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Deutschland im Wandel der Zeit. Von der Industrialisierung bis zur Wiedervereinigung

Ein Überblick in Stichpunkten

Zusammenfassung 2016 134 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Neuere Geschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Industrialisierung und soziale Frage
1.1. Industrialisierung & Industrielle Revolution
1.2. Vorreiterrolle Englands
1.3. Bedeutung der Entwicklung der Eisenbahn für die Industrialisierung
1.4. Industrialisierung in Deutschland
1.5. Gründerjahre und Gründerkrise
1.6. Industrialisierung in Sachsen
1.7. Die soziale Frage
1.8. Entwicklung der deutschen Arbeiterbewegung

2. Der Weg zum Deutschen Kaiserreich
2.1. Deutschland zwischen Restauration und Revolution 1815 – 1847
2.2. Die Revolution 1848 / 1849 und ihre Folgen
2.3. Die Deutsche Frage
2.4. Der Weg zum deutschen Nationalstaat

3. Das deutsche Kaiserreich
3.1. Aufbau des Deutschen Kaiserreiches
3.2. Differenzen im Kaiserreich
3.3. Frauen im Kaiserreich
3.4. Finanzsystem & Wirtschaftsverbände
3.5. Militarismus
3.6. Das Parteiensystem im Deutschen Kaiserreich
3.7. Innenpolitische Konflikte
3.8. Die Außenpolitik im Deutschen Kaiserreich

4. Der 1. Weltkrieg und die Weimarer Republik
4.1. Der „Weg“ in die Krise
4.2. Folgen und Nachwirkungen des Krieges
4.3. Die Entstehung der Weimarer Republik
4.4. Die Verfassung
4.5. Die Krisenjahre der Republik
4.6. Die Außenpolitik der Weimarer Republik
4.7. Relative Stabilisierung 1924 bis 1929/1930
4.8. Weltwirtschaftskrise 1929 und deren Folgen

5. Das Dritte Reich
5.1. Errichtung der NS-Diktatur
5.2. Nationalsozialismus
5.3. Widerstand im Nationalsozialismus

6. Der Zweite Weltkrieg
6.1. Situation vor dem Zweiten Weltkrieg
6.2. Der Weg zum Krieg
6.3. Der Ausbruch & Verlauf des Krieges
6.4. Der 2. Weltkrieg verändert die Welt

7. Der Kalte Krieg
7.1. Die Entstehung des Kalten Krieges
7.2. Übersicht über den Verlauf
7.3. Der Verlauf des Kalten Krieges
7.4. Eine Folge des Kalten Krieges: Blockbildung

8. Deutschland unter Besatzungsrecht 1945-1949
8.1. Ergebnisse des II. Weltkrieges
8.2. Das „ehemalige deutsche Reich“ im Sommer 1945
8.3. Regierung im besetzten Deutschland
8.4. Parteigründungen
8.5. Demontage
8.6. Gesellschaftliche Probleme und Lösungen
8.7. Bestrafung von Kriegsverbrechern
8.8. Kulturpolitik
8.9. Währung und Währungsreform
8.10. Entnazifizierung in der SBZ
8.11. Entnazifizierung in den Westzonen
8.12. Berlin-Blockade
8.13. Der Weg in die Zweiteilung Deutschlands
8.14. Die Verfassungen
8.15. Lösung der Deutschen Frage 1949?

9. Die Entwicklung von DDR und BRD nach
9.1. Die Anfangsjahre der DDR
9.2. Die 50er Jahre in der DDR
9.3. Die 50er Jahre in der BRD
9.4. Lebenswelt in DDR und BRD
9.5. Frauen in der DDR
9.6. Frauen in der BRD
9.7. Frauenbewegungen
9.8. Die 60er Jahre in der DDR
9.9. Die 60er Jahre in der BRD
9.10. Die 60er und 70er Jahre in DDR und BRD
9.11. Politische Grundzüge Bahrs / Brandts
9.12. Ostverträge
9.13. Die Konferenz von Helsinki
9.14. Außerparlamentarische Opposition (APO)
9.15. RAF – Rote Armee Fraktion
9.16. Umgang mit der Opposition in der DDR

10. Die deutsche Wiedervereinigung
10.1. Das wirtschaftliche „Ende“ der DDR
10.2. Die Ära Honecker und die Konsequenzen für die „deutsche Frage“ (1971-1989)
10.3. Weg zur Einheit
10.4. Weitere Schritte der Wiedervereinigung
10.5. Konsequenzen der Einheit

1. Industrialisierung und soziale Frage

1.1. Industrialisierung & Industrielle Revolution

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Merkmale

- technische Innovationen

- massenhafte Erschließung und Nutzung von Eisen (Stahl) und Kohle
- Rohstoffe

- Entstehung eines Fabriksystems

- Etablierung eines Bankensektors & beschleunigte Kapitalbildung

- Entwicklung neuer Verkehrswege und –mittel

- neue soziale und politische Gesellschaftsordnung
- kapitalistisches Wirtschaftssystem
- Gewinn- und Konkurrenzstreben

