Lade Inhalt...

Die Christenverfolgungen von Nero bis Gallienus im Vergleich (54-268 n. Chr.)

Hausarbeit 2015 19 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Fragestellung und Vorgehensweise

2. Die neronische Christenverfolgung

3. Mögliche Christenverfolgungen unter Domitian

4. Das Trajan-Reskript

5. Christenverfolgungen von Hadrian bis Commodus

6. Edikte gegen die Christen von Septimius Severus und Maximinus Thrax

7. Die decischen und valerianischen Edikte

8. Die Kehrtwende des Gallienus

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis
10.1 Primärquellen
10.2 Sekundärliteratur

1. Einleitung

1.1 Einführung in das Thema

Die Verfolgungen der Christen in den ersten Jahrhunderten, nachdem Jesus das Christentum unabsichtlich gegründet hatte, müssen eine völlig andere Bewertung erfahren, als die Verfolgungen anderer Gruppen, wie beispielsweise der Juden in Mittelalter und Neuzeit oder heute der christlichen Minderheiten in der Türkei, Ägypten oder Nordnigeria. Von weiteren Unterschieden abgesehen, ist das Motiv für die Verfolgungen ganz besonders ausschlaggebend. So muss bei der Erforschung der Judenverfolgungen schon zwischen Antijudaismus und Antisemitismus unterschieden werden: Ersteres war im Mittelalter vorherrschend und ist nur die Abneigung gegen den jüdischen Glauben an sich. Somit konnten die Juden durch Konvertierung zum christlichen Glauben der Verfolgung sehr einfach entgehen. Der Antisemitismus hingegen stellte für das Judentum eine weitaus größere Gefahr dar, da er „den Juden“[1] als einen Menschen einer bestimmten angeborenen Rasse sah, die nicht veränderbar war. Hier erscheint das Judentum als ein verschworenes und homogenes Kollektiv, dem man sich folglich nur als Ganzes erwehren kann. Und das kann nur durch die Tötung geschehen. Auch in vielen muslimischen Ländern werden heute noch Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt, der als „falsch“ angesehen wird. Die oft radikal-islamischen Verfolger setzen auch mit Gewalt das Abschwören von diesem Glauben durch, weil sie der festen Überzeugung sind, einzig und allein ihr Gott sei der Wahre.

Im römischen Kaiserreich in den ersten Jahrhunderten nach Christus war das anders. Das Reich wurde immer größer und erreichte mit Kaiser Trajan im Jahr 106 bis ins Jahr 271 seine größte Ausdehnung und reichte somit von Spanien bis nach Rumänien und von Schottland bis Nordafrika. Es vereinte so viele verschiedene Völker mit den verschiedensten Glaubensrichtungen und Kulten, dass es den Römern gar nicht möglich war, alle zu bekämpfen und dem römischen Kult zu unterwerfen. Somit agierten sie auch hinsichtlich der neuen Bewegung der Christen zunächst aus pragmatischen Gründen tolerant.[2] Zudem war allgemein das Gründen von Organisationen, Gemeinschaften und Verbänden ohne politischen Hintergrund erlaubt.[3] Somit ließen sie einerseits das Christentum sich frei entwickeln, andererseits achteten sie darauf, dass keinerlei Unruhen ausbrachen. In einem solch großen Reich, wie das imperium romanum es zu dieser Zeit war, waren die Kontrolle des Staates und „die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sittlichkeit“[4] die oberste Priorität, um Aufständen und somit einem Zerfall des Reiches vorzubeugen. Auch fürchteten die Römer sich vor der Untergrabung der göttlich-kaiserlichen Autorität, des römisches Kultes und der heidnischen Götter als „Staatsreligion“.[5] Als die Stimmung auch in der römischen Bevölkerung zunehmend feindseliger wurde, griffen die Römer, einen Aufstand fürchtend, ein. Man kann also insgesamt sagen, dass die römische Christenpolitik nicht religiös, sondern politisch war.[6]

1.2 Fragestellung und Vorgehensweise

In dieser Arbeit sollen die Christenverfolgungen in der Zeit zwischen Kaiser Nero (54–68) und Kaiser Valerian I. (253–260) näher beleuchtet werden, allerdings soll nicht auf alle Kaiser in dieser Zeit eingegangen werden, da dies den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde und da überhaupt nicht alle römischen Kaiser sich einen Namen aufgrund ihrer Christenpolitik gemacht haben. Ein besonderes Augenmerk soll auch auf dem Kurswechsel von Valerians Sohn Gallienus (260–268) und auf dessen Gründen dafür liegen, der, wie wir sehen werden, in der Christenpolitik eine Kehrtwende herbeiführte. In einer chronologischen Darstellung sollen die kaiserlichen Maßnahmen hinsichtlich der zahlenmäßig erstarkenden Christen erläutert und miteinander verglichen werden. Dabei werden wichtige Primärquellen wie Texte von Eusebius, Tacitus, Tertullian und Melito, sowie erhaltene Urkunden, wie beispielsweise der umfangreiche Briefwechsel zwischen Kaiser Trajan und seinem Statthalter Plinius dem Jüngeren oder dem weniger umfangreichen Briefwechsel Kaiser Hadrians mit seinem Statthalter Minicius Fundadus ein wichtiger Bestandteil der Analyse sein.[7] Weiterhin sollen in dieser Arbeit vor allem die Unterschiede herausgearbeitet werden. Am Ende soll ein abschließendes Fazit die gesammelten Erkenntnisse zusammenfassen. Ziel ist es letztendlich, einen vergleichenden Überblick über die Vorgehensweisen der verschiedenen Kaiser gegen die Christen zu erarbeiten.

