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Vergewaltigung im kulturellen Kontext

Tabubruch oder Selbstverschuldung des Opfers? Analyse der indischen Gesellschaft anhand des Fallbeispiels „India’s Daughter“

Hausarbeit 2016 18 Seiten

Ethnologie / Volkskunde

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Begriffsdefinition

3 Gesetzeslage Deutschland: Frauenrechte

4 Kultureller Diskurs in Indien
4.1 Gesetzliche Lage und Rechte der indischen Frau
4.2 Vergewaltigung in Indien
4.3 Wo steht die Frau in der Gesellschaft?
4.4 Wer wird von wem vergewaltigt und warum?
4.5 Opfer/Täter Darstellungen

5 Empirie: Dokumentation „India’s Daughter“
5.1 Hintergrund: Die Delhi Vergewaltigung
5.2 Auslöser und Folgen des Falles

6 Thematischer Vergleich: Präsenz von Vergewaltigung
6.1 Berichterstattung in Deutschland
6.2 Othering: Die schlimmen anderen

7 Zusammenführen der Ergebnisse: Analyse und Interpretation
7.1 Das Patriarchat als Rechtfertigung von Gewalt gegen Frauen?
7.2 Mienenfeld Emanzipation
7.3 Sex-Education als Lösung

8 Fazit und Schlussworte

9 Literaturverzeichnis

1 Vorwort

Vergewaltigung – Ein deftiges Thema. In aller Munde und doch ein Tabu, das nicht zur Sprache gebracht werden will. Im österreichischen Sprachgebrauch, ich bin selbst Österreicherin, hört man oft das Wort „vergenotwutzeln“, was prinzipiell vergewaltigen bedeutet. Vielmehr als Vergewaltigung selbst zu beschreiben, findet es in verschiedenen Kontexten Gebrauch. Ein zu stark gewürztes Essen wurde vergenotwutzelt, den Enkel, den man zu sehr drückt, vergenotwutzelt man. Die Frisur und das Outfit werden durch ein unnötiges Accessoire vergenotwutzelt, usw. Eine Gräueltat wird beschrieben, jedoch eine zumutbare, es ist eher schmunzelnd gemeint. Schon hier wird sprachlich die eigentliche Thematik, nämlich die Tragik der Gewalttat, verharmlost. Weshalb haben wir nicht andere Begriffe, um Belangloses auszudrücken? Vergewaltigungen waren in meinen Augen immer Straftaten, schreckliche Überfälle gegen ein Individuum, dass dieses verletzt, beschmutzt und geschändet. Trauma auslöst und das Opfer für Ewig in Angst und Schrecken leben lässt. Wie kann so etwas durch falschen Kontext ins Lächerliche gezogen werden? Und selbstverständlich verwende ich das Wort vergenotwutzeln auch.

Auf eine indische Dokumentation hin änderte sich meine Einstellung. In „India’s Daughter“ kommen die brutalen Vergewaltiger einer indischen Studentin zu sprechen, die nach dem Übergriff an ihren Verletzungen verstarb. Ein grauenhafter Fall, unmenschlich und absolut unverständlich, wie jemand zu so etwas fähig sein kann. Dennoch, als einer der Täter sich rechtfertigt, wird mir klar, dass selbst bei schrecklichen Schicksalen die Geschichte nicht nur aus der Opferperspektive betrachtet werden kann. Das warum des Täters ist ebenso wichtig in Augenschein zu nehmen. Der kulturelle, gesellschaftliche Kontext steht in allen Gewaltakten stets über dem Individuum selbst, das Taten erklärt und rechtfertigt.

In der vorliegenden Arbeit möchten wir uns Vergewaltigung in Indien im kulturellen Kontext ansehen, herausfinden, was ein Opfer als solches kennzeichnet und was einen Täter ausmacht. Wer darf wen vergewaltigen und warum? Wieso schreitet niemand ein, weshalb akzeptiert die Gesellschaft Gewalttaten gegen Frauen und unterstützt sie noch? Warum schreitet die Politik nicht ein und wie unterstützen die Medien ein radikales Mindset? Wir eignen uns erst einige Grundlagen der indischen Gesellschaft in Bezug auf Frauen an, um dann anhand des Fallbeispiels der Dokumentation ‚India’s Daughter‘ und Studien zur deutschen Presseberichterstattung eine Interpretation zu ermöglichen, die die Ursachen der massenhaften Vergewaltigungen in Indien und dem Bezug auf die westliche Welt erklären soll. In der Ausarbeitung berufe ich mich vermehrt auf Textquellen aus Online-Artikeln, die aktuelle Situationen in Indien sowie neue Gewaltdelikte schildern und dabei die Gesellschaft beschreiben. So können relativ aktuelle Meldungen mit dem leider zeitlosen Thema verknüpft werden

