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Neuere Ansätze in der Logistik

Wandel der innerbetrieblichen Logistik im 21. Jahrhundert

Hausarbeit 2015 16 Seiten

BWL - Personal und Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundzüge der Logistik
2.1. Definition
2.2. Supply Chain Management

3. Innerbetriebliche Logistik
3.1. Besonderheiten
3.2. „Smart Logistics“: Computergestützte Systeme
3.3. Industrie 4.0: Innovationen in Wirtschaft und Forschung

4. Fazit/ Resümee

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Bereits gegen Ende des 20.Jahrhunderts zog ein rasanter Umschwung durch die Weltwirtschaft: der globale Markt und internationales Denken rückten in den Vordergrund, gefestigte Qualitätsstandards und politische Maßnahmen forderten neue Wettbewerbsstrategien der Unternehmen. Die Logistik zählt nun, mit einer möglichst schnellen, günstigen, und umweltfreundlichen Lieferung, zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren der Produkt- und Dienstleistungsvermarktung.

Sie wurde einem immensen strukturellen und organisatorischen Wandel unterzogen, um diesen neuen Anforderungen der Konsumenten gerecht zu werden. Besondere Aufmerksamkeit bekommt in diese Arbeit die innerbetriebliche Logistik und ihre bedeutsamen Neuerungen, die durch den rasanten Entwicklungssprung der Informations- und Kommunikationstechnologie geprägt wurden.

Es werden die grundlegenden Veränderungen der Organisation von Produktionsabläufen behandelt, ebenso wie die automatisierten Innovationen, die sich in der „Industrie 4.0“ aktuell entwickeln. Schließlich werden die Vor- und Nachteile betrachtet, die die Neuerungen in der Logistik für die Industrie bringen und welcher zukünftige Wandel noch zu erwarten ist.

2. Grundzüge der Logistik

Logistik umgibt uns, überall wo transportiert, gelagert oder umgeschlagen wird. Inzwischen umfasst sie vielmehr als den bloßen Transport.

2.1. Definition

Logistik befasst sich mit unternehmensinternen und -übergreifenden Güter- und Informationsflüssen und ihrer Planung, Koordination, sowie der anschließenden Durchführung und Kontrolle.1

Nach der Seven-Rights-Definition nach Plowman sichert sie „die Verfügbarkeit des Richtigen Gutes in der richtigen Menge, im richtigen Zustand, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, für den richtigen Kunden und zu den richtigen Kosten“. Sie trennt sich in die innerbetriebliche und außerbetriebliche Logistik und dort jeweils in die Bereiche Beschaffung, Distribution und Entsorgung, Die innerbetriebliche Logistik befasst sich zusätzlich mit dem Produktionsfluss.2

Da bei Produkten eine einwandfreie Qualität inzwischen vorausgesetzt wird, konzentriert sich der Markt zunehmend auf die Optimierung der logistischen Prozesse, um sich von der Konkurrenz abzuheben.3 Produkte mit der besten logistischen Leistung, u.a. also kurze Lieferzeiten, geringe Kosten und hohe Termintreue, werden am häufigsten gekauft und machen Logistik zur Primärleistung.4 5

Durch einen vereinfachten Grenzverkehr, mit weniger oder keinen Zöllen und Kontrollen, und eine entwickelte Informations- und Kommunikationstechnologie erschließen sich neue internationale und globale Möglichkeiten für die logistische Planung.6

2.2. Supply Chain Management

Das unternehmensübergreifende Logistikmanagement, über den gesamten Wertschöpfungsprozess, von der Rohstoffgewinnung bis zum Konsument, wird Supply Chain Management genannt (siehe auch Abbildung 1).7 8

Es hat die Synchronisation von Nachfrage und Angebot zum Ziel, wodurch Verschwendung und übermäßige Kosten vermieden werden sollen. Grundlegend setzt eine funktionierende Supply Chain eine vollkommene Transparenz von Waren- und Informationsflüssen voraus, um optimierte und schlanke Prozesse und Flexibilität, in Form von kurzen Reaktionszeiten bei der Anpassung an politische, ökonomische und ökologische Veränderungen, zu gewährleisten.9 10

