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Die Nebengebäude von Schloss Weissenstein in Pommersfelden

Essay 2016 6 Seiten

Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege

Leseprobe

Das Schloss Weissenstein in Pommersfelden ist der größte Schlossbau im reichen Ebrachgrund und weit über die Grenzen Frankens hinaus bekannt. Viele Publikationen beschäftigten sich bereits mit dem Schlossbau selbst, doch bisher fanden die Nebengebäude in der Literatur kaum Beachtung. Dabei wurde der Schlossbau nie isoliert geplant, sondern bereits im ersten erhaltenen Grundriss von 1713 sind Marstall, Gartenanlage und die beiden östlichen Nebengebäude eingezeichnet.

Zu diesem Zeitpunkt waren allerdings nur die Platzierungen dieser Bauten und ihre äußere Erscheinung, nicht aber deren endgültige Funktionen bestimmt. Diese wurden lebhaft in den Briefen zwischen dem Kurfürst Lothar Franz von Schönborn, dem Erbauer des Schlosses und seinem Neffen Friedrich Karl, der als Reichsvizekanzler in Wien residierte, diskutiert und kristallisierten sich erst mit der Zeit heraus.

Äußerlich unterscheiden sich die vier (heute existierenden) das Schloss östlich und westlich flankierenden Nebengebäude kaum voneinander (Abbildung 1, Abbildung 4, Abbildung 6, Abbildung 7). Ihre Binnengliederung ist jedoch grundverschieden und an die jeweilige Funktion angepasst. Hierbei wurde allerdings nicht abgewartet bis die jeweilige Bauaufgabe entschieden war, sondern es wurden leere Gehäuse aufgerichtet, die nach und nach, nach unterschiedlichen Grundrissplänen innen ausgebaut wurden.

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Abbildung 1: Südöstliches Nebengebäude, sog. Orangerie

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Abbildung 2: Salomon Kleiner, Grundriss der Gesamtanlage (Ausschnitt)

Erklärung deren Buchstaben

A. Die Vorhöff. B. Der große Hof. C. Die Küchen Höff. D. Das Schloß. E. Die Pferd Stallungen. F. Der Viehe Hoff sambt der Menagerie. G. Die Winterungen. H. Die Reservoirs

Natürlich gehörten Orangerien bzw. Winterungen für die exotischen Pflanzen zum Pflichtprogramm eines jeden herrschaftlichen Gebäudekomplexes auf dem Land. Demzufolge werden auch alle vier Gebäude auf einem zeitgenössischen Stich von Salomon Kleiner[1] einheitlich als „Winterungen“ (G in Abb. 2) bezeichnet, obwohl im Jahr 1724, in dem Kleiner seine Zeichnungen anfertigte, die beiden westlichen Nebengebäude noch gar nicht begonnen waren und bereits andere Nutzungsmöglichkeiten für die Östlichen diskutiert wurden.

Lothar Franz selbst ist lange Zeit unschlüssig, wie er seine Nebengebäude nutzen möchte. Allerdings beschäftigt ihn auch die Frage, wo seine, bereits zahlreich bestellten oder vorhandenen Pflanzen (v.a. Orangenbäumchen) überwintern können. Dies war nicht nur eine organisatorische, sondern vor allem auch eine finanzielle Frage, da die benötigten, heizbaren Räume zwar einfach zu errichten jedoch aufwändig und teuer mit Öfen und Kaminen auszustatten waren. Gerade im Jahr 1717, nachdem der Schloss-, Garten- und Marstallbau bereits sehr viel Geld verschlungen hatte, sucht Lothar Franz nach einfachen Lösungen. Im November weilt er selbst in Pommersfelden und berichtet an Friedrich Karl, dass er sich eine Möglichkeit überlegt hat um mindestens 2000 Taler zu sparen.[2]

Diese Möglichkeit besteht vor allem darin, bereits bestehenden Raum zu nutzen oder umzunutzen, so dass er seine Pomeranzenbäume zunächst in den (Keller) Gewölben (g, in Abb. 2) des Schlosses Überwintert. Allerdings erweisen sich die „zwei gewölber auff beiden seithen der sala terrena“ als ungeeignet, da sie „(…) zu thumpfig (= feucht) undt daß sie keine durchstreichende lufth haben, als auch zu klein“[3] sind. Deshalb erwägt Lothar Franz (nach dem Vorschlag Friedrich Karls) die jeweils nördlichen Nebengebäude als Winterungen einzurichten: „Die zwei orangerien aber kommen auff beiden seithen undt zwahr von dem Haubthbau detachiret[4] “.

