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Das teilnehmende Beobachtungsverfahren als Methodologie der qualitativen Sozialforschung

Hausarbeit 2016 35 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Soziologie

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Qualitative Forschung in der Erziehungswissenschaft
2.1 Begriff, Merkmale & Themenfelder qualitativer Forschung
2.2 Differenzierung qualitativer Erhebungs-und Auswertungsmethoden

3. Ethnographie als erziehungswissenschaftliche Forschungsmethodologie

4. Die qualitative Beobachtung
4.1 Alltagsbeobachtung & Wissenschaftliche Beobachtung
4.2 Formen der Beobachtung
4.3 Die teilnehmende Beobachtung

5. Methodologische Eigenschaften der teilnehmenden Beobachtung
5.1. Rolle des Beobachters
5.2 Das Beobachtungsfeld
5.3 Restriktionen der Beobachtung

6. Datengewinnung teilnehmender Beobachtung
6.1 Forschungsablauf
6.2 Phasen im Feld
6.3 Feldzugang
6.4 Erhebungen im Forschungsfeld: Die Protokolle

7. Schlussüberlegungen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Die folgende Hausarbeit soll einen Überblick über die methodentheoretischen Grundlagen der Beobachtung und ihrer Variante der teilnehmenden Beobachtung geben. Sie soll zunächst Grundlagen der qualitativen Forschung in der Erziehungswissenschaft erläutern und die Beobachtung als ein Verfahren thematisieren, das trotz seiner langen Vernachlässigung im Hinblick auf das quantitative Forschungsparadigma ein nach wie vor hohes entdeckendes, dokumentarisches und theoretisches Potential besitzt. Obwohl die teilnehmende Beobachtung oftmals von Vertretern, welche der quantitativen Sozialforschung zuzuordnen sind stark kritisiert und als unwissenschaftlich abgetan wird, hat die sie beispielsweise in Bereichen der Erforschung von heterogenen Lebensbedingungen und Erfahrungsräumen von Kindern, Jugendlichen, Familien und pädagogischen Einrichtungen Erfolge zu kontrastieren (vgl. Beuchling 2015, S. 6). Heute gilt die teilnehmende Beobachtung als zentrale Methode der Ethnologie, hat eine gewisse Verbreitung in den Sozialwissenschaften und ebenso in einem Teilbereich der Erziehungswissenschaft gefunden. Es soll darauf eingegangen werden, in wie weit Ethnographie als Forschungsmethodologie der Erziehungswissenschaft angesehen werden kann und in welchem Ausmaß diese in der erziehungswissenschaftlichen Forschungslandschaft an Anerkennung gewinnt. Obwohl eine traditionelle Verbundenheit von ethnographischen Verfahren mit der Erziehungswissenschaft festzustellen ist, bestehen nach wie vor in den Diskursen der konventionellen, empirischen Erziehungs-und Bildungsforschung Vorbehalte und Unsicherheiten gegenüber den ethnographischen Verfahren sowie hierüber gewonnene Befunde. Im Gegensatz zu anderen Methoden der Sozialforschung, z.B. dem Interview oder auch dem Experiment, erfüllt die Beobachtung nicht in gleichem Maße die Forderungen nach exakter Methodik, weil die Verzerrung der Wahrnehmung durch das beobachtende Subjekt nur schwer reduziert werden kann. Es erscheint heute jedoch möglich, die Methode der teilnehmenden Beobachtung immer weiter zu systematisieren und so zu einem exakten Forschungsinstrument zu machen. Folgende Hausarbeit soll an diesem Aspekt anknüpfen und die Methode der Beobachtung neben der beispielsweise beliebten Interviewmethode als nützlich und anerkannt erscheinen lassen. Der letzte Teil der Arbeit beschäftigt sich dann mit der Methode der teilnehmenden Beobachtung als Teil des qualitativen Forschungsparadigmas.

Folgende Fragen sollen beantwortet werden:

Wie fügt sich die Beobachtung in das qualitative Forschungsparadigma und wie lässt sich die Qualität der Methode beurteilen?

