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Finanzienstleistungen im Internet. Direktbanken versus Filialbanken

Hausarbeit 2016 13 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die unterschiedlichen Banktypen
2.1. Die Direktbanken
2.2. Die Filialbanken

3. Der Wandel im Bankensektor
3.1. Bewertung des Internets für die Bankenwelt
3.2. Das veränderte Kundenverhalten
3.3. Die Bedeutung der Bankfiliale für Kunde und Bank

4. Der Kostenaspekt beider Kreditinstitute im direkten Vergleich

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Internetverzeichnis:

1. Einleitung

Das deutsche Banken-System ist traditionell durch die Filialbanken geprägt. Hier werden mit dem Kunden Bankgeschäfte auf persönlicher Basis, welches einen vertrauensvollen Kontakt ermöglicht, abgewickelt. Die Entstehung von Direktbanken erzeugt eine zweite Form von Geschäftsabwicklungsmöglichkeit für Bankkunden. Durch Verzicht auf Filialen und das Angebot alternativer Vertriebswege haben Direktbanken eine günstigere Kostenstruktur, die sie an die Kunden weitergeben können. Die vorliegende Arbeit vergleicht diese beiden unterschiedlichen Bankformen.

In der Informationstechnologie gibt es kontinuierlich Innovationen, dadurch ist die Wirtschaft gezwungen sich diesem Trend anzupassen. Auch die Kreditwirtschaft ist von diesem technologischen Fortschritt stark betroffen. Die neuen Technologien eröffnen sowohl den Kunden, als auch den Bankkunden neue Möglichkeiten. Die hierbei entstehenden Vertriebswege sind nicht nur mit Chancen, sondern auch mit Risiken verbunden. Durch die rasante Entwicklung des Internets hat sich Anfang der 90er Jahre ein neuer Typ Bank, ,,Die Direktbank"[1] entwickelt.

Diese Arbeit wird sich mit der Konkurrenzsituation der beiden Bankarten befassen und sich mit der Wettbewerbssituation beschäftigen. Außerdem sollen die Gründe des Wandels und die daraus ergebenden Folgen untersucht werden. Aus der Arbeit soll eine Prognose für die zukünftige Entwicklung des Banksektors erfolgen.

Weiterhin wird eine repräsentative Studie zur Filialnutzung für die Untersuchung herangezogen. Im direkten Vergleich der Stadtsparkasse München und der ING-Diba werden die Bilanzen und Geschäftsberichte des Geschäftsjahres 2015 genutzt.

2. Die unterschiedlichen Banktypen

2.1. Die Direktbanken

Die Direktbanken sind Kreditinstitute, welche Finanzdienstleistungen ohne ein Filialnetz anbieten. Der Kontakt der Kunden mit Direktbanken besteht meist über das Internet, Fax oder telefonisch. Dies ermöglicht den Banken aufgrund von verringerten Verwaltungsaufwendungen günstigere Bankgeschäfte anzubieten.

Durch die dadurch verringerten Verwaltungsaufwendungen können Bankgeschäfte günstiger angeboten werden.[2]

Die Citibank hatte die KKB-Bank erworben. Daraufhin führten sie um das Filialnetz der KKB-Bank auszugleichen, einen telefonischen Direktbankservice ein. Unbeabsichtigt wurde somit ein neuer Bankentyp[3] geschaffen und den Direktbanken ein neuer Weg eröffnet. Im Jahre 1995 stellte sich bei einer repräsentativen Umfrage heraus, dass 79% der Befragten noch nie Erfahrungen mit einer Direktbank machten, wohingegen heutzutage Direktbanken für viele Menschen populärer geworden sind und sich zu einer unverzichtbaren Alternative entwickelt hat.[4] Der Grundsatz einer einzigen Hausbank ist nicht mehr zutreffend und weicht der tendenziellen Zweitbankverbindung.[5]