2. Die neronische Christenverfolgung

Die Figur Neros wird bekanntlich äußerst ambivalent bewertet, wie man leicht feststellen kann, wenn man sich die Vielzahl an Biografien anschaut, von denen die eine Hälfte Nero als einen großartigen Kaiser darstellt, die andere Hälfte ihn jedoch für brutal und größenwahnsinnig hält. Zur letzteren Nero-Darstellung trägt Tacitus besonders bei, der in seinen Annales eine genaue Beschreibung des Umgangs Neros mit den Christen gibt. Er berichtet hier detailliert von sogenannten „Volksfesthinrichtungen“ an den Christen, besonders in Folge des großen Brandes in Rom im Jahr 64 n. Chr. Obwohl es in Rom häufig Brände gab, ging dieser äußerst verheerende Brand in die Geschichte ein. Das Gerücht, Nero hätte den Brand selbst gelegt, gab es schon in seiner Zeit, wie Tacitus schildert: „Aber weder durch menschliche Hilfeleistungen noch durch Schenkungen des Kaisers, noch durch Sühneopfer für die Götter ließ sich dem üblen Gerücht ein Ende machen, dass der Brand auf Befehl gelegt worden sei. Um also dieses Gerede aus der Welt zu schaffen, schob Nero die Schuld auf andere und bestrafte sie mit ausgeklügelten Martern. Es handelte sich um die wegen ihrer Untaten verhassten Leute, die das Volk Christen zu nennen pflegte.“ (Tac. Ann. XV, 44, 2).[8] Die Christen wurden letztendlich gar nicht der Brandstiftung beschuldigt, sondern „des Hasses gegen das menschliche Geschlecht“ (Tac. Ann. XV, 44, 4). Der odio humani generis war in dieser Zeit ein allgemein geläufiger Tatbestand der Christen, die als Sekte bezeichnet wurden. Im fortlaufenden Text schreibt Tacitus weiter, wie diese „Volksfesthinrichtungen“ vonstatten gingen und welchen Strafen die Christen ausgesetzt waren: „Mit den zum Tode Verurteilten trieb man auch noch ein grausames Spiel: In Tierhäuten steckend wurden sie von Hunden zerrissen oder ans Kreuz geschlagen und angezündet, um als Fackeln für die nächtliche Beleuchtung zu dienen, sobald der Tag zu Ende gegangen war.“ (Tac. Ann. XV, 44, 4).[9] Bei diesem Ereignis starben auch die Apostel Petrus und Paulus, die damit das Märtyrertum begründeten und somit auch entscheidend zu der Hoffnung auf das Paradies nach dem Tod beitrugen, die nach und nach allen Christen gemein wurde.[10] Natürlich sollen die zeitgenössischen Quellen mit Vorsicht behandelt werden, doch die Schilderungen des Tacitus, sowie anderer römischer Autoren wie Sueton und Melito, die nicht im Zusammenhang mit dem Brand über Neros Haltung gegenüber den Christen schreiben, scheinen plausibel hinsichtlich seiner christenfeindlichen Politik. Somit wird Neros antichristliche Haltung in der heutigen Forschung als mehr oder weniger bewiesen angesehen. Es ist allerdings nicht bekannt, ob Nero auch außerhalb der Stadt Rom gegen die Christen vorgegangen wäre.[11] In der christlichen Literatur taucht bei Tertullian lange Zeit später ein Hinweis zu einem institutum neronianum, einem antichristlichen Edikt Neros, auf. Allerdings ist dieses in keiner anderen Quelle belegt; es scheint auch nicht besonders plausibel.[12] Zwar gibt es auch positive Stimmen zu dem neronianischen Edikt, so zum Beispiel Jaques Zeiler, der von einem Vergessen des Edikts ausgeht.[13] Trotzdem kann man unter Nero noch nicht von einer organisierten Christenverfolgung sprechen.

3. Mögliche Christenverfolgungen unter Domitian

Weniger Konsens in der Forschung gibt es über die Christenpolitik des Kaisers Domitian. Die christliche Überlieferung mit Eusebius und Tertullian spricht von einer schweren Christenverfolgung in den späteren Regierungsjahren Domitians (Euseb. Hist Eccl., III, 14–20, Tert. apol. 5, 4). Beide Autoren lebten aber einige Zeit später – Eusebius schrieb Anfang des 4. Jahrhunderts, Tertullian Ende des 2./Anfang des 3. Jahrhunderts[14] –, weshalb ihre Überlieferungen mit Vorsicht zu genießen sind. Eusebius‘ Kirchengeschichte, die erst zur Zeit Diocletians entstanden ist, hat Jörg Ulrich genau untersucht und kommt zu den Ergebnis, dass eine Christenverfolgung zur Zeit Domitians nicht wahrscheinlich ist.[15] Er bewertet die Beispiele, die Eusebius gibt, sehr kritisch. So haben wir hier die Geschichte des Konsuls Flavius Clemens, der selbst hingerichtet wurde, sowie seiner Frau Flavia Domitilla, die aufgrund ihres christlichen Bekenntnisses auf die Insel Pontia verbannt wurde. Dieses Ereignis ist auch bei Sueton und Cassius Dio überliefert, allerdings in unterschiedlichen Versionen. Jörg Ulrich bewertet dieses Beispiel Eusebius‘ als nicht beweiskräftig für eine organisierte Christenverfolgung unter Domitian, da dies ein Einzelfall gewesen sein muss, und es durchaus auch andere, plausiblere Gründe gibt, warum das Konsulehepaar diese Bestrafung erleiden musste, so beispielsweise eine politisch motivierte Angst Domitians vor einer Usurpation des Flavius Clemens.[16] Andere christliche Autoren wie Melito und Tertullian stellen Domitian gar in eine Reihe mit Nero. So schreibt Melito, dessen Apologie die früheste christliche Quelle zum Christenverfolger Domitian und nur in Fragmenten bei Eusebius überliefert ist:[17] „Die einzigen Kaiser, welche, von böswilligen Menschen verführt, unsere Religion in üblen Verruf zu bringen suchten, waren Nero und Domitian.“ (Euseb. Hist. Eccl. IV, 26, 5).[18] Und Tertullian schreibt in seinem Apologeticum: Temptauerat et Domitianus, portio Neronis de crudelitate; sed quia homo, facile coeptum repressit, restitutis etiam quos relegauerat. (Tert. Apol. 5, 4).[19] Fast Identisches schreibt auch Eusebius, dem laut Ulrich Tertullians Apologeticum vorgelegen haben muss.[20] Doch auch diese Darstellung Domitians als „halber Nero“ ist infrage zu stellen, da diese Domitian insofern auch entlasten kann, als dass er zwar eine Christenverfolgung geplant und begonnen hatte, sie aber nach einiger Zeit wieder abbrach.[21] Bei all diesen negativen Schriften über Domitian muss festgehalten werden, dass es im römischen Kaiserreich nicht selten vorkam, dass sogenannte schlechte Kaiser, über die nach ihrem Tod auch die damnatio memoriae verhängt wurde, in späteren Schriften arg verzerrt dargestellt beziehungsweise ihre Namen vollständig aus den Dokumenten getilgt wurden.[22] Somit ist sicher, dass das Bild Domitians, wie es sich aus den überlieferten Schriften darstellt, nicht gänzlich dem wirklichen Kaiser Domitian entspricht. Dieser Argumentation gegen eine Christenverfolgung unter Domitian soll kurz der 1. Clemensbrief gegenübergestellt werden. Clemens war Ende des 1. Jahrhunderts Bischof von Rom und schrieb um 95/96 n. Chr. einen Brief an die christlichen Korinther. In diesem wird von „Unglückfällen[n] und der Drangsale, die uns plötzlich und in dichter Folge betroffen haben“ (1. Clemens 1, 1) gesprochen.[23] Laut Joseph Vogt ist dies ein aussagekräftiger Beweis für eine „tödliche Bedrohung der römischen Gemeinde“ in domitianischer Zeit.[24] Auch Hans Dieter Stöwer misst diesem Passus einige Bedeutung bei, kann man ihn doch in denselben Zeitraum wie die Hinrichtung beziehungsweise Verbannung von Flavius Clemens und Flavia Domitilla festsetzen.[25]

Letztendlich lässt sich sagen, dass Domitian, wenn er schon nicht offenkundig christenfeindlich eingestellt war, zumindest den kaiserlichen und die anderen römischen Kulte wieder stark reaktivierte, um dem Christentum entgegen zu wirken und das Christentum als Vorwand für politisch motivierte Morde hernahm.[26] Außerdem liegen uns keine Veränderungen in der Gesetzeslage hinsichtlich der Christen vor.

