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Wie wird Sympathie vermittelt? Eine Analyse der „Räuberszene“ in Hartmann von Aues „Erec“

Hausarbeit (Hauptseminar) 2016 24 Seiten

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kriterien der Rezipientensteuerung
2.1. Perspektive
2.2. Fokalisierung
2.3. Fokussierung
2.4. Sympathiesteuerung

3. Geschlechtsidentität
3.1. Geschlechteridentität im Mittelalter
3.2. Geschlechteridentität heutzutage

4. Vorstellung des Beispiels: Die Räuberszene
4.1. Beschreibung der Szene
4.2. Analyse der Enite
4.3. Analyse des Erecs
4.4. Zusammenfassung

5. Problematik der Räuberszene im Deutschunterricht

6. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das Mittelalter ist in der heutigen Zeit präsenter als zunächst angenommen, denn vor allem Kinder und Jugendliche sind begeistert von Rittern, Burgen und Drachen. Diese Elemente sind häufig in Filmen, Comics, Computerspielen aber auch in Form von Spielzeug vorzufinden. Das vorhandene Interesse am Mittelalter wird allerdings kaum genutzt oder vertieft. Denn gerade in der Institution Schule könnte dieses Potenzial weiter gefördert werden, denn dort unterrichten Lehrerinnen und Lehrer, welche zumindest eine Grundausbildung in Mediävistik genossen haben, und somit die Kompetenz besitzen, mittelalterliche Texte aufzubereiten und den Kindern näher zu bringen. Allerdings scheuen Lehrerinnen und Lehrer oftmals vor dem Arbeitsaufwand zurück. Denn an Arbeitsmaterialien und entsprechender Literatur mangelt es noch.

Ich habe mich für einen mittelalterlichen Text entschieden und möchte an diesem aufzeigen, dass sich diese Texte für den Deutschunterricht oftmals in gleicher Weise eignen wie aktuelle Werke. Denn es geht nicht um die Notwendigkeit der Kenntnis bestimmter mittelalterlicher Texte, sondern um das Vermögen, Kernkompetenzen, wie zum Beispiel Textverstehen, auf einen jeweils passenden Text anzuwenden.[1] Anhand des Erec Hartmann von Aues möchte ich die Sympathievermittlung eines mittelalterlichen Textes näher erläutern und Fragen, wie zum Beispiel: Wie wird Sympathie vermittelt? Was genau ist unter Sympathie zu verstehen? Gibt es so etwas wie eine Sympathielenkung?, beantworten. Die Beantwortung dieser Fragen stellt den Hauptteil meiner Arbeit dar. Allerdings wäre die Analyse des ganzen Werkes in dieser Arbeit unmöglich, da dies den Rahmen dieser Arbeit überschreiten würde. Aufgrund dessen habe ich mich für die „Räuberszene“ (V.3106- 3474) entschieden, da sich meine These speziell auf diesen Auszug anwenden lässt. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass auch, wenn ich mich hauptsächlich auf diese Szene fokussiert habe, es unabdingbar ist, weitere Stellen des Werkes „Erec“ kurz zu erwähnen und zu erläutern, welche wiederum mit der analysierten Szene im Zusammenhang stehen.

Da der Frau (Enite) in dieser Szene eine besondere Rolle zukommt, werde ich ebenfalls auf das Frauenbild eingehen und erläutern, inwieweit ihr Verhalten für diese Zeit charakteristisch ist.

Des Weiteren möchte ich darauf hinweisen, dass der Erec ursprünglich von Chrétien verfasst wurde und Hartmann dessen Erec etwas abgewandelt hat. Der Text wurde etwa um 1200 geschrieben. Ich werde mich in dieser Arbeit vollständig auf den Erec von Hartmann von Aue fokussieren. Die Unterschiede zwischen den beiden Fassungen finden in dieser Arbeit keine Beachtung, weil dies für die Fragestellung nicht von Bedeutung ist.

Zu Beginn dieser Arbeit werde ich Kriterien der Rezipientensteuerung erläutern und vorstellen, sowie die Charakteristika der Geschlechter im Mittelalter und heutzutage aufzeigen. Darauf folgt in Kapitel 4 die Vorstellung der besagten „Räuberszene“. In diesem Teil bleibt eine Interpretation vorerst aus. Denn im Anschluss an dieses Kapitel werden Erec und Enite anhand der vorab genannten Kriterien erläutert und analysiert. Darüber hinaus wird die Rolle der Frau in diesem Zusammenhang erläutert und vergleichend dazu auch die Rolle des Mannes. Im Kapitel 5 folgt der Bezug zum Deutschunterricht. Dort werde ich auf die Fragen eingehen, welches Vorwissen Schülerinnen und Schüler über den „Erec“ bereits erlangt haben müssen, um diese Szene angemessen zu analysieren - oder ist die Szene bereits selbsterklärend? Außerdem werde ich erneut die Rolle der Frau aufgreifen, um zu erläutern, ob dieses Verhalten etwa auch heutzutage möglich wäre.