Direktbanken lassen sich im Angebot und der angesprochenen Zielgruppen unterscheiden. Der Direktvertrieb als Alternative zur klassischen Filialbank spricht vor allem serviceorientierte, konditionsbewusste und bequeme Kunden an. Universalanbieter bieten alle wichtigen Standardangebote einer Filialbank an. Spezialanbieter hingegen vertreiben lediglich einen Teil der möglichen Finanzdienstleistungen. Diese Form der Direktbank will bestimmte Zielgruppen im Wertpapierbereich für sich gewinnen, dies erreichen sie in dem sie günstigere Konditionen im Trading-Bereich anbieten.[6]

2.2. Die Filialbanken

In der Bundesrepublik gibt es hauptsächlich Universalbanken, daher spricht man von einem Universalbankensystem. Die Universalbank tätigt für alle Kundengruppen Zahlungsverkehrs-, Platzierungs-, Finanzierungs- sowie Geld- und Kapitalanlagengeschäfte.[7] Dabei nutzt sie in der Regel alle Vertriebswege aus. Durch das so genannte „Multi-Channel“ können die Kunden ihre Bankgeschäfte über verschiedene Vertriebswege ausführen. Die Auswahl über den passenden Vertriebsweg trifft der Kunde selbst. Trotz allem ist die Filiale der wichtigste Vertriebsweg für die Universalbanken, hier werden die Geschäfte im traditionellen Sinn abgewickelt.[8] Daher bezeichnet man Universalbanken im Sprachgebrauch oft als Filialbanken. Hier werden Bankdienstleistungen bereitgestellt, indem sie lokal mit Filialen bzw. Zweigstellen präsent sind. Hohe Beratungsintensität und -qualität sind die Hauptmerkmale von Filialbanken womit die Kundenwünsche unmittelbar abdeckt werden sollen. Ein Nachteil sind jedoch höhere Verwaltungsaufwendungen.[9]

Die Commerzbank beispielsweise plant einer neuen Filialstrategie nachzugehen. Infolge eines Pilotprojektes öffnete Sie zwei neue Flagshipstores sogenannte Vorzeigefilialen, welche qualitativ und einladend gestaltet sind. Sie bezeichnen Ihre Kunden als Gäste und sorgen für eine angenehme Atmosphäre und unterscheiden sich somit von den konventionellen Filialbanken, bei denen Sie Akquise betreiben und die Kunden für sich gewinnen möchten.[10]

Diese Art von Filial-Neuheiten könnten uns in der Zukunft weiter begegnen.

3. Der Wandel im Bankensektor

3.1. Bewertung des Internets für die Bankenwelt

Kreditinstitute haben aufgrund des technischen Fortschritts folgende Vorteile:

- Das Serviceangebot kann verbessert und erweitert werden
- Der Kunde ist nicht mehr abhängig von den Öffnungszeiten
- Es ergeben sich neue Marketing-Möglichkeiten, wie z.B. Online Marketing, Social Media
- Das Internet, als Vertriebsweg, ermöglicht eine Kostensenkung und somit attraktive Konditionen, welches die Neukundengewinnung vereinfacht

[...]


[1] Vgl. Schöning, S. (2000), S. 57.

[2] Vgl. Springer Gabler Verlag - Direktbank (Internetquelle)

[3] Vgl. Walter, B. (2000), S.58.

[4] Vgl. Pischulti, H. (1997), S. 8.

[5] Vgl. Baxmann, U. (2005), 3. Abschnitt.

[6] Vgl. Springer Gabler Verlag - Universalbank (Internetquelle)

[7] Vgl. Deutz, J. (1997), S. 18 ff.

[8] Vgl. Locarek-Junge, H. (2000), S. 31 ff.

[9] Vgl. Springer Gabler Verlag - Filialbank (Internetquelle)

[10] Vgl. Thomas Thieme (2016) (Internetquelle)

Details

Seiten
13
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668349025
ISBN (Buch)
9783668349032
Dateigröße
459 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v345207
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
2,0
Schlagworte
Dienstleistungsmanagment Universalbanken Filialbanken Direktbanken

Autor

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