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Interaktion in Chaträumen im Vergleich zu Face-to-Face-Interaktion nach Erving Goffman

Seminararbeit 2004 60 Seiten

Soziologie - Medien, Kunst, Musik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Soziologie des Internet: Territorien des Selbst in Chaträumen unter Berücksichtigung theoretischer Grundlagen Erving Goffmans

2 Zur Soziologie Erving Goffmans: Interaktion in Face-to-Face- Kontaken
2.1 Zur Person Erving Goffman
2.2 Zum Werk Goffmans
2.3 Was ist Interaktion/Face-to-Face-Interaktion?
2.4 Analysegebiet: Territorien des Selbst
2.5 Arbeitsweise Goffmans
2.5.1 Naturalistische Forschung
2.5.2 Konzeptioneller Konstruktivismus

3 Was sind Chaträume?
3.1 Moderierte und Unmoderierte/Offene Chaträume
3.2 Aufbau und Funktionsweise eines Chats
3.3 Arten von Chats
3.3.1 Fun-Chats
3.3.2 Themenspezifische Chats bzw. Experten-Chats
3.3.3 Prominenten-Chats
3.4 Erwartungen an Chats

4 Empirische Analyse anhand von Chatmitschnitten unter teil-nehmender Beobachtung, nicht-teilnehmender Beobachtung und Literaturvergleichen
4.1 Analyse von Expertenchats (durchgeführt von Adobe Systems Incorporated)
4.2 Analytische Betrachtung literarische Hinweise im Bezug auf
virtuelle Interaktion im Allgemeinen und virtuelle Interaktion in Chat-Räumen im Besonderen
4.3 Ergebnisanalyse für Territorien des Selbst in
virtueller Interaktion

5 Fazit und Ausblick

6 Literaturverzeichnis

7 Anhang
7.1 Anhang A - Chatbeispiele
7.1.1 Expertenchat: Illustrator 10 – Neuheiten „learning by chating“
7.1.2 Expertenchat: After Effects – Animierte Grafiken und Spezialeffekte
7.2 Anhang B - Interviews
7.2.1 Interview Marcus Riess, selbständiger Designer und Systemberater Schwerpunkt: Nutzung und Erprobung neuer Software-Technologien
7.2.2 Interview Michael Bartl,Vorstand HYVE AG, München

1 Soziologie des Internet: Territorien des Selbst in Chaträu­men unter Berücksichtigung theoretischer Grundlagen Erving Goffmans

Mit der folgenden Seminararbeit soll festgestellt werden inwieweit im Rahmen von Chaträumen und dem beobachtbaren Interaktionsverhalten der Teilnehmer im Goffmanschen Sinne von Interaktion gesprochen werden kann.

Dazu wird zunächst die Theorie nach Goffman vorgestellt und im Rahmen des Themenschwerpunktes hinsichtlich den „Territorien des Selbst“, die zentraler Bestandteil der von ihm entwickelten Interaktionstheorie sind, vertieft. Zur Klä­rung der zugrunde liegenden Fragestellungen erfolgt im anschließenden empiri­schen Teil der Seminararbeit eine Darstellung gewonnener Ergebnisse aus teil­nehmender und nicht teilnehmender Beobachtung in allgemeinen Chaträumen, eine Analyse von Expertenchats sowie Interviews mit Experten aus dem Dienst­leistungsbereich, die aus unternehmerischer Sicht für den internetbasierten Kun­deneinbezug (vor allem in Neuproduktentwicklungen) stehen sowie eines Leiters von Expertenchats bei Adobe Incorporated. Ferner erfolgt ein Vergleich von Literatur­quellen, die dem Thema zuzuordnen sind.

Die Beobachtungen erfolgten unstrukturiert und ohne direkte inhaltliche und zum Thema führende Einflussnahme auf Beiträge von Usern. Es wurde kein Beo­bachtungsschema entwickelt, dies auch deshalb, da die persönliche Teilnahme aus Sicht eines Newbies (Anm. d. V.: ein absoluter Neuling in Chaträumen) zunächst hohe Anforderungen stellt, die eine konstruktive Teilnahme am Chat-Geschehen ermöglichen.

Für die Interviews wurde kein Fragebogen entwickelt, die Ergebnisse entsprechen der Zusammenfassung von Gesprächen in denen Schwerpunkte vertieft diskutiert wurden. Die Zusammenfassungen sind mit den Interviewpartnern abschließend abgestimmt.

2 Zur Soziologie Erving Goffmans: Interaktion in Face-to-Face-Kontaken

2.1 Zur Person Erving Goffman

Während eine Seminararbeit in der Regel kaum Raum bietet die Person Erving Goffmans ausreichend zu beschreiben erscheint es dennoch sinnvoll – im Bezug auf das Thema der Arbeit – einige entscheidende Charakterzüge, Ideen, Lebens­daten und Grundhaltungen von Goffman darzustellen. In diesem Kapitel werden sinnvolle Anmerkungen im Vergleich zur virtuellen Interaktion direkt angemerkt und m. E. angebrachte Adaptionen der Goffmanschen Theorie vorgenommen.