- Praktizierung neuer Technik

- Neue Kommunikations- und Infrastruktur

1.2. Vorreiterrolle Englands

Ursachen und Verlauf

- Steigende Bevölkerungszahlen

- England:
1700 – 6 Mio. Einwohner
1800 – 9 Mio. Einwohner

- kein Massensterben

- hohes Durchschnittseinkommen & höherer Lebensstandard

- viele Lebensmittel

- Landwirtschaft im großen Stil
- Landzusammenlegung (ertragreicher)

- neue Anbaumethoden

- Pflüge, Sähmaschinen
- größere, widerstandsfähigere Tiere

- Geldanlagen in Wirtschaft für mehr Gewinne (Kapital)

- Internationaler Handel

- gute Netz, gute Lage
- viele Kaufleute & Kolonien è viele Unternehmerinitiativen

- Investitionen der wohlhabenden Schicht

- bessere Textilherstellung durch neue Maschinen

- neue Webemaschinen und Spinnmaschinen („Spinning Jenny“)

⇒ billig

- teure Flügelspinnmaschinen

⇒ Fabrikarbeit am Fluss

- Jewel-Maschine (mit Dampfmaschine koppelbar)

⇒ Fabrikstädte

- Entstehung von Hüttenbetrieben und Schwerindustrie

- Verkokungsprozess (Koks-Hochofen)

⇒ mehr Eisenproduktion und neu Verfahren („Puddelverfahren“)
⇒ Probleme in Bergwerken (Wasser)

- James Watt: 1769 Dampfmaschine

- Erfindung der Lokomotive

Verlauf

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3. Bedeutung der Entwicklung der Eisenbahn für die Industrialisierung

Entwicklung des Verkehrswesens / Handels

- zunächst Transport per Schiff (billiger als Land) & Fuhrwerke

- Engpass beim Landtransport (Pferdetransport)

- schlechter Zustand der Wege

- Wegzölle aufgrund der Privatisierung

⇒ Bau von Kanälen

- Transport mit pferdegezogenen Kanalboten
- Kanalbaugesellschaften
- „Kanalbaufieber“
- Erfindungen: Schleusen, Tunnel
- billig, viel Masse transportierbar, günstige Industrielage, viele Innovationen
- aber langsam, nicht alles erreichbar, Überlastung

- Erfindung der Eisenbahn

- Schienen aus gusseisern beschichtetem Material für Loren

- Wagen + Dampfmaschine = Lokomotive

- „Locomotion“
- „Rocket“ (56 km/h)

Eisenbahn

- 10.000 km Strecke (in 25 Jahren bis 1850)

- Brücken, Bahnhöfe, Waggons, Schienen

- Wirtschaftsaufschwung
- Aktiengesellschaften

- Wetten, Wettfahrten

- 1825 erste öffentliche Bahnfahrt (25 km/h)

- 1829 erste berühmte Wettfahrt (56 km/h)

⇒ Eisenbahnfieber

- Personentransport (neben Waren)
- Streckennetzausbau
- Aktiengesellschaften
- neue Arbeitsplätze
- Nachfrage nach Zulieferprodukten (Holz, Kohle, Eisen)

- Bedeutung

- Vorantreiben der Industrialisierung

- Neue Industriestandorte

- Neue Industriezweige
- z.B. für Personenwagen

Doppelrolle der Eisenbahn für die Industrie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

⇒ Einwicklung eines Führungssektorenkomplexes

- eng miteinander verkoppelte Industriezweige, die sich gegenseitig in ihrem Wachstum beschleunigen

⇒ Entwicklung des Wirtschaftsliberalismus

- freie Unternehmer, freie Konkurrenz, freie Preisbildung (Privatinitiative)

Entwicklung schwappt nach Deutschland über

1.4. Industrialisierung in Deutschland

Verhältnisse um 1800:

- Entwicklungsland, „Kleinstaaterei“
- kein Binnenmarkt

- Zunftordnungen
- keine Produktionssteigerung

- steigende Bevölkerungszahl (Armut, wenig politischer Einfluss)
- steigende Güternachfrage

⇒ Wirtschaftsliberalismus aus England

- 1811 Gewerbefreiheit in Preußen (ohne Zunft)
- aber 38 Staaten

- durch Zölle (seit 1810) teuer

- billiger Import (keine Auslandszölle)

⇒ 1834 Deutscher Zollverein

Phasen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hemmnisse

- Zölle, Zünfte, fehlende Unternehmerinitiative

- Kleinstaaterei (300 Territorien)

