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Der Einfluss des Flottenwettrüstens zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien auf die Beziehungen der beiden Mächte zueinander (1898-1906)

Hausarbeit 2016 22 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - 1848, Kaiserreich, Imperialismus

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Flottenpolitik im Deutschen Reich (1898-1906)
1. Wilhelm II. und Alfred von Tirpitz: Beginn einer offensiven Flottenpolitik
2. Die Bedeutung der Flottengesetze von 1898 und 1900

II. Flottenpolitik in Großbritannien (1898-1906)
1. Britische Perzeption der deutschen Flottenpolitik vor 1904
2. Die strategische Neuausrichtung der britischen Flotte seit 1905

Schlussbetrachtung

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Anhang

Einleitung

[1] In einer 1912 von der deutschen Satirezeitschrift „Simplizissimus“ veröffentlichten Karikatur (s. Abb. 1) illustrierte ein Künstlerzwei Jahre vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs die sich dauerhaft verschlechternden Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien. Wie so oft bei solchen Illustrationen werden auch hier die Staaten durch Personen dargestellt, links ist der „deutsche Michel“ zu sehen, der das Deutsche Reich symbolisiert, und rechts das personifizierte Großbritannien. Die beiden stehen sich feindselig gegenüber.Sie können sich nicht die Hand geben, denn sie haben jeweils beide Arme mit Kriegsschiffen voll. Die Schiffe, die die beiden kaum noch in den Händen halten können, stellen das Flottenwettrüsten zwischen den beiden Mächten seit 1898 dar. Dieses, so impliziert es die Karikatur, war die Hauptursache für die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts dauerhaft schlechten Beziehungen der beiden Staaten zueinander.

Mit eben jener Problematik setzt sich diese Hausarbeit vertieft auseinander. Zur Disposition steht hier die Frage nach der Bedeutung des Flottenwettrüstens für die Beziehungen zwischen den beiden Staaten mit dem Schwerpunkt auf dem Bedrohungspotenzial der deutschen Flotte für die britische. Bemerkenswert hierbei ist der mitunter heftig geführte Diskurs, der zwischen Historikern unterschiedlicher Generationen über diese Fragestellung im Verlauf der neueren Forschung entstanden ist. Die ältere Forschung, zu nennen sind hier exemplarisch Klaus Hildebrand[2] und Michael Epkenhans[3], argumentiert, dass der zu Beginn der 1890er-Jahre einsetzende Flottenbau vonseiten des Deutschen Reiches die Seemacht Großbritannien bewusst herausforderte, diese somit zur Gegenrüstung zwang und dadurch für die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts radikal verändernde Staatenwelt verantwortlich zu machen ist. Die neuere Forschung widerspricht dieser Ansicht, zu nennen ist hier u. a. der Historiker Andreas Rose[4], und begründet die veränderte Staatenwelt nicht allein mit dem deutschen Flottenbau, sondern fordert, die Rollen der europäischen Staaten in einen weltpolitischen Kontext einzuordnen. Demnach war die deutsch-britische Flottenrivalität zwar ein Hauptgrund dafür, warum sich Großbritannien für ein anti-deutsches Bündnis im Ersten Weltkrieg entschied, markiert jedoch nicht die Ursache für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Aufgrund des anhaltenden Diskurses lautet die historische Fragestellung für diese Arbeit: „Stellte der Ausbau der deutschen Flotte eine ernstzunehmende Bedrohung für Großbritannien dar?“.

Für die Untersuchung des deutsch-britischen Flottenwettrüstens und dessen Einfluss auf die Beziehungen der beiden Staaten zueinander gibt es zahlreiche Quellen, u. a. Reden und Briefe aus den Führungseliten der beiden Mächte sowie Statistiken zu den Schiffbauten im Zuge der Flottenpolitik. In diesem Fall steht die Authentizität der Quellen nicht in Frage, da sie in gleicher Aufmachung mehrfach überliefert sind und ihre Echtheit insofern höchst wahrscheinlich ist. Die vorliegende Arbeit basiert hauptsächlich auf den Vertragswerken und Briefwechseln bzw. Reden, in denen die Haltung und Beweggründe zum Flottenwettrüsten deutlich werden. Hierfür werden insbesondere die Quelleneditionen verwendet, die von Rüdiger vom Bruch und Björn Hofmeister[5] sowie von Reiner Pommerin und Michael Fröhlich[6] herausgegeben wurden.

