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Der Einfluss organisationsinterner Expertengemeinschaften auf den Diskurs. Der Internationale Währungsfond

Hausarbeit (Hauptseminar) 2009 33 Seiten

Politik - Internationale Politik - Thema: Int. Organisationen u. Verbände

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Einführung in wichtige Begrifflichkeiten

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Internationale Organisationen als Forschungsgegenstand in den IB
2.2 Das Konzept epistemischer Gemeinschaften in Bezug auf Internationale Organisationen

3. Der IWF und seine Beziehung zu wissenschaftlichen Expertengemeinschaften
3.1 Überblick über die Politik und Ideologie des IWF
3.2 Identifizierung und Klassifizierung wissenschaftlicher Expertengemeinschaften
3.3 Beschreibung und Analyse des Einflusses dieser Expertengemeinschaften

4. Ergebnisse und Ausblick

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1 Einführung in das Thema

In seinem 1989 erschienenen Werk The Political Power of Economic Ideas untersucht Peter A. Hall warum sich die Idee des Keynesianismus[1] nach Ende des Zweiten Weltkriegs als dominierende Sichtweise in der Wirtschaftspolitik vieler Staaten durchsetzte. Der Keynesianismus, der unzweifelhaft die ökonomischen Debatten des 20. Jahrhunderts prägte, wurde jedoch in der 1970er Jahren einerseits transformiert und andererseits durch neue ökonomische Strategien abgelöst.[2]

Wissenschaftlich interessant ist es, diese Veränderung zu untersuchen, beispielsweise indem die Transmitter von ökonomischen Ideen in Gremien und Organisationen identifiziert werden, um ihren Beitrag zur Produktion sozialer Realität betrachten zu können. Diese Arbeit untersucht daher, wie ökonomische Ideen den dominanten sozialen Diskurs in wichtigen internationalen Organisationen (IO)[3] bestimmen und welche organisationsinternen Gruppen die entscheidenden Begründer und Transmitter für die Etablierung eines bestimmten Diskurses sein können. Anhand des empirischen Fallbeispiels des Internationalen Währungsfonds (IWF), dem die Aufgabe der globalen Währungs- und Finanzregulierung zukommt, erfolgt die Untersuchung von organisationsinternen wissenschaftlichen Expertengemeinschaften und deren Einfluss auf die Politik der Organisation und auf die staatlichen Akteure. Die Aufgaben des IWF lassen sich vereinfachend in administrative Tätigkeiten wie Kreditvergaberegeln und informationelle Tätigkeiten wie die Informationsverarbeitung und eigene Forschungstätigkeit unterscheiden.[4]

Während viele Analysen den IWF und seinen organisationalen Output als Entität betrachten und kritisch diskutieren, bleibt eine klare Beschreibung innerorganisationaler Strukturen und Prozesse zumeist aus. Zudem verstehen die meisten Theorien der IB Veränderungen im Verhalten einer IO eindimensional als von Staaten oder hegemonial induziert. Selbst aktuelle Global-Governance Ansätze untersuchen IOs vor allem auf ihre Wirkung auf Staaten hin, ohne die IO selbst als Untersuchungsgegenstand zu verstehen.[5]

Diese Arbeit setzt dagegen einen doppelten, akteurszentrierten Ansatz. Zum einen werden IOs als zumindest partiell autonome Akteure in der internationalen Politik wahrgenommen, zum anderen wird der Fokus auf eine bestimmte innerhalb von IOs aktive Gruppe von Personen gelegt: die an das Konzept der epistemischen Gemeinschaften von Haas angelehnte sogenannte Expertengemeinschaft.[6] Während Änderungen in der formalen Politik des IWF eindeutiger beschrieben werden können und direkter auf Mitgliedsstaaten aufgrund der intergouvernementalen Entscheidungsstruktur des IWF zurückzuführen sind, gilt dies nicht in gleichem Maße für mögliche informelle Veränderungen[7] und daran beteiligten Akteuren. Es lohnt sich zu analysieren, wie Entscheidungen in IOs produziert werden, indem von einer gewissen Autorität der IOs ausgegangen wird.[8] „IOs are not black boxes that respond to external stimuli (…)”[9]

IOs generieren aus Ideen Normen, da diese von den Organisationsmitgliedern geteilt werden.[10] IOs sind jedoch auch diejenigen, die die Diffusion von Normen vorantreiben, da sie dies als ihre Mission begreifen: „They are the missionaries of our time.“[11] Die Rolle von Ideen und Normen stellen daher in einem konstruktivistischen Verständnis den Bezugspunkt zur Forschungsfrage dar, die wie folgt lautet:

Lassen sich wissenschaftliche Expertengemeinschaften innerhalb der Organisation des IWF identifizieren, die Einfluss auf die Politik dieser Organisation nehmen und falls ja, auf welche Art und Weise tun sie dies und wie groß ist dieser Einfluss? Welche Erklärungen gibt es für diesen Einfluss?

