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Qualitätsmanagement in Krankenhäusern in Zeiten von zunehmendem Wettbewerbsdruck. Vor- und Nachteile ausgewählter Qualitätsmanagementsysteme

Seminararbeit 2014 20 Seiten

Gesundheit - Public Health

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Begriffserklärung und Grundlagen
2.1 Definition Qualität
2.2 Begriff des Qualitätsmanagements und Qualitätsmanagementsystems

3 Qualitätsmanagementsysteme
3.1 DIN EN ISO 9001:2008
3.2 EFQM
3.3 KTQ

4 Vergleich

5 Fazit

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1:PDCA-Zyklus

Abbildung 2:EFQM-Modell

Abbildung 3:Verbreitung der QM-Systeme in Deutschland

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Qualitätsmanagement in Krankenhäusern wird in Zeiten von zunehmendem Wettbe- werbsdruck und aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen immer wichtiger4. Entspre- chend der Strukturveränderungen im Bereich des Gesundheitswesens wird der Wettbe- werb weniger über Preise, vielmehr über die Qualität der Leistungen ausgetragen. Dem- zufolge ist die Qualität, medizinischen wie auch pflegerischen Handelns nicht mehr als selbstverständlich anzusehen und wird sich in Zukunft immer wieder beweisen müssen. Zum einen um die Befugnis der Tätigkeit erhalten zu können, zum anderen um sich fortlaufend wissenschaftlichen Erkenntnissen anzupassen2. Die Ansprüche und Erwar- tungen der Patienten, Mitarbeiter, und Kunden werden zudem höher.

Einen Beitrag hierzu können der Aufbau von Qualitätsmanagementsystemen leisten1. Somit stellt die Entscheidung, das richtige Qualitätsmanagementsystem zu wählen eine große Herausforderung dar. Anspruchsvoll gestaltet sich, das strategisch richtige System zu wählen, welches am besten zu den Zielen, der Struktur und zu den Ressourcen eines Krankenhauses passt3. Dabei ist es sinnvoll sich an den Qualitätsmanagementsystemen für Krankenhäuser zu orientieren, die sich bereits als positiv auf dem Markt des Gesundheitswesens bewiesen haben.

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, dem Leser die Relevanz des Themas sowie die bekanntesten Qualitätsmanagementsysteme für Krankenhäuser aufzuzeigen.

Auf folgende Fragen wird in der Seminararbeit eingegangen, wie, welche Qualitätsmanagementsysteme es für Krankenhäuser gibt, wie sich die Verteilung auf dem Markt gestaltet, was die jeweiligen Vor- und Nachteile der QM-Systeme sind und welches QM-System sich am besten für welches Krankenhaus eignet.

Zur Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses wird in Kapitel 2 der Begriff der Qualität mitsamt seiner Besonderheiten vorgestellt. Die Begriffserklärung des Qualitätsmanagements und Qualitätsmanagementsystems runden das Kapitel ab.

In Kapitel 3 werden die drei bekanntesten Qualitätsmanagementsysteme für Krankenhäuser beschreiben, wie Vor- und Nachteile dieser aufgezeigt. Kapitel 4 zeigt den Vergleich der verschiedenen Qualitätsmanagementsysteme. Die Essenz der dargestellten Sachverhalte wird abschließend in Form eines Fazits wiedergegeben.

2 Begriffserklärung und Grundlagen

2.1 Definition Qualität

Was bedeutet eigentlich Qualität? Der Begriff Qualität ist komplex und schwer fassbar. Qualität heißt zunächst einmal nur Beschaffenheit. In einer international erkannten Begriffsdefinition wurde Qualität folgendermaßen definiert:

,,Qualität ist die Gesamtheit von Merkmalen bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen ( NORM DIN EN ISO 8402)“4.

Die Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung kann nur schlecht allgemeingül- tig bestimmt werden. Die Bewertung der Qualität misst sich an dem Nutzen der Kun- den, an seiner subjektiven Bewertung und anhand von objektiven Merkmalen. Somit kann man unter Qualität die Eigenschaft eines Produktes oder Dienstleistung, die Ge- brauchstauglichkeit für den Verwender oder die Einhaltung von Anforderungen in einer Produktion verstehen5. Ein gutes Qualitätsmanagementsystem enthält Strukturen, mit einer zunehmenden Ausrichtung, sich an Anforderungen zu orientieren, die zu einem dauerhaften Kundennutzen führen.