In wie weit kann Ethnographie als Methode des qualitativen, erziehungswissenschaftlichen Forschungsparadigmas gesehen werden?

Welche Eigenschaften und Restriktionen sind der Methode der qualitativen Beobachtung zuzuordnen?

Welche methodologischen Eigenschaften und Grenzen ergeben sich aus der Methode der teilnehmenden Beobachtung?

Wie können Daten im Kontext der teilnehmenden Beobachtungsmethode erhoben und ausgewertet werden?

2. Qualitative Forschung in der Erziehungswissenschaft

Qualitative Forschungsmethoden haben sich in Deutschland seit Mitte der 70er Jahre parallel zum quantitativen empirischen Verfahren weiterentwickelt und etabliert (vgl. Prengel/ Friebertshäuser/ Langer 2010, S. 20). Die qualitativen Forschungsmethoden haben sich zu einem wichtigen und ganz „normalen“ Segment im Spektrum der Forschungsmethoden der Erziehungswissenschaft als auch ihren Nachbardisziplinen wie der Soziologie, der Psychologie, der Geschichtswissenschaft oder der Ethnologie entwickelt (vgl. Krüger 2000, S. 323). Durch diese Entwicklung rücken die Adressat/-innen pädagogischer Maßnahmen mit ihren subjektiven Deutungsmustern, Handlungsorientierungen und ihren soziokulturellen Lebenswelten verstärkt in den Blick der Forschung (vgl. Prengel/ Friebertshäuser/ Langer 2010, S. 20). Die Orientierung hin zu qualitativen Forschungsmethoden war für die Erziehungswissenschaft eine Möglichkeit an die eigene hermeneutische Tradition anzuschließen und durch die Rezeption entsprechender Theorien und Forschungsansätze aus den Sozialwissenschaften „Modernität und Internationalität“ (Krüger 2000, S.323) zu dokumentieren. In den Sozialwissenschaften verstärkte sich um 1980 ein Unbehagen gegenüber konventionellen Methoden und der vorherrschenden Stellung standardisierter Massenbefragungen. Man kam zu dem Ergebnis, dass beispielsweise durch standardisierte Fragebögen oder Beobachtungsschemata das soziale Feld in seiner Vielfalt eingeschränkt und nur ausschnittsweise erfasst und komplexe Strukturen zu vereinfacht und nur ausschnittsweise dargestellt werden (vgl. Lamnek 2005, S. 4). Insofern produziert die qualitativ orientierte Forschung Datenmaterial über Individuen, die als Teile eines Ganzen und nicht als isolierte Variable gesehen werden.

Lamnek (2005) nennt vier Hauptargumente gegen ein naturwissenschaftlich ausgerichtetes positivistisches Forschungsparadigma:

(1) Soziale Phänomene existieren nicht außerhalb des Individuums, sondern sie beruhen auf den Interpretationen der Individuen einer sozialen Gruppe, die es zu erfassen gilt.
(2) Soziale Tatsachen können nicht vordergründlich als objektiv identifiziert werden, sondern sie sind als soziale Handlungen von ihrem Bedeutungsgehalt her bzw. je nach Situation anders zu interpretieren
(3) Quantitative Messungen und ihre Erhebungstechniken können soziales Handeln nicht wirklich erfassen; sie beschönigen oder verschleiern eher die diversen Fragestellungen. Häufig führen sie dazu, dass dem Handeln eine bestimmte Bedeutung unterschoben wird, die eher die des Forschers als die des Handelnden ist.
(4) Das Aufstellen von zu testenden Hypothesen vor der eigentlichen Untersuchung kann dazu führen, dem Handelnden eine von ihm nicht geteilte Meinung oder Absicht zu suggerieren oder aufzuoktroyieren.

(vgl. Lamnek 2005, S. 5).

