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Eine neue Stufe der Grausamkeit. Eine moralpsychologische Analyse des Phänomens Terror

Hausarbeit (Hauptseminar) 2014 19 Seiten

Psychologie - Allgemeine Psychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abgrenzung des Terrorismus

3 Die „traditionelle“ Form des Terrorismus

4 Die „neue“ Form des Terrorismus

5 Ansätze zur Lösung und Prävention

6 Konklusion

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Es ist der 07. April des Jahres 1977. Generalbundesanwalt Siegfried Buback befindet sich auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle am Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Als sein Fahrer an einer roten Ampel zum Anhalten gezwungen wird, nähert sich von hinten ein Motorrad. Es fallen fünfzehn Schüsse, bevor die beiden maskierten Täter die Flucht ergreifen. Noch am Tatort erliegt Siegfried Buback seinen schweren Verletzungen. Von den Tätern fehlt bis zum heutigen Tag jegliche Spur.

In dem sechs Tage später verfassten Bekennerschreiben, räumt die linksgerichtete Terrororganisation „Rote Armee Fraktion“ (kurz: RAF) ein, für den Mordanschlag verantwortlich zu sein. Die anonymen Hintermänner liefern darin gleich mehrere Gründe für das Attentat auf ihren größten Gegner am Bundesgerichtshof. Gleichermaßen werden als Motive sowohl Rache für die „Ermordung“ der RAF-Terroristen Holger Meins, Siegfried Hausner und Ulrike Meinhof, als auch die Schwächung des von ehemaligen Nationalsozialisten korrumpierten, totalitären Polizeistaats namens Bundesrepublik Deutschland durch den gezielten Einsatz politischer Gewalt angeführt.

Ein Zeitsprung zum 19. August 2003. Während einer Pressekonferenz des UN-Minenräumdienstes im Gebäude der Hilfsmission der Vereinten Nationen für den Irak (UNAMI), dem ehemaligen Canal Hotel in Bagdad, rast ein Selbstmordattentäter mit einem mit mehreren Tonnen Sprengstoff beladenen Lastwagen in das Gebäude. Die Bilanz des Anschlags: 22 Menschen verlieren ihr Leben, 100 weitere werden schwer verletzt.

Unter den Getöteten befindet sich auch der UN-Kommissar für Menschenrechte Sérgio Vieira de Mello, das eigentliche Ziel des Bombenattentats. Die sich zu der Bluttat bekennende Organisation, welche heute unter dem Namen „Islamischer Staat“ operiert, rechtfertigt diese als einzige logische Konsequenz auf die Bemühungen der Vereinten Nationen und ihres Kommissars den Staat „Ost-Timor“ bei dessen Streben nach Unabhängigkeit von der indonesischen Besatzung zu unterstützen.

Oberflächlich betrachtet mag es aufgrund ihrer gleichwohl gewaltsamen Vorgehensweise an dieser Stelle durchaus den Anschein erwecken, als würden beide Taten einem ähnlichen Schema folgen. Nichtsdestotrotz scheinen sich terroristische Anschläge aus islamistischen Kreisen deutlich von denen der westlichen Gruppierungen abzuheben. Es stellt sich also die Frage, was genau Terrorismus ist, wie er entsteht und inwieweit eine Unterscheidung von Terrorismus in verschiedene Arten möglich ist.

Um diese Probleme lösen zu können, wird im folgenden Abschnitt zunächst eine Definition des Begriffes Terrorismus erarbeitet, welche als Ausgangspunkt für weitere Analysen dienen wird. In diesem Zusammenhang werden außerdem grundlegende moralpsychologische Zusammenhänge aufgezeigt, um verständlich darzustellen, welche Mechanismen Menschen für anarchistisches Gedankengut empfänglich machen und warum diese Gewalt als legitimes Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele erachten.

