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Nachhaltige Produktivität. Entwicklung eines neuen Formalziels aus Sicht der Nachhaltigen Ökonomie unter Berücksichtigung der neoklassischen Wirtschaftsschule

Bachelorarbeit 2016 94 Seiten

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Gegenstand der Arbeit
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Thematische Abgrenzung
1.4. Methodik und Überblick über die Arbeit

2. Neoklassische Ökonomie als traditionelle Wirtschaftsschule
2.1. Eine Bestandsaufnahme
2.2. Leitbild - Prämissen einer neoklassischen Ökonomie
2.3. Produktivität als Formalziel im neoklassischen Sinn
2.3.1. Definition der Produktivität
2.3.2. Definition der Produktionsfaktoren
2.4. Kritik am neoklassischen Wirtschaftssystem

3. Nachhaltige Ökonomie als zukunftsfähiges Wirtschaftssystem
3.1. Leitbild - Prinzipien der Nachhaltigkeitsethik
3.2. Definition einer Nachhaltigen Entwicklung
3.3. Nachhaltige Strategieoptionen des Wirtschaftssystems
3.3.1. Die Effizienzstrategie
3.3.2. Die Konsistenzstrategie
3.3.3. Die Suffizienzstrategie
3.3.4. Weitere Strategieformen

4. Der nachhaltige Einsatz von Produktionsfaktoren
4.1. Der Produktionsfaktor Kapital symbolisiert durch das Unternehmen ..
4.1.1. Eine nachhaltige Unternehmenskultur
4.1.2. Ein nachhaltiger Führungsstil
4.1.3. Ein nachhaltiger Arbeitsplatz
4.2. Der Produktionsfaktor Arbeit symbolisiert durch den Arbeitnehmer
4.2.1. Eine nachhaltige Lebensweise und die Auswirkungen auf die Gesundheit
4.2.2. Eine nachhaltige Ernährungsweise und deren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit
4.2.3. Der Umgang mit Stress und dessen Bedeutung für eine nachhaltige Leistungsfähigkeit
4.2.4. Die Rolle von Glück und Zufriedenheit für eine nachhaltige Leistungsfähigkeit
4.3. Der Produktionsfaktor Boden symbolisiert durch den Ressourceneinsatz
4.4. Der neue Produktionsfaktor Wissen

5. Nachhaltige Produktivität - Entwicklung eines neuen Formalzieles
5.1. Definition
5.2. Schlüsselkriterien für Nachhaltige Produktivität
5.3. Eine Vision zur Integration von Nachhaltiger Produktivität in das Wirtschaftssystem

6. Schlussbemerkung - kritische Würdigung und Ausblick

Anhang

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Nachhaltigkeitsethik in Unternehmen im Sinne der Nachhaltigen Ökonomie

Abb. 2: Konkrete Nachhaltigkeitsprinzipien für Unternehmen

Abb. 3: Unternehmenskultur - das Eisberg-Modell

Abb. 4: Neues St. Galler Management-Modell

Abb. 5: Häufigkeit von Absentismus und Präsentismus

Abb. 6: Einflussfaktoren der Arbeitsfähigkeit

Abb. 7: Zivilisationskrankheiten

Abb. 8: Biologische Leistungskurve

Abb. 9: Auszug aus der Gesamtliste Social Readjustment Rating Scale

Abb. 10: Schlüsselfähigkeiten

Abb. 11: Glück in europäischen Ländern

Abb. 12: Glücksfaktoren am Arbeitsplatz

Abb. 13: Schlüsselkriterien der Nachhaltigen Produktivität

Abb. 14: Ein nachhaltiges Wirtschaftssystem

Abb. 15: Ein nachhaltiger Produktionsprozess

1. Einleitung

1.1. Gegenstand der Arbeit

„Aus einem halben Jahrhundert fortschreitender Aufklärung und zunehmenden Wohlergehens bewegen wir uns auf ein neues dunkles Zeitalter zu, das für die Mehrheit schwere Zeiten, für einige Wenige aber unverhältnismäßige Privilegien und Reichtümer bringt.“1

Was Carlos Joly in seinem Beitrag im neuen Bericht an den Club of Rome beschreibt, resultiert aus einer jahrzehntelangen Missachtung der „Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit“2 des Planeten und stellt die weitverbreitete Neigung der Wirtschaft „weiter wie bisher“3 zu agieren, in Frage. Die weltweite Nachfrage nach Wachstum zerstört täglich unzählige Waldgebiete einer Fläche, die der Stadt New York entsprechen, sie führt zur Ausrottung von 130 Tier- und Pflanzenarten pro Tag und trägt die Schuld am Tod von über 10.000 Kindern, die täglich weltweit an Unterernährung sterben. Das Dilemma wird deutlich: „20 % der Weltbevölkerung verbrauchen 80 % der Rohstoffe“ während die verbleibenden 80 % der Menschheit die Auswirkungen dieser Ausbeutung zu spüren bekommen. Die Erde erwärmt sich, der Meeresspiegel steigt und die Wüstenbildung weitet sich aus.4 Der Klimawandel wird Millionen von Menschen aus ihren Lebensräumen vertreiben und Ausmaße annehmen, die „die klassischen Völkerwanderungen wie ruhige Sonntagsspaziergänge erscheinen lassen.“5 Das unentwegte Streben der Wirtschaftsakteure nach höheren Gewinnen und schnellerem Wachstum macht unsere Erde zu einem ausgebeuteten Organismus, der kurz vor einem Kollaps steht. Neben den ökologischen Erschwernissen zählen auch die sogenannten Megatrends Globalisierung, demografischer Wandel, Digitalisierung und Wertewandel zu den künftigen Herausforderungen der Wirtschaft.6 Diese Probleme stellen alle bisherigen ökonomischen Entscheidungen in Frage und drängen das aktuelle Wirtschaftssystem auf die Anklagebank: „Kann diese Kurzfristökonomie der vergangenen fast 250 Jahre, in denen die maximale Steigerung der Gewinne und Güterproduktion im Mittelpunkt der Ökonomie stand und mit einem stetigen Wachstum des Ressourcenverbrauchs einherging, weiterhin praktiziert werden?“7 Wohl kaum, doch sind die Unternehmen bereits soweit ihre Strategien zu ändern, um zukünftig unter nachhaltigen Gesichtspunkten zu agieren? Die Veränderungen müssen weit umfangreicher sein, als nur ein effizientes Produkt am Ende der Wertschöpfungskette zu präsentieren. Daher lautet die Forderung: Alle für den Entstehungsprozess eingesetzten Mittel müssen zukünftig unter

Berücksichtigung der Leitlinien der Nachhaltigkeit in einem transformierten Wirtschaftssystem eingesetzt werden, wenn nicht weiterhin riskiert werden soll, dass die Ressourcen über ihre Belastungsgrenzen hinweg verbraucht werden. Das erstrebenswerte Ziel lautet Nachhaltige Produktivität.

1.2. Zielsetzung der Arbeit

Diese Arbeit hinterfragt kritisch das vorherrschende Wirtschaftssystem und verfolgt dabei die Thesen, dass „die derzeitigen Bestrebungen der neoklassischen Wirtschaftsschule ein Entstehen von Nachhaltiger Produktivität unmöglich machen“ und „die Ziele Wachstum und Nachhaltigkeit im Widerspruch zueinander stehen.“ Als Ergebnis dieser Arbeit soll eine Definition von Nachhaltiger Produktivität als neues Formalziel festgelegt werden sowie die entsprechenden Schlüsselkriterien für dessen Erreichen benannt werden.

