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Naturerfahrung in der Umweltpädagogik. Die Bedeutung unmittelbarer, sinnlicher Erfahrung von Natur für umweltgerechtes Verhalten.

Zwischenprüfungsarbeit 2004 33 Seiten

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

0. Einleitung

1. Naturerfahrung in der Umweltpädagogik
1.1 Das Verständnis des Begriffs „Erfahrung“
1.2 Das Verständnis des Begriffs „Natur“
1.3 Theoretisch direkte Wirkung von Naturerfahrung auf das Umwelthandeln

2. Naturerfahrung im komplexen Gefüge der Umweltpädagogik
2.1 Zweifel an der direkten Wirkung von Naturerfahrung auf das Umwelthandeln
2.2 Theoretisches Ziel von Naturerfahrung im komplexen Gefüge der Umweltpädagogik

3. Empirische Untersuchung zur Wirkung von Naturerfahrung auf Umwelthandeln

4. Zusammenfassung

5. Literaturverzeichnis

0. Einleitung

1) Thema der Arbeit

Das Thema der Arbeit ist die vieldiskutierte Bedeutung der sinnlichen Erfahrung von Natur in der Umweltpädagogik und ihr Einfluss auf umweltbewusstes Handeln. Der Gedanke, Naturerfahrung pädagogisch nutzbar zu machen, um damit der sich anbahnenden ökologischen Krise zu begegnen, ist nicht neu.

Seit den Veröffentlichungen des Club of Rome 1972[1], welche die Grenzen des Wachstums beschreiben und die ökologische Krise verdeutlichen, ist das Interesse für Umweltpädagogik und ihre Möglichkeiten, individuelles und gesellschaftliches Handeln in ökologischer Hinsicht verträglicher zu machen, erheblich angestiegen.[2]

Einen kleinen Ausschnitt der Bedeutung, welche Naturerfahrung heute, 25 Jahre nach den ersten Ansätzen, für die Umweltpädagogik und deren Aufgabe, der ökologischen Krise zu begegnen, zugeschrieben werden kann, soll diese Arbeit darstellen. Gerhard Becker formuliert die gegenwärtige Situation folgendermaßen:

„Die aktuelle Betonung und Begründung der sinnlichen Zuwendung zur Natur ist durchaus umstritten und bei genauerem Hinsehen auch in sich sehr vielfältig, widersprüchlich, zum Teil diffus, weil jeweils verschiedene Vorstellungen und Begriffe von Wahrnehmung, aber auch Natur zugrundegelegt werden oder weil der theorethische Hintergrund im Dunkeln bleibt.“ (Becker 2000, S.131)

Seit den 70er Jahren erlangten unterschiedliche Formen der Orientierung zur Natur hohe Bedeutung.[3] Diese Orientierungen zur Natur verwendeten oft Naturerfahrung als Ausgangspunkt ihrer praktischen Umsetzung. Mittlerweile wird, anknüpfend an die entwickelten Konzepte, Wahrnehmungsfähigkeit als notwendiger Bestandteil für die Umweltbildungs betrachtet. Entsprechend formuliert Becker weiter:

„Selbstverständlich gehört zu den Zielen einer ökologisch orientierten Bildung die (...) bewußte, sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit (...). Diese Fähigkeit ist elementare Voraussetzung jedes praxis- und handlungsrelevanten Wissens und Bewußtseins, das sonst in Gefahr steht, theoretisch-abstrakt und praktisch unwirksam zu bleiben. Die sinnliche Wahrnehmung als Ausgangspunkt und Ziel steht deshalb im Zentrum (...), genauer gesagt geht es um die >unvermittelte< sinnliche Wahrnehmung von Natur und Umwelt (...).“ (Becker 2000, S.135)

Anknüpfend an dieses Wissen und Bewusstsein stellt sich die Frage nach dem Einfluss, welchen Naturerfahrung auf das Umwelthandeln hat.

2) Ziel der Arbeit und deren Adressaten

Diese Arbeit soll die Bedeutung zeigen, die sinnliche Erfahrung der Natur in den ausgewählten Texten zur Umweltpädagogik hat und wie diese Bedeutung begründet wird. Dies soll geschehen, um erste Orientierungspunkte für die Betonung und Begründung sinnlicher Erfahrung der Natur in der Umweltpädagogik für Leser zu geben, welche sich gerade in die Thematik der Naturerfahrung einarbeiten.

