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Die Nutzung von Mnemotechniken beim Fremdsprachenerwerb. Neue Sprachen lernen mit der Sprache des Gedächtnisses

Hausarbeit 2015 21 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Psychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Die Fremdsprachenkompetenz im Lichte der Psychologie

4 Mnemotechniken im Überblick
4.1 Loci-Technik
4.2 Geschichtentechnik
4.3 Kennworttechnik
4.4 Merkverse
4.5 Schlüsselworttechnik
4.6 Sonstige Techniken

5 Der Fremdspracherwerb mithilfe von Mnemotechniken
5.1 Anwendung im Kontext des Wortschatzes
5.2 Orthografie
5.3 Grammatikalisches Wissen
5.4 Aussprache

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

2 Einleitung

Üben, üben und nochmals üben! Das ist häufig der „beste“ Rat, der im Hinblick auf den Erwerb einer Fremdsprache ausgesprochen wird. In Schulen, Universitäten und auch auf dem Arbeitsmarkt wird das Erlernen weiterer Sprachen immer wichtiger und so weitet sich das Programm an Kursen, Seminaren und Büchern weiter aus. Allerdings ist im Rahmen dieser häufig nur klar was gelernt werden soll, aber nicht wie. Generelle Tipps beziehen sich dann häufig darauf, zu wiederholen, Karteikarten anzulegen, Substantive immer mit dem entsprechenden Artikel zu lernen und grammatikalische Aspekte an möglichst vielen Beispielen ausführlich zu üben (vgl. Sperber, 1989). Damit werden die Strategien häufig dem sturen Auswendiglernen unterstellt. Die Nutzung von Mnemotechniken[1] (Mnemonics) ist dagegen im Spracherwerb in den Bildungseinrichtungen alles andere als üblich (vgl. Nordkämper-Schleicher, 1998; Sperber, 1989)[2], und doch bezeichnet Worthen dieses Gebiet als „perfectly for the application of mnemonic techniques“ (Worthen & Hunt, 2011, S. 94).

Die Moderne, beziehungsweise die mit ihr fortschreitende Globalisierung, bringt völlig neue Motivationen[3] im Fremdsprachenerwerb mit sich und erfordert somit neue effiziente Wege zur Vermittlung eben dieser. Über dies hinaus fordert die im europäischen Raum aufgestellte 3-Sprachenformel, dass jeder Schüler beziehungsweise jede Schülerin nach Beendigung der Schule drei Sprachen erlernt haben soll[4].

Mnemotechniken wurden über Jahrhunderte entwickelt und können auch bei durchschnittlicher Intelligenz verblüffende Gedächtnisleistungen hervorbringen: „Superior memory can be achieved by virtually anyone who is willing to become well versed in mnemonic techniques“ (Worthen & Hunt, 2011, S. 91). Die vorliegende Arbeit möchte darauf aufbauend, die Möglichkeiten der Anwendung von Mnemotechniken im Fremdsprachenerwerb auf der Grundlage der Pädagogischen Psychologie untersuchen. Wie lassen sich also bekannte Gedächtnisstrategien, beziehungsweise Mnemotechniken, auf die konkreten Anforderungen, die mit dem Erwerb von Fremdsprachenkompetenzen einhergehen, anpassen?

Dafür soll zunächst das Konzept der hier verwendeten Fremdsprachenkompetenz vorgestellt werden, um darauf aufbauende Teilkompetenzen für die weitere Untersuchung nutzen zu können. Zunächst wird die allgemeine Vorstellung von Kompetenzen und im speziellen der Fremdsprachenkompetenz vorgestellt. Aus dieser werden Teilkompetenzen extrahiert, auf welche die Mnemotechniken angewandt werden sollen.Darauf folgend sollen die für die Fragestellung relevanten Mnemotechniken vorgestellt werden, um diese abschließend auf die Teilkompetenzen anwenden zu können.

