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Einsatz von Aktien und Anleihen im Portfoliomanagement

Projektarbeit 2011 31 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen des Portfoliomanagements
2.1 Asset-klassen
2.1.1 Aktien
2.1.1.1 Stammaktien
2.1.1.2 Vorzugsaktien
2.1.1.3 Namensaktie und Inhaberaktien
2.1.2 Anleihen
2.1.2.1 Anleihen mit Fester Verzinsung (Straight Bond)
2.1.2.2 Nullkuponanleihen (Zero Bond)
2.1.2.3 Variable Verzinsung ( Floating Rate Note)
2.2 Risiko & Rendite
2.2.1 Risiko
2.2.2 Rendite

3. Einsatz von Aktien und Anleihen im Portfoliomanagement
3.1 Portfoliotheorie
3.2 Asset Allocation
3.2.1 Datenschaffung & Datenaufbereitung
3.2.2 Generierung effizienter Portfolios
3.2.3 Anlegerindividuelle Portfolioauswahl

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis
5.1 Literatur
5.2 Internetquellen

6. Anhang
6.1 Symbolverzeichnis

1. Einleitung

Fast jeder steckt einmal in dieser Situation. Man erhält eine größere Summe, vielleicht aus einer Steuerrückzahlung, vielleicht hat man sein Auto verkauft oder ein Erbe erhalten. Doch was jetzt? Erlaubt man sich einen Traum zu erfüllen, wie zum Beispiel eine Reise, das neue Auto oder sollte man doch eher sparen für schwierige Zeiten? Die Vergangenheit hat uns zweifellos gelehrt, dass die ganze Weltwirtschaft sich schlagartig ändern kann. Börsencrash, Finanzkrise, Euroschuldenkriese und vieles mehr sind wohl kaum noch aus den Medien wegzudenken. Jedoch was soll man tun? Das Geld auf dem Sparbuch anlegen für Zinssätze unter 0,5%? Da die Inflationsrate um einiges höher ist, würde eine Geldanlage zu so einem Zinssatz nur eine schleichende Geldentwertung bedeuten. Tagesgelder oder andere Anlagen im kurzfristigen Sparbereich stellen leider auch keine wirklichen Alternativen dar. Selbst im mittel- bis langfristigen Anlagebereich, beispielsweise für fünf Jahre, sind die zu erwartenden Renditen nur eher als eine Art Schadensbegrenzung statt einer sinnvollen Geldanlage anzusehen. Das liegt daran, dass auch hier die Zinssätze unterhalb der Inflationsrate liegen. Eine weitere Problematik liegt außerdem noch in der Liquidität, da bei einer festen Geldanlage nicht mehr über das Geld verfügt werden kann. Zudem gibt es selbst bei Banken und bei Anlagen im Sparbereich nicht zu unterschätzende Risiken, die wie uns in der jüngsten Vergangenheit viele EU-Staaten und die USA zeigten, gravierend sein können. Das sollte gewiss nicht der Sinn einer Anlage sein! Doch welche Optionen bleiben überhaupt übrig? Sind es Anleihen, oder vielleicht doch eher Aktien? Ist etwa Gold eine gute Option, oder eventuell Immobilien? Die Renditechancen sind zwar attraktiver, aber haben Wertpapiere doch ein vermeintlich viel zu hohes Risiko. Eine Geldanlage muss sicher sein, die Rendite sollte akzeptabel und die Verfügbarkeit nahezu liquide sein. Wie kann man eine gute Rendite erzielen und dabei das Risiko möglichst gering halten? Mit dieser Frage beschäftigen sich Kleinanleger bis hin zu namenhaften Kapitalanlagegesellschaften. Mit exakt dieser Fragestellung beschäftigt sich auch diese Projektarbeit. Es wird aufgezeigt, wie es möglich ist, durch aktives Portfoliomanagement unter Einsatz verschiedener Wertpapiere, wie beispielsweise Aktien und Anleihen, das Portfoliorisiko nahe Null zu setzen und die Rendite dabei angemessen rentabel zu halten. Hierfür werden die Grundlagen des Portfoliomanagements ausführlich definiert und behandelt. Anschließend wird auf den Grundstein der modernen Portfoliotheorie eingegangen und anhand eines Fallbeispiels ausführlich erklärt. Darauf folgend wird aufgezeigt, wie die erworbenen Kenntnisse nun am besten angewendet werden, um einen größtmöglichen Effekt in der Risikostruktur des Portfolios erzielen zu können. Ziel dieser Arbeit ist es durch eine systematische Vorgehensweise eine Antwort auf die Frage zu erhalten, wie sich durch den Einsatz von verschiedenen Wertpapieren, hauptsächlich Aktien und Anleihen, im Portfoliomanagement das bestmögliche Risiko-Ertrags-Verhältnis bilden lässt.