- viele unterschiedliche Münz-, Maß- & Gewichtssysteme

- Handelsmonopole und Stapelrechte

- Rechts- & Zunftnormen

- Statusregeln

- traditionelle Grundeinstellungen

- Kriege (finanzielle Engpässe)

- größter Teil Landbevölkerung
- fehlender Aufklärungsgedanke

Zölle

- unterschiedliche Rechts- und Zollsystem

- 1806 Preußen verliert gegen Napoleon

- Reformen
- 1807 Bauernbefreiung
- Gewerbefreiheit und Zunftauflösung

- 1834 Einführung des Deutschen Zollvereins

- erhöhte Konkurrenz
- unternehmerische Innovationen

- geringeres Absatzrisiko gewerblicher Massenprodukte

- technische Innovationen

- Verbesserung des Investitionsklimas

- keine Zölle innerhalb Deutschlands (freier Handel)

- größeres Handelsnetz (und größeres Schienennetz)
- Weg zur Einheit

⇒ Frühindustrialisierung

Durchsetzung des Industriesystems

- Entwicklung der Eisenbahn

- Scherindustrie
- Verkehrswesen / Infrastruktur
- Handel wird begünstigt

- Produktion

- größere Absatzmärkte
- Ausdehnung der Konsumgüterproduktion

- steigende Löhne

- Mitte der 1850er Arbeitskräftemangel

- sinkende Auswanderungen
- Erhöhung der Massenkaufkraft

- Landwirtschaft

- Dresch- und Erntemaschinen, Drillmaschinen

- Herstellung von Kunstdünger
- Ertragssteigerung

- Anstieg der Viehzucht

- zurückgehende Zahl der Arbeitskräfte

- staatliche Förderung

- Neue Industrien

- Elektrotechnik
- Elektromotor löst Dampfmaschine ab

- Chemische Industrie

- Automobilbau

- Optische Industrie

- Banken- und Aktienwesen

- Banken und private Personen beteiligen sich an Investitionen

- Aktienwesen
- Kreditsystem (anfangs privat)

- Bildung von Großbanken

- Bildung

- Ausbildung zu Ingenieuren & Facharbeitern
- technisch und wissenschaftlich

- Naturwissenschaften an Universitäten

- Bau von Hochschulen

1.5. Gründerjahre und Gründerkrise

- 1871 Reichgründung

- Kriegsentschädigungen von Frankreich
- nationaler Wirtschaftsraum
⇒ neue Betriebe und Banken
⇒ Investitionen
⇒ viele Aktiengesellschafts⇒Gründungen
⇒ Überproduktion

- 1873 Überzogene Spekulationen

- Weltwirtschaftskrise der Industriestaaten
- Kursstürze der Aktien
- Bankenzusammenbrüche
⇒ Betriebsbankrotte
⇒ Arbeitslosigkeit
⇒ Produktionsrückgang
⇒ Lohnsenkungen

- 1879 Umdenken

- Mitwirken des Staates

- Eisenbahn
- Regulierung von Preisen und Tarifen

⇒ 1875 Bankgesetz

- Reichsbank

⇒ 1879 Schutzzölle

1.6. Industrialisierung in Sachsen

Sachsen = Vorreiterrolle für Deutschland

- Gründe:

- bereits zahlreiche technische Innovationen

- preiswert produzierende Fabriken vorhanden

- führender Wirtschaftsraum im Bereich der Baumwollindustrie in Deutschland (38%)
- erste Fabrik in Hartha (bei Chemnitz) am 6.11.1798

- wasserbetriebenes Hammerwerk
- Blechwalzwerke (erstes im Vogtland ab 1812)

- Maschinenbau für Spinnereien

- Weiterentwicklung der Wassersäulenmaschine und Dampfmaschine
- bessere Gewinnung von Roh- & Brennstoffen im Erz- & Kohlebergbau

- 1829 Gründung des „Industrievereins für das Königreich Sachsen“

- ab 1830 neue Industriestandorte (außer Vogtland & Erzgebirge):
- Dresden, Leipzig, Chemnitz, Ober-/Niederlausitz

- Gründe:

- Beitritt zum Deutschen Zollverein am 18. März 1833

- neuer Absatzmarkt
- wissenschaftlich-technischer Fortschritt

- 1836 erste deutsche Fernbahn:

Dresden – Leipzig

- besserer Warentransport
- „Saxonia“ = erste deutsche Dampflokomotive
- auf Grundlage von Friedrich Lists Idee

- Urbanisierung

Entwicklung der Leitsektoren

- (viel) Textilherstellung

- mechanischer Webstuhl: Druck und Färbung möglich

- viele neue Fabriken
- 75% der Lohnarbeiter in der Textilindustrie (1846)

