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Aufgabenorientierter Fremdsprachenunterricht am Beispiel der Lernaufgabe 'Le choix du métier'

von Niklas Werner (Autor) Amaury Bodet (Autor) Pablo Wittenbrink-Nordenhem (Autor)

Hausarbeit (Hauptseminar) 2014 28 Seiten

Didaktik - Französisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Theoretische Grundlagen
1.1 Der Aufgabenorientierte Fremdsprachenunterricht
1.2 Kompetenzen und curriculare Passung der Aufgabe
1.2.1 Kompetenzen
1.2.2 Curriculare Passung

2. Die Lernaufgabe „choix du métier“
2.1. Aufbau und Konzeption
2.2 La tâche
2.3 Arbeitsprozess

3. Abschlussbetrachtungen
3.1 Pablo Wittenbrink-Nordenhem
3.2 Niklas Werner

Literaturverzeichnis

Anhang

Einleitung

Der vorliegenden Hausarbeit liegt die Veranstaltung Développer, traiter et évaluer des tâches d’apprentissage im Wintersemester 2013/14 und ein vierstündiges Unterrichtsprojekt im Dezember 2013 an der gymnasialen Oberstufe einer Schule in Kassel zu Grunde. Ziel der Veranstaltung war es, einen Einblick in das Konzept der Lernaufgabe/ tâche d’apprentissage zu bekommen, um anschließend selbst eine solche Aufgabe zu konzipieren und unter Praxisbedingungen umzusetzen.

Im Folgenden soll eingangs ein theoretischer Überblick über das Konzept der Lernaufgabe gegeben werden. Anschließend wird spezifisch auf die von uns konzipierte und an der Schule in einer 12.Klasse GK Französisch umgesetzen Lernaufgabe « Le Choix du métier » eingegangen.

Die Aufgabe wird vorgestellt und in den Kontext des hessischen Curriculums und des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen gesetzt. Ferner werden die in der Lernaufgabe vorgesehenen Kompetenzen beschrieben. Abschließend ziehen zwei der drei Beteiligten, Niklas Werner und Pablo Wittenbrink, ihr persönliches Fazit der konzipierten Aufgabe mit Bezug auf den eingangs erwähnten theoretischen Überblick über das Konzept der Lernaufgabe. Hierbei stellen wir uns die Frage, inwiefern wir in dem Konzept der Lernaufgabe ein geeignetes Instrument des Fremdsprachenunterrichtes sehen und wie wir die von uns konzipierte und umgesetzte Aufgabe vor diesem Hintergrund bewerten.

1. Theoretische Grundlagen

1.1 Der Aufgabenorientierte Fremdsprachenunterricht

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Gebrauch von Fremdsprachen bei Lernern stark variiert, je nachdem ob die Übung auf formelle Korrektheit oder auf Kommunikation ausgelegt ist. Übungen mit einem kommunikativen Fokus zeigen die Fähigkeit des Lerners mittels der Fremdsprache mit anderen in Interaktion zu treten und seine Fremdsprachenkenntnisse in „real-time communication“, also in Echtzeitkommunikation zu nutzen.[1] Ellis ist der Meinung, dass „tasks“, also Lernaufgaben vom Lerner diese Kommunikation erfordern, da sie primär auf „meaning-focused language use“, also bedeutungstragende Kommunikation ausgerichtet seien. „A task is a workplan that is intended to engage the learner in meaning-focused language use“[2]. Im Gegensatz zu „herkömmlichen“focus on form -Aufgaben/ „-exercises“ liegt also ihr Schwerpunkt nicht auf der formellen Korrektheit, sondern auf der Kommunikation. Trotz der sich unterscheidenden Schwerpunktlegung hält Ellis jedoch fest, das Grundziel bleibe dasselbe: eine Sprache zu lernen.[3] Diesem Ziel gehen die Lernaufgaben vor allem durch das Sprechen nach – „the materials for the task may contain some reading and […] learners may also be required to write, but the assumption is that the task itself is performed orally.”[4]

Bei der Konzeption einer Lernaufgabe sind eine Reihe von Kriterien zu beachten. Nach Caspari und Kleppin kann eine Lernaufgabe den Fokus auf verschiedene Ziele und Funktionen legen. Für die vorliegende Lernaufgabe „Le choix du métier“ sind vor allem die „primär vorbereitende“, die „primär motivationale“, sowie die „primär kompetenzfördernde Funktion“ von Bedeutung.[5] Woraus sich diese Bedeutung ergibt, wird in Kapitel 1.2. Kompetenzen eingehender beleuchtet.

