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Unternehmen und Social Media. Erfolgskonzepte in den sozialen Netzwerken

Hausarbeit 2014 28 Seiten

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Abbildungsverzeichni

1. Einleitung

2. Was ist Social Media?

3. Social Media Unternehmen
3.1. Facebook
3.2. Google+
3.3. Youtube
3.4. Twitter
3.5. Instagram
3.6. Xing
3.7. LinkedIn

4. Wichtige Punkte für Erfolg im Social Media
4.1. Virale Verteilung
4.2. Orientierung an Grundregeln erfolgreicher Kommunikation
4.3. Ziele festlegen
4.4. Targeting
4.5. Bedürfnisse des Kunden beachten
4.6. Kreativität
4.7. Medien-Mix
4.8. Messung der Ziele
4.9. Auswertung und Bewertung

5. Erfolgsgeschichten im Social Media
5.1. Würth
5.2. Malerfachbetrieb Heyse

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis
7.1. Monographien
7.2. Internetseiten

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1: Wachstum von Twitter

Abbildung 2: Virale Verteilung

Abbildung 3: Planungsphasen einer Kampagne

Abbildung 4: Facebookseite von Würth

Abbildung 5: Youtubeseite von Würth

Abbildung 6: Facebookseite von Würth

Abbildung 7: Facebookseite vom Malerbetrieb Heyse

Abbildung 8: Pinterestseite vom Malerbetrieb Heyse

Abbildung 9: Youtubeseite vom Malerbetrieb Heyse

1. Einleitung

Social-Media-Dienste haben sich in der heutigen Welt etabliert. Nahezu jeder Bürger be- sitzt einen Account bei Facebook, Google+, Twitter, Instagram, Xing oder LinkedIn. Be- schleunigt wurde diese Tatsache mit der Einführung der Smartphones. Heutzutage hat fast jeder zweiter Bundesbürger ein mobiles Telefon mit Zugang zum Internet und nutzt dieses auch. Vor drei Jahren war es nur jeder achte.1 Natürlich wollen auch die Unternehmen in diesem Umfeld mitmischen und probieren in diesen Netzwerken Fuß zu fassen. So lassen sich nicht nur die aktuellen Kunden ansprechen, sondern es ist möglich, über die Kommu- nikation mit der jungen Altersschicht, neue Käufer für die Zukunft zu akquirieren.

Aber wie kann sich ein Unternehmen von anderen erfolgreich im Social Media abgrenzen? Wie können Unternehmen ohne großen Aufwand einen positiven Nutzen daraus ziehen? Wie kann ein Unternehmen ihre Kunden ansprechen und welche Plattformen sollten dafür gewählt werden? Gibt es positive Beispiele für gelungene Auftritte im Social Media und wie kann ein Unternehmen diese für sich umsetzen?

Mit diesen Fragen soll sich die Hausarbeit beschäftigen und Antworten finden. Dazu soll zuerst geklärt werden, was unter dem Begriff Social Media verstanden wird. Anschließend werden aktuelle Plattformen für Social Media erklärt und aufgezeigt, auf welche Weise Unternehmen von diesen partizipieren können. Des Weiteren werden die Mitgliederzahlen beleuchtet. Damit wird deutlich, ob sich ein Auftreten für ein Unternehmen lohnt. Danach sollen die Ziele von Kampagnen im Social Media aufgezeigt werden. Selbstverständlich kommen danach positive Beispiele aus der Welt der Sozialen Medien. Abgerundet wird die Hausarbeit mit dem Fazit.

2. Was ist Social Media?

Social Media, zu Deutsch Soziale Medien, ist ein Synonym für das Verbreiten von Informa- tionen, Meinungen und Erfahrungen in der virtuellen Welt. Dabei spielen geografische Gegebenheiten keine Rolle mehr, da durch die Verbindung über das Internet jeder Nutzer mit jedem anderen in der Welt kommunizieren kann. Beispiele für Social Media sind Blogs, Communities, Foren, Videoportale, Bildplattformen und vieles mehr. Alle diese Werkzeuge unterstützen den Internetnutzer in seiner Interaktion mit Freunden, Verwandten, Bekann- ten, aber auch fremden Personen weltweit.2 Was der Anwender dabei teilt, ist ihm völlig selbst überlassen und unterliegt fast keinerlei Beschränkungen. So können Geschriebenes, Videos, Bilder, Tondateien, Musik, sowie Anwendungen weitergegeben werden.3

Durch die Verteilungs- und Gestaltungsmöglichkeiten bekommt der einzelne Mensch mehr Gewicht. Im Social Media können die Menschen ihre Meinungen kundtun und sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Diese Meinungen und Veröffentlichungen sind schwer wieder zu löschen und zu kontrollieren. Als Beispiel dient die Veröffentlichung auf der Plattform Wikileaks, auf der Julian Assange im Jahr 2010 geheime politische Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellte.4