2 Begriffsdefinition

Was ist Vergewaltigung? Vergewaltigung kann vielseitig ausgelegt werden und findet ein individuell und gesellschaftlich verschiedenes Verständnis. Oft ist ihre Definition mit der jeweiligen Gesetzeslage verknüpft. So spricht das deutsche Strafgesetzbuch von der Nötigung zu Beischlaf, alles weitere dass dieser Kategorie nicht entspricht kann höchstens als versuchte Vergewaltigung bezeichnet werden. In der Gesellschaft wird dies kontrovers aufgefasst. Opfer von erzwungenem Oralverkehr etwa erleben ähnliche Erniedrigung und Traumatisierung. Demnach können alle sexuellen Handlungen, an denen sich die zweite Person nicht freiwillig sondern wehrlos und ohne Chance auf Entkommen beteiligt hat bzw. beteiligen musste, als Vergewaltigung bezeichnet werden. Tatsächlich empfinden Opfer Vergewaltigungen jedoch meist nicht als Sexualtat, sondern rein als Gewaltakt (Geisel 1995: 20f).

Experten definieren Vergewaltigungen meist aus der Kultur des Vergewaltigers heraus anstatt aus der Opferperspektive. Dabei ist die Tat laut Borges und Weis weit größer und schwerwiegender als der Übergriff selbst: „Rape is a total attack against the whole person affecting the victim’s physical, psychological and social identity“ (Winkler 1995: 158). So kann als weitere Definition etwa das anschließende, stets ausgelöste Trauma genannt werden, sowie der demütigende Aspekt, dass das eigentlich private und intime zur öffentlichen Sache wird (ebd. 156f).

3 Gesetzeslage Deutschland: Frauenrechte

Als Ausgang für die kulturelle Gegenüberstellung ein Auszug aus dem deutschen Strafgesetzbuch (StGB).

Wer auch immer jemanden in eine Situation zwingt, in der der andere (das Opfer) ungeschützt ist und der Barmherzigkeit des Angreifers unterliegt, wird jede sexuelle Nötigung mit mindestens 1 bis 15 Jahren Gefängnis bestraft.“ (India’s Daughter.com 2014).

Dies impliziert jegliche Art der Vergewaltigung, Nötigung und Bedrängnis, welche somit strafbar und gesetzeswidrig ist; folgend kann jede unfreiwillige, erzwungene sexuelle Handlung gegen ein Individuum zur Anzeige gebracht werden.

4 Kultureller Diskurs in Indien

4.1 Gesetzliche Lage und Rechte der indischen Frau

Der Indian Act von 2013 erlaubt es Frauen durch 2 Paragraphen Anklage gegen sexuelle Straftäter zu erheben. Allerdings sind diese nicht eindeutig formuliert und gewiss nicht für den Einsatz gegen häusliche oder sexuelle Gewalt gedacht, sondern etwa bezogen auf die Diskriminierung von Transgender, und daher vor Gericht schwierig vertretbar. Ein weiterer, tatsächlich auf Vergewaltigung bezogener Paragraph nimmt insbesondere Ehemänner, die ihre eigene Frau sexuell nötigen, vor dem Gesetz in Schutz: “Sexual intercourse or sexual acts by a man with his own wife, the wife not being under fifteen years of age, is not rape” (India’s Daughter.com) , liest sich im Indian Act von 2013. Dieses Gesetz gestaltet es für Ehefrauen schwierig, gegen ihre Männer Klage zu erheben. Oft lautet die Begründung des Richters für den Schulderlass auch, dass es sich um einen Einzelfall handelte, da interfamiliär bloß eine Frau vergewaltigt wurde (Sarkar 2015).

Indien weist zudem die weltweit höchste Anzahl an Hochzeiten mit Minderjährigen auf. Mittlerweile, auch auslösend des neuen Gesetzes von 2013 (siehe 4.2) ging die Zahl an verheirateten Mädchen unter 15 Jahren auf 18,2% zurück, die Anzahl an Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren stieg auf 29,2%. Ein Jahr zu warten erhöht die Gefahr von sexueller Gewalt des Ehemanns, bzw. eliminiert die Stimme der Frau rechtlich gänzlich (India’s Daughter.com 2014).

4.2 Vergewaltigung in Indien

In Indien werden stündlich 2 Frauen vergewaltigt, 1 missbraucht und 4 sexuell belästigt. Dennoch spricht die Gesellschaft nicht über die Problematik, es herrscht eine „Kultur des Schweigens“. Laut Vithika Yadav, die sich als Menschenrechtlerin für sexuelle Aufklärung in Indien einsetzt, führt gerade dieses Stillschweigen zu sexuellen Übergriffen, welche dann wiederum stillschweigend nicht gemeldet werden und die Tat wiederum nicht aufgeklärt werden kann (Yadav 2013: 07:30min.).

