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Kulturelles Gedächtnis in der "Melusine" des Thüring von Ringoltingen

Bachelorarbeit 2014 30 Seiten

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1. Erinnerung, kulturelles Gedächtnis und Totengedächtnis
2.1.1 Gedächtnis und Erinnerung
2.1.2 Das kulturelle Gedächtnis
2.1.2 Totengedächtnis
2.2 Die Melusine des Thüring von Ringoltingen
2.2.1 Verbürgerlichung der Literatur
2.2.2 Die Melusine in Bern
2.2.3 Ringoltingens Interesse am Melusinestoff

3. Zeitenräume in der Melusine
3.1 Bergszene Awelon
3.2 Mis en absyme

4. Stabilisatoren der Erinnerung
4.1Tafelgedächtnis
4.2 Körpergedächtnis

5. Fazit

Sekundärliteratur:

1. Einleitung

„Memory […] is in a manner a twin sister of written speech (litteratura) and is completelysimilar (persimilis) to it, (though) in a dissimilar medium. For just as a script consists of marks indicating letters and of the material on which those marks are imprinted, so the structures of memory, like a wax tablet, employ places (loci) and in these gathers together (collocat) images like letters.“[1]

Nicht nur Individuen, sondern auch Kulturen bilden ein Gedächtnis aus, um Identitäten herzustellen, Legitimation zu gewinnen und Ziele anzustreben.“[2]

Das kulturelle Gedächtnis soll in dieser Arbeit exemplarisch an der „Melusine“ von Thüring von Ringoltingen analysiert und erörtert werden. Inwiefern ist der Prosaroman von Ringoltingen Gedächtnis- und Erinnerungsraum zugleich? Welche Medien können als Stabilisatoren von Erinnerungen dienen, wie funktionieren sie, und auf welche Art und Weise werden sie in der „Melusine“ umgesetzt?

Im ersten Teil dieser Arbeit soll es darum gehen, den kulturwissenschaftlichen Terminus von Gedächtnis und Erinnerung zu fassen. Er soll den theoretischen Rahmen dieser Arbeit bilden. Gedächtnistheorien sind interdisziplinär verzweigt. Sie sind sowohl Gegenstand der neurowissenschaftlichen als auch der kultur- und literaturwissenschaftlichen Forschung, die sich gegenwärtig damit beschäftigt, wie sich Gedächtnis und Erinnerung im stetigen Wandel der Medien bewegen. Aleida Assmann hat mit der Veröffentlichung ihrer Arbeit „Erinnerungsräume“(1999) den Wandel des kulturellen Gedächtnisses durch die Ablösung der antiken Mnemotechnik zur Schriftlichkeit untersucht. Sie soll die Grundlage der Überlegungen bilden. Das zweite Kapitel soll sich dem Entstehungsprozess der deutschen Übersetzung der „Melusine“ widmen. Welche Bedeutung kommt dabei dem Medienwandel zu? Welches Interesse hatte der Sprößling einer bürgerlichen Familie am Melusine-Stoff? Welcher gesellschaftspolitische Mehrwert kann der „Melusine“ beigmessen werden? In einem letzten Schritt sollen Erinnerungsräume im Roman ausgemacht werden. In seinem Aufsatz „Zum Kern der Melusinegeschichte“ (2005) hat Christian Kiening Überlegungen zu einem Zeitenraum angestellt, in dem sich die Historie bewegt. Er spricht von einem Raum im Raum und von Heterotopien, die das Vergangene in sich bewahren, um im Affekt wiederentdeckt zu werden. In einem letzten Schritt soll die Schriftmetaphorik im Text in den Fokus treten. Das Ziel dieser Arbeit soll es sein, wie im Zitat vorangestellt, das Potential der Verschriftlichung von Erinnerung im kulturellen Gedächtnis zu beleuchten.

2.1. Erinnerung, kulturelles Gedächtnis und Totengedächtnis

2.1.1 Gedächtnis und Erinnerung

Aleida Assmann unterscheidet zwischen Gedächtnis und Erinnerung als Grundbegriffen der Gedächtnisforschung . Erinnern steht für die Tätigkeit des Zurückblickens auf vergangene Ereignisse, Gedächtnis für die „Voraussetzung dieser Tätigkeit, verankert im biologischen Organ des Gehirns“[3]. Assmann geht davon aus, dass mit dem Gedächtnis ars nicht nur das Organ gemeint ist, sondern auch das Produkt, dass auf diese Weise zusammengefasst und objektiviert werden kann.[4] Das Gedächtnis arbeitet als eine Art externer Speicher, der „Informationen aus ihrer Zeitlichkeit herausholt und auf Dauer stellt.“[5]