Entscheidende Berücksichtigung muss Goffmans Tod im Jahre 1981 finden, da ihm bis zu diesem Zeitpunkt nicht die Möglichkeiten bestand seine Theorie zur Interaktion – immer unter der Voraussetzung physischer Anwesenheit der Inter­agierenden – auf eine virtuelle Basis, die als Interaktionsplattform auf physische Anwesenheit durchaus verzichten kann anzuwenden oder entsprechend zu variie­ren. Schließlich war ein ernsthafter Ansatz zur virtuellen Interaktion – die als In­teraktion zu erachten ist, was im Laufe der Arbeit dargestellt werden und demge­mäß unter diesem Begriff hier eingeführt wird – erst mit Gründung der Internet-Community „The Well“ Mitte der achtziger Jahre geboten. Ein Ansatz der sich mit fundamentalen Auswirkungen durchgesetzt hat und mittlerweile eine breite und stets wachsende Menge von Usern einschließt. „The Well“ selbst existiert noch immer. Der erste Chat wurde – bekannt unter der Abkürzung IRC – sogar erst 1998 auf einem Server lokalisiert. Unter diesen geschilderten Umständen obliegt es den Nachfolgern Goffmans seine Theorie auf virtuelle Interaktion anzuwenden und sinnvoll zu variieren – eine einfache Übernahme, Verifizierung oder Falsifizierung (im Sinne Poppers) ohne un­erlässliche Adaptionen erscheint unzulässig und in keinem Maße sinnvoll.

Vermutlich würde es Goffman auch schlecht bis gar nicht entsprechen, dessen Person und Wirken mit einer Charakterisierung, die einem Portrait Ernest Dichters entlehnt ist wie folgt beschrieben werden kann: „Trotz seines durchaus wissenschaftlichen Anspruchs ist er kein Wissenschafter universitärer Tradition, sondern fundierter Mediator zwischen Theorie und Praxis. Sein narrativer Stil der Wissensvermittlung ist ganzheitlich… Nicht die wissenschaftliche Doktrin ist Ziel und Maxime seiner Forschungen, sondern die Anwendbarkeit bzw. Verwert­barkeit der von ihm durch Empirie und Intuition erkannten Prinzipien…“.[1] Goffman der „Theorie aus der lebendigen Darstellung der „Fälle“ selbst herausfließen lassen wollte“[2] kann man vielmehr gerecht werden indem man sei­nen eigenständigen Ansatz weiterentwickelt und die von ihm ausgehenden Im­pulse[3] gewinnbringend nutzt.

2.2 Zum Werk Goffmans

Während Interaktion in der Wissenschaft bereits eine lange Tradition als For­schungsgegenstand hat, war Goffmans Werk darauf ausgerichtet „face-to-face-Interaktionen als eigenen Gegenstandsbereich zu etablieren“.[4] Sein Anliegen war die Schaffung von Akzeptanz gegenüber des von ihm geschaffenen Begiffes der „interaction order“.[5]

Goffman liefert in seinen Publikationen keine systematischen Theorietexte. Aus seinen empirischen Beobachtungen und Analysen ergeben sich Ableitungen, für die er um kontinuierliche Erweiterungen und Verbesserungen bemüht ist. Der besondere Wert seiner Theorie basiert auf seiner „besonders sensiblen Fremdbeobachtungsgabe“.[6]

2.3 Was ist Interaktion/Face-to-Face-Interaktion?

Unter Face-to-Face-Interaktion im Goffmanschen Sinne wird die Erforschung von Interaktion unter der Vor­aussetzung, dass mindestens zwei Individuen unmittelbar anwesend oder sich begegnen, sich gegenseitig wahrnehmen und sprachlich oder mittels Gesten inter­agieren verstanden. Hier ist noch nicht die unerlässliche Voraussetzung physischer Anwesenheit ersicht­lich, die sich in seinen Veröffent-lichungen allerdings perpetuierend manifestiert und im Folgenden beispielhaft anhand von Auszügen aus Goffmans Werk darge­stellt werden soll. Für die Analyse von virtueller Aktion – deren Manko im Bezug auf Goffmans Theorie hier offensichtlich ist – wird die physische durch eine virtuelle Präsenz ersetzt und gleichgesetzt. Implikationen daraus werden in folgenden Kapiteln noch Gegen-stand sein. Zunächst hinwei­sende Auszüge aus Goffmans Publikationen wie oben erwähnt:

- „Unser Bericht hat … mit der Struktur sozialer Begegnungen zu tun – mit der Struktur der Einheiten im sozialen Leben, die entstehen, wann immer Personen anderen Personen unmittelbar physisch gegenwärtig werden.
- … auf einen Typus von Reglementierungen zu konzentrieren und zwar auf jenen, welcher bestimmt, wie ein Mensch mit sich und anderen umzugehen habe, während und auf Grund seiner unmittelbaren physischen Präsenz unter eben diesen anderen, auf das also, was wir als Interaktion <von Angesicht zu Angesicht> oder als unmittelbare Interaktion bezeichnen.
- … in der gleichen sozialen <Situation> sind, das heißt, in gegenseitiger, unmittelbarer physischer Gegenwart, ob in einer gesprächsartigen Begegnung oder im bloßen Zusammen-anwesend-sein einer unstrukturierten zufälligen Ansammlung…“[7]

Im letzt genannten Punkt wird schon vor einer tiefer gehenden Analyse eine wei­tere Diskrepanz von Face-to-Face-Interaktionen zu virtuellen Interaktionen in Chat-Räumen deutlich. In letzterer ist ein bloßes „Zusammen-anwesend-sein“ und der Zufall der hier eine Rolle spielen kann im Grunde ausgeschlossen. Schon per Definition (chat = plaudern) ist eine (virtuelle) Unterhaltung hier einzig logische Konse­quenz. Ausnahmen bilden hier eventuell „Lurker“, also stille Beobachter von Chats, die aber in keinem Fall zufällig in einem Chat-Room landen. Die Be-nut­zung bzw. das Betreten eines Chatraumes ist grundsätzlich als bewusstes Vor-ge­hen einzuschätzen. In nahezu allen Fällen wird in Chat-Räumen eine gesprächs-ar­tige Begegnung unterstellt, deren Struktur und Strukturiertheit geregelt sein kann, allerdings auf den ersten Blick wirr und unstrukturiert erscheinen mag.

Goffman „identifiziert eine interpersonell existierende Ordnung“[8], die auf einem Regel­system basiert und erklärenden sowie steuernden Charakter hat. In diesem zugrunde liegenden Reglement von Interaktionen entwickeln direkt Interagierende aufgrund der Behandlung ihres Selbst und des Selbst des Interaktionspartners re­kursiv Gefühle wie/zu Eigeneffektivität oder –ineffektivität, Freude, Entäuschung, Erfolg- und Misserfolg etc. Goffman strebt die Klärung an, wie geordnete Inter­aktion möglich ist und mit welchen Mitteln sie durch- bzw. umgesetzt wird, wel­che Erwartungen an Interaktionspartner gestellt werden und wie Krisensituationen überwunden werden, die eine Aufrechterhaltung von Interaktion in Frage stellen könnten. „ Für Goffman ist die Fähigkeit, sich an Interaktion beteiligen zu können, die wichtigste Sozialleistung für ein Individuum; erst dadurch wird Gesellschaft überhaupt möglich.“[9] Den Rahmen der Interaktionseinheit und damit Goffmans Analyseeinheit bildet die soziale Situation, die in folgendem Schaubild in einen Gesamtkontext eingeordnet wird[10]:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eigene Darstellung nach Reiger, H.: „Grundelemente der Analyse von direkter Interaktion nach Goffman“[11]

In der Darstellung soll lediglich eine Lokalisierung der Grundelemente veran­schaulicht werden. Auf die von Goffman identifizierten Abhängigkeiten wird in folgenden Kapiteln eingegangen. Allein durch die Veränderungen, die „Given“- und „Given Off“-Information in der Interaktion in Chaträumen erfahren, entsteht eine fun­damentale Änderung der Territorien/Ansprüche. Die Kopräsenz unterliegt hier auch einer Änderung, ist sie doch nach Goffman auf physische Präsenz bezo-gen, die im Chat – wie bereits gesagt - in eine virtuelle umgewandelt wird. Sein Modell der Person als „sozialer Akteur“ und die Schaffung einer „sozialen Situa-tion“ durch Anwesenheit mehrerer Personen sind in der Darstellung ebenso in Bedeutungszusammenhängen verwirklicht, wie die weiteren Grundelemente und Kategorien seiner Interaktionsanalyse, sieht man hier von seiner Differenzie­rung in nicht-zentrierte und zentrierte Interaktion ab.[12]

2.4 Analysegebiet: Territorien des Selbst

„Als Ausgangspunkt der Goffmanschen Betrachtungsweise von unmittelbarer, direkter Interaktion können seine Überlegungen zur „territorialen Ausstattung“ des Individuums herangezogen werden ...“[13]

Er unternimmt hierzu eine Entlehnung des Konzepts der „Territorialität“ aus der Ethnologie und projeziert dies auf die menschliche Person. Das Individuum tritt hier als Besitzer, Verfügungsberechtigter, Kontrolleur und Anwender seines Territoriums auf. Schon die Vorstellung über Eigentum impli­ziert verschiedene Verfahrensweisen hinsichtlich des Umgangs und Gebrauchs mit Territorien und welche Forderungen an den Umgang mit Territorien an Inter­aktionspartner ge-stellt werden. Ergo soll „dem oder den anderen Anwesenden Respekt entgegen-gebracht werden“[14] und das Individuum „muß ... gegenüber anderen zum Schutz seiner Territorien Verteidigungsmanöver entwickelt“[15] ha­ben, um die Bewachung der eigenen Reservate sicherzustellen.