Diese Arbeit ist demzufolge an alle Umweltpädagogen adressiert, welche sich noch keinen Überblick über die Frage nach der Notwendigkeit der sinnlichen Erfahrung der Natur in ihrem Tätigkeitsfeld verschafft haben, und natürlich auch Studenten der Pädagogik, welche sich ebenfalls mit dem Thema Umweltpädagogik auseinandersetzen.

3) Schlüsselbegriffe und deren Definitionen

Umwelt, Natur; die vom Menschen beeinflusste und unbeeiflusste Umwelt im kultivierten und im ursprünglichen Zustand, die Gesamtheit der deutlich beeinflussten Landschaften sowie der vom Menschen weitgehend unangetasteten Landschaften, die Gesamtheit der Flora und Fauna, aber auch die leblose Umwelt[4]

Sinnliche Erfahrung, Wahrnehmung; „Prozess der Informationsaufnahme aus Umwelt-

und Körperreizen (äußere und innere Wahrnehmung) und der Weiterleitung, Koordination und Verarbeitung dieser Reize im Gehirn. In diesen Prozess gehen individuelle Erfahrungen, Erlebnisse und subjektive Bewertungen ein. In der Regel folgen der Aufnahme und Verarbeitung von Information Reaktionen in der Motorik oder im Verhalten eines Menschen, die wiederum zu neuen Wahrnehmungen führen...“ (Zimmer 1995, S. 32)

Naturerfahrung, Umwelterfahrung; die unmittelbare, also nicht über ein künstliches, vom

Menschen geschaffenes Medium wie Bücher oder Fernsehen, übertragene, sinnliche Erfahrung, die in und an der Umwelt, bzw. Natur, speziell an Flora, Fauna und an deren Standorten sowie an der leblosen Umwelt gemacht wird und die gedankliche Auseinandersetzung mit dieser und dem Erfahrenen

Umweltpädagogik, Naturpädagogik; erstens die Bildung[5] im wissenschaftlichen Sinne aus

dem Themenbereich der Naturwissenschaften, zweitens die Erziehung[6] im wissenschaftlichen Sinne zu einem die Natur bewahrenden, ökologisch vertretbaren Verhalten, drittens die Befähigung zur Umsetzung des Gelernten und dem durch Umweltpädagogen vermittelten Wert die Umwelt als Lebensgrundlage des Menschen nicht zu vergiften und damit zu zerstören

Umwelthandeln; Verhalten bezüglich des Umgangs mit Umwelt beziehungsweise Natur

4) Leitfrage und Hypothesen

Welche Bedeutung hat unmittelbare, sinnliche Erfahrung der Natur, für Umweltpädagogik?

Die in diesem Sinn aufgestellte und zu überprüfende zentrale Hypothese lautet:

Sinnliche Erfahrung der Natur, also Naturerfahrung, wird in der Umweltpädagogik deshalb angewandt, weil sie zu einem die Umwelt bewahrenden, das heißt ökologisch vertretbaren, Umgang mit der Umwelt beim Individuum führt.

Ausgehend von dieser These können weiterführende Hypothesen formuliert werden:

a) Sinnliche Erfahrung der Natur, also Naturerfahrung, wird in der Umweltpädagogik deshalb angewandt, weil sie die Vermittlung des Wertes der Umwelt, notwendige Lebensgrundlage des Menschen zu sein, effizienter macht und über diese ökologisch-vertretbares Verhalten erzeugt.
b) Naturerfahrung wird in der Umweltpädagogik eingesetzt, um Menschen die Umwelt sinnlich bekannt zu machen, und um sie damit in die Lage zu versetzen, ökologisch vertretbare Entscheidungen zu treffen und umweltgerecht zu handeln.

5) Methodisches Vorgehen

Die verwendeten Hauptquellen werden in drei Kategorien[7] aufgeteilt und sollen mittels vergleichender Inhaltsanalyse unter bestimmten Kriterien[8] bearbeitet werden.

Im ersten Kapitel der Arbeit soll Literatur untersucht werden, die primär Naturerfahrung in ihrer theoretisch direkten Wirkung behandelt. Dazu gehören Winkel (1995), Cornell (1989), Knauer u. Brandt (1995) und Göpfert (1987) in Bolscho u. Seybold (1996). Dadurch soll der Stellenwert von Naturerfahrung in der Umweltpädagogik, so wie ihn diese Literatur festlegt, und die dem Stellenwert entsprechende, theoretisch geplante, direkte Wirkung von Naturerfahrung auf das Umwelthandeln selbst untersucht werden. Konkret soll erstens die Art und Weise untersucht werden, wie Naturerfahrung angewendet wird, zweitens die Reichweite dieser Anwendung von Naturerfahrung und drittens die theoretisch geplante, direkte Wirkung von Naturerfahrung auf das Umwelthandeln.

