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Kurzgefasstes zum Bergbau, Montan- und Hüttenwesen, zur Bergmannssprache, montanen Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří und mehr

Projektarbeit 2016 135 Seiten

Ingenieurwissenschaften - Bergbau

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

- Einleitung

- Das Bergmannslied >Glück auf<

- Die Themengebiete des Bergbaus

- Charakteristisches zum Bergbau

- Der Bergmannsgruß Glück auf

- Das Montanwesen

- Das Lexikon des Montanwesens

- Zusammenstellung von bedeutenden Abbautechnikbegriffen

- Die Montanindustrie

- Signifikante Begriffe des Hüttenwesens

- Bezeichnende Begriffe zur Metallurgie

- Definition für eine Bergstadt

- Verzeichnis bekannter historischer Bergstädte geordnet nach Ländern

- Liste der aktiven Bergwerke in Deutschland

- Liste der stillgelegten Bergwerke in Deutschland

- Die Liste von Deutschlands Schaubergwerken

- Zusammenstellung allgemeiner Bergbaubegriffe

- Aufstellung über alte Erzbezeichnungen Maße des Bergbaus

- Die Bergmannssprache

- Das Bergmannssprache ABC

- Angaben zum Bergrecht und zur Ordnung

- Die Bergmannswerkzeuge

- Bergbau - Werkzeuge des Bergmanns. Ausrüstung, Fördermittel, Ausbaumaterialien

- Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří

- Silberstadt Freiberg – Lebendige Bergbautradition und kulturelle Schätze

- Bergstadt Annaberg-Buchholz

- Bergstadt Marienberg

- Bergstadt Schneeberg

- Kurzer Abriß über die Verehrung von Bergbauschutzpatronen

- Schutzpatrone für Berufe

- Weiterführende Literatur

- Abkürzungen

- Vita des Autors

- Veröffentlichungen des Autors

- Abstract

Einleitung.

In der Arbeit geht es um ausgewählte Themen aus den Gebieten Bergbau, Montan- und Hüttenwesen. Eingebunden sind auch der Wortlaut des >Bergmannsliedes< sowie der Inhalt des Bergmannsgrußes >Glück auf<. Dabei aufgezeigt ist, dass der Ausspruch >Glück auf< zwischen 1556 und 1611 entstand und seine Wurzeln im erzgebirgischen Silberbergbau liegen, von wo aus der nun schon über 400 Jahre alte schöne Gruß Eingang nicht nur in alle Zweige des deutschen Bergbaus und Hüttenwesens fand, sondern sich auch außerhalb des deutschen Sprachraumes etablierte. Ebenso aufgenommen wurden Lexika zum Bergbau, Montan- und Hüttenwesen. Außerdem gehören die Zusammenstellungen von bedeutenden Begriffen der Abbautechnik, des Hüttenwesen sowie der Metallurgie dazu.

Daneben gibt die (nur unvollständig erarbeitbare) Aufstellung von stillgelegten Bergwerken in Deutschland einen historisch-regionalen Überblick über ehemalige bedeutungsvolle deutsche Bergwerke. Aufgenommen ist auch eine vollständige Liste der aktiven (aktuell fördernden) Bergwerke in Deutschland, d.h. Untertageanlagen zur Gewinnung mineralischer Bodenschätze. Ebenso eingebunden ist ein Verzeichnis von Schaubergwerken, die sich noch in Betrieb befinden.

Berichtet wird auch über die Bergmannssprache, eine berufsspezifische Bergbausprache, die zu den ältesten Fachsprachen gehört, welche schon aus dem 13. Jh. mit Ausdrücken belegt ist. Ein Bergmannsprache-ABC und eine sprachliche Zeitreise informieren über ihren Inhalt sowie ihre Entwicklung bis ins 19. bis 21. Jh.

Vermittelt wird außerdem, dass Bergstädte städtische Siedlungen sind, deren Entwicklung in Verbindung mit dem Bergbau steht, die also aufgrund von Bodenschatzfunden gegründet oder umgestaltet wurden. Genannt ist auch, dass es bereits im hohen Mittelalter Städte gab, deren Aufschwung mit dem Abbau von Bodenschätzen in Verbindung stand, beispielsweise Goslar (Rammelsberg seit 968), Freiberg in Sachsen (seit 1168/70) sowie Iglau und Kuttenberg (seit dem 12. Jh.) in Böhmen.

Angesprochen ist ebenso, dass der technische Fortschritt seit dem 15. Jh. und die gestiegene Nachfrage nach Edel- und Halbedelmetallen seit dem 16. Jh. zahlreiche Städteneugründungen mit sich brachte, wie die Städte Schneeberg, Annaberg sowie Marienberg im sächsischen Erzgebirge, Andreasberg im Oberharz, Clausthal im Landkreis Goslar. Sie alle sind deutliche Beispiele für die erste Blütephase des Bergbaus mit ca. 180 bis 200 Bergstädten in Mittel- und Ostmitteleuropa. Obendrein finden die Bergheiligen des Bergbaus eine reichliche Erwähnung und opulente Erläuterung.

Außerdem mit einbezogen sind auch Angaben über die sächsisch-böhmischen Bestrebungen zur Erlangung des UNESCO-Welterbetitels für die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří, eine in über 800 Jahren entstandene Industriekulturlandschaft in der Grenzregion zwischen Sachsen und Nordböhmen. In mehreren Abschnitten wird genannt, wie diese montane Region von einer Vielzahl historisch weitgehend original erhaltener Denkmäler und zahlreicher mit dem Montanwesen in Verbindung stehender Einzeldenkmale und Sachzeugnisse geprägt ist. Damit wird versucht, die weltweit einzigartige Identität sowie Authentizität dieser Region des Erzgebirges beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze mit herauszustellen.

Das Bergmannslied: >Glück auf< 1.

Glück auf, Glück auf ! Der Steiger kommt, und er hat sein helles Licht bei der Nacht, und er hat sein helles Licht bei der Nacht schon angezündt, schon angezündt.

Hat’s angezündt, ´s wirft seinen Schein, und damit so fahren wir bei der Nacht, und damit so fahren wir bei der Nacht ins Bergwerk ein, ins Bergwerk ein.

Ins Bergwerk ein, wo die Bergleut‘ sein, die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht, die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht aus Felsgestein, aus Felsgestein.

Der eine gräbt das Silber, der andere gräbt das Gold. Und dem schwarzbraunen Mägdelein bei der Nacht, und dem schwarzbraunen Mägdelein bei der Nacht dem sein sie hold, dem sein sie hold.

Ade, Ade! Herzliebste mein! U nd da drunten in dem tiefen, finstren Schacht bei der Nacht, und da drunten in dem tiefen, finstren Schacht bei der Nacht, da denk ich dein, da denk ich dein.

Und kehr‘ ich heim zur Liebsten mein, dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht: dann erschallet des Bergmanns Gruß bei der Nacht: Glück auf, Glück auf !!! Glück auf, Glück auf !

Wir Bergleut‘ sein, kreuzbrave Leut‘, denn wir tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht, denn wir tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht und saufen Schnaps, und saufen Schnaps!

Das Bergmannslied ist auch als Steigerlied bekannt.

Die Themengebiete des Bergbaus.

Das Kapitel beinhaltet dreizehn Themengebiete des Bergbaus und zwar die Gebiete:

- Charakteristisches zum Bergbau.
- Der Bergmannsgruß Glück auf
- Zusammenstellung bedeutender Abbautechnikbegriffen.
- Das Montanwesen.
- Lexikon des Montanwesens.
- Montanindustrie.
- Signifikante Begriffe des Hüttenwesens.
- Bezeichnende Begriffe zur Metallurgie.
- Bergstadt.
- Die historischen Bergstädte geordnet nach Ländern.
- Zusammenstellung der Bergbaubegriffe.
- Aufstellung der allgemeinen Begriffe des Bergbaus.
- Erfassung der alten Erzbezeichnungen.
- Nennung und Erläuterung der alten Maße des Bergbaus.
- Die Bergmannssprache.
- Angaben zum Bergrecht und zur Ordnung.
- Aufzählung der Bergbauberufe.
- Nennung und Beschreibung der Werkzeuge des Bergmanns.
- Aufstellung von ausgewählten Besucherbergwerken.

Der erste bisher bekannt gewordene Bergbau entstand um 6000 BC, welcher in der Vorzeit ausschließlich dem Abbau von Feuerstein diente. Nachfolgendend wurden zahlreiche Bergbaue zum Gewinnen sowohl nützlicher Gesteine und Mineralien wie auch Erze errichtet.

Charakteristisches zum Bergbau [1-20].

Der Bergbau ist ein Teil der Montanindustrie 1. Als Gewinnung 2 im Bergbau [1] gilt das Herauslösen von nutzbaren Rohstoffen 3, also unverarbeiteter natürlicher Ressourcen [3], aus festem Gebirge 4 einer Lagerstätte [2], 5 mittels technischer Anlagen und Hilfsmittel [1]. Österreich bezeichnet das Gewinnen nützlicher Mineralien 6 auch als >Erobern< 7.

Im Bergbau und in der Geologie 8 markiert Exploration 9 die Suche oder die Erschließung (genaue Untersuchung) von Lagerstätten 10 und Rohstoffvorkommen 11 in der Erdkruste 12. Die Explorationsgeologie ist ein Teilbereich der Lagerstättenkunde 13 innerhalb der Geowissenschaften 14. Aus historischer Sicht ist Exploration einer der relevanten Vorläufer der geologischen Forschung, da schon seit der Vorzeit eine Vielzahl an Bodenschätzen 15 mehr oder weniger systematisch erschlossen und ausgebeutet wurde. Haupterkundungen der Explorationsgeologie sind Lagerstätten und Vorkommen (zunehmend in der Tiefsee) von: Erdöl, Erdgas, Kohle, Erz, Geothermie 16 wie auch die Grundwassererschließung [9].

