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Wirtschaftliche Entwicklung und Wirtschaftspolitik in ausgewählten lateinamerikanischen Ländern seit dem Jahr 2000

Seminararbeit 2016 27 Seiten

BWL - Wirtschaftspolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Einleitende Überlegungen
1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Abgrenzung des Themas

2 Definitionen
2.1 Bruttoinlandsprodukt
2.2 Arbeitslosenquote
2.3 Handelsbilanz
2.4 Außenhandel

3 Lateinamerika – Begriffsbestimmung und aktuelle wirtschaftliche Situation
3.1 Definition Lateinamerikas
3.2 Aktuelle wirtschaftliche Situation Lateinamerikas

4 Wirtschaftliche Entwicklung und Wirtschaftspolitik Brasiliens seit dem Jahr 2000
4.1 Länderprofil Brasilien
4.2 Wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens seit dem Jahr 2000
4.2.1 Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes seit dem Jahr 2000
4.2.2 Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Brasilien seit dem Jahr 2000
4.2.3 Entwicklung des Außenhandels in Brasilien seit dem Jahr 2000
4.2.4 Entwicklung der wichtigsten Wirtschaftssektoren in Brasilien seit dem Jahr 2000
4.3 Wirtschaftspolitik Brasiliens seit dem Jahr 2000

5 Fazit und Ausblick

6 Literatur- und Quellenverzeichnis

7 Anlagen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Brasilien: Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen von 2000-2015 (in Mrd. US-Dollar), Eigene Darstellung in Anlehnung an IWF und Statista (2016); *geschätzter Wert 12

Abbildung 2 Arbeitslosenquote in Brasilien von 2000 bis 2016, Eigene Darstellung in Anlehnung an IWF und Statista (2016); * geschätzte Werte 14

Abbildung 3 Handelsbilanzsaldo Brasiliens (in Mrd. US-Dollar) von 2000 bis 2015, Eigene Darstellung in Anlehnung an WTO und Statista (2016) 15

Abbildung 4 Anteil der Sektoren am BIP von 2000 bis 2014, Eigene Darstellung in Anlehnung an World Bank und Statista (2016) 17

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes Brasiliens von 2000 bis 2014 (gegenüber dem Vorjahr). Eigene Darstellung in Anlehnung an Daten der Weltbank (2016)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Einleitende Überlegungen

Lateinamerika hat in den letzten Jahren politisch und vor allem wirtschaftlich große Fortschritte erzielen können.

Seit dem Jahr 2000 verzeichnen viele lateinamerikanische Staaten ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum, das auch die letzte weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise nicht stoppen konnte.

Trotz all der positiven Entwicklungen gibt es dennoch große wirtschaftliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Während manche Länder der Region in den letzten Jahren zu wichtigen globalen Akteuren aufstiegen, konnten sich andere Länder wirtschaftlich kaum entwickeln und kämpfen immer noch mit einer großen anhaltenden Armut.[1]

Es zeigt sich, dass sich die verschiedenen Länder der Region Lateinamerikas in ganz unterschiedlicher Weise entwickelten. Eine genauere Betrachtung einzelner Länder Lateinamerikas im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung und wirtschaftspolitische Aspekte scheint lohnenswert.

In der folgenden Seminararbeit werden daher die wirtschaftliche Entwicklung und die Wirtschaftspolitik einzelner ausgewählter Länder Lateinamerikas seit dem Jahr 2000 dargestellt.

1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit

In der vorliegenden Seminararbeit wird aufgezeigt, wie sich die Wirtschaft und Wirtschaftspolitik ausgewählter lateinamerikanischer Länder seit dem Jahr 2000 entwickelte. Dabei wurde exemplarisch das Land Brasilien gewählt und genauer analysiert, da dies sowohl das einwohnerstärkste, als auch flächenmäßig größte Land der Region ist und zudem in den letzten 16 Jahren beachtliche wirtschaftliche Entwicklungen vollzogen hat.