Im zweiten Kapitel der Arbeit wird Literatur untersucht, die Naturerfahrung in komplexere Gefüge der Umweltpädagogik bezüglich der Beeinflussung von Umwelthandeln einordnet. Dazu gehören Bolscho u. Seybold (1996), Becker (2000) und Becker (2001) sowie Schaar (1995) und Scholz (1997) als Kritiker der im ersten Kapitel dargestellten Konzepte. Die Bedeutung, die sie Naturerfahrung für das Umwelthandeln zuschreiben, wird mit der Bedeutung von Naturerfahrung für das Umwelthandeln, wie sie die im ersten Kapitel der Arbeit betrachteten Quellen angeben, in der Zusammenfassung (Kapitel 4) verglichen.

Im dritten Kapitel der Arbeit wird eine empirische Untersuchungen zur Wirkung von Naturerfahrung auf das Umwelthandlen kurz auf ihre Ergebnisse hin betrachtet. Bögeholz (1999) und Bittner (2002), welcher sich vielfach auf Bögeholz (1999) bezieht, sollen verwendet werden. Sie soll Hinweise auf die Richtigkeit der bis dahin beschriebenen Thesen und Konzepte zur Wirkung von Naturerfahrung auf das Umwelthandeln geben.

Im vierten Kapitel der Arbeit werden die gewonnenen Ergebnisse der Literaturanalyse aus Kapitel eins, zwei und drei, bezüglich der Bedeutung, der Naturerfahrung in der Umweltpädagogik zugeschieben wird, miteinander verglichen werden und die aufgestellte Fragestellung thesenhaft beantwortet werden.

6) Hauptquellen

1. Literatur, welche primär Naturerfahrung in ihrer theoretischen Wirkung behandelt:

Winkel (1995): In diesem Konzept hat die sensorische Erfahrung der Umwelt eine zentrale Bedeutung und das sogenannte pflegerisches Verhalten ist das höchstes Erziehungsziel.

Cornell (1989): Die sinnliche Erfahrung im Freiland steht im Mittelpunkt dieses Konzepts, um ein Umweltbewusstsein zu entwickeln und Umwelthandeln zu beeinflussen.

Knauer u. Brandt (1995): Der Nutzen von vielfältigen Naturerfahrungen mit allen Sinnen im Gegensatz zur theoretischen Wissensvermittlung für das Umwelthandeln wird vorgestellt.

Göpfert (1987): Ein theoretisches Konzept zur naturnahen Erziehung und Bildung.

2. Literatur, welche die Bedeutung von Naturerfahrung komplexer einzuordnen versucht:

2.1 Literatur, welche die direkte Wirkung von Naturerfahrung auf Umwelthandeln bezweifelt:

Schaar (1995): Das Problem von negativen Erfahrungen im Rahmen von Naturerfahrung bezüglich der Entwicklung einer positiven, emotionalen Bindung zur Natur wird beschrieben.

Scholz (1997): Das Problem aus Umweltliebe ein naturschützendes Verhalten zu entwickeln wird bezüglich der selektiven Wahrnehmung des Menschen erläutert.

2.2 Literatur, welche Naturerfahrung in komplexere Gefüge der Umweltpädagogik einordnet:

Bolscho u. Seybold (1996): Stattfindende schulische und außerschulische Umweltbildung die geschichtliche, theoretische Grundlage von Umweltbildung wird beschrieben.

Becker (2001): Die Geschichte der Umweltbildung seit den 70er Jahren wird beschrieben und es wird ein auf urbane Landschaften gerichtetes Umweltbildungskonzept entwickelt.

Becker (2000): Dies ist eine Sammlung seiner Aufsätze zum Thema Nachhaltigkeit.

3. Empirische Untersuchungen zur Wirkung von Naturerfahrung:

Bögeholz (1999): Die Zusammenhänge zwischen Naturerfahrung, Umweltwissen und Umwelthandeln werden auf einer empirischen Grundlage beleuchtet.

Bittner (2002): Es ist eine empirische Studie zur ausserschulischen Umweltbildung. Sie bezieht sich oft auf die Ergebnisse von Bögeholz (1999).