Die Lagerstätte [10] ist ein Begriff aus der angewandten Geologie und dem Bergbau für bestimmte Bereiche der Erdkruste [12], in denen sich natürliche Konzentrationen von festen, flüssigen oder gasförmigen Rohstoffen befinden, deren Abbau sich wirtschaftlich lohnt (bauwürdige 17 ist), oder zukünftig sich lohnen könnte (nutzbare Lagerstätte). Vorkommen nutzbarer Erze, Mineralien, Gesteine, deren Abbau unwirtschaftlich ist, sind Vorkommen, juristisch betrachtet Bodenschätze [15]. Besteht Bauwürdigkeit, so wird aus dem Vorkommen eine Lagerstätte. Definiert ist sie in der 1958er >Bergbaukunde< von Fritz Heise, Friedrich Herbst, Carl Hellmut Fritsche: „Bauwürdig ist eine Lagerstätte, wenn ihr Abbau wirtschaftlich möglich ist, d. h. wenn sich das betriebsgebundene Kapital angemessen verzinst“ 18.

Heutzutage gehören zum Bergbau das Markscheidewesen, die Bewetterung, Wasserhaltung, Knappschaftskassen, Spezialausbildung (Bergakademien), Bergaufsichtsbehörden. Geregelt ist er in Deutschland im Bundesberggesetz, Österreich: Montanbehörde, Schweiz: Kantonen. Er besitzt mit der Bergmannssprache wohl eine der ältesten Fachsprachen mit eigenen oder abgewandelten Termini, die Mitte des 19. Jhs. über 10.000 Wörter hatte. 19, 20.

Der Bergmannsgruß Glück auf [nach 1 bis 17, s. S. 7].

Eigentlich ist der Gruß „Glück auf!“ ist mehr als „Viel Glück!“ oder „Good luck!“ [1]. So ist er im deutschen Bergbaubereich bzw. Sprachgebiet dieser alte Bergmannsgruß „Glückauf“ alltäglich und üblich. Mit ihm grüßen sich in diesen Regionen nicht nur Bergakademisten, sondern er wird oft auch von anderen Berufsgruppen benutzt. Dazu wird er auch zu offiziellen Anlässen und als schriftliche Grußformel verwendet. Der Gruß ist jedoch nicht so alt wie andere bergmännische Gepflogenheiten. Sein Ursprung liegt noch nicht sicher belegt im 16. Jahrhundert im sächsischen Erzbergbau, dem wohl mit ältesten und wichtigsten europäischen Bergbaugebiet, als da der Bergbau auf Silber in Blüte stand [2], [3 mit 10 bis 14]. Schriftlich erwähnt wurde dieser Gruß zuerst 1575 im sächsisch-erzgebirgischen Eibenstock. Gemeint war damit „Das Glück tue sich dir auf!“ wie auch später „Mit Glück wieder herauf“ mit gesunder Heimkehr aus dem finsteren Schacht [1]. Als Zeugnis gilt, dass sich da schon die Bergleute „Glückauf“ zugerufen haben eine Bergpredigt vom Prediger Christian Mann, die von ihm am 3. Trinitatis-Sonntag 1615 in Eibenstock gehalten wurde. Er selbst war da seit 1589 amtierender Pfarrer dieses Ortes. Er kannte bereits zu dieser Zeit den Bergmannsgruß „Glück auf“ als bergmännischen Ausruf der Eibenstocker Bergleute und hat diesen in seiner Predigt benutzt. Ebenso erwähnt er in dieser Predigt eine Luther-Anekdote. Danach haben im Jahre 1542 zwei Brüder aus Sankt Joachimsthal (heute: Jáchymov, CZ) den Reformer in Wittenberg besucht. Dabei erwähnten sie u.a. ihre schwere Schuldenlast, die beim Zechen entstanden war. Darauf sagt Martin Luther (1483-1546), der theologische Urheber der Reformation und Theologieprofessor, sinngemäß zu ihnen, dass sie am glücklichsten wären (d.h. keine Schulden machen könnten), wenn sie am ärmsten seien. Das klang in damaliger Sprache folgendermaßen: „Ihr lieben Bergleute / euer Glück / das jhr jimmer ausschreit / blühet am besten, wenn jhr am ärmsten seys …“. „Luther hat also den Bergleuten das Glückauf zugeschrieben und hat damit ist nachgewiesen, dass es bei den erzgebirgischen Bergleuten schon im 16. Jh. üblich war, das „Glückauf“ auszurufen“ [3 mit 10 bis 14]. Als evident gilt auch das vom Freiberger Bergstudenten Theodor Körner (1791 bis 1813) stammende „Glück auf der guten Sache“, der damit wohl an den Kampf für die Freiheit gedacht hat, wofür er 1813 sein Leben ließ [1]. Der deutsche Rechtswissenschaftler und Ökonom Professor Simon Petrus Gasser (1676 bis 1745) berichtet über die Verwendung vom „Glück auf!“ [4]. Zurzeit des berühmten Montangelehrten des Mittelalters Georgius Agricolas (1494/1555) ist in seinem berühmten Werk „De re metallica“ (1556) zum „Glückauf“ noch nichts zu finden [16]. Als Grußwort wird es 1670 zum Gregoriusfeste in Freiberg verwendet [2]. 1678 taucht es anlässlich eines bergmännischen Aufzuges in Schneeberg auf. In Marienberg war „Glück auf“ damals auch üblich. Belegt ist, dass es 1672 in Johanngeorgenstadt und im Freiberger Revier in Anwendung stand. Vom Erzgebirge aus breitete es sich schnell auch auf andere Länder und Bergbaugebiet aus, wie im Harz als Grubennamen (1680) und in Thüringen als Gruß (1681).

Einige Antworten zur Bedeutung von „Glückauf“ gibt u.a. das bekannte „Bergbuch“ [5] vom Freiberger J. U. Doctore Bergassessor Christoph Herttwig aus dem Jahre 1734, in dem er schreibt: „Glück auff! ist der Bergleute gewöhnlicher Gruß. Und würden sie sehr übel empfinden, wenn einer sagen wolte: Glück zu. Indeme die Klüffte und Gänge sich nicht zu, sondern auffthun müssen.“ [5], [6. §. 1.] sowie „Bißweilen gebrauchen sich die Bergleute bey ihren Zusammenkunfften auch wohl dieses Grusses: Glück auff! Alle mit einander, Bergmeister, Geschworne, Steiger, Schlegel, Gesellen, wie ihr hier versammlet seyd. Mit Gunst bin ich auffgestanden, mit Gunst setze ich mich wieder nieder, grüssete ich das Gelag nicht, so wäre ich kein ehrlicher Bergmann nicht.“ [5], [6. §. 2], [7 i. 6] [8 i. 6].

Es gibt aber auch andere Deutungen, nämlich: „Glück! Tu’ mir den Gang auf!“ sowie „Bergmann! Ich wünsche Dir Glück, der Gang tue sich Dir auf!“ bzw. „Ich wünsche Dir viel Erfolg und dass Du bei Deiner Arbeit auf reiche Erze stoßen mögest.“

Als Fazit gilt sowohl:

„Dieser schöne und nun über 400 Jahre alte Gruß fand Eingang in alle Zweige des Bergbaus und des Hüttenwesens. Das „Glückauf“ halt sich weltweit nicht nur im Bergbau sowie im Hüttenwesen und in der Metallurgie als Gruß etabliert, sondern auch in der Erdölindustrie ist er zur ständigen Gussform geworden. Erwähnenswert ist aber auch, dass in der 1. H. des 18. Jhs. „Glückauf“ neben „Weidmannsheil“ auch als Jägergruß Verwendung fand. Obwohl „Glückauf“ schon frühzeitig auch im barocken höfischen Umkreis in Sachsen gebraucht wurde, hat es sich später jedoch ganz überwiegend nur im Bergbau-Umfeld bis auf den heutigen Tag behauptet.“ [2] wie auch:

„Glück auf!“ ist der beständige, zu jeder Tageszeit ausgesprochene Bergmannsgruß bei der Arbeit, beim Ein- und Ausfahren, beim Begegnen der Vorgesetzten und der Bergleute etc. und bei sonstigen Gelegenheiten, demnach sagt der Bergmann statt guten Morgen, guten Tag, guten Abend bloß: „Glück auf!“. Weiter wird da dazu ausgeführt: „Das „Glück auf" des einfahrenden Knappen, und das: „Komm gesund wieder!" des Dankenden, der „über Tag" bleibt, das „Macht gesund Schicht!" des von der Arbeit Abgelösten, und der Wunsch des Andern: „Fahre gesund aus"! finden sich überall in den deutschen Bergrevieren [9].

[1] „Glück auf!“ ist mehr als „Viel Glück!“ oder „Good luck!“. http://tu-freiberg.de/universitaet/ressourcen-universitaet. [2 u.w., s.S. __] Heilfurth, G. (1958): Glückauf! Geschichte, Bedeutung und Sozialkraft des Bergmannsgrußes. E: Glückauf. [3] Hiery, K.: Damals – Grube Jägersfreude. Wir sagen „Glückauf“ von Klaus Hiery (*1946), Präsident d. Landesverbandes Saar der Berg-, Hütten- u. Knappschaftsvereine des SL e.V. Rodēna Heimatkundeverein Roden e.V. https://www.facebook.com/RodenaHeimat/posts [...]. [4] Gasser, S. P. (1729): Einleitung zu den oeconomischen, politischen u. Cameral-Wissenschaften nebst einem Vorbericht von der Fundation der neuen oeconomischen Profession. S. 269. HAL (a.S.): Buchhandlung des Waysenhauses. [5] Herttwig, Chr. (1734): Neues u. Vollkommenes Berg-Buch, Bestehend in sehr vielen u. raren Berg-Händeln, Und Bergwercks-Gebräuchen, Absonderlich aber über 200. vorhin noch nicht edirten und ans Licht gegebenen Berg-Urtheln u. Abschieden ..., S. 187. DD. L: V bey Joh. Christ. Zimmermañs sel. Erben, und J. N. Gerlachen. [6] §. 1. Eisenhart, J. (1690): De regali metallifodinarum argentaria. cap. 1. §. 3. i. [5]. L: [7] Meltzer, Chr. (1680): Dissertatio de Hermundurorum Metallurgia Argenentaria. part. spec. cap. 1. §. 23. i. [6], S. 39 f., S. 221. L: Johannis Georgi [8] Berward, Chr. (1673): Interpres phraseologiæ metallurgicæ F.a.M.: Verlegung: Johann David Zunners. 41. i. [6]. [9] Erklärendes WB (1869) der im Bergbau: in der Hüttenkunde u. in Salinenwerken vorkommenden technischen Kunstausdrücke u. Fremdwörter. S. 69 u. 172/176. Burgsteinfurt: Verlag der Falkenberg’schen Buchhandlung. [10 i. 3] Bersch, W. (1898, Reprint 1985): Wien. Pest. L: A. Hartleben u. Reprint. D: VDI-Verlag. [11 i. 3] Heilfurth, G (1958): „Glückauf! Geschichte, Bedeutung u. Sozialkraft des Bergmannsgrußes“. E: Glückauf. [12 i. 3] Kube, E (1960): „Der bisher früheste Beleg für Bergmännisches Glückauf“. DD: Henschel Verlag. [13 i. 3] Piersig, W. Drum sagen wir: „Glückauf! [14 i. 3] Kasig, W.: Zur Herkunft des Bergmannsgrußes „Glückauf“. AC. [15] Kohnen, R. (2007): Glückauf ist unser Bergmannsgruß. Bergmännisches Lesebuch zum Aachener Steinkohlenrevier. BBM Wurmrevier. [16] Knappenverein Glückauf-Südkamen 1901. Der Bergmannsgruß. http://www.glueckauf-suedkamen.de/gruss.shtml. [17] Kutzsche, K. (1988): Der Ursprung des Bergmannsgrußes. StuE. 22/88.