3 Die Fremdsprachenkompetenz im Lichte der Psychologie

Die vorliegende Arbeit greift auf die meistverwendete Definition der Kompetenz inWeinert(2002) zurück: „Die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösung in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können“ (Weinert, 2002, S. 27f.).Die begriffliche Bedeutung der Kompetenz wurde der Motivationspsychologie entlehnt[5], kann aber auch auf viele Felder der pädagogischen Psychologieausgedehnt werden. Der Vorteil über den Begriff der Kompetenz zu operieren, liegt in seiner weitgehenden Unabhängigkeit von speziellen Berufen oder Tätigkeiten. Kompetenzen sind nicht auf abstrakten Schulstoff oder ähnliches bezogen, sondern besitzen lebensweltliche Bezüge. Zudem sind sie nicht beschränkt auf einzelne Wissenseinheiten, sondern basieren auf der Vorstellung von koordinierten Anwendungen verschiedener Einzelleistungen. Da es sich bei Kompetenzen allerdings um Dispositionen handelt, lassen sich Kompetenzen nur über den Umweg ihrer Performance [6] messen.

Die Fremdsprachenkompetenz ist zwar aus didaktischer Perspektive multidimensional[7], allerdings konnte die Psychologie in empirischen Untersuchungen starke Korrelationen zwischen den einzelnen getesteten Fähigkeiten ausmachen, „was als Indikator der besonderen Bedeutung eines einzelnen erklärungsmächtigen Begabungsfaktors interpretiert werden kann“ (Möller & Zaunbauer-Womelsdorf, 2008, S. 590). Im Folgenden wird die Fremdsprachenkompetenz vor allem vor dem Hintergrund der vier großen Teilkompetenzen Wortschatz, Grammatik, Orthografie und Aussprache zu betrachten sein. Diese Fähigkeiten besitzen basalen Charakter, sind gute Prädikatoren für höhere kommunikative Fertigkeiten und schaffen konkrete Anwendungsfelder für Mnemotechniken. So lässt sich die Fremdsprachenkompetenz direkt durch das Training in den jeweiligen Teilkompetenzen verbessern.

Über dies hinaus wird der Fremdsprachenerwerb methodisch als Fremdsprachenlernen behandelt werden, dass zumeist in der Schule mit explizitem Regelerwerb von statten geht[8].

Das Fremdsprachenerlernen bedient sich zumeist kontinuierlicher Wiederholung von Lerninhalten. Dadurch soll der Lerner beim Erlernen höherer sprachlicher Ebenen (Komplexe Syntax, Semantik, textuelle und pragmatische Strukturen) deklaratives in prozedurales Wissen[9] überführen. Die Praxis der Mnemotechniken widerspricht dabei dem Paradigma, dass Vokabeln nur durch mehrfache Wiederholung langfristig memoriert werden können (vgl. Nordkämper-Schleicher, 1998). So geht Börner von 6 bis 10 Wiederholungen für Wortschatz wie auch Grammatik aus (vgl. Börner, 2006). Um die Möglichkeiten der Anwendung von Mnemotechniken im Fremdsprachenerwerb abschätzen zu können, werden nun Mnemotechniken vorgestellt, die später auf die Teilkompetenzen der Fremdsprachenkompetenz angewandt werden.

4 Mnemotechniken im Überblick

Den meisten Mnemotechniken liegen drei Grundelemente zugrunde: „Rekodieren, in Beziehung setzen und Abrufen“ (Sperber, 1989, S. 29). Dabei bezieht sich das Rekodieren auf die Veränderung beziehungsweise Quantelung einer Information, sodass sie möglichst „gehirngerecht“ (siehe dazu Herrmann, 2009) vorliegt und encodiert werden kann. Die Beziehung wird zumeist über eine bildhafte Assoziation zwischen zwei oder mehr Informationen generiert. Das Abrufen folgt seiner eigenen Systematik und reicht vom Memorieren des Handlungsablaufs einer fiktiven Szene bis hin zum mentalen Ablaufen der eigenen Wohnung.

Nach Karsten(2011) lassen sich sieben zentrale Faktoren für die Praxis der Mnemotechniken ausmachen. Einerseits wird über eine Transformation der Lerninhalte der abstrakte Gegenstand zu einem konkreten und visualisierbaren Bild. Über Assoziationen werden Verbindungen zwischen Informationen generiert. Dabei spielt die Elaboration[10] der Information eine entscheidende Rolle. Generell kann man hierbei zwischen itemspezifischen und relationalen Elementen unterscheiden. Itemspezifika greifen auf Vorwissen zurück, wohingegen die relationalen Prozesse eine Verbindung zwischen den einzelnen Items schaffen. Über das daraus gespannte assoziative Netz lassen sich die Items durch die Assoziation mit bereits memorierten Items erinnern. Für eine gute Mnemotechnik gilt:„A Combination of item-specific and relational processing is necessary for maximal memory performance“ (Worthen & Hunt, 2011, S. 48).