2. Grundlagen des Portfoliomanagements

2.1 Assetklassen

Eines der schwierigsten Aufgaben im heutigen Portfoliomanagement ist es, unter der Vielfalt aller angebotenen Anlagemöglichkeiten den Überblick für „die richtige Anlange“ zu behalten. Hierbei spielen die sogenannten Assetklassen eine große Rolle. Abgeleitet wird das Wort „Asset“ aus dem Englischen und bedeutet Vermögenswert. Demnach sind Assetklassen ein Zusammenschluss aus Vermögenswert und dem Anlagesektor.1 Unterschieden wird hier unter Haupt- und normalen Assetklassen. Zu den Haupt Assetklassen gehören die Aktien (Equity), Renten (Fixed Income), Immobilien (Property), Rohstoffe (Commodity) und Alternativen (Alternatives).2

2.1.1 Aktien

Zu den bekanntesten Assetklassen gehört die Aktie, die ein nicht weckzudenkender Bestandteil des Portfoliomanagements ist. Sie lässt sich definieren als ein Teilhaberpapier, welches ihrem Eigentümer ein Teilhaberrecht an der entsprechenden Aktiengesellschaft verbrieft. Hierbei erhält der Eigentümer der Aktie, auch Aktionär genannt, ein wirtschaftliches und rechtliches Eigentum an der Aktiengesellschaft, welches sich entweder als prozentualen Anteil am Grundkapital, als sogenannte Stückaktie, oder auf einen festgelegten Anteil als sogenannte Nennwertaktie verbriefen lässt.3,4 Dementsprechend lässt sich bei den Stückaktien der Wert jeder einzelnen Aktie berechnen, indem man das Grundkapital durch die herausgegebenen Stücke dividiert.5 Bei Nennwertaktien ist darauf zu achten, dass diese auf mindestens einen vollen Euro lauten. Sollten Sie auf einen höheren Wert lauten, muss dieser immer auf einen vollen Euro gerundet werden. Der Anteil am Grundkapital lässt sich hier berechnen, indem man den Nennbetrag ins Verhältnis zum Grundkapital setzt.6 Um bei der Vielzahl der Aktien eine bessere Transparenz sowohl für den Aktionär als auch für die Aktiengesellschaft bieten zu können, lassen sich diese in Aktienarten unterteilen. Die Aktien werden dann entweder durch die Merkmale ihrer Ausstattung, wie bei den Stammaktien gegenüber den Vorzugsaktien, oder durch die Form der Übertragung, wie bei der Inhaberaktie gegenüber der Namensaktie, unterschieden.7,8

2.1.1.1 Stammaktien

Die gängigste und am weitesten verbreitete Form der Aktie in Deutschland ist die sogenannte Stammaktie. Sie bietet ihren Inhabern ein Teilnahmerecht an der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft und verleiht ihnen darüber hinaus eine Stimme je Aktienanteil. Ein weiteres Recht, welches der Aktionär erhält, ist das sogenannte Dividendenrecht, welches in Kraft tritt, wenn eine AG eine Gewinnausschüttung beschließt. Weitere Rechte, die eine Stammaktie bietet, sind das Recht auf Informationen und einen auf den Aktienanteil bezogenen Anspruch auf den Liquidationserlös im Falle einer Auflösung.9

