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Die richtige Vorbereitung als Schlüssel einer wirkungsvollen Präsentation

Seminararbeit 2016 22 Seiten

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Definition des Wortes Präsentation
1.2. Die drei Arten einer Präsentation
1.2.1. Informationspräsentation
1.2.2. Unterhaltungspräsentation
1.2.3. Überzeugungspräsentation

2. Die Vorbereitung einer wirkungsvollen Präsentation
2.1. Modell zur Analyse der Zuschauer
2.1.1. Das LimbicColor®-Modell
2.1.2 Die Weiterentwicklung des LimbicColor®-Modells
2.2. Die Presentation-Booster-Methode
2.2.1. Die Analyse
2.2.2 Die Konzeption
2.2.3. Die Umsetzung
2.2.4. Das Training

3. Das Fazit

4. Quellenverzeichnis
4.1. Literaturverzeichnis
4.2. Elektronische Quellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Das LimbicColor®-Modell

Abbildung 2: MotivChart mit vier Farbtypen

Abbildung 3: Sieben Fragen, um ihre Zuhörer zu verstehen

Abbildung 4: Objektive und subjektiv wirksame Anteile von Einleitung, Hauptteil und Schluss

Abbildung 5: Das Pareto-Prinzip

Abbildung 6: InhaltsChart

Abbildung 7: StrukturChart

Abbildung 8: Studienhauptfächer von Präsentationsprofis

Abbildung 9: Wirkungskiller und Aufmerksamkeitszerstörer

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Welche Informationen wir aufnehmen

Abstract

Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit der Thematik einer wirkungsvollen Präsentation. Da das bevorzugte Medium unserer Zeit immer häufiger in Präsentationsprogrammen liegt, wird sich diese Seminararbeit mit dieser bestimmten Form der Präsentation auseinandersetzen. Als zentrales Kernthema wird dabei die Frage nach der richtigen Vorbereitung mit dem Schwerpunkt der geeigneten Publikumsanalyse beantwortet. Diese beiden Schritte stellen die Grundvoraussetzung, die Basis für den späteren Vortrag und somit das Ergebnis da. Sie bilden also die entscheidende Weiche zwischen Erfolg und Misserfolg. Abschließend wird noch eine grundlegende Methodik zur richtigen Vorgehensweise innerhalb der Vorbereitungsphase dargestellt und erläutert.

1. Einleitung

Eine Präsentation ist vor allem in unserer heutigen multimedialen Welt zu einem wichtigen Instrument geworden, um seine Zuhörer präzise und zielgerichtete Informationen zu vermitteln. Präsentationsprogramme wie PowerPoint, Keynote, Prezi und Konsorten spielen daher eine immer größer werdende Rolle in unserem Alltag und in unserem Berufsleben. „Ein Beamer in Kombination mit einem Laptop ist heute das Visualisierungsmedium im betrieblichen Bereich“[1] geworden. Es müssen hierbei Arbeitsergebnisse dargestellt, Projekte beschrieben oder Mitarbeiter und Kollegen informiert werden.[2] Es ist also eindeutig zu erkennen, dass der Beamergestützten Präsentation eine sehr wichtige Rolle zukommt. Umso wichtiger ist es, diese bestimmte Form und ihre damit einhergehenden Herausforderungen zu beherrschen, um auf diese Weiße mit einem souveränen Auftritt glänzen zu können. Das entscheidende Erfolgskriterium liegt hierbei im Wirkungsgrad, also in der zentralen Frage: „Wie gelingt es mir meine Präsentation so zu gestalten, dass sie bei meinen Zuhörern die gewünschte Wirkung erzielt.“

Die zentrale Antwort auf diese Frage findet sich in der Vorbereitung wieder. Sie bildet die wesentliche Grundvoraussetzung, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. „In allen Dingen hängt der Erfolg von den Vorbereitungen ab.“[3]

Bei einer Präsentation spielt neben dieser Komponente noch eine zweite Komponente, die des eigentlichen Vortrages, eine wichtige Rolle. Da diese jedoch auf der ersten Komponente aufbaut, wird sich diese Seminararbeit nur mit der Thematik der richtigen Vorbereitung befassen. Auf die Problematiken die beim Präsentieren auftreten können, wird an dieser Stelle nicht weiter eingegangen.

Hierfür wird im nachfolgenden zunächst der Begriff der Präsentation definiert und in drei verschiedene Klassen unterteilt.