Im daran anschließenden dritten Abschnitt wird auf Basis der unter zweitens gewonnen Erkenntnisse eine Form des Terrorismus beleuchtet, welche im Folgenden als „traditioneller Terrorismus“ bezeichnet wird. Diese vorwiegend in westlichen Gesellschaften auftretende Art zeichnet sich vorwiegend durch ein Selbstverständnis des eigenen Handelns als Form politischen Widerstandes aus, welche danach strebt die Situation der Mitmenschen zu verbessern. In diesem Zusammenhang werden zunächst die politischen, gesellschaftlich-kulturellen und moralpsychologischen Besonderheiten der Gruppierungen herausgearbeitet und des Weiteren hinsichtlich ihrer Ziele und Ideologien beleuchtet.

Der unter drittens betrachteten Art des Terrorismus wird im vierten Teil des Schriftstücks eine vorwiegend in islamischen Kreisen anzutreffende Form gegenübergestellt. Diese sich durch eine hohe Bereitschaft für Kollateralschäden auszeichnende oder sogar direkt auf den Mord an Zivilbevölkerung abzielende Art versucht meist die politischen Ziele einer kleinen Führungsriege durchzusetzen und wird im weiteren Verlauf des Schriftstücks als „neuer Terrorismus“ bezeichnet. Um eine möglichst aussagekräftige Gegenüberstellung der verschiedenen Terrorismusarten zu gewährleisten, wird auch diese Form hinsichtlich der oben genannten Gesichtspunkte beleuchtet. Überdies werden hierbei die ausgefeilten Indoktrinierungsmechanismen der islamischen Organisationen aufgezeigt, um zu verstehen warum sich vorwiegend Jugendliche radikalisieren lassen.

Um diesem Vergleich schließlich einen praktischen Nutzen hinzuzufügen, werden im fünften und letzten Abschnitt Schlussfolgerungen aus der vorangegangenen Analyse gezogen, um daraus bisher vernachlässigte Lösungsansätze für die aktuellen Konflikte im Nahen Osten zu entwickeln. Gleichzeitig wird aufgezeigt wie sich speziell die „neuen“ Terrororganisationen durch präventive Maßnahmen schwächen lassen, welche den Zustrom neuer Mitglieder und die Entstehung radikalen Gedankenguts verhindern.

Zuletzt sollte noch angemerkt werden, dass dieses Schriftstück nicht versucht eine ethische Bewertung der Vorgehensweise terroristischer Organisationen zu liefern, sondern lediglich deren Entstehung und moralpsychologischen Mechanismen analysiert, um ein besseres Verständnis und eine effizientere Prävention zu bewirken.

2 Abgrenzung des Terrorismus

Vor der Analyse einer jeden Handlung muss stets zunächst klar gemacht werden, welche Bedeutung den verwendeten Begrifflichkeiten im Folgenden zugeschrieben wird. So muss auch hier zunächst der Begriff des Terrorismus genau definiert werden um etwaige Missverständnisse zu vermeiden. Dieses Unterfangen gestaltet sich jedoch als eine Herausforderung, da eine absolut gültige und als allgemein akzeptierte Definition bisher nicht gefunden wurde und es somit notwendig ist eine Definition Schritt-für-Schritt zu erarbeiten, um möglichst alle für dieses Schriftstück relevanten Merkmale mit einzuschließen.

Spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 ist Terrorismus in den USA ein allgegenwärtiges Thema. Infolgedessen musste selbst das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten den Begriff des Terrorismus in sein Dictionary of Military Terms aufnehmen. Als Einstieg und ersten Ansatz liefert dieses eine praktikable Definition:

„[Terrorism is the] unlawful use of violence or threat of violence, often motivated by religious, political, or other ideological beliefs, to instill fear and coerce governments or societies in pursuit of goals that are usually political.” (United States Department of Defense 2012)

Im Grunde umfasst diese Definition folgende Kernaspekte. Zum einen ist Terrorismus offensichtlich stets mit dem Einsatz von Gewalt verbunden, welche darüber hinaus in einem gesetzeswidrigen Rahmen angewandt wird. Diese Gewaltakte sind stets motiviert durch ideologische Gründe und sollen ein Klima der Angst in der Gesellschaft und der Regierung erzeugen, um somit die zumeist politischen Ziele der Terroristen durchzusetzen.