Ein zentrales Werk für diese Arbeit ist neben ChristopherClarks Monografien über Wilhelm II.[7] und den Ausbruch des Ersten Weltkriegs[8] Dominik Gepperts und Andreas Roses Aufsatz über die Bedeutung des deutsch-britischen Flottenwettrüstens[9], der mit einer Vielzahl von, u. a. vorher nicht berücksichtigten, Quellen arbeitet und Forschungskontroversen diskutiert. Ebenso zu nennen sind hier die Werke der Militärhistoriker Lambert[10] und Sumida[11], die ebenfalls den aufgekommenen und vorhin aufgezeigten Diskurs ausführlich behandeln.

Um letztendlich die eingangs genannte historische Fragestellung zu beantworten,wird zuerst die deutsche Seite beleuchtet und geklärt, warum es unter Wilhelm II. ab 1898 zu einem verstärkten Auf- und Ausbau der deutschen Flotte kam. Anschließend wird sich diese Arbeit der britischen Seite widmen und versuchen, aufzuzeigen und zu analysieren, inwiefern Strategieänderungen in der britischen Flottenpolitik bis 1906 auf den deutschen Flottenbau zurückzuführen sind und welchen Einfluss die deutsche Flottenpolitik auf die britische hatte. Zum Schluss wird eine begründete Stellungnahme zu der hier zur Disposition stehenden historischen Fragestellung dargelegt. Die These für diese Arbeit lautet folgendermaßen: „Die deutsche Flottenpolitik stellte auf militärischer Ebene keine ernstzunehmende Bedrohung für Großbritannien dar“.

I. Flottenpolitik im Deutschen Reich (1898-1906)

1. Wilhelm II. und Alfred von Tirpitz: Beginn einer offensiven Flottenpolitik

„Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser.“[12] So formulierte es Kaiser Wilhelm II. am 23. September 1898 anlässlich der Einweihung des neuen Hafens ins Stettin und attackierte damit nicht zum ersten Mal die damalige vorherrschende Macht zur See, Großbritannien. Um die Bedeutung des Zitats zu verstehen, ist es notwendig, die Stellung des Deutschen Reiches in der europäischen Mächtekonstellation zum Ende des 19. Jahrhunderts genauer zu beleuchten. Mit der fortschreitenden Industrialisierung im Deutschen Reich zum Ende des 19. Jahrhunderts hin war ein beachtliches ökonomisches Wachstum zu erkennen. Exemplarisch lässt sich dies an der Roheisenproduktion (s. Abb. 2) festmachen. Während Großbritannien bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts mit 2,3 Millionen Tonnen (Deutschland lag bei 0,2 Mio. Tonnen) europaweit führend war, holte Deutschland ab dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts spürbar auf und produzierte erstmals 1910 mehr Roheisen (14,8 Mio. Tonnen) als Großbritannien (10,2 Mio. Tonnen). Trotz der prosperierenden Wirtschaft war das Deutsche Reich zu der Zeit nur eine europäische Großmacht und keine anerkannte Weltmacht, wie Großbritannien es war. Dies widersprach jedoch dem Zeitgeist der damaligen Zeit, dem imperialistischen Gedankengut, also der bewussten Schaffung von Imperien (z. B. mithilfe von Kolonien), um einen Machtzuwachs zu erreichen. Aber gerade in diesem Bereich war Deutschland außen vor geblieben und konnte keine wirtschaftlich ertragreichen Kolonien bzw. generell keine Kolonien, aus denen das Deutsche Reich einen Nutzen hätte ziehen können, vorweisen. Dieses Dilemma aus deutscher Sicht beschrieb der Historiker Heinrich von Treitschke in einer Vorlesung an der Berliner Universität 1890 wie folgt:

Die ganze Entwicklung unserer Staatengesellschaft geht […] unverkennbar darauf aus, die Staaten zweiten Ranges zurückzudrängen. […] Bei der Verteilung dieser nichteuropäischen Welt unter die europäischen Mächte ist Deutschland bisher immer zu kurz gekommen. […] Sehen wir näher hin, so ist doch deutlich, daß, wenn der Staat Macht ist, eben nur der Staat, der wirklich mächtig ist, seiner Idee entspricht. Daher das unzweifelhaft Lächerliche, das im Wesen eines Kleinstaates liegt.[13]

Wilhelm II. hatte demnach die Flotte als Machtinstrument für sich entdeckt und hoffte so, Deutschlands Position im europäischen Konzert zu stärken. Diese Ideologie ließ er u. a. auch in seiner Rede am 18. Januar 1896 anlässlich einer Feier zum 25. Bestehen des Deutschen Reiches verlauten, als er sagte, dass „[a]us dem Deutschen Reiche […] ein Weltreich geworden [ist].“[14] Obwohl dies eine eindeutige Aufwertung seines Reiches darstellte, ist doch klar erkennbar, was das Ziel Wilhelms II. war und welche Meinung sich in den Führungseliten des Deutschen Reiches wiederfinden ließ.