1.3. Thematische Abgrenzung

Diese Arbeit legt in ihren Ausführungen die Schwerpunkte auf Produktivität und Produktionsfaktoren in Verbindung mit Nachhaltigkeit. Dabei soll nur das neoklassische Wirtschaftssystem sowie die Lehre der Nachhaltigen Ökonomie herangezogen werden. Bei der Untersuchung der Faktoren sollen vor allem die Auswirkungen auf die Arbeitnehmer, Unternehmen und Umwelt im Fokus stehen.

1.4. Methodik und Überblick über die Arbeit

Zur Erreichung der Zielsetzung wird zunächst die aktuelle Wirtschaftsschule kritisch betrachtet und die Nachhaltige Ökonomie als empfohlene Alternative vorgestellt. Kapitel 4 betrachtet die gegenwertige Nutzung der Produktionsfaktoren Arbeit, Boden, Kapital und die der neu hinzugekommenen Komponente Wissen. Dabei sollen die betrieblichen und persönlichen Aspekte konkretisiert werden, die es gilt unter nachhaltigen Gesichtspunkten zu verändern, um schlussendlich von der neoklassischen Produktivität zu einer Nachhaltigen Produktivität zu gelangen. Der Produktionsfaktor Arbeit, verkörpert durch den Arbeitnehmer, soll dabei hinsichtlich seiner Lebensweise, Ernährungs- und Gesundheitskompetenz betrachtet werden. Der Arbeitgeber vertritt den Faktor Kapital und stellt durch seine Investitionen einen Arbeitsplatz zur Verfügung, den es gilt durch eine entsprechende Unternehmenskultur sowie Führungsstil nachhaltig zu gestalten. Der Faktor Boden umfasst die natürlichen Rohstoffe, welche auf ihren schonenden Einsatz im Produktionsprozess untersucht werden. Neu hinzugekommen ist der Produktionsfaktor Wissen, der ebenso eine entscheidende Rolle auf dem Weg zu Nachhaltiger Produktivität einnimmt und daher näher erläutert wird. Abschließend werden aus diesen Erkenntnissen die Definition und Schlüsselfaktoren der Nachhaltigen Produktivität benannt. Ein visionärer Ausblick und kritische Würdigung runden die Arbeit ab.

2. Neoklassische Ökonomie als traditionelle Wirtschaftsschule

2.1. Eine Bestandsaufnahme

Die neoklassische Wirtschaftsschule bestimmte bereits zwischen 1870 und 1936 das wirtschaftliche Handeln und ist auch heute, seit nun schon mehr als 36 Jahren, die vorherrschende Logik aller unternehmerischen Bestrebungen.8 Nicht einmal die Finanzkrise mit ihren existentiell zerstörerischen Auswüchsen konnte die Wirtschaft dazu bringen, von ihren Formalzielen wie Rendite und Kostendeckung Abstand zu gewinnen, und ihre unternehmerischen Aktivitäten zu hinterfragen.9 Wachstum, Fortschritt und maßloser Konsum treiben heute die Akteure an, immer schneller neue Produkte auf den Markt zu bringen: „Die Wirtschaft ist alles.“10 Vergleicht man die Wohn- und Besitzverhältnisse eines Jugendlichen in der heutigen Zeit mit einem Gleichaltrigen, der im 19. Jahrhundert gelebt hat, wird einem schnell klar in welchem Dilemma wir uns heute befinden. Bewohnte damals ein Jugendlicher zusammen mit seiner Familie meist nur einen Raum und besaß er auch nur wenige persönliche Dinge, so nennt heute ein Heranwachsender oft bis zu 500 Gegenstände sein Eigen. Angefangen vom Flachbildfernseher über Computer, Playstation, Spiele und DVD´s bis hin zu alltäglichen Dingen wie ein Bett, Kleidung, Schmuck, Bücher etc. Die Frage, die sich einem stellt: Wann soll er mit all den Dingen spielen, sie nutzen, lesen, anhören? Wahrscheinlich wird er dazu, neben seiner schulischen bzw. beruflichen Tätigkeit kaum Zeit haben und auch eine Freizeit, die nur aus fernsehen oder am Computer spielen besteht, scheint keine sehr erfüllende zu sein. Auch der fortwährende Konsum von neuen und technologisch besseren Dingen führt zu einer Anhäufung unzähliger Gegenstände, die oftmals kaum genutzt im Müll landen. Betrachtet man die jährlichen Abfallzahlen für Deutschland, so bekommt man einen guten Eindruck vom vorherrschenden Konsumverhalten und Bewusstsein der Käufer: 800.000 Tonnen Kleider sowie 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jährlich in den Abfall geworfen. Dazu kommen eine Million Tonnen veraltete oder defekte, aber reparable Handys, Computer, Fernseher, CD-Spieler und Laserdrucker, die so ihren Weg auf den Schrottplatz finden.11 Die Gewinner sind die Unternehmen, die durch steigende Absatzahlen immer größere Gewinne einfahren und auch dem Konsumenten wird im ersten Moment ein Gefühl der Freude am neu erworbenen Produkt vermittelt. Doch neben diesem Wohlstand entsteht „ein stetig wachsendes Gefahrenpotential“12, dessen Ausmaße heute kaum einzuschätzen sind.

Betrachtet man beispielsweise den Kauf eines Kleidungsstückes oder auch die eigenen Ernährungsgewohnheiten. All das kann ungeahnte Konsequenzen nach sich ziehen, welche sich negativ auf die Bezahlung und die Lebensweise eines Menschen am anderen Ende der Welt auswirken oder in seiner verheerendsten Konsequenz den ökologischen Zerstörungsprozess beschleunigen und somit die Existenz der ganzen Menschheit bedrohen.13

„Heute ist es die neue, durch den Menschen selbst hervorgebrachte Situation, dass er die Fähigkeit erlangt hat, die Menschheit und das Leben auf der Erde zu vernichten.“14

(Karl Jaspers, Philosoph)

2.2. Leitbild - Prämissen einer neoklassischen Ökonomie

Die Neoklassik bezeichnet die von dem Ökonomen Alfred Marshall begründete Wirtschaftsschule und beschreibt die Fortführung der Klassischen Ökonomie.15 Mit ihr verbindet sie die grundlegende Annahme, dass Individuen in ihrem Handeln vor allem von ihrem Selbstinteresse geleitet werden.16 In der Neoklassik ist die Eigennützigkeit die herausragende Charaktereigenschaft des sogenannten Homo oeconomicus.17 Der lateinische Begriff beschreibt einen wirtschaftlich im Sinne von haushaltenden Menschen, der drei zentrale Merkmale aufweist: „Rationalität, Egoismus, Zeitkonsistenz (absolut willensstark).“18 Als „Sinnbild der neoklassischen Theorie“ werden ihm ein rationales Handeln und feststehende Prämissen unterstellt, so dass er stets unter den gegebenen Alternativen diejenige auswählen wird, die seinen eigenen Nutzen am stärksten maximiert. Dabei spielt allein die finanzielle Komponente eine tragende Rolle und lässt andere Aspekte wie ein höherer Ausstoß an Emissionen und die Unterstützung der Bauern bei der Vermarktung ihrer regionalen Produkte außer Acht.19 Allein an diesem Beispiel bietet sich ein Hinterfragen der zugrunde liegenden Wirtschaftstheorie mit ihrem rational handelnden Menschenbild an, dem es leider an Bewusstsein, Weitsicht und ethischer Vernunft fehlt. Bereits Sokrates beschäftigte sich zu seinen Lebzeiten mit der Frage, wie es Menschen gelingen kann, ein gutes, bedachtes Leben zu praktizieren. Er wollte dies damit herausfinden, indem er Passanten fragte, wo sie ihre Lebensmitteleinkäufe tätigen würden. Für ihn stellt der überlegte Konsum eine Verbindung mit einem guten Leben dar, was heute, angesichts zahlreicher Lebensmittelskandale aktueller denn je ist und somit das Handeln eines „durchschnittlichen, statistischen Massenphänomens“20 wie dem des Homo oeconomicus zu hinterfragen bedarf.21