Den Emotionen kommt ebenfalls eine gewichtige Rolle beim Erinnern zu. Diesem Faktor ist es wohl auch zuzuschreiben, dass selbstgenerierte Informationen besser behalten werden als bereits vorgefertigte (vgl. Worthen & Hunt, 2011). Damit sollte in jeder Mnemotechnik auch eine individuelle Ebene eingebaut werden. Als weiteren Faktor ist die Logik in der Anwendung der Mnemotechniken zu nennen.So liegen den Techniken Neustrukturierungen und ordnungsbildende Prinzipien der Lerninhalte zugrunde. Darauf basiert die Aussage Blums, „daß es am meisten die Ordnung sei, die dem Gedächtnis Klarheit verschaffe“ (Blum, 1969, S. 42). Der Faktor der Lokalisation kommt vor allem innerhalb der Loci-Technik zum Tragen. Abschließend betont Karsten den Faktor Visualisierung. Nach Sperber(1989) ist hierbei vor allem auf Interaktion[11] und Konkretheit[12] zu achten. Die Faktoren Lebhaftigkeit, Emotion und Farbe spielen seiner Meinung nach eine weitaus geringere Rolle.

4.1 Loci-Technik

Die Loci-Technik ist die älteste Mnemotechnik[13] und wird damit auch als ars memoria oder auch antike Mnemotechnik bezeichnet. Das Grundprinzip der Technik basiert auf einer mentalen Gedächtnisroute, die eine gewisse Anzahl von mnemonischen Stellen besitzt[14]. Die zu merkenden Inhalte werden mit den mnemonischen Stellen assoziiert und können später durch das mentale Ablaufen der Gedächtnisroute memoriert werden.

Damit liegt auch dieser Technik die Methode der Visualisierung zugrunde. Um Techniken der Visualisierung allerdings anwenden zu können, müssen die Gedächtnisinhalte jedoch so verändert werden, dass sie in konkrete und interaktive Gedächtnisbilder verwandelt werden können. Die mnemonischen Bilder orientieren sich dabei an folgenden Prinzipien (vgl.Sperber, 1989):

1. Sinnverfahren: Dieses wird zumeist angewandt, wenn recht abstrakte oder umfangreiche Begriffe bzw. Sachverhalte memoriert werden sollen. Es werden Stilmittel wie die Metapher, die Synekdoche oder die Metonymie benutzt, um das eigentliche Wort durch ein sinnverbundenes zu ersetzen. Dabei greift der Lernende aktiv auf sein Vorwissen in Bereichen wie Historik oder Etymologie zurück. Die Blume könnte durch eine Rose symbolisiert werden, der Krieg durch einen Panzer, die Gerechtigkeit durch die Statue der Justitia.
2. Stellvertretungsverfahren: Dieses Verfahren ist unter anderem interessant, um sich Namen zu merken. Man kann sich zum Beispiel den Namen einer neuen Bekanntschaft durch die Assoziation mit einem bereits bekannten Namensvetter merken. Ein einzelner kann bei diesem Verfahren aber auch für eine ganze Gruppe stehen. Die Queen für ganz Groß Britannien, der kranke Freund für alle Kranken oder Christiane F. für alle Drogenabhängigen.
3. Klangverfahren: Schwierig vorstellbare Begriffe können durch phonologisch ähnlich klingende repräsentiert werden. Auf dieses Verfahren wird später vor allem bei der Schlüsselwortmethode zurückgegriffen.
4. Einprägen von Sachkomplexen: Wie von Blum(1969)weiterdargestelltist, kann man auch vielekleineTeilaspekte in einemgroßengedanklichenBildvereinen. Dies schont unsere Gedächtniskapazitäten und bewirkt ein schnelles Abrufen der Information. Beispielsweise könnte man viele Teilaspekte einer Mordszene in einem Bild vereinen und müsste nicht einzeln die Farbe der Jacke, die Mordwaffe, das Kleid der Ermordeten memorieren.
5. Zeichenverfahren: Ein mnemonisches Bild kann auch über ein beliebiges stellvertretendes optisches Zeichen oder Bild repräsentiert werden[15].