Das Flottenbauprogramm diente zwar hauptsächlich dem Streben nach der Anerkennung als Weltmacht, war gleichzeitig aber auch ein innenpolitisches Instrument, da, so Bülow Ende 1897, „nur eine erfolgreiche äußere Politik […] helfen, versöhnen, beruhigen, sammeln, einigen [kann].“[15] Denn, so argumentiert Epkenhans, eine aggressive Flottenpolitik als Mittel der Außenpolitik war geschaffen dafür, nationalistische Gefühle innerhalb der deutschen Bevölkerung zu wecken und diese somit für die Regierung zu gewinnen. Dass der Schlachtflottenbau nicht nur bei Industrie und Handel Erfolg zeigte, sondern auch breite Akzeptanz in der Bevölkerung fand, lässt sich exemplarisch neben dem Flottenverein, dem Sprachenverein oder dem Ostmarkenverein am sogenannten Alldeutschen Verband festmachen, der 1918 36.000 Mitglieder hatte und insbesondere in der Mitte der Bevölkerung Begeisterung hervorrief.[16] Gekennzeichnet war dieser Verband durch eine kolonial- und weltpolitische Ausrichtung. Allerdings war ersowohl innen- als auch außenpolitisch deutlich aggressiver am Operieren als die anderen aufgeführten Verbände und beeinflusste diese maßgeblich bis weit in die Zeit der Weimarer Republik.[17] In den Satzungen des Alldeutschen Verbands von 1903 wurde festgelegt, dass dieser danach strebe, die deutsch-nationale Gesinnung innerhalb der Bevölkerung zu fördern sowie das „Bewußtsein der rassenmäßigen und kulturellen Zusammengehörigkeit aller deutschen Volksteile“[18]. Aus diesem Grund hatte sich dieser Verein zum Ziel gesetzt, sich „für die Erhaltung des deutschen Volkstums in Europa und über See und Unterstützung desselben in bedrohten Teilen […][sowie] für eine tatkräftige deutsche Interessenpolitik in der ganzen Welt“[19] einzusetzen.

Obwohl zu konstatieren ist, dass Wilhelm II. zum Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts kein starker Kaiser mehr war[20],war er trotzdem maßgeblich für den Ausbau und die Modernisierung der deutschenHochseeflotte verantwortlich. Neben dem Kaiser sind allerdings auch der damalige Reichskanzler Bernhard von Bülow (1900 bis 1909) und Alfred von Tirpitz, der seit 1892 Stabschef des Oberkommandos der Marine und 1897 Staatssekretär des Reichsmarineamteswar,als einflussreiche Personen auf die deutsche Flottenpolitik zu nennen. Dass sich Tirpitz als Staatssekretär gegen seinen Vorgänger Friedrich von Hollmann durchsetzen konnte und dann bedeutenden Einfluss, trotz seiner Stellung als Staatssekretär,auf die deutsche Flottenpolitik hatte, lässt sich damit erklären, dass die Person Tirpitz nur funktioniert hat, da er mit seinen Ansichten in das damalige politische Umfeld gepasst hat. Sein Ziel, die deutsche Flotte auszubauen und schlagkräftig zu machen, brachte ihm die Unterstützung des Kaisers und der Bevölkerung ein.[21] So schrieb Alfred von Tirpitz im Jahr 1895: „Meiner Ansicht nach sinkt Deutschland im kommenden Jahrhundert schnell von seiner Großmachtstellung, wenn jetzt nicht energisch, ohne Zeitverlust und systematisch diese allgemeinen Seeinteressen vorwärts getrieben werden.“[22] Damit traf Tirpitz den damaligen Zeitgeist, insbesondere den des Kaisers. Dieser hatte u. a. aufgrund der Werke Alfred Mahans[23] angefangen, sich intensiv mit dem Schiffbau undder Seekriegsführung auseinanderzusetzen und sich für eine offensive Flottenpolitik zu begeistern. Die Folge war eine Flottenstrategie, die darauf ausgerichtet war, schnell starke und konkurrenzfähige Schlachtschiffe zu bauen, um den Anspruch auf einen Weltmachtstatus zu untermauern.Nichtsdestotrotz ist es wichtig, an dieser Stelle festzuhalten, dass es sich zumindest beim Bau einer konkurrenzfähigen Schlachtflotte nicht allein um ein deutsches Phänomen, sondern vielmehr um ein europäisches handelte. Für alle Großmächte zu der Zeit galt, dass das Streben nach einer maritimen Hegemonie ein Zeichen für den Status einer Weltmacht war. Insbesondere die zu der Zeit aufstrebenden Staaten, darunter auch das Deutsche Reich, waren erpicht darauf, eine solche Flotte aufzubauen. Der Unterschied zu anderen Mächten war allerdings, dass das Reich in der Entwicklung deutlich aufzuholen hatte. Es gab keine großartigen Erfahrungen zur See und es fehlte vor allem an technischen und administrativen Entwicklungen.[24]