Es geht im System der Neoklassik also darum, wie eine Zielfunktion, die z.B. Gewinn oder Kosten beinhalten kann, unter Berücksichtigung gegebener Bedingungen in Form von Einkommen, Budget oder Produktionsmenge optimiert werden kann.22 Der Wirtschaftswissenschaftler Mankiw verfasste dazu die zehn volkswirtschaftlichen Regeln, die grundlegend für alle Entscheidungen der gegenwärtig angewandten Volkwirtschaftslehre sind. Er erklärt darin die Logik der individuellen Entscheidungsprozesse der Menschen, die

(1) „zwischen Alternativen wählen müssen,
(2) dass die Kosten jeder Aktivität in den dafür aufgegebenen anderen Aktivitäten gemessen werden,
(3) dass rationale Entscheidungsträger Grenznutzen und Grenzkosten vergleichen und
(4) dass die Menschen ihr Verhalten aufgrund von Anreizen ändern.“
Das Zusammenwirken der Menschen wird laut Mankiw dadurch charakterisiert,
(5) „dass Handel von wechselseitigem Nutzen sein kann,
(6) das Märkte für gewöhnlich gut geeignet sind, um den Handel zu koordinieren und
(7) dass der Staat beim Vorliegen von Marktversagen oder von ungerechten Ergebnissen möglicherweise die Marktergebnisse verbessern kann.“
Die dritte Untergliederung erklärt das Funktionieren der Volkswirtschaft damit,
(8) „dass die Produktivität die wahre Quelle des Lebensstandards ist,
(9) dass das Geldmengenwachstum die wirkliche Ursache der Inflation ist und
(10) dass die Gesellschaft vor dem kurzfristigen Zielkonflikt zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit steht.“23

2.3. Produktivität als Formalziel im neoklassischen Sinn

Die Zielvorgaben einer jeden Unternehmung sind als zentraler Ausgangspunkt ihres wirtschaftlichen Handelns anzusehen. Ein Ziel stellt dabei einen erwünschten zukünftigen Zustand dar, dessen Erreichen unter dem Einfluss verschiedenster Handlungen und Unterlassungen steht.24 Eine Form der Unterteilung der Ziele erfolgt in Sach- und Formalziele. Jedes Unternehmen verfolgt durch die Bereitstellung von Gütern oder Dienstleistungen zur Bedürfnisbefriedigung ein allgemeines Sachziel. Darüber, welche Produkte produziert werden sollen und in welcher Form sie später am Markt dem Kunden angeboten werden, entscheiden speziell abgeleitete Sachziele. Wie aber ein Erreichen der formulierten Sachziele sichergestellt werden kann, geben die sogenannten Formalziele (Erfolgsziele) an. Sie stellen die Rahmenbedingungen für den Leitungserstellungsprozess dar und ihre Inhalte können wie folgt ausgestaltet werden:

- „wirtschaftlich (z.B. Gewinnerzielung, Kostendeckung),
- technisch (z.B. Flexibilität der Produktion),
- sozial (z.B. gesellschaftliche Verantwortung, humane Arbeitsbedingungen) oder
- ökologisch (z.B. Umweltschutz) sein.“25

Zu den Formalzielen werden u.a. die Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Rentabilität gezählt,26 wobei nur die Produktivität nun näher betrachtet werden soll.

2.3.1. Definition der Produktivität

Nach Erich Gutenberg versteht man unter Produktivität im Allgemeinen „die Eigenschaft einer Person oder einer Sache, etwas hervorzubringen zu »produzieren«.“ Da es für jede Leistungserstellung auch einen Leistungsverbrauch bedarf, stellt die Produktivität das Verhältnis zwischen der erstellten und der verbrauchten Leistung dar. Die für den Herstellungsprozess benötigten Leistungen unterteilen sich in die menschliche Arbeit, die Arbeits- und Betriebsmittel sowie die notwendigen Werkstoffe. Diese Güter bezeichnet Gutenberg als Produktionsmittel bzw. "produktive Faktoren" aus dessen Kombination er seine Produktivitätsformel abgeleitet hat:

Produktivität =

Ergebnis (Ertrag) der Faktoreinsatzmengen Faktoreinsatzmengen

Immer auf eine Zeiteinheit bezogen.27

Für Mankiw ist die Produktivität „die Menge der pro Arbeitsstunde produzierten Güter.“28

Da die Messung der Gesamtproduktivität oftmals recht schwierig ist, belässt man es bei der Darstellung von Teilproduktivitäten. Diese können z.B. die Produktivität

des Materialeinsatzes oder auch der Arbeit sein. Letztere lässt sich wie folgt darstellen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Vgl. Gutenberg, 1990, S. 27-30.

In der Neoklassik lassen sich alle Produktivitätssteigerungen auf ein verbessertes Ergebnis der Maschinenleistungen und Produktionsverfahren zurückführen. Daraus ableitend resultiert eine höhere Arbeitsproduktivität nicht folglich aus einer gesteigerten Leistung der Arbeit. Vielmehr wird die Erhöhung dem effizienteren Einsatz von Betriebsmitteln verdankt, welche bedingt durch den technischen Fortschritt eine tragende Rolle im Leistungserstellungsprozess einnehmen. Es wird angenommen, dass über die Zeit hinweg die Bedeutung der menschlichen Arbeitskraft an Maschinen immer mehr an Wert verlieren wird sowie eine Steigerung in der Leistungserstellung kaum noch durch eine verbesserte Arbeitsleistung ohne maschinelle Unterstützung erreicht werden kann.29 Im 18. Jahrhundert unterlag man der Annahme, Produktivität käme nur in der Land- und Forstwirtschaft vor. Dies änderte sich in Folge der Industrialisierung, wonach es verstärkt der Sachgüterproduktion zugerechnet wurde. Auch heute hat sich an dieser Annahme kaum etwas geändert, obwohl die „größten Produktivitätsfortschritte“ im Bereich der Verwaltung und dem Dienstleistungssektor zu verzeichnen sind. Hierbei ist es der Faktor Mensch, dem diese Steigerungen zuzurechnen sind und der mit dem richtigen Umgang und Einsatz der neuen Medien der Büro- und Telekommunikation zu einer zielgenaueren, schnelleren, flexibleren und stärker vernetzten Gewinnung, Verarbeitung, Auswertung und Weitergabe von Informationen beiträgt und somit eine effizientere Verwaltungsarbeit vorantreibt.30 Dieser Erkenntnis nach bedarf es im Zeitalter moderner Medien und unter dem wachsenden Druck der bereits erwähnten Megatrends einer Korrektur des Produktivitätsbegriffes mit seinen Faktorgrößen sowie eine zusätzliche Beachtung der Produktivität der Kopfarbeiter.

