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Qualitätsmanagement in Projekten

Hausarbeit 2015 19 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Qualitätsmanagement in Projekten
1.1 Definitionen
1.1.1 Qualität
1.1.2 Qualitätsmanagement
1.1.3 Grundsätze des Qualitätsmanagements
1.1.4 Projekt
1.1.5 Projektmanagement
1.1.6 Qualitätsmanagement in Projekten
1.2 Regelkreis des Qualitätsmanagements
1.2.1 Qualitätsplanung
1.2.2 Qualitätslenkung
1.2.3 Qualitätsprüfung
1.3 Qualitätskosten
1.3.1 Fehlerverhütungskosten
1.3.2 Prüfkosten
1.3.3 Fehlerkosten
1.4 Relevanz von Qualitätsmanagements in Projekten
2. Lessons learned (Planspiel mit SimulTrain)

2.1 Angewandtes Projektmanagement mit SimulTrain
2.1.1 Aufgabenstellung
2.1.2 Simulationsdurchführung
2.1.3 Resultat
2.2 Simulationsreflexion

3. Modul 310: Projektmanagement und Kommunikation in Beratungsprojekten
3.1 Kommunikationslehre
3.2 Kommunikations- und Pädagogikspiele
3.2.1 Interkulturelle Kommunikationshürden - Entdeckung einer Insel
3.2.2 Koordination von Aufgaben in Projekten - Skizzierung der Fakultät
3.2.3 Variation Gefangenendilemma: „Gewinnt so viel ihr könnt“
3.2.4 Resümee

Literaturverzeichnis
1. Bücher
2. Internetquellen

1. Qualitätsmanagement in Projekten

1.1 Definitionen

Im Folgenden werden zentrale Begriffe der Studienarbeit definiert, da diese unentbehrlich für die Analyse der Thematik sind.

1.1.1 Qualität

Qualität als Begriff findet in der Literatur verschiedenste Definitionen. Eine weit verbreitete Ansicht ist es, Qualität als Grad der Übereinstimmung zwischen Ansprüchen beziehungsweise Erwartungen (Soll) an ein Produkt und dessen Eigenschaften (Ist) anzusehen.1

Es existieren anerkannte Normen, nach denen Qualität einst unter der DIN EN ISO 8402 als: „Die Gesamtheit von Merkmalen einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen“, bezeichnet wird.2 In dieser Definition wird die Übereinstimmung aller Produktmerkmale mit den Anforderungen im Rahmen eines Soll-Ist-Vergleichs beschrieben.

Die neuen und aktuellsten Qualitätsnormen der ISO 9000 Familie beschreiben Qualität unter der DIN EN ISO 9001:2015 als „Vermögen einer Gesamtheit inhärenter (lat. innewohnend) Merkmale eines Produkts, eines Systems oder eines Prozesses zur Erfüllung von Forderungen von Kunden und anderen interessierten Parteien.“3

Kevin McKinley, der aktuelle ISO Secretary-General erklärte in einem Interview, dass die Neuauflage der Qualitätsnorm in 2015 unter anderem auf einer sich verändernden Zeit in Richtung Globalisierung und serviceorientierter Wirtschaft begründet.4

Qualität als Begriff soll nicht nur das Anstreben eines Idealzustandes darstellen, vielmehr sollte Qualität richtig umgesetzt werden und unter der Anwendung des Qualitätsmanagements einen wichtigen Bestandteil jeder Organisation darstellen.

1.1.2 Qualitätsmanagement

Die „Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V.“ beruft sich bei angewendeter Qualität auf die Begriffsdefinition für Qualitätsmanagement nach der EN ISO 9000:2000. Hierbei wird „das Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich der Qualität, was in der Regel das Festlegen der Qualitätspolitik und Qualitätsziele sowie die Planung, Lenkung und Sicherung der Qualität einschließlich deren kontinuierlichen Verbesserungen umfasst. Eine Organisation kann dabei ein Unternehmen, ein Unternehmensbereich oder auch ein Projekt sein.“5

Qualitätsmanagement zählt somit als Führungsaufgabe, welche einen unverzichtbaren Charakter erhält und sich in allen Organisationsbereichen sowohl in der operativen als auch strategischen Politik wiederfindet. Es wurden verschiedene Grundsätze des Qualitätsmanagements festgehalten.

1.1.3 Grundsätze des Qualitätsmanagements

In der Norm DIN EN ISO 9000:2000 sind als Grundsätze des Qualitätsmanagements folgende Stichpunkte aufgeführt:6

1. Kundenorientierung

Organisationen sind von ihren Kunden abhängig und sollten in Anbetracht der Relevanz der Kunden stets das Ziel haben, die Kundenbedürfnisse ganzheitlich zu erkennen und damit die Erwartungen der Kunden zu übertreffen.7

2. Führung

Führungskräfte etablieren vereinheitlichte Zielsetzungen und Führungsrichtungen der Organisation. Sie sollten ein internes Umfeld schaffen und beibehalten, in dem Mitarbeiter vollständig in die Zielerreichung der Organisation mit eingebunden werden.

