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Trimedialität im Saarland. Fernsehen, Radio und Internet im dualen Rundfunksystem

Masterarbeit 2015 63 Seiten

Medien / Kommunikation - Rundfunk und Unterhaltung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1.0.0.0 Duales Rundfunksystem im Saarland
1.1.0.0 Saarländische Pluralität
1.2.0.0 Trimedialität im Saarland
1.3.0.0 Regionaler Fernsehjournalismus im Saarland als positives Beispiel im Dualen Rundfunksystem

2.0.0.0 Saarländische Medienanbieter
2.1.0.0 Fernsehanbieter
2.1.1.0 Öffentlich-rechtliche Fernsehanbieter im Saarland
2.1.1.1 Saarländischer Rundfunk
2.1.2.0 Privatfernsehn im Saarland
2.1.2.1 Tele-Saar
2.1.2.2 SAAR|TV
2.1.2.3 CiTi.TV
2.1.2.4 GIGA TV
2.2.0.0 Radioanbieter im Saarland
2.3.0.0 Internetblogger im Saarland

3.0.0.0 Fazit

4.0.0.0 Anhang
4.1.0.0 Interviews
4.1.1.0 Interview am 09.10.2014 mit Dr. Gerd Bauer [Direktor der Landesmedienanstalt Saarland]
4.1.1.1 Persönliche Statements
4.1.1.2 Lizensierung von Privatfernsehen
4.1.1.3 Die Zusammenarbeit mit SAAR|TV
4.1.2.0phan Schwenk [ehm. E Interview am 21.10.2014 mit Steigentümer der Funkhaus|Saar GmbH] [Seite 46]
4.1.2.1 Persönliche Statements
4.1.2.2 Die Übernahme von SAAR|TV
4.1.2.3 Die Vision von crossmedialer Zusammenarbeit zwischen dem Privatrundfunk und dem Privatfernsehen im Saarland
4.1.3.0 Interview am 25.03.2015 mit Prof. Thomas Kleist [Intendant des Saarländischen Rundfunks]
4.1.3.1 Perspektive des Saarländischer Rundfunks im Dualen Rundfunksystem
4.1.4.0 Interview am 31.01.2015 mit Oskar Lafontaine [Bundesminister a.D.]
4.1.4.1 Persönliche Statements
4.1.4.2 Die politische Meinung über SAAR|TV
4.2.0.0 Glossar
4.3.0.0 Literaturverzeichnis

Vorwort

Die Medienlandschaft im Saarland ist interessant für theoretische Beobachtungen. Durch die Nähe zu Frankreich, Luxemburg und den andern Bundesländern ist das Saarland ein kleiner Punkt im Herzen von Europa. Eingekesselt und gleichzeitig verknüpft entstehen kreative Entwicklungsansätze. Ein Beispiel ist die Trimedialität, die im Bundesland Saarland in hohem Maße landesspezifisch geprägt wurde.

Diese schriftliche Ausarbeitung verfolgt das Ziel, einen Einblick in diese landesspezifische Trimedialität zu geben. Dabei orientiert sie sich an dem dualen Rundfunksystem, bestehend aus öffentlich-rechtlichem Rundfunk und privatem Rundfunk. Dazu wurden einige Vertreter befragt. Für die Vertretung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erläutert der Intendant des Saarländischen Rundfunks Prof. Thomas Kleist einige Fakten. Stellvertretend für den privaten Rundfunk berichtet der ehemalige Eigentümer der Funkhaus|Saar GmbH Stephan Schwenk über seine trimedialen Erfahrungen im Saarland. Die Perspektive der Landesmedienanstalt Saarland wird durch den Direktor der Landesmedienanstalt Saarland Dr. Gerd Bauer repräsentiert. Für die politische Meinung stand der damalige Ministerpräsident (Gründungszeit SAAR|TV) und Bundesminister a.D. Oskar Lafontaine zu Verfügung.

Neben den zitierten Aussagen, die mit einzelnen Themenpunkten verknüpft sind, findet man auch aufklärende Analysen über die Fernseh-, Radio- und Internetvertreter im trimedialen Kontext. Manche saarländischen Medienanbieter sind an dem Versuch, eine Medienbereicherung zu sein, gescheitert. Andere sind heute noch erfolgreich und bedienen sich mittlerweile der trimedialen Arbeitsstruktur.

Um Einblick in die trimediale Kreativarbeit des Saarlandes zu geben, werden die unterschiedlichen saarländischen Medienvertreter und deren Grundstrukturen vorgestellt.

