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Mediendidaktik und Medieneinsatz im Spanischunterricht zur Förderung des interkulturellen Lernens

Hausarbeit 2011 12 Seiten

Didaktik - Spanisch

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Medienerziehung und Mediendidaktik

3. Medieneinsatz früher und heute

4. Medienkombinationen

5. Der Einsatz von E-Mail - Projekten im Spanischunterricht
5.1 Die Förderung von interkulturellem Lernen durch E-Mail — Projekte
5.2 Organisation von E-Mail — Projekten

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung:

In meiner Hausarbeit werde ich mich mit dem Thema „Mediendidaktik und Medieneinsatz im Spanischunterricht zur Förderung des interkulturellen Lernens" beschäftigen. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf dem Medienbeispiel E-Mail — Projekte zur Förderung des interkulturellen Lernens liegen, aber auch weitere Vorteile und Formen des medienunterstützten Fremdsprachenunterrichts werden vorgestellt.

Dafür werde ich zunächst einmal kurz auf die Medienerziehung sowie die Mediendidaktik eingehen, um im darauffolgenden Kapitel den Medieneinsatz auf seinen zeitlichen Verlauf zu erläutern. Anschließend wird das Konzept der Medienkombinationen in den Vordergrund gestellt, da sie im Unterricht am häufigsten Verwendung finden und wahrscheinlich auch in Zukunft eine immer zentralere Rolle im Fremdsprachenunterricht einnehmen werden. Der Schwerpunkt meiner Hausarbeit liegt dann in einem E-Mail — Projekt, an dem die Förderung des interkulturellen Lernens anhand eines Medieneinsatzes im Spanischunterricht verdeutlicht werden soll. Zum Abschluss werden weitere moderne Medien vorgestellt, die in Zukunft in den Spanischunterricht integriert werden könnten bzw. teilweise auch schon integriert werden.

2. Medienerziehung und Mediendidaktik:

Da die Forderungen nach Medien im Fremdsprachenunterricht immer lauter werden, werden auch die medienerzieherischen und mediendidaktischen Fragestellen bezogen auf den Fremdsprachenunterricht immer wichtiger. Eine Aus- und Fortbildung der Sprachlehrenden sei notwendig. Klar ist, die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen ist stärker als je zuvor von Medien geprägt. Die Medienpädagogik beschäftigt sich mit dem Grad der Beeinflussung, die die Medien auf die Schülerinnen haben. Während die 7Erinen Medien für den Schulunterricht eher kritisch gegenüberstehen, sehen Andere das ganz anders und vertreten die Ansicht, dass Mediennutzung zur Lebenswelt der Schülerinnen gehört und deshalb ein aktiver und handlungsorientierter Umgang mit den Medien vermittelt werden sollte. Ziel sollte es sein, eine sachgerechte, selbstbestimmte, kreative und sozialverantwortliche Handlungsfähigkeit beim Lernenden im Bezug auf Medien zu erreichen. Dafür ist schon beim Lehrenden ein gewisser Grad an Medienkompetenz Grundvoraussetzung. Die Mediendidaktik befasst sich mit den mediengestützten Lehr- und Lernprozessen der Lernenden, die entweder institutionell in Schulen, aber auch privat stattfinden können. Die Beantwortung der Frage, unter welchen Bedingungen Menschen erfolgreich mit Medien lernen können, steht im Fokus ihrer Arbeit.

Ziele der Mediendidaktik sind:

— die Konzeption, die Entwicklung und der Einsatz von Medien für das Lernen und Lehren (auf der Mikro- wie der Makroebene), wobei die entwickelten Medien/Materialien einen Mehrwert gegenüber anderen (etablierten) Lösungen aufzeigen sollten.
-Die Evaluation und Optimierung dieses Einsatzes
-und die Aus- und Fortbildung von Lehrenden in Hinblick auf eine fachspezifische mediendidaktische Kompetenz.

Für den Einsatz von Medien im Fremdsprachenunterricht wurden bereits verschiedenste K o n z e p t e (Lehr- und Lernmittel-, Arbeitsmittel-, Lernaufgaben- und Lernumgebungskonzepte) sowie Arbeitsstrukturen (z.B. Rollenspiel im Chat) entwickelt.