Akteure werden dabei als soziale Akteure verstanden. Realität ist nicht objektiv gegeben, sondern jeder Akteur konstruiert seine spezifische Realität.[12]

In der Literatur zu internationalen Organisationen und Regimen finden sich immer wieder Hinweise auf epistemische Gemeinschaften, die jedoch zumeist als nachrangige Akteure betrachtet werden und wie in Haas‘ Konzept eher bestimmten Sachfragen wie der Konstituierung von Regimen im Umwelt- und Sicherheitsbereich zugeordnet werden und deren Einfluss auf Staaten untersucht wird. Dabei wird auf die Analyse der Machtverhältnisse verzichtet.[13]

Angemerkt sei, dass aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit nur interne Gemeinschaften in die Untersuchung einbezogen werden.[14].Neben der Analyse des Einfluss dieser Gemeinschaften auf IOs, soll im erweiterten Kontext der IB auch auf folgende Frage eingegangen werden: „How do these communities influence the „constitutive rules“, the „foundational“ and „constitutional“ levels of world politics?“[15]

In den neueren Untersuchungen zum IWF wird konstatiert, dass die Ökonomen des IWF eine epistemische Gemeinschaft bilden. Rode stellt fest, dass die wissenschaftlichen Experten innerhalb des IWF eine besondere Rolle einnehmen, die es zu untersuchen gilt. Jedoch könne die „Expertokratie, eine epistemic community von liberalen Ökonomen, (…) nur die kleinen Fälle selbst managen, bei den großen Fällen agiert die G-7, (…) mit dem IWF als Instrument.“[16] Diese Arbeit analysiert inwiefern dieser Befund verifiziert werden kann. Nach einer Einführung in wichtige Begrifflichkeiten, werden die theoretischen Grundlagen zu epistemischen Gemeinschaften und internationalen Organisationen erläutert, bevor anhand dieser Struktur das empirische Fallbeispiel des IWF analysiert wird. Abschließend werden dann die theoretischen und empirischen Implikationen zusammengefasst sowie ein kurzer Ausblick gegeben.

1.2 Einführung in wichtige Begrifflichkeiten

Internationale Organisationen

Internationale Organisationen können nach Rittberger und Zangl definiert werden als „problemfeldbezogene als auch problemfeldübergeifende zwischenstaatliche Institutionen, die gegenüber ihrer Umwelt aufgrund ihrer organschaftlichen Struktur als Akteure auftreten können und die intern durch auf zwischenstaatlich vereinbarten Normen und Regeln basierende Verhaltensmuster charakterisiert sind, welche Verhaltenserwartungen einander angleichen.“[17]

Epistemische Gemeinschaften

Nach Haas lassen sich epistemische Gemeinschaften definieren als

„networks of professionals with recognized expertise and competence in a particular domain and an authoritative claim to policy-relevant knowledge within that domain or issue area.” [18] Haas arbeitet weiterhin vier Merkmale heraus, die eine epistemische Gemeinschaft kennzeichnen: “(1) a shared set of normative and principled beliefs(…); (2)shared causal beliefs (…); (3) shared notions of validity (…); and (4) a common policy enterprise.”[19]

Genese des Begriffs Expertengemeinschaft

Haas betont in seiner Definition epistemischer Gemeinschaften, vor allem das Merkmal „shared set of causal and principled (analytical and normative) beliefs.“[20] Dabei bleibt jedoch die Abgrenzung zu anderen Gruppen unklar. Diese Unklarheit auflösend, erklärt Antoniades epistemische Gemeinschaften weiterhin als Gemeinschaften mit einem autoritären Wissensanspruch, legt aber abweichend von Haas die Betonung von method auf purpose.[21] Daran anlehnend wird in dieser Arbeit der Begriff der Expertengemeinschaften dem der thought communities (Denkgemeinschaften)[22] gleichgesetzt.

Die Mitglieder einer solchen Gemeinschaft „share a common understanding of a particular problem/ issue or a common worldview and seek to translate their beliefs into dominant social discourse and social practice.[23] In diesem Sinne grenzt sich auch Ikenberry von der Definition von Haas ab, indem er von „communities of experts“ spricht.[24] Dies bedeutet, dass nicht jede Expertengemeinschaft eine epistemische Gemeinschaft im Haas´schen Sinne darstellt, aber jede epistemische Gemeinschaft eine Expertengemeinschaft ist.