1.0.0.0 Duales Rundfunksystem im Saarland

Das allgemeine duale Rundfunksystem der Bundesrepublik Deutschland basiert auf der Parallelität von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk. Auch im Bundesland Saarland existiert dieses duale Rundfunksystem und gliedert sich in drei unterschiedliche Bereiche.

Der erste Bereich ist die saarländische Pluralität. Sie setzt sich aus der Koexistenz von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk zusammen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird beispielsweise vom Saarländischen Rundfunk vertreten. Er finanziert sich durch die Rundfunkgebühr, die von einzelnen Haushalten und einzelnen Firmen-Betriebsstätten gezahlt wird. Der private Rundfunk wird beispielsweise durch die The Radio Group, einer Radiokette im Hörfunkbereich, vertreten. Sie finanziert sich durch Werbung, Spenden und Privatinvestoren.

Der zweite Bereich ist die Trimedialität im Saarland. Darunter versteht man die Zusammenarbeit zwischen Fernsehen, Radio und Internet im Bundesland Saarland.

Den dritten Bereich repräsentiert der regionale Fernsehjournalismus im Saarland mit seiner regionalen Berichterstattung. Dieses lokale Themenfeld sticht als positives Beispiel im dualen Rundfunksystem, also im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und im Privatfernsehen hervor.

1.1.0.0 Saarländische Pluralität

Die saarländische Pluralität steht in diesem Kontext für die Koexistenz von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk im Bundesland Saarland. Eingebunden wird diese saarländische Pluralität durch das duale Rundfunksystem, das sich bundesweit um das gleichzeitige Bestehen von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk dreht. Die Rechtsgrund- lagen des dualen Rundfunksystems liefern sowohl das Verfassungsrecht (Bundesrecht) als auch das Landesrecht; beide beruhen auf Staatsverträgen und dem Bundesgesetzbuch. Dabei spielt für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk das Landesrundfunkgesetz zur Regelung der Rundfunksender eine wichtige Rolle. Der private Rundfunk hingegen basiert auf den Landesmediengesetzen. Die Staatsverträge beziehen sich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf den Rundfunkstaatsvertrag (RStV), Rundfunkgebührenstaatsvertrag (RGebStV), Rundfunkfinanzie- rungsstaatsvertrag (RFinStV) und den Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV). Hingegen bezieht der private Rundfunk sich nur auf den Rundfunkstaatsvertrag (RStV) und den Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV). Es kommt zu vergleichbaren Reglungen und individuellen Beson- derheiten.1

Vergleichbare Reglungen findet man in den Programmgrundsätzen. Dazu kommt der Jugendschutz, für den ein festes Regelwerk erschaffen wurde.2 Werbeinhalte müssen vom regulären Sendeprogramm getrennt werden. Dazu entwickelte man eine Trenntafel unter einer Minute Laufzeit, die auf den Fernsehsender und die Werbeblöcke hinweist. Schleichwerbung wird prinzipiell allen Sendern untersagt. Wenn eine Sendung auf Werbung ausgerichtet ist, muss diese mit der Kennzeichnung Dauerwerbesendung markiert werden. Eine Produktplatzierung ist ebenfalls untersagt. Die Sorgfalts-pflicht des Journalismus muss darüber hinaus ebenfalls Beachtung finden. Zu einer Fernsehkurzberichterstattung werden alle Sender verpflichtet.

In diesem Punkt gibt es natürlich auch Ausnahmen. Manche Privatsender sind auf spezielle Thematiken gegründet und können deshalb auf Fernsehkurzberichterstattung verzichten. Der Sender Deluxe Music zum Beispiel sendet reine Musikinhalte, kombiniert mit Werbeeinheiten. Diese Sender nennt man Spartensender. Es gibt jedoch auch Spartensender, die sich auf Nachrichteninhalte konzentrieren.

Im journalistischen Sektor findet man noch die Verpflichtung zu Gegendarstellungen, falls sich gesendete Nachrichten als fehlerhaft erweisen.

Die letzte vergleichbare Regelung für den öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk besteht in Exklusivrechten, wie sie beispielsweise bei Großereignissen wie zum Bundesligaspiele ausgehandelt werden. Bei Privatsendern gibt es zudem die Verpflichtung, religiösen Gemeinschaften wie der Evangelischen Kirche, der Katholischen Kirche und der Jüdischen Gemeinden Senderechte mit der Auflage der Selbstkostenerstattung einzuräumen. Zusätzlich haben Parteien vor den Wahlen zum Deutschen Bundestag ein Senderecht mit der Verpflichtung der Selbstkosten- erstattung.3

Es gibt im dualen Rundfunksystem auch deutliche Unterschiede bei öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunksendern:

- Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat sowohl einen vorgegebenen Grundversorgungsauftrag als auch einen Funktionsauftrag, die für die Wiedergabe von Informationen, Bildung, Kultur und Unter- haltung stehen. Dabei ist die Rundfunkfreiheit zu wahren. Sie dient jedoch nicht als eine Individualrechtsgarantie. Dies würde eine dienende Freiheit bedeuten, die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- sendern nicht eingeräumt wird. Die Finanzierung findet durch die Rundfunkbeiträge statt, die mittlerweile pro nationalem Haushalt berechnet werden. Die Verantwortlichkeit jedes Senders liegt beim Intendanten. Dieser richtet sich nach der Vielfaltssicherung des Rundfunkrates, welcher das zuständige Aufsichtsgremium ist, das für die Programmkontrolle im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sorgt.4
- Der private Rundfunk ist in erster Linie zulassungspflichtig. Dennoch kann es zu einer Tendenzautonomie kommen, wenn die privaten Rundfunksender sich mit den zugehörigen Landesmedienanstalten abgesprochen haben. Die Landesmedienanstalten sind für private Anbieter die Aufsichtsbehörde. Sie prüft dessen Rundfunkfreiheit als Individualrechtsgarantie, die allerdings gewissen Einschränkungen im Sinne des Bundesgesetzbuches unterworfen ist. Im privaten Rundfunk ist die Meinungspluralität vereinfacht. Die Finanzierung findet durch Werbeeinnahmen statt. In manchen Bundesländern, wie beispielsweise in Bayern, wird auch ein kleiner Kostenzuschuss durch die Landesmedienanstalt gewährt, der von der wirtschaft- lichen Situation und der Größe des Einzugsgebiets abhängig ist. Allgemein gilt eine vorteilhaftere Bestimmung für Sponsoring und Werbung. Es gilt die Erstattung von Selbstkosten bei der Sendezeit von Dritten.

Darüber hinaus können offene Kanäle nach Absprache mit der Landesmedienanstalt für externe Sendungen zur Verfügung gestellt werden. Die Sendezeit wird von solch externen Dritten erstattet, damit der private Anbieter seine Selbstkosten erhält. Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) sichert die Vielfalt im privaten Rundfunk.5

Die saarländische Pluralität spiegelt auch die Vielfalt der saarländischen Meinungen. Allgemein wirkt sich die Pluralität der Meinungen auf den privaten Rundfunk aus. Dies hängt mit den Grundlagen des privaten Rundfunks zusammen. Frank Fechner ist Professor für Öffentliches Recht an der Technischen Universität Ilmenau. Unter anderem beschäftigte er sich mit der Einflussnahme dieser Pluralität.

„ Die Pluralität der Meinung muss trotz privater Rundfunkanbieter gewahrt sein. Hinsichtlich der Meinungsvielfalt dürfen die Anforderungen an die privaten Veranstalter in einer dualen Rundfunkordnung geringer sein als die, die anöffentliche Anstalten gestellt werden. So reicht bei den Privaten die Chance des Zugangs für die verschiedenen Meinungen aus, es ist nicht erforderlich, dass sie tatsächlich zu Wort kommen. Die geringeren Anforderungen an die Privatsendern sind nur solange gerechtfertigt, wie die Grundversorgung durch dieöffentlichen Sender gewährleistet ist. “ 6

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hingegen hat höhere Auflagen zu erfüllen, um die Pluralität der Meinungen zu wahren. Die saarländische Pluralität steht also für die Koexistenz von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk im Bundesland Saarland, bei der die Pluralität der saarländischen Meinungen eine große Rolle spielt. Doch diese Koexistenz definiert sich auch zum großen Teil über den regionalen Fernsehjournalismus im Bundesland Saarland.

1.2.0.0 Trimedialität im Saarland

Im Bundesland Saarland existiert Trimedialität. Durch das Zusammenspiel in der Vergangenheit war es möglich, drei Medienstränge zu bündeln. Die Kombination aus Radio, Fernsehen und Internet war seit dem Ende der 90er Jahre im Journalismus möglich. Dabei kam es zu zwei parallelen Entwicklungen im dualen Rundfunksystem der Großregion.7

Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk operiert der SR FUNKHAUS HALBERG. Durch die Rundfunksender des Saarländischen Rundfunks existierte die nötige Infrastruktur vor dem Beginn der Trimedialität in der Großregion. Durch den Fernsehsender SAAR|TV, den Radiosender Radio Saarbrücken und das Internet stellte der private Rundfunk im Saarland die Trimedialität in der Großregion auf. Der Arbeitsprozess sah beispielsweise so aus, dass der Fernsehsender SAAR|TV einen Nachrichtenbeitrag produzierte. Es wurden Interviews erstellt, die man dem Radiosender Radio Saarbrücken zur Verfügung stellte, wie der langjährige Mitarbeiter Christian Röhrig zu berichten weiß. Wenn ein Text für einen Nachrichtenbeitrag vorlag, sprach ein Radiosprecher diesen Text ein und sendete seine MP3-Datei an die Fernsehredaktion. Diese legte den Text unter ihren Nachrichtenbeitrag. Jetzt konnte der Nachrichtenbeitrag mit einer Internetmeldung gesendet werden. Diese Meldung bezog sich auf den Sprechertext, der als Internetbeitrag umformuliert wurde. So wurden Fernsehen, Radio und Internet parallel produziert. Dies ist ein Verfahren der Trimedialität.8

Es kam natürlich auch zu einer crossmedialen Zusammenarbeit. Der ehemalige Eigentümer der Funkhaus|Saar GmbH Stephan Schwenk erläutert seine Erfahrungswerte in der Crossmedialität zwischen dem Fernsehsender SAAR|TV, dem Radiosender Radio Saarbrücken und dem Internet.

„ Crossmedialität bedeutet für mich, dass man auf mehreren Sendern oder mehreren Medien gleichzeitig mit einem gewissen Konzept zu sehen, zu hören und zu lesen ist. Da die Medien immer mehrüber das Internet zusammen wachsen, gehen die drei Medien Internet/Fernsehen/Radio in eine Richtung. Wenn ich heute etwas produziere für das Radio, produziere ich es gleichzeitig für das Internet, da ich einen Internet-Stream habe. Der gleiche Inhalt kann auch geschrieben im Internet stehen oder im Fernsehen gesendet werden. Der Vorteil in unserem Falle war eine Trimedialität, wenn wir Personal zur Verfügung hatten, das beispielsweise ein Interview für das Fernsehen gemacht haben und wir dieses Interview dann auch im Radio verwenden konnten. Man schrieb zu diesem Interview dann etwas im Internet. Diese Zusammenarbeit funktioniert crossmedial sehr gut. Wenn man sich die Großkonzerne anschaut, machen diese nicht vieles anderes. Die ‚ Alex Springer Societas Europaea ’ zum Beispiel versucht sich immer mehr aus der klassischen Zeitung zurückzuziehen und dieses digitale Verlagshaus geht immer mehr ins Internet/Fernsehen, mit den erworbenen Beteiligungen, wie im Bereich Hörfunk. “ 9

Somit hatte sich die Trimedialität in der Großregion positiv im dualen Rundfunksystem etabliert. Heute ist die Trimedialität nur noch lokal im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu finden.

1.3.0.0 Regionaler Fernsehjournalismus im Saarland als positives Beispiel im Dualen Rundfunksystem

Im Bundesland Saarland wird regionaler Fernsehjournalismus seit der Zeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und des Privatfernsehens Tele-Saar im dualen Rundfunksystem vehement verfolgt. Durch Nachrichten- sendungen, Reportagen und Hintergrundberichte wird dem saarländischen Publikum ein informativer Einblick in die regionale Welt geboten.

Der Germanist, Anglist, Philosoph und Theologe Werner Faulstich formulierte eine allgemeine Definition zum Thema Nachrichtensendungen, die man auch auf den regionalen Fernsehjournalismus beziehen kann.

„ Nachrichtensendungen einschließlich Reportagen und Hintergrund- berichte waren und sind immer noch Herzstück und Paradepferd der Informationssendungen im Fernsehen für die bürgerliche Ö ffentlich- keit. Sie finden ein hohes Maßan Glaubwürdigkeit und gr öß te Beachtung unter den journalistischen Genres, zumal ihr häufig offiziöser Nimbus eine ebenso neutrale wie vollständige Bericht- erstattung suggeriert. In einer Demokratie wird ihnen als Voraus- setzung für rationale Urteilsbildung und verantwortliche Teilnahme der Bürger am Gemeinwesen höchste Relevanz zugeordnet, mit Blick auf das verfassungsrechtlich geschützte Privileg der Meinungs- und Informationsfreiheit. Deshalb die Forderungen nach der Trennung von Nachrichten und Meinung, nach Verständlichkeit in der Darbietung, nach kritischer Distanz zu den politisch und wirtschaftlich Mächtigen, nach der Vielfalt publizistischer Stilformen, wie sie auch für die Zeitung aufgestellt wurden. “ 10

Hier stellt sich die Frage: Wie ist der regionale Fernsehjournalismus im Saarland zu definieren und worin unterscheidet er sich von anderen regionalen Nachrichtenberichterstattungen?