Das Montanwesen.

Das Montanwesen bezeichnet den wirtschaftlichen und technologischen Sektor, der sich mit der Erdkruste, ihren Ressourcen, natürlichen Gegebenheit beschäftigt. Montanistisch werden alle bergbaubezogene Sachverhalte bezeichnet: Berg-, Hütten-, Gesteinshüttenwesen, ebenso dazu gehört die Erdwärmegewinnung (Geothermie) [1-3]. Nach [2] hat es folgenden Umfang: „Zum Montanwesen gehören das Bergwesen (Angelegenheiten des Arbeitens mit Gestein), Hüttenwesen (als Gewinnung und Verarbeitung der Erze, Erden und Salze) und Gesteinshüttenwesen (Gewinnung und Verarbeitung sonstiger nichtmetallischer mineralischer Rohstoffe

- das traditionelle Berg- und Hüttenwesen als Teil der Schwerindustrie, in Überschneidung zur Verfahrenstechnik wie auch technischen Chemie, im Speziellen der Metallurgie
- die Gewinnung von mineralischen Rohstoffen, also den klassischen Bergbau der Lagerstätten, inklusive der Salzgewinnung (Salinenwesen) und dem Abbau von Erden, Sanden, Schotter und Kiesen und anderen Baustoffen, sowie deren primäre Verarbeitung; ▪ die über und untertägigen Abbauverfahren für andere feste, flüssige und gasförmige Rohstoffe, einschließlich der Gewinnung der Energierohstoffe Erdöl und Erdgas (Erdölwesen) wie auch Erdwärme (Geothermie); ▪ die Gewinnung von Wasser aus Lagerstätten
- das industrielle und nichtindustrielle Aufspüren und Gewinnen von Bodenschätzen wie Schmuck- und Edelsteinen, das Steinsammeln und Sammeln von Fossilien zu wissenschaftlichen und gewerblichen Zwecken
- den Tunnelbau und Bau unterirdischer Anlagen im Gestein (Kavernenbau, Hohlraumbau) als Fachbereich des Tief- und Grundbaus
- das militärische Mineur- und Sappeurwesen, als Truppengattung der Pioniere
- das Deponiewesen und die Technologie unterirdischer Speicher aller Art
- die gesamten Grundlagen der Montanwissenschaften (Montanistik), vom Markscheidewesen über Montankartographie bis zu den Werkstoffwissenschaften, als interdisziplinäres Fachgebiet der theoretischen und angewandten Geowissenschaften mit den technischen Wissenschaften
- die gesamte Rechtsmaterie des nationalen und internationalen Bergrechts, die einschlägige Rohstoffpolitik und die Montanraumordnung
- die Montangeschichte als Kulturgeschichte des Berg-, Hütten- und Salinenwesen“.

Das Lexikon des Montanwesens.

Abraum: Deckmassen über einer Lagerstätte von Mineralien, auch sonstiges steriles Gestein.

Abtreiber: Hüttenarbeiter, der im Treibofen das im Blei gelöste Silber abtrennen und dabei Verluste vermeiden musste.

alter Mann: verlassene Grubenanlagen.

anfahren: die Arbeit mit dem >Einfahren< ins Bergwerk beginnen.

Anschläger: Bergmann, der gefüllte Fördergefäße aus der Strecke am Schacht an das Förderseil anhängen (anschlagen) oder auf das Fördergestell schieben musste; dann hatte er das Signal zum Hochziehen (>Treiben<) zu geben (leere Fördergefäße schlug er ab). Er signalisierte auch, ob der Treiber niveaugerecht das Fördergefäß oder das Mannschaftsgestell gehängt hatte.

Anteil: Mitbesitz (↑ Kux) an einem Bergwerkseigentum und Mitverpflichtung zur anteiligen Zahlung der Bergbaubetriebskosten.

Arschleder: Teil der Schutzkleidung für Bergleute, vorwiegend Nässeschutz, auch verwendet zum Einfahren auf dem Arschleder, zusammengerollt als Blasinstrument. Von Hüttenmännern vor dem Bauch als Schutz vor Verbrennungen getragen.

Aufbereitung: Trennung der aus der Grube geförderten Massen in taube und (erz-)haltige Teile vor dem Schmelzen; maschinell durch Poch-, Sieb-, Rüttel-, Mahlwerke, von Hand durch Klauben und Waschen. Betriebsteil der Grube, nicht der Hütte, früher 1. Stufe der Bergarbeit (für Kinder ab 6 Jahre).

Ausbeute: Reingewinn aus Bergbauanlagen, nachdem die eingezahlte Zubuße zurückgezahlt ist.

Austeiler: dem Zehntner untergeordneter Bergbeamter, der die Ausbeute errechnete und jedem Teilhaber aushändigte.

Bergarbeiter: sehr alte, schon im 14./15. Jh. übliche Bezeichnung anstelle von Knappe, Bergmann, Häuer oder Haspeler usw. Sie kommt nicht nur für Lohnarbeiter, sondern (selten) auch für ↑ Eigenlehner vor.

Bergchirurgus: vom Bergamt berufener, von dem Grubenunternehmer oder der Knappschaft bezahlter Wundarzt, der kein Studium, sondern eine Lehrzeit beim Bader oder Feldscher absolviert hatte und seine ärztliche Praxis auf äußere Verletzungen und Knochenbrüche beschränken musste. (↑ Bergmedicus).

Berge: taube Gesteinsmassen.

Bergglöckner: von der Knappschaft oder dem Bergamt besoldeter Glöckner für das Läuten der Häuerglocke, der 1. Stunde und ¼ Stunde vor dem Schichtbeginn (3 Uhr und 3.45 morgens, 11 Uhr und 11.45 – um 1720 je 1 Stunde später) mit 6x60 Zügen zu wecken hatte.

Berghabit: Der Bergmann kleidete sich (bis 1668) überall bürgerlich nach der Mode. Unter Tage trug er kurze helle Lederhosen, hochgezogene Wickelstrümpfe (Gamaschen), einen weißleinenen Kittel mit angesetzter Gugel (Kapuze), unter ihr ein Polster als Kopfschutz, und seit 1500/01 das ↑ Arschleder (bald darauf auch Kniebügel). Zu Festlichkeiten zog er weiße Hosen und einen weißen Tuchrock an. Dann suchte der sächsische Oberberghauptmann Abraham v. Schönberg 1668 eine Uniformierung mit erkennbaren Rängen zu erzwingen: der Bergmann sollte nur einen billigen schwarzen Leinenkittel und zur Parade weiße statt schwarze Hosen, einen hohen Schachthut, Arschleder, Kniebügel, Tscherpertasche für Unschlitt und Grubenmesser tragen; die Kosten dafür sollten vom Lohn einbehalten werden. Das B. ist mehrfach abgeändert, aber weltweit aufgegriffen worden. Insofern es amtlich vorgeschrieben war, kann es nicht als Tracht gelten, sondern wurde zur Uniform.

Bergjungen: Kinder von 6-10 Jahren machten etwa 10 %, die von 11-16 Jahren etwa 25-30 % der Belegschaft aus. Auch in der Antike begann das Arbeitsalter für Sklavenkinder mit 6 Jahren. Der Anfangs-Schichtlohn von 6 Groschen reichte nicht zum Sattwerden, daher standen gerade die kleinsten B. unter Leistungsdruck, um vom Steiger Zulage zu bekommen und etwas mehr zum Familienlohn beizutragen, denn nur 1 Pfennig vom Groschen durfte der B. behalten – >das war so Mode<.

Bergkittel: neu als Sonntags(Kirchgang)-Kleidung, abgenutzt als Arbeitsanzug, >uniformmäßig< vorgeschriebener hemdartiger langärmeliger Kittel aus schwarzer Leinewand (seit etwa 1850 auch aus schwarzem Tuch).

Bergmann vom Leder (von der Feder): Bergleute, die mindestens in ihrer Jugend praktische Bergarbeit in Bergwerksanlagen oder Hüttenwerken getan und das ↑ Arschleder (resp. Bauchleder) getragen hatten. Dem Bergmann von der Feder in den Beamtenstellen fehlte die Praxis, er hatte ein juristisches Studium absolviert.

Bergmedicus: seit etwa 1525 in Bergorten als Stadtarzt amtierender Doktor (Magister) der Medizin, der wegen der üblichen hohen Arzthonorare nicht so oft wie der ↑ Bergchirurgus gerufen wurde. Beiden standen die Vergünstigungen für ↑ Bergwerksverwandte zu.

Bergmeister: ursprünglich von allen Bergleuten frei gewählter, bald aber vom Landesfürsten eingesetzter Leiter eines Bergreviers mit richterlicher Gewalt und der Befugnis zu technischen Anweisungen. Er verlor nach 1509 die juristischen Funktionen, blieb aber technischer Leiter des Bergamts (Bergschreiber, Geschworene, Markscheider, Probierer, Einfahrer, Nachfahrer).