Unglücklicherweise ist dieser Definitionsansatz, wie sehr häufig, in einem speziellen politischen Kontext entstanden und demzufolge zu weit geraten. Aufgrund der Allgegenwärtigkeit terroristischer Anschläge in den Informationsmedien hat sich der Glaube weit verbreitet, Terrorismus sei ein unproblematisch definierbarer Begriff. Nicht selten wird deshalb die von den Medien propagierte Betrachtungsweise, Terroristen stünden im ewig währenden Kampf zwischen Gut und Böse stets auf der dunklen Seite, einfach unreflektiert übernommen. Diese würden alles daran setzen unschuldigen und guten Menschen Leid zuzufügen und stets versuchen deren Gesellschaften zu vernichten. Dem zugrunde liegt allerdings implizit die Annahme, Terrorismus sei ein neutraler Begriff (vgl. Tinnes 2010, S. 2). Dass dieser jedoch grundsätzlich subjektiv Verwendung findet, wird dabei häufig außer Acht gelassen. Um obige Abgrenzung für dieses Schriftstück angemessen zu gestalten, soll zunächst anhand zweier Beispiele verdeutlicht werden, welche Aspekte diese bisher fälschlicherweise einschließt.

Als erstes wird das nach Claus Schenk Graf von Stauffenberg benannte Attentat auf Adolf Hitler im Juli 1944 betrachtet, bei welchem eine Gruppe von Widerstandskämpfern, unter Ausnutzung eines ursprünglich zur Niederschlagung von Aufständen ersonnenen Plans der Reichsregierung, versuchte die Führung des Dritten Reiches unter ihre Kontrolle zu bringen. Obwohl der Bombenanschlag aufgrund einer unglücklichen Aneinanderreihung von Zufällen fehlschlug, gilt der Graf von Stauffenberg heutzutage als größter militärischer Widerstandskämpfer gegen das Naziregime und hat als solcher mittlerweile weltweite Bekanntheit erlangt.

Zum anderen soll ein kurzer Blick auf Guy Fawkes geworfen werden. Dieser versuchte im Jahre 1605 im Rahmen einer heute als „Gunpowder Plot“ bekannten Verschwörung das englische Parlament im Palast von Westminster zu sprengen. Der geplante Anschlag hatte das Ziel die gesamte englische Königsfamilie sowie eine Vielzahl hochrangiger Adliger auszulöschen, um durch die Inthronisation eines katholischen Königs die Verfolgung von Katholiken im englischen Königreich zu beenden. Obwohl auch dieses Attentat missglückte und verhindert werden konnte, ist Guy Fawkes heute weltweit bekannt.

Bemerkenswert am ersten der beiden Beispiele ist, dass durch die mediale Präsentation, nicht zuletzt durch verschiedene Hollywood-Spielfilme, heutzutage wichtige Aspekte des Stauffenberg-Attentats in den Hintergrund gerückt und von vielen sogar gänzlich vergessen wurden. Zwar entspricht es durchaus der Wahrheit, dass Stauffenberg und seine Mitverschwörer die Massenmorde des nationalsozialistischen Regimes sowie das Massensterben deutscher Soldaten an den Kriegsfronten durch den Anschlag endgültig beenden wollten, jedoch umfasst dies nicht das gesamte Spektrum an Gründen. Führende Historiker sind sich heutzutage einig, dass die wahren Motive hinter dem Attentat weitaus weniger selbstlos waren als meist dargestellt. Bereits mit der Niederlage der Wehrmacht im Kampf um Stalingrad Anfang 1943 zeichnete sich für Deutschland der drohende Verlust des zweiten Weltkriegs ab. Vielen Offizieren und Adligen war bewusst, dass ein Sieg der Alliierten negative Konsequenzen für ihren Lebensstandard mit sich bringen würde. Sie fürchteten sich vor der Einführung einer demokratisch-republikanischen Ordnung und der damit einhergehenden endgültigen Abschaffung der Aristokratie. Als einzige Möglichkeit dieses Schicksal abzuwenden, sahen sie den Mord an Adolf Hitler, um damit dessen dilettantischen Größenwahn Einhalt zu gebieten und sich somit eine bessere Verhandlungsposition für Friedensverhandlungen zu sichern bzw. sogar die strategische Stärke für einen Sieg zu erlangen (vgl. Ueberschär, Gerd 2000, S. 107ff.).