Die Arbeit ist in vier Kapitel unterteilt.

Zunächst werden dabei in Kapitel 2 alle Indikatoren definiert, anhand derer die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens dargestellt wird. Danach wird Lateinamerika in Kapitel 3 in geographischer Hinsicht definiert und die aktuelle wirtschaftliche Situation Lateinamerikas dargestellt. In Kapitel 4 folgt eine detailliertere Betrachtung Brasiliens. Dabei wird zunächst die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens seit 2000 anhand verschiedener wirtschaftlicher Indikatoren dargestellt. Darauf folgt in Kapitel 4.3 eine Analyse der wichtigsten wirtschaftspolitischen Maßnahmen des Landes seit dem Jahr 2000. Die Seminararbeit endet in Kapitel 5 mit einem Fazit und einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse der Seminararbeit.

1.3 Abgrenzung des Themas

Durch den Titel bzw. die Thematik der Seminararbeit ergibt sich, dass die wirtschaftliche Entwicklung und Wirtschaftspolitik seit 2000 lediglich für eine Auswahl an Ländern Lateinamerikas dargestellt werden soll. Diese Seminararbeit betrachtet dabei Brasilien genauer

Diese Seminararbeit betrachtet dabei das lateinamerikanische Land Brasilien genauer. Eine vollumfängliche Betrachtung der wirtschaftlichen Entwicklung und der Wirtschaftspolitik aller Länder Südamerikas wäre im Rahmen einer Seminararbeit zu umfangreich.

Ebenfalls erfolgt im Hauptteil die Darstellung der wichtigsten wirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignisse seit dem Jahr 2000. Auch bei der Analyse der Wirtschaftspolitik der beiden lateinamerikanischen Länder wird nur auf eine Auswahl von wirtschaftspolitischen Maßnahmen eingegangen, da eine vollumfängliche Bearbeitung der Thematik im Rahmen einer Seminararbeit zu ausführlich wäre.

2 Definitionen

2.1 Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt wird als wichtigster Indikator für Konjunktur und Wirtschaftswachstum in einer Volkswirtschaft angesehen. Das statistische Bundesamt definiert das Bruttoinlandsprodukt als „M aß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum. Es misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen (Wertschöpfung), soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden.“ [2]

Das BIP wird in jeweiligen Preisen und preisbereinigt errechnet. Die reale Wirtschaftsentwicklung im Zeitablauf wird frei von Preiseinflüssen auf Vorjahresbasis dargestellt. Die Veränderungsrate des preisbereinigten BIPs dient als Messgröße für das Wirtschaftswachstum von Volkswirtschaften. Das Bruttoinlandsprodukt kann sowohl über die Entstehungs-, Verteilungs-, oder Verwendungsrechnung ermittelt werden. Berechnet wird das BIP dann folgendermaßen: „In der Entstehungsrechnung wird die Summe der Bruttowertschöpfungen der einzelnen Wirtschaftsbereiche ausgehend von den jeweiligen Produktionswerten nach Abzug der Vorleistungen gebildet. In der Verwendungsrechnung werden Konsumausgaben der privaten Haushalte, der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck und des Staates, Bruttoanlageinvestitionen, Vorratsveränderungen und der Nettozugang an Wertsachen sowie der Außenbeitrag unterschieden.“ [3] Die Verteilungsrechnung erfolgt erst, nachdem das BIP über die Entstehungs- und Verwendungsrechnung ermittelt wurde. Das Bruttonationaleinkommen (BNE) wird ermittelt, in dem der Saldo der Primäreinkommen gegenüber dem Ausland vom BIP abgezogen wird. Die Bruttogrößen unterscheiden sich von den Nettogrößen durch die Berücksichtigung der Abschreibungen.[4] Man unterscheidet zudem zwischen einem nominalen Bruttoinlandsprodukt und einem realen Bruttoinlandsprodukt. Das reale BIP berücksichtigt Inflation und Wertschwankungen von Währungen.[5]