Die qualitative Sozialforschung spricht von einer „Logik des Entdeckens“ (Rosenthal 2008, S. 13). Demnach grenzt sie sich von einer Logik mit dem Ziel einer numerischen Verallgemeinerung ab, wie es die naturwissenschaftliche Forschung vorsieht (ebd.). Das naturwissenschaftlich positivistische Forschungsvorgehen kann demnach kaum dazu beitragen, menschliches Handeln konsequent zu erfassen (vgl. Lamnek 2005, S. 7).

2.1 Begriff, Merkmale & Themenfelder qualitativer Forschung

Der Begriff „qualitative Forschung“ ist ein Kollektivum für sehr heterogene theoretische, methodologische und methodische Zugänge sozialer Wirklichkeit. Qualitative Forschung ist keine Forschung unter Laborbedingungen. „Qualitative Forschung ist Feldforschung“ (Przyborski/ Wohlrab-Sahr 2014, S. 39). Kennzeichen einer qualitativ-empirischen Forschung ist es, ganzheitliche Eigenschaften eines sozialen Feldes möglichst gegenstandsnah zu erfassen (vgl. Krüger 2000, S. 324). Bogdan und Biklen (2007) sprachen in diesem Zusammenhang von einem „natural setting“. Sie beschreiben dieses wie folgt: „Qualitative researchers go to the particular setting under study because they are concerned with context [...]. They feel that action can best be understood when it is observed in the setting in which it occurs. [...] They want to know where, how, and under what circumstances it came into beeing [...] to divorce the act, word or gesture from ist context is, fort he qualitative researcher, to lose sight of significance“ (Bogdan/ Biklen 2007, S. 4). Mit „context“ ist in diesem Zusammenhang die Geschichte der Entstehung von etwas, die Bedingungen einer Entwicklung oder auch Formen, Umstände, Methoden, Einflüsse oder Entscheidungen einer Entwicklung gemeint. Der Grundgedanke der qualitativen Sozialforschung ist es, dass der Mensch nicht nur ein Untersuchungsobjekt, sondern auch ein erkennendes Subjekt ist. „Verstehen“ bildet den Kern des neuen Paradigmas einer erziehungswissenschaftlichen Forschung, „[...] die sich aus Traditionen des Symbolischen Interaktionismus, der Phänomenologie, der Ethnomethodologie und der Ethnologie heraus entwickelt, auch hermeneutische Traditionen wiederbelebt und frühe Forschungsansätze wiederentdeckt“ (Prengel/ Friebertshäuser/ Langer 2010, S. 20). Das Ziel des Forschungsprozesses kann nicht die Generierung einer Objektivität im Sinne der Naturwissenschaft sein da es hierzu einer Position außerhalb von Kultur, Gesellschaft und Geschichte bedürfe (vgl. Lamnek 2005, S. 32). Ziel sollte sein, Prozesse zu rekonstruieren, durch die soziale Wirklichkeit in ihrer sinnhaften Strukturierung hergestellt wird (ebd.).

Folgende Merkmale angelehnt an Lamnek (2005) erscheinen hilfreich um die qualitative Sozialforschung zu charakterisieren:

Interpretativ: Die soziale Realität wird nicht als objektiv vorgegeben aufgefasst. Ihr Sinn wird durch Interpretation und Bedeutungszuweisung konstruiert. Naturalistisch: Als Untersuchungsfeld gilt die natürliche Umwelt, welche mit naturalistischen Methoden beschrieben werden soll.

Kommunikativ: Die Regeln des alltäglichen Kommunikationsprozesses legen die Richtlinie der Methode fest, da die soziologische Forschungsmethode Kommunikation impliziert.

Reflexiv: Das qualitative Forschungsparadigma soll sich selbst in mehrfacher Hinsicht kritisch reflektieren.

Qualitativ: Qualitative Forschungsmethoden grenzen sich von standardisierten Methoden der empirischen Sozialforschung ab und beziehen sich auf nichtstandardisierte Formen um dem Gegenstand der Untersuchung angemessen und offen gegenüber zu treten.

(vgl. Lamnek 2005, S. 33).

