf, 2011, S. 8). Die seit Eysenck (1943) bekannten Big Five der Persönlich- keit werden bei Asendorpf (2011, S. 54) wie folgt definiert: „Offenheit gegenüber neuen Er- fahrungen meint intellektuelle Neugier, ein Gefühl für Kunst und Kreativität und korreliert positiv mit Intelligenz und vor allem Bildung“. Gewissenhaftigkeit schließt Ordentlichkeit, Beharrlichkeit und Zuverlässigkeit ein. Extraversion bezieht sich wie schon bei Eysenck (1943) auf Geselligkeit, Ungehemmtheit und Aktivität. Verträglichkeit umschreibt Freund- lichkeit, Hilfsbereitschaft und Wärme im Umgang mit anderen. Neurotizismus schließt Ner- vosität, Ängstlichkeit und Gefühlsschwankungen ein (Asendorpf, 2011).

Allgemein wird unter Humor sowohl die Fähigkeit oder Bereitschaft auf Bestimmtes heiter und gelassen zu reagieren, aber auch gute Laune, eine fröhliche Stimmung oder Wesensart verstanden. Die Art von Humor, die in dieser Arbeit untersucht werden soll, bezieht sich ausschließlich auf sprachlich vermittelten Humor. Bildhafte Darstellungen humoristischer Situationen werden in dieser Arbeit nicht berücksichtigt.

Bereits Sigmund Freud leistete in seinem Buch „Der Witz und seine Beziehung zum Unbe- wussten“ (1905) einen wichtigen Beitrag zum Humorverständnis und zur Funktion von Hu- mor und erarbeitete somit ein Fundament für die heutige Humorforschung. Seinem Verständ- nis nach sind Humor und Lachen eng an innerpsychische Prozesse gebunden. Der Mensch setzt sich im Lachen über jene Hemmschwellen hinweg, die durch verdrängte Sexual- und Aggressionsimpulse aufgebaut wurden. Der Humor erspart dem Gewissen dabei die Empfin- dung von Mitleid (Freud, 1905).

Laut Eysenck (1943) ist der „Sinn für Humor“ ein wichtiger und wertvoller PersönlichkeitsTrait. Wie bereits Ruch (2004) feststellte, beeinflusst Humor die gute Stimmung einer Person und schützt vor Konsequenzen von Lebensstress und täglichen Schwierigkeiten.

2. Theoretischer Hintergrund: Humortheorien

Die in der Literatur gängigen Humortheorien können grob in die in Abbildung 1 dargestellten vier Kategorien unterteilt werden. Diesen lassen sich viele verschiedene Theorien zuordnen, im Folgenden werden die dargestellten Theorien auszugsweise erläutert. Dabei wird die in der Literatur weniger gängige Kategorie der Sozialen Theorien als Zusammenfassung ver- schiedener Theorien verstanden, die sich mit dem sozialen Aspekt von Humor in irgendeiner Weise auseinander setzen. Die anderen drei Kategorien der Erleichterungs- und Entspan nungstheorien, der Inkongruenztheorien und der Überlegenheits- und Aggressionstheorien finden sich in fast allen Untersuchungen der Humorforschung in ähnlicher Form wieder.

Abbildung 1: grafische Darstellung der Humortheorien

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In den gängigen Humor-Theorien werden hauptsächlich verschiedene Aspekte des Humors wie die Verständlichkeit, Wertschätzung, der Ausdruck und die Schaffung von Humor aufge- griffen. Da eine umfassende Einführung in sämtliche Humor-Theorien den Umfang dieser Arbeit übersteigen würde und bisher auch keine Theorie existiert, die alle Aspekte des Hu- mors vereint, werden aus Platzgründen in dieser Arbeit nur vier dieser Theorien näher erläu- tert: Erleichterungs- und Entspannungstheorien (Relief-Theory), unter anderem zu finden bei Freud (1905) sowie Buijzen und Valkenburg (2004), Überlegenheits- und Aggressionstheori- en (Superiority-Theory), beschrieben bei Mulder und Nijholt (2002), die ebenfalls von Mul- der und Nijholt (2002) beschriebenen Inkongruenztheorien (Incongruity-Resolution-Theory) und Soziale Theorien, unter anderem von Veatch (1998) beschrieben.

Die Erleichterungs- und Entspannungstheorien erklären das Vorkommen von Humor in der Art, dass Lachen als homöostatischer Mechanismus, also eine Wiederherstellung des biologischen Gleichgewichtes fungiert. Dadurch kann dann psychologische Spannung abgebaut werden (Buijzen und Valkenburg, 2004). Laut Freud (1905) manifestiert sich die Unterdrückung von Sexualität und Aggression in Witzen. Diese Theorien sehen Humor also als Mittel zur Behebung eines psychischen Ungleichgewichtes.