1. Naturerfahrung in der Umweltpädagogik

In diesem Kapitel der Arbeit soll die Bedeutung von Naturerfahrung bezüglich der Wirkung auf das Umwelthandeln untersucht werden, wie sie einfachere, direktere Konzepte in der Umweltpädagogik beschreiben.

Für die im zweiten Kapitel geführte Untersuchung der Wirkung und Zielsetzung von Naturerfahrung in komlexeren Gefügen der Umweltpädagogik bezüglich der Einflussnahme auf das Umwelthandeln, ist es unerlässlich, die Bedeutung der Begriffe Wahrnehmung und Natur, so wie sie in den einfacheren Konzepten zur direkten Wirkung von Naturerfahrung auf das Umwelthandeln verwendet werden, zu untersuchen. Dies soll in diesem ersten Kapitel der Arbeit geschehen. Dazu sollen entsprechend ausgesuchte Quellen der Umweltpädagogik auf ihre Verwendung des Begriffs Umwelt- beziehungsweise Naturerfahrung untersucht werden. Es gehören dazu Winkel (1995), Cornell (1989), Knauer u. Brandt (1995) und Göpfert (1987) in Bolscho u. Seybold (1996).

Der Inhalt des ersten Abschnitts dieser Untersuchung des Begriffs Naturerfahrung ist der im wissenschaftlichen Diskurs umstrittene Umfang von Sinnen, mit dem Naturerfahrung stattfinden soll und die Art und Weise, wie sie genau geschehen soll. Dieser Aspekt von Naturerfahrung wird durch das Verständnis des Begriffs Erfahrung festgelegt. Desweiteren soll die ebenfalls umstrittene Reichweite von Naturerfahrung, welche durch das Verständnis der Begriffe Natur und Umwelt festgelegt wird, untersucht werden.[9] Es soll also untersucht werden, was unter den Begriffen Umwelt beziehungsweise Natur und dem Begriff Erfahrung im Zusammenhang mit dem Begriff der Umwelt- beziehungsweise Naturerfahrung zu verstehen ist, so sie er in der ausgesuchten Literatur der Umweltpädagogik verwendet werden.[10] Das Verständnis dieser Begriffe fällt, wie sich im Verlauf der Literaturrecherche gezeigt hat, außerordentlich unterschiedlich aus.

Der dritte Abschnitt dieses Teils der Arbeit wird die Quellen auf Äußerungen zur theoretischen Wirkung von Naturerfahrung hin untersuchen, im Besonderen auf die Wirkung für das Umwelthandeln.

1.1 Das Verständnis des Begriffs „Erfahrung“

So wie sinnliche Wahrnehmung in der Einleitung definiert wurde, ist darunter der Gebrauch von fünf Sinnen[11] der Umweltwahrnehung als auch der Gebrauch von vier weiteren Sinnen[12] der Körperwahrnehmung zu verstehen. Der Begriff Erfahrung im Begriff Naturerfahrung beschreibt weitestgehend einen Akt unterschiedlich stattfindender Wahrnehmungen und die gedankliche Auseinandersetzung mit dem Wahrgenommenen.

Unterschiedliche Autoren haben sich mit dem Begriff der Naturerfahrung auseinandergesetzt und ihn mit unterschiedlichen Zielsetzungen für sich definiert. Denn wie man etwas wahrnimmt, also mit welchen Sinnen[13], und ob dies über ein Medium geschieht ist schließlich nicht zwingend festgelegt.[14]

Winkel beschreibt unter der Überschrift „Die Sinnesausstattung des Menschen und ihre Beziehung zur Natur und Umwelterziehung“ jene fünf klassischen Sinne in ihrer Funktion und ihrer Bedeutung für das bewusste Wahrnehmen.[15] Da die sinnliche Wahrnehmung mit der Erfahrung der Natur für ihn in unmittelbarem Zusammenhang steht und die Vorraussetzung für Naturerfahrung ist,[16] stellt er ausführlich mögliche Trainingsmöglichkeiten dieser Sinne dar.[17] Winkel erweitert seinen Katalog von Sinnen, welche für die Naturwahrnehmung notwendig sind um drei weitere physisch geprägte Sinne, welche sich als Körpersinne bezeichnen lassen.[18] Diese sind der Gleichgewichts- und Orientierungssinn, der Eigenbewegungssinn und der Wärmesinn.[19] Hinzu kommen weitere sogenannte „Sinne ohne Rezeptoren“ (Winkel 1995, S.203). Sie sind psychisch geprägt und stellen sich aus dem Laut-, Sprach und Wortsinn, dem Gedanken-, Begriffs- und Vorstellungssinn und dem Ich-Sinn zusammen. In dieser Zusammenstellung von zwölf Sinnen bezieht er sich dabei weitgehend auf Aeppli.[20] Die Unmittelbarkeit von Naturerfahrung wird dabei ausführlich mit dem Bezug auf Kükelhaus betont.[21]

[...]