Im Punkt Werbung zeigt Social Media neue Perspektiven auf. Waren vorher traditionelle Medien wie Fernsehen, Zeitungen, Zeitschriften und Radio die bestimmenden Instrumente im Marketing, so sind es heute Videos bei Youtube, Werbebanner bei Facebook oder In- formationen über das Unternehmen bei Twitter. Social Media ist dabei nicht nur ein weite- res Marketingtool, sondern ein anderes. Vorher war bei Werbekampagnen klar, dass es zu sogenannten Streuverlusten kommt. Das heißt, dass Unternehmen in Kauf nehmen muss- ten, dass die Werbung nicht nur von der Zielgruppe des Produktes wahrgenommen wird, da die direkte Ansprache kaum oder gar nicht möglich war. Als Beispiel dient Fernsehwer- bung. Ein Werbespot kann in der Werbepause eines Films, einer Serie oder einer Sendung geschaltet werden. Doch wer ist der Empfänger der Nachricht? Genaue Aufschlüsselung gibt es kaum. Es gibt nur die Hochrechnung der Fernsehzuschauer. Aber die Möglichkeit, seine Zielgruppe genau zu bestimmen, gibt es nicht. Social Media ist da anders: Die Men- schen melden sich meistens per Profil an. Das Profil ist im besten Fall komplett ausgefüllt. So ist bekannt, wo der Nutzer lebt, wie alt er ist, welche Hobbies er hat, was sein Familien- stand ist, wo er arbeitet, was seine Schulausbildung ist und vieles mehr. Dies gibt dem Unternehmen die Chance, genau den Kunden anzusprechen, von dem es glaubt den größ- ten Nutzen zu haben.5

Als Beispiel dient Bierwerbung. Wenn etwa eine Brauerei ein neues Szenebier auf den Markt bringt, kann es genaue Spezifikationen für die geschaltete Werbung bei Facebook angeben. So können gezielt Männer angesprochen werden, die im Alter von 18 bis 40 Jah- re alt sind, als Hobby Fußball oder einen Fußballverein haben, zudem kann noch die Regi- on um die Brauerei als Wohnort gefiltert werden. Dadurch wird jede Ansprache gezielt und die Wahrscheinlichkeit, den richtigen Kunden angesprochen zu haben, erhöht sich um ein Vielfaches.

3. Social Media Unternehmen

Im Social Media gibt es viele unterschiedliche Plattformen, die auf ihre Weise sehr unter- schiedlich sind. Die von der Mitgliederzahl größten Seiten werden nachfolgend betrachtet.

3.1. Facebook

Das wohl bekannteste Social-Media-Netzwerk ist Facebook. Gestartet hat Facebook im Jahr 2004 als Jahrbuch der Harvard Universität. 2012 ging Facebook an die Börse. Zurzeit ist Facebook nach google.com die zweitmeist besuchte Seite des Internets.6

Facebook ist die größte Plattform im Social Media. Erst im Juni hat Facebook nach eigenen Angaben die Schallmauer von einer Milliarde Usern durchbrochen.7 Monatlich aktive Nutzer sind es - laut Facebook - 1,189 Milliarden. Täglich aktiv seien 728 Millionen.8

Die Möglichkeiten der Werbung sind auf Facebook sehr vielseitig. So kann zielgerichtete Werbung geschaltet werden, die auf die Informationen der Mitglieder basieren. Zudem kann ein Unternehmen auf einer eigenen Seite über Produkte informieren und diese be- kannter machen. Auch die Möglichkeit der direkten Kundenkommunikation besteht.

3.2. Google+

Google+ ist aktuell das zweitgrößte Netzwerk im Social Media, seit dem es Twitter im Ja- nuar 2013 überholt hat. Es ähnelt in seinem Wesen Facebook. Der große Vorteil ist jedoch die Kompatibilität mit anderen Google-Anwendungen. So gibt es viele Verknüpfungen zu den Diensten Google Docs, Google Mail, Google Kalender oder Google Drive. Gestartet ist Google+ im Juni 2011.

Aktuell hat Google+ 540 Millionen Mitglieder, von denen 300 Millionen monatlich aktiv sind.9 In Deutschland gibt es aktuell neun Millionen aktive Benutzer bei Google+.10

Die Werbemöglichkeiten ähneln auch hier sehr stark Facebook. So kann ebenfalls eine Unternehmensseite erstellt werden. Auch das schalten von Werbung und die direkte Kommunikation mit dem Kunden ist möglich.

3.3. Youtube

Youtube ist das Videoportal von Google. In diesem Netzwerk können Nutzer Videos kostenlos anderen Menschen zur Verfügung stellen. Gegründet wurde Youtube im Jahr 2005. Google kaufte es im Oktober 2006.