Die Überlegenheits- und Aggressionstheorien erklären Humor auf andere Weise. Demzufolge lachen wir über jemanden, weil wir uns überlegen fühlen, empfinden also Schadenfreude (Mulder und Nijholt, 2002). Diese Theorien gehen davon aus, dass Humor nur eine andere Ausdrucksform von Überlegenheits- oder Aggressionsgefühlen ist, welche in Form des Hu- mors in sozial erwünschter oder geduldeter Weise zum Ausdruck kommen können.

Inkongruenztheorien hingegen erklären das Zustandekommen von Humor so, dass wir lachen, wenn Dinge zunächst scheinbar nicht zusammen passen und uns das irritiert, das verursachte Missverhältnis dann aber aufgelöst wird (Mulder und Nijholt, 2002). Ähnlich der Erleichterungs- und Entspannungstheorien geht es hierbei also um den Abbau einer Spannung. Dieser erfolgt jedoch nicht im Sinne einer Abreaktion von Impulsen sondern vielmehr in der Auflösung einer scheinbaren Missverständnisses.

Soziale Theorien hingegen beschäftigen sich mit dem sozial verbindenden Aspekt von Hu- mor. Lachen wird hier als „Soziales Phänomen“ betrachtet. Die von Veatch (1998, S.213) postulierte Humortheorie erklärt, welche Rolle Humor für die Interaktion innerhalb einer Gruppe spielt: „the present theory shows both how humor communicates and also, when peo- ple do not share another´s perceptions of humor but want to understand each other, it shows how they can figure out what is in the other´s mind“. Zudem bietet Humor eine Möglichkeit, Beziehungen zu anderen aufzubauen und zu erhalten (Neuendorf, Skalski, Jeffres und Atkin, 2014).

Um den Stand der Forschung zu beschreiben, scheint eine Zusammenfassung von Eysenck (1943) geeignet. Er stellte fest, dass Humor mit Erkenntnis gleichgesetzt, zu einem grundle- genden philosophischen Lebensgefühl gemacht, verschiedenen Nationen und Rassen in vari- ierenden Ausmaßen zugeschrieben und auch als Hilfsmittel zur Klassifikation und Diagnose psychischer Krankheit genutzt wurde. Zudem wurde Humor sowohl mit Persönlichkeit und Temperament korreliert, als auch mit schulischer Begabung, emotionaler Reife, Höhe und Gewicht (Eysenck 1943).

Persönlichkeit und Bewertung von Humor

Im Bereich der Forschung zu Humor und Persönlichkeit haben vor allem Hehl und Ruch (1985) verschiedene Zusammenhänge gefunden.

Es konnte zunächst festgestellt werden, dass das Persönlichkeitsmerkmal Neurotizismus in der Humorforschung nicht relevant ist. Weiters konnte ein Zusammenhang von Extraversion und sexuellem, aggressivem und überheblichem Humor gefunden werden. Es zeigte sich, dass extravertierte Personen überheblichen Humor bevorzugen. Zudem wurden positive Kor- relationen von Extraversion und der Wertschätzung von Sex-Witzen gefunden (Hehl und Ruch, 1985). Bezüglich der Aversion gegenüber allen Witzarten (INC-RES, NON, SEX) konnten negative Korrelationen mit Extraversion gefunden werden. Zum Persönlichkeits- merkmal Offenheit für Erfahrungen kamen in der Forschung kontroverse Ergebnisse zustan- de. Es wurde auch eine Korrelation von Angst und feindlichem Humor, aber keine Korrelati- on von Angst mit Sex-Witzen gefunden. Es konnte kein Zusammenhang von Depressivität und wenig Sinn für Humor gefunden werden. Auch wurde ein Geschlechterunterschied im Bezug auf Sex-Witze gefunden: Männer empfinden diese als witziger als Frauen (Hehl und Ruch, 1985).

Die Auswahl der verwendeten Witze stützt sich auf Erkenntnisse von Hehl und Ruch (1985), welche auf Basis der Witzarten Incongruity-Resolution (INC-RES), Nonsens (NON) und Sex (SEX) den 3WD Humor Test entwickelt haben. Die hierzu untersuchten Witzarten und der darauf basierende Test dienen auch dieser Studie als Grundlage und werden deshalb im Fol- genden näher erläutert.

Durch faktorenanalytische Studien konnte herausgefunden werden, dass die Struktur der Wit- ze mindestens genauso wichtig ist, wie ihr jeweiliger Inhalt. Dabei tauchten zwei Witz-Vari- anten des Öfteren auf: Incongruity-Resolution- und Nonsens-Witze (Hehl und Ruch, 1985). Die Kategorie der Incongruity-Resolution-Witze ist dadurch charakterisiert, dass sogenannte Punch-Lines zunächst eine überraschende Inkongruität erzeugen, welche jedoch - durch In- formationen, die anderweitig im Witz vorhanden sind - vollständig aufgelöst werden kann (Hehl und Ruch, 1985). Nonsens Humor hat ebenfalls eine überraschende oder Inkongruität erzeugende Punch-Line. Hierbei wird die Inkongruität jedoch nur teilweise (so dass der we- sentliche Teil unaufgelöst bleibt) oder gar nicht aufgelöst oder durch die Auflösung entstehen neue Absurditäten oder Inkongruitäten (Hehl und Ruch, 1985). Die Struktur sowohl der Non- sens als auch der Incongruity-Resolution-Witze kann Basis für entweder unverfängliche oder aber tendentiöse Inhalte sein, beispielsweise Sex-Witze (Hehl und Ruch, 1985).