Aus geografischer Sicht ist das Saarland neben Bremen und Hamburg eines der kleinsten Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland. Es umfasst lediglich eine Fläche von 2.570 km2, liegt aber im Herzen Europas grenznah zu Frankreich und Luxemburg. Der regionale Fernsehjourna- lismus profitiert von der ortsnahen Lagen und der damit verbundenen lokalen Themenvielfalt. Jede Stadt und jeder Ort ist mit einem PKW auf Autobahnstrecken in guter Verkehrslage in einer Maximaldauer von einer Stunde zu erreichen. Dieser Aspekt spart Zeit und fördert die Aktualität. Die saarländische Themenvielfalt ist im Kontext mit der saarländischen Mentalität zu sehen, die stark von Frankreich beeinflusst ist, aber auch

vom Stolz auf die eigene Heimat und ihre wechselhafte Geschichte. Aber auch die Bergbauhistorie spielt in der Geschichte des Saarlandes immer eine wichtige Rolle. Ansonsten werden auch nationale und internationale Themen aus der Sicht der Saarländer behandelt. Der Unterschied besteht in den regionalen Nachrichtenberichterstattungen, die immer stärker auch das Dreiländereck mit einbeziehen.

Obwohl die saarländischen Rundfunkanstalten im Bundesvergleich relativ klein sind, sind sie daran interessiert, die regionale und die überregionale Medienvielfalt zu wahren. Um einen positiven Medienvertreter zu nennen, sticht der Saarländische Rundfunk aus der breiten Masse hervor. Mit seinem Format Aktueller Bericht setzt der Saarländische Rundfunk ein positives Beispiel im regionalen Fernsehjournalismus im Saarland. Die SAAR|TV Nachrichten waren eine Zeit lang das Pendant im Privatfernsehen. Jedoch etwas minimalisierter und jugendlicher, aber dennoch genauso sehenswert wie der Aktuelle Bericht.

Somit wurde der regionale Fernsehjournalismus im Saarland durch zwei Nachrichtenformate positiv im dualen Rundfunksystem realisiert.

2.0.0.0 Saarländische Medienanbieter

Die wirtschaftliche Infrastruktur im Bundesland Saarland macht es nicht gerade leicht, ein Medienunternehmen mit wirtschaftlichem Erfolg zu gründen. Dies gilt nur für private Rundfunkanstalten, die auf Gelder von Sponsoren und auf Werbemittel angewiesen sind.

Dennoch haben viele saarländische Medienanbieter ihren Fuß in die Geschäftswelt gesetzt. Im Bereich Fernsehen ist der erfolgreichste Anbieter der öffentlich-rechtliche Fernsehanbieter Saarländischer Rund- funk. Zeitweise gab es wie berichtet sogar ein Duales Rundfunksystem im Saarland, bestehend aus öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk. Leider ist die Idee, Privatfernsehn im Saarland zu betreiben, auf Dauer gescheitert, was für die Zukunft nicht heißen soll, dass diese Möglichkeit nicht existiert. Privatsender wie Tele-Saar, SAAR|TV, CiTi.TV und GIGA TV versuchten ihr Glück mit unterschied-lichem Erfolg. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Radioanbietern im Saarland, die sich privat finanzieren oder Teil einer Radiokette sind. Neben den Radioanbietern gibt es auch erfolgreiche Internetblogger im Saarland, die sich in vielen Kernpunkten engagieren.

2.1.0.0 Fernsehanbieter

Die regionalen Fernsehanbieter sind an das duale Rundfunksystem im Saarland gekoppelt. Das duale Rundfunksystem besteht, wie erwähnt, aus dem gleichzeitigen Bestehen von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk stellt öffentlich-rechtliche Fernsehanbieter zur Verfügung, die für ein ausgewogenes Fernseh- programm sorgen. Im Saarland stellt sich der Saarländische Rundfunk dieser Herausforderung im Sektor des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Neben dem Privatfernsehen im Saarland bildeten sich vorübergehend unterschiedliche private Rundfunksender. Das waren die privaten Rund- funksender Tele-Saar, SAAR|TV, CiTi.TV und GIGA TV, die heute hier nicht mehr existieren. Nachstehend werden Fernsehhistorien besprochen, die ein Teil des saarländischen dualen Rundfunksystems waren.