Indien ist ein Land, in dem sexuelle Gewalt gegen Frauen trotz Aufklärung und Protesten stetig zunimmt. 98% der Vergewaltiger sind dem Opfer bekannt, alle 22 Minuten wird ein neuer Fall gemeldet (India‘s Daughter.com 2014). Experten schätzen jedoch, dass nur etwa 4 von 10 Fällen tatsächlich gemeldet werden. Die vermutete Dunkelziffer ist erschreckend und lässt die Welt aufhorchen (siehe 5.2). Grund für die verhältnismäßig wenigen Meldungen sind kulturelle Stigmas, mit denen die Frau nach der Bekanntmachung des Angriffs auf sie leben muss und die ihrer Familie und ihrem Umfeld erheblichen Schaden durch Schande und Rufmord zufügen (Xu 2013).

4.3 Wo steht die Frau in der Gesellschaft?

Obwohl das Indische Recht Frauen vor Diskriminierung schützt, bleibt ihre Position in der Gesellschaft ungleich und der des Mannes unterlegen: Gerade in ärmeren Schichten bringen Frauen mehr Übel als Wohl, etwa wegen der hohen Mitgift an die Familie des Bräutigams, die die Brautfamilie nicht selten in den Ruin stürzt (vgl. Xu 2013). Eine potentielle Lösung dieses Problems ist die selektive Abtreibung des weiblichen Fötus. Bereits 1994 wurden Ultraschall zur Geschlechtsbestimmung und Abtreibung aufgrund des Geschlechts verboten. Dennoch werden jährlich schätzungsweise 3-4 Millionen weibliche Föten abgetrieben (Riecker 2014), 250,000 lebend geborene Töchter als Säuglinge getötet.

Als das gefährlichste Land für Mädchen bezeichnet, ist Sicherheit für die Hälfte der Bevölkerung selbstverständlich, für die andere Hälfte nicht gegeben; und zwar durch die Gesellschaft selbst. Mädchen sind alltäglichen Bedrohungen ausgesetzt, die von Diskriminierung bis hin zu Gewalt und eben auch Mord reichen. Diese systematische Eliminierung geschieht nur, weil die Gesellschaft sie zulässt, die Regierung sie ignoriert; man könnte von Völkermord sprechen.

Mädchen sind häufig unterernährt, erhalten wenig bis keine Bildung und werden mit 53% Wahrscheinlichkeit bereits im Kindesalter von Verwandten missbraucht (Wlazik 2014). Das ganze öffentliche System vertritt Frauenfeindlichkeit, angefangen beim Gesundheitssystem über Arbeitsmarkt bis hin zu Hygienevorrichtungen: In Indien verfügen besonders auf dem Land aber auch in öffentlichen Einrichtungen wie etwa Schulen nur wenige Gebäude über Toilettensysteme. Frauen müssen zur Notdurft das Feld aufsuchen, das dann schnell zum regelmäßigen Tatort wird. Die Errichtung sanitärer Anlagen in öffentlichen Gebäuden ist nicht priorisiert – Da die falsche Hälfte der Gesellschaft sie anfordert (Roß 2014).

4.4 Wer wird von wem vergewaltigt und warum?

94% der Vergewaltigungen werden von Bekannten des Opfers begangen. Die Anzahl an Frauen, die von ihren Ehemännern vergewaltigt werden ist 40mal höher als die Anzahl an Frauen mit unbekannten Tätern (Sarkar 2015).

Auch Töchter werden von Vätern und Onkeln misshandelt. Viele der Fälle werden nie gemeldet, da die Gefahr besteht, dass sie vor Gericht nicht durchkommen und die Töchter zurück zur Familie müssen.

Das bestehende Kastensystem macht vermehrt Frauen aus niedrigen Kasten zu Opfern sexuell motivierter Übergriffe, da Männer aus oberen Kasten denken, es sei ihr gutes Recht, dies zu tun. Untersuchungen ergaben einen Zusammenhang zwischen Besitz und Gewalt, in dem Sinne, dass besitzlose Frauen deutlich häufiger belästigt und missbraucht werden (Riecker 2014). Das Schicksal von Frauen aus insbesondere den Kasten der Unberührten wird von der Gesellschaft nicht beachtet, die Verbindung zwischen den Gräueln von sexueller Gewalt und der alltäglichen Realität der weiblichen Unterschicht nicht hergestellt. Niedriggestellte wurden Jahrhunderte lang durch Gewalt kontrolliert, insofern ist ihre Züchtigung durch höhere Kasten nur selbstverständlich und selbstverschuldet, insofern der Täter gutes Recht. Überproportional oft finden sich Vergewaltigungsopfer in den niedrigen Kasten (Roß 2014).