Medien und Bewertung von Humor

In der Forschung zu Humor und Medien wurden von Buijzen und Valkenburg (2004) Humor- Techniken in audiovisuellen Medien identifiziert. Hierbei ging es allerdings um die Erschaf- fung von Humor und wie dieser in den audiovisuellen Medien identifiziert wird und weniger um die Bewertung von Humor. Humor wurde auch als Filter der Meinungsbildung identifi- ziert (Neuendorf, Skalski, Jeffres und Atkin, 2014). Diese Ergebnisse bezogen sich allerdings auf öffentliche Meinungen zu Randgruppen und beschäftigten sich nur nebensächlich mit Hu- mor.

Auch in der qualitativen Forschung finden sich Beiträge zu Humor. Eigl (2009) führte beispielsweise eine qualitative Befragung österreichischer KarikaturistInnen, KolumnistInnen und FernsehkabarettistInnen durch. Die Ergebnisse dieser Studien zielten jedoch eher auf genderspezifischen Humor und dessen Wahrnehmung ab.

Im Bereich der Humorforschung wurde das Augenmerk vor allem auf den Zusammenhang von Humor und Persönlichkeit gelegt. Hierbei wurde jede relevante Dimension der bekanntesten Tests im Hinblick auf Korrelationen mit verschiedenen Bereichen des Humors unter- sucht.

Im Feld Humor und Medien wurde nur bruchstückhaft und vor allem im Zusammenhang mit Fragen nach der Wirkung der Medien auf die Gesellschaft allgemein geforscht.

3. Begrundung der Forschungslucke

Ob und inwiefern die Art des Mediums, in dem ein Witz präsentiert wurde, einen Einfluss auf dessen Beurteilung hat, wurde noch nicht untersucht. Der Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsfaktoren und der Wirkung verschiedener Medien auf die Beurteilung eines Witzes ist bisher ebenfalls unerforscht geblieben.

In dieser Arbeit sollen daher verschiedene Fragestellungen untersucht werden:

Hat die Wahl des Mediums Einfluss darauf, wie amüsant ein Witz empfunden wird?

Hat die Persönlichkeitsstruktur einen Einfluss darauf, wie amüsant ein Witz empfunden wird?

Hat die Art des Witzes einen Einfluss darauf, wie amüsant ein Witz empfunden wird?

Gibt es Korrelationen zwischen den Einflussfaktoren Medium, Persönlichkeitsstruktur und Art des Witzes?

Aufgrund der von Hehl und Ruch (1985) gefundenen positiven Korrelationen zwischen der Wertschätzung eines Witzes und der Extraversion wurde folgende Hypothese entwickelt.

H1: Extravertierte Personen reagieren uber alle Medien hinweg stärker auf den präsentier ten Witz als introvertierte.

Heutzutage ist fast jeder Mensch täglich Humor in allen drei präsentierten Medienarten aus- gesetzt (Neuendorf, Skalski, Jeffres und Atkin, 2014). Dadurch kam die Hypothese zustande, dass das Medium, durch welches der Witz vermittelt wird, auf die Einschätzung desselben keinen Einfluss hat.

H2: Es gibt keinen Unterschied in der Einstufung der Witzigkeit zwischen dem schriftlich und dem auditorisch vermittelten Witz.

Unter Berücksichtigung der von Hehl und Ruch (1985) gefundenen negativen Korrelationen zwischen Nonsens-Witzen und Extraversion sowie Sex-Witzen und Extraversion wurden folgende Hypothesen aufgestellt:

H3: Nonsens-Witze rufen stärkere aversive Reaktionen hervor als Incongruity-Resolu- tion-Witze.

H4: Sex-Witze rufen stärkere aversive Reaktionen hervor als Incongruity-Resolution-Witze.

[...]

Details

Seiten
28
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668393646
ISBN (Buch)
9783668393653
Dateigröße
794 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v351524
Institution / Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck – Institut für Psychologie
Note
2,0
Schlagworte
Humor Medien Persönlichkeit 3 WD-K Persönlichkeitspsychologie Witz

Autor

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Titel: Der Einfluss des Mediums auf die Humorforschung. Ein Vergleich unter Berücksichtigung verschiedener Witzarten und Persönlichkeitsstrukturen