Für meine Analyse werde ich folgendes Werk verwenden: Hartmann von Aue: Erec. Hrsg. V. Manfred Günter Scholz, übersetzt von Susanne Held. Frankfurt/Main 2004 (Bibliothek des Mittelalters 5). Im Verlauf dieser Arbeit, werde ich immer eine Versangabe angeben, sodass jederzeit nachvollzogen werden kann, auf welche Passage ich mich gerade beziehe.

2. Kriterien der Rezipientensteuerung

Nicht nur in mittelalterlichen Texten gibt es einzelne Kriterien, welche dazu beitragen, dass der Rezipient in eine Richtung gelenkt wird, sondern in fast jedem Werk ist dies vorzufinden. Der Autor möchte mit seiner Erzählung in der Regel etwas aussagen und erreichen. Mit Hilfe von verschiedenen Möglichkeiten gelingt es ihm oftmals, dass der Leser genau das empfindet und genau so urteilt, wie er es selber möchte und geplant hat. In folgendem werde ich verschiedene Kriterien bzw. Techniken aufzählen, welche dazu beitragen, dass eine Rezipientensteuerung stattfinden kann, und aufzeigen, welche durchaus auch im „Erec“ und der damit verbundenen „Räuberszene“ auftauchen. Des Weiteren möchte ich erwähnen, dass es mehr Kriterien gibt, welche dazu beitragen, dass der Rezipient in eine Richtung „gesteuert“ wird, als nur die, die ich in dieser Arbeit erwähnen werde. Allerdings würde es den Rahmen dieser Arbeit überschreiten, alle Kriterien aufzuzählen und zu erläutern.

2.1. Perspektive

Der Begriff Perspektive wird schon seit langem verwendet, allerdings werden damit bisher noch unterschiedliche Phänomene beschrieben. So schreibt Dimpel: „Der Begriff dient als Bindeglied zwischen dem digital-linearen Charakter der Sprache und dem analog-simultanen Charakter einer visuellen Wahrnehmung.“[2] Doch Perspektive kann sich nicht nur auf besagte Wahrnehmung konzentrieren, sondern auch auf subjektive Figuren- oder Gruppenstandpunkte, Sichtweisen oder Blickwinkel, oder eben auch eine Aussicht auf die Zukunft geben.[3] Wichtig ist vor allem, dass eine Formulierung benutzt wird, welche die Abweichung der Figurenperspektive und der Erzählerperspektive vollbringt, vor allem den Informationsstand und die bislang erzählte Disposition der Figur.[4] In Studien sind häufig folgende Formulierungen zu lesen: „Dieser Vorgang wird aus der Perspektive von Figur X erzählt.“[5] In diesem Fall wäre es passender folgende Form zu nehmen: „Die Figur X ist als einzige Figur über eine längere Passage intern fokalisiert, bei anderen Figuren wird auf Bewusstseinsdarstellung verzichtet, der Raumfilter folgt der Figur X.“[6] In beiden Fällen versteht der Leser was gemeint ist und der Verzicht auf Präzision, kann metaphorische Rede mit einem Gewinn stilistischer Eleganz verbunden sein. Allerdings reicht dies nicht für die Erzähltheorie aus, denn dort muss es um Präzision gehen.[7]

2.2. Fokalisierung

Bei der Fokalisierung steht zuerst die Frage im Raum, wer eigentlich wahrnimmt. Bei der „internen Fokalisierung“ weiß die Figur genauso viel, wie der Erzähler sagt. Es ist somit möglich, über das Innenleben der Figur Auskunft zu geben.[8] Der Erzähler darf allerdings nicht mehr Auskunft geben, als die Figur an sich wissen kann. Vorgriffe in die Zukunft sind nicht möglich, genauso wenig darf erwähnt werden, was zur gleichen Zeit an einem anderen Ort geschieht. „Nullfokalisierung“ bedeutet, dass es eine Informationsvergabe von einem allwissenden Erzähler gibt. Der Erzähler sagt in diesem Fall mehr, als die Figur eigentlich wissen kann.[9] Im Gegensatz dazu, gibt es noch die „externe Fokalisierung“. Dort sagt der Erzähler weniger, als die Figur weiß.[10]