Keynesianismus

Eine auf den britischen Ökonomen John Maynard Keynes zurückgehende makroökonomische Theorie die besagt, dass „lang anhaltende Krisen mit Massenarbeitslosigkeit trotz funktionierender Marktkräfte sehr wohl möglich seien, wenn nicht durch eine entsprechende Wirtschaftspolitik gegengesteuert werde. (…) Daraus folgt der Schluss, dass es auf kurze Sicht nur der Staat sein könne, der durch eine expansive Politik die fehlende gesamtwirtschaftliche Nachfrage erzeugt.“[25]

Neoliberalismus

Neoliberalismus wird in dieser Arbeit definiert als eine Sichtweise, welche „die Reduzierung des Staates im ökonomischen Bereich zu ihrer höchsten politischen Maxime erhoben hat (…). Das oberste Ziel ist eine möglichst weitgehende Selbststeuerung der Märkte, die nach der Theorie automatisch zu optimalen Verhältnissen führen müsse.“[26]

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Internationale Organisationen als Forschungsgegenstand in den IB

Generell gibt es drei Betrachtungsweisen Internationaler Organisationen als Forschungsgegenstand:

Die erste Perspektive zeichnet ein Bild der IO als Instrument zur Durchsetzung staatlicher Interessen. Das Bild der IO als Arena sieht diese als „ intergouvernementale Verhandlungssysteme.“[27] Beide Bilder beschreiben IOs als passiv, indem sie davon ausgehen, dass Staaten die maßgeblichen Akteure sind.

Das Konzept von IOs als Akteure geht hingegen davon aus, dass diese „Entitäten darstellen, die in der Lage sind, zumindest bis zu einem gewissen Grade eigenständig zu handeln. Das wiederum setzt voraus, dass internationale Organisationen über Handlungskompetenzen verfügen.[28]

Innerhalb der IB werden diese Bilder je nach theoretischer Strömung benutzt. Die hier zu Grunde gelegten konstruktivistischen Ansätze verwenden einen reflexiven Handlungsbegriff und sehen IOs als eigenständige, soziale Akteure, die Normen und Werte institutionalisieren und auch modifizieren können. IOs wirken als Normentrepreneure, indem sie Normen für ein bestimmtes Verhalten entwickeln. Ebenso wird von IOs die Diffusion von Normen betrieben. Neben der Rolle als Vermittler von Normen, überwachen IOs die Umsetzung und Befolgung (compliance) der Normen und können Sanktionen bei Nichtbefolgung verhängen.

Diese Erläuterungen konzentrieren sich auf die Wirkung von IOs auf Staaten und gehen von einem stets funktionalen Zusammenhang zwischen Staaten und IOs aus. Barnett und Finnemore schlagen deshalb vor, IOs als Bürokratien zu verstehen, indem sie annehmen, dass IOs eigene Interessen verfolgen, die den Interessen von Staaten entgegenstehen können: „Yet sometimes IOs also can act (…) in ways that work against state interests or even transform those interests.”[29] Sie betonen dabei die interaktive Beziehung zwischen Staaten und IOs, indem sie die “black box“ der Internationalen Organisation öffnen: „(…) we can better understand, what IOs do, if we better understand what IOs are.“[30]

In ihrem konstruktivistisch geprägten Ansatz erkennen sie als Voraussetzung der Autorität von IOs deren Selbstdarstellung als technokratische, unpersönliche und neutrale Bürokratie, die keine Macht ausübt: „Bureaucracies always serve some social purpose or set of cultural values, even when they are shrouded in myths of impartiality or value-neutral technocracy.” Sie arbeiten vier Autoritätsfunktionen heraus, die für die Konstituierung einer partiell autonomen IO von Bedeutung sind: rationa-legal authority, delegated authority, moral authority und „ expert authority“ (siehe 3.2) Ihre eigenständige Akteursqualität und Macht verdanken IOs vor allem ihrer „Expert Authority“. Bürokratisches Wissen reflektiert nicht nur soziale Realität, es konstruiert diese auch. Wenn also IOs ihre bürokratische Macht nutzen, gestalten sie auch immer die soziale Realität.

Staaten und nicht-staatliche Akteure sind in diese Prozesse ebenfalls eingebunden. IOs formen und gestalten jedoch diese Prozesse, wodurch sie nicht nur fähig sind, Macht auszuüben, sondern ihre eigene Ausdehnung auf andere Bereiche und Funktionen zu autorisieren.[31]

Koch kritisiert an Barnett und Finnemores Konzept, dass es sich vor allem darauf fokussiert, den Einfluss von IOs auf Staaten zu beschreiben und zu analysieren und sich weniger damit auseinandersetzt, IOs als eigenständige Akteure zu beschreiben. Veränderungen innerhalb von IOs werden dadurch nur am Rande thematisiert. Dieser Aspekt wird in einem früheren Ansatz aus dem Forschungsfeld der Bureaucratic Politics betrachtet: In The Anatomy of Influence konzentrieren sich Cox und Jacobson auf die Analyse von Entscheidungsfindungsprozessen in IOs. Sie erkennen innerhalb von Organisationen verschiedene Subkulturen, die an der Entscheidungsfindung beteiligt sind. Innerhalb dieser Subkulturen können sich Allianzen bilden, die über Akteure eines „ participant subsystems “ auch die Segmente des „ representative subsystems “ (bspw. Vertreter von Mitgliedsstaaten) umfassen und daher transnational sein können.[32] „The possibility that such alliances may develop is one of the most interesting aspects of the politics of international organization.”[33] Entscheidungen werden damit nicht nur der Organisation als Entität, sondern auch bestimmten Individuen und Gruppen zugeordnet.