2.2 Begriff des Qualitätsmanagements und Qualitätsmanagementsystems

Qualitätsmanagement bedeutet eine Organisation hinsichtlich der Qualität ihrer Dienstleistungen und Produkte zu führen und zu steuern4. Auch die Sicherung und Messung von Qualität sind Aufgaben des Qualitätsmanagements6.

Seit dem Jahre 2002 ist Qualitätsmanagement für Krankenhäuser gesetzlich vorgeschrieben. Gemäß dem Sozialgesetzbuch V §135 a sind Einrichtungen im Gesundheitswesen verpflichtet ein internes Qualitätsmanagement einzuführen und aufrechtzuerhalten. Falls sie dieses Ziel nicht verfolgen sind nach dem Sozialgesetzbuch V §137 Vergütungsabschläge vorgesehen7.

Qualitätsmanagementsysteme dienen dazu Qualität in Unternehmen zu prüfen, zu ver- bessern und weiterzuentwickeln. Das Ziel ist es dabei eine dauerhafte Verbesserung der Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens zu erreichen und gleichzeitig Mit- arbeiter- und Kundenzufriedenheit zu schaffen. Die einmal definierte Qualität verändert sich im Laufe der Zeit aus verschiedenen Gründen, sodass sich das Qualitätsmanage- mentsystem dementsprechend ständig mitentwickeln muss4. Nach Bewertung der er- fassten Bedürfnisse werden Abläufe eines Unternehmens neu organisiert, falls es einer Notwendigkeit bedarf. Das Qualitätsmanagementsystem hat den Vorteil Stärken und Schwächen des Unternehmens zu erkennen. Durch die Einführung kann beispielsweise die Transparenz betrieblicher Abläufe erhöht werden, eine höhere Kundenzufriedenheit geschaffen werden oder die Fehlerquote gesenkt und somit Kosten verringert werden8.

Die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems bedeutet den Einstieg in einen sich wiederholenden Zyklus der Planung, Umsetzung, Ergebnismessung und weiteren Pla- nungen. Der PDCA-Zyklus nach Deming ist eine Grundlage von Qualitätsmanagement- systemen. Die Abkürzung PDCA steht für ,,plan-do-check-act“. Er dient als Grundlage des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses und wurde zur Verbesserung von Prozes- sen erfunden9.

Der PDCA- Zyklus beschreibt 4 Schritte. Zunächst erfolgt die Planung (Plan), dann wird die geplante Veränderung umgesetzt (Do), wobei dann die Überprüfung der Wirk- samkeit (Check), eine Konsequenz (Act) hervorruft. Eine dauerhafte Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems und der damit verbundenen Prozesse und Produkte ist Ziel des PDCA-Zyklus4.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: PDCA-Zyklus (Quelle: in Anlehnung an Weigert, J. (2004), S. 70)

Im folgenden Kapitel werden die 3 bekanntesten Qualitätsmanagementsysteme dargestellt und sowie Vor- und Nachteile dieser aufgezeigt.

3 Qualitätsmanagementsysteme

3.1 DIN EN ISO 9001:2008

Es gibt verschiedene Qualitätsmanagementsysteme, an denen sich ein Krankenhaus ori- entieren kann. Unterscheiden können sich Qualitätsmanagementsysteme hinsichtlich mehrfacher Kriterien wie z.B. der Eignung, des Fragenkataloges, der Struktur, der Ko- sten.

[...]


1 Vgl. o.V. (2013), o.S.

2 Vgl. Schneider,T., Zieres, G. (2013), S. 9

1 Vgl. o.V. (2013), o.S.

3 Vgl. Jomec (2011), o.S.

4 Piechotta, B. (2008), S. 6 f.

5 Vgl. Wächter, H. (2004), S. 1222

4 Vgl. Piechotta, B. (2008), S. 6 f.

6 Vgl. Thielscher, C., (2012), S. 358

7 Vgl. Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (2014), o.S.

4 Vgl. Piechotta, B. (2008), S. 8 f.

8 Vgl. TÜV Süd (2014), o.S.

9 Vgl. Weigert, J. (2004), S. 68 ff.

4 Vgl. Piechotta,B. (2008), S. 8 f.

Details

Seiten
20
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668292413
ISBN (Buch)
9783668292420
Dateigröße
711 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v339490
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Köln
Note
2,3
Schlagworte
qualitätsmanagement krankenhäusern zeiten wettbewerbsdruck vor- nachteile qualitätsmanagementsysteme

Autor

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Titel: Qualitätsmanagement in Krankenhäusern in Zeiten von zunehmendem Wettbewerbsdruck. Vor- und Nachteile ausgewählter Qualitätsmanagementsysteme