Bergordnung: vom Inhaber des ↑ Bergregals paragraphenmäßig erlassene Vorschriften (und Privilegien) für den Bergbaubetrieb (Ansätze dazu schon in der Antike).

Bergparade: Die Begrüßung des Landesfürsten (und anderer Herrscher) erfolgte durch eine befohlene Bergparade im vorgeschriebenen ↑ Berghabit, mit Fahnen, Insignien unter Mitwirkung der Bergsänger. An Knappschaftsfesten veranstaltete die ↑ Knappschaft, ebenfalls im Berghabit, einen (freiwilligen) Aufzug.

Bergprediger: von der Knappschaft gewählter und besoldeter Priester zur Frühmesse vor dem Knappschaftsaltar bzw. in der Knappschaftskapelle. Nicht ganz vereinzelt fungierte ein Priester auch im Bergrechnungswesen. In protestantischer Zeit der zur bergbauthematischen Predigt verpflichtete Pfarrer an den vier Quartalssonntagen (↑ Quartal) und bei sonstigen bergmännischen Anlässen, ↑ Bergwerksverwandter.

Bergregal: ursprünglich das königliche Vorrecht auf Nutzung der Bodenschätze Gold, Silber, Salz. Von den Saliern und Staufern an einzelne Territorialherren weitergegeben, die nun den Regalanteil = 1/10 (in Böhmen 1/8) vom ausgebrachten Erz durch Zehntner bzw. ↑ Urburer1) einziehen ließen.

Bergrichter: ursprünglich von den Bergleuten frei gewählter, dann vom Landesherrn eingesetzter Leiter des für Bergleute und Bergsachen zuständigen Sondergerichts, das die Bergbaubeteiligten den Stadt- und Landgerichten entzog.

Bergschmied: leistete = selbstständig wirtschaftend – die tägliche Schmiedearbeit zur Instandsetzung des ↑ Gezähs auf Vertragsbasis mit seinen Gruben gemäß der bergamtlichen Schmiedetaxe. - Ursprünglich erhielt der B. keinen Barlohn, sondern das Schmiedeneuntel in natura (den neunten von den zehn Erzhaufen.

Bergschreiber: Beamter zur Führung der verschiedenen Bergbücher zum Nachweis der Unternehmer und Teilhaber, der jeweils gelieferten und abgerechneten Erzmengen und der davon entrichteten (oder rückständigen) Gebühren, der ↑ Zubuße und ↑ Ausbeute. Später vom Berggegenschreiber, der eine Zweitausfertigung aufzuzeichnen hatte, kontrolliert.

Bergwerksverwandte: genossen die Befreiung von landesfürstlichen und städtischen Abgaben und Steuern in Berufen, die ausschließlich für den Bergbau- und Hüttenbedarf tätig waren wie etwa Blasebalgmacher oder Hersteller von Bulgen2), Körben, Trögen, Seilen, evtl. nur Besen. Dazu rechneten ebenfalls die gehobenen ärztlichen und geistlichen Berufe sowie Fuhrleute.

Bewetterung /Wetter = Grubenluft): Zufuhr frischer und Entfernung verbrauchter Luft und schädlicher Gase aus Bergwerksanlagen durch maschinelle Ventilation oder natürlichen Luftzug.

1) Nach Kuttenberger Bergordnung war es der kgl. Verleiher, nach Freiberger Bergrecht der oberste ↑ Bergmeister (d. A.). 2) Bulge (Pulge, Pilge, Balg) ist schlauchförmiger Ledersack des frühen Bergbaus zum Wasserschöpfen oder Erztransport. [1] Wilsdorf, H. (1987): Montanwesen: eine Kulturgeschichte. S. 376/82. L: Edition.

Binge (auch Pinge): erhebliche Vertiefung an der Erdoberfläche durch Zusammensturz bergmännischer Anlagen unter Tage; besonders auf Lagerstätten, deren Erzabbau große Weitungen (Hohlräume) hinterließ.

Bohrarbeit: Die Anwendung von Schießpulver erforderte nach 1650 die Abkehr von der Arbeit mit Schlegel und Eisen durch eine tiefgreifend neue Technologie, das >Bohren< der Sprenglöscher. Die Einführung der maschinellen Bohrmethoden veränderte erneut die Technologien völlig.

Bruderbüchse (Bruderlade): verschließbare Büchse zur Sammlung der freiwilligen) Bruderpfennige (Kerzenheller) für den Bruderschaftsaltar. Nach 1540, mit dem Übergang von der kirchenrechtlichen Bruderschaft zur genossenschaftlichen ↑ Knappschaft, wurde die Höhe der Spende im Verhältnis zum verdienten Lohn geregelt. In die Bruderbüchse flossen nach und nach erhebliche Beträge, die von den Knappschaftsältesten verwaltet wurden, teils zur Unterstützung von Invaliden und Hinterbliebenen, teils für Gemeinschaftsfeste der Knappschaft (bis um 1850).

caducieren: bergamtlich das Eigentum an Bergteilen (↑ Kux) wegen Versäumnis von Pflichten aufheben.

Doppelhäuer: arbeiten länger als die sieben oder acht Schichtstunden, mitunter 14 bis 15 Stunden.

Duckelbau: Abbau von Lagerstätten durch viele kurze Schächte (meist ohne Zimmerung) eng nebeneinander zur Einsparung weitläufiger Strecken unter Tage.

Durchschlag: offene Verbindung zwischen zwei Grubenbauen.

Eigenlehner: selbstständiger Bergmann – mit ausreichenden Kenntnissen -, der eine eigene kleine Grube auf Gewinn und Verlust betrieb.

Einfahrer: Bergbeamter, der die Gruben zur technischen Überwachung befuhr, neben dem Nachfahrer, der auf Einhaltung der Arbeitszeit durch die Häuer, Knechte und Jungen achtete.

Eisensteingräber: vom Bergmann nicht als vollwertig betrachteter Arbeiter in – meist als Tagebau betriebenen – Eisensteinzechen ohne eigene Knappschaftorganisation. Ihre Leistung bewerte der Eisensteinmesser, der zugleich die Herrschaftsabgabe (das 13. oder 26. Fuder) anstelle des seltenen Eisensteinzehnts einzog.

Erbhäuher: mit allen Arbeiten unter Tage vertrauter Bergmann, erhielt vollen Lohn und durfte ↑ Gedinge übernehmen.

Erbstollen: der jeweils tiefste Stollen, der aus einer Grube das Wasser ableitet und Frischluft bringt, erhielt von jeder Grube den ↑ Neunten vom Erzausbringen (oder Wassergeld).

Erzfuhrleute: privilegierte freie Unternehmer oder Werksangehörige, zur Bergwerksverwandtschaft (↑ Bergwerksverwandte) gehörig. Nicht privilegiert waren Bauern, die im Frondienst oder im Lohn Erz fuhren.

Faktor: technischer und ökonomischer Leiter von Hütten, Hammerwerken, Bergfabriquen als Beauftragter und Bevollmächtigter der Unternehmer.

Fäustel: auch Feustel, Fausthammer.

Feldbauer: mittelalterliche Bezeichnung für einen Bergmann, der sein bergamtlich verliehenes >Grubenfeld< unter Tage abbaute.

Feuersetzen: Abbauverfahren (seit dem Neolithikum) durch mehrtägiges Holzfeuer unter Tage, um eine Lockerung des Gesteins zu erreichen.

Finder: ↑ Fundgrübner.

Firste: obere Begrenzung eines Grubenbaus.

Focherhub: ↑ Wetterfocherer.

Fischer und Fischjunge (Windjunge): Eisenhüttenleute, die kooperativgraues Hochofeneisen (Gusseisen) im Frischfeuer mit starkem Gebläsewind aufheizten, um den überschüssigen Kohlenstoff zu entziehen, damit man es als frisches Schmiedeeisen schmieden, härten und schweißen konnte.

Fundgrübner: Bergmann, der als erster Finder eines Erzvorkommens fündig geworden war und die bergamtlich vermessene Fundgrube bekam, die etwas größer als die gewöhnlich anschließenden Grubenfelder (Maaßen) war. Nach allgemeiner Vorstellung ein reichgewordener, glücklicher Bergmann.

Garmacher: Schmelzer, der durch die entscheidenden letzten Hüttenprozesse hammergares, d. h. mit dem Hammer bearbeitbares Kupfer erzeugte, (Ungares, noch nicht ganz reines Kupfer war brüchig und allenfalls für Legierungen zum Guss verwendbar.).

Gedinge: Akkordarbeit für verschiedene Leistungen, etwas höher entlohnt als Schichtarbeit, daher gesucht.

Gegenprobierer: zur Kontrolle der bergamtlich eingesetzten ↑ Probierer beriefen die Gewerke einen eigenen Gegenprobierer. Bei Differenzen einigte man sich auf Mittelwerte, wenn auch zwei neue Probenresultate nicht übereinstimmen.

Geschworene: ursprünglich zwei bis sechs frei gewählte, ehrenamtliche (!) Sachverständige, seit dem 15. Jh. beamtete Revieraufseher zur technischen und ökonomischen Betriebskontrolle sowie zur Lohnfestsetzung für Gedingearbeiten.

Gestübbe: Mischung von feingesiebtem Lehm mit Holzkohlenpulver zum Ausschmieren von Schmelzherden und Öfen.

Gezäh: bergmännisches und hüttenmännisches Arbeitsgerät in allen seinen vielen Teilen.

Gicht: oberste Öffnung eines Schachtofens mit der Gichtbühne zum Nachfüllen (begichten) von Brennstoffen, Zuschlägen und Erzen.

Göpelpyramide: charakteristischer Bau in der Bergbaulandschaft für den von Pferden angetriebenen Pferdegöpel, in dem Göpelbub (Roßbub) und Göpelknecht die Pferde antrieben und mit dem Stürzer die vollen Fördergefäße leerten und die leeren wieder in die Teufe schickten.

Grabensteiger: ↑ Kunstgraben.

