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"Takeshi & Tani". Weiterentwicklung eines Sportspiels (Sport 3/4. Klasse Grundschule)

Unterrichtsentwurf 2015 16 Seiten

Sport - Sportpädagogik, Didaktik

Leseprobe

Inhalt

1. Einbettung der Einheit in die Unterrichtsreihe

2. Zentrale Absicht der Einheit und Lernchancen

3. Sachinformationen zur Einheit

4. Fachdidaktische Analyse

5. Analyse der Lernaufgabe

6. Lernvoraussetzungen der Kinder bezogen auf die Lernaufgabe der Einheit

7. Darstellung des Unterrichtsverlaufs

8. Lernkomponenten

9. Literaturverzeichnis

10. Anhang

1. Einbettung der Einheit in die Unterrichtsreihe

Die zentrale Absicht der Unterrichtsreihe:

Die SuS haben die Möglichkeit ein faires und freudvolles Lauf- und Wurfspiel zu erfinden, indem sie das Spiel entwickeln und Veränderungen am Spielfeldaufbau, Spielablauf, an der Spielerbeteiligung und den Spielregeln vornehmen, erproben und festlegen.

Darstellung der einzelnen Themen der Unterrichtseinheiten und deren zentrale Absicht:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Zentrale Absicht der Einheit und Lernchancen

Die SuS haben die Möglichkeit zu einer Spielzufriedenheit zu gelangen und sie zu erleben, indem sie die festgelegten Veränderungen der letzten Einheit erproben und das Spiel genießen oder weitere Problematiken erkennen sowie mögliche Lösungen finden.

Im Sinne meiner formulierten Absicht eröffne ich folgende Lernchancen:

Auf derEbene der Sacherfahrungenhaben die SuS die Möglichkeit,

- die Wahrnehmungs- und Bewegungsfähigkeit ihres eigenen Körpers zu erweitern.
- das freudvolle Spielen zu erleben oder Unzufriedenheiten zu thematisieren.
- Veränderungen zu finden, umzusetzen und das Spiel als veränderbar zu erleben.
- das Laufen und Werfen im Mit- und Gegeneinander zu erfahren.
- eine Grundlage für das faire Mit- und Gegeneinander sowie das faire Gewinnen und Verlieren durch die Veränderungen am Spiel oder aufgestellten Regeln herzustellen.
- den Gerätetransport zu festigen und durch den Transport neuer Geräte zu erweitern.

Auf derEbene der Sozialerfahrungenhaben die SuS die Möglichkeit.

- die Veränderungen gemeinsam zu finden, umzusetzen und zu erproben.
- das Spielen im Mit- und Gegeneinander, als Gewinner- oder Verlierergruppe, zu erleben.
- von den Lauf- und Wurf-Erfahrungen und Umsetzungen Anderer zu profitieren.
- sich über Spielzufriedenheit oder -unzufriedenheit untereinander auszutauschen.
- gemeinsam eine Lösung für eine aufkommende Spielunzufriedenheit zu erarbeiten.

Auf derEbene der Individualerfahrungenhaben die SuS die Möglichkeit,

- die Wahrnehmungs- und Bewegungsfähigkeit ihres eigenen Körpers zu erweitern.
- eine individuelle Spielfreude oder Unzufriedenheit zu erleben und zu äußern.
- individuelle Ideen für Lösungen der Unzufriedenheit zu äußern.
- das Laufen und Werfen individuell zu entwickeln und zu erleben.
- alle gemachten Erfahrungen der Lerngruppe mitzuteilen.
- den Gerätetransport zu festigen und durch den Transport neuer Geräte zu erweitern.

3. Sachinformationen zur Einheit

Takeshi und Tani

Die Geschichte von Takeshi und Tani ist angelehnt an die international bekannte japanische Spielshow „Takeshi´s Castle“, welche 1986 zum ersten Mal im japanischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Es wurden insgesamt 120 Folgen aufgenommen, die in Deutschland von 1999 bis 2001 über den Sportsender DSF und von 2007 bis 2008 über den Sender RTL 2 zu sehen waren.