Auch Barnett und Finnemore untersuchen subkulturelle Gruppierungen im Zusammenhang mit dysfunktionalem Verhalten von IOs. Durch die Spezialisierung und Aufteilung von Bürokratien in Expertengruppen können Subkulturen entstehen, die eine veränderte Weltsicht entwickeln und Normveränderungen anstreben. Das Verhalten einer IO als Entität kann sich durch Adaption und Institutionalisierung dieser modifizierten Normen verändern.[34] Dies ist neben der exogen induzierten Änderung einer IO durch Staaten eine Form der endogenen Veränderung, die als kulturelle Veränderung einer IO verstanden werden kann.[35]

2.2 Das Konzept epistemischer Gemeinschaften in Bezug auf Internationale Organisationen

Die Doppelrolle von IOs besteht also darin, dass sie bestimmte Werte und Normen institutionalisieren, diese aber auch selbst prägen, verstärken und verändern können.[36] Innerhalb einer IOs können daher Individuen, Gruppen und Subkulturen Transmitter von Normen und Normveränderungen sein, die die Politik einer IO nach innen wie nach außen mitgestalten. In diesem Zusammenhang wird nun die Beziehung von epistemischen Gemeinschaften zu IOs theoretisch untersucht.

Der klassische Ansatz der epistemischen Gemeinschaften in den IB geht auf Peter M. Haas zurück.[37] Er entwickelte einen akteurszentrierten Ansatz von „knowledge-based experts“, den epistemischen Gemeinschaften, deren Einfluss vor allem von der Unsicherheit, der Interpretation und der Institutionalisierung von Wissen bedingt wird. Nach Haas stellt die Kontrolle von Wissen und Information damit einen enormen Machthebel dar, der dazu beitragen kann, dass die Verbreitung einer neuen Idee Politikverhalten ändern und damit einen bestimmenden Einfluss auf zwischenstaatliche Kooperation und internationale Politikkoordinierung ausüben kann.[38] Epistemische Gemeinschaften nehmen Einfluss, indem sie Entscheidungsträger mit Informationen versorgen oder auf Basis ihres konzentrierten technischen Wissens zu einer bestimmten Sachfrage wichtige Informationen liefern. Ebenso können diese aber auch zur Legitimierung einer bestimmten Politik dienen. Diese Einflussnahme kann sich innerhalb von Staaten oder IOs konsolidieren und institutionalisieren, so dass die Weltsicht der Experten auch in die internationale Politik einfließt.[39] Dennoch weist Haas darauf hin, dass „the range of impact that we might expect of epistemic and epistemic-like communities remains conditioned and bounded by international and national structural realities.”[40]

Nach Haas ist die Beschäftigung von Experten in nationalen Verwaltungen und auch in IOs seit den 1950er Jahren enorm angestiegen, so dass die glaubhafte Vermittlung von Wahrheit nur durch anerkannte Akteure aus „scientific communities“ erfolgen kann. Haas sieht aber durch die Einbindung von wissenschaftlichen Experten keinen wertneutralen oder rationalen Entscheidungs-Output: „(…) policy choices remain highly political in their allocative consequences.“[41] Nach Haas‘ Definition vertritt eine epistemische Gemeinschaft eine bestimmte Weltsicht und kann daher nicht wertneutral agieren.[42]

Epistemische Gemeinschaften können für politischen Entscheidungsträger informationelle Dienstleistungen erbringen. Sie können in einer durch Unsicherheit gekennzeichneten Situation die Ursachen-Wirkungsbeziehung glaubhaft darlegen, so dass die Konsequenzen der Handlungsalternativen den Entscheidungsträgern bewusst wird. Vor allem aber können sie durch die Formulierung von Handlungsanleitungen, durch die Bestimmung oder Modifizierung der Agenda und durch die Platzierung von Publikationen auf den politischen Entscheidungsprozess einwirken. Bemerkenswert ist, dass eine einmal durch Entscheidungsträger aktivierte Gemeinschaft sich auch über die ursprünglich anvisierte Funktion oder über die Inhalte hinaus entwickeln kann.[43]

Haas verortet den Einfluss der Gemeinschaften vor allem auf die staatliche bzw. auf die internationale Ebene. IOs werden nicht als eigenständige Akteure betrachtet. Dennoch stellt er fest: „(…) epistemic communities can insinuate their views and influence national governments and international organizations by occupying niches in advisory or regulatory bodies.”[44]