2.3.2. Definition der Produktionsfaktoren

Seit über 200 Jahren unterteilt man die Produktionsfaktoren (Inputs) in Arbeit, Kapital und Boden. Zusammen bilden sie die notwendige Gruppe an Gütern, die zur Erstellung eines Gutes (Output) vorhanden sein müssen.

Ein detaillierter Überblick über die Produktionsfaktoren:

(1) „Arbeit (menschliche Arbeitskraft):

(a) koordinierende Tätigkeiten (dispositiver Faktor);
(b) geistige Kenntnisse (z.B. technisches Wissen, sog. Humankapital);
(c) ausführende Tätigkeiten (z.B. handwerkliche Tätigkeiten).

(2) Kapital:

(a) Maschinen und Anlagen (Produktionsmittel, auch Realkapital genannt);
(b) Gebäude;
(c) Infrastruktur (Verkehrswege, Bildungseinrichtungen).

(3) Natürliche Ressourcen:

Unter den natürlichen Ressourcen (auch Umweltressourcen, Umweltgüter oder Naturkapital genannt) werden alle Bestandteile der Natur verstanden.“31

Die menschliche Arbeitskraft gewinnt in allen Wirtschaftssektoren immer mehr an Bedeutung. Die steigende Anzahl der Dienstleistungen in den einzelnen Bereichen lässt den Personalfaktor vermehrt als Leistungspotenzial bedeutsam werden. Resultierend aus dem zunehmenden „Druck auf die Arbeitsproduktivität“ in Unternehmen rücken das Niveau und die Fähigkeiten der Mitarbeiter immer stärker in das Blickfeld der Führungskräfte.32

2.4. Kritik am neoklassischen Wirtschaftssystem

Nach diesem kurzen Exkurs in Sachen Leitbild und Haltung der neoklassischen Ökonomie stellt sich nun die Frage, ob im Zeitalter der „Transformation21“33 noch an den Grundsätzen der Wirtschaftslehre aus dem 20. Jahrhundert uneingeschränkt festgehalten werden kann oder ob man besser beginnen sollte, diese veralteten Strukturen neu aufzurollen und sich dem Aspekt zuwenden sollte, ob es denn wirklich immer nur einer Steigerung und Maximierung der Ziele bedarf. Nach dem Wissenschaftler und Unternehmer Fredmund Malik befinden sich die Gesellschaften aller Länder in einer der größten Transformationen, die es je gab. Es findet eine neue grundlegende Ordnung der Gesellschaft statt, „eine gesellschaftliche REvolution einer neuen Art.“34

So beschreibt Malik die Auswirkungen der Transformation:

„In wenigen Jahren schon wird, [...], gegenüber heute fast alles neu und anders sein: was wir tun, wie wir es tun und warum wir es tun - wie wir produzieren, transportieren, finanzieren und konsumieren; wie wir erziehen, lernen, forschen und innovieren; wie wir informieren, kommunizieren und kooperieren, wie wir arbeiten und leben.“35

In seinen weiteren Ausführungen geht er auf die fünf entscheidenden Treiber der Transformation ein. Diese sind, für den Veränderungsprozess ausschlaggebend, die globale Bevölkerungsentwicklung, der Umgang mit der Natur, die technologischen, wissenschaftlichen und ökonomischen Fortschritte, die Verschuldung der Staaten sowie die wachsende Komplexität.36 Vor allem im letztgenannten Treiber sieht er einen Hauptverantwortlichen für die Zunahmen der lokalen und globalen Krisen. Deren Ursprung findet man in den veralteten Organisationen und ihrem zunehmenden Unvermögen, mit Komplexität umzugehen. Es ergibt sich ein Bild von immer mehr überforderten, ineffizienten und langsamen Organisationen, die in ihrem Handeln wie gelähmt erscheinen. Der einzige Weg dem Zustand der Starre zu entkommen liegt im Nutzen der Komplexität. Unternehmen müssen erkennen, dass sie der „Rohstoff für Intelligenz, Innovation und Evolution, für Selbstregulierung und Selbstorganisation, und für alle höheren Leistungen“ darstellt. Diesen „Baustoff der Neuen Welt“ gilt es zu nutzen, um die Gesellschaft und ihre Lenkung von Grund auf zu reformieren.37

Es ist nicht Adam Smith´s „unsichtbare Hand“38, die uns weiterhin an der auf Wachstum ausgerichteten Gesellschaft festhalten lässt. Es sind die Strukturen und Prozesse eines von gewinn- und nutzenmaximierenden Akteuren gestalteten Wirtschaftssystems, das allmählich mit seiner Verfahrensweise an den Rand der Existenz getrieben wird. Es wurde ein Ist-Zustand geschaffen, der auf immer mehr Menschen eine unbefriedigende oder gar zerstörerische Wirkung ausübt und seine natürlichen und sozialen Lebensbereiche gefährdet.39 So sind es zum einen die ökologischen Gefahren, die z.B. durch einen fortwährenden Ausstoß von Treibhausgasen und der Rodung von Wäldern zu einer enormen Zerstörung von Naturkapital führen, welches als Folge die Verbreitung von Hungersnöten und eine steigende Zahl von ökologischen Flüchtlingen begünstigt. Der „CO2- Fußabdruck“40 der Unternehmen hinterlässt immer gravierendere Spuren auf den Pfaden unseres Planeten und an dessen Wegesrändern bleiben verarmte Bauern, hungernde Völker, ausgebeutete Ressourcen und eine Gesellschaft zurück, deren Wachstumszwänge sie zu Innovationen führt, deren Gefahren den Nutzen übersteigen (Atomenergie, Gentechnik).41 So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Stimmen mehren, dass das Wirtschaftswachstum nicht mehr dem Wohlstand der Menschheit dient, sondern nur noch auf die persönliche Vermehrung des Geldvermögens ausgerichtet ist.42 Hierbei rückt vor allem Mankiw´s volkswirtschaftliche Regel in den Fokus, dass nur über eine höhere Produktivität ein höherer Lebensstandard zu erreichen wäre.43 Er begründet dies in seinem Modell zu den Angelerfolgen des Robinson Crusoe. Darin hält er fest, dass, je mehr Fisch er pro Stunde fangen kann, er auch umso mehr zum Essen haben wird. Findet Crusoe nun einen besseren Platz zum Fischen, so steigt seine Produktivität, da er noch mehr Fische angelt oder in kürzerer Zeit dieselbe Menge erhält und einer anderen Aufgabe nachgehen kann. Dadurch hat sich der Lebensstandard des Fischers verbessert.44 Doch genau diese Szenarien haben die beschriebene Umweltzerstörung zur Folge. Es werden stets kurzfristige Ziele verfolgt (mehr Fische), um das eigene Wohlergehen zu verbessern ohne dabei die Folgen für die Umwelt und Mitmenschen zu beachten. Crusoe angelt hier nur um seiner Selbstwillen und ist nicht um die Versorgung anderer Menschen bedacht, die nun weniger Fisch zur Verfügung haben oder stellt sich die Frage, warum er denn überhaupt mehr Fisch brauche, wenn er unter keiner Hungersnot leide. Weiterhin schädigt er mit seiner Überfischung das ökologische Gewässersystem, was langfristig eine Reduzierung der Fischbestände und Beeinträchtigungen des Stoffkreislaufes bedeutet. Glaubt man den Berichten des Club of Rome, dann sind „die Grenzen des Wachstums möglicherweise schon längst überschritten und dass sich die Welt schon seit einigen Jahren in einem Zustand der Degenerierung befindet.“45 Daher ist es von entscheidender Bedeutung, das die Ökonomen von der Existenz der „Unsichtbaren Hand“ absehen und nicht länger an einer unabdingbaren Wirtschaftsordnung festhalten, die uns zwingt, die Übernutzung der Natur und der Arbeitskräfte bis zur endgültigen Erschöpfung voranzutreiben.46 Doch warum glaubt die Gesellschaft, dass immer nur ein „Mehr“ an Wirtschaftswachstum erstrebenswert sei? Für viele Menschen bedeutet Wachstum einen positiven erstrebenswerten Zustand, der das Leben verbessert und zur Verwirklichung der persönlichen Ziele führt, die Lebenserwartung erhöht oder gar zum gesellschaftlichen Frieden beitragen kann. Für den Volkswirt Johannes Hirata erschließt sich jedoch kein Zusammenhang zwischen den genannten Zielen und einem Wachstum der Wirtschaft. So sei Wachstum auch nicht ohne Randerscheinungen möglich, die neben den Gewinnern immer auch Verlierer mit hervorbringen.47 Der Slow Food Aktivist Carlo Petrini beschrieb das Problem mit den Worten: „Das Wirtschaftssystem des globalen Kapitalismus habe versagt; es sei weder in der Lage, alle Menschen - die Bauern in den Ländern der sogenannten Dritten Welt ebenso wenig wie die Bevölkerung in den Metropolen der Ersten Welt - gut zu ernähren noch die kostbare Umwelt zu bewahren und lokale Ökonomien aufzubauen, die nachhaltigen Wohlstand für alle produzieren könnten.“48 Statt an den „Gesetzen des Geldes“ der „Alten Welt“ festzuhalten, sollte die Transformation der „Neuen Welt“ vorangetrieben werden.49 Bereits Henry Ford appellierte an ein Umdenken im Umgang mit Geld:

„Das höchste Ziel des Kapitals ist nicht Geld zu verdienen, sondern der Einsatz von Geld zur Verbesserung des Lebens.“50

Betrachtet man nun die Rolle der Mitarbeiter in einem Unternehmen, so ist auch hier ein fortschreitender Wandel festzustellen. Galt in den ersten Jahrzehnten der Nachkriegsentwicklung noch die Annahme, dass der Arbeitende bloß der Träger seiner Arbeitsleistung wäre und man eine klare Trennung von Person und Arbeitskraft vollzog, so hat man es heute mit einer „Subjektivierung“ von Arbeit zu tun, die die bisherigen Gesetze auf den Kopf stellt.51 Der Mensch ist kein „Computer“, „starrer Automat“ oder „bewusstloser Apparat“52 der in den Modellen der Neoklassik abgebildet werden kann. Die Entwicklung beschreibt zunehmend eine Selbstorganisation der Belegschaft mit Tendenzen zum unternehmerischen Handeln. Der arbeitszeitliche Einsatz, die Leistungsverausgabung sowie die Rationalisierung der Arbeitsprozesse werden immer mehr durch den Mitarbeiter selbst gesteuert. Dabei werden verstärkt ihre subjektiven Fähigkeiten hinsichtlich

Kreativität, Kommunikation, Motivation und Empathie gefordert. Es erfolgt eine Verschmelzung der Eigenschaften einer privaten Person mit der betrieblichen Arbeitskraft.53 Wurden in den früheren Zeiten der Industrienationen noch die Sinnperspektiven während der Freizeit oder im Konsum gesucht,54 so streben die Arbeiter der heutigen Zeit nach einer sinnstiftenden Aufgabe, die sie erfüllt und mit der sie sich identifizieren können. „People care about Fairness“55 wird immer mehr zur allgemeinen Einstellung der Mitarbeiter, wenn es um das betriebliche Handeln geht. Stimmen die Werte des Unternehmens nicht mit den persönlichen Werten des Angestellten überein, so kann dieser keine emotionale Bindung zu seinem Arbeitgeber aufbauen, was für das Unternehmen negative Folgen haben kann. So wurde im Rahmen einer Studie der Gallup GmbH Deutschland für das Jahr 2015 festgestellt, dass gerade einmal 16 % der Arbeitnehmer eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben und daher auch produktiver und zufriedener an ihrem Arbeitsplatz sind, als die 68 %, die nur eine geringe Verpflichtung gegenüber ihrer Arbeit verspüren. 16 % der befragten Arbeitnehmer hätten sogar bereits innerlich gekündigt. Diese Zahlen haben weitreichende Folgen. So belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten aufgrund von innerer Kündigung auf eine Summe zwischen 75,6 und 99,2 Milliarden Euro pro Jahr.56 Die Herausforderungen für die Wirtschaft lauten demnach, die Ökonomie des Wachstums mit seinen negativen Folgen in allen Lebensbereichen zu unterbrechen (u.a. Burn-out, Konsumstress, psychische Belastungen am Arbeitsplatz, Fettleibigkeit) und einen Richtungswechsel von „mehr auf weniger“ zu vollziehen.57 Es geht nicht um ein „Zurück auf die Bäume“58 sondern um „ein Herunterfahren der materiellen Ansprüche, die Umgewichtung von Werten, die Veränderung der wirtschaftlichen Praxis, der Mobilität, der Ernährung, des Arbeitens, der Freizeit und des Wohnens“ bei all denen in den Industrienationen, die ihren Wohlstand auf Kosten anderer erreicht haben.59

Der Philosoph Karl Jaspers formulierte das mit den Worten:

„Wir müssen einsehen: Die Wirtschaft oder irgendeine ihrer Gestalten ist nicht das Absolute. Sie ist nicht der Maßstab für alles, was wir sind und sein können. Sie ist zwar so unentbehrlich wie das Wasser für das Leben, das ohne Wasser sofort stirbt. Aber sie ist so wenig wie das Wasser schon das Leben. Die Wirtschaft empfängt ihren Sinn erst durch das, wofür sie stattfindet und was nicht Wirtschaft ist.“60

3. Nachhaltige Ökonomie als zukunftsfähiges Wirtschaftssystem

Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt die Ökonomen nun schon seit vielen Jahren und hat an Aktualität stets dazugewonnen. „Ob in Wirtschaft, Wissenschaft, oder Medien - Nachhaltigkeit ist das Schlagwort der Stunde.“61 Je mehr wir von der Zerstörung der Lebensräume und Übernutzung von Ressourcen erfahren und uns die Konsequenzen dieser oftmals zu kurz gedachten Handlungen immer schneller einholen, desto aufmerksamer und interessierter werden wir an den Interaktionen der Wirtschaftsakteure mit der Natur und ihren Rohstoffen. Der erhöhte Konkurrenzdruck um die notwendigen Ressourcen der Natur aber auch der Arbeitskräfte drängt die Unternehmen in einen Prozess des Umdenkens, der sie von einem „Zustand der Nicht- Nachhaltigkeit in Richtung Nachhaltigkeit transformieren soll.“62 Der neue Megatrend lautet Neo-Ökologie und umfasst neben dem Naturschutz und der Ressourcenschonung auch die Effizienz und Dauerhaftigkeit in allen Unternehmensbereichen. Das nachhaltige Produzieren und Handeln rückt hierbei immer stärker in den Vordergrund.63 Wie bereits im vorherigen Kapitel erwähnt, befinden wir uns in einem fundamentalen Umwandlungsprozess, der bedingt durch die zunehmende Vernetzung globaler Systeme und einer noch nie dagewesenen Dynamik eine stark wachsende Komplexität aufweist, mit der es nun gilt umzugehen.64 „Doch Nachhaltigkeit fängt nicht erst bei der Verpackung an.“65 Die Verbraucher sind mündig genug, um die Produktionsweisen und Produkte kritisch zu hinterfragen und dadurch ein Versuch des „Greenwashing“ der Unternehmen erkennen. Dabei präsentieren sich die Verantwortlichen gerne der Käuferschaft als „grüner Betrieb“, ohne aber entsprechend zu handeln.66 Doch wer erstmal einen Kunden durch Täuschung verloren hat, wird es schwer haben, diesen für seine Produkte erneut begeistern zu können. Daher bedarf es einer Unternehmenskultur und Unternehmensstrategie, die unter den Aspekten der Nachhaltigkeit aufgebaut und kommuniziert werden und somit den Prozess einer nachhaltigen Wertschöpfungskette verfolgen.67 In einer zukunftsfähigen Moderne werden innovative Unternehmen gebraucht, die ressourcensparend und verbrauchsreduzierend agieren.68