Goffman nennt acht Arten von Territorien / Reservaten, die den Anforderungen direkter Interaktion gerecht werden, d. h. Reservate sind, „die situationellen und egozentrischen Charakter aufweisen, ..., die jeden Akteur in sozialen Situationen begleiten/umgeben und sich mit ihm fortbewegen.“[16]

Die Reservate bezeichnet und definiert er wie folgt:

1. Der persönliche Raum: „der Raum der ein Individuum überall umgibt und dessen Betreten seitens eines anderen ... als Übergriff empfunden wird, der es zu einer Missfallskundgebung und manchmal zum Rückzug veranlasst“.[17] „Dieses Reservat hat temporären und situationellen Charakter, weist also ständig wechselnde Dimensionen auf.“[18]
2. Die Box: „der deutlich begrenzte Raum, auf den Individuen temporären Anspruch erheben können, ein Besitz auf der Grundlage des Alles oder Nichts.“[19] Die von Goffman angegebenen Beispiele wie Telefonzelle, Parkbank, Tennisplätze oder Kegelbahnen sind mit Alles oder Nichts al­lerdings nicht ausreichend charakterisiert und in teilweiser Unheinlichkeit nicht gleich zu definieren. Die Belegung (durch Benutzung - wenigstens angestrebt) der im Beispiel verwendeten Objekte erlaubt si­cherlich den Zugang oder verweigert diesen – allerdings mehr nach den Prämissen des „First come, First serve“. Im Bezug auf Boxen ist der Rückzug auf „haben“ oder „nicht haben“ stark vereinfacht. Vielmehr ist ein Kalkulati-onsaufwand im Sinne von rechtzeitiger Bemühung oder Wartezeit einzu-beziehen, ist die Verfügbarkeit dieser Boxen letzten Endes doch stark quantitativ eingeschränkt. Analog dazu haben Chaträume eine maximale Teilnehmerzahl, die allerdings vom Betreiber variabel gestaltet werden kann.
3. Der Benutzungsraum: „das Territorium unmittelbar um oder vor einem Individuum, auf das es einen aufgrund offenbar instrumenteller Erforder-nisse von den anderen anerkannten Anspruch hat.“[20] Ein bereits be­legter Platz ist per se nicht zweifach zu besetzen oder ein PC-Arbeits­platz kann nur sinnvoll von einer Person benutzt werden, auch wenn Raum für mehrere Personen geboten wäre.
4. Reihenposition: „die Ordnung, nach der ein Ansprucherhebender in einer bestimmten Situation ein bestimmtes Gut im Verhältnis zu anderen Ansprucherhebenden bekommt.“[21] Ein klassisches Beispiel dafür ist das „In-der-Schlange-stehen“.
5. Die Hülle: „die Haut, die den Körper schützt und... die Kleider, die die Haut bedecken“.[22]
6. Besitzterritorien: „eine Reihe von Gegenständen, die als mit dem Selbst identisch betrachtet werden können und die den Körper umgeben, gleichgültig, wo er sich gerade befindet.“[23] Die Art von damit verbunde­nem Anspruch kann temporär (Aschenbecher, Kaffeetassen, ...) oder auf Gegenstände aus dem persönlichen Inventar des Individuums (Geldbörse, Zigaretten, ...) bezogen sein.[24] Hier liegt eine nicht trennscharfe Definition vor bzw. muss eine kombinierte Betrachtung von verschiedenen Reserva­ten angestrebt werden, um zu einem ganzheitlichen Verständnis zu gelan­gen . Was nutz dem Ansprucherhebenden Handtucheigentümer (Anspruch aus Besitzterritorium) ein belegter Platz am Strand zum ablegen des Handtuchs (aktuell verweigerter Zugriff auf eine Box), um es seiner ange­strebten Nutzung zuzuführen - also einen Benutzungsraum in Anspruch zu nehmen? Die Umsetzbarkeit wäre hier nur durch Achten und Befolgen der mit Reihenpositionen verbundenen Prämissen zu erwarten.
7. Das Informationsreservat: „die Reihe von Fakten über es selbst, bezüglich derer ein Individuum in Anwesenheit anderer den Zugang zu kontrollieren beansprucht.“[25]
8. Das Gesprächsreservat: „das Recht eines Individuums, ein gewisses Maß an Kontrolle darüber zu haben, wer es wann zum Gespräch auffordern kann.“[26] Das „gewisse Maß“ in Goffmans Definition weist schon darauf hin, dass in diesem Fall keineswegs möglich ist absolute Kontrolle über ein Gesprächsreservat auszuüben. Selbst der Möglichkeit zum Abbruch einer Interaktion als radikalstes Mittel und deren Ausübung ist bereits ein Verstoß gegenüber dem eigenen Territorium vorausgegangen, der außer­halb der eigenen Kontrolle lag. Gleiches gilt im Grunde auch für die Ope­ratoren und Supervisoren von Chaträumen, die zur Aufrechterhaltung der „Chatiquette“ Sanktionen vornehmen können. Die Ausübung von Kon­trolle kann nicht so absolut und quasi präkognitiv sein, als dass sie als Ak­tion aufzufassen wäre. Ausgeübte Kontrolle ist grundsätzlich nur Reaktion auf widriges Verhalten dem Kontrollmechanismus gegenüber.