- Produkte der Strumpfwirkerei: Monopolstellung

- 1846 60% der Textilwaren im Zollverein aus Sachsen

- Eisenbahnbau

- Herstellung von Gleisen, Schienen, Lokomotiven

- viele Hüttenwerke, Hochöfen, Walzstraßen

- leistungsstärkere Dampfmaschinen

- Produktionsverlagerung

Gewässernähe zu Rohstoffnähe, Arbeiternähe (Städte)
- Urbanisierung (Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Freital)

- Werkzeugmaschinenbau

- Chemnitz 1836/1837: Eröffnung von Maschinebaufabriken

- Chemnitz 1839: Johann Zimmermann eröffnet erste Werkzeugmaschinenbaufabrik

- Ansiedelung weiterer Firmen
- Herstellung von Lokomotiven, Werkzeugmaschinen, Webstühlen, Gewehren, Turbinen, Bergwerksmaschinen, Fahrrädern

⇒ Zentrum des deutsche Maschinenbaus („Sächsisches Manchester“)

- 15.000 Fabriken mit 7.300 Arbeitern

- Etablierung weiterer Industriezweige

- Pharmaindustrie (Dresden)

- Glasfabriken (Dresden)

- Nähmaschinen & Keramik (Dresden)

- Zigaretten, Schokolade, Bier (Dresden)

- Uhren (Glashütte)
- Feinmechanik

- Brotproduktion (Dresden/Plauen)

- Holz für Papierproduktion (Krippen)

- Automobilindustrie (Zwickau)

Rolle der Fabriken und Unternehmer

- Investitionen
- Schaffung von Arbeitsplätzen
- Weiterentwicklung

1.7. Die soziale Frage

Ballungsräume und Umweltbelastungen

- Urbanisierung

- vor allem im Ruhrgebiet durch Eisen und Steinkohle (Krupp-Werke)

- Landflucht, da Arbeitsplätze meist nur in der Stadt

- Wasserversorgungsprobleme (Verschmutzung)
- Mitte des 19. Jh. Bau von Kanalisationssystemen

- Verschmutzung der Flüsse durch Chemieabfälle
- fehlendes oder verschmutztes Trinkwasser führt zu Seuchen

⇒ Ausbau des Gesundheitswesens

- Bau von Schornsteinen (hoch)
- Dunstglocken

- Ausbeutung und Zerstörung der Umwelt

- keine Rücksicht auf die Umwelt aufgrund von Kosten

Pauperismus

- 1800 bis 1850 Massenarmut in Europa (viele Menschen, fehlende Arbeit)
- verstärkt durch Bauernbefreiung

Fabrikarbeit

- strenge Regeln

- geringer Lohn

- 12 – 16 h Arbeitszeit

- schlechte Arbeitsbedingungen

- Kinderabreit

- geringere Löhne
- kleiner
- bessere Fingerfertigkeit
- 12 – 15 h Arbeitszeit
- zu wenig Geld in der Familie
⇒ 1853 Preußen: Kinderarbeitsverbot

Folgen

- Altersarmut (keine Absicherung)

- wenig Bildung

- geringe Lebenserwartung

- Frauenarbeit

- vom Stand abhängig
- oft erwerbstätig

- 1891: Sonntag als arbeitsfreier Tag

Lösungsansätze für die soziale Frage

- Marx & Engels: Vertreter / Gründer des kommunistischen Systems

- Befreiung des Proletariats durch Gemeinschaftsbesitz

- Zugriff für jeden
- gerechte Verteilung
- Vergemeinschaftlichung der Unternehmen
- Abschaffung der Klassen

- Grenzen:

- Vergemeinschaftlichung führt zu Verwaltungsproblemen
- Fehlende Arbeiter-Bereitschaft

- Mehrwert = Verkaufswert – Produktionskosten

- Kirche: fehlende christliche Werte als Ursache

- Appell an die Nächstenliebe

- private Hilfsgemeinschaften

- teilweise Rückgang der Industrialisierung gefordert

- zuerst gegen Modernisierung
- Wiederherstellung der vorindustriellen Situation

- nur einzelne Personen
- z.B. Kolping, …

- Arbeiter gingen nicht mehr in die Kirchen

- Kirchenvertreter auf der Straße halfen den Menschen
- Ursache: Sonntag anfangs kein Feiertag

- Unternehmer: Angst vor Aufständen

- Verbesserung der Lebensumstände der Proletarier
- Problem: viele einzelne Unternehmer

Privatwirtschaftliche Lösungsversuche durch Unternehmer

- Motive:

- gelernte Arbeiter halten
- Mitgefühl
- christliche Nächstenliebe
- Stärkung / Ansehen des eigenen Unternehmens
- Ansehen seiner Person
- Arrangement
- Engagieren der Arbeiter
- gutes Arbeitsklima