Nach Adler und Haas unterliegt der Einfluss epistemischer Gemeinschaften einer evolutionären Dynamik. Ideen (policy innovation) werden durch nationale wie internationale Organisationen, in denen epistemische Gemeinschaften wirken und die als Ideen-Transmissionsriemen dienen (policy diffusion), ausgewählt (policy selection) und dann verbreitet, so dass sie letztlich als neue Wahrheit anerkannt und bestätigt werden (policy persistence).[45] Haas schränkt jedoch ein, dass Mitglieder epistemischer Gemeinschaften in erster Linie keine „policy entrepreneurs“ in IOs sind.[46] Koch hingegen betont, dass die Generierung von Normen nicht nur von, sondern vor allem in IOs stattfindet, in denen unter anderem Expertengruppen eine fixe Position innehaben oder beratend tätig sind.[47] Langfristig gesehen erfolgt daher eine Einflussnahme durch die Sozialisation der Weltsicht (Normdiffusion); dies bedeutet, dass Normen, Ideale und die ihnen zugrundeliegenden Ideen von weiteren Akteuren übernommen werden. Danach wird Realität von ihnen anders interpretiert als vor diesem Lernprozess[48] Einmal von politischen Entscheidungsträgern als neue, legitime Sichtweise auf ein bestimmtes Problem oder Politikfeld übernommen, erweisen sie sich als widerstandsfähig („policy persistence“). Adler und Haas stellen fest: „New ideas and policies, once institutionalized, can gain the status of orthodoxy.”[49]

Epistemische Gemeinschaften können also sowohl direkt als auch indirekt den politischen Entscheidungsprozess beeinflussen und andere Akteure (Staaten, IOs, NGOs, TNK,) von der Richtigkeit ihrer Ideen überzeugen.[50] Antoniades bemerkt hierzu: „the gaining of governemental and bureaucratic positions (…), is one of the most effective methods for diffusing the epistemic communities´ ideas in (international) society.”[51] Der Grad des Einflusses wird maßgeblich bestimmt durch die Position die einzelne Mitglieder der Gemeinschaft einnehmen und das Ansehen, das sie genießen.[52]

Für eine IO stellt die „Expert Authority“ eine der konstitutiven Komponenten in der Schaffung einer autonomen Sphäre gegenüber Staaten her.[53] Technische Expertise und Professionalität verschaffen ihr nicht nur eine gewisse Autorität, sondern formen auch ihr Verhalten gegenüber ihrer Umwelt. Die grundsätzliche Politik einer IO, die sich durch „Expert Authority“ auszeichnet, muss also durch das Wissen der Expertengruppen legitimiert werden. Ebenso dient die Betonung einer wissensbasierten Autorität dazu, die Entscheidung einer IO als unabhängig und objektiv darstellen.[54] Barnett und Finnemore erweitern den Begriff der Autonomie aufgrund der Betrachtung von IOs als Bürokratien, in der bestimmte Gruppierungen Autorität ausüben können: „By „authority“ we mean the ability of one actor to use institutional and discursive resources to induce deference from others.“[55] So kann es unterschiedliche epistemische Gemeinschaften innerhalb und außerhalb einer IO geben, die Einfluss auf den täglichen politischen Entscheidungsprozess nehmen oder die Lösung für ein bestimmtes Problem anbieten (ad-hoc coalitions) und in Konkurrenz zueinander stehen. Auf der Makro-Ebene kämpfen die strukturellen, langfristigen Koalitionen (constant and holistic character) um die Etablierung und Aufrechterhaltung ihrer Weltsicht als dominante Komponente des sozialen Diskurses. Im folgenden Kapitel soll dieses theoretische Fundament am Beispiel des IWF erläutert werden.

3. Der IWF und seine Beziehung zu wissenschaftlichen Expertengemeinschaften

3.1 Überblick über die Politik und Ideologie des IWF

[56] Im Jahresbericht 2009 des IWF, der im Zeichen der weltweiten Wirtschaftskrise steht, sind die Hauptaktivitäten des Fonds in drei Schwerpunkte aufgeteilt: Beratung der Mitglieder zu Politikmaßnahmen im wirtschaftlichen Bereich, Gewährung vorübergehender Finanzhilfen bei schwachem Devisenbestand und die Bereitstellung technischer Hilfe zum Auf- und Ausbau von Fachkenntnissen und Institutionen der Wirtschaftspolitik.[57]

Seit seiner Gründung am 27. Dezember 1944 als sogenannte Bretton Woods[58] Institution haben sich die Struktur, die Aufgabe, aber auch die Politik und die ihr zugrunde liegende Ideologie des IWF gewandelt.