2.1.1.0 Öffentlich-rechtliche Fernsehanbieter im Saarland

Öffentlich-rechtliche Fernsehanbieter existieren in jedem deutschen Bundesland. Den Grundstein legte der britische Fernsehsender BBC am 18. Oktober 1922. Was mit einem Privatsender begann, wurde 1927 gesetzlich geschützt und in den Dienst der Öffentlichkeit gestellt. Im Bundesland Saarland besteht der öffentlich-rechtliche Fernseh-Output aus dem Sender Saarländischer Rundfunk (SR). Er ist Mitglied der Arbeits gemeinschaft deröffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD).

2.1.1.1 Saarländischer Rundfunk

Der Saarländische Rundfunk ist ein sehr erfolgreicher regionaler Fernsehsender, der zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehört. Durch die Nachrichtenberichterstattung im Fernsehformat Aktueller Bericht bekommt das Bundesland Saarland regelmäßig neue lokale Informationen. Die einzelnen Berichte findet man auch in der ARD Mediathek wieder.

Der wichtigste Medienpartner des Saarländischen Rundfunks ist der Intendant Prof. Thomas Kleist. Als früherer Direktor der Landesmedien anstalt Saarland ist er heute noch stark engagiert, die saarländische Medienlandschaft positiv zu bereichern.

„ Wir im Saarland haben eine besondere Fähigkeit widerstreitende Interessen miteinander zu verbinden. Wir nennen das die Harmonie des Wiederspruchs. Das geht zurück auf den Philosophen Nikolaus von Kues, der es genannt hatte: die Koexidenzia oppositorum. Die Harmonie des Widerspruchs. Damit haben wir mit unseren Konkur- renten im Saarland auch ein gedeihliches Zusammenwirken, worauf ich mich jeden Tag freue. “ 11

Der öffentlich-rechtliche Rundfunksender Saarländischer Rundfunk und damit verbunden das SR FUNKHAUS HALBERG gilt längst als eines der Wahrzeichen des Saarlandes. Als Mitglied der ARD ist das Bundesland Saarland mit dem Saarländischen Rundfunk in der nationalen Fernseh- landschaft vertreten. Doch bis es dazu kam, verging eine lange Zeit, in der umfangreiche Entwicklungen stattfanden. Aus der Völkerbund-Verwal- tung entstand 1929 der erste Rundfunksender im damaligen Saargebiet. Es kam zu einer Rückgliederung des Saarlandes an das Deutsche Reich gemäß dem Wunsch des Diktators Adolf Hitler und einer Volksab- stimmung. Ab dem Jahr 1935 nannte man den Sender unter der Führung Hitlers Reichssender Saarbrücken. Als Deutschland 1945 von den Natio- nalsozialisten befreit wurde, hatte der Reichssender Saarbrücken erst einmal Sendepause.

Auch der Name passte nicht mehr in die Nachkriegszeit und die aufstrebende Demokratie, die folgen sollte. 1952 wurde die SR GmbH gegründet. Auf ihr basiert die Erfolgsgeschichte des Saarländischen Rundfunks. Doch die Infrastruktur des Saarlandes sollte sich wieder verändern. Zuvor war es ein Teil der französischen Besatzungszone von 1945 bis 1947. Ab dem 8. Juni 1947 war das Saarland ein teilsouveränes Land unter dem Protektorat Frankreichs. Ab dem 1. Januar 1957 gehörte das Saarland der Bundesrepublik Deutschland an. Es fand ein Wechsel in allen trimedialen Bereichen statt. Sowohl Zeitung und Hörfunk als auch Fernsehen veränderten sich. Die SR GmbH wurde verworfen und es folgte eine neue Strukturierung. Hier gibt es zwei unterschiedliche Aussagen. Einerseits wird von nicht nachweisbaren Quellen behauptet, dass mit der Rückgliederung des Saarlandes am 1. Januar 1957 die Gründung des Saarländischen Rundfunks besiegelt wurde. Doch Kulturwissenschaftlerin Barbara Duttenhöfer schrieb Folgendes zur Gründung des Saarländischen Rundfunks.

„ Mit der Gründung des SR als eineröffentlich-rechtlichen Anstalt und seiner am 21. Mai 1959 erfolgten Aufnahme in die ARD wurde die Grundlage für seine bis heute andauernde dominante Rolle im Bereich des Fernsehens gelegt. “ 12

Somit stehen sich zwei unterschiedliche Aussagen gegenüber. Doch der jahrelange Erfolg des Senders spricht für sich.

2.1.2.0 Privatfernsehn im Saarland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In den folgenden Abschnitten wird eine genauere Beschreibung der privaten Fernsehsender im Saarland erfolgen. Tele-Saar, SAAR|TV, CiTi.TV und GIGA TV werden dabei eine große Rolle spielen. An ihren Beispielen lassen sich die Zeitabstände des Bestehens feststellen, aber es fließen auch einige andere Informationen ein.