Vorerst sei hier das Augenmerk auf die Hauptfunktion der vorliegenden Lernaufgabe gelegt, welche einen „primär kompetenzfördernden“ Charakter hat. Ziel einer kompetenzorientierten Lernaufgabe ist es, beim Lerner kommunikative Kompetenzen, die Fähigkeit über sprachliche Mittel zu verfügen, sowie interkulturelle und methodische Kompetenzen zu entwickeln.[6]

Im Bereich der kommunikativen Kompetenzen zielt die Lernaufgabe darauf ab, sowohl isolierte, als auch integrierte Kompetenzen zu fördern und in die Aufgabe einzuflechten. Bei den isolierten Kompetenzen kann eine Ausdifferenzierung der Kompetenz (z.B. Aufschlüsselung der Kompetenz Hörverstehen in globales, selektives oder detailliertes Hörverstehen) vorgenommen werden, bei den integrierten Kompetenzen müssen vom Lerner mehrere Teilkompetenzen miteinander verbunden werden, um die Aufgabe zu lösen (z.B. Kombination von Leseverstehen und Sprachmittlung).[7]

Für den Erwerb sprachlicher Mittel (Wortschatz und Grammatik) halten Caspari und Kleppin fest, das bloße Erlernen dürfe nicht der Endpunkt eines Lernprozesses sein. Vielmehr solle es das Ziel sein, den erlernten sprachlichen Mitteln eine „dienende Funktion“ zukommen zu lassen, sprich, sie nicht bloß zu lernen, sondern sie praktisch anzuwenden[8]. Weiter halten sie fest, es sei aus diesem Grund Aufgabe der Lehrkraft „vor, während und nach der Lernaufgabe Übungsangebote für die sprachlichen Mittel bereitzustellen“[9].

Neben den genannten Kompetenzen ist es Ziel der Lernaufgaben, Prozesse des interkulturellen Lernens anzustoßen und zu ermöglichen. Dies umfasst „die Entwicklung interkultureller Sensibilität, den Erwerb soziokulturellen Orientierungswissens, das Hinarbeiten auf einen verständnisvollen Umgang mit kultureller Differenz und die Vorbereitung auf eine praktische Bewältigung interkultureller Begegnungssituationen.[10]

Darüber hinaus beinhaltet die Lernaufgabe Übungen, welche dem Lerner die systematische Ausbildung methodischer Kompetenzen ermöglichen.

Diese sind:

- die Sprachlernkompetenz, also die Fähigkeit das eigene Sprachenlernen zu steuern und zu bewerten
- die Sprachlernbewussthei t, also die Entwicklung einer Strategie zum Spracherwerb
- die Sprachbewusstheit (linguistic awareness), also beispielsweise sprachliche Regelmäßigkeiten erkennen zu können
- sowie die Sprachenbewusstheit (language awareness), also eine Verbindung zwischen unterschiedlichen Sprachen herstellen zu können[11]

Neben den oben genannten Kompetenzen ist es die Aufgabe des Französischunterrichtes, ebenso wie jedes anderen Unterrichtsfaches, den Schüler bei der Ausbildung von Schlüsselkompetenzen zu unterstützen, wobei hier die sozialen Kompetenzen und die sog. Selbstkompetenzen zu nennen sind. Zu letzteren zählen die Fähigkeit und Bereitschaft zur Eigenverantwortung (z.B. Führen eines Lerntagesbuches), zur Selbstständigkeit (z.B. Anwendung von Lernstrategien, Zeitmanagement) und zum Selbstbewusstsein (Reflexion der eigenen Lernprozesse).[12]

Um die genannten Kompetenzen in der Lernaufgabe fördern und verwirklichen zu können, müssen bei der Konzeption der Aufgaben eine Reihe von Prinzipien berücksichtigt werden, welche im Folgenden dargestellt werden sollen.

Caspari führt 8 Prinzipien an, welche bei der Konzeption einer Lernaufgabe Berücksichtigung finden sollten[13]:

- Das Prinzip der Inhaltsorientierung: Die Lernaufgabe ist primär inhalts- und nicht spracherwerbsorientiert. Die Spracharbeit, die zwar Inhalt einer Teilaufgabe sein kann, hat primär „dienende Funktion“, ist also Werkzeug und nicht Ziel.