ars, wie sie in der rhetorischen Gedächtniskunst von der Antike bis in die Aufklärung hinein geübt wurde, bezieht sich auf das Verfahren der Speicherung nach topographischem, räumlichem Vorbild, das eine identische Rückholung des Gespeicherten garantieren soll. Dem Gedächtnis wird eine räumliche Struktur zugeschrieben, in der kulturelle Erinnerungen in Form von Bildern, Orten und Räumen abgespeichert werden. Die Mnemotechnik hat ihren Ursprung in Rom und geht auf die Legende von Simonides zurück, der nach dem Einsturz eines Hauses die Leichen auf Grundlage der Sitzordnung identifizieren konnte. Dieses Verfahren, sich Orte und Bilder merken zu können, wurde in der Antike zu einer populären Lerntechnik. Aus Orten und Bildern entwickelte man eine mentale Schrift, mit der in das Gedächtnis wie auf eine leere Seite geschrieben werden kann.[6] Sie wurde als ein zuverlässiges Verfahren der Speicherung von Erlerntem eingesetzt, um Erinnerung und Rückholung zu erzielen. Das Verfahren, so schreibt Aleida Assmann, kann in beliebigen Situationen angewandt werden.[7] Das Gedächtnis kann Texte im Kopf mithilfe von Bildern so zuverlässig fixieren wie Buchstaben auf einer Schreibfläche.[8] Sie bezeichnet die Speicherung als “eine Sonderfunktion des menschlichen Gedächtnisses.”[9]

In Abgrenzung zu a rs versteht sich vis als Prozess der Erinnerung, als Funktionsgedächtnis. v is kann nur innerhalb der Gegenwart stattfinden, wenn sie an ein „lebendiges Bewusstsein geknüpft ist.“[10] Gegenüber dem Verfahren der Mnemotechnik ist Erinnerung entweder abrufbar oder nicht. Assmann stellt heraus, dass das Erinnern kein vorsätzlicher Akt ist und im Gegensatz zum Auswendiglernen nicht abrufbares Wissen meint.[11] Sie konstatiert, dass man sich vis nicht so aneignen kann, wie man in der Lage ist, sich Wissen anzueignen: „Erinnerungen kann man sich nicht beibringen“.[12] Vis findet grundsätzlich in der Gegenwart statt, wobei es zu einer Verschiebung, Verformung und Entstellung der Erinnerung zum Zeitpunkt ihres Hervorrufens kommen kann. „Erinnerungen dauern nicht an, sie sind an die „Zeitlichkeit gebunden und durch Wiederholungen immer wieder herstellbar.“[13] Erlebnisse und Erahrungen sind im Gedächtnis unbewusst abgespeichert und erst unter bestimmten Bedingungen wieder abrufbar. Die Bedingungen für das Erinnern sind Auslöser oder Schocks, die das Vergessene zu Tage fördern. Die erfolgreiche Transformatiosleistung ist die zurückgewonnene Erinnerung.

vis ist das „aktive Gedächtnis einer Wir-Gruppe, es stützt die Identität eines Kollektivs von sozialen Kleingruppen bis zu Großgruppen wie Nationen oder Staaten.“ Das nächste Kapitel soll sich dem kulturellen Gedächtnis widmen.

2.1.2 Das kulturelle Gedächtnis

Jan Assmann definiert das kulturelle Gedächtnis als „den Sammelbegriff für den in jeder Gesellschaft und jeder Epoche eigentümlichen Bestand an Wiedergebrauchs- Texten, -Bildern und- Riten […], in deren Pflege sie ihr Selbstbild stabilisiert und ein kollektives Wissen über die Vergangenheit vermittelt, auf das eine Gruppe ihr Bewusstsein von Einheit und Eigenart stützt.“[14] Es sind die kollektiven und individuellen Erinnerungen, die im kulturellen Gedächtnis durch die jeweilig zur Verfügung stehenden Mittel selbst zum Medium der Erinnerung werden. Jede Epoche verfügt über eigene mediale Stabilisatoren, die das Andenken in die Vergangenheit transportieren und auf diese Weise dem Prozess der Identitätsfindung und dem Bewusstsein über die eigene Herkunft dienen. Diese Stabilisatoren der (kulturellen-) Erinnerung haben in mediengeschichtlicher Hinsicht durch den Buchdruck inflationär zugenommen. Jan Assmann stellt heraus, dass das kulturelle Gedächtnis über sechs Merkmale verfügt, die im Folgenden als Analysekriterien dienen und an der „Melusine“ des Thüring von Ringoltingen exemplarisch dargestellt werden sollen. Dabei sollen sowohl Handlungsräume und Symbolträger innerhalb der Historie als auch der Roman selbst als Stabilisator von Erinnerung in den Blick genommen werden. Ziel des Kapitels soll es sein, die „Melusine“ als Medium der Erinnerung und Erinnerungsraum zugleich zu deuten.