Während diese Reservate in Face-to-Face-Interaktionen Geltung haben gilt das für virtuelle Interaktionen nicht. Hier können einige Reservate direkt ausgeschlossen werden, sofern man die Definition Goffmans zugrunde legt und analog zu über­tragen versucht, es ist aber mindestens eine Anpassung an die veränderten Bedin­gungen zu unternehmen bzw. die virtuelle Interaktionen hinsichtlich verschiede­ner eventuell neuartiger Reservate zu untersuchen. Selbst die Hülle kann nicht völlig vernachlässigt werden, kann sie doch wenigstens thematischer Gegenstand der virtuellen Interaktion sein.

Grundsätzlich sind im Vergleich zwischen Online-Interaktionen und Face-to-Face-Interaktionen folgende Elemente nicht vorhanden:

- keine physische Kopräsenz,
- in der Regel keine Aufhebung der Anonymität ,
- Verbindlichkeit, die in Abhängigkeit von der Art des Chats und seiner Größe variieren kann à es gibt selbstverständlich verabredete Treffen in Chaträumen zwischen einander bekannten Personen.

Im Rahmen der Territorien des Selbst sind eine Reihe von Goffman bestimmter Definitionen und Begriffsbestimmungen relevant.

Zunächst erfährt der Begriff der „Markierung“ besondere Zuwendung. Hiermit wird von Goffman ein optisches Zeichen angesprochen, das Reservatsbesitzer nutzen, um einen Anspruch darauf kenntlich zu machen. Damit wird einem Indi­viduum das jeweilige Reservat als Teil des Selbst der Person zuordenbar. Mit dem Anspruch auf Reservate und den möglichen und mithin notwendigen Markierun-gen derselben wird auch gleichzeitig klar, dass es sich bei den Territo­rien um etwas zu Verteidigendes handelt. Es wird der Versuch unternommen Ter­ritorien gegenüber territorialen Übertretungen und Verletzungen zu bewachen und zu beschützen. Durch die Dauerhaftigkeit und Häufigkeit von Übertretungen wird eine Unvermeidbarkeit zu präventivem Umgang seitens der Besitzer ebenso imp­liziert, wie das Auftreten von Verletzungen selbst. Gemäß seiner Forschungsme­thoden und Vorgehensweisen zieht Goffman die Etablierung von Schutzmaßnah­men als Beweis seiner These von der Existenz solcher Territorien heran. Er nennt verschiedenartige Beispiele zu Formen der Grenzübertretungen:[27]

- „das unerlaubte Eindringen in ein fremdes Territorium,
- Aufdringlichkeit in Form von übermäßigen Ansprüchen, bezogen auf den persönlichen Raum eines Individuums,
- das Zeigen von Blößen,
- Selbstbeschmutzungen.“[28]

Grenzen, Barrieren und Schutzmaßnahmen der Territorien gelten als Trennungen von Individuen und sind Grundbestandteile sozialer Akteure. Im Umgang mit anderen Akteuren ist allerdings ein bewusster Umgang mit Trennungen und eine dauerhafte Verschiebung und Anpassung vonnöten. Ein konstantes und striktes Aufrechterhalten von Schutzmaßnahmen würde das Eingehen sozialer Beziehun­gen verhindern. Je nach Bereitwilligkeit des Besitzers von Territorien muss die Bildung von Barrieren aufgegeben werden und damit Anderen ein Eintritt in das eigene Territorium – und damit eine potenzielle Verletzung – ermöglicht werden.[29]

„Soziale Beziehungen können überhaupt nur entstehen, indem diese Trennungen aufgegeben bzw. eingehalten werden.“[30]