⇒ Patriarchische Politik

- Friedrich Harkort

- führte 1844 Betriebskassen ein

- Krankenkasse
- Beerdigungskasse
- Unfallkasse
- Alterskasse

- Konsumvereine

- Sparkasse

- ließ Betriebswohnungen bauen

- Alfred Krupp

- hohe Löhne (Eisen-/Stahlwerk)
- ab 1837 Betriebskrankenkasse
- Absicherung gegen Betriebsunfälle
- Konsumvereine
- Werkswohnungsbau
- Pünktlichkeit & Fleiß

- Carl Stumm

- Eisenwerk im Saarland (Großunternehmer)

- hohe Löhne

- Kindertagesstätte

- Hüttenschule

- soziale Vereine für Bergmänner
- Knappschaften

- Bau von Wohnungen

- Zuschuss zum Wohnungs-/Hausbau

- Heiratsausstattung

- Betriebsärzte

- Kassen

- Krankenkasse
- Beerdigungskasse
- Unfallkasse
- Alterskasse
- Witwenkasse
- Waisenkasse

- Ernst Abbe

- Spinnereiarbeiter

- Unternehmer bezahlte seine Ausbildung

- lernte Mathematik in Göttingen, Naturwissenschaften in Jena

- wurde zum Partner von Carl Zeiss
- weltweit führender optischer Betrieb

- wandelte Unternehmen nach dem Tod von Zeiss in die „Carl Zeiss Stiftung“ um

- erweiterte die Werkstätten

- wertete Arbeiterschaft auf

- Gewinnbeteiligung für Arbeiter
- Weihnachtsgeld
- fristlose Einstellung
- Kündigungsschutz
- 8 h – Arbeitstag
- bezahlter Urlaub
- Anspruch auf Rente

Hilfe vom Staat?

- mögliche Motive

- sozialer Friede
- Verhinderung von Aufständen / Revolutionen
- Stärkung des Staates
- Erhöhung des Ansehen des Staates
- geordnete Verhältnisse
- Verhinderung des Zulaufs der Arbeiter zu sozialistischen Parteien
- Aussöhnung der Arbeiter mit dem Staat

- Regelungen

- 1839 Kinderschutzgesetz im Preußen

- Verbot der Kinderarbeit unter 9 Jahren
- Kinder über 9 Jahren durften nur arbeiten, wenn sie mindestens 3 Jahre in der Schule waren (10 – 12 h Arbeitstag)

- 1878 Kinderschutzgesetz für das deutsche Kaiserreich

1.8. Entwicklung der deutschen Arbeiterbewegung

1840er Jahre

- Unterbezahlung

- schlechte Arbeitsbedingungen

- kein Wahlrecht

- kne Absicherungen

⇒ Aufstände

- Problem: unorganisiert, lokal

1848 / 1849

- Revolution (u.a. in Berlin) mit blutigen Auseinandersetzungen

- politische Zugeständnisse
- Nationalversammlung (u.a. 1 Arbeiter)

- Entstehung von Arbeitervereinen in den Städten

- Bsp.: Karl Marx & Friedrich Engels
- Arbeiterkongress in Berlin

„Allgemeine deutsche Arbeiterverbrüderung“

- Entstanden auf dem Arbeiterkongress in Berlin

- Forderungen:

- höhere Löhne
- Schiedsgerichte & Fabrikgerichte
- kürzere Arbeitszeiten
- keine Kinderarbeit
- gleiche Rechte für alle

⇒ Niederschlagung der Revolution (und Nationalversammlung) durch die Heere

- Verbot der Arbeiterversammlungen

1860er Jahre

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1875 „Sozilistische Arbeiterpartei Deutschlands“ (SAP)

- Ziel: mehr politische Macht
- Ort: Gotha

„Mit allen gesetzlichen Mitteln den freien Staat und die sozialistische Gesellschaft“

Ziele und Forderungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1878 – 1890 Sozialistengesetze

- Arbeiter gehen gestärkt hervor
- Arbeiter werden politische Macht
- Zugeständnisse an die Arbeiter

1890

- 1890 Umbenennung in SPD
„Sozialdemokratische Partei Deutschlands“

- Bekennen zum Marxismus

- praktisch-politisch, aber reformistisch

- Revisionismus:

K. Kautsky (altes Programm)

E. Bernstein (aktive politische Beteiligung)

1914 – 1918

- Spaltung durch den erste Weltkrieg

- 1915 „Gruppe Internationale“

- 1916 „Spartakusgruppe“

- Karl Kautsky, Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht)
- 1918 Entstehung der KPD

Gewerkschaften

- Ziele:

- keine Ausbeutung der Arbeiter
- Reformen, neue Gesetze

- Arten:

- freie Gewerkschaften
- sozialistische Gewerkschaften
- liberale Werksvereine

- Mittel:

- Arbeitsniederlegungen
- kollektive Lohnverhandlungen
- Selbsthilfevereine
- Unterstützungskassen
- Sozialpolitik
- Bildungs- & Öffentlichkeitsarbeit
- enge Beziehungen zu Konsumvereinen