Aktuell geschieht dies nur begrenzt und die Nachfrage wird von den meisten Unternehmen nur prognostiziert statt zusammen zu arbeiten.11

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Prinzipdarstellung einer Supply Chain

Quelle: Göpfert, Ingrid (2012) S.67

Die Rahmenbedingungen, in der sich die logistischen Konzepte schließlich bewegen, werden bereits durch die Standortwahl des Unternehmens für Produktionsstätten, Lager und Ressourcen- und Absatzmärkte bestimmt.12

3. Innerbetriebliche Logistik

Die innerbetriebliche Logistik wird auch Intralogistik genannt.13

Sie ist für Planung und Steuerung logistischer Prozesse während Beschaffung, Distribution und Produktion im Betrieb zuständig und regelt das Umschlagen, Lagern, Transportieren, Kommissionieren und Verpacken.14

Diese Arbeit konzentriert sich besonders auf die Produktionslogistik, da grundlegende Prozesse aus den Bereichen des Transportierens, Umschlagens, Lagerns und Kommissionierens viele Ähnlichkeiten in der außerbetrieblichen Logistik finden und in einer anderen Arbeit genauer erläutert werden.

3.1. Besonderheiten

Die innerbetriebliche Logistik erhält die benötigten Materialien aus der Beschaffungslogistik, wo sie sich mit der außerbetrieblichen überschneidet. Sie sorgt für die Bereitstellung und den Transport von Materialien zu und zwischen den Arbeitsplätzen bis hin zum Distributionslager.15 Dadurch umfasst ihre Kontrolle zusätzlich auch die benötigten Anlagen, Werkzeuge und ausführenden Mitarbeiter.16

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2. Organisationstypen der Produktion

Quelle: Günther, Hans-Otto/ Tempelmeier, Horst (2012) S. 13

Ziel ist eine Glättung von Nachfrage und Angebot. Hierfür muss sie an verschiedene Organisationstypen der Produktion angepasst werden und die dortigen Unterschiede bezüglich Zeit, Qualität, Menge und Variation berücksichtigen( siehe Abbildung 2).17

[...]


1 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, a.) Stichwort: Logistik

2 Vec, Miloš/ Hütte, Marc-Thorsten/ Freund, Alexandra M. (Hg.) (2006) S.5

3 Vgl. Göpfert, Ingrid (2012) S.40 ff.

4 Vgl. ebd. S.356

5 Vgl. Günther, Hans-Otto/ Tempelmeier, Horst (2012) S.56 ff.

6 Vgl. Göpfert, Ingrid (2012) S.40 ff. und S.360 ff.

7 Vgl. ebd. S.70 ff.

8 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, c.) Stichwort: Supply Chain Management (SCM)

9 Vgl. Günther, Hans-Otto/ Tempelmeier, Horst (2012) S.344 ff.

10 Vgl. Göpfert, Ingrid (2012) S.94 ff.

11 Vgl. Göpfert, Ingrid (2012) S.68 ff.

12 Vgl. Günther, Hans-Otto/ Tempelmeier, Horst (2012) S.63

13 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, b.) Stichwort: innerbetriebliche Logistik

14 Vgl. Martin, Heinrich (2014) S.9

15 Vgl. Martin, Heinrich (2014) S.5 ff.

16 Vgl. Jodlbauer, Herbert (2007) S.87 ff.

17 Vgl. Günther, Hans-Otto/ Tempelmeier, Horst (2012) S.13 ff.

Details

Seiten
16
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668315112
ISBN (Buch)
9783668315129
Dateigröße
951 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v341688
Institution / Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,3
Schlagworte
neuere ansätze logistik wandel jahrhundert

Autor

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Titel: Neuere Ansätze in der Logistik