Die Verhandlungen in Bretton Woods werden zumeist als intergouvernementale Verhandlungen beschrieben, dominiert von den Vereinigten Staaten und Großbritannien. Hintergrund war die staatenübergreifende Ansicht, dass Abwertungswettläufe und protektionistische Maßnahmen in den 1930er Jahren die Weltwirtschaft blockierten und damit als Katalysator zur Katastrophe des Zweiten Weltkriegs beitrugen.[59]

Dennoch stellt Ikenberry fest, dass es keineswegs eine gemeinsame Meinung zur Ausgestaltung dieses neuen Weltfinanzsystems gab. Weder war der IWF eine den Staaten durch die USA oktroyierte Organisation noch konnte das vom US State Department favorisierte laissez-faire System errichtet werden, sondern dass neue Finanzsystem kombinierte das Prinzip des ökonomischen Liberalismus mit Zielen der Wohlfahrt der Staaten.[60] Ruggie bezeichnete daher das Bretton Woods System als „embedded liberalism“.[61]

Ikenberry identifiziert aufgrund seines Befundes, dass die staatlichen Akteure unterschiedliche Vorstellungen von der Ausgestaltung des neuen Finanz- und Währungssystems hatten, eine keynesianisch geprägte anglo-amerikanische Expertengruppe, bestehend aus führenden Ökonomen, die ein verbindendes Element in den Verhandlungen darstellten. Diese Gruppe teilte die normative Auffassung, dass eine multilaterale Ordnung unter Berücksichtigung der Keynesianischen Wirtschaftspolitik sich den Wohlfahrtszielen der Staaten zu verpflichten hat. Er stellt aber fest, dass es sich bestenfalls um eine „primitive epistemic community“ handelt, da diese Expertengruppe keine gemeinsame ökonomische Doktrin vertraten, sondern dieselben Lehren aus der Geschichte zogen.[62] Diese Gruppen wurden in die Verhandlungen einbezogen, berieten ihre jeweiligen Regierungen und tauschten sich untereinander aus, so dass sie das Bewusstsein ihrer Regierungen bezüglich der Notwendigkeit eines Übereinkommens und der Gestaltung seiner Inhalte maßgeblich beeinflussten und einen Mittelweg fanden, um die divergierenden staatlichen Interessen zu bündeln. Später bildeten Personen aus diesen Expertengruppen die erste Führungsmannschaft des neugegründeten IWF.[63]

Der IWF beruhte vor allem auf zwei Prinzipien: dem System fester Wechselkurse und der freien Konvertibilität der Währungen. Weiterhin diente der Fonds als Währungspuffer, indem er Mitgliedsstaaten bei Zahlungsbilanzschwierigkeiten Kredite gewährte, die jedoch ab einer höheren Summe an Konditionen wie makroökonomische Strukturanpassungen gebunden waren. Die beschränkt-liberale Finanzordnung erlaubte es den Staaten auch den Kapitalverkehr zu kontrollieren.[64]

In den 1960er Jahren geriet dann das Währungsregime unter Druck. Die Glaubwürdigkeit der Golddeckung ging verloren, so dass 1971 die Golddeckung des US-Dollar aufgehoben wurde und die Wechselkurse ab 1973 freigegeben wurden. Der IWF, der dadurch in den 1970er Jahren einen großen Teil seiner Zuständigkeiten verlor, gewann in den 1980er Jahren wieder an Bedeutung durch die Funktion des „lender of last resort“: Durch Kreditvergabe, die an marktwirtschaftliche Strukturanpassungen der Staaten gebunden waren, sollten Finanz- oder Schuldenkrisen einzelner Länder sich nicht ausbreiten und zu einer Bedrohung der Weltfinanz- und Währungsstabilität werden können.[65] In den 1990er Jahren ergab sich für den IWF zudem die Aufgabe, die Transformation der osteuropäischen planwirtschaftlich organisierten Staaten in marktwirtschaftliche Systeme abzusichern.[66]

Die Aktivitäten des Fonds, wie auch der Einfluss einzelner Staaten oder Staatenverbünde darauf, wird kontrovers diskutiert. Woods beschreibt den hohen formalen Einfluss der USA auf die Entscheidungen des IWF, da die USA aufgrund ihres festgelegten Einlagenanteils richtungsweisende Entscheidungen blockieren können. Weiterhin sieht sie auch einen bedeutenden informellen Einfluss, unter anderem durch die Ausbildung vieler Führungskräfte an amerikanischen Universitäten und die Angewohnheit des Mitarbeiterstabes des IWF bei der Entwicklung von Vorschlägen zuerst immer eine mögliche Ablehnung der USA zu prüfen.[67] Rode sieht den IWF als intergouvernemental organisiert und gruppenhegemonial durch die G-7 Staaten dominiert.[68].