3. Einbeziehung der Personen

Mitarbeiter aller Ebenen sind die Essenz einer jeden Organisation und eine

ganzheitliche Einbeziehung ermöglicht es ihnen, ihre Fähigkeiten zum Vorteil der Organisation zu nutzen.7

4. Prozessorientierung

Ein angestrebtes Ergebnis wird effizienter erreicht, wenn Aktivitäten und betroffene Ressourcen als Prozess geführt werden.7

5. Systemorientiertes Management

Das Identifizieren, Verstehen und Managen von zusammenhängenden Prozessen als System trägt zur Effektivität und Effizienz hinsichtlich der Zielerreichung einer Organisation bei.7

6. Ständige Verbesserung

Kontinuierliche Verbesserung aller Leistungen der Organisation sollte ein dauerhaftes Ziel sein.7

7. Sachliche Entscheidungsfindung

Wirksame Entscheidungen finden basieren auf der Analyse von Daten und Informationen.7

8. Lieferantenbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen

Eine Organisation und dessen Zulieferer sind unabhängig voneinander. Eine wertschöpfende Beziehung verbessert die Möglichkeit einen Mehrwert zu erlangen wechselseitig.7

1.1.4 Projekt

Um den Begriff „Projekt“ zu definieren, ist es notwendig die Begriffsspezifikationen zu eruieren und eine Abgrenzung zu anderen Formen der Aufgabenbewältigung zu schaffen.8

Eine kurze Definition findet sich in der Literatur von Walter Jakoby, der ein Projekt als „ein zeitlich begrenztes Vorhaben zur Schaffung eines neuartigen Produkts oder einer

neuartigen Dienstleistung“ beschreibt.

9

Die Definition aus dem Buch

„Kompetenzbasiertes Projektmanagement“ fügt der zwingend notwendigen Einmaligkeit eines Projektes noch Zielvorgaben hinsichtlich zeitlicher, finanzieller, personeller oder anderer Begrenzungen hinzu.10

1.1.5 Projektmanagement

Eine Autorengruppe veröffentlichte in ihrem Buch “Operations and Process Management” eine Definition, die Projektmanagement folgendermaßen beschreibt:

„Project Management is the activity of defining, planning and controlling projects“11

Eine etwas umfangreichere Definition für Projektmanagement ist sogar gemäß DIN 69901-5 als “die Gesamtheit von Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und

-mitteln für die Initialisierung, Definition, Planung, Steuerung und den Abschluss von Projekten“ festgehalten.12

1.1.6 Qualitätsmanagement in Projekten

Qualitätsmanagement zieht sich nach dieser Definition wie ein roter Faden durch alle Phasen eines Projekts. Projektartenunabhängig müssen die Qualitätsanforderungen definiert sein, um einen angestrebten Sollzustand des Produktes oder der Dienstleistung für die Qualitätskontrolle und dem damit verbundenen Soll-Ist Vergleich zu gewährleisten.

Eine gute Planung ergibt demnach eine akkurate Umsetzung und sollte im Idealfall zur Erfüllung aller Qualitätsanforderungen zum Ende des Projektes beitragen.

Die zusammenführende Betrachtung aller beschriebenen Definitionen führt zu einer kombinierten Beschreibung der Rolle von Qualitätsmanagement in Projekten:

„Qualitätsmanagement in Projekten beinhaltet alle Tätigkeiten der Projektführung, welche die qualitätsbezogenen Projektziele und die Verantwortlichkeiten festlegen sowie diese mittels der Qualitätsplanung, der Qualitätslenkung und der Qualitätsprüfung verwirklichen“13

Weiter zu erwähnen sind die Sektoren der Qualitätspolitik und der Qualitätsverbesserung, die sich in einer allgemeineren Definition für Qualitätsmanagement wiederfinden und die in diesem Rahmen ebenfalls eine übergreifende Rolle spielen.14

1.2 Regelkreis des Qualitätsmanagements

Die ISO 9000:2000 hat die Struktur von Qualitätsmanagement mit der Definition eines Qualitätsmanagementsystems festgehalten.

[...]


1 Vgl. GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V., Kompetenzbasiertes Projektmanagement, 2011, Band 1, S.158

2 DIN 8402 DIN - Deutsches Institut für Normung (Hrsg.): DIN 8402, Teil 3: Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung, Berlin: Beuth Verlag, 1995

3 Vgl. http://www.iso.org/iso/home/standards/management-standards/iso_9000.htm

4 Vgl. https://youtu.be/Lp6xP-We5yY

5 GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V., Kompetenzbasiertes Projektmanagement, 2011, Band 1, S.159

6 Vgl. ISO 9000:2005, siehe auch ISO 9004:2009, Vgl. http://www.iso.org/iso/pub100080.pdf

7 Eigene Übersetzung des englischen Originaltextes (Quelle siehe Anmerkung 7)

8 Vgl. GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V., Kompetenzbasiertes Projektmanagement, 2011, Band 1, S.27

9 Jakoby, W., Projektmanagement für Ingenieure, 2015, S. 10

10 Vgl. GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V., Kompetenzbasiertes Projektmanagement, 2011, Band 1, S.27

11 Slack N., Brandon-Jones A., Jhonston R., Betts A., Operations and Process Management, 2012, S.495

12 Deutsches Institut für Normung, Projektmanagement - Projektmanagementsysteme - Teil 5: Begriffe DIN 69901-5, 2009 , auch siehe auch: GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V., Kompetenzbasiertes Projektmanagement, 2011, Band 1, S.29

13 Vgl. Jenny, Bruno, Projektmanagement, 2009, S. 533

14 GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V., Kompetenzbasiertes Projektmanagement, 2011, Band 1, S159

Details

Seiten
19
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668330467
ISBN (Buch)
9783668330474
Dateigröße
462 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v342960
Institution / Hochschule
Hochschule München
Note
1,3
Schlagworte
Qualitätsmanagement Qualitätssicherung Projektmanagement Simultrain Gefangenendilemma Qualität Management

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Titel: Qualitätsmanagement in Projekten