4. Das Trajan-Reskript

Einen radikalen Einschnitt in der Situation der Christen stellten die Kaiserzeit Trajans und das sogenannte Trajan-Reskript dar. Hierfür ist ein umfangreicher überlieferter Briefwechsel zwischen Trajan und dem Statthalter Plinius der Jüngere in Bithynien, einer Provinz in Kleinasien, von größter Bedeutung. Dieser Briefverkehr, der um das Jahr 112 entstanden sein muss,[27] wurde nach dem Tod des Plinius als 10. Buch und vermutlich ohne seine Zustimmung veröffentlicht. Zuvor hatte dieser seinen Briefverkehr mit Freunden und Verwandten in neun Büchern schon selbst publiziert.[28] Dieser Schriftwechsel zwischen Plinius und Trajan gibt uns detaillierte Auskunft über die politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Zustände, sowie, und das ist für die vorliegende Arbeit von Bedeutung, über die Situation der Christen in einer römischen Provinz. Im Brief 96 schildert Plinius seine Lage in Bithynien: Bei ihm waren Anklagen gegenüber Christen eingereicht worden, über die er nun zum ersten Mal in seinem Leben zu Gericht sitzen musste. Um keinen Fehler zu machen, erklärt Plinius Trajan sein Vorgehen: Interrogavi ipsos, an essent Christiani. Confitentes iterum ac tertio interrogavi supplicium minatus; perseverantes duci iussi. (Plin. ep. X, 96).[29] Indem Trajan ihn im folgenden Brief beipflichtet, wird nun klargestellt, dass das Christsein allein, das nomen ipsum, schon strafbar ist und mit der Todesstrafe geahndet wird. Für eine Verurteilung waren keine Anschuldigungen der Zauberei, des Inzest oder der Kindesermordung mehr nötig. Weiterhin schreibt er, den Freispruch von Christen betreffend: Q ui negabant me deos appellarent et imagini tuae, quam propter hoc iusseram cum simulacris numinum adferri, ture ac vino supplicarent, praeterea maledicerent Christo, quorum nihil cogi posse dicuntur, qui sunt re vera Christiani, dimittendos esse putavi. (Plin. ep. X, 96).[30] Auch dies bestätigt Trajan, nämlich, dass Christen, die Jesus abgeschworen und dem Kaiser und den heidnischen Göttern gehuldigt hatten, Straffreiheit zugestanden wurde. Nur eine von Plinius akzeptierte Maßnahme kritisiert Trajan: Sine auctore vero propositi libelli in nullo crimine locum habere debent. (Plin. ep. X, 97). Anonyme Anklagen „dürfen […] keine Berücksichtigung finden“, auch „nachspionieren soll man ihnen nicht“.[31] Tertullian, der den eigentlichen Zweck dieses Reskriptes aus heutiger Sicht wohl nicht ganz verstanden hat,[32] kritisiert das Reskript scharf: O sententiam necessitate confusam! Negat inquirendos ut innocentes et mandat puniendos ut nocentes. Parcit et saeuit, dissimulat et animaduertit. (Tert. Apol. 2, 8).[33] Susi Hausammann sieht in dem Reskript keine gezielte Maßnahme gegen die Christen, sondern eine Art „Schadensbegrenzung für den Staat und die Gesellschaft“.[34] Hier ist wieder das klare Motiv der römischen Christenverfolgung zu erkennen, auf das ich in der Einleitung bereits eingegangen bin. Nicht das Christentum selbst wollten die Römer bekämpfen, sondern sie gingen gegen die durch das Christentum entstandenen Unruhen vor. Freilich mussten sie dafür gegen die Ursache dieser Unruhen ankämpfen. Auch wenn das Trajan-Reskript nicht als offizielles Edikt erlassen wurde, so wurde es doch im gesamten Reich bekannt, als der Briefwechsel nach dem Tod des Plinius veröffentlicht wurde und galt somit als Gesetz.[35] Dies hatte weitreichende Folgen für die Christen: Einerseits wurde die Lage der Christen durch das Trajan-Reskript begünstigt, da das Verbot von anonymen Anklagen einen gewissen Schutz darstellte. Außerdem stellte Plinius in seinem Text die Christen als äußerst harmlos dar, nur von einem superstitionem pravam, immodicam (Plin. ep. X, 96) befallen.[36] Somit mussten die Christen auch keine präventive Bestrafung fürchten, sondern eben nur dann, wenn sie sich öffentlich zum Christentum bekannten und somit zu Unruhen im Reich beitrugen.[37] Auf der anderen Seite schwebte das Christsein als ein „todeswürdiges Verbrechen“ wie ein Damoklesschwert über den christlichen Gläubigen,[38] denn dies war ein absolutes Novum in der Geschichte des frühen Christentums und des römischen Kaiserreiches. Für die folgenden Jahrzehnte war das Trajan-Reskript die gültige Gesetzesgrundlage für den Umgang mit den Christen, die auch teilweise die Folge hatte, dass sich die Menschen teilweise wieder den römischen Kulten zuwandten und die angeblich „verödeten Tempel“ sich wieder mit opfernden Römern füllten.[39]