Friedrich Karl findet diese Idee sehr gut und erklärt auch, warum man schlussendlich die südlichen und nicht die nördlichen Nebengebäude – wie Lothar Franz vorgeschlagen hatte - als Orangerien einrichtet[5]: „Die höff umb das edle gebäu betreffend wäre schaad, wan sie den schönen platz gantz nehmen (…) bei nebenst die ohngelegenheiten lassen solle, von fuhren, huner gäntz und anderem lermen dem appartement noble und deren gästen so gar nahe zu sein (…)“.

Sicherlich schwingen in dieser Aussage auch die ganz persönlichen Bedenken Friedrich Karls mit, dass direkt vor „seinen“ Pommersfeldenern Gemächern allerhand Betriebsamkeit und Unruhe herrschen könnten (vgl. Abbildung 3). Somit verbindet sein Vorschlag, die Nutzung des (bzw.) der unteren Gebäude als Orangerie, vor allem die zwei Vorteile, nämlich: nahe beim Haus zu liegen um der Herrschaft, vor allem im Winter, einen einfachen Zugang zu ermöglichen[6], gleichzeitig aber auch nahe am Ökonomiebereich zu sein um ohne viel Aufwand und vor allem auch relativ unauffällig versorgt zu werden. Noch dazu bieten sie in dieser Position einen Lärm- und Sichtschutz vor dem Zufahrtsweg zu den unteren Wirtschaftsgebäuden.

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Abbildung 3: Rückseite der südöstlich Orangerie mit dahinterliegendem Zufahrtsweg zum Ökonomietrakt, Salomon Kleiner, Nr. 1 (Ausschnitt)

Baraquenbaue vor jäger undt thorwärthels bzw. Fasanerie

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Abbildung 4: Nordöstliches Nebengebäude, Sog. Fasanerie

Auch die Nutzung des zweiten östlichen Nebengebäudes bahnt sich langsam an. Erwähnt doch Lothar Franz am 30. Januar 1719:[7] „(…) zumahlen ich jetzt noch ahn einem kleinen baraquenbaue vor 9 solldaten wie nicht weniger vor jäger undt thorwärthels quartier zu mehrer sicherheith sowohl dar bei dem thor als des gantzen haus studiere (…).“ Da Lothar Franz die „baraquen dar bei dem thor wünscht hat er eventuell schon zu diesem Zeitpunkt, auch wenn die Gebäude erst auf den Plänen existieren, eines der östlichen Nebengebäude für diese Funktion ins Auge gefasst. Auf jeden Fall scheint eine spätere, demensprechende Nutzung stattgefunden haben, denn auch wenn Salomon Kleiner das Gebäude auf seinem Generalgrundriss mit Winterung bezeichnet, so zeigt doch sein „General Prospect von seithen der Menagerie“ eindeutig drei Reihen exerzierender Soldaten vor dem Gebäude was nahe legt, dass dieses Gebäude auch als Kaserne bzw. Torwärterhaus funktionierte (Abbildung 5).

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Abbildung 5: Nordöstliches Nebengebäude mit exerzierenden Soldaten auf dem Vorplatz, Salomon Kleiner Nr. 3, Ausschnitt

Auch die Nutzung als „Wohnung für den Jäger“, die Lothar Franz erwähnt, hat zumindest zeitweise in diesem Gebäude stattgefunden, da bis ins späte 20. Jahrhundert hier der Sitz der Graf von Schönborn’schen Teich- und Forstverwaltung untergebracht war[8].