Die Erhebung der Interaktion zu einem eigenständigen Forschungsbereich beruht auch auf der Annahme, dass die face-to-face-Interaktion aus den Grundbedingun-gen sozialen Lebens entspringt. Die dabei entwickelten und ange­wandten Prakti-ken zur Ausübung von Face-to-Face-Interaktion sind selbst definitionsbedürftig und nicht allein zu Definitionszwecken sonstiger Dinge zu gebrau­chen.[31]

Goffman differenziert Interaktion nach zentrierter und nicht-zentrierter. Erstere bedeutet, das „die Aufmerksamkeit der anwesenden Personen aufeinander bezo-gen ist bzw. ein gemeinsames Zentrum visueller und kognitiver Aufmerksamkeit aufrechterhalten wird.“[32] Darunter fallen in erster Linie Gespräche. Eine sprach-liche Kommunikation ist allerdings nicht zwingend erforderlich, zentrierte Inter-aktion kann bspw. auch ein Fußballspiel oder ein Fernsehabend sein. Fehlt der ge-meinsame Aufmerksamkeitsfokus und liegen unterschiedliche Handlungsabsich-ten/-linien Anwesender vor, spricht Goffman von nicht-zentrierter Interaktion.[33]

2.5 Arbeitsweise Goffmans

2.5.1 Naturalistische Forschung

Goffman selbst „bezeichnet seine eigene Vorgehensweise … als <<unsystematische naturalistische Beobachtung>>“.[34] Dies impliziert, gemäß den Inhalten naturalistischer Forschung, die Durchführung von Feldstudien. Detaillie-rungen zu seinem tatsächlichen Vorgehen hinsichtlich Sammlung und Auswert-ung von Daten gibt er im Rahmen seiner Forschung nicht an; er lässt es sich je-doch nicht nehmen klarzustellen, dass seine Feldstudien nicht an einem vordefi-nierten Ergebnis oder Konzept ausgerichtet waren, sondern alle Erkenntnisgewin-ne und deren Umsetzung in theoretische Aussagen Folge seiner Studien waren. In die Erarbeitung von Konzepten bezieht er weiters und ausgiebig ethnographische Studien anderer Autoren sowie Erfahrungsberichte „Alltagshandelnder“ ein, denen er eine scharfe Beobachtungsgabe zumisst und die über „Insiderwissen“ verfügen können, das von außen nur schwer zugänglich sein kann. Weitere Ver-wendung finden Kunstprodukte aller Art (Filme, Musik, Malerei…) und Etiket-tenbücher[35], die „nicht nur ein Lehrbuch für richtiges Benehmen darstellen, son-dern dieses für eine bestimmte Zeit und für eine bestimmte Gesellschaftsschicht immer auch archivieren. … machen dadurch explizit, woran wir uns in Begegnun-gen orientieren, auch wenn wir sehr häufig diese Verhaltensstandards keineswegs benennen könnten.“[36]

2.5.2 Konzeptioneller Konstruktivismus

Durch die Anwendung einer Strategie der Analogien verfolgt Goffman den Zweck, „durch die Anwendung <fremder> Modelle … das Selbstverständliche und Alltägliche sichtbar zu machen, was unter der wohl vertrauten Oberfläche vor sich geht, …“.[37] Dabei zeigt er grundsätzlich auch die Grenzen der Verwendung jeweiliger Analogien auf. Als weitere Strategie ist die „Untersuchung des Norma-len durch das Unnormale“ anzuführen, da oft erst ersichtlich wird was als normal empfunden wird, sobald ein Verstoß – gegen das nicht mehr wirklich wahrgenom-mene internalisierte Alltagsverhalten - erfolgt.[38]

Ein Vorwurf der Goffman von Blumer gemacht wird, nämlich „ …, dass der Zusammenhang zwischen Face-to-Face-Interaktionen und Gruppenaktivitäten nicht zum Gegenstand gemacht wird.“[39] spiegelt sich auch auf dramatische Weise in der Literaturrecherche zum Seminararbeitsthema wider. Während virtuelle Gruppen/virtuelle Gemeinschaften mit sehr umfangreicher Literatur hinterlegt sind, scheint für virtuelle Interaktion analog zu Goffmans Grundhaltung zur Interaktion zunächst ausreichend Einsatz vonnöten einen gewissen Nachholbedarf zu befriedigen.