2.1.2.1 Tele-Saar

Da das Saarland ab dem 8. Juni 1947 unabhängig von dem französischen Staat und der Bundesrepublik Deutschland (die zum damaligen Zeitpunkt private Fernsehanbieter nicht in Erwägung zog) war, wurde die Ent- scheidung getroffen, das erste deutschsprachige Privatfernsehen zu gründen. Der Privatsender Tele-Saar wurde gegründet. Am 23. Dezember 1953 fing man an, erste Testübertragungen zu realisieren. Durch den französischen Einfluss auf das Saarland wurde eine französische Fern- sehnorm von 819 Zeilen für die Signalübertragung des Fernsehsignals gewählt. In Deutschland wurde damals ein Fernsehsignal von 625 Zeilen übertragen. Somit war eine Signalübertragung im Bundesgebiet nicht möglich, was später noch zu einem Problem werden sollte. Am 6. Juli 1954 war der offizielle Sendestart.

Kulturwissenschaftlerin Barbara Duttenhöfer schrieb über das damalige Unding in der Fernsehlandschaft der 1950er Jahre.

„ Betrieben wurde Tele_Saar seit 1953 von der Saarländischen Fernseh-AG, einer Schwestergesellschaft der ein Jahr zuvor entstandenen Saarländischen Rundfunk GmbH, in die Radio Saarbrücken 1952übergegangen war. Obwohl die saarländische Regierung an beiden Aktiengesellschaften den gr öß eren, private,überwiegend französische Mitgesellschafter, einen kleineren Anteil hatten, gab der saarländische Staat damit sein Recht auf, alleiniger und unabhängiger Rundfunkveranstalter zu sein. Das Programm von Tele-Saar setzte sich sowohl aus ‚ klassischen ’ Informations-, Bildungs- und Unterhaltungsbeiträgen, als auch seit 1957, aus Werbesendungen zusammen. “ 13

Durch die Rückgliederung des Saarlandes an die Bundesrepublik Deutschland 1957 war auch die Signalübertragung des Fernsehsignals in einer französischen Fernsehnorm von 819 Zeilen nicht mehr möglich. Der Fernsehsender Tele-Saar steuerte damit seinem Ende entgegen. Es kamen zwei wichtige Faktoren hinzu, welche die Kulturwissenschaftlerin Barbara Duttenhöfer wie folgt formuliert.

„ Nach dem Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik und der Gründung des SR hatte sich die medienpolitische Situation grund- legend verändert. In der Bundesrepublik wurde Werbung privater Auftraggeber im Fernsehen erst seit 1956 möglich, und auch nur denöffentlich-rechtlichen Anstalten zugestanden, diese im Vorabend- programm zu betreiben. Es war daher nicht mehr legal, dass im Sendebereich des SR ein weiterer Sender Werbung ausstrahlte.

Daher beendete die Stilllegung des Fernsehsenders von Tele-Saar durch Anordnung des Bundespostministeriums am 22. Januar 1958 zunächst die Phase eines privaten, kommerziell betrieben Fernseh senders im Saarland. “ 14

Damit zog eine lange Ruhepause in Deutschland ein. Erst in den späten 1970er Jahren entschied man sich für das Kabelpilotprojekt, das in den 1980er Jahren nach dem Beschluss der Ministerpräsidenten einzelner Bundesländer umgesetzt wurde. Ab diesem Zeitpunkt machte man sich wieder Gedanken um das Privatfernsehen in Deutschland, was das Saarland anfangs jedoch nicht betraf. Erst mit SAAR|TV sollte ein neuer Versuch unternommen werden, Privatfernsehen in der saarländischen Bundesregion zu etablieren.

2.1.2.2 SAAR|TV

Trotz einer Anzahl an 130.000 Stammzuschauern und eines positiven Images in der saarländischen Politik genoss SAAR|TV oft einen schlechten Ruf. Stephan Schwenk vergleicht das Image von SAAR|TV auch gerne mit dem Image von VIVA. Mit beiden Sendern hatte Schwenk in der Vergangenheit zu tun. Der Privatsender VIVA wurde von dem Medien- unternehmer mitgegründet. Bei SAAR|TV wurde Stephan Schwenk später Geschäftsführer.