Auf der anderen Seite wird dieses nordöstliche Nebengebäude bis heute als Fasanerie bezeichnet. Hierbei kann der Begriff Fasanerie sowohl für einen Fasanengarten mit oder ohne Vogelgehegen, als auch für ein Gebäude, welches der Hege und der Aufzucht von Greifvögeln dient, oder auch für ein Lustgebäude innerhalb eines Fasanengartens, verwendet werden.[9] Noch dazu, war Lothar Franz, ganz dem typischen Adeligen seiner Zeit entsprechend, ein passionierter Jäger, der gerade in seinen späteren Jahren seine Termine gerne dem Jagdzyklus anpasste. So entschließt er sich beispielsweise am 7. September 1718[10] „mich bis zu ahnfang der brunfft allhier aufzuhallten“ oder aber er bittet Friedrich Karl, der einen Termin mit dem Maler Stampart ausmachen soll „die Anreise des Malers noch etwas zu verschieben, da er noch einige Wochen mit der „hirschfaist“ beschäftigt sei. Freilich dienten demzufolge auch die Wälder und Ländereien um Pommersfelden herum als kurfürstlicher Jagdbezirk.

Wie wichtig in diesem Zusammenhang auch das Anlegen von Fasanengärten zur Bejagung und zur Zierde waren, belegt deutlich die Ausweitung des Pommersfeldener Gartens nach 1729 unter Friedrich Karl und Balthasar Neumann als große Fasanengärten östlich und westlich des bestehenden Schlossparks angelegt wurden.[11] Es existierte demzufolge spätestens nach dem Tod des Lothar Franz ein Fasaneriebetrieb in Pommersfelden, für welchen das nordöstliche Nebengebäude auch die besten Voraussetzungen bieten würde. Der Bereich liegt, wie für Fasanerien gefordert[12], im Osten, so dass Morgen- bzw. Mittagssonne gewährleistet sind. Für den Schutz und die Bewahrung der beliebten Tiere war immer ein umzäunter Bereich mit den erforderlichen Ausläufen und Gebäuden vonnöten. Die Umzäunung bzw. Abgeschlossenheit des gesamten Bereiches hinter der „Fasanerie“ wird besonders auf Kleiners Generalplan deutlich, welcher zwischen den Reservoirs zum Garten hin und den Nebengebäuden eine Trennmauer mit nur schmalen Durchgängen zeigt. Auch Ritters Riss (Abbildung 3) zeigt, ein großes Gittertor, welches den „Fasaneriebereich“ zum Schloss hin in südlicher Richtung abschließt. Auch für „frisches, möglichst fließendes Wasser“ war in diesem Bereich gesorgt, da sich einer der vier Brunnen des Schlossgeländes bis heute hier befindet.

Außerdem braucht es eine Wohnung für den Fasanenwärter oder – meister, eine Futterkammer sowie ein heizbares Fasanenhaus bzw. Brut- oder Legehaus. Alle diese Voraussetzungen würde das Nordöstliche Nebengebäude erfüllen. Organisatorisch ist der Fasanenmeister dem Hofjägermeister unterstellt, der ja nachweislich bis in die jüngere Vergangenheit das betreffende Gebäude bewohnte. Somit erfüllt dieses nordöstliche Nebengebäude alle Voraussetzungen für eine Fasanerie, so dass der heute noch gebräuchliche Begriff durchaus auf realistischen Grundlagen fußt.

Wirtshaus und Brauerei

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Abbildung 6: Nordwestliches Nebengebäude, Gaststätte

Im Westflügel des Schlosses befindet sich die damalige Schlossküche. Dementsprechend schließen sich an diesen Flügel die „Küchen Höff“ an (C in Abbildung 2). Gerade bei diesem Gebäude wird ganz deutlich, dass das komplette Gehäuse bereits stand bevor die Innenraumgliederung bzw. -einrichtung vorgenommen wurde, da der Amtmann Schubert berichtet, dass er das Gebäude „nach Riss einrichten will“. In diesem fehlen jedoch die Abtritte, so dass alles recht „unsauber“ ist.

Dieses nordwestliche Nebengebäude ist das einzige der Vier, welches relativ kontinuierlich seit seiner Errichtung 1726 als Schankstube bzw. Gaststätte genutzt wurde. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bewirtschaftete die Familie Dorn, welche heute noch in Pommersfelden ansässig ist, diese Räumlichkeiten durchgehend, bis ins Jahr 2010.