- Das Prinzip der Lernerorientierung: Die Aufgabe berücksichtigt in ihrer Konzeption das Vorwissen und die Interessen der Schüler und gibt ihnen die Möglichkeit, beides in die Bewältigung der Aufgabe einfließen zu lassen.

- Das Prinzip der Ganzheitlichkeit: Die Aufgabe löst nicht nur kognitive, sondern auch emotionale und kreative Prozesse aus. Tesch (2013) fügt diesbezüglich hinzu, die Aufgabe solle auch metakognitive Prozesse auslösen, also auch die Entstehung von Aufgabenbewusstheit und das Wissen zur Selbststeuerung fördern.[14]

- Das Prinzip der Authentizität: Die für die Lernaufgabe verwendeten Textvorlagen sind authentisch (d.h. nicht für die Lernaufgabe geschrieben, sondern aus zielsprachlichen Quellen) und erfordern vom Lerner eine Kommunikation, wie sie auch in der realen Welt vorkommen könnte. Gleiches gilt für alle von den Lernern durchzuführenden Aktivitäten. Sie sollten „real-world tasks“[15], also Tätigkeiten sein, denen der Lerner auch im realen Leben außerhalb des Klassenraums nachgeht oder zumindest nachgehen könnte. Oder die Aufgabe sollte „some sort of relationship to the real world“[16] haben, d.h. Fähigkeiten schulen, welche die Schüler auch außerhalb des Klassenzimmers nutzen (z.B. miteinander etwas vereinbaren oder verhandeln).

Weiter geht Caspari davon aus, dass die Schüler nicht primär als Sprachlerner agieren, sondern als sie selbst. Tesch schlägt an dieser Stelle eine Modifizierung dahingehend vor, das Agieren des Schülers, der ja im Idealfall in Lernerautonomie handelt, auch in seiner Rolle als Sprachhandelnder und Sprachlerner als authentisch anzusehen.[17]

- Das Prinzip der Produktorientierung: Die Lernaufgabe mündet in die Erstellung sprachlicher Produkte, wobei Caspari darauf Wert legt, dass nicht nur „nützliche“, sondern auch kreative und originelle Produkte inbegriffen sind.

Ellis hält hierzu fest, es müsse bei der Produktorientierung zwischen „aim“ und „outcome“, also zwischen Ziel und Ergebnis unterschieden werden. Das Ergebnis schließt das ein, was die Lerner am Ende der Aufgabe zustande gebracht haben (z.B. ein Plakat, eine Geschichte oder im Fall der vorliegenden Aufgabe ein Rollenspiel). Das Ziel hingegen schließt den pädagogischen Zweck der Aufgabe ein, welcher darin begründet liegt, rezeptive und produktive sowie sinnfokussierte („meaning-focused“) Sprachproduktion zu initiieren. Ellis räumt ein, dass aus Lehrersicht das Ergebnis eigentlich zweitrangig ist, während das Ziel, also der erfolgreiche Spracherwerb im Vordergrund stehe. Aus Lernersicht müsse jedoch immer das Ergebnis im Vordergrund stehen:

[..] tasks involve a sleight of hand. They need to convince learners that what matters is the outcome. Otherwise, there is a danger that the learners will subvert the aim of the task by displaying rather than using language. However, the real purpose is not that learners should arrive at a successful outcome but that they should use language in ways that will promote language learning.[18]

- Das Prinzip der Relevanz: Das in der Lernaufgabe verwendete Thema sollte ein für den Schüler relevantes Thema aus der französischen Alltagswelt sein. Darüber hinaus fördern die Themen den Erwerb interkultureller Kompetenz.
- Das Prinzip der Differenzierung/Individualisierung: Die Lernaufgabe lässt jedem Schüler durch Abwandlungsmöglichkeiten den Freiraum, sie im Rahmen seiner „Möglichkeiten“, sprich Sprachniveau, Interessen u.a. zu bewältigen.
- Das Prinzip der Transparenz: Der Lerner unterzieht den Prozess der Aufgabe einer Autoevaluation und es findet darüber hinaus eine Peer- und Fremdevaluation statt.