Zu dem Bereich der Rezeptionssteuerung gehören Begriffe wie „Übersicht“, „Mitsicht“ oder „Außensicht“.[11] Sobald der Rezipient das Gefühl hat, die Geschichte aus der Sicht einer Figur zu erleben, dann fällt dies unter die „Mitsicht“. Sieht der Rezipient die Figur allerdings nur von außen, so trifft hier die „Außensicht“ zu.[12] Solche Phänomene sind Folgen der Fokalisierungstechniken. Fokalisierungstechniken sind in Texten auffindbar. Bei der Mitsicht geht es um Wahrnehmungsvorgänge. Wird erwähnt, dass eine Figur etwar wahrnimmt, handelt es sich um eine Fokalisierungstechnik, nämlich die interne Fokalisierung.[13] Als Unterschied ist zu vermerken, dass es zum Beispiel bei der Außen- und Übersicht nicht um textinterne Wahrnehmungsvorgänge geht (wie bei der internen Fokalisierung), „sondern um Informationsrestriktion beziehungsweise den Verzicht darauf, die Informationspolitik an dem begrenzten Wissen, das in der erzählten Welt möglich ist, auszurichten.“[14]

Fokalisierungseffekte werden laut Gert Hübner nach Bewusstseinsdarstellung als auch durch Filtertechniken erzeugt.[15] Fokalisierungseffekte können entstehen, indem die Erzählung einer Figur konsequent durch Raum und Zeit folgt, was unter „Raumtfilter“ bzw. „Zeitfilter“ zu verstehen ist. Darüber hinaus wird bei dem „Innensichtfilter“, die Gedankenwelt der Figur wiedergeben.[16] Wichtig bei dem Filter-Begriff ist allerdings, dass es nicht auf einzelne Textbefunde ankommt, sondern darauf, ob im Erzählvorgang eine Erzählpolitik konstituiert wird. In Bezug auf den Innensichtfilter kommt es darauf an, ob es der Text als Regel etabliert hat, dass die Gedankenwelt der Figur für den Rezipienten prinzipiell zugänglich ist oder ob sie unzugänglich ist.[17]

2.3. Fokussierung

Die Fokussierung zielt ähnlich wie die Figurenperspektive auf das „Was“ der erzählten Geschichte, doch geht es dabei nicht um singuläre Phänomene.[18] Es kommt eher der Inhalt der Erzählung zur Geltung. Dieser Aspekt bleibt zum Beispiel bei der Fokalisierung außen vor. Dimpel schlägt fünf Fokussierungstypen vor, wobei er allerdings hinzufügt, dass seine Liste erweiterungsfähig ist: 1. Raumkontext, 2. Positionierung, 3. Perspektivabweichung, 4. Perspektivübernahme, 5. Themenvorgabe.[19]

Unter dem Raumkontext ist zu verstehen, auf welche Art und Weise eine Figur im Raum dargestellt wird. Dieser Aspekt kann vor allem dann wichtig werden, wenn eine semantische Beziehung zwischen der Figur und den räumlichen Gegebenheiten dargestellt wird, wie zum Beispiel bei einem Knie.[20]

Bei der Positionierung wird einer Figur ein Standpunkt zu einem zentralen Thema zugewiesen. Wird der Standpunkt in Form von Bewusstseinsdarstellung wiedergegeben, nennt man dies interne Positionierung, wird der Standpunkt mit der wörtlichen Rede deutlich gemacht, ist darunter die externe Positionierung zu verstehen.[21]

Von einer Perspektivenabweichung ist zu sprechen, wenn der Blick des Rezipienten darauf gelenkt wird, dass die Perspektive einer Figur nicht mit den Informationen, die über die erzählte Welt vorhanden sind, übereinstimmen. Dies kann passieren, wenn zum Beispiel Informationen fehlen, welche anderen Figuren wiederum bekannt sind. Die Tabula-rasa-Sicht ist eine besondere Form der Perspektivabweichung, denn dort fehlen der Figur sämtliche Informationen über die Handlungen anderer Figuren, welche dem Rezipienten allerdings bekannt sind.[22]

Bei einer Perspektivübernahme übernimmt eine Figur die Sichtweisen einer anderen Figur auf ein Ereignis oder einem Vorgang in der erzählten Welt. Der Standpunkt der anderen Figur kann zu Eigen gemacht werden, oder sie kann anerkennen, dass es andere Standpunkte gibt, ohne diese zu ihrem eigen zu machen.[23]