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Abbildung 7: Südwestliches Nebengebäude, Brauerei und Hotelrezeption

Als Balthasar Neumann (ab 1729) rechts und links des Schlossgartens Fasanengärten anlegen ließ (s.o.), wurden im Zuge dieser Bauarbeiten das Pommersfelder Brauhaus[13] mit Schankstätte und 11 Wohnhäuser am Alten Limbacher Weg abgebrochen. Die Wohnhäuser fanden in der Allee (heute Pfarrer-Schonath-Str. 1-7) neue Aufstellung und die Brauerei wurde auf das Schlossgelände verlegt. Ferner geht aus einem Pachtvertrag des Jahres 1729[14] hervor, dass „das herrschaftliche Brauhaus, bebaut mit einem Haus, Faß-Halle und Bron-Häußl“ für einen jährlichen Pachtpreis von 2000 Gulden auf sechs[15] Jahre verpachtet wurde. Somit ist ganz offensichtlich, dass das südwestliche Nebengebäude von Anfang an als Brauerei, passend zur gegenüberliegenden Schankstube, genutzt wurde.

Auch dieses Bauwerk (mit Teilen des Marstalls und Ökonomie) wurde im 20. Jahrhundert von der Familie Dorn bewirtschaftet. Bis in die 1980er Jahre existierte am ursprünglichen Ort die Brauerei – später mit angeschlossener Limonadenfabrik – bevor der ganze Komplex zur Hotelanlage ausgebaut wurde. Im ehemaligen Brauereigebäude befinden sich heute, neben dem alten Braukessel[16] auch die ehemaligen Räume der Hotelrezeption (für die Hotelzimmer in den früheren Stallgebäuden) und ein Frühstücksraum.

Resumée

Die Funktionen dieser vier Nebengebäude lassen wichtige Rückschlüsse im Bezuge auf die formalen, bzw. förmlichen Gesichtspunkte des Schlosse zu.

Die repräsentative Seite mit Orangerie und Fasanerie, wo sich auch der höfische, offizielle Zufahrtsweg zum Schloss befand, ist die Ostseite. Hier sollten sowohl die Optik – Lothar Franz gibt nämlich an, dass die Außenwände dieser Gebäude „schön in fresco deren facciada gemahlet oder aber mit einer steinernen architektur gezihret,[17] - als auch die Funktionen der Gebäude den Eintretenden beeindrucken. Orangerie und Fasanerie, bzw. das Halten und Kultivieren von exotischen Pflanzen und Tieren, waren die herausragenden Luxusattribute der frühen Neuzeit mit denen der Schlossbesucher sofort nach Betreten der Schlossanlage konfrontiert wurde, so dass bereits mit dem ersten Schritt auf das Gelände deutlich gemacht wurde, dass man den Bereich eines herausragenden, prosperen Hochadeligen betreten hatte.

Die Westseite hingegen spielt im Hinblick auf höfische Funktionen eine weit untergeordnetere Rolle. Sicherlich werden hochrangige, zeitgenössische Gäste diesen Bereich, außerhalb des westlichen Hoftores, kaum betreten haben, da dieser Bereich eher für die Bediensteten und einfacheren Gäste konzipiert war. Im westlichen Vorhof mit dem (öffentlichen) Wirtshaus und der Brauerei, sowie der Schlossküche im Westflügel, war außerdem mit sehr viel Geschäftigkeit, Lärm und Gerüchen zu rechnen.

Noch dazu wurde das Schloss von dieser, der Westseite her mit Materialien und Gütern versorgt und es existierte keine fest angelegte Zufahrt wie auf der Ostseite (vgl. Abbildung 8 und Abbildung 8).

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Abbildung 8: Wirtshaus westlich des Schlosses, Salomon Kleiner, Nr. 1 (Ausschnitt)

Angela Nusser

[...]