2.1.1.2 Vorzugsaktien

Eine andere stark verbreitete Aktiengattung ist die Vorzugsaktie. Sie bietet im Gegensatz zu einer Stammaktie Vorrechte, welche sich erstens auf die Ausgestaltung der Gewinnausschüttungen, zweitens auf die Stimmrechte bei der Hauptversammlung und drittens auf den Liquidationserlös im Falle einer Auflösung auswirken können.10,11 Dies kann beispielsweise bedeuten, dass man das Recht auf eine erhöhte Dividendenausschüttung erhält, jedoch dafür keine Stimmrechte mehr hat. Im Regelfall sind Vorzugsaktien mit einem Dividendenvorrecht ausgestattet, welches sich durch erhöhte Dividendenzahlungen oder einer Mindestdividende/Garantiedividende auszeichnet. Hierbei erhält der Vorzugsaktionär bei einer entsprechenden Gewinnlage vorab eine bestimmte Dividende. Erst wenn diese gesichert ist, würde dann der Stammaktionär auch eine Dividende ausgeschüttet bekommen. Sollte es in einem Jahr durch die Ertragslage der Aktiengesellschaft nicht möglich sein eine entsprechende Dividende zu zahlen, so muss diese im Folgejahr nachgezahlt werden. In dem Fall, dass dies auch nicht möglich ist, erhält der Vorzugsaktionär ein Stimmrecht bis eine Nachzahlung aller Dividendenrückstände der vergangenen Jahre geleistet wurde.12,13,14 In den meisten Fällen notieren die Vorzugsaktien im Vergleich zur Stammaktie deutlich niedriger, da das Stimmrecht für Großanleger und Investoren eine wichtige Rolle spielt.15 Für Kleinaktionäre ist der Verlust des Stimmrechtes nicht maßgebend, da ihr Anteil am Grundkapital keinen ausschlaggebenden Einfluss auf der Hauptversammlung hat.16

2.1.1.3 Namensaktien gegenüber Inhaberaktien

Wie schon erwähnt, lassen sich die Aktien nicht nur durch ihre Ausstattung unterscheiden, sondern auch in der Art ihrer Übertragung. So hat die Namensaktie die Eigenschaft, dass sie der Gesellschaft verrät, wer ihr Besitzer ist. Dies geschieht durch die Eintragung in das Aktienbuch der entsprechenden Aktiengesellschaft. Hierbei wird der Aktionär mit seinem Namen, seinem Geburtstag, seiner Adresse, der Stückzahl oder Aktiennummer eingetragen. Nennbetragsaktien werden hingegen mit dem Betrag auf den sie lauten eingetragen. Früher war diese Art der Aktie in Deutschland eher unüblich, da bei jedem Besitzwechsel der Eintrag im Aktienbuch korrigiert werden musste. Jedoch wird der Mehraufwand der Eintragung mittlerweile durch die elektronische Datenverarbeitung übernommen.17,18,19 Ein wesentliches Merkmal der Namensaktie zugunsten des Unternehmens ist eine bessere Transparenz über seine Aktionäre. Durch diese Transparenz lässt sich ein feindlicher Übernahmeversuch leicht und schnell erkennen. Zudem kann auch eine bessere Aktionärsbindung stattfinden, da sich das Unternehmen direkt mit dem Aktionär in Verbindung setzten kann.20 Ein weiteres, für den Aktionär jedoch unangenehmes Merkmal ist, dass Rechte und Ansprüche ausschließlich von der Person auf den die Aktie lautet, geltend gemacht werden können.21 Eine Sonderform der Namensaktie, die sogenannte vinkulierte Namensaktie, benötigt zur Übertragung zusätzlich noch die Genehmigung der Gesellschaft. Ein Beispiel hierfür ist die Lufthansa AG, welche diese Sonderform ausgegeben hat, um eine Kontrolle über die Anteile der Aktionäre zu haben, was aufgrund EU- rechtlicher Vorschriften und Gesetzte notwendig ist.22 Das Gegenstück zur Namensaktie ist die Inhaberaktie, welche anonym gehandelt wird. Bei ihr geschieht die Übertragung schlicht und einfach durch Einigung und Übergabe der Aktie. Sie ist in Deutschland die gängigere Form.