Der wichtigste Schritt ist es, die Bilder der zu lernenden Informationen mit den mnemonischen Stellen zu verbinden. Dies passiert über eine möglichst starke integrative Verbindung in einem gemeinsamenBild. Die beiden Bilder müssen in eine möglichst dynamische und außeralltägliche Interaktion gebracht werden. Für den Abruf wird die Gedächtnisroute linear abgeschritten und damit jede mnemonische Stelle zusammen mit dem ihr zugeordneten Item abgerufen.

Belezza zeigt in seinen Ausführungen seiner Studie von 1987 recht eindrucksvoll, wie die Gedächtnisleistung durch die Anweisung, die Loci-Technik anzuwenden, bei Studenten eine signifikante Steigerung(vgl. Balezza, 1987)[16] erfuhr.

In einer weiteren Untersuchung von De Beni und Cornoldi konnte auch die Effektivität eines längeren Trainings der Methode aufgezeigt werden(De Beni & Cornoldi, 1985). Nach mehreren Tagen Training konnten sich die Probanden 20 Wortgruppen á 3 Worten deutlich besser merken, als die Kontrollgruppe[17].

4.2 Geschichtentechnik

Eine Liste von Begriffen kann in eine Geschichte umgeformt werden. Bei dieser Technik werden die Begriffe chronologisch in einer zusammenhängenden Geschichte miteinander verknüpft. Lebhaftigkeit, Interaktionen zwischen den Bildern und Außeralltäglichkeit können den Erfolg beim Abruf weiter steigern(vgl. Higbee, 2001). Die Leistungssteigerungen der Gedächtnisleistungen beruhen bei dieser Technik allerdings größtenteils auf der mit dem storytelling einhergehenden Visualisierung der Begriffe.Womit die Technik auch von dem „Konkretheitsgrad“ der Begriffe abhängig ist (vgl. Metzig & Schuster, 2010). Die Technik ist jedoch leicht zu lehren und zu lernen.

4.3 Kennworttechnik

Diese Technik basiert auf einem ganzen System an Kennwörtern[18], die man zunächst lernen muss. Wenn diese sicher beherrscht werden, können die Kennwörter mit den zu lernenden Begriffen verbunden werden.

[...]


[1] Karsten definiert das Prinzip der Mnemotechniken, wie folgt: „Durch den Einsatz von Bildern, semantischen Verknüpfungen und Emotionen wird ursprünglich bedeutungslosem und unstrukturiertem Lernmaterial Bedeutung und Struktur verliehen und durch die damit einhergehende Aktivierung verschiedener Hirnareale und Anknüpfungspunkte im Langzeitgedächtnis die Merkleistung verbessert“ (Karsten 2011, S. 57).

[2] In seiner Dissertation Mnemotechniken im Fremdsprachenerwerb vom Jahre 1989 befragte Sperber 10000 Lehrkräfte und musste feststellen, dass nur circa 2 Prozent dieser Mnemotechniken in ihrem Unterricht nutzen. Aus einem Interview aus dem Jahre 2010 (vgl. Sperber und Heinrich, 2010) geht hervor, dass auch weiterhin viel „Aufholbedarf besteht“ (ebd.).

[3] Christ (2006) summiert diese, wie folgt: Vielfalt der Sprachen und Kulturen im eigenen Land, Migrationen, Politische und wirtschaftliche multilaterale Zusammenarbeit, Mobilität in der Europäischen Union und Steigerung des beruflichen Erfolgs.

[4] Zum einen die Erstsprache/ Muttersprache (L1) und zwei Fremdsprachen (L2).

[5] Kompetenz als die Fähigkeit zur intrinsisch motivierten Entwicklung mit dem Ziel der optimalen Anpassung an die Umgebung(Krautz, 2009, S. 91).

[6] Diese sollte zum Beispiel über den PISA-Test der OECD, welcher über die konkrete Leistung in verschiedenen Tests auf Lesekompetenzen und mathematischen Kompetenzen schließen sollte, gemessen werden.