Der letzte Punkt ist die Themenvorgabe. Dort wird von einer Figur ein Thema zum dominanten Kurs erklärt. Eine Figur kann somit einen Vorschlag einbringen, wie ein Ereignis oder ein Vorgang zu verstehen sei.[24]

Fokalisierung bezieht sich in erster Linie auf die Art und Weise des Erzählens. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der Fokussierung im höheren Maße um ein figurenbezogenes Konzept. Veränderungen in der Konfiguration der Figurenkonstellationen können so zum Beispiel beschrieben werden.[25]

2.4. Sympathiesteuerung

„Unter >Sympathiesteuerung< geht es um Techniken der Rezeptionssteuerung, die im Text verankert sind; es geht nicht um individuelle Vorlieben oder um die Sympathiezuwendung eines einzelnen, konkreten Rezipienten.“[26]

Dimpel macht in diesem Zitat deutlich, dass es irrelevant ist, was der Leser für eine Einstellung bezüglich bestimmter Personen hat, denn die Sympathiesteuerung kommt primär direkt vom Text aus. In Texten gibt es somit Anzeichen dafür, welche den Rezipienten dazu veranlassen eine positive oder eine negative Haltung bezüglich einer Figur einzunehmen.[27] Hierbei ist allerdings wichtig, dass der Adressat bereit ist, sich auf den Text und die damit verbundenen narrativen Strukturen einzulassen, und nicht etwa im Voraus schon eine persönlich-individuelle Abneigung gegen einen Namen, hat und diese dann auf die Figur mit diesem Namen überträgt.[28] Es wird also mit einem Musterleser gerechnet.

Weiterhin gibt es verschiedene Ansätze. Manfred Pfister unterscheidet zwei Ebenen mit zwei Polen. „Sympathie“ versus „Antipathie“ und „Distanz“ versus „Engagement.“[29] Bei Hans J. Wulf beruht der Empathie-Begriff auf zwei Säulen. Empathie kann sowohl als Gefühlsverständnis als auch als Gefühlsübernahme beschrieben werden, je nachdem ob der Rezipient nur die Regung der Figur wahrnimmt oder ob er sich diese Gefühle zu Eigen macht.[30] Linder wirft die Frage auf, inwieweit Faktoren, welche Emotionen und Reflexionen betreffen, für Rezeptionssteuerung relevant sind. Dazu sagt Dimpel, dass er die emotionale Seite für wichtiger hält, denn Sympathiesteuerung kann auch ohne die Kategorie Reflexion auskommen, aber nicht ohne den Aspekt der Emotion.[31] Weiterhin betrachtet er die reflektierende Komponente als fakultative Komponente bei der Sympathiesteuerung.

Sympathiesteuerung kann auf offener Beeinflussung oder auf manipulativen Beeinflussungstechniken beruhen. So liegt eine Manipulation etwa vor, wenn der Erzähler zwar die Gedanken und Motive des Protagonisten erwähnt, aber das Innenleben des Antagonisten vollkommen ausblendet, sodass der Rezipient weniger Chancen hat, sich in den Antagonisten wirklich einzufühlen und das Verhalten zu verstehen.[32] Allerdings ist in diesem Fall ein geschultes Auge notwendig.

Dimpel fasst im Allgemeinen folgende Sympathiesteuerungsverfahren zusammen:

„Die Korrelation von Nomen- und Wertesystem und Figurenhandeln (Werte und Normen, die zur Entstehungszeit relevant waren; im Text privilegierte Werte und Normen; Werte und Normen, die an eine Figur gebunden werden), die Bewältigung von Schwierigkeiten (Aktivität, Protagonistenbonus, finaler Erfolg), die Figurenkonstellation (Adjuvant, Opponent, Minnegeschehen; Korrespondenz- und Kontrastbezüge wie Draufgängertum versus Besonnheit […], die Figurenkonzeption (Figurenmodelle, Stereotype, enigmatische Figuren versus schwarz-weiß- Schema, Literarische Konventionen (Gattungskonventionen wie Happy End […], Erzählerwertungen (explanative und evaluative Kommentare zu erzählten Welt, Kommentare, die verallgemeinernd an die erzählte Welt anknüpfen; allgemeine Sentenzen), Fokalisierung (Qualifizierung von Gedankenrede durch die Erzählerstimme; Raumfilter, Zeitfilter […], Fokussierung.“[33]

Dimpel führt all diese Kriterien auf, um zu verdeutlichen, dass es bei dem Sympatisierungsverfahren nicht nur um einen Aspekt geht, sondern zahlreiche Kriterien miteinander in Verbindung stehen können oder auch einzeln vorhanden sein können, um Sympathie zu steuern und zu vermitteln. Der Aspekt des Sympatisierungsverfahren ist so vielseitig und nicht nur mit Hilfe von einem Faktor zu beschreiben, sondern kann auf ganz unterschiedliche Weise fungieren.