„ VIVA hatte ja ein extrem gutes Image. Jeder hatte gesagt: ‚ Toll! Endlich deutsches Musikfernsehen für junge Leute gemacht. ’ Wir haben Musikvideos in Hollywood-Qualität abgespielt. Wir hatten dadurch sehr viele Werbekunden, die bei uns gebucht hatten und von daher war der Sendererfolg vorprogrammiert. Tatsächlich waren die Einschaltquoten sehr klein, denn wer konnte vormittags VIVA schauen? Genau das andere Phänomen hatte ich bei SAAR|TV erlebt. SAAR|TV hatte damals ein bescheidenes Image in der Bevölkerung, hatte jedoch sehr gute Einschaltquoten, im Verhältnis zu VIVA. Da hatte man sehr oft erlebt das jemand, der interviewt wurde sagte: ‚ Wer kuckt das denn? ’ Als es am nächsten Tag dann ausgestrahlt wurde, haben den Interviewpartner 15 Leute angerufen, die ihn gesehen haben. “ 15

Hier zeigte sich, dass ein mäßiges Image die Entwicklung nur bedingt beeinflussen kann. Natürlich spielen wirtschaftliche Faktoren eine wichtige Rolle. Nichtsdestotrotz hat der Sender mit seiner Kreativität Fernsehgeschichte geschrieben, wie im Folgenden beschrieben wird.

[...]


1 Fechner, Frank (Prof. Dr. iur.): Medienrecht- Lehrbuch des gesamten Medienrechts unter besonderer Berücksichtigung von Presse, Rundfunk und Multimedia, Deutschland 2013, 15. Auflage: Mohr Siebeck, S. 330

2 Fechner, Frank (Prof. Dr. iur.): Medienrecht- Lehrbuch des gesamten Medienrechts unter besonderer Berücksichtigung von Presse, Rundfunk und Multimedia, Deutschland 2013, 15. Auflage: Mohr Siebeck, S. 331

3 Fechner, Frank (Prof. Dr. iur.): Medienrecht- Lehrbuch des gesamten Medienrechts unter besonderer Berücksichtigung von Presse, Rundfunk und Multimedia, Deutschland 2013, 15. Auflage: Mohr Siebeck, S. 331

4 Fechner, Frank (Prof. Dr. iur.): Medienrecht- Lehrbuch des gesamten Medienrechts unter besonderer Berücksichtigung von Presse, Rundfunk und Multimedia, Deutschland 2013, 15. Auflage: Mohr Siebeck, S. 331

5 Fechner, Frank (Prof. Dr. iur.): Medienrecht- Lehrbuch des gesamten Medienrechts unter besonderer Berücksichtigung von Presse, Rundfunk und Multimedia, Deutschland 2013, 15. Auflage: Mohr Siebeck, S. 331

6 Fechner, Frank (Prof. Dr. iur.): Medienrecht- Lehrbuch des gesamten Medienrechts unter besonderer Berücksichtigung von Presse, Rundfunk und Multimedia, Deutschland 2013, 15. Auflage: Mohr Siebeck, S. 299

7 Schwenk, Stephan (2014): Interview. Kaiserslautern. 21.10.2014

8 Schwenk, Stephan (2014): Interview. Kaiserslautern. 21.10.2014

9 Schwenk, Stephan (2014): Interview. Kaiserslautern. 21.10.2014

10 Faulstich, Werner (Prof. Dr.): Grundkurs Fernsehanalyse, Deutschland 2008, 1. Auflage: UTB, S. 78 - 79

11 Kleist, Thomas (Prof.) (2015): Interview. Saarbrücken. 25.03.2015

12 Duttenhöfer Barbara (Dr.): Ein Land - ein Sender, in: Zimmermann, Clemens/ Hudemann, Rainer/ Kuderna, Michael (Hersg.): Medienlandschaft Saar von 1945 bis in die Gegenwart, Deutschland 2010, S. 121

13 Duttenhöfer Barbara (Dr.): Ein Land - ein Sender, in: Zimmermann, Clemens/ Hudemann, Rainer/ Kuderna, Michael (Hersg.): Medienlandschaft Saar von 1945 bis in die Gegenwart, Deutschland 2010, S. 121-122

14 Duttenhöfer Barbara (Dr.): Ein Land - ein Sender, in: Zimmermann, Clemens/ Hudemann, Rainer/ Kuderna, Michael (Hersg.): Medienlandschaft Saar von 1945 bis in die Gegenwart, Deutschland 2010, S. 122

15 Schwenk, Stephan (2014): Interview. Kaiserslautern. 21.10.2014

Details

Seiten
63
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668313118
ISBN (Buch)
9783668313125
Dateigröße
1.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v340892
Institution / Hochschule
Hochschule der Bildenden Künste Saar
Note
2,3
Schlagworte
trimedialität saarland

Autor

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Titel: Trimedialität im Saarland. Fernsehen, Radio und Internet im dualen Rundfunksystem