3.1. Leitbild - Prinzipien der Nachhaltigkeitsethik

Ethik (griechisch „Ethos“: Sitte, im Sinne von Moral) ist die philosophische Wissenschaft von der Moral. Sie beschäftigt sich mit den menschlichen Handlungen und Quellen, aus denen sie hervorgehen sowie Werten und Normen. Zentrale Fragestellungen dieser Lehre lauten: „Was sollen wir tun?“ oder „Was dürfen wir nicht tun?“69 Verbindet man dies nun mit der Thematik der Nachhaltigkeit, ergeben sich neue Fragestellungen wie z.B. „Welches Ziel möchte ich erreichen und was sind die dafür erforderlichen Mittel?“ Wie effizient kann ich die vorhandenen Mittel einsetzen und dabei ressourcenschonend vorgehen? Als mögliche Antworten kann auch eine Infragestellung des Ziels an sich gegeben werden. „Muss man tatsächlich essen?“, „Muss der Rasen im Garten so kurz wie das Grün in Wimbledon oder auf dem Golfplatz sein?“ Möchte man diesen Fragen also nachhaltig begegnen, so kann das Ergebnis im wohlbedachten Handeln oder aber auch im Nichthandeln bestehen.70 Dieser hervorgebrachte Respekt für die Umwelt und Mitmenschen „begründet den prinzipiellen Vorrang der Ethik vor der betriebswirtschaftlichen Logik“, welches die neuen wirtschaftlichen Verhaltensweisen charakterisieren sollte.71

Stellt sich einem nun noch die Frage, was Nachhaltigkeit genau bedeutet. Beginnt man mit der einfachen Übersetzung des englischen Begriffes „sustainable“ so erhält man Erklärungen wie „dauerhaft aufrechterhaltend“, „tragfähig“ oder „zukunftssicher“. Aus dieser Auswahl an Erläuterungen haben sich die Bezeichnungen „nachhaltig“ und „zukunftsfähig“ durchgesetzt. Seinen Ursprung findet der Begriff in der Forstwirtschaft, wo er eine Bewirtschaftung der Wälder in Abhängigkeit von dessen Regenerationsbedingungen fordert. Mit einfachen Worten ausgedrückt: In einem bestimmten Zeitraum soll nur so viel Wald gerodet werden, wie auch wieder nachwachsen kann.72 Setzt man die Literaturrecherche fort, so lassen sich auch noch weitere Definitionen finden: „Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise regeneriert werden kann.“73

Verbindet man nun die Begriffe Ethik und Nachhaltigkeit miteinander, lassen sich daraus ableitend die Prinzipien der Nachhaltigkeitsethik formulieren.

(1) „Intra- und intergeneratives Gerechtigkeitsprinzip:

a. Intragenerativ - kein Kulturraum hat das Recht, auf Kosten eines anderen Kulturraumes höhere Standards zu beanspruchen z.B. durch höhere Emissionsraten in Industrienationen,
b. Intergenerativ - für alle heute lebenden und zukünftigen Generationen werden die gleichen ökologischen, ökonomischen und sozial- kulturellen Standards und Verteilungsgerechtigkeiten in den Grenzen der natürlichen Tragfähigkeit angestrebt,

(2) Verantwortung und Solidarität: die Bereitschaft zur aktiven Handlung statt Reaktion sowie die Verantwortungsübernahme für andere,

(3) Vorsorgeprinzip: die eigenen Handlungen müssen von Risikominimierungsund Präventionsstrategien bestimmt sein unter dem Aspekt, dass die Natur nicht bis zur absoluten Belastungsgrenze genutzt werden kann,

(4) Dauerhaftigkeit: Wirtschaftsweisen und Systeme entwickeln, die dauerhaft bestehen können,

(5) Suche nach dem angemessenen Maß: das Maximumprinzip der traditionellen Ökonomie (das zu Gewinnmaximierung, Kurzfristorientierung, Korruption und Gier geführt hat) wird durch das Angemessenheitsprinzip ersetzt.

(6) Nachhaltige Demokratie: Die Eingriffsverpflichtung des Staates bei wirtschaftlichem und sozial-ökologischem Marktversagen und Sicherstellung und Durchsetzung der Grundrechte.“74

Für die Unternehmen bedeutet dies, all ihre betrieblichen Handlungen unter dem Aspekt der Gerechtigkeit und Verantwortung auszuführen. Dabei gilt es die Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales gemäß den Prinzipien der Nachhaltigkeitsethik zu behandeln.75 Die folgende Abbildung zeigt die Integration der Nachhaltigkeitsethik in das Unternehmen. Der ethische Kern basiert auf der „Anerkenntnis der sozialen Eingebundenheit des Menschen“, was übertragen auf die Unternehmen bedeutet, dass von allen Managern und Mitarbeitern die Kompetenz zum gemeinsamen Handeln gefordert wird, gegenseitige Empathie aufgebracht werden soll, der Eigennutzen gebremst sowie Verantwortung übernommen werden soll.76

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Nachhaltigkeitsethik in Unternehmen im Sinne der Nachhaltigen Ökonomie Quelle: Graap, 2015, S. 14.

In Anlehnung an diese ethischen Grundsätze lassen sich nun die allgemeinen Prinzipien der Nachhaltigkeit ableiten:

(1) „Prinzip der intergenerationellen Gerechtigkeit: zwischen jung, alt, Großeltern, Eltern, Kindern, Enkeln sowie künftigen, ungeborenen Generationen.
(2) Prinzip der intragenerationellen Gerechtigkeit: zwischen unterschiedlichen Generationen, d.h. hinsichtlich Alter, Geschlecht, Rasse, Religion, Herkunft, sozialem Status, politischer Gesinnung etc.
(3) Prinzip der Ganzheitlichkeit und Integration: keine der drei Nachhaltigkeitsdimensionen hat Vorrang, sondern es gilt, alle drei in Entscheidungen einzubeziehen; Vernetzung, Zusammenhang und Interdependenz ökonomischer, ökologischer und sozialer Anliegen samt integrativer Problem- und Lösungssicht; integrative Querschnittsorientierung.
(4) Prinzip der Glokalität: „think global, act local“. Verknüpfung von Globalität und Lokalität.
(5) Prinzip der Partizipation, Verantwortung und Stakeholder-Beteiligung: Einbezug aller Betroffenen und Verantwortlichen, aller „Opfer und Täter“.
(6) Prinzip der präventiven Langfristorientierung: Prävention und Vorbeugung statt Reaktion und Krisenbehebung; Beachtung langfristiger und dauerhafter Entwicklungen statt kurzer, temporärer.
(7) Charakter eines normativen Leitbildes: in der Quintessenz ist Nachhaltigkeit ein ethisch-moralisches sowie handlungsleitendes Prinzip und eine regulative Idee.“77

Was bisher für die Allgemeinheit formuliert wurde, lässt sich auch als konkrete Nachhaltigkeitsprinzipien für Unternehmen festhalten, welche in Abbildung 2 nach den Dimensionen ökologisch, ökonomisch und sozial untergliedert wurden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Konkrete Nachhaltigkeitsprinzipien für Unternehmen

Quelle: Pufé, 2014, S. 127.