2.1.2 Anleihen

Eine weitere Assetklasse, die sich gleicher Beliebtheit erfreut wie die Aktie, ist die Anleihe. Anleihen werden auch als Inhaberschuldverschreibung, Pfandbriefe, Obligationen und Renten bezeichnet.23,24 Definiert werden sie als ein festverzinsliches Wertpapier, welches dem Anleger, auch Gläubiger genannt, einen schuldrechtlichen Anspruch aus dem Vertrag gegenüber dem Schuldner beziehungsweise dem Emittenten verbrieft. Dies bedeutet, dass der Gläubiger das Recht auf die Rückzahlung des Anlagebetrages und darüber hinaus noch ein Recht auf entsprechende Vergütung durch Zinszahlung hat.25 Diese Form der Geldanlage erfreut sich deshalb so großer Beliebtheit, da sie im Vergleich zur Spareinlagen eine höhere Verzinsung aufweist und das Risiko dennoch bei weitem unter dem Risiko von Aktien liegt.26 Ähnlich wie die Aktie lässt sich die Anleihe auch über die Börse handeln. Dadurch ist sie trotz oftmals mehrjähriger Laufzeit sehr liquide. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass der Kurs der Anleihe durch Zinsänderungen am Markt schwanken kann. Es kann also dazu kommen, dass bei steigendem Marktzins der Kurs der Anleihe negativ beeinflusst wird. Falls der Gläubiger in diesem Fall seine Anleihe vor Laufzeitende verkaufen möchte, wird er dabei einen Kursverlust der Anleihe in Kauf nehmen müssen. Es kann jedoch im besten Fall auch so sein, dass bei fallendem Marktzins sogar noch ein Kursgewinn realisierbar ist.27 Theoretisch lässt sich der Kurs dann ermitteln, indem man folgende Formel anwendet.[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]

In der Realität kann der Kurs allerdings stärker schwanken, da Einflussfaktoren wie die Bonität hier nicht mitberücksichtigt werden.28,29 Um bei der Vielzahl verschiedener Anleihen einen Überblick bewahren zu können, lassen diese sich anhand von verschiedenen Kriterien kategorisieren. Dies kann angesichts ihrer Laufzeit, Zinszahlungsmodalität, Bonität und vielen weiteren Kriterien geschehen.30 Demzufolge werden Anleihen mit einem Anlagehorizont von ein bis zwei Jahren als kurzfristige Anlagen bezeichnet. Bei einem Anlagehorizont von drei bis fünf Jahren spricht man von einer mittelfristigen Anlage. Alles, was über diesen Anlagehorizont hinausgeht, wird als langfristige Anlage bezeichnet.31 Ein weiteres und auch sehr wichtiges Kriterium ist, wie schon erwähnt, die Zinszahlungsmodalität. Die am häufigsten vorkommenden Anleihearten sind Anleihen mit fester Verzinsung, mit variabler Verzinsung und die Nullkuponanleihe.

2.1.2.1 Anleihen mit fester Verzinsung (Straight Bonds)

Die gängigste Form der Anleihe ist diejenige mit fester Verzinsung. Diese Form der Anleihe wird zu einem Kurs von 100 ausgegeben, hat zudem eine feste Laufzeit und auch einen fest vereinbarten Zinssatz, welcher meist jährlich nachträglich gezahlt wird. Am Laufzeitende erhält der Anleger sein eingesetztes Kapital und die letzte Zinszahlung wieder. Notieren tun sie sowohl in inländischer Währung als auch in Fremdwährung. Je nach Währungsart kann dann zum Beispiel in EUR-, USD oder Fremdwährungsanleihe unterschieden werden. Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist der Sitz des Unternehmens, welches die Anleihen emittiert. Sollte ein Unternehmen seinen Sitz im Ausland haben, spricht man von Auslandsanleihen. Wenn sie hingegen ihren Sitz im Inland haben, so spricht man von Inlandsanleihen.32 Die Vorteile von festverzinslichen Anleihen sind: 1. Die Planungssicherheit, da es hierbei irrelevant ist, wie sich der Marktzins entwickelt. 2. Die Rendite lässt sich bereits beim Kauf bestimmen, vorausgesetzt die Anleihe wird nicht vorzeitig gekündigt oder an der Börse verkauft. 3. Bei fallendem Marktzins kann vorzeitig über einen Verkauf an der Börse ein Kursgewinn realisiert werden. Die Nachteile beschränken sich auf das Kursrisiko, welches bei einem vorzeitigen Verkauf der Anleihe an der Börse, durch steigende Marktzinsen negativ beeinflusst werden kann. Hinzukommt, dass der bindende feste Zinssatz der Anleihe bei steigendem Marktzins und hoher Inflation eine reale negative Rendite erwirtschaftet.33