Würde unter heutigen Gesichtspunkten eine Gruppe Verschwörer versuchen ein Attentat auf beispielsweise die deutsche Bundeskanzlerin zu verüben, da diese mit dem politischen System unzufrieden sind, würde von einem terroristischen Anschlag gesprochen werden. Gleichzeitig gilt Stauffenberg, der aus den gleichen Motiven handelte, heutzutage nicht als Terrorist, sondern als Freiheitskämpfer. Offensichtlich reicht also obige Definition nicht aus, da die Betrachtungsweise eines gewaltsamen Anschlags deutlich zeitinkonsistent ist. Des Weiteren fällt auf, dass die jeweilige subjektive Betrachtungsweise stark von der medialen Präsentation des Themas abhängt. So wurde, im Falle Stauffenberg aus einem Komplex mannigfaltiger Beweggründe, ein einzelnes Motiv besonders hervorgehoben, wodurch eine gesichtslose Gruppe von Widerstandskämpfern unter einem einzigen selbstlosen Helden vereint und dieser obendrein mit dem Nimbus der Rechtschaffenheit gekrönt wurde. Aus heutiger Sicht ist es natürlich durchaus nachvollziehbar, dass sich die Menschen im Nachkriegs-Deutschland wünschten, es hätte mehr selbstlose Helden gegeben, die dem skrupellosen Treiben Hitlers Einhalt geboten hätten. Dennoch zeigt dieses Beispiel nur zu deutlich, wie stark die Betrachtung eines Anschlags vom jeweiligen Subjekt abhängig ist.

Demgegenüber steht das Beispiel des Guy Fawkes, dessen faszinierende Wirkung nicht etwa aus dem Attentat selbst, sondern dem heute vorherrschenden, an eine Kontradiktion grenzenden Bild der historischen Person entspringt. Alljährlich am Jahrestag des vereitelten Anschlags, der sogenannten „Bonfire Night“, werden im gesamten Vereinigten Königreich Straßenumzüge mit der weltbekannten Verbrennung von Guy-Fawkes-Puppen abgehalten. Hieraus, in Kombination mit der Tatsache, dass bis zum heutigen Tage zur Parlamentseröffnung traditionell die Kellerräume unterhalb des britischen Parlaments inspiziert werden, in denen 1605 das Schießpulver entdeckt wurde, könnte eigentlich darauf geschlossen werden, dass eine positive Konnotation mit der Verhinderung des Anschlags besteht.

Nichtsdestotrotz entstand spätestens in den vergangenen Jahrzehnten eine gegenläufige Bewegung. Insbesondere der markanten Maske, welche das Aussehen des „einzigen Mannes der je mit ehrlichen Absichten in das Parlament ging“, wie Guy Fawkes in Großbritannien provokativ genannt wird, in einer Grimasse mimisch versucht nachzuahmen, gelang der Aufstieg zu weltweiter Bekanntheit. Spätestens durch die berühmte und mittlerweile sogar verfilmte Comic-Reihe „V wie Vendetta“ gelang dieser der Einzug in die internationale Popkultur. In den Comics stürzt ein mit ebendieser Maske als Guy Fawkes verkleideter Held, das dem Dritten Reich ähnelnde totalitäre Regime eines dystopischen Vereinigten Königreichs der nahen Zukunft. Hiermit wandelte sich das Bild des Terroristen und Hochverräters in das eines Kämpfers des Widerstandes gegen Unterdrückung. Nicht, wie eigentlich historisch akkurat, die Unterdrückung der Katholiken, sondern die allgemeine Unterdrückung des Einzelnen durch eine höhere Macht. Doch ebendiese Idee eines Kampfes der Massen gegen eine autoritäre Herrschaftsschicht inspiriert Menschen und verleitet sie dem Comic-Helden nachzueifern. Ob die bankenkritischen „Occupy“-Proteste oder die geheimdienstfeindliche Hackergruppe „Anonymous“, sie alle tragen die Maske des Guy Fawkes, um damit ihren freien Willen, ihren Widerstand gegen Ungerechtigkeiten und Unterdrückung sowie ihren Protest öffentlich zu demonstrieren.