Zur Ausgestaltung der Formalziele sollten die Unternehmen diese Prinzipien berücksichtigen, um eine Balance zwischen den betrieblichen und gesellschaftlichen Interessen herzustellen. Dadurch schafft es der Betrieb seinen „dynamischen Fit“ (Gleichgewicht) im Veränderungsprozess der Wirtschaft zu finden.78

3.2. Definition einer Nachhaltigen Entwicklung

"Nachhaltig ist eine Entwicklung, „die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“79

Diese Beschreibung einer Nachhaltigen Entwicklung stammt aus dem Brundtland-Bericht der UN aus dem Jahre 1987. Es ist das erste weltweit beachtete Konzept zu einer Entwicklung unter nachhaltigen Gesichtspunkten. Die zwei zentralen Thesen dieser Kommission waren:

1. „Die globale Umweltkrise ist Realität und Bedrohung für die gesamte Menschheit, Verhaltensänderungen sind unabdingbar, Gründe für die Umweltkrise sind Armut, wachstumsbedingter Ressourcenverbrauch und die Wirtschaftskrise im Süden.“
2. „Es ist möglich, eine Zukunft mit größerer wirtschaftlicher und sozialer Sicherheit für alle zu erreichen, bei gleichzeitiger Berücksichtigung der natürlichen ökologischen Grenzen. Probleme der Armut und der Umwelt- und Ressourcenzerstörung lassen sich gleichzeitig lösen. Dafür ist Wachstum erforderlich, das aber eine andere Qualität haben muss.“80

Damals gingen die Ökonomen von der Annahme aus, dass die Probleme der Armut und Unterernährung nur durch Wachstum beseitigt werden können. Heute kommen Kritiker zu dem Schluss, dass ein weiteres Wachstum mit einem vermehrten Ressourcenverbrauch einhergeht und langfristig die Umwelt schädigt und somit auch die Überlebensfähigkeit aller Organismen in Frage stellt.81

Eine weitere Definition der Nachhaltigen Entwicklung lässt sich im Dreieck der Nachhaltigkeit finden. Es verbindet die Aspekte der Ökologie, Ökonomie und Soziales und verdeutlicht, dass Nachhaltigkeit mehr beinhaltet als reinen Klimaschutz. Alle Ziele sind dabei gleichberechtigt zu betrachten und miteinander ins Gleichgewicht zu bringen.82

In der UNO-Konferenz von Rio de Janeiro im Jahre 1992 wurden neben umweltpolitischen Problemen auch globale Entwicklungsdefizite behandelt, die von allen 178 teilnehmenden Staaten unter Berücksichtigung des gemeinsamen Ziels einer weltweiten Nachhaltigen Entwicklung diskutiert wurden.83 In ihrem Abschlussdokument, der Agenda 21, einigten sich die Staaten auf gerechte

Entwicklungschancen für alle Länder und die Sicherstellung der Entfaltung zukünftiger Generationen sowie der Umsetzung der entsprechenden Anforderungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.84

Heute ist Nachhaltige Entwicklung ein festgelegtes Ziel der Europäischen Union, dass „die Bewahrung der Fähigkeit der Erde, das Leben in all seiner Vielfalt zu beherbergen, auf den Grundsätzen der Demokratie, der Gleichstellung der Geschlechter, der Solidarität, der Rechtsstaatlichkeit und der Achtung der Grundrechte aufbaut, wozu Freiheit und Chancengleichheit gehören. Sie strebt eine kontinuierliche Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlergehens auf unserem Planeten für die heute lebenden und für die künftigen Generationen an. Zu diesem Zweck fördert sie eine dynamische Wirtschaft und Vollbeschäftigung sowie ein hohes Maß an Bildung, Schutz der Gesundheit, sozialem und territorialem Zusammenhalt und Umweltschutz in einer friedlichen und sicheren Welt, in der die kulturelle Vielfalt geachtet wird.“85 Die Unternehmen übernehmen im Erreichen der festgelegten Ziele eine tragende Rolle. Als Institutionen marktwirtschaftlicher Systeme generieren sie Einkommensmöglichkeiten, schaffen Ausbildungsperspektiven, produzieren Güter und Dienstleistungen zur Bedürfnisbefriedigung, treiben den Fortschritt der Gesellschaft durch ihre Innovationen voran und sorgen durch ihre Abgabe von Steuern für ein zahlungsfähiges Wirtschaftssystem. Auf der anderen Seite stellen Unternehmen durch ihre Produktionsprozesse eine enorme Belastung für die Umwelt dar, welche durch die Abfälle und Emissionen stark belastet wird. Dies führt zu einer Notwendigkeit eines betrieblichen Nachhaltigkeitsmanagements als wesentliche Voraussetzung für eine gesamtheitliche Nachhaltige Entwicklung.86

3.3. Nachhaltige Strategieoptionen des Wirtschaftssystems

Zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsprinzipien bedarf es verschiedener Strategien und einem Aktionismus aller Wirtschaftsakteure, um ein nachhaltiges Wirtschaften zu gewährleisten. Der Begriff „Strategie“ (altgriechisch strategós, Feldherr, Kommandant) beschreibt einen längerfristig ausgerichteten Plan zur Erreichung eines Ziels unter der Berücksichtigung verfügbarer Mittel und Ressourcen. Sie dient als Schlachtplan bzw. Vorgehensweise und sieht alle Partner unter nachhaltigen Gesichtspunkten im friedlichen Wettbewerb agieren, da es um das gemeinsame, übergreifende Ziel der Bewahrung der natürlichen Lebensbedingungen auf der Erde geht. Eine nachhaltigkeitsorientierte Unternehmensstrategie bezieht die ökologischen und sozialen Aspekte systematisch bei ihren Entscheidungsprozessen mit ein. Dabei wird das ökologische und gesellschaftliche Engagement so platziert, dass dem Unternehmen Wettbewerbsvorteile und Differenzierung ermöglicht werden. Als Ansatz zur Gestaltung einer Nachhaltigkeitsstrategie werden die Prinzipien Effizienz, Suffizienz und Konsistenz sowie Zusatzstrategien nun näher erläutert.87

3.3.1. Die Effizienzstrategie

Mit den Worten "Fünfmal so viel Wohlstand aus einer Kilowattstunde“ beschreibt Erich Ulrich von Weizsäcker die Kernthese der Effizienzstrategie.88 Das Ziel dieser Strategie ist es, die Ressourceneffizienz jährlich um 2,5 bis 3 % bis zu einem Faktor von 5 bis 10 zu steigern. Das schließt eine Reduzierung der Nutzung natürlicher Ressourcen um 80 bis 90 % auf allen Stufen der Wertschöpfungskette ein.89 Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung (WBGU) verlangt bis 2050 eine „Reduktion der Stoffströme der Industriestaaten um 80 bis 90% und eine Reduktion der THG-Emissionen um 80 bis 95% bzw. den vollständigen Ausstieg aus der fossilen Energiewirtschaft.“90