Eine wichtige Voraussetzung für die qualitative Forschung ist die Offenheit des Feldzugangs, da diese auf eine möglichst komplexe Analyse des Gegenstandsfeldes abzielt. Dies bedeutet ganz konkret, dass qualitative Forschungsstrategien dem jeweiligen Gegenstandsbereich keine vorab formulierten Theoriekonzepte überstülpen. Somit grenzt sich das qualitative Forschungsparadigma klar von der quantitativen Forschung ab, welche im Vornhinein formulierte Hypothesen an der Wirklichkeit überprüfen möchte. Ziel der qualitativen Forschung ist es aber, Verallgemeinerungen und Modelle aus der möglichst unverstellten Erfahrung des/ der Forschenden im Untersuchungsfeld selbst zu gewinnen (ebd.). Zusammenfassend soll nach Prengel/ Friebertshäuser und Langer gelten:

„Qualitative Forschung sucht die Annäherung an komplexe Einzelfälle, sie interessiert sich für das Zusammenspiel von Makro-, Meso- und Mikroebene. Sie widmet sich den subjektiven und biographisch entstandenen Wirklichkeiten der Adressaten und Akteure pädagogischer Arbeit, den sozialen Interaktionen, den Konstruktionen von Sinn und Bedeutung im Leben von Einzelnen, den Gruppenprozessen und kollektiven Mustern. Es geht ihr darum Denken, Fühlen, Handeln oder Nicht-Handeln von Menschen zu verstehen. Um die Einzigartigkeit eines Menschen zu erfassen, genügt es nicht, ihn als Funktions- oder Symtomträger, Repräsentanten eines Phänomens oder Teil eines bereits klassifizierten Mechanismus zu betrachten, denn Menschen geben ihrem Leben Sinn und Bedeutung, sie verhalten sich eigenwillig und spontan, lassen sich nicht in vorgestanzte Schablonen pressen, fordern stets wieder unsere Fähigkeit zur

Neuinterpretation und Neubetrachtung heraus“(Prengel/ Friebertshäuser/ Langer 2010, S. 34).

Nach der ersten Phase der Rezeption qualitativer Konzepte und der zweiten Phase der empirischen Umsetzung und methodologischen Ausdifferenzierung war die in den 90er Jahren sich vollziehende dritte Phase durch einen Prozess der Normalisierung gekennzeichnet. Heute ist qualitative Forschung sowohl in der Erziehungswissenschaft wie auch innerhalb der anderen Sozialwissenschaften national und international anerkannt (vgl. Krüger 2000, S.327). Trotz dessen ist auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine gewisse Verunsicherung von Seiten der Vertreter etablierter Forschungsansätze zu verzeichnen. Diese ist oft durch eine weitgehende Unübersichtlichkeit im Feld, die gegenseitige Abschottung, Verteufelung oder durch einfache Missverständnisse geprägt. Abschließend ist jedoch zu sagen, dass an vielen Stellen die Bereitschaft festzustellen ist, zu einer systematischen Klärung der gemeinsamen Problemstellung beizutragen. Dies setzt voraus, dass quantitative und qualitative Forschungsansätze nicht als prinzipiell unvereinbare Verfahren zu begreifen sind. Sie sollten als sich ergänzende Alternativen im Feld empirischer Forschung verstanden und akzeptiert werden (vgl. Lamnek 2005, S. 5).