Offenbar besteht somit nicht ausschließlich eine zeitliche, sondern auch eine ideologische Inkonsistenz bei der Bewertung von terroristischen Gewaltakten. Das Beispiel des Guy Fawkes zeigt deutlich, dass bei der Betrachtung ein und derselben Tat zu gleichen Zeitpunkten durchaus mehrere verschiedene Evaluationen auftreten können. Abhängig vom jeweiligen kulturellen, gesellschaftlichen, politischen, religiösen, kurzum ideologischen Umfeld kann ein Akt entweder als Terrorismus oder als Freiheitskampf deklariert werden. Ferner ist diese Bewertung erneut in immensem Maße davon abhängig, wie der gewaltsame Akt medial präsentiert wird. Die beiden Beispiele zeigen eindeutig, dass die Art der Darstellung der Methoden und Ziele der Terroristen das öffentliche Bild stark beeinflussen kann. Dieser Faktor im weiteren Verlauf noch von tragender Bedeutung sein, da heutige gewalttätige Gruppierungen durch geschickte PR-Kampagnen sowie den Einsatz der sogenannten „Neuen Medien“ ihren Ruf stark verbessern, um damit vorwiegend junge Menschen zu rekrutieren und in deren Ideologie zu indoktrinieren (vgl. Fauchet & Moutot 2014).

Da außerdem letzten Endes stets „der Sieger die Geschichte des Besiegten schreibt“, gestaltet es sich als unmöglich eine universale, wertungsneutrale Definition von Terrorismus zu finden. Glücklicherweise kann dieses Problem jedoch vermieden werden, da sich das Schriftstück nicht mit einer moralischen Bewertung von gewaltsamen Anschlägen auseinandersetzt, sondern lediglich deskriptiv zu beschreiben sucht, warum Menschen zu Terroristen werden, um daraus schließlich präventive Maßnahmen abzuleiten. Dementsprechend kann im Folgenden der Begriff des Terrorismus mit dem des Freiheitskampfes vereint und zu einer allgemeineren und wertneutralen Definition zusammengeführt werden. Um jeglichen wertenden Bedeutungsgehalt auszuschließen, wird deshalb auf den neutralen Terminus des „gewaltsamen Widerstandes“ zurückgegriffen, welcher in Anlehnung an die einleitende Definition kombiniert mit den neuen Erkenntnissen wie folgt definiert werden kann:

„Der Begriff „gewaltsamer Widerstand“ bezeichnet jedwede gesetzeswidrige Handlung, welche unter Einsatz von Gewalt oder deren Androhung versucht Regierungen und/oder Gesellschaften unter Druck zu setzen, um religiös, politisch oder anderweitig ideologisch motivierte Ziele zu erreichen.

Abhängig vom gesellschaftlichen, kulturellen, politischen, religiösen oder auf sonstige Weise ideologischen Hintergrund der bewertenden Person zum Zeitpunkt der Bemessung, wird ebenjener Widerstand bei positiver Konnotation als Freiheitskampf und bei negativer Konnotation als Terrorismus deklariert.

[...]

Details

Seiten
19
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668316355
ISBN (Buch)
9783668316362
Dateigröße
588 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v341747
Institution / Hochschule
Universität Bayreuth – Lehrstuhl für Moralphilosophie
Note
1,7
Schlagworte
Moralpsychologie Psychologie Moralphilosophie Philosophie Terror Staufenberg Flöttmann Terrorismus Flüchtlingskrise 9/11 11. September Anschlag Drittes Reich Zweiter Weltkrieg Faschismus Irak-Krieg Gewalt Bomben Attentat RAF Buback Baader Meinhof Islamischer Staat IS Syrien Paris Charlie Marseille München

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