2.1.2.2 Nullkuponanleihe (Zero Bond)

Die Nullkuponanleihe ist ähnlich aufgebaut wie die Anleihe mit fester Verzinsung. Dennoch besitzt sie im Gegensatz zu ihr keinen Zinskupon. Bei ihr werden während der Laufzeit keine Zinszahlungen getätigt, da diese wiederangelegt werden. Auf Grund dessen erfolgt die Zinszahlung erst zum Laufzeitende. An dieser Stelle wird unterschieden zwischen einem sogenannten Zinssammler, welcher zu einem Kurs von 100% Prozent emittiert und bei Laufzeitende dann zu 100% Prozent + Zins und Zinseszins zurückgezahlt wird und einem echten Zero Bond, bei dem es sich um ein abgezinstes Papier handelt, das bei Emission unter 100% ausgegeben und zum Laufzeitende zu 100% zurückgezahlt wird.34 Zins und Zinseszins sind somit bei dem Zero Bond die Differenz zwischen dem Emissionskurs und dem Kurs zum Laufzeitende. Den Emissionskurs kann man berechnen, indem man folgende Formel anwendet:[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]35

2.1.2.3 Variable Verzinsung (Floating Rate Note)

Das Gegenstück zur Anleihe mit festem Zins bildet die Anleihe mit variablem Zins. Sie wird im Englischen als Floating Rate Note bezeichnet. Bei ihr erfolgt die Zinsfestlegung nicht wie bei einem Straight Bond bereits bei der Emission. Ihre Verzinsung wird an einem Referenzzinssatz, wie zum Beispiel dem Dreimonats- EURIBOR oder dem LIBOR, festgemacht.36 Vorteile der variablen Verzinsung sind zum einen, dass man von steigenden Marktzinsen profitieren kann und zum anderen, dass das Kursrisiko durch die Anpassungen gering bleibt. Nachteile sind allerdings, dass von fallenden Marktzinsen partizipiert wird und dass der Zinssatz gegenüber Anleihen mit fester Verzinsung meistens niedriger ist. Des Weiteren bieten Floating Rate Notes keine Planungssicherheit, da sich der Zinssatz ständig verändert und es daher nur zu erahnen ist, wohin sich der Referenzzinssatz bewegt.37,38

2.2 Risiko und Rendite

Nicht nur die Art des Assets und seine Ausgestaltung bei der Auszahlphase sind wichtige Kriterien bei der Selektion für das Portfolio, sondern auch die erwartete Rendite und das Risiko, welches hierfür eingegangen wird. Doch was ist Risiko überhaupt und wie viel Rendite muss ein Asset bieten, damit man bereit ist, ein solches Risiko einzugehen?

2.2.1 Risiko

Definieren lässt sich „Risiko“ im umgangssprachlichen als mögliche negative Auswirkung auf ein Projekt, eine Investition oder eine Unternehmung, welches mit Verlusten oder einem Schaden verbunden ist. Ökonomisch betrachtet lässt es sich jedoch besser als Abweichung zu einer erwarteten Größe oder eines Zieles definieren.39 Da jede Investition mit einem Risiko verbunden ist, ist es wichtig dieses zu erkennen und es bei der Anlageentscheidung zu berücksichtigen. Die typischen Risiken von Anleihen sind: 1. Das Ausfall-/ Bonitätsrisiko, welches bedeuten kann, dass der Emittent durch eine Verschlechterung seiner Bonität in Zahlungsverzug kommt oder sogar zahlungsunfähig wird.40 2. Das Zinsänderungsrisiko: Da sich der Kurs der Anleihe stark an den Marktzinsen orientiert, können Zinsänderungen am Markt für fallende oder steigende Kurse der Anleihe sorgen. Zu beachten ist dies allerdings nur, wenn die Anleihe vor Fälligkeit über die Börse verkauft werden soll, da die Anleihe zur Endfälligkeit immer zu 100% zurückgezahlt wird. 3. Das Inflationsrisiko: Bei einer steigenden Inflationsrate kann es durch den festgeschriebenen Zinssatz der Anleihe dazu kommen, dass dieser während der Laufzeit unter die Inflationsrate fällt. Sollte dies geschehen, findet trotz Zinszahlung eine Entwertung des eingesetzten Kapitals statt. 4.

[...]