2.2 Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote ist der Anteil der Arbeitslosen an den Erwerbspersonen. Bei international vergleichbaren Arbeitslosenquoten nach Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), werden Personen als arbeitslos bezeichnet, wenn sich nicht erwerbstätig sind, aktiv nach Arbeit suchen und sofort verfügbar ist.[6]

2.3 Handelsbilanz

Die Handelsbilanz ist Teil der Leistungsbilanz innerhalb der Zahlungsbilanz. In ihr werden grenzüberschreitende Warenströme (Import und Export) erfasst und gegenübergestellt. Man spricht von einem Handelsbilanzdefizit bzw. einer passiven Handelsbilanz, wenn die Einfuhren größer sind als die Ausfuhren. Wenn der Wert der Ausfuhren den Wert der Einfuhren übersteigt, besteht ein Handelsbilanzüberschuss, auch aktive Handelsbilanz genannt.[7]

2.4 Außenhandel

Der Außenhandel ist der grenzüberschreitende Warenverkehr eines Landes bzw. Erhebungsgebietes mit dem Ausland, wobei alle körperlich ein- und ausgehenden Waren erfasst werden.[8]

3 Lateinamerika – Begriffsbestimmung und aktuelle wirtschaftliche Situation

3.1 Definition Lateinamerikas

Unter dem Begriff Lateinamerika fasst man alle Länder in Mittel- und Südamerika, sowie der Karibik zusammen, in welchen eine romanische Sprache gesprochen wird. In der Literatur existieren jedoch unterschiedliche Definitionen Lateinamerikas. Generell werden vor allem spanisch- und portugiesischsprachige Länder zu Lateinamerika gezählt, in wenigen erweiterten Definitionen jedoch auch französischsprachige.

Fokussiert man sich auf Länder, in denen Spanisch oder Portugiesisch gesprochen wird, so zählt der komplette Südamerikanische Raum zu Lateinamerika. Mexiko als mittelamerikanischer Staat und die Länder der Karibik werden per Definition ebenfalls zu Lateinamerika gezählt.[9]

In der vorliegenden Seminararbeit werden wie im Großteil der Definitionen Länder zu Lateinamerika gezählt, in denen die Amtssprache Spanisch bzw. Portugiesisch ist.

3.2 Aktuelle wirtschaftliche Situation Lateinamerikas

Die Region Lateinamerika ist aktuell von großen wirtschaftlichen Unterschieden geprägt.

Schwellenländer wie Brasilien und Mexiko konnten sich zu wichtigen globalen Akteuren entwickeln. Weitere aufstrebende Staaten wie Kolumbien oder Peru profitieren von steigenden Rohstoffeinnahmen und einer soliden Haushaltspolitik, währenddessen jedoch Entwicklungsländer wie Guatemala, Nicaragua und Honduras von großer, anhaltender Armut betroffen sind sich wirtschaftlich kaum entwickeln konnten.[10]