Die genaue Mitgliederzahl von Youtube kann nicht genau beziffert werden, weil keine Anmeldung nötig ist, um die Videos anzuschauen. Aber laut Google kommen jeden Monat eine Milliarde Menschen auf Youtube, „to access news, answer questions and have a little fun“͘11 Eine weitere interessante Zahl zu Youtube: Jede Minute werden 100 Stunden Video auf der Seite hochgeladen.12

Bei Youtube kann ein Unternehmen eigene Filme zur Verfügung stellen. Das kann das Werbevideo aus den Fernsehspots sein, aber auch informative Inhalte können geteilt werden. Zum Beispiel, wie es in den Fabriken aussieht oder wie ein Produkt hergestellt wird. Eine weitere Möglichkeit sind kurze Werbefilme, die kostenpflichtig anderen Inhalten vorangestellt werden und von Youtube-Usern gesehen werden.

3.4. Twitter

Twitter ist ein sogenanntes Mikroblogging-Portal, in dem Mitglieder, Firmen, Organisation oder Medien Nachrichten mit einer Länge bis 140 Zeichen teilen dürfen. Die erste Nach- richt wurde im Jahr 2006 versendet und im September 2013 ging das Unternehmen an die Börse.

Heute hat Twitter 232 Millionen aktive Mitglieder, die mindestens einmal im Monat aktiv sind. Täglich sollen es laut dem Netzwerk sogar noch 100 Millionen sein.13 In der nachfolgenden Grafik wird der rasante Mitgliederanstieg deutlich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Wachstum von Twitter14

Bei Twitter gibt es aktuell nur die Möglichkeit der „Sponsored Posts“͘ Diese rt von Werbung ist als solche gekennzeichnet und vom Benutzer aufgenommen. So ist es möglich, die Werbung an besondere Hashtags anzuhängen. So sind auch bei Twitter gezielte Kampagnen realisierbar. Das Problem ist, dass auch die Werbung auf 140 Zeichen begrenzt ist und oft nur ein Link hinterlegt werden kann, um auf ein Produkt aufmerksam zu machen. Ebenfalls kann direkt mit dem Kunden kommuniziert werden. So lassen sich schnell Missstimmungen erkennen und es kann darauf reagiert werden.

3.5. Instagram

Instagram ist eine Plattform, auf der Nutzer selbstgemachte Fotos und Videos mit Freunden oder Bekannten teilen können. Vor der Verteilung kann das Foto bearbeitet werden. Dazu stehen einige Werkzeuge zur Verfügung. Instagram gibt es als Smartphone-App für IOS, Android und Windows.

Der Dienst Instagram wurde am 6. Oktober 2010 gegründet. Laut Instagram hat die Plattform aktuell 16 Milliarden Bilder. 55 Millionen Bilder kommen jeden Tag dazu. Aktuell verfügt Instagram 150 Millionen aktive Mitglieder weltweit.15

In Sachen Werbung steht Instagram noch am Anfang. Es gibt im Moment keine Möglich- keit, Werbung zu platzieren. Natürlich können Firmen Werbebilder oder -plakate hochladen, doch werden diese von den Nutzern nicht beachtet. Daher möchte Instagram in Zukunft attraktive Werbebilder gegen Bezahlung auf den Seiten der Mitglieder posten. Diese sollen aber in einem künstlerischen Rahmen designed sein.16

3.6. Xing

Xing ist eine Business-Plattform im Social Media. Hier können einzelne Personen und Un- ternehmen Profile anlegen und verwalten. Zudem können Kontakte zu Business-Partnern

geschlossen werden. Gegründet wurde Xing im Jahr 2003 als OpenBC und ging im Jahr 2006 an die Börse.

Die Mitgliederzahl im dritten Quartal 2013 lag bei 6,72 Millionen Benutzer im deutschspra- chigen Raum. Davon sind es 829.000 Premium-Nutzer.17 Weltweit sind es 14 Millionen Mitglieder.18

[...]


1 Vgl. Statista (2013), o. S.

2 Vgl. Weinberg, T. (2010), S. 4f.

3 Vgl. Heymann-Reder, D. (2011), S. 20.

4 Vgl. Heymann-Reder, D. (2011), S. 20.

5 Vgl. Zarrella, Dan (2012), S. 6f.

6 Vgl. Alexa (2013), o. S.

7 Vgl. Allfacebook.de (2013), o. S.

8 Vgl. Social Media Statistiken (2013), o. S.

9 Vgl. Google Official Blog (2013), o. S.

10 Vgl. Social Media Statistiken (2013a), o. S.

11 Youtube Official Blog (2013), o. S.

12 Vgl. Youtube Official Blog (2013), o. S.

13 Vgl. Social Media Statistiken (2013b), o. S.

14 Social Media Statistiken (2013b), o. S.

15 Vgl. Instagram (2013), o. S.

16 Vgl. Instagram Blog (2013), o. S.

17 Vgl. Xing (2013), o. S.

18 Vgl. Xing (2013a), o. S.

Details

Seiten
28
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668287426
ISBN (Buch)
9783668287433
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v339167
Institution / Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Frankfurt früher Fachhochschule
Note
2
Schlagworte
unternehmen social media erfolgskonzepte netzwerken

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