2. Die Bedeutung der Flottengesetze von 1898 und 1900

Kurz nach seinem Amtsantritt 1897 folgte am 28. März 1898 das erste Flottengesetz unter Alfred von Tirpitz, das auf sechs Jahre ausgelegt war. Dieses sah vor, dass nicht mehr einzelne Schiffe, sondern von nun an ganze Geschwader bewilligt werden sollten, d. h., dass Schiffe, die 25 Jahre lang im Dienst waren, automatisch ersetzt werden sollten. Dies bedeutete, dass der Reichstag gezwungen war, die Mittel dafür bereitzustellen. Es handelte sich bei dieser Maßnahme um die Beschränkung des Budgetrechts des Bundestags in Bezug auf die Flottenpolitik, was Tirpitz bereits schon früher vom Kaiser gefordert hatte.[25] Außerdem sollte die deutsche Kriegsmarine auf 19 Linienschiffe, 8 Küstenpanzerschiffe, 12 große und 30 kleine Kreuzer verstärkt werden. Obwohl das Gesetz auf sechs Jahre ausgelegt war, folgte bereits zwei Jahre später, am 26. Juni 1900, das zweite Flottengesetz. Diesem zufolge sollte die Schlachtflotte auf vier Geschwader verdoppelt werden.Ferner war das Programm auf 17 Jahre ausgelegt. 1920 sollte die deutsche Hochseeflotte ihre volle Stärke erreicht haben.[26] Tirpitz machte keinen Hehl daraus, dass sich die Bemühungen um eine schlagkräftige Hochseeflotte gegen Großbritannien richteten. So schrieb er in einer Denkschrift im Juli 1897:

Für Deutschland ist zur Zeit der gefährlichste Gegner zur See England. Es ist auch der Gegner, gegen den wir am dringendsten ein gewisses Maß an Flottenmacht als politischer Machtfaktor haben müssen. […] Unsere Flotte muß demnach so eingerichtet werden, daß sie ihre höchste Kriegsleistung zwischen Helgoland und der Themse entfalten kann. […] Die militärische Situation gegen England erfordert Linienschiffe in so hoher Zahl wie möglich.[27]

[...]


1 Zur Zitierweise: Literatur und Kommentare werden durchgängig mit dem Nachnamen des Verfassers und ggf. einem Kurztitel angegeben. Die vollständigen Titel finden sich im Literaturverzeichnis. Die benutzten Ausgaben der Quellenautoren sind im Quellenverzeichnis nachgewiesen. Für Sammelwerke werden die gängigen Abkürzungen verwendet.

2 Hildebrand, Klaus: Das vergangene Reich. Deutsche Außenpolitik von Bismarck bis Hitler, München 2008.

3 Epkenhans, Michael: Die Wilhelminische Flottenrüstung 1908-1914. Weltmachtstreben, industrieller Fortschritt, soziale Integration (= Beiträge zur Militärgeschichte, Bd. 32), München 1991.

4 Rose, Andreas: Die Außenpolitik des Wilhelminischen Kaiserreichs (1890-1918), Darmstadt 2013.

5 Bruch, Rüdiger vom/Hofmeister, Björn (Hrsg.): Kaiserreich und Erster Weltkrieg 1871-1918 (= Deutsche Geschichte in Quellen und Darstellung, Bd. 8), Stuttgart 2000.

6 Pommerin, Reiner/Fröhlich, Michael (Hrsg.): Quellen zu den deutsch-britischen Beziehungen 1815-1914 (= Quellen zu den Beziehungen Deutschlands zu seinen Nachbarn im 19. und 20. Jahrhundert, Bd. 3), Darmstadt 1997.