Nun kann die Frage gestellt werden, worin denn eigentlich der Unterschied der Lernaufgabe zu anderen, im Schulkontext und insbesondere im Fremdsprachenunterricht verwandten Methoden liegt. Dieser liegt zum einen in der Inhaltsorientierung. Wie oben beschrieben, liegt der Fokus der Aufgabe auf dem Inhalt und vor allem dem Ergebnis (Produkt). Auf dem Weg dorthin bedienen sich die Schüler zwar der Fremdsprache, tun dies jedoch nicht um der Sprache willen, sondern um ein selbstformuliertes Ziel zu erreichen. Die Lerner nutzen hierbei die Sprache nicht zum reinen Selbstzweck, sondern benutzen sie (im Idealfall) unbewusst und als Werkzeug zur Erfüllung der Aufgabe. So kann davon ausgegangen werden, dass sie die Sprache nicht als etwas Abstraktes ansehen, das man in Lücken einfüllt oder dessen Struktur man auswendig lernen muss, sondern dass die Schüler die Sprache als Mittel zum (Kommunikations-)zweck verwenden und dies dann auch außerhalb des Unterrichtes in der „realen Welt“ (s. Authentizität) tun. Zudem wird dem Anspruch der Binnendifferenzierung Rechnung getragen, indem dem Lerner unter dem Stichwort „Differenzierung“ die Freiheit eingeräumt wird, die Aufgabe nach eigenem Können auszugestalten. So verbessert sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten, und der Lehrer bewertet das individuelle Ergebnis, anstatt alle Lerner an denselben Vorgaben zu messen.

1.2 Kompetenzen und curriculare Passung der Aufgabe

1.2.1 Kompetenzen

Die von uns entwickelte Lernaufgabe beansprucht verschiedene Kompetenzen. Dazu gehören Hörverstehen, Leseverstehen, Sprachmittlung, mündliche Produktion und Medienkompetenz. Die konkrete Gestaltung der entwickelten Lernaufgabe wird später vorgestellt, doch möchte ich in diesem Abschnitt bereits auf diese Kompetenzen eingehen. Ich werde mich dabei jedoch nur auf diejenigen Kompetenzen beziehen, die bei unserer Lernaufgabe relevant sind.

Viele unterschiedliche Kompetenzen sind Gegenstand des Französischunterrichts. Die Veröffentlichung der KMK[19] zu den Bildungsstandards für Fremdsprachen[20] legen eine Gliederung der Kompetenzebereiche in drei Kategorien nahe. Diese sind die funktionalen kommunikativen Kompetenzen, die interkulturellen Kompetenzen und die methodischen Kompetenzen. Die erste Kategorie wird dabei in die Teile kommunikative Fertigkeiten und Verfügung über die sprachlichen Mittel aufgeteilt. Man betrachte die aus selbigem Dokument entnommene Tabelle:

Bei den kommunikativen Fertigkeiten wird ein Bezug zum Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen hergestellt, der die Kompetenzen dieser Kategorie in Niveaus unterteilt. Wichtiger sind jedoch die Erläuterungen der Kompetenzen.

Die kommunikativen Kompetenzen werden in praktischen Anwendungsbezug erworben und dienen in erster Linie der Verständigung. Sie können dazu entwickelt werden in der persönlichen Lebensgestaltung und im weiteren Bildungsweg von Nutzen zu sein. Dazu zählt also insbesondere die Fähigkeit die Berufsperspektiven im französischsprachigen Ausland zu überblicken und sich in der französischen Sprache darüber verständigen zu können.

Bei der Verfügung über die sprachlichen Mittel geht es hier vorrangig um die Möglichkeit sich themenbezogen verständlich auszudrücken. Beim Thema der Arbeitswelt spielen nicht zuletzt Wortschatz und Redemittel eine große Rolle, vor allem vor dem Hintergrund, dass die französische Sprache bei diesem Thema sehr idiomatisch geprägt ist.

Bezogen auf die methodischen Kompetenzen sind im Sinne unserer Lernaufgabe besonders die Präsentation und die Mediennutzung von Bedeutung. Mit einer Präsentation im Klassenraum geht jedoch immer auch die Beanspruchung der Kompetenzen Textproduktion (hier: Sprechen) und Textrezeption (hier: Hörverstehen) einher. Der Punkt Präsentation und Mediennutzung in den Bildungsstandards der KMK scheint eher als mediengestütztes Präsentieren gemeint zu sein. Dennoch beansprucht unsere Lernaufgabe eine Medienkompetenz anderer Art, als ich sie in den Bildungsstandards der KMK finden konnte. Dafür gibt aber das Kerncurriculum[21] näheren Aufschluss: „Medienkompetenz ist für die Erschließung von Informationen sowie zur Dokumentation von Ergebnissen notwendig. Die differenzierte und zugleich kritische Nutzung Neuer Medien gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung.“ Zwar ist bei unserer Lernaufgabe die Dokumentation von Ergebnissen zweitrangig, doch ist die Erschließung von Informationen über das Internet unumgänglich.