Grubenjunge: erste Stufe der Bergarbeit unter Tage bei der Förderung. Ein G. war meist mit etwa vierzehn bis sechzehn Jahren als Bergmann anerkannt und zur Teilnahme am Knappenfest berechtigt. Scheidejungen, Pochknaben und Wäschejungen dagegen bedienten nur beim Knappenbier.

Halde: neben der Grube gelegener Platz zum Aufschütten des tauben Materials (Berg genannt). Früher wurde oft Material auf die Halde gestürzt, das später verwendbar war, dann musste man es auf der Halde auslesen, ↑ kutten.

Hammergut: fast stets unentbehrlicher landwirtschaftlicher Nebenbetrieb zur Versorgung der ortsfern gelegenen Hammerwerke, die aus Holzmangel oft nur 26 bis maximal 40 Wochen – mitunter gar nur zwölf Wochen – jährlich arbeiten durften.

Hammerknechte: Jugendliche, die Hammerwerksberufe anstrebten, hatten zunächst sehr gering bezahlte Hilfsarbeiten zu leisten; Lehrzeit oder Lehrgeld gab es nicht.

Hangendes: die Erzader trennt das über ihr anstehende Hangende (Gestein) vom unter ihr Liegenden. Haspel: Winde verschiedener Bauart, in der Regel getrieben von bis zu vier Haspelknechten. Haspelarbeit galt als Vorbereitung für die besser bezahlte, größere Kraft fordernde Häuerarbeit. Auf Gruben mit vielen H. waren die Haspelknechte (Förderleute) dem Haspelmeister unterstellt.

Herrenhäuser: Bezeichnung im Alpenraum für Lohnarbeiter, die nicht für eigene Rechnung, sondern für einen Herrn arbeiteten.

Hunt: kleiner stabiler Vierradkarren zum Erztransport auf hölzernen (später eisernen) Gleisen mit einer Spurnagelführung gegen das Abgleiten, geschoben vom Huntestößer (Hunteläufer) oder vom Huntejungen.

Huthaus: exemtes, feudallastenfreies Bergwerksgebäude, diente dem Ausruhen der Bergleute nach dem Anmarsch vor dem Einfahren und dem gemeinsamen Schichtgebet, als Vorratsraum für Material und zur Erzaufbewahrung.

Hutmann: auf dem ↑ Huthaus der Grube wohnender Grubenhüter, i.d.R. aber Ausdruck für den Steiger.

Hüttenmeister (auch Hüttenkapfer): dem ↑ Steiger vergleichbarer technischer Leiter des Hüttenwerkes, er ordnete die Arbeit für Hüttenknechte und Hüttenjungen an. Die Spezialisten im Schmelzbetrieb waren von ihm ziemlich unabhängig.

Hüttenraiter: Bergbeamter, der die Hüttenwerksrechnungen kontrollierte (↑ raiten) (er ritt allerdings in der Regel von Hütte zu Hütte).

Jungensteiger (Bubenhutmann): ihm waren in der Scheidestube die mit sechs bis zehn Jahren die Berufsarbeit beginnenden Jungen unterstellt; er musste sehr gute Mineralienkenntnisse haben und sie auch vermitteln können.

Kaue: auf ebener Erde zum Schutz des ↑ Haspels über der Schachtöffnung errichtetes Zelt- oder auch Pultdach.

klauben: Auslesen der erzhaltigen Brocken und Krümel aus dem geförderten Gut mit der Hand, z. T. Frauen-, z. T. Kinderarbeit (>weiber so ertz klauben<).

Knappschaft: seit 1426 Bezeichnung für die vereinigte Korporation der Häuer und Haspeler, mit karitativen Zielen der gegenseitigen Hilfe sowie zur Vertretung der – durch den Beitritt der Bergbeamten und der Bergwerksunternehmer sehr zwiespältigen – Berufsinteressen.

Kohlenfuhrleute: amtsuntertänige Fronbauern, deren unbezahlte Arbeit allein das Montanwesen (z. B. im Erzgebirge um 1750) rentabel hielt. Freie Unternehmer hatten ähnliche Privilegien wie die ↑ Erzfuhrleute.

Kommunzeche: Zwangsbergbau auf Kosten der Stadtkasse; als Äquivalent für die Steuerprivilegien einer freien ↑ Bergstadt vom Landesherren gefordert.

Kunst: bis um 1850 Bezeichnung aller Maschinenanlagen für Fahrung, Förderung, Bewetterung, Wasserhebung samt Antriebsmechanismen (Göpel, Transmissionen, Wasserräder, Feuermaschinen [Dampfmaschinen] Wassersäulenmaschinen). Beschäftigt an den Künsten waren mit erhöhten Löhnen, aber z. T. mit Schichten von sieben bis zwölf Stunden, die jeweils geschicktesten und gewissenhaftesten Kunstjungen, -knechte, -steiger. Der Bau der Künste war Aufgabe der um 1470 selbständige Firmen gründenden, Kunstmeister genannten Ingenieure.

Kunstgraben: Wasserlauf zur Heranführung der Wasserkraft für ↑ Künste, verstärkt durch Kunstteiche, z. T. unterirdisch (als ↑ Rösche) geführt und gepflegt vom Grabensteiger mit den Teichwärtern (z. T. über 150 km Länge).

Kunstmeister: ↑ Kunst.

Kür: Kameradschaft zur notwendigen Kooperation unter Tage, anfangs freiwilliger, später vom Steiger geordneter Zusammenschluss.

kutten: mit der Hand aus geförderten Massen, z.T. auch aus alten ↑ Halden, taugliche Mineralien auslesen.

Kux: einer der 128 Anteile an einem Bergwerk (Grube oder Stollen), der Kuxinhaber erhielt 1/128 vom Gewinn (Ausbeute) und musste 1/128 zu den Grubenunkosten einzahlen, solange man noch kein Erz verwerten konnte. Meist erhielt die Kirche oder das Hospital einen 129. Kux. Damit nahm sie an der Ausbeute teil, musste aber keine Zubuße zahlen.

Kuxkränzler: bergamtlich bestellter Händler mit Kuxen, streng kontrolliert zur Verhütung von wilden Kuxspekulationen.

Lachter: bergmännisches Längenmaß, 198-202 cm.

Lehn: Grubenfeld von 7 x 7 Lachter.

Lehnschaft: Nahm der Lehnträger als Inhaber des Bergbaubetriebsrechts einige Mitgesellen auf, entstand eine Lehnschaft, die ihm einen (oft recht hohen) Anteil am gewonnenen Erz abgeben musste.

Lichtloch: Schacht bis zur Stollensohle zum Ausbringen des herausgeschlagenen Gesteins und zur Einbringung von Material und Arbeitskräften; seit der Römerzeit verwendet.

Liegendes: untere Begrenzung eines Erzvorkommens, ↑ Hangendes.

Lot: alte Gewichteinheit (16 Lot = 1 Mark = 234 g). Der Probierer ermittelte den Erzgehalt im Centner (zu 56 kg) nach Lot; die Erztaxe – nach der die Hüttenwerke probiertes Erz kauften – stieg von ½ zu ½ Lot (um jeweils 7,1 g) - >dreieinhalblötiges< Erz enthielt also ca. 50 g Silber in 56 kg Erz.

Lutte: primitive Zubereitung (Ableitung) für den Luftwechsel.

Maaß: das an die Fundgrube anschließende Feld (oben und unten), das auf weitere Erzfunde hoffen ließ.

mächtig: der rechtwinklige Abstand (die Erzführung) zwischen ↑ Hangendem und ↑ Liegendem, ausgedrückt in Zoll oder Elle.

Markscheider (im Alpengebiet Schiner): Vermessungstechniker, der unter (und über) Tage die Grubengrenzen festlegte und die Meßergebnisse im Grubenriss kartographisch festhielt.

Möller: das von der ↑ Gicht aus dem Ofen zugeführte Gemisch aus Erz Brennstoffen und Zuschlägen.

muten: beim Bergamt erklären, an einer genau anzugebenden Stelle einen Bergbau (Schacht, Stollen, Hilfsanlage) beginnen zu wollen unter einem frei gewählten Namen. Nach Prüfung etwaiger Hindernisse >verlieh< der Bergmeister dem Muter das begehrte Feld, falls das Schürfen erfolgreich war.

Nachfahrer: ↑ Einfahrer.

Neunte, der: Haufen Erz, gehörte dem ↑ Erbstollen (wie der zehnte Erzhaufen dem Regalherrn zustand), sofern ein solcher Hilfsbau der Grube Frischluft brachte und in mindestens ca. 20 m Tiefe (neun Lachter) das Wasser ableitete.

Oberberghauptmann: leitete als oberster Bergbeamter >von der Feder< das Oberbergamt; im Hüttenbereich amtierte der Oberhüttenverwalter.

Ofenreise: Brenndauer eines Schmelzofens, begrenzt durch Schäden am Mauerwerk oder durch bergamtliche Einschränkungen der Produktion (vor allem bei Holzmangel).

Ort: in der Bergmannsprache üblich für Ende und Spitze: a) >vor Ort< - vor der Gesteinswand am Ende einer Strecke oder Stollens (Stollort), b) Ort, Örtchen = Spitze des Bergeisens und der Keilhaue, die der ↑ Bergschmied täglich ausschmieden musste, wenn sie stumpf geworden war.

Pfennwert: von allen Bergordnungen – vergebens – den Unternehmern untersagte Warenlieferung (Viktualien, Kleidung, Unschlitt) anstelle von Barlohn, meist verteuert, um daran zu verdienen.

Pinge: ↑ Binge.

Planenwäscherin: in der Aufbereitung beschäftigte Frauen, die Industrietextilien, mit denen technische Anlagen zum Auffang feinster Erzteilchen belegt waren, über Bottichen auswuschen.

Probegedinge: Obwohl es keine Lehrausbildung (wie im Handwerk) gab, wurde im Anfang des 19. Jh. von jungen Häuern eine Probe gefordert, die den Nachweis einer fachgerechten und zeitgerechten Arbeitsleistung bringen musste, um vollen Lohn zu erhalten.

Probierer: Bergbeamter, der den Edelmetallgehalt in Erzproben festzustellen hatte. Die Unternehmer setzten durch, dass der von ihnen bezahlte ↑ Gegenprobierer eine Kontrollprobe machen durfte, damit die Erze >probegerecht< bezahlt wurden.