7 Clark, Christopher: Wilhelm II. Die Herrschaft des letzten deutschen Kaisers, 4. Auflage, München 2008.

8 Ders.: Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog, 2. Auflage, München 2015.

9 Geppert, Dominik/Rose, Andreas: Machtpolitik und Flottenbau vor 1914. Zur Neuinterpretation britischer Außenpolitik im Zeitalter des Hochimperialismus, in: HZ 293, 2 (2011), S. 401-437.

10 Lambert, Nicholas A.: Sir John Fisher’s Naval Revolution, South Carolina 2002.

11 Sumida, Jon T.: In Defence of Naval Supremacy. Finance, Technology and British Naval Policy, 1889-1914, Winchester 1989.

12 Wilhelm II.: Rede bei der Einweihung des neuen Hafens in Stettin (23.09.1898), in: Georg Büchmann: Geflügelte Worte, 23. vermehrte und verbesserte Auflage, Berlin 1907.

13 Treitschke, Heinrich von: Vorlesung an der Berliner Universität (1890), in: Manfred Görtemaker: Deutschland im 19. Jahrhundert. Entwicklungslinien, Leverkusen 1983, S. 294f.

14 Wilhelm II.: Rede über Deutschland als Weltreich (1896), in: Bruch/Hofmeister, S. 266f., hier S. 267.

15 Zit. nachEpkenhans, S. 17.

16 Vgl. Epkenhans, S. 18-20.

17 Vgl. Bruch/Hofmeister, S. 131.

18 Satzungen des Alldeutschen Verbandes (1903), in: Bruch/Hofmeister, S. 131.

19 Ebd.

20 Clark argumentiert im Wesentlichen, dass sich Wilhelm II. im Laufe der Zeit v. a. im Bereich außenpolitische Angelegenheiten immer mehr von seinen Reichskanzlern und Vertrauten, exemplarisch nennt er Philipp zu Eulenburg und Hertefeld, Friedrich von Holstein sowie Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst und Bernhard von Bülow, lenken ließ. Zurückzuführen sei dies insbesondere auf die zumeist unbedachten Äußerungen und widersprüchlichen Handlungen des Kaisers im Bereich der Außenpolitik und Diplomatie (vgl. Clark, Wilhelm II., S. 169-174).

21 Vgl. Clark, Die Schlafwandler, S. 202f.

22 Tirpitz, Alfred von: Die Notwendigkeit und politische Funktion der deutschen Flottenrüstung (1895), in: Bruch/Hofmeister, S. 276-279, hier S. 278.

23 Alfred Thayer Mahan war ein amerikanischer und damals einflussreicher Seekriegsstratege, der in seinem 1890 erschienenen Werk The InfluenceofSea-Power upon History vorausgesagt hatte, dass es bei dem Kampf um die Weltmacht vor allem auf die maritime Stärke eines Staates,also eine große Flotte mit schweren Schlachtschiffen, ankommen würde (vgl. Clark, Wilhelm II., S. 176f. und Rose, Zwischen Empire und Kontinent, S. 184).

24 Vgl. Rose, Außenpolitik des Wilhelminischen Reiches, S. 46.

25 Kaiser Wilhelm II. hatte dementsprechend an einem Schreiben an den damaligen Reichskanzler Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1899) geschrieben, dass er „fest entschlossen [sei], den Reichstag aufzulösen, wenn derselbe die im Hinblick auf unsere Sicherheit und Zukunft unbedingt notwendige Verstärkung unserer Seestreitkräfte ablehnen sollte.“ (Wilhelm II. an Hohenlohe, in: Pommerin/Fröhlich, S. 91f., hier S. 92).

26 Vgl. Rose, Außenpolitik des Wilhelminischen Kaiserreichs, S. 48.

27 Tirpitz, Alfred von: Denkschrift über die Flottenrüstung als Herausforderung Großbritanniens (Juli 1897), in: Bruch/Hofmeister, S. 280-282, hier S. 281.

Details

Seiten
22
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668284128
ISBN (Buch)
9783668284135
Dateigröße
9.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v338876
Institution / Hochschule
Universität Potsdam – Historisches Institut
Note
1,3
Schlagworte
einfluss flottenwettrüstens deutschen reich großbritannien beziehungen mächte

Autor

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Titel: Der Einfluss des Flottenwettrüstens zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien auf die Beziehungen der beiden Mächte zueinander (1898-1906)