1 Vgl. http://www.gevestor.de/details/assetklassen-definition-563561.html

2 Vgl. http://www.gevestor.de/details/assetklassen-definition-563561.html

3 Vgl. Steiner, M./ Bruns, C./ Stöckel, S. (2012), S. 208

4 Vgl. Grill, H./ Perczynski, H./, Int-Veen, T./ Fischer, O./ Platz, S. (2008) S.241.

5 Vgl. http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/stueckaktie/stueckaktie.htm

6 Vgl. AktG §8 Abs. 2,3,4

7 Vgl. Ettmann, B./ Wolff, K./ Wurm, G. (2009) S. 199 ff.

8 Vgl. http://www.investor-verlag.de/aktien-und-aktienhandel/verschiedene-aktienarten-erklaert/ 04.05.2013 (22:18)

9 Vgl. Jungblut M./ Krafczyk C./ Rauschenberger R. (2008) S.93 ff.

10 Vgl. Ettmann, B./ Wolff, K./ Wurm, G. (2009) S. 199

11 Vgl. Jungblut M./ Krafczyk C./ Rauschenberger R. (2008) S.94 ff.

12 Vgl. Ettmann, B./Wolff, K./ Wurm, G. (2009) S. 199

13 Vgl. Jungblut M./ Krafczyk C./ Rauschenberger R. (2008) S.94 ff.

14 Vgl. http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/vorzugsaktie/vorzugsaktie.htm

15 Vgl. Ettmann, B./ Wolff, K./ Wurm, G. (2009) S. 199

16 Vgl. Jungblut M./ Krafczyk C./ Rauschenberger R. (2008) S.95

17 Vgl. Jungblut M./ Krafczyk C./ Rauschenberger R. (2008) S.95 ff.

18 Vgl. Grill, H./ Perczynski, H./ Int-Veen, T./ Fischer, O./ Platz, S. (2008) S.244.

19 Vgl. Ettmann, B./ Wolff, K./ Wurm, G. (2009) S. 200

20 Vgl. Ettmann, B./ Wolff, K./ Wurm, G. (2009) S. 200

21 Vgl. Jungblut M./ Krafczyk C./ Rauschenberger R. (2008) S.96

22 Vgl. Grill, H./ Perczynski, H./ Int-Veen, T./ Fischer, O./ Platz, S. (2008) S.244.

23 Vgl. Ettmann, B./ Wolff, K./ Wurm, G. (2009) S. 167

24 Vgl. Jungblut M./ Krafczyk C./ Rauschenberger R. (2008) S.19

25 Vgl. Ettmann, B./ Wolff, K./ Wurm, G. (2009) S. 166

26 Vgl. Jungblut M./ Krafczyk C./ Rauschenberger R. (2008) S.19

27 Vgl. Jungblut M./ Krafczyk C./ Rauschenberger R. (2008) S.19

28 Vgl. Ettmann, B./ Wolff, K./ Wurm, G. (2009) S. 177

29 Vgl. Jungblut M./ Krafczyk C./ Rauschenberger R. (2008) S.19

30 Vgl. Steiner M./ Bruns C/ Stöckl S. (2012) S. 136

31 Vgl. http://geldanlagen.com/ratgeber/mittelfristige-geldanlage.html

32 Vgl. Steiner M./ Bruns C/ Stöckl S. (2012) S. 136 ff.

33 Vgl. http://www.geldanlage-az.de/festverzinsliche-anleihen.html

34 Vgl. Steiner M./ Bruns C/ Stöckl S. (2012) S. 137

35 http://www.gevestor.de/details/effektivverzinsung-zerobond-so-wird-sie-berechnet-626490.html

36 Vgl. Steiner M./ Bruns C/ Stöckl S. (2012) S. 138

37 Vgl. Steiner M./ Bruns C/ Stöckl S. (2012) S. 138

38 Vgl. Vgl. Ettmann, B./ Wolff, K./ Wurm, G. (2009) S. 179

39 Vgl. http://www.duden.de/rechtschreibung/Risiko

40 Vgl. http://www.finanztreff.de/lexikon.htn?lexikon=&seite=anleihen&id=5282&sektion=basiswissen

Details

Seiten
31
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783668359536
ISBN (Buch)
9783668359543
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v346448
Institution / Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Frankfurt
Note
1,3
Schlagworte
Portfolio Portfolio Selection theorie Markowitz Aktien Anleihen Asset allocation

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