Möchte ein Interpret untersuchen, ob das System der Sympathiesteuerungsverfahren auf eine positive, negative oder ambivalente Darstellung der Figur zielt, was durchaus für die Räuberszene von Bedeutung ist, dann muss er prüfen, ob eine Gewichtung und Hierarchisierung der verschiedenen Lenkungsverfahren möglich ist. Folgende Aspekte sollten dabei berücksichtigt werden: Die Anzahl der gleichgerichteten (positive oder negative) Sympathiesteuerungsverfahren, der quantitative Umfang der Sympathiesteuerungsverfahren in der Darstellung, textinterne Relevanzmarkierungen (Normverstöße, welche durch Erzählerwertung privilegiert wurde), der primacy-effect (relevant bei Positionierung), nach dem dem ersten Glied in einer Informationskette besonders Gewicht zukommt, der Informationsstand der Figur (so kommt Positionierung von unzureichend informierten Figuren ein geringeres Gewicht zu), engagementfördernde Aspekte (unverschuldetes Unglück) und bei Fokussierung wie einer Positionierung ist der Sympathiestatus der Figur von Belang, an die die Fokussierung gebunden ist, da Rezipienten eher aufgeschlossen für Informationen und Wertungen von sympathischen Sprechern sind.[34]

[...]


[1] SOSNA, Anette: Artusroman und Kompetenzentwicklung im gymnasialen Deutschunterricht: Hartmanns von Aue Erec und Iwein. In: Zurück zum Mittelalter. Neue Perspektiven für den Deutschunterricht. Hrsg. V. Nine Robijntje Miedema u. Andrea Sieber. Frankfurt a.M. 2013, S.59-76, hier S.61.

[2] DIMPEL, Friedrich Michael: Perspektivierung, Fokalisierung, Fokussierung und Sympathiesteuerung zur Einführung. Mit Beispielanalysen zum Erec Hartmanns von Aue. IASL online 2012. Online unter: http://www.iaslonline.de/. Zuletzt abgerufen am 04.07.2015 14.00Uhr.

[3] Ebd.

[4] Ebd.

[5] Ebd.

[6] DIMPEL: Perspektivierung, Fokalisierung, Fokussierung und Sympathiesteuerung zur Einführung. Mit Beispielanalysen zum Erec Hartmanns von Aue.

[7] Ebd.

[8] Ebd.

[9] Ebd.

[10] Ebd.

[11] Ebd.

[12] Ebd.

[13] DIMPEL: Perspektivierung, Fokalisierung, Fokussierung und Sympathiesteuerung zur Einführung. Mit Beispielanalysen zum Erec Hartmanns von Aue.

[14] Ebd.

[15] Ebd.

[16] Ebd.

[17] Ebd.

[18] Ebd.

[19] Ebd.

[20] DIMPEL: Perspektivierung, Fokalisierung, Fokussierung und Sympathiesteuerung zur Einführung. Mit Beispielanalysen zum Erec Hartmanns von Aue.

[21] Ebd.

[22] Ebd.

[23] Ebd.

[24] Ebd.

[25] DIMPEL: Perspektivierung, Fokalisierung, Fokussierung und Sympathiesteuerung zur Einführung: Mit Beispielanalysen zum Erec Hartmanns von Aue.

[26] Ebd.

[27] Ebd..

[28] Ebd.

[29] Ebd.

[30] DIMPEL: Perspektivierung, Fokalisierung, Fokussierung und Sympathiesteuerung zur Einführung: Mit Beispielanalysen zum Erec Hartmanns von Aue.

[31] Ebd.

[32] Ebd.

[33] Ebd.

[34] DIMPEL: Perspektivierung, Fokalisierung, Fokussierung und Sympathiesteuerung zur Einführung: Mit Beispielanalysen zum Erec Hartmanns von Aue.

Details

Seiten
24
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668291911
ISBN (Buch)
9783668291928
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v339672
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum – Philologisches
Note
2,7
Schlagworte
sympathie eine analyse räuberszene hartmann aues erec

Autor

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