[7] Man könnte das rezeptive Lese- und Hörverstehen beziehungsweise die produktive Sprech- und Schreibkompetenz, sowie die Felder Wortschatz, Grammatik und Aussprache (vgl. Möller und Zaunbauer-Womelsdorf, 2008) anführen.

[8] Abzugrenzen hiervon wäre der Zweitspracherwerb im Land der L2 ohne explizites Regellernen (vgl. dazu Möller und Zaunbauer-Womelsdorf, 2008).

[9] Nach diesem Übergang basieren die Gedächtnisinhalte nicht mehr auf Faktenwissen, sondern können als Handlungsablauf memoriert werden, der sich einer sprachlichen Formulierung häufig widersetzt (vgl. Schneider, 2008).

[10] „Verknüpfende, beziehungsaufbauende Verarbeitung von Lerninhalten. Dabei werden Verbindungen innerhalb des zu lernenden Materials einerseits, zu bereits vorhandenen Gedächtnisinhalten andererseits erzeugt.“ (Korte und Pethes, 2001, S. 137).

[11] Interaktion entspricht einer starken dynamischen Verflechtung der beiden Bilder in einer Handlungsvorstellung. So ist eine gelbe Ente, die bei geöffnetem Fenster und Sonnenbrille auf dem Schnabel, Auto fährt und die Reifen dabei quietschen lässt, ein recht gutes integratives Gedächtnisbild. Dagegen ist eine Ente die einfach nur vor dem Auto steht eine zu schwache Interaktion.

[12] Als Antonym zu Abstraktheit. Ein hohes Maß an Konkretheit geht mit einer hohen sinnlichen Erfahrbarkeit einher.

[13] Die Anfänge dieser Technik gehen auf eine griechische Legende zurück, in der Simonides (556-468 v. Chr.) allen Sitzplätzen eines Festmahls den korrekten Personen zuordnen konnte (vgl. Yates, 1991).

[14] Die Möglichkeiten für potentielle Routen sind fast unbegrenzt. Denkbar sind gut bekannte Räumlichkeiten bei denen Möbelstücke, Bilder oder auch ganze Zimmer als mnemonische Stellen fungieren können. Genauso kann aber auch eine chronologische Geschichte mit ihren aufeinanderfolgenden Ereignissen als Ausgangspunkt genommen werden.

[15] Beispiele dazu sind in Sperber (1989) auf den Seiten 18 und 19 zu finden.

[16] Bei der Studie wurde getestet, mit welcher Anweisung sich Versuchspersonen Begriffe am besten merken können. Die Anweisungen divergierten zwischen 4 verschiedenen Methoden. So ergaben sich die Gruppen aus folgenden Anweisungen: 1. Ein phonetisch ähnlich klingendes Wort sollte gefunden werden. 2. Eine Definition erdacht werden 3. Sich an eine mit dem Begriff in Verbindung zu bringende persönliche Situation erinnern 4. Das Wort sollte mit einer Stelle bzw. einem Gegenstand im eigenen Haus assoziiert werden. Bei den beiden Behaltenstests (an zwei verschiedenen Zeitpunkten) konnte der letzten Anweisungin Relation zu den anderen eine herausragende Steigerung der Gedächtnisleistung zugesprochen werden.

[17] In den höchst signifikanten Ergebnissen mit einer Stichprobe von 28 Versuchspersonen konnte die Testgruppe 75 Prozent der Dreiergruppen korrekt memorieren, während die Kontrollgruppe im Durchschnitt nur 43,6 Prozent korrekt abrufen konnten.

[18] In der Literatur wird diese Technik auch immer wieder als PEG-Methode deklariert.

Details

Seiten
21
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668272736
ISBN (Buch)
9783668272743
Dateigröße
629 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v337863
Institution / Hochschule
Universität Koblenz-Landau – Psychologie
Note
1.0
Schlagworte
Psychologie Spracherwerb Fremdsprachen Schneller Lernen Mnemotechniken Loci Mnemo Gedächtnis Sprache Pädagogik Wissenserwerb Kompetenz Kompetenzerwerb Speed Learning Englisch Spanisch Französisch Chinesisch Kroatisch Russisch Portugisisch Neue Sprache

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