5. Christenverfolgungen von Hadrian bis Commodus

Wie schon gesagt, änderte sich an der Gesetzeslage in den Jahrzehnten nach Trajan praktisch nichts. Aus der Zeit Hadrians sind Fragmente eines Briefwechsels mit dem Statthalter Minicius Fundadus in Asia aus dem Jahr 124/125 in Eusebius‘ Historia Ecclesiastica (Euseb. Hist. Eccl. IV, 9) überliefert. Zuvor muss der Vorgänger des Fundadus, Serennius Granianus, ein Gesuch an Hadrian gerichtet haben, welches zwar verloren gegangen ist, aber in verschiedenen zeitgenössischen Werken erwähnt ist, so beispielsweise bei Justin und Melito.[40] Trotzdem muss das Dokument von besonderer Wichtigkeit gewesen sein, sonst hätte Hadrian es nicht für nötig gehalten, seinem Nachfolger zu schreiben.[41] In seinem Antwortschreiben geht der princeps auf die besondere Bestrafung von Denunzianten ein, was ganz offensichtlich auf das Trajan-Reskript und seine Forderung zurückgeht, anonyme Anklagen und Denunzianten nicht zu berücksichtigen. Laut Joseph Vogt muss es einen „Volksschrei nach einer Christenhetze“, vor allem ausgehend von den Juden, gegeben haben, der die gesamte Provinz in Aufruhr versetzt hatte.[42] Dass Hadrian so rigoros gegen Denunzianten vorgehen ließ, ist auch auf die römischen Motive zur Christenverfolgung und zu eigentlich allen politischen Entscheidungen zurückzuführen.[43] Außerdem verlangte er – im Gegensatz zu Trajan – realistische Beweise für eine Anklage. In Eusebius‘ Kirchengeschichte heißt es dazu: „Wenn nun die Provinzbewohner ihre Forderung gegen die Christen mit guten Gründen bekräftigen können, sollen sie nur diesen Weg gehen und sich nicht aufs Fordern oder nur aufs Schreien verlegen.“ (Euseb. Hist. Eccl. IV, 9, 2).[44] Damit war immerhin die Bestrafung von Christen nur aufgrund eines Verdachts verboten, was die Situation dieser wiederrum erleichterte. Trotzdem muss man im Hinterkopf behalten, dass dies ein privater Briefwechsel war, der nicht, wie der Briefwechsel zwischen Trajan und Plinius, veröffentlich wurde und somit der Öffentlichkeit nicht bekannt war. Dementsprechend war das Hadrian-Reskript erst einmal nur auf die Provinz Asia beschränkt, was bedeutet, dass die Gesetzeslage nach dem Trajan-Reskript insgesamt nicht geändert wurde.[45] Dasselbe gilt für die Regierungszeiten der Kaiser Marcus Aurelius und Commodus. Zwar gibt es Berichte über die Hinrichtung von einzelnen Personen oder Gruppen im Laufe des 2. Jahrhunderts und von Melito ist bei Eusebius ein Bericht über von Marcus Aurelius erlassene neue Verordnungen enthalten, der laut der Quelle brutale Gewalt gegenüber den Christen in Asia zur Folge hatte.[46] Wohl aufgrund dieser im Reich herrschenden Unruhen erließ der Kaiser auch sogenannte „Gesetze gegen Religionsfrevler“, die freilich auch gegen die Christen gerichtet waren.[47] Letztendlich ist aber in jedem Fall festzuhalten, dass sich die Gesetzeslage seit Trajan nicht maßgeblich geändert hatte.[48] Aber es sind mit dem Martyriumsbericht von Polykarp von Smyrna und den Berichten der Märtyrer von Lyon und Scili einige äußerst umfangreiche Dokumente erhalten, die von der Feindseligkeit gegenüber Christen im 2. Jahrhundert zeugen.[49] In einem anderen, um 185 entstandenen Bericht, dem Martyrium des Apollonius, ist gar von einem Senatsbeschluss zu einem allgemeinen Christenverbot die Rede (non licet esse Christianos), der unter Marcus Aurelius oder Commodus erlassen worden sein könnte.[50] Da dieser Beschluss aber nicht mal bei Eusebius überliefert ist, soll es nur bei dieser kurzen Erwähnung bleiben und nicht näher darauf eingegangen werden, da eine detaillierte Analyse den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Zusammenfassend kann man aber sagen, dass die Christen auf Grundlage des Trajan-Reskriptes mit unterschiedlichen, kurz geltenden Ergänzungen weiterhin unterdrückt und bekämpft wurden.

6. Edikte gegen die Christen von Septimius Severus und Maximinus Thrax

In der Historia Augusta ist ein Hinweis auf ein antichristliches Edikt des Kaisers Septimius Severus etwa aus dem Jahre 201 überliefert.[51] Hier heißt es: In itinere Palaestini plurima irua fundavit. Iudaeos fieri sub gravi poena vetuit. Idem etiam de Christianis sanxit. (Historia Augusta, Sept. Sev. 17, 1).[52] Nicht nur verbot er den Übertritt zum Christentum, sondern auch den zum jüdischen Glauben. Dies ist insofern überraschend, als dass die Juden ein etablierter Bestandteil des römischen Reiches und somit eigentlich allgemein akzeptiert waren.[53] Was deutlich gegen dieses Gesetz spricht ist seine einmalige Erwähnung. In keinem anderen Werk ist ein ähnlicher Passus über ein solches Edikt enthalten, was seine Existenz unwahrscheinlich macht, vor allem da die Historia Augusta als alleiniger Beweis selten glaubwürdig ist.[54] Andere Quellen hingegen stellen Septimius Severus – sowie andere Kaiser aus dem Geschlecht der Severer – gar als einen eher christenfreundlichen Kaiser dar. So ist zum Bespiel überliefert, dass er seinen ältesten Sohn in die Obhut einer christlichen Amme gab und auch selbst Kontakt zu Christen pflegte.[55] Trotz dieser widersprüchlichen Überlieferungen gilt es als sicher, dass sich um die Jahrhundertwende vom 2. zum 3. Jahrhundert eine Verfolgungswelle in Afrika ereignete.[56] Vor allem bei Eusebius sind einige Märtyrer aus Alexandria dokumentiert (Euseb. Hist. Eccl. VI, 1; VI, 3, 1/7; 4) und Tertullian berichtet von der Schändung der christlichen Friedhöfe in Karthago mit den Worten: Sicut et sub Hilariano praeside, cum de areis sepulturarum nostrarum acclamassent: „Area non sint!“ (Tert. Scap. 3, 1).[57] Des Weiteren stellt der Bericht über das Martyrium von Perpetua und Felicitas ein wichtiges Dokument für die Christenverfolgungen in dieser Zeit dar.[58]

Was Maximinus Thrax angeht, so berichtet Eusebius auch von ihm über ein angebliches Edikt, das aber ausschließlich gegen die christlichen Kleriker gerichtet war. Er schreibt in seiner Kirchengeschichte: „[…] und begann deshalb eine Verfolgung, indem er befahl, lediglich die Leiter der Kirchen mit dem Tode zu bestrafen, da sie sich der Lehre nach dem Evangelium schuldig gemacht hätten.“ (Euseb.. Hist. Eccl. VI, 28).[59] Allerdings ist nur sehr wenig über die Folgen dieses Ediktes bekannt. Da Maximinus Thrax nur drei Jahre an der Macht war, ist von einer ausgeweiteten Christenverfolgung wohl nicht auszugehen. Trotzdem sind vereinzelte Dokument zu Verbannungen von Bischöfen überliefert, beispielsweise im Catalogus Liberianus, sowie der Martyriumsbericht des Hippolyt. Des Weiteren berichtet Cyprian in einem seiner Briefe rückblickend von den Verfolgungen unter Maximinus Thrax mit den Worten: Ante uiginti et duos fere annos temporibus post Alexandrum imperatorem multae istic conflicationes et pressurae acciderunt uel in commune omnibus hominibus uel priuatium christianis: […] ut ex hoc persecutio quoque grauis aduersum nos nominis fieret, quae post longam retro: aetatis pacem repente oborta de inopinato et insueto mal ad turbandum populum nostrum terribilior effecta est. (Cyprian, ep. 75, 10).[60] Die Zeitangabe von 22 Jahren scheint plausibel, wenn man davon ausgeht, dass er die meisten Briefe zur Zeit der decischen und später valerianischen Verfolgungen schrieb.

Zwar blieb wohl bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts nach wie vor das Trajan-Reskript die geltende Gesetzesgrundlage, doch mit Septimius Severus und Maximinus Thrax kamen zwei Kaiser ins Spiel, die zumindest einen Versuch starteten, das Vorgehen gegen die weiter erstarkenden Christen zu ändern. Auch wenn ihre Edikte nicht wirklich griffen, hatten sie aber letztendlich doch temporäre Auswirkungen.