Nach Helleiner lässt sich zu Beginn der 1970er Jahre ein Ideologiewechsel des IWF feststellen: Die Wendung weg von einer keynesianischen Währungs- und Finanzpolitik mit der Möglichkeit staatlicher Kapitalkontrollmöglichkeiten, hin zu einer liberalen Wirtschaftspolitik. Nach Helleiner lässt sich dies auf das Interesse der USA zurückführen, die erkannten, dass eine liberale Ordnung Amerikas Hegemonie im globalen Finanzsektor bewahren wird. Als zweite Ursache stellt er einen Wechsel innerhalb der akademischen Disziplin der angloamerikanischen Ökonomie fest: Die „neoliberale“ Position wurde zur intellektuellen Basis von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren wie TNKs und Banken. Hervorgerufen durch die internationalen politökonomischen Verwerfungen wie der Aufgabe der festen Wechselkurse und der ersten Ölkrise, die die ideologische Hegemonie des Keynesianismus in die Krise führten, entwickelte sich ein „neoliberaler“ Block.[69] Die Prinzipien des Bretton Woods Systems wurden Helleiner zufolge dadurch auf den Kopf gestellt.[70]

[...]


[1] Als Vorgriff auf die spätere Untersuchung soll darauf hingewiesen werden, dass Keynesianer und Neoliberale beide als epistemic communities o.ä. gesehen werden, obwohl der Keynesianismus auf einer ökonomischen Theorie beruht, während der Neoliberalismus eher als Konzept verstanden werden kann, der durch unterschiedliche Theorien wie der Neoklassik und dem Monetarismus unterstützt wird (siehe Kap. 1.2)

[2] Vgl. Hall (1989): The Political Power of Economic Ideas, S. 3ff.

[3] Internationale Organisationen der globalen politischen Ökonomie

[4] Vgl. Rittberger/ Zangl (2003): Internationale Organisationen, S. 248ff.; In Anlage 1 befindet sich ein Organigramm des IWF. In Anlage 2 wird die Stimmenverteilung des IWF dargestellt, um einleitend ein Verständnis für die nachfolgende Untersuchung zu erzeugen

[5] Vgl.Koch (2008), Verselbständigungsprozesse internationaler Organisationen, S. 65.

[6] Vgl. Haas (1992): Introduction, S. 1-35; zur Genese des Begriffs Expertengemeinschaften siehe Kap. 1.2

[7] Hier soll im Gegensatz zu Änderung durch Ver-Änderung das prozesshafte von informellen Änderungen betont werden

[8] Vgl. Cox/Jacobson (1974): The Anatomy of Influence, S. 1-36; vgl. Koch (2008): Verselbständigungsprozesse internationaler Organisationen, S. 75.

[9] Barnett/ Finnemore (2004): Rules for the world, S. 9.

[10] Vgl.Koch (2008), Verselbständigungsprozesse internationaler Organisationen, S. 37.

[11] Barnett/ Finnemore (2004): Rules for the world, S. 33.

[12] Vgl. Wendt (1992): Anarchy is what states make of it, S. 402f.

[13] Vgl. Dunlop (2000): A reply to Toke, S. 8

[14] Weitere Akteure können bspw. transnational advocacy networks sein, die vor allem interessenbezogen agieren und die mit epistemischen Gemeinschaften kooperieren wie auch konkurrieren können; vgl. Keck/ Sikkink (1998): Activists beyond borders, S. 1ff.

[15] Antoniades (2003): Epistemic Communities, Epistemes and the Construction of (World) Politics, S. 28.

[16] Rode (2001): Weltregieren durch internationale Wirtschaftsorganisationen, S. 126.

[17] Rittberger/ Zangl (2003): Internationale Organisationen, S. 25.

[18] Vgl. Haas (1992): Introduction, S. 3.

[19] Ebenda.

[20] Ebenda.

[21] Vgl. Antoniades (2003): Epistemic Communities, Epistemes and the Construction of (World) Politics, S. 32; vgl. Ebenso: Dunlop (2000), Epistemic communities, S. 7ff.

[22] Der Begriff der Denkgemeinschaften („Denkkollektiv“) stammt von Ludwig Fleck; auch Haas bezieht sich in einer Fußnote der Definition epistemischer Gemeinschaften darauf, stellt aber eher eine lockere Querverbindung her; vgl. Haas (1992): Introduction, S. 3; vgl. Fleck (1979): Genesis and Developement of a Scientific Fact, S. 45, S. 158f.

[23] Antoniades (2003): Epistemic Communities, Epistemes and the Construction of (World) Politics, S. 32

[24] Ikenberry (1992): A world economy restored, S. 293.

[25] Hohlstein et al. (2009): Lexikon der Volkswirtschaft, S. 393f.

[26] Rösch (o.J.): Was verstehen wir unter Neoliberalismus, Universität Tübingen, abrufbar unter: http://tiss.zdv.uni-tuebingen.de/webroot/sp/barrios/themeA2a-dt.html, letzter Abruf: 02.12.2009.