2.2 Differenzierung qualitativer Erhebungs-und Auswertungsmethoden

Unter dem Begriff der qualitativen Forschung sind verschiedene Ansätze zur Erhebung und Auswertung von Datenmaterial zusammengefasst. Es besteht ein Unterschied zwischen den theoretischen Annahmen, dem Gegenstandsverständnis und dem methodischen Fokus der Forschungsmethode. Bis heute bestehen große Differenzen bei dem Versuch, die aktuelle qualitative Forschungslandschaft zu systematisieren (ebd.). Da das Spektrum der qualitativen Methoden der Datensammlung und -erhebung kaum noch überschaubar ist, lässt es sich hinsichtlich der jeweils unterschiedlichen Aktivitäten nach Lüders und Reichertz (1986) in drei methodische Forschungsperspektiven untergliedern (vgl. Lamnek 2005, S. 28). Krüger (2000) unterscheidet angelehnt an Lüders und Reichertz drei Gruppen von Erhebungs- und Auswertungsverfahren qualitativer Sozialforschung. Die erste Gruppe bilden die sogenannten nichtreaktiven Verfahren, bei denen der Forscher kein Akteur der sozialen Situationen ist, sondern mit dem Material arbeitet, das er vorfindet. In der Erziehungswissenschaft spricht man in diesem Zusammenhang von der Sammlung und Auswertung von Tagebüchern, Autobiographien oder Schüleraufsätzen. Als zweite Gruppe können die verschiedenen Beobachtungsverfahren gesehen werden. Diese verlangt vom Forscher das Material selbst zu erzeugen. Das heißt, der Forscher muss sich seinen eigenen Feldzugang schaffen, eine bestimmte Rolle im Feld einnehmen, Notizen der Geschehnisse anfertigen und diese kontinuierlich auswerten (ebd.). Zur dritten Gruppe der Erhebungsverfahren gehören verschiedene Befragungstechniken. Hier ist der Forscher auf eine intensive Zusammenarbeit mit der/ den erforschten Person(en) angewiesen. Hierunter zählen Gruppendiskussionen oder verschiedene qualitative Interviewverfahren.

Auch im Bereich der Datenauswertung lassen sich nach Krüger (2000) grob drei Richtungen der qualitativen Datenauswertung differenzieren. Die erste Gruppe von Interpretationsverfahren richtet ihre Aufmerksamkeit bei der Datenauswertung auf die „[...] beschreibende Erschließung von Lebenswelten und auf den Nachvollzug subjektiven Sinns“ (Krüger 2000, S. 334). Diese Art der Auswertung zählt zu den deskriptiven Varianten der Datenauswertung. Der deskriptiven Orientierung entspricht die Priorität inhaltlicher Fragestellungen und das Ziel spezifische Gegenstandsbereiche explorativ zu strukturieren (vgl. Lamnek 2005, S. 29). Hierunter zählt beispielsweise das von Mayring (1991) entwickelte Konzept der qualitativen Inhaltsanalyse. Eine zweite Gruppe von Auswertungsstrategien hat zum Ziel Prozessstrukturen sozialen Handelns herauszuarbeiten. Im Zentrum der Konversationsanalyse als Hauptstrom der ethnomethodologischen Forschung steht die Analyse der formalen Mechanismen und Prinzipien mit denen Gesprächsabläufe und bestimmte Situationen hergestellt werden. Das benötigte Material stellen Transkriptionen von Tonband- oder Videoaufzeichnungen von Alltagsgesprächen oder auch Gerichtsverhandlungen dar. Die dritte zu nennende Gruppe von Auswertungsverfahren versucht Strukturen wie diese auszuwerten, die sich unabhängig vom Wissen der Handelnden als generative Muster durchsetzen. Neben der psychoanalytischen Textinterpretation ist hier vor allem das von Oevermann begründete Konzept der Objektiven Hermeneutik angesprochen, auf das später noch im Zusammenhang der teilnehmenden Beobachtung konkret eingegangen werden soll (ebd.).

Lamnek (2005) fasst die grundlegenden Sinnkonzepte der qualitativen Sozialforschung in folgender Tabelle übersichtlich zusammen. Den drei grundlegenden Sinnkonzepten in der qualitativen Forschung (subjektiver, sozialer und objektiver Sinn) werden die jeweiligen Erkenntnisziele, Basisparadigmen, Erhebungs- und Auswertungsmethoden zugeordnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Grundlegende Sinnkonzepte der qualitativen Sozialforschung (vgl. Lamnek 2005, S. 30)

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Details

Seiten
35
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668346581
ISBN (Buch)
9783668346598
Dateigröße
560 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v345058
Institution / Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,3
Schlagworte
beobachtungsverfahren methodologie sozialforschung

Autor

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