7. Die decischen und valerianischen Edikte

Im Jahr 249 – etwa 140 Jahre nach dem Trajan-Reskript – änderte Kaiser Decius die Gesetzesgrundlage zum Umgang mit den Christen. Gründe für diese Veränderung waren die "von der ganzen Bevölkerung geforderte Loyalitätskundgebung gegenüber dem römischen Staat", den Wunsch, die pietas wiederherzustellen und die restaurative Politik des Decius.[61] Ausgelöst wurden diese Gründe angeblich von einem heidnischen Dichter, wie Eusebius in seiner Kirchengeschichte schreibt: „Nicht erst mit dem kaiserlichen Edikt begann die Verfolgung bei uns, sondern sie hatte ein ganzes Jahr früher eingesetzt, und zwar hatte zuvor ein Dichter, der unserer Stadt Unheil verkündete, bei uns die heidnischen Volksmassen in Unruhe versetzt und aufgehetzt, indem er in ihnen den einheimischen Aberglauben wieder entfachte.“ (Euseb. Hist. Eccl. VI, 41, 2).[62] Er erließ also ein Edikt, das den Vollzug der Opfer und die Teilnahme am Opfermahl verlangte, woraufhin Bescheinigungen von eigens hierfür gegründeten Opferkommissionen für die Opfernden ausgestellt wurden.[63] Bis zu einer bestimmten Frist musste jeder römische Bürger Besitzer einer solchen Bescheinigung sein, sonst drohten Opferzwang, Gefangennahme, Folter, Enteignung, Verbannung oder auch der Tod.[64] Damit war das Edikt nicht direkt gegen die Christen gerichtet, betraf sie aber besonders, da plötzlich nicht mehr das nomen ipsum von Bedeutung, sondern der römische Kult wieder in den Mittelpunkt gerückt worden war. Nun ging es nicht mehr um die Beteuerung, nicht Christ zu sein, sondern um den Beweis dafür, den römischen Kulten anzuhängen. Letztendlich war das für die römischen Christen ein weitaus bedrängender Zustand, als derjenige, den sie seit dem Trajan-Reskript zu erleiden hatten. In Folge dieser öffentlichen Opferpflicht sind aber nur wenige Märtyrer verzeichnet. Offensichtlich fanden einige Christen Auswege, um entweder dem Opfer ganz zu entkommen oder die Bescheinigung auf eine andere Weise doch zu erhalten.[65] Auf der anderen Seite sind etwa 40 Opferbescheinigungen aus Afrika überliefert, die die Existenz des decischen Ediktes beweisen. So heißt es in der sechsten Opferbescheinigung bei Meyer: „[…] auch jetzt habe ich in eurer Gegenwart entsprechend den Vorschriften des Ediktes Trank- und Speiseopfer dargebracht […] und bitte euch, mir das durch Unterschrift zu bescheinigen.“ (Nr. 6 Meyer).[66] Hier ist auch eine detaillierte Zeitangabe zu finden: „Im 1. Jahr des Imperator Caesar Gaius Messius Quintus Traianus Decius, Pius Felix Augustus, am 22. Payni.” (Nr. 6 Meyer), die seinen Zusammenhang mit dem decischen Opferedikt beweist. Weitere umfangreiche Zeugnisse dieses Ediktes und seiner Folgen sind bei Eusebius überliefert, so die Briefe des Bischofs Dionysius von Alexandria, die Briefe des Cyprian von Karthago und seine Schrift De lapsis. Beide ergriffen in Folge des Edikts die Flucht.[67] Cyprian ist es auch, der sich über die „Ungläubigen“ ereifert, die glaubten, „sie könnten [durch ihre] [ruchlosen Opferbescheinigungen] […] den umgarnenden Schlingen des Teufels entrinnen“. (Cyprian, ep. 30, 3).[68] Und auch seine Schrift De lapsis, in der er auf die decischen Verfolgungen zurückblickt, enthält Seitenhiebe auf die den römischen Göttern huldigenden Christen: quo illic uelabantur sacrificantium capita captiua, caput uestrum liberum mansit (Cyprian, De lapsis 2).[69] Es scheint also sehr wahrscheinlich, dass es Christus verleugnende Christen gab, um sich selbst zu retten. Doch das Edikt scheint nur umgesetzt worden zu sein und wohl schon im Jahr 250 gingen die Folgen des Ediktes zurück, was ebenfalls auf die wohl etwas laxe Durchsetzung hinweist.[70] Susi Hausammann weist zwar noch auf eine Präzisierung der Ausführungsbestimmungen im Jahr 250 hin, diese werden aber wohl nicht mehr wirklich gegriffen haben.[71] Dies kann eventuell auch darauf zurückgeführt werden, dass Decius in den darauffolgenden Monaten vollauf damit beschäftigt war, das Reich vor den Goten zu schützen, was letztendlich mit seinem Tod auf dem Schlachtfeld endete.[72]

Nur wenige Jahre später, im August 257, erließ dann Kaiser Valerian ein direkt gegen die Christen gerichtetes Edikt, das den Opferzwang für Kleriker, ein Versammlungsverbot und ein Verbot, Friedhöfe zu betreten, unter Androhung von Verbannung oder Todesstrafe beinhaltete.[73] Aber auch hier sollte – wie es schon bei Trajan zu finden ist – denjenigen Christen Straffreiheit gewährt werden, die in der Opferzeremonie Christus abschworen.[74] Im August folgenden Jahres wurde ein zweites Edikt verkündet, das die Gnadenfrist beendete, alle Kleriker, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht geopfert hatten, zum Tode verurteilte und Verbannung, Enteignung und Versklavung von christlichen Senatoren und ihren Frauen zur Folge hatte.[75] Diese beiden Gesetze sind zwar nicht mehr im Original erhalten, dafür aber bei Eusebius, Dionysius von Alexandria und Cyprian von Karthago ausführlich beschrieben. So ist in der Kirchengeschichte des Eusebius ein Brief des Dionysius überliefert, in der er vom Präfekten Ägyptens Aemilianus aufgrund seiner Weigerung zu opfern verbannt wird. Aemilianus sagt in Eusbius‘ Bericht: „[…] deswegen werdet ihr euch nicht länger in dieser Stadt aufhalten, sondern ihr werdet in das Gebiet Libyens, und zwar in den Ort, der Kephro heißt, verbannt werden. Diesen Ort habe ich nämlich ausgewählt aufgrund des Befehls unserer Kaiser.[76] Auf gar keine Weise wird es euch oder irgendwelchen anderen Leuten gestattet sein, Versammlungen abzuhalten oder die sogenannten Coemeterien zu betreten.“ (Euseb. Hist. Eccl. VII, 11, 10).[77] Und bezüglich der Begnadigung von opfernden Christen wird berichtet: „Sie haben euch die Möglichkeit der Besserung gegeben, wenn ihr euch dem, was der Natur entspricht, zuwendet und die Götter, die ihre Herrschaft schützen, verehrt, aber dem entsagt, was gegen die Natur ist.“ (Euseb. Hist. Eccl. VII, 11, 7).[78] Und Cyprian schreibt in einem Brief an seinen Bruder wortwörtlich: Quae autem sunt in uero ita se habent, rescripsisse Valerianum ad senatum ut episcopi et presbyteri et diacones in continenti animaduerantur, senatores uero et egregii uiri et equites Romani dignitate amissa etiam bonis spolientur et sie ademptis facultatibus christiani [esse] perseuerauerint, capite quoque multentur, matronae ademptis bonis in exilium relegentur, Caesariani autem quicumque uel prius confessi fuerant uel nunc confessi fuerint confiscentur et uincti in Caesarianas possessiones descripti mittantur. (Cyprian, ep. 80).[79] Letztendlich starben er und sein Bischofskollege Dionysius den Märtyrertod.