[1] Becker verweist auf diese Veröffentlichungen. Vgl. Becker (2001), S.125. In den Fußnoten, Zitaten und Literaturverweisen im Text werden von Anfang an die Kurztitel der Literatur verwendet. Die genauen Literaturangaben zu den Kurztiteln sind im Literaturverzeichnis einzusehen.

[2] Vgl. Becker (2001), S.125.

[3] Zum Beispiel Göpferts Konzept, welches unter anderem betrachtet wird. Vgl. Becker (2001), S.125.

[4] In Europa gibt es abgesehen von wenigen Ausnahmen keine vom Menschen unbeeinflusste Umwelt. Jede europäische Landschaft ist also mehr oder weniger eine deutliche Kulturlandschaft.

[5] Vgl. Speck u. Wehle (Hg.) (1970), S.156f und vgl. Häcker u. Stapf (Hg.) (1998), S.130

[6] Vgl. Schiefele u. Krapp (Hg.) (1981), S.108f und vgl. Häcker u. Stapf (Hg.) (1998), S.245

[7] Die erste Kategorie bilden die Naturerfahrungskonzepte (Winkel (1995), Cornell (1989), Knauer u. Brandt (1995) und Göpfert (1987)), die zweite Kategorie bilden die komplexeren Umweltbildungskonzepte (Bolscho u. Seybold (1996), Becker (2000) und Becker (2001) und Kritiker (Schaar (1995) und Scholz (1997)), die dritte Kategorie bilden die empirischen Untersuchungen zur Naturerfahrung (Bögeholz (1999), Bittner (2002)).

[8] Diese werden im entsprechenden Kapitel ausführlich dargestellt.

[9] Die Kriterien für diese Untersuchung sind also die Bedeutung der Begriffe in der untersuchten Literatur, unabhängig von der getroffenen Definition von Naturerfahrung.

[10] Becker beschreibt dieses Problem. Vgl. Becker (2000), S. 131.

[11] Die klassischen Sinne Sehen, Hören, Tasten, Riechen, Schmecken sind gemeint. Vgl. Winkel (1995), S.161.

[12] Winkel beschreibt neben den fünf Sinnen weitere vier physisch geprägte Sinne, Winkel trennt ähnlich wie Zimmer Umweltwahrnehmung und Körperwahrnehung. Diese Sinne werden bei der Untersuchung von Winkels Konzept aufgezählt. Vgl. Winkel (1995), S.161 u. Zimmer (1995), S. 32.

[13] Mit Sinnen sind die fünf klassischen Sinne und auch weitere denkbare Sinne gemeint. Winkel beschreibt vier weitere physisch und drei weitere psychisch geprägte Sinne. Vgl. Winkel (1995) S.203.

[14] Eigene und medial vermittelte Erfahrung wird differenziert; Vgl Knauer (1995), S.38.

[15] Vgl. Winkel (1995), S. 159.

[16] Vgl. Winkel (1995), S. 165.

[17] Winkel bezieht sich bei der Entwicklung dieser Trainingsmöglichkeiten immer wieder auf andere Autoren, welche sich mit der Sinneswahrnehmung beschäftigt haben, so z. B. Kükelhaus (1982) aber auch Cornell (1989).

[18] Vgl. Zimmer (1995), S. 32.

[19] Vgl. Winkel (1995), S.169 , S.178 und S.196.

[20] Aeppli, W.: Sinnesorganismus, Sinnesverlust, Sinnespflege,; Freies Geistsleben, Stuttgart 1967.

[21] Vgl. Winkel (1996), S160f.

Details

Seiten
33
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638346320
ISBN (Buch)
9783638679923
Dateigröße
581 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v34406
Institution / Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen – Pädagogisches Seminar
Note
1,3
Schlagworte
Naturerfahrung Umweltpädagogik Bedeutung Erfahrung Natur Verhalten

Autor

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