- Erfolge:

- 1918 Achtstundenarbeitstag
- 1927 Arbeitslosenversicherung

- Einfluss auf die SPD:

- Gewerkschafts-Mitglieder traten in die SPD ein

- politische Ziele der SPD rücken etwas in der Hintergrund (nicht mehr vorrangig)
- wirtschaftlich-soziale Interessen treten in den Vordergrund

Genossenschaften

- Verbindung zwischen gleich Interessierten
- Ziel: in einer Großkraft Vorteile für die Genossenschaft erzielen

Lösungsansatz der sozialen Frage durch Gewerkschaften und Genossenschaften

- Verbesserung der Lebens- & Arbeitsbedingungen der Arbeiter

- Bankengenossenschaften

- günstige Kredite

Staatliche Sozialpolitik unter Bismark

- Gründe:

- fehlendes Vertrauen des Volkes in den Staat
- Zulauf zu den Sozialisten (schlecht, da Revolution möglich)

- Maßnahmen:

- Sozialpolitik zur Stabilisierung des Deutschen Reiches

- Arbeitsunfallversicherung
- Krankenversicherung
- Rentenversicherung
- Invalidenversicherung

- Ziele:

- Lösung der sozialen Frage
- Versöhnung der Arbeiterschaft mit dem Staat

2. Der Weg zum Deutschen Kaiserreich

2.1. Deutschland zwischen Restauration und Revolution 1815 – 1847

- 1815 Sieg der französischen Revolution durch Niederschlagung Napoleons

- Vorbild für Europa
- Gefährdung der monarchistischen Macht

- Wiener Kongress

- Zusammenkunft aller Monarchen

- „Heilige Allianz“ = Ende der Revolution

- Großmächte: Russland, Österreich, Preußen, Großbritannien, Frankreich

- Territoriale Neuordnung
- Österreich bekam Venezien & Lombardei
- Österreich musste Ober- und Niederrhein abgeben
- Östliches Preußen ging an Russland
- Preußen erhielt Westfahlen und nördliches Rheinland, sowie nordöstliches Sachsen
- Hohenzollernverein aus 2 Teilen: Memelland und Saarland

- Souveränität der Einzelstaaten mit fürstlicher Autorität und Monarchie

⇒ loser Staatenbund: Der Deutsche Bund

Der Deutsche Bund

- Bundestag in Frankfurt unter Führung von Fürst Metternich

- Stabilität, Gleichgewicht und Frieden
- kein expansives Deutschland in Mitteleuropa

- Grundgesetz: Bundesakte

- Sicherheit des Eigentums
- religiöse Toleranz
- Auswanderungsrecht

- gegen nationale und freiheitliche Bewegungen

⇒ Enttäuschende Ergebnisse für national gesinnte Kräfte

Gegenkräfte / revolutionäre Bewegungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Reaktion von Fürst Metternich: Karlsbader Beschlüsse

- Verbot aller patriarchischen Vereinigungen
- Verbote von Burschenschaften & Turnvereinen

- Überwachung der Universitäten und Professuren

- Zensur aller Schriften

- Spitzel

- Verhaftungen, Verfolgungen, Flucht
- Hausdurchsuchungen, Kerkerhaft, Ausweisungen

⇒ Polizeistaat

Vormärz: Politische Strömungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2. Die Revolution 1848 / 1849 und ihre Folgen

Ursachen & Probleme vor der Revolution

- fehlender Nationalstaat

- „System Metternich“

- Behinderung der kapitalistischen Bindungen (Grenzstaaterei)

- keine Verfassung

- Kriminalisierung der Opposition

- keine Rechte der Bürger

- Willkür der Fürsten

- kein einheitliches Bildungssystem

- Pauperismus durch Industrialisierung

- Polizeistaat

- Bürgertum hat keine politische Machtbeteiligung

⇒ Frage nach der Einheit und einer Verfassung

- soziale Frage nur untergeordnet

- Bürgertum (Revolutionäre) nicht direkt daran interessiert
- Hoffnung auf Lösung durch Einheitsstaat

- gesamtdeutsches Parlament = Nationalversammlung
- Mehrheit: Liberale

Ursachen für den Beginn der Revolution

- Verschärfung der Zensur

- Verbot aller patriarchischen Vereinigungen

- keine endgültige Lösung der sozialen Frage

- Industrialisierung

- Frankreich: dasselbe Problem wurde durch Revolution gelöst
- Vorbild für Deutschland

- Wartburgfest & Hambacher Fest: Liberale Kräfte ↔ Restaurative Kräfte

- schlechte Lebensumstände und Verhältnisse

Verlauf:

- Februar-Revolution in Paris 1848

- 27. Februar 1848 Mannheimer Petition

- Forderungen des Volkes an den badischen Landtag:

- Volksbewaffnung
- Pressefreiheit
- Schwurgerichte
- Deutsches Parlament

- Märzforderungen

- Wahlrechtsreformen
- Presse- & Versammlungsfreiheit
- Kompetenzerweiterung der Landtage mit Mindestverantwortlichkeit
- Volksbewaffnung
- Geschworenengerichte

⇒ Märzregierungen (Märzminister)

- Proteste in Wien und Berlin
- Vorparlament

- 18. Mai 1848 Eröffnung der Nationalversammlung in Frankfurt

- Streitfragen der Nationalversammlung

- Staatsform: Monarchie oder Republik?
- Einheits- oder Bundesstaat
- Grundrechte
- Nationale Frage: Klein- oder Großdeutsche Lösung?

- Sommer 1848 Gegenrevolution in den Staaten

- z.B. Österreich-Ungarn, Polen, Italien
- Niederschlagung von Aufständen / der Revolution

- Oktober 1848

- Rückeroberung von Wien durch die Monarchen (Wiedereinsetzung eines neuen Kaisers)

- Rückeroberung von Berlin

- Verlagerung der Nationalversammlung im die Provinz
- Verlagerung des Parlaments

- durch Niederlage der Revolution in Wien: keine großdeutsche Lösung

- Nationalversammlung verabschiedet Grundrechte

- Gleichheit vor dem Gesetz
- Abschaffung der Todesstrafe
- Grundfreiheiten
- unabhängige Justiz

- 9. November 1848 Tod des sächsischen Revolutionärs Robert Blum in Wien

- März 1849 Verfassung

- Grundrechte
- Nationale Einheit

- 27. März 1849 Verabschiedung der „Reichsverfassung“

- 28. März bis April 1849 Wahl von Friedrich IV. zum Kaiser

- offiziell für die deutsche Revolution / Einheit
- Ablehnung durch das Volk
- Konflikt: Wahl des Volkes ↔ Gottesgnadentum

- Mai 1849

- „Reichsverfassungskampagne“

- Sächsischer Kaiser entscheidet Ratifizierung nach Meinung des preußischen Kaisers

- Ablehnung
- Aufstand in Dresden = Barrikaden am Zwinger / Postplatz
- Kaiser flieht nach Königstein
- Niederschlagung der Mairevolution durch Hilfe aus Preußen

- Schrumpfparlament durch abgezogene Abgeordnete

- Rückzug nach Stuttgart
- Auflösung durch Militär

- letzte Kämpfe: Festung Raschtadt

- Deutscher Bund: Einzelstaaten mit Verfassungen

- Preußen: Dreiklassenwahlrecht
- Revolutionäre: Aburteilung / Verfolgung

Ursachen für die Niederlage der Revolution

- Zeitverlust / zu lange Diskussionen

- starke politische Unterschiede
- politische Unerfahrenheit der Revolutionäre

- keine Machtverringerung des Adels

- fehlende Machtinstrumente (Militär, Beamte)

- Abhängigkeit von den alten Eliten

- System nach dem Wiener Kongress funktionierte

- Solidarität
- Absprachen
- „Heilige Allianz“
- Kooperation

- Unterschätzung konservativer Kräfte

- Überschätzung der Bereitschaft des eigenen Volkes zum Kämpfen

- fehlende Parteien

- fehlende führende Organisationen

- fehlendes Zentrum der Revolution

Folgen und Auswirkungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3. Die Deutsche Frage

Inhalte

- Kampf um die nationale Einheit

- Kampf um einen einheitliche Verfassung

- Festlegungen:

- Grenzen
- Politische Struktur
- Rechte & Pflichten

- Bestimmung der Position im Zentrum Europas

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

⇒ Lösung der deutschen Frage im 19. Jahrhundert:

Die Schaffung des Deutschen Kaiserreiches

2.4. Der Weg zum deutschen Nationalstaat

Situation nach dem Scheitern der Revolution

- Regierungen:

- Österreich: Schwarzenberg-Plan: AUT + D = 1 Staat

- Preußen: Unionspläne = Bund in Norddeutschland (Staat)

- 1850 Vertrag von Olmütz
- Scheitern der Pläne

- Politik der Reaktion = Wiederherstellung

- Preußen und Österreich kämpfen um die kleineren Staaten = Dualismus

- Liberales Bürgertum

- Bereitschaft zu Verhandlungen mit staatlichen Autoritäten
- Festhalten an dem Nahziel der deutschen Einheit
- 1859 Gründung des „Deutschen Nationalvereins“
- 1861 Gründung der „Deutschen Fortschrittspartei“

⇒ wollen Preußen als Führungsmacht (waren für den „Deutschen Zollverein“)