3 Was sind Chaträume?

Chaträume gelten als beliebter Bestandteil der Online-Welt. Sie sind mittlerweile virtueller Treffpunkt für Millionen Internet Nutzer. Hier finden sich Menschen zum – daher auch die Bezeichnung Chatraum – zum „chatten“. „Chatten“ ist ein Begriff aus dem englischsprachigen Raum und bedeutet frei übersetzt „schnattern“. Die Qualität eines Chatraum wird in der Regel über die Anzahl seiner User definiert. Ein besonderes Merkmal von Chaträume ist der kontinuier-liche und gleichermaßen rapide Zulauf neuer Benutzer, das Wachstum von Chat-raum-Betreibern und damit auch der kontinuierliche Zuwachs an verfügbaren Räumen. Selbst für Insider wird es mittlerweile schwierig den Gesamtüberblick aufrecht zu erhalten. Für Einsteiger, sogenannte Newbies, ist es folglich ungleich schwieriger einen Überblick zu bekommen; sie sind also extrem gefordert sich notwendige Grundlagen zu schaffen, um eine adäquate Teilnahme sicher zu stellen. Gerade das scheint allerdings Ansporn genug zu sein den intensiven Umgang zu üben und sich auf die sich bietenden Möglichkeiten der mittlerweile etablierten, aber doch „neuen“ Form der Kommunikation einzulassen. Allein das Potenzial mit einer Vielzahl anderer und (bisher) unbekannten Menschen zu interagieren treibt sie an.[40]

“Die Beliebtheit aus Nutzersicht ist nicht verwunderlich: „Chatten ist wie eine Unterhaltung im normalen Leben, nur weltweit und etwas futuristisch“, so ein 45-jähriger Chatter. Die Chancen, im Internet Leute kennen zu lernen, entweder beruflich oder privat, stehen gut.“[41]

3.1 Moderierte und Unmoderierte/Offene Chaträume

Man kann Chaträume nach moderierten und unmoderierten Chats unterscheiden. Vielfach wird von niveauvollen Chats erwartet, dass sie moderiert sind.[42] Dies gilt vor allem für Experten- und Prominentenchats, bei denen der Experte Moderator sein kann oder ein Moderator, der vom jeweiligen Veranstalter des Chats gestellt wird und koordinierende Funktion einnimmtmit dabei ist. Je nach Vorgabe kann bei moderierten Chats, die für öffentliche Chats übliche n:n-Kommunikation dahingehend limitiert sein, dass lediglich eine Kommunikation mit dem Modera-tor stattfinden kann. Reaktionen auf Fragen bspw. könnten nur vom Experten erfolgen. Dies entspräche einer 1:n-Kommunikation.

Gerade für Expertenchats ist es wichtig, dass im Chat etwa Vorlesungen abgehal-ten werden, Interviews durchgeführt, Support-Gruppen konferieren oder der Räume als „Büro“ geöffnet werden können.[43] Vermutlich ist hinsichtlich der Nutzung von Expertenchats zu erwarten, dass hier eher berufliche Aspekte und Absichten einfließen. So wird bspw. ein von einem Unternehmen angebotener Expertenchat, der fix terminiert und zeitlich befristet ist, in der Mehrzahl während allgemein üblicher Arbeitszeiten stattfinden und entsprechend arbeitsbezogene Themen behandeln. Dies kann etwa eine Serviceleistung sein, die Kunden als Plattform zur Verfügung gestellt wird sich mit anderen Nutzern und Beratern des Unternehmens über Produktnutzung, Probleme und vieles mehr zu unterhalten.

Die klassische und vermutlich zuerst assoziierte Meinung zu Chaträumen dürfte allerdings – wenn man es so bezeichnen möchte – das „leisure-time-chatten“ sein.

Sie eröffnen Besuchern die Möglichkeit zu entspannen und sich in einer i. d. R. nicht vordefinierten Zeit einem beliebig und frei wählbarem Thema zu widmen, was die beliebteste Einsatzvariante von Chaträumen darstellt. Diese Art von Chats ist normalerweise nicht moderiert und ermöglicht generell uneingeschränkten Zugang zu allen weiteren Anwesenden; die Textbotschaften gehen dementsprech-end wild und unstrukturiert durcheinander und die Antwort auf die eigene Frage zu finden kann durchaus einigen Aufwand erfordern.[44]

3.2 Aufbau und Funktionsweise eines Chats

„Notwendige Voraussetzung … beim Chat ist ein Mindestmaß an Traffic …. Ansonsten kann ein Chat nicht funktionieren, da sich schon per Definition zum

Chatten mindestens zwei Personen gleichzeitig in einem der virtuell eingerichteten Räume befinden müssen, …“.[45]

Reizvoll ist die Möglichkeit, dass Benutzer im Chatraum hinsichtlich ihrer Identi-täten völlig frei sind. Als einzige Identifikationsmerkmale fungieren, der frei wählbare Nickname oder das About (hier können personenbezogene Daten hinterlegt werden, die von anderen Personen eingesehen werden können). Aus-nahmen sind Chaträume, für die in jedem Fall eine Registrierung notwendig ist, um teilnehmen zu können. Hier müssen spezifische Daten hinterlegt werden. Anonymität ist also nichts Besonderes, sonder allgemein üblich und die Regel – eine Unterhaltung zwischen weitgehend Unbekannten also.