Nach Assmann verfügt das kulturelle Gedächtnis über Identitätskonkretheit: Jede Gesellschaft verfügt über unterschiedliche Auffassungen von Werten, Normen und Regeln, die innerhalb einer Gesellschaft tradiert werden. In der „Melusine“ von Ringoltingen sind es vor allem die ritterlichen, adligen Tugenden, denen eine hohe Aufmerksamkeit zukommt. Diese Bennenungen (ere, ansehen, adelig) ziehen sich durch den ganzen Roman und geben Auskunft über das eigene Selbstverständnis des Übersetzers. Mehr als in der Vorlage betont Ringoltingen die adlige Etikette des französischen Geschlechts, insbesondere der Stamm-Mutter Melusine selbst.

Eine nächste Funktion, die dem kulturellen Gedächtnis zukommt, ist die Rekonstruktivität: Es kann sich nur an das erinnert werden, was im Gedächntis abgespeichert wurde. Es sind Erinnerungen, die zum Beispiel durch eine traumatisches Erlebnis dauerhaft eingeschrieben sind. Aleida Assman geht davon aus, dass es Erinnerungen gibt, in denen wir selbst als Subjekte auftreten, und diejenigen Erinnerungen, in denen wir zum Objekt gemacht werden. Ersteres nennt sie Ich-Erinnerungen letzteres Mich-Erinnerungen.[15] Das Ich-Gedächtnis, so Assmann, ist das Produkt einer bewussten und intentionalen (Re-)Konstruktion der Vergangenheit, die mit dem jeweiligen Selbstbild einer Person in Übereinstimmung gebracht wird. Das Mich-Gedächtnis ist das Gedächtnis in seiner Unverfügbarkeit, das in seiner Gesamtheit nie voll zugänglich und in seiner Dynamik nicht zu steuern ist.[16] Die Funktion der Rekonstruktivität meint die selbstständige Leistung einer Gesellschaft, ihre Geschichte in jeder Epoche neu zu konstruieren. Diese Funktion des kulturellen Gedächtnisses lässt sich auf doppelte Weise an der „Melusine“ verdeutlichen: Zum einen sei hier die Leistung des Übersetzters selbst genannt. Ringoltingens Übersetzung kann als ein bürgerlicher Anpassungsversuch interpretiert werden, der dazu dienen sollte, sein Sozialprestige in Bern zu erhöhen. Auffälliger ist daneben aber die Rekonstruktionsleistung der Figuren, die innerhalb des Romans auftreten. Geoffrey rekonstruiert seine Familiengeschichte, vergewissert sich seiner Identität und übernimmt im Anschluss den väterlichen Herrschaftsbereich.

Eine weitere Funktion des kulturellen Gedächtnisses ist seine Geformtheit, die den Umstand, dass Wissen in einem Medium objektiviert und kristallisiert werden muss.[17] In Hinblick auf die „Melusine“ trägt die Verschriftlichung und die Verbürgerlichung der Literatur dazu bei, dass Erinnerungen auf Dauer im Gedächtnis gespeichert werden. Im Medium des Buches, das den Wissensvorrat einer Schicht speichert und verfügbar macht, erhält das kulturelle Gedächtnis ein Format, in dem die Erinnerungen aufgeschrieben und tradiert werden können. Jan Assmann konstatiert jedoch, dass die Objektivierung von Wissen nicht alleine durch die Schrift geschieht. Bilder und Riten fungieren ebenso als Medien der Erinnerung.

Das kulturelle Gedächtnis zeichnet sich des Weiteren durch Organisiertheit aus. Hiermit ist zum einen die institutionelle Absicherung von Kommunikation und zum anderen die Spezialisierung des Trägers des kulturellen Gedächtnisses gemeint.[18] Auf die Bedeutung des Totengedächtnisses soll im nächsten Kapitel ausführlich eingegangen werden. Dieses ist zentral für die ritterliche Vorstellung eines Nachlebens im kulturellen Gedächtnis der Gruppe.

Die Funktion der Verbindlichkeit des kulturellen Gedächtnisses umfasst zwei Aspekte: Formativität und Normativität.[19] Die Formativität des kulturellen Gedächtnisses meint seine moralisierende Funktion. Diese Funktion wird besonders deutlich in dem Prosaroman des Ringoltingen. Er erzieht, humanisiert und zivilisiert im Sinne der Auffassung eines christlichen Ursprungs, der die Allmacht Gottes in den Vordergrund stellt.[20] Dies geschieht vor allem durch die Fee selbst, die durch ihre Eigenschaften als tugendhafte und vorbildliche Christin gilt. In ihrer Produktivität äußert sich ihre handlungsleitende Funktion: Sie erbaut Kloster, Schlösser und Burgen und gebärt die gesamte männliche Nachkommenschaft der Lusignans, des französischen Ursprungsgeschlechts.