Puffja>Pulvermüller: hatten das in erheblichen Mengen nötige Schwarzpulver herzustellen und in den Pulverturm der Grube oder des Reviers einzulagern. Gehörten zur Bergwerksverwandtschaft.

Pumpenknechte: arbeiteten an handbetriebenen, wenig effektiven Saugpumpen mit Krückelantrieb oder Schwengel. Erst automatisch angetriebene Pumpgezeuge mit einander das Wasser zu hebenden Saugsätzen konnten die Wasserheber (Wasserzieher) ablösen.

Quartal, Quatember: Zahltage auch für das von jedem Bergwerk zu zahlende Quatembergeld zur Besoldung der Geschworenen und sonstigen unteren Beamten. Die bergmännische Rechnung zu je dreizehn Wochen lief vom Quartal Reminiscere (5. Sonntag vor Ostern) über Quartal Trinitatis (Sonntag nach Pfingsten) und Quartal Crucis (14. September) bis Quartal Luciae (13. Dezember). Die Quartalsabrechnung entschied über Gewinn und Verlust (Ausbeute oder Zubuße) und über Fortsetzung, Verstärkung Verminderung oder Stilllegung des Betriebes; nur zum Quartal konnte den Bergleuten oder Hüttenmännern gekündigt werden.

Querschlag: Verbindung zwischen zwei (annähernd) auf gleicher Ebene liegenden Strecken unter Tage, senkrecht zum Erzgang in der Hoffnung auf das Antreffen weiterer Erze.

raiten: Da man Zahlenwerte (bis 1533) auf dem Rabisch (Kerbholz) anschnitt, war raiten = Anschnitt halten = Lohn abrechnen und auszahlen.

rauben: Holz oder Stahl vom Ausbau zurückgewinnen, ehe ein Grubenbau zusammenbricht (gefährliche Arbeit).

Rezeß: die >wiederzuerstattende< Summe der oft jahrelangen Einzahlungen von Vorschüssen auf die Betriebskosten in der Hoffnung, reiche Erze würden den Rezeß abbauen, danach erst begann die ↑ Ausbeute.

Rolle: Verbindungsloch zwischen Abbau und Förderstrecke, durch die >hin abrollt<, was der Hauer >losgemacht< hat.

Rösche (und Stollen): Tunnel (zur Wasserführung) mit oberem und unterem Mundloch, während der Stollen nur ein unteres Mundloch hatte und >oben< vor Ort endete. Bei Erzfunden amtierte ein Röschen- oder Stollensteiger.

Roßbub: Pferdejunge im Göpelwerk, bevorzug von Knaben aus der Landwirtschaft, die >beim Tier< bleiben und nicht >das Eisen nehmen< wollten .

Röststadel: Platz, auf dem das Erz mit Holzfeuer oft wochenlang erhitzt wird, damit sich Schwefel, Arsen, Kohlensäure und andere Schadstoffe verflüchtigen und den Schmelzprozess erleichtern.

Salband: Begrenzung der Erzader gegen das Nebengestein.

Sauberbuben: ↑ Wäschjungen.

Scheibenreißer: Kupferhüttenarbeiter, die das an der Oberfläche der Schmelze durch Wasseraufgabe erstarrte Garkupfer scheibenweise mit Zangen fassten und ruckartig abhoben, was viel Geschick und Kraft erforderte.

Scheidebank: heizbares Gebäude mit hohen Fenstern und groben Holztischen, Scheide-oder Klaubetafeln, auf denen die geförderten Erze durch Ausklauben aus dem tauben Gestein von Hand sortiert wurden. Anhaftendes Gestein wurde von Scheidejungen (Klaubbuben) mit dem Scheidehammer abgeklopft, eine gesundheitlich sehr bedenkliche Kinderarbeit (Staub, Augenverletzungen, Sehnenentzündungen).

Schichtarbeit: wird an fünf, später 5½ (im Hochgebirgsbergbau an 5 2/2) Tagen im Wochenlohn geleistet, bis 1450 in sechs, dann in sieben oder acht Stunden, die nach 1650 auf zehn, zwölf bis sechzehn Stunden (mit zwei bis drei >Liegestunden<) verlängert wurde. Der Lohn blieb konstant und wurde nicht an die Teuerung angeglichen, daher war schon seit 1575 der Nebenverdienst der Familienmitglieder existenznotwendig.

Schichtmeister: von den Gewerken frei gewählter (vom Bergamt bestätigter) ökonomischer Leiter der Bergwerksanlage, in dessen Hand die Lohnauszahlung, der Materialeinkauf und auch die Verrechnung der vom Zubußboten einkassierten ↑ Zubuße lag. Er musste kein Bergmann sein (neben ihm stand ja der Steiger), aber kaufmännisches Geschick haben, er durfte auch für mehrere Bergwerke tätig sein.

Schiner: neben Schinjünger, Schinmeister im süddeutschen Sprachbereich Bezeichnung der ↑ Markscheider.

Schlacken: waren nötig als Zuschlag zum Schmelzprozess, mussten aber aufgearbeitet – gepocht -, und der Eisensinter musste herausgewaschen werden. Daraus ergaben sich die z. T. weiblichen Hüttenberufe: Schlackenläufer (mit Schubkarre), -pocher, -trägerin, Sinterwäscherin.

Schlägel und Eisen: um 1400 gekreuzt zum Symbol erhobenes Arbeitsgezäh des Bergmanns; unten liegt der durch das gelochte, mit der Spitze nach rechts weisende Bergeisen hindurch gesteckte Helm, gekreuzt darüber liegt der Schlägel. Das wohl 100 Jahre jüngere hüttenmännische Symbol ist in anderer Weise ebenfalls ein dreiteiliges Arbeitsgerät: Kratze (links), Furkel (Mitte), Stecheisen (rechts).

Schlägelgesell: Als die 1627 erfundene Bohrarbeit sich durchsetzte, wurde die – früher seltene – zweimännische Kooperation üblich (notwendig): Alle zehn bis zwölf Minuten abwechselnd schlug ein Bergmann den Bohrer ins Gestein, und der Schlägelgesell drehte ihn. Diese enge Kooperation (ein Fehlschlag brach dem Schlägelgesell die Hand) bestand oft jahrzehntelang.

schlagende Wetter, Schwaden: explosible Gemische von Grubengasen (Methan u. a.) und Luft.

Schlepper, Schleppjunge: Bezeichnungen für Kräfte, die die schleifende, nicht mit Hunt oder Schubkarren fahrend getätigte Förderung verrichteten, die auf den vielen steilen Strecken unumgänglich war.

Schmelzer: wichtigster Mann im Montanwesen. Von ihm hing es ab, ob das Metall vollständig aus den Erzen gewonnen wurde. Er genoss entsprechende Hochachtung, hohen Lohn und hatte Hilfskräfte zur Seite, z. B. den Schürer für die Regelung der Feuer, den Schüttjungen für die Regulierung der Drehzahl des Wasserrades am Gebläse.

schürfen: an der Oberfläche der Erde nach Erz suchen, durfte jedermann an jedem Ort (außer Haus mit Bettstatt, besäter Acker – so viel als möglich – oder Gottesacker). Der Eigentümer musste den Schurf dulden und konnte nur verlangen, ihn wieder einzuebnen. Das Schürfrecht war das Kernstück der >Bergfreiheit<.

Seifner: Bergleute, die Verwitterungslagerstätten, auf deren Minerale (Zinn, Gold, Edelstein, Magnetsand) angereichert sind, abbauen, indem sie die lockeren Massen (Terrassensande, Kiese) auf hölzerne Gerinne bringen und dort (zum Teil mit Rührwerken) einer Schwerkraftaufbereitung unterziehen.

seiger (saiger): senkrecht – (nicht zu verwechseln mit saigern, seigern, dem Trennverfahren, um den im Kupfer enthaltenden Silbergehalt durch Bleizusatz zu gewinnen).

Siebwäscherin: für Frauen sehr schwere Arbeit mit dem Stauchsieb, Stieß man dieses 30-oben abgelesen und weggeworfen werden50mal in einen Wasserbottich, lagerte sich am Siebboden das schwere Erz ab – das leichte taube Gestein konnte oben abgelesen und weggeworfen werden.

Silberbrenner: beseitigten im Brennhaus vorsichtig die 5-10 % Beimengungen (Pb, S, As) im Schmelzhüttensilber (Blicksilber), um Verluste durch Verflüchtigung zu vermeiden, und erzielten Feinsilber von 99,2.

sintern: Verfahren der Metallgewinnung – ohne die Schmelztemperatur zu erreichen-, um den Austritt von Metallkristallen aus den Erzen und ihren Zusammenschluss zu (unreinem) Metall zu bewirken.

Sitzstapfel, Sitzpfahl: einbeiniger niedriger Stuhl, um unter Tage sitzend arbeiten zu können.

Steiger: ein von den Gewerken zum technischen Leiter der Arbeiten, vor allem unter Tage, gewählter, vom Bergamt bestätigter Bergmann- (Hüttensteiger gab es nicht.) Er war zur Anleitung der Belegschaft, aber auch zu eigener Mitarbeit verpflichtet, doch durfte er sich auf Kosten der Gewerken einen >Steigerjungen< halten, mit dem er gemeinsam das Arbeitspensum erfüllte. Der Steigerlohn lag etwa 25 % höher als der Häuerlohn, auch bekam der Steiger >Liebnis< (Sonderprämien). Für die wichtigsten – oft gemeinsamen - Nebenanlagen bei großen Betrieben (Pochwerk, ↑ Scheidebank) gab es Spezialsteiger. Am höchsten, auch im Lohn, stand der Kunststeiger (↑ Kunst).

Stempel: Stützholz, als Säule oder Balken verwendet gegen den Gesteinsdruck. Stempel mussten (bei schwachem Licht) genau abgelängt werden und durften weder zu kindisch (kurz) noch zu stolz (lang) sein. Man setzte Stempel oft sehr eng, um >volle Zimmerung< (Türstock u. a.) zu vermeiden.