Bei einer Studie über Vergewaltigungen in Mumbai ergab sich außerdem, dass drei Viertel aller Fälle Übergriffe auf Minderjährige sind (Arakali 2015).

4.5 Opfer/Täter Darstellungen

"It is perceived that the husband has full right to be physical, in whichever way he feels like, and the wife has agreed to marry knowing fully well that she has to give in to the demands of her husband". (Sarkar 2015) Dieses Zitat eines indischen Psychologen in einem Artikel des CNN gibt bereits einen Einblick auf die Definition der Täter-Opfer-Beziehung. Der Mann ist der Frau überlegen, ist ihr Hausherr und hat damit Bestimmungsrecht über ihre Person. Ein verheirateter Mann kann nicht als Täter herangezogen werden, vielmehr ist es im Falle des Falles die Frau, die sich nicht pflichtbewusst verhalten hat.

Dem Mann wird selten die Schuld zugesprochen, viele Täter erkennen sie auch nicht bei sich. Ausreden wie es liege in der männlichen Natur, die Frau unterliege der Gewalt des Mannes oder auch die allgemeine Begründung, dass eine Frau nach acht Uhr abends nichts mehr vor dem Haus verloren habe, werden nicht selten genannt. Den Tätern fehlt es häufig an Schuldgefühlen und Scham, sie erkennen die Untat nicht und wiederholen die Tat daher oft häufig (Roß 2014).

5 Empirie: Dokumentation „India’s Daughter“

Produzentin Lesslee Udwin reist zwei Jahre nach der brutalen Gruppenvergewaltigung in Delhi, bei der die angegriffene Medizinstudentin ums Leben kam, nach Indien, um den Fall filmisch zu dokumentieren und die Welt aufhorchen zu lassen. In der Dokumentation porträtiert Udwin nicht nur die Familie des als „India’s Daughter“ bekannt gewordenen Mädchens, sondern führt auch einschneidende Interviews mit den Vergewaltigern selbst. Damit stellt sie der liebenden, trauernden Familie die absolut resonante, abwertende Haltung der Täter gegenüber und gibt so ein einschlägiges Bild der Gefahr des indischen Patriarchats. Obwohl angezeigt, eingesperrt und zum Tode verurteilt gestehen sich weder die mordenden Männer noch ihr Verteidiger die Schuld an ihrer Tat gegen das Mädchen ein. Die Zitate „We have the best culture. In our culture there is no place for women“ (India’s Daughter.com 2015) des richterlichen Verteidigers ML Sharma sowie die Kernaussage “A girl is far more responsible for rape than a boy” (ebd.) des Hauptangeklagten schockierten die ganze Welt. Udwin wirft Licht auf die männerdominierte Gesellschaft und Kultur, die Gewalt gegen Frauen nicht nur ermöglicht sondern auch anspornt (ebd.).

Kurz nach der Erstausstrahlung wurde „India’s Daughter“ in Indien verboten, die Verbreitung untersagt. Grund dafür sei die Darstellung der Experten als würden sie Vergewaltigung unterstützen. Tatsächlich sind gerade diese kontroversen Interviews es, die die Welt schockierten und zu Taten aufriefen (Sarkar 2015: ‚India’s Daughter‘…). Auf dem Film entstand eine Kampagne, die sich nach wie vor aktiv für Vergewaltigungsopfer, Aufklärung der Bevölkerung und Aufwecken der Regierungen in patriarchalen Nationen einsetzt (India’s Daughter.com).

5.1 Hintergrund: Die Delhi Vergewaltigung

Am 16. Dezember 2012 steigen Jyoti Singh und ein Freund nach einem Kinobesuch auf dem Nachhauseweg in einen Bus. Die Fahrer und Passagiere, 6 junge Männer, versperrten die Türen und vergewaltigten das Mädchen nach einander. Der Freund wurde bewusstlos geschlagen, Jyoti selbst auf brutalste Weise vergewaltigt. Anschließend warf man beide aus dem fahrenden Bus, wo der Junge Hilfe holte und die beiden ins Krankenhaus gebracht wurden. Tage später verstarb Jyoti an den ihr mit einer Eisenstange zugefügten Verletzungen (Riecker 2014).

[...]

Details

Seiten
18
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668343764
ISBN (Buch)
9783668343771
Dateigröße
552 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v344641
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München – Ethnologie
Note
1,7
Schlagworte
Vergewaltigung Indien Frauenschutz Frauenrechte Indien India's Daughter Delhi Vergewaltigung Berichterstattung Othering Patriarchat Gewalt gegen Frauen Emanzipation Sex-Education Täter Opfer

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Titel: Vergewaltigung im kulturellen Kontext