Preußen

- Gewerbefreiheit

- Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung

- 1858 nach Krankheit: Prinz Wilhelm zum Mitregenten ernannt

- Bruder von König Friedrich Wilhelm IV.
- liberal gesinnt

- 1861 Tod König Friedrich Wilhelm IV.
- Wilhelm I. wird König

- Ausbau des Militärs durch Heeresreform

- Problem: Verfassungskonflikt

- Liberale haben das Budgetrecht und fordern Mitsprache
- König / Konservative lösen das Parlament auf, aber auch danach keine Mehrheit
- König denkt an Abdankung
- neuer Ministerpräsident: Bismarck

Deutschland 1862/1863

- Deutschland = Deutscher Bund (deutschsprachiger Teil)

- Kleinstaaterei

- Regierung: Fürstentag in Frankfurt am Main
- Vorsitz: Österreich

- Dualismus Preußen – Österreich

- gemeinsame Außenpolitik

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- droht Zollverein aufzulösen
- lehnt Reformpläne ab
- Petersburger Abkommen mit Russland

Außenpolitische Situation

- Krim-Krieg (1854-1856): Russland ↔ Türkei

- Russland verliert
- Österreich unterstützt die Türkei
- Preußen: wohlwollende Neutralität, Bekennung zu Russland

- 1851 Staatsstreich Louis Bonaparte Napoleon

- Gefahr für England

- Unterstützung der Einigungsbewegung in Italien

- 1859 Österreich Kriegserklärung an Italien

- Italien gewinnt
- Italien bekommt die Lombardei

- Nationalstaat: Italien (durch Krieg)

- Petersburger Abkommen 1863
- Niederschlagung des polnischen Aufstandes

Kriege auf dem Weg zum Deutschen Kaiserreich

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3. Das deutsche Kaiserreich

3.1. Aufbau des Deutschen Kaiserreiches

Die Reichsverfassung

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Struktur des Reiches

- Bundesstaat aus 25 Einzelstaaten
- 22 Erbmonarchien + 3 freie Städte

- Teilweise Selbstverwaltung der Einzelstaaten

- Föderalismus
- eigene Verfassung
- eigenes (Landtags-) Wahlrecht
- Justiz, Finanzen, Verwaltung, Bildung

- Württemberg & Bayern

- antipreußische Grundstimmung

- Reservatrechte
- Post, Eisenbahn, eigenes Heer in Friedenszeiten

- Gemeinsame Verwaltung von:

- Außenpolitik
- Militär
- Wirtschafts- & Sozialpolitik

- entsprach der Verfassung des Norddeutschen Bundes
- kein Grundrechtskatalog

Befugnisse & Rechte

- Kaiser

- Ernennt & entlässt Reichskanzler
- kann mit Reichskanzler den Reichstag auflösen
- kann Bundestag ernennen & auflösen
- Kommando über Heer & Marine

- Reichskanzler

- Vorsitz im Bundesrat
- Kann mit Kaiser den Reichstag auflösen
- ist gleichzeitig preußischer Ministerpräsident

- Bundesrat

- „verbündete Regierung der Staaten“
- mindestens 1 Vertreter (weisungsgebunden) je Staat
- Preußen hat Veto-Recht
- unterschiedliches Wahlrecht in den Staaten

- Reichstag

- demokratisches Element
- allgemeine, direkte, geheime Wahlen
- mit Petitionen und parlamentarischen Anfragen
- Kontrolle des Reichshaushaltes für Wirtschaft & Innenpolitik

3.2. Differenzen im Kaiserreich

Soziale Differenzen

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Wirtschaftliche Differenzen

- Industrie im Westen und Süden
- Landwirtschaft im Osten und Norden
- Modernisierung hauptsächlich in den westlichen und südlichen Regionen
- in den nördlichen und östlichen Gebieten nur konventionelle Wirtschaft

Konfessionelle Differenzen

- Ungleiche Verteilung von Katholiken und Protestanten

- südliche und westliche Gebiete: überwiegend Katholiken
- nördliche und östliche Gebiete: überwiegend Protestanten

- Umgang mit Minderheiten: Assimilierungspolitik

- „Abstammungsprinzip“ für deutsche Staatsbürger

- mindestens 1 deutsches Elternteil
- kaum Integration durch fehlende Möglichkeiten zur Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft

- Ausweisungen

- Benachteiligungen beim Landerwerb

- Öffentliche Prozesse nur auf Deutsch (Schule, Verwaltung, …)
- einzige Ausnahme: Elsass-Lothringen französisch in der Verwaltung und vor Gericht geduldet

Unterdrückung der Minderheiten

[...]

Details

Seiten
134
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668301825
ISBN (Buch)
9783668301832
Dateigröße
899 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v340396
Note
Schlagworte
deutschland wandel zeit industrialisierung wiedervereinigung überblick stichpunkten

Autor

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Titel: Deutschland im Wandel der Zeit. Von der Industrialisierung bis zur Wiedervereinigung