Betrachtet man das nominale Bruttoinlandsprodukt der zehn einwohnerstärksten Länder Lateinamerikas aus dem Jahr 2014 in Anlage 1, so zeigen sich regionale Unterschiede der einzelnen lateinamerikanischen Länder auch hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Brasilien und Mexiko als einwohnerstärkste Länder im lateinamerikanischen Raum weisen ein vergleichsweise hohes Bruttoinlandsprodukt auf, wie in Anlage 1 zu sehen ist. Im Jahr 2014 betrug das Bruttoinlandsprodukt Brasiliens 2417,16 Milliarden US-Dollar, das Bruttoinlandsprodukt Mexikos 1297,85 Milliarden US-Dollar. Hingegen weisen Guatemala oder Ecuador ein vergleichsweise sehr geringes Bruttoinlandprodukt auf, was auch in Anlage 1 deutlich zu sehen ist. Das BIP Guatemalas Betrug im Jahr 2014 53,83 Milliarden US-Dollar, das BIP Ecuadors 100,92 Milliarden US-Dollar. Es zeigt sich, dass sich die wirtschaftliche Leistung der Länder im lateinamerikanischen Raum deutlich unterscheidet. Brasilien und Mexiko haben das mit Abstand höchste Bruttoinlandsprodukt, während die Mehrzahl der bevölkerungsreichsten Länder Lateinamerikas jedoch ein vergleichsweise geringes Bruttoinlandsprodukt hat. (Siehe auch Anlage A1). Die Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes für den Raum Lateinamerika gehen aktuell zurück. Es zeigt sich, dass diese deutlich geringer sind als noch vor einigen Jahren und die Region einen starken Rückgang des wirtschaftlichen Wachstums verzeichnen muss. Während das BIP für den gesamten lateinamerikanischen Raum im Jahr 2010 noch um 6,3 Prozent stieg, betrug die Wachstumsrate im Jahr 2014 lediglich 1,2 Prozent. Für das Jahr 2015 wird sogar eine negative Wachstumsrate von -0,4% geschätzt. Für 2016 wird eine leicht positive Wachstumsrate von 0,2% erwartet. Negative Wachstumsraten des BIPs werden in 2016 für Brasilien (-2,0%) und Venezuela (-7,0%) erwartet.[11]

4 Wirtschaftliche Entwicklung und Wirtschaftspolitik Brasiliens seit dem Jahr 2000

4.1 Länderprofil Brasilien

Die Föderative Republik Brasilien ist der fünftgrößte Staat der Erde und der größte Staat im Lateinamerikanischen Raum. Brasilien umfasst eine Fläche von mehr als 8,5 Millionen Quadratkilometern, was 47 % der Fläche Südamerikas beträgt. Insgesamt hat Brasilien etwa 204.5 Millionen Einwohner[12] und ist damit zudem auch das einwohnerstärkste Land im lateinamerikanischen Raum.

Die Amtssprache des Landes ist Portugiesisch in brasilianischer Variante, daher kann Brasilien als lateinamerikanisches Land eingeordnet werden.

Der Regierungssitz Brasilien ist Brasília, die Staatsform Brasiliens ist eine Präsidiale föderative Republik. Staatsoberhaupt und Regierungschefin seit 01.Januar 2011 ist die Politikerin Dilma Vana Rousseff.[13] Im Mai 2016 erfolgte jedoch die Amtserhebung der Regierungschefin für 180 Tage, aufgrund von Vorwürfen gegen Rousseff, Budgetregeln verletzt zu haben.[14]

Dank des starken Anstiegs des Bruttoinlandsproduktes ist Brasilien laut IWF mittlerweile die neuntgrößte Volkswirtschaft der Welt (Stand 2015).[15] Das Schwellenland ist seit 2001 teil der Gemeinschaft der BRICS-Staaten, einer Interessensgemeinschaft aus fünf Schwellenländern, zu denen neben Brasilien auch Russland, Indien, China und Südafrika zählen.[16]

4.2 Wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens seit dem Jahr 2000

Im folgenden Kapitel wird die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens anhand ausgewählter wirtschaftlicher Indikatoren dargestellt. Dabei wurden die ausgewählten Indikatoren vorab in Kapitel 2 erklärt und dargelegt, was der gewählte Indikator aussagt.

4.2.1Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes seit dem Jahr 2000

Um die wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens seit 2000 beurteilen zu können, wird zunächst die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes in Abbildung 1 genauer betrachtet.