Zum „Einloggen“ in einen Chatraum – dies ist auch als Gast möglich und erfordert keine Registrierung – wählt der User seinen „Nickname“, „eine Art Spitzname, der mit dem eigenen Namen nichts zu tun haben muss“[46]. Von einem erfolgreichen Chat werden heute folgende Features (Anm. d. V.: Hier scheint eher eine gewünschte Entwicklung angesprochen zu werden. Die genannten Optionen erscheinen allerdings durchaus sinnvoll und wünschenswert) erwartet:

- Fotogalerie,
- Pinnwand,
- User-Treffen,
- Geburtstagsliste,
- Visitenkarte und
- E-Mail-Adresse (besonders zur erneuten Kontaktaufnahme wichtig, etwa im Falle eines Computerabsturzes).[47]

Für die Ordnung in Chaträumen stellen die Betreiber üblicherweise eine „Chatiquette“ zur Verfügung, die von allen Anwendern gelesen und akzeptiert, vor allem aber befolgt werden sollte/muss. So werden neben vielen weiteren etwa folgende Verhaltensweisen angeraten:

- „Sich als Neuling zu erkennen geben. So findet sich schnell jemand, der einem weiterhilft.
- Als Neuling lieber erst einmal abwarten und zuhören.
- Sich wie im wirklichen Leben verhalten. Höflicher und netter Umgang miteinander gehört zur Netiquette.
- Störer und Provokationen einfach überhören. …
- Im ersten Chat keine persönliche Daten preisgeben.“[48]

[...]


[1] Kreuzer F., Prechtl G., Steiner C.: Tiger im Tank. Ernest Dichter – Ein Österreicher als Werbeguru; MANZ Verlag; Wien 2002; S.80.

[2] Hettlage, R. / Lenz, K. (Hrsg.): Erving Goffman - ein soziologischer Klassiker der zweiten Generation; UTB Taschenbuch; Bern und Stuttgart; 1991; S. 17.

[3] Vgl. ebenda S. 17.

[4] Ebenda S. 31.

[5] Vgl. ebenda S. 27.

[6] Reiger, H.: Face-to-face Interaktion. Zur Soziologie Erving Goffmans; Peter Lang GmbH; Frankfurt am Main; 2000; S. V.

[7] Hettlage, R. / Lenz, K. (Hrsg.): a. a. O.; S. 28f.

[8] Reiger, H.: a. a. O.; S. 14.

[9] Reiger, H.: a. a. O.; S. 15.

[10] Vgl. Reiger, H.: a. a. O.; S. 14.

[11] Vgl. Reiger, H.: a. a. O.; S. 36.

[12] Vgl. Reiger, H.: a. a. O.; S. 17f.

[13] Ebenda S.37.

[14] Ebenda S. 38.

[15] Ebenda S. 38.

[16] Ebenda S. 38.

[17] Goffman, E.: Das Individuum im öffentlichen Austausch; Suhrkamp; Frankfurt am Main; 1982; S. 56

[18] Reiger, H.: a. a. O.; S. 38.

[19] Goffman, E.: a. a. O.; S. 59.

[20] Ebenda S.62.

[21] Goffman, E.: a. a. O.; S. 63.

[22] Ebenda S.67.

[23] Ebenda S.67.

[24] Vgl. ebenda S.67.

[25] Ebenda S.68.

[26] Ebenda S.69.

[27] Vgl. Reiger, H.: a. a. O.; S. 41.

[28] Ebenda S. 41.

[29] Vgl. ebenda S. 41 f.

[30] Ebenda S. 42.

[31] Vgl. Hettlage, R. / Lenz, K. (Hrsg.): a. a. O.; S. 30f.

[32] Ebenda S.34.

[33] Vgl. ebenda S.35.

[34] Ebenda S.49.

[35] Vgl. Hettlage, R. / Lenz, K. (Hrsg.): a. a. O.; S 49ff.

[36] Ebenda S.54.

[37] Ebenda S.57.

[38] Vgl. ebenda S.57.

[39] Ebenda S. 85.

[40] Vgl. Pawlowitz, N.: Kunden gewinnen und binden mit Online-Communitys; Campus Verlag; Frankfurt /Main; 2001; S. 75.

[41] Ebenda S. 75 f.

[42] Vgl. ebenda S. 76.

[43] Vgl. Pawlowitz, N.: a. a. O.; S. 76.

[44] Vgl. ebenda S. 76ff.

[45] Ebenda S. 77.

[46] Pawlowitz, N.: a. a. O.; S. 77.

[47] Vgl. ebenda S. 77.

[48] Pawlowitz, N.: a. a. O.; S. 79.

Details

Seiten
60
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638344388
ISBN (Buch)
9783638704373
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v34130
Institution / Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz – Institut für Soziologie
Note
1,3
Schlagworte
Interaktion Chaträumen Vergleich Face-to-Face-Interaktion Erving Goffman Soziologie Internet

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Titel: Interaktion in Chaträumen im Vergleich zu Face-to-Face-Interaktion nach Erving Goffman