Die neuen Edikte Decius’ und Valerians stellen eine völlige Veränderung der christlichen Rechtslage dar. Decius versuchte durch ein nur indirekt gegen die Christen gerichtetes Edikt, die Ordnung im Reich wiederherzustellen. Valerian hingegen ergriff drastischere Maßnahmen, die das Christentum temporär stark bedrohten. Die religiösen Konflikte scheinen sich im römischen Kaiserreich des 3. Jahrhunderts verstärkt zu haben, weshalb die Kaiser um den Erhalt des Reiches und ihrer Herrschaft fürchten mussten. Die Furcht vor dem Zerfall des Reiches ließ die Kaiser insofern handeln, als dass sie versuchten, die Quelle der Unruhen zu bekämpfen und die Ordnung wiederherzustellen. Doch das war zu dieser Zeit, über 200 Jahre nachdem Christus gelebt hatte, ein Ding der Unmöglichkeit geworden. Gallienus, Valerians Sohn, erkannte diesen Umstand und führte ab 260, nachdem Valerian in persische Gefangenschaft geraten war,[80] eine völlige Kehrtwende herbei.

8. Die Kehrtwende des Gallienus

Gallienus war seit 253 – also praktisch von Beginn der Herrschaft Valerians an – Mitkaiser an der Seite seines Vaters, womit er der erste römische „Co-Kaiser“ mit einem gewissen Machtanspruch war.[81] Nach dessen Gefangennahme durch die Perser übernahm er nahtlos die Macht im römischen Reich und machte noch im selben Jahr – nämlich 260 – die christenfeindlichen Handlungen seines Vaters rückgängig.[82] Dies beinhaltete nicht nur, dass die Christen nicht weiter verfolgt wurden, sondern auch die Rückgabe ihres zuvor beschlagnahmten Besitzes.[83] Bei Eusebius ist folgender Wortlaut des gallienischen Reskriptes überliefert: „Ich habe befohlen, dass die Wohltat meines Gnadengeschenkes über die ganze Welt verbreitet werde, nämlich dass man sich von den Stätten, an denen Gottesdienste gefeiert werden, zurückziehen soll, und daher dürft ihr euch der Verordnung meines Reskriptes bedienen, so dass euch niemand belästigen kann.“ Und weiter heißt es: „Es ist auch eine weitere Verordnung des Kaisers überliefert, die er an die übrigen Bischöfe gerichtet hat. Darin hat er die Erlaubnis gegeben, die sogenannten Coemeterien wieder in Besitz zu nehmen.“ (Euseb. Hist. Eccl. VII 13).[84] Laut Michael Geiger, der eine umfangreiche Studie zu Kaiser Gallienus geschrieben hat, tat Gallienus das aber nicht aus einer christenfreundlichen Gesinnung heraus, sondern er war sich anscheinend im Klaren darüber, dass eine weitere Verfolgung der Christen kontraproduktiv war.[85] Offensichtlich hatten die antichristlichen Maßnahmen Valerians nicht so erfolgreich gegriffen, wie er sich das vorgestellt hatte, wohl auch aufgrund des Mangels an Beamten, die die zwei Edikte durchsetzen konnten.[86] Außerdem könnte – wie so oft in der Antike – der Aberglaube eine Rolle gespielt haben, so also, dass der „Christengott“ für „das Scheitern Valerians [im Perserkrieg]“ verantwortlich war und Gallienus ihn nicht noch weiter erzürnen wollte.[87] Ein weiterer Grund mag die immer weiter ansteigende zahlenmäßige Stärke der Christen sein. Zwar sind kaum Zahlen überliefert und Schätzungen anzustellen ist äußerst schwierig, doch ist beispielsweise bei Eusebius von der „große[n] Freiheit und de[m] Erfolg des Christentums in den Jahrzehnten vor der tetrarchischen Verfolgung“ die Rede.[88] So gehen Historiker von einer teilweisen oder auch vollständigen Anerkennung des Christentums durch die römische Gesellschaft aus.[89] Und vielleicht hat Gallienus auch den kapitalen Fehler erkannt, den die römischen Kaiser von Anfang an im Umgang mit den Christen gemacht hatten: Je stärker die Christen verfolgt wurden, desto mehr verstreuten und verbreiteten sie sich, was den christlichen Glauben letztendlich in jeder Hinsicht begünstigte. Möglicherweise hat Gallienus genau dies erkannt und resigniert.

9. Fazit

Der Vergleich der antichristlichen Maßnahmen der verschiedenen Kaiser von der Mitte des 1. bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts hat die verschiedenen Maßnahmen gezeigt, wie die römischen Kaiser versuchten, den erstarkenden Christen entgegen zu treten. So kann man eine deutliche Entwicklung von unkontrollierten, einzelnen Verfolgungen über die Bestrafung des eigentlichen Christ-Seins bis hin zur individuellen Christenverfolgung feststellen. Bei alle dem muss bedacht werden, dass die Römer die Christen nicht aufgrund ihres neuen Glaubens verachteten, sondern aufgrund der Unruhe, die sie in die römische Gesellschaft gebracht hatten. Die Furcht vor dem Zerfall des riesigen Reiches und der stetige Kontrollverlust zwang die römischen Kaiser zum Handeln. Wie so oft in der Geschichte werden in solchen Situationen Minderheiten zu Sündenböcken gemacht; auch das imperium romanum stellt hierbei keine Ausnahme dar. Andere Gründe, wie die Tatsache, dass die christliche Religion von einem angeblichen Verbrecher begründet worden war und die Gerüchte von Hexerei, Inzest und Kinderschändungen waren willkommene Vorwände, die Christen als Ursache des Übels darzustellen. Letztendlich waren die Christenverfolgungen aber kontraproduktiv: Wären die Christen nicht immer wieder vertrieben und verfolgt worden, wären sie vielleicht in Judäa geblieben, nie nach Rom und folglich nie nach ganz Europa gekommen und so wäre das Christentum nie die Weltreligion geworden, die sie heute ist. Es bleibt Spekulation, welchem Glauben wir Europäer dann heute anhängen würden.

10. Literaturverzeichnis

10.1 Primärquellen

Gaius Plinius Caecilius Secundus, Briefe. Epistularum libri decem. Lateinisch – Deutsch , hrsg. von Helmut Kasten, Zürich 1995[8], S. 640-645.

P. Guyot, R. Klein, Das frühe Christentum bis zum Ende der Verfolgungen. Eine Dokumentation. Band 1: Die Christen im heidnischen Staat, Darmstadt 1993.