Eine besondere Aufmerksamkeit schenkt die Mediendidaktik dem computerunterstützten Lernen, da hier eine Kombination aus Präsenz-Lernphasen und Online- Phasen stattfindet. So kann eine Distanzüberbrückung und damit verbunden eine Kommunikationserleichterung für die Schülerinnen erreicht werden. Des Weiteren kann dadurch das kooperative Lernen gefördert werden und die Schülerinnen lernen den Einsatz und die Koordinierung von Arbeits- und Lernwerkzeugen, woraus dann eine Behaltenssteigerung beim Lernenden resultiert. Allgemein hat sich die Mediendidaktik zur Aufgabe gemacht, innovative Nutzungsmöglichkeiten für die Unterstützung des Sprachenerwerbs zu entwickeln und darüber hinaus, zu analysieren, welche Effekte diese konzipierten Lernaktivitäten bei den Lernenden haben. Auch gehört das Fortbilden der Lehrkräfte zu den Aufgaben der Mediendidaktik. Fragen, wie man ein computergeniertes Feedback gibt oder wie man computergestütztes Lernen fördert, um dann beim Lernenden eine Medienkompetenz zu entwickeln stehen im Mittelpunkt der Fortbildung. Allerdings gibt es im Bereich der Fortbildung kaum Konzepte, lediglich ein Portfolio: Medien. Lehrerbildung aus Nordrhein-Westfalen konkretisiert die Vorstellungen, wie eine Lehrkraft zu sein hat So sollte die Lehrkraft medienkompetent handeln, das bedeutet, sie muss gewisse Kenntnisse über den Stellenwert von Medien für Schülerinnen haben. Auch sollten Medien für Verwaltungs- und Organisationsformen genutzt werden können, sodass die Medien ihren Einsatz nicht nur im Unterricht, sondern auch schon in der Unterrichtsvorbereitung finden. Schlussendlich sollte die Lehrkraft die Schülerinnen im Sinne der Medienerziehung beraten und eine medienbezogene Schulentwicklung sollte vorangetrieben werden.

Zusammenfassend ist es notwendig, dass die Lehrkraft grundlegende medienpraktische Grundkenntnisse hat, um dann mediengestützte Lernangebote konzipieren zu können. Erst dann kann der Lernende beim Erwerb einer Medienkompetenz (allgemein und fachspezifisch) unterstützt werden und die Lehrkraft kann ihm/ihr die Möglichkeiten und Einflussfaktoren für mediengestütztes Fremdsprachenlernen vermitteln (Vgl. Würffel, Nicola, 2010: 146-150).

3. Medieneinsatz früher und heute:

Bereits zur Zeit der Reformpädagogik beschäftigte man sich intensiv mit der Integration neuer Medien in den Fremdsprachenunterricht. Die Befürworter des Einsatzes moderner Medien führten damals an, dass

1. ein Mangel an brauchbaren Materialien bestände,
2. durch den Einsatz von Medien sich für die Schüler innen unbegrenzte Wiederholungsmöglichkeiten ergäben,
3. die Schüler sich an verschiedene authentische Stimmen Intonationsweisen gewöhnen könnten,
4. e s für die Lehrenden keine Alternativen gäbe, um interkulturelles Lernen zu fördern,
5. mehrere Sinne, z.B. Hör-und Gesichtssinn gleichzeitig gefördert werden könnten,
6. die Schülerinnen die Gelegenheit des Selbststudiums hätten und dennoch die Lehrer durch den Einsatz der neuen Medien nicht überflüssig werden würden (Vgl. Schwerdtfeger, 1993: 16).

In den 50'er Jahren entwickelte man aufbauend auf der Forderung von Klafki „sinnlich Greifbares in seiner Objektivität erfahrbar zu machen", wissenschaftliche Konzepte für den Fremdsprachenunterricht. Das sogenannte Sprachlabor verwirklichte verkürzt Klafkis Forderungen auf reine Fertigkeiten und setzte sich in kürzester Zeit in der Schule durch, da man in diesem Konzept institutionelle Erwartungen an den Unterricht erfüllt sah (Schwerdtfeger, 1993: 17). Grund für das schnelle Etablieren des Sprachlabors war einmal die Benutzung des Produktbegriffs für das Lernen von Sprachen (in kürzester Zeit), dies erfüllte die Bedürfnisse der Institution Schule und legitimierte sie sogleich. Zudem begünstigte aus zeitgeschichtlicher Perspektive das Wirtschaftswunder die rasche Integration, da in der Gesellschaft nun die Meinung vertreten wurde, dass die Automatisierung, welche ja die Produktionswege verkürzt, aber die Produktion steigert auf die Sprachlernprozesse transferiert werden könne. Allerdings ließ sich das Konzept des Sprachlabors nicht auf die damalige Jugend übertragen.

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Details

Seiten
12
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783668390065
ISBN (Buch)
9783668390072
Dateigröße
597 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v351346
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main – Romanische Sprachen und Literaturen
Note
1,3
Schlagworte
Mediendidaktik Medienerziehung Medienkombination Medieneinsatz Interkulturelles Lernen E-Mail - Projekte Spanischunterricht

Autor

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Titel: Mediendidaktik und Medieneinsatz im Spanischunterricht zur Förderung des interkulturellen Lernens