Die genauere Betrachtung des BIP im Verlauf der letzten 15 Jahre zeigt, dass Brasilien sein Bruttoinlandsprodukt seit der Jahrtausendwende deutlich erhöhen konnte. Zu Beginn des Betrachtungszeitraums im Jahr 2000 betrug das BIP Brasiliens 655,45 Mrd. US-Dollar. Es folgte ein kurzer Abwärtstrend aufgrund einer vorübergehenden Zahlungsbilanzkrise Brasiliens im Jahr 2002, die durch politische Faktoren verursacht wurde.[17] Das BIP sank dabei im Jahr 2002 auf 509,80 Mrd. US-Dollar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1Brasilien: Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen von 2000-2015 (in Mrd. US-Dollar), Eigene Darstellung in Anlehnung an IWF und Statista (2016); *geschätzter Wert

Seit dem Jahr 2002 begann das BIP des Landes jedoch wieder kontinuierlich zu steigen. (siehe auch Abbildung 1)

Betrachtet man den Zeitraum von 2002 bis 2008, so zeigt sich, dass sich das BIP in diesem Zeitraum nahezu verdreifachte. Es stieg in einem Zeitraum von nur 6 Jahren von 509,80 Mrd. US-Dollar (BIP 2002) auf 1695,86 Mrd. US-Dollar an (BIP 2008).

Gründe für das kontinuierliche Wachstum des Bruttoinlandsproduktes waren unter anderem die weltweit gestiegenen Rohstoffpreise, steigende Löhne und der verbesserte Zugang zu Verbraucherkrediten.[18]

Einen ersten Einbruch dieser positiven Entwicklung gab es im Jahr 2009.

Erstmals seit dem Jahr 2002 stieg das BIP nicht kontinuierlich an, sondern sank im Vorjahresvergleich um 26,65 Mrd. US-Dollar (siehe auch Abbildung 1). Grund dafür war die globale Wirtschafts- und Finanzkrise, die Brasilien im letzten Quartal des Jahres 2008 erreichte.[19] Brasilien war jedoch eines der Länder, das weniger stark von der Krise getroffen wurde und konnte bereits im Jahr 2010 wieder einen deutlichen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes verzeichnen.[20] Gründe dafür, dass Brasiliens Wirtschaft weniger stark von der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise getroffen wurden sind unter anderem der stabile Binnenkonsum, sowie die Stabilität der Finanzinstitute und der Währung.[21] Darüber hinaus sorgten auch wirtschaftspolitische Maßnahmen der damaligen Regierung dafür, dass das Land weniger stark von der Krise getroffen wurde. Diese werden in Kapitel 4.3 näher betrachtet.

In 2010 wurde die höchste Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes seit 25 Jahren erreicht. Hierbei stieg das BIP um 7,5% gegenüber dem Vorjahr auf 2208,71 Mrd. US-Dollar an (siehe auch Tabelle 1). Im Jahr 2011 betrug das BIP Brasiliens 2612,46 Mrd. US-Dollar und erreichte damit einen Spitzenwert.

[...]


[1] Vgl. Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (2016)

[2] Statistisches Bundesamt (Destatis) (2015), s. 8

[3] Gabler Wirtschaftslexikon (2016)

[4] Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon (2016)

[5] Vgl. Statista (2016)

[6] Vgl. Institut der deutschen Wirtschaft Köln (2009)

[7] Vgl.Deutsche Bundesbank (2016)

[8] Vgl. Statistisches Bundesamt (2016)

[9] Vgl. Adveniat (2016)

[10] Vgl. KfW (2016)

[11] Vgl. Economic Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC) (2015), S. 58 ff.

[12] Vgl. KPMG (2011), S. 10

[13] Vgl. Auswärtiges Amt (2016)

[14] Vgl. Boadle (2016)

[15] Vgl. IWF (2016)

[16] Vgl. Prys und Franz (2014), S.2

[17] Vgl. Cardim de Carvalho und Pires de Souza. (2011), S.1

[18] Vgl. Auswärtiges Amt (2016)

[19] Vgl. De la Fontaine und Stehnken (2012), S. 275

[20] Vgl. Cunha et al. (2011), S. 1

[21] Vgl. LIPortal (2016)

Details

Seiten
27
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668337954
ISBN (Buch)
9783668337961
Dateigröße
1.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v343499
Institution / Hochschule
Hochschule Aschaffenburg
Note
Schlagworte
Wirtschaftspolitik wirtschaftliche Entwicklung Lateinamerika globale Akteure

Autor

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