10.2 Sekundärliteratur

E. R. Dodds, Heiden und Christen in einem Zeitalter der Angst. Aspekte religiöser Erfahrung von Marc Aurel bis Konstantin, Frankfurt am Main 1985.

M. Geiger, Gallienus, Frankfurt am Main 2013.

T. Glas, Valerian. Kaisertum und Reformansätze in der Krisenphase des Römischen Reiches, Paderborn 2014.

A. von Harnack, Die Mission und Ausbreitung des Christentums in den ersten drei Jahrhunderten. Band 1: Die Mission in Wort und Tat, Leipzig 1924[4].

S. Hausammann, Alte Kirche. Zur Geschichte und Theologie in den ersten vier Jahrhunderten. Band 2: Verfolgungs- und Wendezeit der Kirche. Gemeindeleben in der Zeit der Christenverfolgungen und Konstantinische Wende, Neukirchen-Vluyn 2001.

F. Rash, The Language of Violence. Adolf Hitler’s Mein Kampf, New York 2006.

T. Schmitt, Des Kaisers Inszenierung. Mythologie und neronische Christenverfolgung, Zeitschrift für antikes Christentum 16 (2012), S. 487–515.

R. Selinger, Die Religionspolitik des Kaisers Decius. Anatomie einer Christenverfolgung, Frankfurt am Main 1994.

R. Selinger, The mid-third century persecutions of Decius and Valerian, Frankfurt am Main 2002.

M. Sommer, Römische Geschichte. Rom und sein Imperium in der Kaiserzeit, Stuttgart 2009.

J. Speigl, Der römische Staat und die Christen. Staat und Kirche von Domitian bis Commodus, Amsterdam 1970.

H. D. Stöwer, Christenverfolgung im römischen Reich. Ihre Hintergründe und Folgen, Düsseldorf u.a. 1982.

J. Ulrich, Euseb, HistEccl III, 14–20 und die Frage nach der Christenverfolgung unter Domitian, Zeitschrift für neutestamentliche Wissenschaft und die Kunde der Älteren Kirche 87 (1996), S. 269–289.

J. Vogt, Christenverfolgung, in: T. Klauser, E. Dassmann, C. J. Kremer u.a. (Hrsg.), Reallexikon für Antike und Christentum. Sachwörterbuch zur Auseinandersetzung des Christentums mit der antiken Welt. Band 2: Bauer – Christus, Stuttgart 1954, Sp. 1159–1207.

[...]


[1] Vgl. F. Rash, The Language of Violence. Adolf Hitler’s Mein Kampf, New York 2006, S. 50.

[2] Vgl. A. von Harnack, Die Mission und Ausbreitung des Christentums in den ersten drei Jahrhunderten. Band 1: Die Mission in Wort und Tat, Leipzig 19244, S. 26.

[3] Vgl. Harnack (Anm. 2), S. 26.

[4] J. Vogt, Christenverfolgung, in: T. Klauser, E. Dassmann, C. J. Kremer u.a. (Hrsg.), Reallexikon für Antike und Christentum. Sachwörterbuch zur Auseinandersetzung des Christentums mit der antiken Welt. Band 2: Bauer – Christus, Stuttgart 1954, Sp. 1161.

[5] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1161.

[6] Vgl. S. Hausammann, Alte Kirche. Zur Geschichte und Theologie in den ersten vier Jahrhunderten. Band 2: Verfolgungs- und Wendezeit der Kirche. Gemeindeleben in der Zeit der Christenverfolgungen und Konstantinische Wende, Neukirchen-Vluyn 2001, S. 1f.

[7] Alle Quellen werden aus folgendem Quellenband zu den Christenverfolgungen in der Antike zitiert: P. Guyot, R. Klein, Das frühe Christentum bis zum Ende der Verfolgungen. Eine Dokumentation. Band 1: Die Christen im heidnischen Staat, Darmstadt 1993.

[8] Übersetzung aus: Guyot / Klein (Anm. 7), S. 17.

[9] Übersetzung aus: Guyot / Klein (Anm. 7), S. 17.

[10] Vgl. E. R. Dodds, Heiden und Christen in einem Zeitalter der Angst. Aspekte religiöser Erfahrung von Marc Aurel bis Konstantin, Frankfurt am Main 1985, S. 115f.

[11] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1165–1167.

[12] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1167.

[13] Vgl. H. D. Stöwer, Christenverfolgung im römischen Reich. Ihre Hintergründe und Folgen, Düsseldorf u.a. 1982, S. 43 mit Anm. 23.

[14] Vgl. Guyot / Klein (Anm. 7), S. 476, 478.

[15] Vgl. J. Ulrich, Euseb, HistEccl III, 14–20 und die Frage nach der Christenverfolgung unter Domitian, Zeitschrift für neutestamentliche Wissenschaft und die Kunde der Älteren Kirche 87 (1996), S. 269–289.

[16] Vgl. J. Speigl, Der römische Staat und die Christen. Staat und Kirche von Domitian bis Commodus, Amsterdam 1970, S. 28ff; Ulrich (Anm. 15), S. 281.

[17] Vgl. Stöwer (Anm. 13), S. 45.

[18] Übersetzung aus: Stöwer (Anm. 13), S. 45.

[19] Übersetzung Guyot / Klein (Anm. 7), S. 35: „Versucht hatte es auch Domitian, nur ein halber Nero seiner Grausamkeit nach; aber, da er doch noch ein Mensch war, ließ er bald wieder von seinem Vorhaben ab und setzte sogar die Verbannten wieder in ihre Würden ein.“

[20] Vgl. Ulrich (Anm. 15), S. 285.

[21] Vgl. Speigl (Anm. 16), S. 33f; Ulrich (Anm. 15), S. 285.

[22] Vgl. Ulrich (Anm. 15), S. 274f.

[23] Übersetzung aus: Guyot / Klein (Anm. 7), S. 27.

[24] Vogt (Anm. 4), Sp. 1168.

[25] Vgl. Stöwer (Anm. 13), S. 44–46.

[26] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1169.

[27] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1170.

[28] Vgl. Gaius Plinius Caecilius Secundus, Briefe. Epistularum libri decem. Lateinisch – Deutsch , hrsg. von Helmut Kasten, Zürich 19958, S. 665.

[29] Übersetzung Plinius (Anm. 28), S. 641, 643: „Ich habe sie gefragt, ob sie Christen seien. Wer gestand, den habe ich unter Androhung der Todesstrafe ein zweites und drittes Mal gefragt; blieb er dabei, ließ ich ihn abführen.“

[30] Übersetzung Plinius (Anm. 28), S. 643: „Diejenigen, die leugneten, Christen zu sein oder gewesen zu sein, glaubte ich freilassen zu müssen, da sie nach einer von mir vorgesprochenen Formel unsre Götter anriefen und vor deinem Bilde, das ich zu diesem Zweck zusammen mit den Statuen der Götter hatte bringen lassen, mit Weihrauch und Wein opferten, außerdem Christus fluchten, lauter Dinge, zu denen wirkliche Christen sich angeblich nicht zwingen lassen.“

[31] Übersetzung aus: Plinius (Anm. 28), S. 645.