Eine letzte Funktion, die dem kulturellen Gedächtnis zukommt, ist die der Reflexivität. Das kulturelle Gedächtnis ist in dreifacher Hinsicht reflexiv:[21] Es deutet die Gegenwart in Form einer Praxis von „Lebensregeln“; es nimmt auf sich selbst Bezug im Sinne der Auslegung, Umdeutung und Zensur; es reflektiert das Selbstbild einer Gruppe.[22] An dieser Stelle sei nochmals auf den Übersetzer Ringoltingen selbst verwiesen, der die unmoralischen Taten der Männerwelt durch die vorbildlichen Eigenschaften der „Melusine“ ergänzt. Hieraus ergeben sich für den Leser moralisierende Effekte, die zu einem christlichen Leben anstiften. Die kollektive Erinnerung ist das Produkt des gesellschaftlichen und politischen Wissens, das im kulturellen Gedächtnis einer jeden Gesellschaft verankert ist und seinen Ausdruck in den jeweilig zur Verfügung stehenden Medien findet . Um das Wissen der verschiedenen Gesellschaftsstrukturen und Epochen überliefern zu können, ist es schlussfolgernd notwendig, dass es konserviert wird. Dabei steht das Selbstverständnis einer Gruppe über den eigenen Stand und Ursprung im Vordergrund, denn es gilt, die Erinnerungen an eine gemeinsame Vergangenheit in die Gegenwart zu transportieren. Das Gedächtnis einer Kultur reicht dabei allerdings nur drei bis vier Generationen weit; ihr Erinnerungshorizont wandert mit den Generationen mit..

Im nachfolgenden Kapitel soll das Totengedächtnis erörtert werden. Dieses ist zentral für die angestellten Überlegungen einer Existenz des kulturellen Gedächtnisses. Es vergegenwärtigt die Relevanz des Andenkens und Eingedenkens der Verstorbenen für die Nachkommenschaft.

2.1.2 Totengedächtnis

„Das längste Leben ist eines, dessen große, ruhmreiche und hervorragende Taten in den ewigen Annalen der Geschichtsschreibung eingegangen sind.“[23]

Das Totengedächtnis existiert in einer religiösen und weltlichen Dimension.[24] p ietas meint die die Pflicht der Nachkommen, der Verstorbenen zu gedenken. Hiermit ist das ehrenhafte Andenken, dass die Lebenden für den Toten aufbringen, gemeint.[25]

[...]


[1] Cicero: << Partitiones oratoriae<<. Nach Carruthers. In: Horst und Edith Wenzel: Die Tafel des Gregorius.S.107

[2] Bronfen, Elisabeth, In: Assmann, Aleida: Erinnerungsräume. S.

[3] Assmann, Aleida: Einführung in die Kulturwissenschaft. Grundbegriffe, Themen, Fragestellungen. Berlin., 2011.S. 184

[4] Vgl. ebd.

[5] Ebd. S.183

[6] Assmann, Aleida: Gedächntis und Erinnerung. In: Ein interdiszipliäres Handbuch. S.27

[7] Vgl. ebd

[8] Ebd.

[9] Ebd. S.28

[10] Ebd. S.27

[11] Ebd. S.29

[12] Ebd.

[13] Ebd.

[14] Nünning, Ansgar: Gedächtnis, kulturelles, in: Nünning, Ansgar(Hrsg.): Grundbegriffe der Kulturtheorie und Kulturwissenschaften, Stuttgart 2005, S.48

[15] Assmann, Aleida: Einführung in die Kulturwissenschaft. Grundbegriffe, Themen, Fragestellungen. Berlin., 2011.S. 184

[16] Vgl. S. 182

[17] Nünning, Ansgar: Gedächtnis, kulturelles, S.48

[18] Vgl. ebd. S.14

[19] Vgl. Assmann Jan (Hrsg.): Kultur und Gedächtnis, in: Assmann, Jan: Kollektives Gedächntis und kulturelle Identität, Frankfurt am Main, 1988. S.15

[20] Vgl. ebd.

[21] Vgl. ebd.

[22] Vgl. ebd.

[23] Assmann, Aleida. Erinnerrungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses, München, 2009, S.38

[24] Ebd.

[25] Vgl. ebd. S.33

Details

Seiten
30
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668333178
ISBN (Buch)
9783668333185
Dateigröße
605 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v339307
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
2,3
Schlagworte
kulturelles gedächtnis melusine thüring ringoltingen

Autor

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