[1] Kleiner Salomon, Schönbornschlösser - Drei Vedutenfolden aus den Jahren 1726-31 (gezeichnet 1724), Dortmund 1996

[2] Lothar Franz korrespondiert sehr häufig (teilweise mehrmals wöchentlich) mit Friedrich Karl, seinem Neffen, welcher in Wien residiert. Diese Korrespondenz findet sich in einem Quellenwerk veröffentlicht (Quellen zur Geschichte des Barock in Franken unter dem Einfluß des Hauses Schönborn, 1. Teil: Die Zeit des Erzbischofs Lothar Franz und des Bischofs Johann Philipp Franz von Schönborn. 1693-1729, I. Halbband, Augsburg 1931). Alle folgenden Zitate sind diesem Werk entnommen, wobei die mir Q bezeichneten Nummern die jeweilige Quellennummer angeben.

Friedrich Karl warf immer ein kritisches Auge auf die Ausgaben seines Onkels, so dass es nur verständlich ist, dass Lothar Franz sich selbst vor ihm ein wenig lobt (Q 535: „Ich habe (…) seith meiner jetzigen ahnwesenheit wohl gewirtschaftet“) und seine Sparmaßnamen anpreist (ebenda: „mich sowohl wegen der pommeranzenbäumen einsatz als auch des glashaus undt gärthners wohnung vollig determiniert habe, daß es mich zum wenigsten 2000 thaler wohlfeiler, als das vorgehabte concept kommen [wird]“

[3] Q 536

[4] = losgelöst; Q 562

[5] Q 605

[6] ebenda: „Deme kommet hinzu, daß es nahe beim haus, so forth die herrschaft in ohnangenehmer winterszeit ohne dar zu viel exponiert zu sein, auch dessen geniesen könne.“

[7] Q 607

[8] Die ältere Generation der Pommersfeldener Dorfbewohnen bezeichnet dieses Nordöstliche Nebengebäude auch teilweise noch als „Seifert-Wohnung“. Herr Seifert war der letzte Förster / Jäger der als Revierleiter in gräflichen Diensten in Pommersfelden wohnte (bis heute befindet sich ein dementsprechendes Klingelschild an der Türe).

[9] Herget, Elisabeth & Busch, Werner, Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. 7, 1975, Sp. 437-461

[10] Q 585

[11] Der ursprüngliche Schlossgarten unter Lothar Franz erstreckte sich „nur“ auf der Breite des Schlossgeländes. Die heutige, weit größere Gartenanlage geht auf die Erweiterung unter Friedrich Karl zurück.

[12] Zitiert nach Herget / Werner (vgl. Anmerk. 9): Zu einer solchen [Fasanerie] von „mittelmäßiger Größe“ (…) gehören: die Wohnung des Fasanenwärters oder -meisters, normalerweise verbunden mit einem Kuhstall (Fasanen werden mit Käse gefüttert), mit Scheune, Futterkammer und dgl.; das heizbare Fasanenhaus für Fütterung und Unterschlupf; der Zwinger für die Fasanhennen mit ihren Jungen, vor der Längsseite des Fasanenhauses gelegen; das Bruthaus (Leghaus) neben dem Zwinger; das Wachhäuschen zwischen Fasanen- und Bruthaus; ein Hühnerhaus für Trut- und Haushühner, die Fasaneneier auszubrüten hatten. Bei der Wahl oder Anlage des Geländes sind die Lebensgewohnheiten der Tiere zu berücksichtigen; einige dieser Bedingungen sind für die Plazierung der F. in oder bei größeren Gartenanlagen mitbestimmend: die F. soll Morgen- oder Mittagssonne haben, frisches, möglichst fließendes Wasser (…)“

[13] Das Brauhaus befand sich ursprünglich im nördlichsten Bereich des heutigen Schlossgartens (südlich der Hausnummer 31, heute Parkweg 8), direkt östlich am unteren Parktor gelegen. Heute befindet sich an gleicher Stelle ein Gebäude (Torwärterhaus).

[14] Lehenbuch der Gemeinde Pommersfelden, Fasz. Nr. 375

[15] 14.09.1729 bis 19.09.1735

[16] aus dem Jahr 1926

[17] Q 562

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Titel: Die Nebengebäude von Schloss Weissenstein in Pommersfelden