Die Grundidee dieser Spielshow war eine realistische Umsetzung von Jump-‘n‘-run-Spielen auf dem Computer, wie bspw. „Super Mario“. Hierbei treten zwei Gruppen gegeneinander an, welche zum einen von General Tani und zum anderen von Fürst Takeshi angeführt werden. Die Mannschaft von General Tani, die aus 100 bis 150 freiwilligen Kandidaten besteht, versucht dabei die Burg des Fürsten zu erobern. Fürst Takeshi und sein Gefolge versuchen dies zu verhindern und ein Ausscheiden der Kandidaten herbeizuführen. Ziel des Spiels ist es in den verschiedensten kleinen Spielen als Gewinner hervorzugehen und am Ende dem Fürsten persönlich gegenüber zu stehen, um ihn und seine Leibgarde im Finalspiel zu besiegen. Nach jedem Spiel scheiden Kandidaten aus, so dass sich im Finale nur noch ca. zehn Personen gegen den Fürsten behaupten können. In den über 100 Originalfolgen konnte die Burg nur neun Mal erobert werden.[1]

Diese Spielshow wurde als Anlass für die geschichtliche Einbettung der Spielidee genutzt. Dabei gibt die Geschichte nur einen Rahmen vor, der möglichst viel Spielraum für die Umsetzung und Entwicklung eines eigenen Spiels lassen soll und bestenfalls nur die Phantasie anregt. Sie spricht nebenbei die Freundschaft zweier Krieger, die damit einhergehende Fairness und ein damit verbundenes Ritual an. Die selbstgeschriebene Geschichte ist frei erfunden und befindet sich, mit anregenden Bildern zu den Hauptpersonen, zum Nachlesen und Anschauen im Anhang.

4. Fachdidaktische Analyse

Wer Kinder auf ihrem alltäglichen Schulweg genau beobachtet, kann erkennen, dass sie sich auf dem Bürgersteig nicht nur einfach vorwärts bewegen, um ihr Ziel zu erreichen. Oft kann man entdecken, wie sie sich ihren Bewegungsraum für spielerische Bewegungen zu Nutze machen, neugierig experimentieren und dabei variations- und einfallsreich vorgehen. Das kann sich in der Benutzung von Flächen neben dem eigentlichen Weg zeigen, wie bspw. Rasenabschnitte, Gräben oder Böschungen. Aber auch die Benutzung des eigentlichen Weges kann sehr verspielt aussehen, indem die Kinder nur „auf dem Bordstein balancieren“ (vgl. Lange & Sinning, S.341) oder sich mit ihren Tritten nur in der Mitte von Steinplatten bewegen. Bei mehreren Kindern kann man auch das Spielen miteinander beobachten, ob es nun ein Wettrennen auf einem bestimmten Wegstück oder das Mitführen eines Hinkelsteins ist. Hierbei werden sogar Erfahrungen aus anderen Spielen an anderen Orten unter anderen Bedingungen in Neue transferiert.[2]

Kinder, die sich solchen Bewegungsexperimenten hingeben, empfinden eine besondere Lust, welche aus der Tätigkeit selbst entspringt und keinem außerhalb liegenden Ziels unterworfen ist. In der Fachliteratur benutz man den Begriff der „Funktionslust“ (vgl. Lange & Sinning, S.345), die durch die Offenheit an Möglichkeiten und Veränderungen des Spiels aufrecht erhalten werden kann. Sie lässt sich aus den folgenden Perspektiven noch näher beschreiben, die hier nur stichpunktartig aufgeführt werden.

[...]


[1]Wikipedia

[2]Lange & Sinning, 2008, S.340ff.

Details

Seiten
16
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668326750
ISBN (Buch)
9783668326767
Dateigröße
705 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v342755
Note
Schlagworte
Unterrichtsentwurf Grundschule Sport Klasse 3 Klasse 4 Spiele Entwicklung Takeshi

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