[32] Vgl. Hausammann (Anm. 6), S. 11.

[33] Vgl. Hausammann (Anm. 6), S. 11; Übersetzung Guyot / Klein (Anm. 7), S. 43: „Welch eine notgedrungen verworrene Entscheidung! Sie verbietet die Fahndung wie bei Unschuldigen und fordert die Bestrafung wie bei Schuldigen. Sie ist milde und grausam, stellt sich taub und ist zugleich wachsam.“

[34] Hausammann (Anm. 6), S. 11.

[35] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1171.

[36] Übersetzung Plinius (Anm. 28), S. 643: „einen wüsten, maßlosen Aberglauben“.

[37] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1172.

[38] Vogt (Anm. 4), Sp. 1172.

[39] Plinius (Anm. 28), S. 645.

[40] Speigl (Anm. 16), S. 95f.

[41] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1173.

[42] Vogt (Anm. 4), Sp. 1173.

[43] Vgl. Speigl (Anm. 16), S. 99f.

[44] Übersetzung aus: Guyot / Klein (Anm. 7), S. 45.

[45] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1174.

[46] Vgl. Guyot / Klein (Anm. 7), S. 44f.

[47] Guyot / Klein (Anm. 7), S. 46–49; vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1175f.

[48] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1174f.

[49] Vgl. Guyot / Klein (Anm. 7), S. 49–95; Speigl (Anm. 16), S. 170; Vogt (Anm. 4 ), Sp. 1175f.

[50] Vgl. Hausamman (Anm. 6), S. 12.

[51] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1180.

[52] Übersetzung Guyot / Klein (Anm. 7), S. 97: „Unterwegs verbriefte er den Einwohnern von Palästina viele Rechte. Zu den Juden überzutreten verbot er bei strenger Strafe. Das gleiche verfügte er auch in bezug auf die Christen.“

[53] Vgl. Harnack (Anm. 2), S. 5–23.

[54] Vgl. Guyot / Klein (Anm. 7), S. 477; Hausammann (Anm. 6), S. 13.

[55] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1178.

[56] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1180f.

[57] Übersetzung Guyot / Klein (Anm. 7), S. 99: „[…] ein Beispiel dafür geschah unter dem Statthalter Hilarianus, als man in bezug auf unsere Totenäcker schrie: ‚Sie sollen keine Äcker haben!‘“.

[58] Vgl. Guyot / Klein (Anm. 7), S. 98–117; Vogt (Anm. 4), Sp. 1181.

[59] Übersetzung aus: Guyot / Klein (Anm. 7), S. 119.

[60] Übersetzung Guyot / Klein (Anm. 7), S. 121: „Vor ungefähr 22 Jahren nämlich, in der Zeit nach dem Kaiser Alexander, suchten viele Peinigungen und Drangsale hier alle Menschen gemeinsam und besonders die Christen heim. […] Das war der Anlass auch für eine schwere Verfolgung gegen uns Anhänger des christlichen Namens, die nach einer langen Friedenszeit plötzlich ausbrach und, da diese Not unerwartet und ungewohnt war, unser Volk in eine um so schrecklichere Bestürzung versetzte.“

[61] Vgl. Hausamman (Anm. 6), S. 13f, Zitat S. 14.

[62] Übersetzung aus: Guyot / Klein (Anm. 7), S. 139.

[63] Zu den Opferkommissionen vgl. R. Selinger, Die Religionspolitik des Kaisers Decius. Anatomie einer Christenverfolgung, Frankfurt am Main 1994, S. 94–96.

[64] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1185.

[65] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1186.

[66] Übersetzung aus: Guyot / Klein (Anm. 7), S. 125.

[67] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1186.

[68] Übersetzung aus: Guyot / Klein (Anm. 7), S. 127.

[69] Übersetzung Guyot / Klein (Anm. 7), S. 131: „[…] von dem ruchlosen und verbrecherischen Schleier, mit dem dort die Opfernden ihr geknechtetes Haupt verhüllten, ist euer Haupt frei geblieben […]“.

[70] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1186.

[71] Vgl. Hausammann (Anm. 6), S. 14.

[72] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1186f.

[73] Vgl. T. Glas, Valerian. Kaisertum und Reformansätze in der Krisenphase des Römischen Reiches, Paderborn 2014, S. 275–286; Hausamman (Anm. 6), S. 15; Vogt (Anm. 4), Sp. 1187f.

[74] Vgl. Hausammann (Anm. 6), S. 15.

[75] Vgl. Vogt (Anm. 4), Sp. 1187f.

[76] Hier wird der Kaiser im Plural genannt, da zu diesem Zeitpunkt Gallienus schon Mitkaiser an der Seite seines Vaters war, vgl. M. Geiger, Gallienus, Frankfurt am Main 2013, S. 82–84.

[77] Übersetzung aus: Guyot / Klein (Anm. 7), S. 151.

[78] Übersetzung aus: Guyot / Klein (Anm. 7), S. 149.

[79] Übersetzung Guyot / Klein (Anm. 7), S. 153: „In Wahrheit verhält es sich aber damit folgendermaßen: Valerian hat durch ein Reskript an den Senat angeordnet, dass die Bischöfe, Presbyter und Diakone ohne weiteres hingerichtet werden sollen, dass die Senatoren aber und die hochrangigen Männer und die römischen Ritter nach dem Verlust ihrer Würde auch ihre Güter verlieren und, wenn sie nach dem Verlust ihres Vermögens noch weiter darauf beharren, Christen zu sein, auch mit dem Tode bestraft werden sollen. Vornehme Frauen sollen nach dem Verlust ihrer Güter in die Verbannung geschickt werden, die kaiserlichen Hofbeamten, die sich schon früher zum Christentum bekannt hatten oder sich jetzt erst dazu bekennen, sollen mit der Einziehung ihres Vermögens bestraft, den kaiserlichen Besitzungen zugeteilt und in Fesseln dorthin zur Zwangsarbeit verschickt werden.“

[80] Vgl. Geiger (Anm. 76), S. 283; Vogt (Anm. 4), Sp. 1188.

[81] Vgl. Geiger (Anm. 76), S. 82f.

[82] Vgl. Geiger (Anm. 76), S. 283.

[83] Vgl. Geiger (Anm. 76), S. 283f.

[84] Übersetzung aus: Guyot / Klein (Anm. 7), S. 161, 163.

[85] Vgl. Geiger (Anm. 76), S. 283, 290.

[86] Vgl. Geiger (Anm. 76), S. 289.

[87] Geiger (Anm. 76), S. 290.

[88] Geiger (Anm. 76), S. 287.

[89] Vgl. Geiger (Anm. 76), S. 287 mit Anm. 1599.

Details

Seiten
19
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668318625
ISBN (Buch)
9783668318632
Dateigröße
580 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v342087
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München – Historisches Seminar
Note
1,6
Schlagworte
Konstantin Christenverfolgungen Antike Römisches Reich

Autor

Zurück

Titel: Die Christenverfolgungen von Nero bis Gallienus im Vergleich (54-268 n. Chr.)