Stollen: wurden horizontal mit 0,3 bis 1,3 % Steigung ins Innere des Gebirges getrieben. Sie sollten den in der Grube sich sammelnden Wassern einen natürlichen Abfluss verschaffen, den Gruben frische Luft zuführen und die teure vertikale Förderung (Hebung) und Fahrung einsparen. Kam ein Stollen mit neun bis zehn ↑ Lachter Tiefe in die Grube ein, erhielt er als ↑ Erbstollen das Stollenneuntel (↑ Neuntel) und weitere Erbstollengerechtigkeiten, verlor sie aber, wenn ein mindestens sieben Lachter tiefer Stollen ihn enterbte (z. T. galten andere Maßeinheiten.

Stoß- bzw. Strebbau: Abbaumethoden, hauptsächlich in der Steinkohle, um die Hohlräume zu schaffen, die man dann mit taubem Gestein wieder verfüllen musste, da sonst nach kurzer Zeit das Deckgebirge zusammenbrach.

Stre>Streichen und Fallen: Grundbegriffe unter Tage. Das Streichen läuft nach der Himmelsrichtung (dem Kompass) in die Länge; das Fallen nach dem Gradbogen in die Tiefe

Sumpf: tiefste Stelle im Schacht, an der sich die Grubenwasser sammeln, die man sümpfen (= heben) muss.

Teufe: bergmännisch für >Tiefe<, davon >abteufen< (z. B. einen Schacht).

tonnlädig: im Winkel zwischen 45° und 75° geneigt (flach = 15° bis 45°; schweben = 0° bis 15°; seiger = 75° bis 90°).

Trecker: Bergleute, oft Kinder (Treckejungen), die das Fördergut in Körben, Schlitten oder Truhen am Zugband hinter sich herzogen, in niedrigen Strecken Schwerstarbeit.

Treibherd: flacher Schmelzherd, auf dem eine Blei-Silber-Legierung getrennt wird, indem das Blei zu Bleiglätte (PbO) oxydiert, >blickt< das Silber (und tritt mit lebhaftem Farbenspiel, dem >Silberblick<, aus).

Truhenläufer: Förderleute, die (erst später auf Räder gestellt) Truhen (Kästen) schoben oder hinter sich herzogen.

überhauen: von der Strecke nach oben einen Überbau (nach unten ein Gesenk) brechen.

Umbruch: Ausweichstelle in Strecken oder Stollen, auch bei Bergbrüchen zur Umgehung.

Urburer (Urbarer): Oberbeamter in Böhmen, der den Regalanteil (in Böhmen 1/8, anderwärts 1/10 oder in Spanien 1/5) einhebt, vom Urburschreiber unterstützt.

Urweller: hatte mit besonderem Kraftaufwand wie der Urwellknecht auf Hammerwerken den Urwell-Hammerkopf in den Hammerhelm einzusetzen, um damit (gestrecktes) Eisen zu >breiten<.

Verleger: Kapitalgeber, der selbständigen Bergleuten, die nur selten schmelzen lassen konnten, Geld vorschoss und dafür das Erz übernahm oder der am Bergort für auswärtige Grubenteilhaber die laufenden Betriebskosten (Lohn, Material, Amtsgebühren) vorschoss, die der Schichtmeister zu zahlen hatte./

Vitriolmacher: (wörtlich: Glasölmacher) sotten in Sudhütten, aber auch in Heimarbeit (!) aus sulfatischen Erzen (Fe, Cu, Zn) Lösungen, die (mit Kristallwasser) auskristallisieren.

Vorläufer: Transportarbeiter im Hüttenwerk, der Material (Erz, Kohle, Zuschläge) bis vor den Schmelzofen karrte.

Waldgewerken, Waldworchten: auf dem Harz die Hüttenleute, die fern vom Bergwerk im Wald werkten (würchten), auf dem Balkan Valturchi genannt.

Wäschjungen: arbeiteten in der Erzaufbereitung unter Aufsicht des Wäschsteigers als Klaubebuben (neben den Klaubeweibern) an den Mechanismen.

Wasserheber, Wasserknechte: Bergleute, die eingedrungenes Grubenwasser entfernten, indem sie es auf der Fahrt sitzend einander in Kübeln zuhoben; Wasserzieher benutzten dazu den Seilzug (mit oder ohne Haspel).

Weilarbeit: Bergarbeit außer der Schicht (meist 4 Stunden), ökonomisch genutzte Freizeit, wurde in der Hoffnung auf Erzfunde z. T. auf eigenes Risiko, z. T. gegen Lohnverrichtet.

Wetter: bergmännische Bezeichnung für Luft. Gute Wetter = Frischluft im kühlen einziehenden Wetterstrom, matte Wetter = verbrauchte, sauerstoffarme, erwärmte Luft im ausziehenden Wetterstrom.

Wetterfocherer: Bergleute, die Mechanismen antrieben, um Frischluft in die Grube zu bringen, z. T. Kinderarbeit der Focherbuben. Nach Einbau mechanischer Ventilatoren hatte der Wettermann die Wettertüren zur Luftzirkulation zu öffnen und zu schließen.

Wiederaufnehmer: Bergmann (Unternehmer), der eine stillgelegte Grube – bei Einhaltung bergrechtlicher Formalitäten – wieder in Betrieb nahm.

Wischweiber: besorgten im Zinnhaus die Hauptarbeit beim Verzinnen der Eisenbleche.

Zechmeister: Bezeichnung für Knappschaftsälteste (↑ Knappschaft) vor allem in ihrer Funktion als Rechnungsführer.

Zehnt: Abgabe des zehnten Erzhaufens an den Regalherren, nach Ablösung der Naturalabgabe 1/10 der Erzbezahlung (ohne Rücksicht auf Gewinn oder Verlust) an den Zehntner, den obersten Beamten (nach dem Berghauptmann).

Zerrenner: Eisenhüttenarbeiter, der das Erz auf dem Rennherd in Eisenluppe und Schlacke zerrinnen lässt. Auf Rennherden schmilzt Eisen nicht, sondern sintert nur zusammen.

Zimmerling: Bergarbeiter für alle Holzeinbauten unter Tage, als Zimmerknecht, Zimmerhauer angeleitet vom Zimmersteiger – sein Grubenbeil wurde zum Symbol der Bergbarte.

Zubuße: Beitrag zu den Grubenkosten, von jedem Kuxinhaber (↑ Kux) zu den Bergquartalen (↑ Quartal) durch den Zubußboten gegen bergamtliche Quittung eingefordert, solange die Grube keinen Ertrag gab.

Zuschläge: notwendige (saure oder basische) Zusätze wie Kalk, Flussspat u. a. (z. T. sehr komplexe Substanzen) zur Erzielung dünnflüssiger Schlacken, die das begehrte Metall gut abscheiden und nicht behalten.

Zustellen: die am meisten beanspruchten Teile des Schmelzofens am Stichloch, Schlackenabstich (oder Brust) und an den Winddüsen vor dem Anheizen mit Schamotte oder ↑ Gestübbe ausbessern und verschließen.

Zusammenstellung von bedeutenden Abbautechnikbegriffen [1].

In der folgenden Tafel sind die bedeutendsten Begriffe der Abbautechnik zusammengestellt.

A: Abbau, Abbauhammer, Abbaustrecke, Abbauverluste, Abhauen, Abraumhalde, Abschlag, Absinken, Abteufen, Abwerfen, Alter Mann, Anfahren, Anker, Aufbruch, Auffahren, Aufhauen, Aufwältigen, Ausbau, Ausbauregel, Ausschläger. B: Balancier, Bandstrecke, Bereißen, Bergehalde, Bergeisen, Bergeversatz, Bergfeste, Besatz, Bewetterung, Blasversatz, Blindschacht, Bobine, Böse Wetter, Bohren, Bohrlochbergbau, Brandwetter, Brecher, Bremsberg, Bunker, Byon. C: Continuous Miner. D: Dredge, Dreibein, Durchschlag. E: Erzbunker, Erzlaugung. F: Fahren, Fahrkunst, Fahrschacht, Fahrt, Fahrte, Fahrtrum, Fahrweg, Feuersetzen, Firstenbau, Flügelort, Förderband, fördern, Fördertrum, Förderturm (Fördergerüst) Frischwetter, Fußstrecke, Füllort, Füllstrecke. G: Gangstrecke, Gangzug, Gebrochener Schacht, Gefrierschachtverfahren, Gegenort, Gesenk, Gewältigen, Gezeugstrecke, Giftwetter, Gitterrost, Großlochsprengung, Grube, Grubenlok, Grubenriss. H: Hängebank, Halde, Haldenlaugung, Haspel, Haufenlaugung, Haufwerk, Hobel, Hunt, Huthaus, Hydraulischer Abbau, Hydraulischer Schildausbau. I: ISL (In situ leaching), ISR. K: Kammerbau Kammer-Pfeiler-Bau, Koepe-Förderung, Koepe-Scheibe, Kohlenförderstrecke, Kohlenhobel, Kohlenwäsche, Kopfstrecke, Kreiselkipper, Kreiselpumpe, Kunstschacht, Kunstwinkel. L: Lader, Laugungsbergbau, Leseband, Lichtloch, Lösungsbergbau, Lore, Luftschacht, Lutte, Luttentour. M: Malakoffturm, Malakowturm, Matte Wetter, Mineralienportrait/Silber. P: Panzerförderer, Pickhammer, Prallbrecher (Schlagrotormühlen), Presslufthammer, Pumpenkammer, Pumpensumpf. Q: Querschlag. R: Rauben, Richtschacht, Richtstrecke, Rösche, Rolle, Room and Pillar Mining. S: Saige, Saigerschacht, Saline, Sargdeckel, Schacht, Schachtbohrverfahren, Schießen, Schießhauer, Schlägel, Schlagende Wetter, Schrämmaschinen, Schrapper, Schurf, Schurfgraben, Schüttelrutsche, Seifen, Seige, Seigerschacht, Seilscheibe, Seiltrommel-Trommelfördermaschine, Sickerstollen, Skip, Sprengen, Sprengmeister, Spurnagelhunt, Steinbruch, Stoß, Stollen, Stollenhalde, Streb, Strecke, Streckenförderung, Strosse, Strossenbau, Sumpf. T: Tagebau, Tagesbruch, Teilschnittmaschinen, Tiefbau, Tiefbohrung, Tonnlägiger Schacht, Treibscheibe, Turbinen-Kunstgezeug, Tübbings. U: Untertageabbau Überkopflader Übersichbrechen. V: verdämmen, Versatz, Versatzbau, Vortrieb. W: Walzenbrecher, Walzenschrämlader, Waschpfanne, Waschrinne (Sluice Box), Wasserhaltung, Wasserseige, Wetter, Wettermann, Wetterschacht, Wurfschaufellader.