1.1. Definition des Wortes Präsentation

Die Bedeutungen und damit einhergehenden Erwartungen rund um den Begriff der Präsentation, sind stellenweise sehr breit gefächert und können stark variieren. Um etwaige Fehler oder mögliche Verständigungsprobleme - durch ein zu Grunde legen einer bereits bekannten abweichenden Definition - zu vermeiden, wird diese für den weiteren Verlauf festgelegt. Eine nach wie vor gängige Definition des Wortes lautet wie folgt:

„Eine oder mehrere Personen stellen für eine bestimmte Zielgruppe bestimmte Inhalte oder Sachaussagen oder Produkte da. Ziel ist es die Gruppe zu informieren und zu überzeugen. Die Darstellung wird unterstützt durch bildhafte Mittel. An die Darstellung schließt sich eine Fragestunde oder Diskussion an.“[4]

Dieser Definition liegt auch die vorliegende Seminararbeit zu Grunde.

1.2. Die drei Arten einer Präsentation

Anhand der Definition (siehe 1.1. Definition des Wortes Präsentation) ist zu erkennen, dass der Content der Präsentation immer für eine bestimmte Zielgruppe vorbereitet und vorgestellt wird. So verschieden meine jeweiligen Zielgruppen in den einzelnen Präsentationen sein können, so mannigfaltig können auch die unterschiedlichen Ziele sein, welche damit verfolgt werden. „Jede Präsentationsart erfordert aufgrund ihrer spezifischen Zielsetzung einen anderen Aufbau, eine andere Aufbereitung der Inhalte und eine andere Gestaltung und Inszenierung.“[5]

Aus diesem Grund lassen sich Präsentationen - vereinfacht dargestellt - in drei verschiedene Typen, sogenannte Klassen unterteilen.

1.2.1. Informationspräsentation

Die Informationspräsentation ist gekennzeichnet durch ihr oberstes Ziel der Wissensvermittlung. Im zentralen Fokus steht die Weitergabe des Wissens vom Präsentator an das Auditorium und weniger die gestalterischen Punkte wie Design, den allgemeinen Präsentationsrahmen oder auch dem persönlichen Auftreten. Anzutreffen ist diese Form vor allem im Bereich Training und Weiterbildung oder in Lehre und Forschung.[6]

1.2.2. Unterhaltungspräsentation

„Unterhaltungspräsentationen dienen dem Vergnügen der Zuschauer.“[7] Im Geschäftsbereich findet sich diese Form auf Grund ihrer genannten Eigenschaft eher selten bis gar nicht. Die Grundregeln und Prinzipien für diese Form stammen unmittelbar aus dem Bereich der Comedy und lassen sich von dort auch direkt extrahieren und anwenden. Diese spezielle Art der Präsentation sei hier nur der Vollständigkeit wegen mit aufgelistet, wird aber im weiteren Verlauf dieser Arbeit nicht weiter behandelt.

1.2.3. Überzeugungspräsentation

Bei dieser Variante geht es darum - getreu dem Namen entsprechend – das Auditorium von etwas zu überzeugen. „Circa 80 Prozent aller Präsentationen im Business-Kontext fallen in den Bereich der Überzeugungspräsentationen.“[8] Zu den häufigsten Zielen gehören meistens „ein Produkt, oder eine Dienstleistung zu verkaufen oder andere Menschen für eine Idee, ein Projekt oder die Beschäftigung mit einem Thema zu gewinnen und ihre Einstellung zu verändern.“[9] Hierbei kann auf der einen Seite nur das Bewusstsein der Zuhörer für eine Problematik geschaffen und diese zum Nachdenken angeregt, oder auf der anderen Seite konkret eine Entscheidung herbeigeführt werden.

2. Die Vorbereitung einer wirkungsvollen Präsentation

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der eigentlichen Thematik dieser Seminararbeit, der Vorbereitung. Hierfür werden ihnen verschiedene Analysemodelle im Bereich der Zuschaueranalyse, sowie eine grundsätzliche Methode zur Herangehensweise an eine Präsentation vermittelt.

2.1. Modell zur Analyse der Zuschauer

Wie bereits in Kapitel 1.2. erwähnt, liegt jeder Präsentation ein bestimmtes - zumeist schon vordefiniertes - Ziel zu Grunde, da diese ansonsten wegen der vorhandenen Sinnlosigkeit ad absurdum geführt werden würde.

Um dieses Ziel zu erreichen bedarf es einer Analyse der Zuschauer. Dieser Schritt ist von herausragender Bedeutung. Er bildet gewisser maßen das Fundament der Vorbereitung, auf dem sich sämtliche weiteren Schritte aufbauen und stützen werden.