[27] Rittberger/ Zangl (2003): Internationale Organisationen, S. 23.

[28] Vgl.Koch (2008): Verselbständigungsprozesse internationaler Organisationen, S. 37.

[29] Barnett/ Finnemore (2004): Rules for the world, S. 27:

[30] Barnett/ Finnemore (2004): Rules for the world, S. 9.

[31] Vgl. Barnett/ Finnemore (2004): Rules for the world, S. 34

[32] Cox/ Jacobson (1973): The framework for Inquiry, S. 17.

[33] Ebenda, S. 18.

[34] Vgl. Barnett/ Finnemore (2004): Rules for the world, S. 38f.

[35] Vgl. Ebenda, S. 41ff.

[36] Vgl. Ebenda, S. 5ff.

[37] Ernst B. Haas verfasste 1990 ein Buch mit dem Titel „When knowledge is power“; das Konzept der epistemischen Gemeinschaften geht aber vor allem auf seinen Sohn Peter M. Haas zurück, der 1992 eine Sonderausgabe in der Zeitschrift International Organisation, Vol. 46, No. 1, verfasste

[38] Vgl. Haas (1992): Introduction, S. 2f.

[39] Vgl. Haas (1992): Introduction, S. 4

[40] Ebenda, S. 7.

[41] Ebenda, S. 11.

[42] Vgl. ebenda, S. 3.

[43] Vgl. ebenda, 15f.

[44] Ebenda, S. 30.

[45] Vgl. Adler/ Haas (1992): Conclusion, S. 373ff.

[46] Vgl. Haas (1992): Introduction, S. 15f.

[47] Vgl.Koch (2008): S. 56.

[48] Vgl. Adler/ Haas (1992): Conclusion, S. 373.

[49] Ebenda, S. 384.

[50] Vgl. Antoniades (2003): Epistemic Communities, Epistemes and the Construction of (World) Politics, S. 32

[51] Ebenda, S. 32

[52] Vgl. ebenda, S. 31.

[53] Vgl. Barnett/ Finnemore (2004): Rules for the world, S. 24f.; neben der “expert authority” verschaffen die ”rational-legal, delegated und moral authority” einer IO zu einem gewissen Grade Autonomie (Anmerkung d. Verfassers)

[54] Vgl. Ebenda, S. 5.

[55] Ebenda, S. 2

[56] Aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit kann nicht detailliert auf die Struktur und Aufgaben des Fonds eingegangen werden; einen guten Überblick hierfür bieten: Andersen (2006), Internationale Währungspolitik, S. 242-253; Rittberger/ Zangl (2003): Internationale Organisationen, S. 242-253; Rode (2001): Weltregieren durch internationale Wirtschaftsorganisationen, S. 103-127.

[57] Vgl. Internationaler Währungsfonds, Jahresbericht 2009, Der Internationale Währungsfonds; abrufbar unter: https://www.imf.org/external/german/pubs/ft/ar/2009/ar09_deu.pdf, letzter Abruf: 27.11.2009.

[58] Das Bretton Woods System ist „das Währungssystem der Nachkriegszeit (…). Dieses wurde im Juni 1944 in Bretton Woods (New Hampshire, USA) abgeschlossen (…). Zeitlich parallel (…) entstand auch (…) die Weltbank.“ Hohlstein et al. (2009): Lexikon der Volkswirtschaft, S. 119.

[59] Vgl. Rode (2001): Weltregieren durch internationale Wirtschaftsorganisationen, S. 104.

[60] Vgl. Ikenberry (1992): A world economy restored, S. 289ff.

[61] Vgl. Ruggie (1983): International Regimes, Transactions and Change, S. 195-231.

[62] Vgl. Ikenberry (1992): A world economy restored, S. 293.

[63] Vgl. Ebenda, S. 292ff.

[64] Vgl. Rittberger/ Zangl (2003): Internationale Organisationen, S. 244ff.

[65] Vgl. ebenda, S. 246f.

[66] Vgl. Rode (2001): Weltregieren durch nternationale Wirtschaftsorganisationen, S. 114f.

[67] Vgl. Woods (2003): The United States and the International Financial Institutions, S. 108ff.

[68] Rode (2001): Weltregieren durch internationale Wirtschaftsorganisationen, S. 127.

[69] Vgl. Helleiner (1994): From Bretton Woods to Global Finance, S. 166ff.

[70] vgl. Ebenda S. 173.

Details

Seiten
33
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783668310834
ISBN (Buch)
9783668310841
Dateigröße
1.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v341396
Institution / Hochschule
Technische Universität Dresden – Zentrum für Internationale Studieun
Note
1,7
Schlagworte
einfluss expertengemeinschaften internationale währungsfond

Autor

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Titel: Der Einfluss organisationsinterner Expertengemeinschaften auf den Diskurs. Der Internationale Währungsfond