3.3.2. Die Konsistenzstrategie

Die Konsistenzstrategie umfasst die Entwicklung neuer zukunftsfähiger Produkte, die die Regeln der Nachhaltigkeit erfüllen. Dazu zählt neben den erneuerbaren Energieträgern für die Bereitstellung von Wärme, Strom und Treibstoffen auch die ausschließliche Verwendung von Sekundärstoffen, was ein Schließen der Stoffkreisläufe und Recycling der Rohstoffe beinhaltet.91 Als Vorschlag, wie Unternehmen dies zukünftig praktizieren können, kann der Grundgedanke „Abfall sei gleichbedeutend mit Nahrung“ hergenommen werden. Das Prinzip des Cradle-to-Cradle, also von der Wiege zur Wiege schließt den Anfall von Müll am Ende eines Produktionsprozesses aus und sieht die vorhandenen Reste als Rohstoffe für neue Güter an.92

3.3.3. Die Suffizienzstrategie

Die Umsetzung der Suffizienzstrategie gilt wohl als größte Herausforderung heutiger und zukünftiger Generationen. Neben einer Forderung nach Genügsamkeit ist mit ihr eine Änderung der Lebensweisen vor allem in den Industrieländern verbunden, was gleichbedeutend mit einer Konsumänderung bis hin zum Verzicht auf materiellen Wachstum verbunden ist. Da dies jedoch auf eine geringe Akzeptanz in der Bevölkerung treffen wird, bedarf es zunächst einem längerfristigen Bewusstseinswandel, bevor diese Handhabung wirksame Erfolge verbuchen kann.93

[...]


1 Randers, 2012, S. 36.

2 Rogall, 2011, S. 757.

3 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, 2008, S. 3.

4 Vgl. Pufé, 2014, S. 24-26.

5 Pufé, 2014, S. 111.

6 Vgl. Beyer, 2015, S. 6.

7 Rogall, 2011, S. 757.

8 Vgl. Rogall, 2011, S. 94.

9 Vgl. Graap, 2015, S. 6.

10 Graap, 2015, S. 6.

11 Vgl. Welzer und Sommer, 2014, S. 19-20.

12 Reitmeier, 2013, S. 271.

13 Vgl. Pongs, 2000, S. 68.

14 Jaspers, 1983, S. 251-252.

15 Vgl. Zimmermann, 2016, S. 79.

16 Vgl. Issing, 2002, S. 271-272.

17 Vgl. Weimann, Knabe und Schöb, 2012, S. 168.

18 Ruckriegel et al., 2015, S. 92-93.

19 Vgl. Pufé, 2014, S. 112.

20 Issing, 2002, S. 272-276.

21 Vgl. Lemke, 2014, S. 26.

22 Vgl. Söllner, 2015, S. 42-45.

23 Mankiw und Taylor, 2016, S. 17.

24 Vgl. Jung, 2009, S. 29.

25 Kummer, Grün und Jammernegg, 2013, S. 22.

26 Vgl. Jung, 2009, S. 29.

27 Vgl. Gutenberg, 1990, S. 27-30.

28 Mankiw und Taylor, 2016, S. 12.

29 Vgl. Gutenberg, 1990, S. 27-30.

30 Vgl. Eichhorn und Merk, 2015, S. 413.

31 Rogall, 2011, S. 40-41.

32 Vgl. Eichhorn und Merk, 2015, S. 229-231.

33 Malik, 2015, S. 15.

34 Vgl. Malik, 2015, S. 15.

35 Malik, 2015, S. 27.

36 Vgl. Malik, 2015, S. 51.

37 Vgl. Malik, 2015, S. 12-13.

38 Kuttner, 2015, S. 37-39.

39 Vgl. Hoffmann, Ott und Scherhorn, 2009, S. 1.

40 Lötzsch, Doeblin und Lin Hi, 2012, S. 13.

41 Vgl. Rogall, 2012, S. 159-162.

42 Vgl. Hoffmann, Ott und Scherhorn, 2009, S. 1.

43 Vgl. Mankiw und Taylor, 2016, S. 13.

44 Vgl. Mankiw und Taylor, 2016, S. 678.

45 Dieren, 1995, S. 22.

46 Vgl. Dieren, 1995, S. 25.

47 Vgl. Neumann, 2012, S. 3.

48 Lemke, 2014, S. 104.

49 Vgl. Malik, 2015, S. 29.

50 Pufé, 2014, S. 209.

51 Vgl. Kratzer und Sauer, 2003, S. 581-582.

52 Graap, 2015, S. 8.

53 Vgl. Kratzer und Sauer, 2003, S. 581-582.

54 Vgl. Badura et al., 2012, S. 5.

55 Mankiw und Taylor, 2014, S. 273.

56 Vgl. Gallup, 2016, S. 12.

57 Vgl. Welzer und Sommer, 2014, S. 21-22.

58 Welzer und Sommer, 2014, S. 25.

59 Vgl. Welzer und Sommer, 2014, S. 49-50.

60 Jaspers, 1983, S. 238.

61 Pufé, 2014, S. 136.

62 Welzer und Sommer, 2014, S. 13-14.

63 Vgl. Janeczka, 2012, S. 1.

64 Vgl. Malik, 2015, S. 20.

65 Janeczka, 2012, S. 1-2.

66 Vgl. Lötzsch, Doeblin und Lin Hi, 2012, S. 28.

67 Vgl. Janeczka, 2012, S. 1-2.

68 Vgl. Zukunftsinstitut, 2016a, S. 7.

69 Rogall, 2012, S. 225-226.

70 Vgl. Welzer und Sommer, 2014, S. 114.

71 Vgl. Müller, 2011, S. 24-25.

72 Vgl. Baumast und Pape, 2013, S. 33-34.

73 Pufé, 2014, S. 136.

74 Rogall, 2012, S. 225-226.

75 Vgl. Graap, 2015, S. 4.

76 Vgl. Graap, 2015, S. 14.

77 Pufé, 2014, S. 126.

78 Vgl. Thommen und Sachs, 2000, S. 99.

79 World Commission on Environment Development, 1987, S. 43.

80 Burschel, Losen und Wiendl, 2004, S. 20-21.

81 Vgl. Neumann, 2012, S. 3-4.

82 Vgl. Baumast und Pape, 2013, S. 26-27.

83 Vgl. Pufé, 2014, S. 49.

84 Vgl. Burschel, Losen und Wiendl, 2004, S. 22.

85 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, 2006, S. 2.

86 Vgl. Baumast und Pape, 2013, S. 46.

87 Vgl. Pufé, 2014, S. 192-194.

88 Vgl. Pufé, 2014, S. 136.

89 Vgl. Rogall, 2012, S. 186.

90 Rogall, 2012, S. 185.

91 Vgl. Rogall, 2012, S. 187.

92 Vgl. Pufé, 2014, S. 220-221.

93 Vgl. Baumast und Pape, 2013, S. 35.

Details

Seiten
94
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668287686
ISBN (Buch)
9783668287693
Dateigröße
1.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v339148
Institution / Hochschule
Technische Hochschule Ingolstadt
Note
1,3
Schlagworte
Nachhaltigkeit Produktivität Ressourcen

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Titel: Nachhaltige Produktivität. Entwicklung eines neuen Formalziels aus Sicht der Nachhaltigen Ökonomie unter Berücksichtigung der neoklassischen Wirtschaftsschule