2.1.1. Das LimbicColor®-Modell

„Der Köder muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken“ ist eine Redensart, welche in vielen Bereichen ihre Anwendung findet und so auch vielfach zitiert im Bereich der Präsentation. [10] In seiner Logik und dem Verständnis scheinend so simple, ist er in seiner Prägnanz kaum zu überbieten und stellt einer der wichtigsten und zentralsten Merkmale für eine erfolgreiche Präsentation dar.

Obwohl es viel mit intuitiver Menschenkenntnis zu tun hat, sich selber und seine Zuhörer richtig einzuschätzen, [11] reicht dies alleine nicht aus. Die Zielgruppe muss mit Hilfe von Typenmodellen analysiert werden.

Die Zuhörer werden hierfür in verschiedene Gruppen aufgeteilt, „die sich hinsichtlich ihrer Einstellung und ihres Verhaltens [...] unterscheiden. Zur Charakterisierung […] werden unterschiedliche Merkmale herangezogen, die für sich genommen und in Kombination die verschiedenen Typen charakterisieren sollen.“ [12] Schätzungen zufolge gibt es bereits an die 50 verschiedene Modelle [13] , von Psychologen und Personalexperten entwickelt, durch umfangreiche Methoden wie Persönlichkeitstests und Fragekataloge ermittelt und in Bereichen des Personalmanagements und des Vertriebes eingesetzt. Aufgrund dieses erhöhten Aufwandes weißen diese bisherigen Modelle nur eine bedingte Analysefähigkeit für Präsentationen auf.

Dies änderte sich mit der Einführung eines neuen Modells, dem LimbicColor®-Modell. Entworfen und entwickelt wurde es von dem Unternehmensberater Peter Wendt. Bei diesem Modell handelt es sich um eine „ rational nachvollziehbare Denk-, Visualisierungs- und Handlungsmethodik.“[14] Ziel ist es eine langfristige Veränderung in die eigenen zum Teil festgefahrenen und im Unterbewusstsein ablaufenden Denk- und Verhaltensmuster zu erzielen. Es wird versucht treffende Rückschlüsse auf das zukünftige Verhalten des Teilnehmers zu ziehen, indem die aktuell bevorzugten Verhaltensweisen und dessen Motive auf einer Kreisfläche angeordnet werden (siehe Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Das LimbicColor®-Modell[15]

Das Modell verwendet ebenfalls Ergebnisse aus der Gehirn- und Hormonforschung, integriert „ethische Werte und die Wechselwirkungen natürlicher Systeme“[16], sowie die gesammelten Informationen durch die Beteiligten Personen.

Einer der wichtigsten Erkenntnisse nach Wendt ist der Fakt, dass die Abgrenzung in einzelne Typen keine absolute ist, sodass die Grenzen zu den verschiedenen Typisierungen sich miteinander vermischen können und fließend sind. Grafisch wird dies durch die Verwendung der Regenbogenfarben mit ihren sanften Übergängen verdeutlicht.

Dieses Modell liefert auf Grund einfacher Anwendung - ohne komplexe Daten erheben zu müssen - eine sehr gute Grundlage für die Analyse des Publikums und erschließt bereits erste wichtige Informationen über deren Vorlieben und Bedürfnisse.

[...]


[1] Eberhardt, 2007, S. 132

[2] vgl. Eberhardt, 2007, S. 9

[3] o.A., http://www.erfolg-zitate.de/konfuzius.html

[4] Hartmann, Funk und Nietmann, 1998 zit. nach Eberhardt, 2007, S. 9

[5] Garten, 2015, S. 24

[6] vgl. Garten, 2015, S. 24

[7] Garten, 2015, S. 25

[8] Garten, 2015, S. 26

[9] Garten, 2015, S. 25

[10] vgl. o.A., http://www.smavicon.de/erstellen-veredeln-innovieren/

[11] Garten, 2015, S. 17

[12] Berg und Ridder, 2003, S.17

[13] Garten, 2015, S. 17

[14] o.A., http://www.limbiccolor.com/wie-funktioniert/die-methode.html

[15] Garten, 2015, S.18

[16] o.A., http://www.limbiccolor.com/wie-funktioniert/die-methode.html

Details

Seiten
22
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668336292
ISBN (Buch)
9783668336308
Dateigröße
934 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v343220
Note
1,3
Schlagworte
vorbereitung schlüssel präsentation

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