Einen großen Teil des zeitlichen Rahmens unserer Lernaufgabe nimmt ein Rollenspiel ein, der zugleich als Präsentation der Ergebnisse dienen soll. Daher möchte ich noch kurz didaktische Überlegungen zum Rollenspiel äußern.

Das Rollenspiel lässt sich zunächst als methodische Ausführung der Kompetenz Sprachproduktion verstehen. Als freie und offene Form des Unterrichts (insbesondere auch als Teil einer Lernaufgabe) kann es nicht nur die Autonomie der Schüler, sondern auch ihre Motivation fördern. Es lässt sich noch etwas präziser fassen:

Das Rollenspiel ist im Allgemeinen zuerst Interaktion und daher eine Methode, die sich voll und ganz auf Kommunikation konzentriert – insbesondere auf das Sprechen und Hören. So erscheint es naheliegend, diese Methode zur Förderung der Kompetenzen Sprechen und Hörverstehen einzusetzen. Während den Zuschauern die Aufgabe der Rezeption zukommt, übernehmen die spielenden Schüler den Teil der Produktion. Dabei nehmen letztere die Verantwortung auf sich, die sprachliche Produktion so zu gestalten, dass die Zuschauer das Kommunizierte verstehen können. Diese Verantwortung bringen die Erwartungen der Zuschauer (Mitschüler) mit sich. Diese Erwartungen nicht enttäuschen zu wollen, kann dazu führen, dass die Schülergruppen mehr Motivation entwickeln.

1.2.2 Curriculare Passung

Die Lernaufgabe „le choix du métier“ lässt sich im Bundesland Hessen wie folgt in die curriculare Passung einordnen:

- E1/E2: L‘Europe des jeunes du XXIe siècle
- „Entrer dans la vie active“
- Q1: GK (profil littérature/civilisation): L‘homme et les autres
- Q1: GK: Portrait économique de la France – L‘emploi et le marché du travail
- Q1: GK: Portrait économique de la France – Géographie de la France économique
- Q1: LK: L‘homme et les autres: La France contemporaine/Loisir et travail
- Q3: GK: Travailler en France

[...]


[1] Ellis, R. (2009) : Task-based Language Learning and Teaching. Oxford: Oxford University Press, S.1.

[2] Ebd., S.5.

[3] Vgl. ebd., S.3.

[4] Ebd., S.7.

[5] Caspari, D.; Kleppin, K. (2008): Lernaufgaben: Kriterien und Beispiele. In: Tesch, B: Leupold, E.; Köller, O. (Hrsg.): Bildungsstandards Französisch: konkret. Sekundarstufe 1: Grundlagen, Aufgabenbeispiele und Unterrichtsanregungen. Berlin, S.135f.

[6] Vgl. ebd..

[7] Ebd., S. 90f.

[8] Vgl. ebd., S.110.

[9] Ebd., S. 110

[10] Ebd., S. 114

[11] Ebd., S.118

[12] Ebd. S. 128.

[13] Vgl. ebd.

[14] Vgl. Tesch (2013), Tesch, Bernd (2013): De nouveaux ingrédients pour une approche ancienne. Kompetenzorientierte Lernaufgaben in neuem Licht. In : Fremdsprachenunterricht zwischen Standardisierung und Bildungsanspruch – Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Festschrift für L.Küster. S.93

[15] Vgl. Ellis (2009), S.6.

[16] Vgl. Ellis (2009), S.6.

[17] Vgl. Tesch (2013), S.93.

[18] Ellis (2209), S.8.

[19] Kultusministerkonferenz. Vgl. dazu http://www.kmk.org , Zugriff 06.03.2014.

[20] Vgl. KMK (2003), Bildungsstandards für die erste Fremdsprache (Englisch/Französisch) für den Mittleren Schulabschluss, S. 8.

[21] Hessisches Kultusministerium, Bildungsstandards und Inhaltsfelder, Das neue Kerncurriculum für Hessen, Sekundarstufe I – Gymnasium, Moderne Fremdsprachen, S. 8.

Details

Seiten
28
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668363434
ISBN (Buch)
9783668363441
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v339380
Institution / Hochschule
Universität Kassel – Institut für Romanistik
Note
14
Schlagworte
aufgabenorientierter fremdsprachenunterricht beispiel lernaufgabe

Autoren

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Titel: Aufgabenorientierter Fremdsprachenunterricht am Beispiel der Lernaufgabe 'Le choix du métier'