Die Montanindustrie.

Montanindustrie, so die EGSK1), ist der Oberbegriff für die Industriezweige der Gewinnung, Aufbereitung, Direktverarbeitung von Bodenschätzen, für Bergbau (v.a. Kohlebergbau) und rohstoffverarbeitende Schwerindustrie (v.a. Eisen- und Stahlindustrie). Sie ist auch Synonym für die regional zusammenhängende Kohleförderung und Erzverarbeitung 1, 2. Gablers Wirtschaftslexikon 3 nennt sie die „Gesamtheit der auf dem Bergbau aufbauenden Kohle-, Eisenhütten- und Stahlindustrie“. Basis für sie waren die Industrialisierung sowie Erfindung des modernen Hochofens für die Roheisenerzeugung und verschiedene Konverterverfahren für die Stahlherstellung, die das bis dahin übliche Schmiedehandwerk und die vorindustriellen Eisenhütten durch Stahlwerke sowie Fabriken ablösten, die die Erzeugnisse in gleichmäßig hoher Qualität und preisgünstiger Massenproduktion auf den Markt bringen konnten [1].

Solche Unternehmungen (Stahlwerke und stahlverarbeitende Betriebe) entstanden da, wo neben einem guten Zugang zu den Rohstoffen auch ideale Gegebenheiten zum Markt für die hergestellten Produkte und Halbzeuge bestanden. Einige Beispiele dafür sind die Entwicklung einer starken Montanindustrie in den Midlands mit Umfeld, in Wales (UK), in der Wallonie bei Charleroi und Lüttich (B), im Siegerland, Ruhrgebiet, Aachener Revier, Oberschlesischen Industrierevier, in Lothringen (bis zu den Weltkriegen), im Saarland (D), in Turrach, Linz, Donawitz (AT), in und um Ostrava (CZ) in der Gegend um Pittsburgh (USA), im Baskenland (ES), im Donezbecken, Ural (RUS), in der Region Nord-Pas-de-Calais (F), in Bergslagen mit Engelsberg, Eskilskuna, Falun, in Malmberget, Kiruna (S). Nach Stilllegung der Stahlhütte in Duisburg-Rheinhausen wurde, besitzt Shanghai die weltweit produktivsten Hochöfen. Der bisher größte bekannte Hochofen der Welt mit einem Nutzvolumen mit 6.000 m3 steht in Gwangyang Steel Works von POSCO (KR) 5. Der Hochofen 2 (Duisburg-Schwelgern, Nutzvol. rd. 4800 m³, rd. 12.000 tRE/d gilt (Stand 2014) als Europas größter Hochofen [5].

Durch die stetige Zunahme der Herstellung von Elektrostahl wandelte sich nicht nur die Logistik in der Montanindustrie sehr, insbesondere für die Eisen- und Stahlgewinnung wie auch die Weiterverarbeitung ihrer Erzeugnisse, sondern in der Standortwahl für sie, gab es damit größere Freiheitsgrade. Ohne die Abhängigkeit von dem Kohleabbau und von ihrer Verkokung siedelten sich Eisen- und Stahlreviere, also ungebunden an Rohstoffvorkommen, nahe von Absatzzentren, Binnen- und Überseehäfen an. Nennenswerte sind die Stahlreviere bei Koninklijke-Hoogovens in IJmuiden (NL), die Deutsche Edelstahlwerke GmbH mit den Standorten Witten, Siegen, Krefeld, Hagen und Hattingen wie auch die ehemalige DEW, die Deutsche Edelstahlwerke Aktiengesellschaft (D), die voestalpine AG mit Sitz in Linz (AT), BUAG, Böhler-Uddeholm AG (Wien) mit Böhler, Uddeholm, Buderus, die Poldi Kladno, U. S. Steel Košice, Pilsen Steel (CZ), die United States Steel Corporation, Pittsburgh (USA). Japans NSSMC (J), die chinesische Hebei Steel Group und Baosteel Group (CN).

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1 Bergmannslied. http://bergmaennischer-traditionsverein.de/bergmannslied-gluck-auf/.

1 Themengebiete des Bergbaus. MAL. https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Kapitel/Bergbau.

2 Bergmannssprache. https://de.wikipedia.org/wiki/Bergmannssprache.

3 Bergmannssprache. Wörterbuch von A-Z. historischer Bergbau. Bergmännische Fachausdrücke. http://www.miner-sailor.de/bergmannssprache.htm.

1 Bergbau. https://de.wikipedia.org/wiki/Bergbau.

2 Gewinnung (Bergbau). https://de.wikipedia.org/wiki/Bergbau Gewinnung (Bergbau).

3 Rohstoffe. https://de.wikipedia.org/wiki/Rohstoff.

4 Gebirge (Bergbau), https://de.wikipedia.org/wiki/Gebirge_(Bergbau).

5 Bischoff, W.; Bramann, H. (1988): Das kleine Bergbaulexikon. Essen: Verlag Glückauf GmbH.

6 Mineral. https://de.wikipedia.org/wiki/Mineral.

7 Scheuchenstuel, C.v. (1856): IDIOTICON der öst. Berg- u. Hüttensprache. Wien: HBH Wilhelm Braumüller.

8 Geologie. https://de.wikipedia.org/wiki/Geologie.

9 Exploration (Geologie). https://de.wikipedia.org/wiki/Exploration_(Geologie).

10 Lagerstätte. https://de.wikipedia.org/wiki/Lagerstätte.

11 Rohstoffvorkommen. https://de.wikipedia.org/wiki/Rohstoffvorkommen.

12 Erdkruste. https://de.wikipedia.org/wiki/Erdkruste.

13 Lagerstättenkunde. https://de.wikipedia.org/wiki/Lagersttätenkunde.

14 Geowissenschaften. https://de.wikipedia.org/wiki/Geowissenschaften.

15 Bodenschatz.. https://de.wikipedia.org/wiki/Bodenschatz.

16 Geothermie. https://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie.

17 Bauwürdigkeit (Bergbau). https://de.wikipeia.org/wiki/Bauwürdigkeit_(Bergbau).

18 Heise, F.; Herbst, Fr.; Fritzsche, C. H. (1958): Lb. Bergbaukunde. B. GÖ. HD: Springer.

19 Bergmannssprache. https://de.wikipedia.org/wiki/Bergmannssprache.

20 Bergmannssprache. Wörterbuch von A-Z. historischer Bergbau. Bergmännische Fachausdrücke. http://www.miner-sailor.de/bergmannssprache.htm.

1 Das Montanwesen. Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Montanwesen.

2 Wilsdorf, H. (1987): Montanwesen: eine Kulturgeschichte. L: Edition.

3 Mitterauer, M.; Feldbauer, P. (1974): Österreichisches Montanwesen: Produktion, Verteilung, Sozialformen. Sozial- und wirtschaftshistorische Studien. M: Verlag R. Oldenbourg:

1 Wilsdorf, H. (1987): Montanwesen: eine Kulturgeschichte. S. 376/82. L: Edition. Weitere zu empfehlende Literatur:
- Wilsdorf, H. (1952): Bergleute und Hüttenmänner im Altertum bis zum Ausgang der Römischen Republik: Ihre wirtschaftliche, soziale, juristische Lage. In: FFH, Reihe D, H1, B: Akademie, (Dissertation, 1953)
- Wilsdorf, H. (1955): Agricola und seine Zeit. B: Deutscher Verlag der Wissenschaften.
- Wilsdorf, H., et al. (1960): Bergbau, Wald, Flöße: Untersuchungen zur Geschichte der Flößerei im Dienste des Montanwesens und zum montanen Transportproblem. B: Akademie. FFH, 28.
- Wilsdorf, H., et al. (1966): Bergleute und Hüttenmänner in deutschsprachigen Untersuchungen von 1945/64: eine montanethnographische Bibliographie. B: Akademie. In: Montanethnographische Forschungen, Bd. 1, Veröffentlichungen des Instituts für Deutsche Volkskunde; Bd. 40.
- Wilsdorf, H., et al. (1971): Bergwerke u. Hüttenanl. D. Agricola-Zeit. In: G. Agricola: Ausgew. W. Erg.-Bd. 1, HD: Hüthig.
- Wilsdorf, H. (1986): Zur Geschichte der erzgebirgischen Bergbrüderschaften und Bergknappschaften. In: Glückauf, H. 23/4, Schneeberg: Folklorezentrum Erzgebirge/Vogtland.
- Wilsdorf, H. (1988): Das historische erzgebirgische Bergmannshabit. Schneeberg: Folklorezentrum Erzgeb./Vogtland.
- Wilsdorf, H., et al. (1994): Die letzte Schicht: bergmännische Grabgebräuche. C: V. Heimatland Sachsen.

1 Abbautechnikbegriffe. MAL. https://www.mineralienatlas.de[...]Kategorie/Bergbau/Abbautechnik.

1) EGSK - Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, Vorgängerin der Europäischen Gemeinschaft.

1 Montanindustrie. https://de.wikipedia[ ... ]Montanindustrie.

2 Montanwesen. https://de.wikipedia[ ... ]Montanwesen.

3 Def. MW Gablers WL. Stichwort: MI Springer Gabler Verl. (Hrsg.). Onl. i. Inet: 35/Archiv/55242/montanindustrie[ … ].

4 Die Top Stahlproduzenten 2014. http://industriemagazin.at/a/die-top-stahlproduzenten[ ... ].

5 Hochofen. Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Hochofen.

Details

Seiten
135
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668294295
ISBN (Buch)
9783668294301
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v339664
Note
Schlagworte
Bergbau Montanwesen Hüttenwesen Bergmannsgruß Glückauf Bergstädte Bergwerke Schaubergwerke Bergbaubegriffe Bergmannssprache

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Titel: Kurzgefasstes zum Bergbau, Montan- und Hüttenwesen, zur Bergmannssprache, montanen Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří und mehr