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Kriegskonferenzen. Die Gipfeltreffen der „Großen Drei“ in Teheran, Jalta, Potsdam

Eine Quelleninterpretation

von Hubert Woita (Autor)

Wissenschaftlicher Aufsatz 2007 21 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Zeitalter Weltkriege

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Quellenkritik
1.1 Quellenbeschreibung
1.2 Innere Kritik
1.2.1 Sprachliche Aufschlüsselung
1.2.2 Sachliche Aufschlüsselung

2. Quelleninterpretation
2.1 Inhaltsangabe
2.2 Einordnung in den historischen Kontext
2.2.1 Fragestellung
2.2.2 Die Gipfeltreffen der „Großen Drei“ – Teheran, Jalta,
Potsdam
2.2.3 Unterschiede in den Vorstellung über das neue Europa
2.2.4 Probleme bei der Umsetzung der Konferenzbeschlüsse

3. Ergebnis und Ausblick

4. Quellen und Literatur

Einleitung

Die folgende Ausarbeitung beschäftigt sich mit den drei wichtigsten Kriegskonferenzen.

Die Konferenzen in Teheran, Jalta und Potsdam sollten die politische Neuordnung Deutschlands, aber auch Europas sicherstellen. Zugleich waren sie auch für das politische Mächteverhältnis zwischen den alliierten Siegermächten von enormer Bedeutung.

Zu Beginn wird auf die Quelle an sich eingegangen, um dann die historischen Zusammenhänge herauszufiltern und aufzuzeigen.

1. Quellenkritik

1.1 Quellenbeschreibung

Bei der ausgewählten Quelle handelt es sich um eine Parlamentsrede. Die Rede wurde vom Premierminister Winston Churchill[1] am 27. Februar 1945 vor dem britischem Unterhaus gehalten. Churchill hielt sie im Zuge der abgeschlossenen Kriegskonferenz vom 4. – 11. Februar 1945 in Jalta. Die Rede richtete sich mit den Ergebnissen, aber auch Churchills persönlichen Eindrücken der Konferenz an die Abgeordneten des Unterhauses. Die Quelle liegt in gedruckter Form vor, ist aber nicht Bestandteil dieser Veröffentlichung.[2]

1.2 Innere Kritik

1.2.1 Sprachliche Aufschlüsselung

„Imponderabilien“

Der Begriff Imponderabilien stammt von dem lateinischen Wort imponderabilis,[3] was unwägbar bedeutet, ab. Imponderabilien sind also unwägbare und unberechenbare Einflüsse, beispielsweise die Gefühle und Reaktionen anderer. Sie sind nicht vorhersehbar, haben aber oftmals einen wichtigen Einfluss auf zukünftiges Geschehen. In den Naturwissenschaften sind Imponderabilien Stoffe, die im gasförmigen Aggregatzustand nicht fassbar oder greifbar sind, und man somit keinen Einfluss auf sie nehmen kann.

1.2.2 Sachliche Aufschlüsselung

„Krim“

Die Krim ist eine, im Schwarzen Meer gelegene Halbinsel im Osten Europas. Die bedeutendsten Städte sind Sewastopol, Kertsch, Jalta und Simferopol, welche auch die Hauptstadt ist. Seit dem Jahr 1954 ist die Krim Teilrepublik der Ukraine und erlangte 1992 weitgehende Autonomie. Im Februar 1945 war die Halbinsel Schauplatz der Jalta- Konferenz.[4]

„Unterhaus“

Der Begriff Unterhaus bezeichnet das „ House of Commons „ des britischen Parlaments. Die Commons (engl.: die Gemeinen) sind Vertreter des niederen englischen Adels und tagen seit 1376, erstmals getrennt von den anderen Ständen, im Parlament. Das Unterhaus hat die gesetzgebende Gewalt inne, im Gegensatz zum „ House of Lords „ (Oberhaus), welches nur noch zur Diskussion öffentlicher Fragen herangezogen wird.[5]

„die drei Großmächte“

Im Allgemeinen bezeichnet der Begriff Großmacht Staaten, die die internationale Politik mitbestimmen. Geprägt wurde der Begriff erstmals im 19. Jahrhundert.

Im Zusammenhang mit der Quelle bezeichnen „die drei Großmächte“ die aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangenen Mächte der Vereinigten Staaten von Amerika (USA), Großbritannien und die mittlerweile aufgelösten Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR).

„Sowjetregierung“

Der Begriff lehnt sich an das russische Wort Sowjet, also „ Rat „ an und bezeichnet die Regierung der ehemaligen UdSSR. Die Räte waren seit 1905 während der Russischen Revolution die führenden Organe. In den Zwanziger Jahren wurden sie faktisch ausgeschaltet und durch Parteiapparate ersetzt. Der Name Sowjet blieb jedoch für die Organe der Staatsbürokratie auf allen Ebenen der UdSSR erhalten.[6]

2. Quelleninterpretation

2.1 Inhaltsangabe

In seiner Rede betont Churchill ganz klar seine positive Resonanz von der abgeschlossenen Konferenz auf der Krim. Auch lässt er keinen Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Worte Marschall Stalins und der Vertragstreue der UdSSR. Zugleich warnt er vor dem möglichen Entstehen einer Kluft zwischen den Demokratien des Westens und der Sowjetrepublik.

Im zweiten Absatz der Rede geht Churchill auf die zukünftigen Herausforderungen für die Staaten ein. Er verdeutlicht, dass unvorhersehbare Ereignisse nur gemeinsam bewältigt werden können. Die Partner sollen nicht in die ferne Zukunft planen, sondern aufkommende Hürden Schritt für Schritt überwinden. Abschließend bekräftigt er erneut seine optimistische Haltung und betont das gewachsene Vertrauen zwischen den Konferenzteilnehmern.

2.2 Einordnung in den historischen Kontext

2.2.1 Fragestellung

Mit dem Zweiten Weltkrieg wurde eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte aufgeschlagen. Noch in keinem Krieg zuvor gab es ein solches Ausmaß an Zerstörung und Tod. Allein die Sowjetunion hatte rund 13,6 Millionen Soldaten und 7 Millionen Opfer in der Zivilbevölkerung zu beklagen.[7] Für die Alliierten war bereits während des Krieges klar, dass alles Notwendige getan werden musste, um ein erneutes Wiederaufflackern dieser Gewalt zu verhindern. Doch wie sollten die Alliierten in Zukunft mit Deutschland verfahren? Welche Beschlüsse wurden auf den drei Gipfelkonferenzen getroffen? Welche Probleme traten unter den Siegermächten und ihren einzelnen Absichten auf? Auf diese Fragen soll im Folgenden eingegangen und mögliche Antworten geliefert werden.

[...]


[1] Sir Winston Leonard Churchill (1874–1965), britischer Staatsmann, 1940–1945 und 1951–1955 Premierminister

[2] W. Churchill. Memoiren. Bd. VI. 2. Stuttgart 1954, S.70. Die Frage der äußeren Textsicherung erübrigt sich damit.

[3] aus https://de.wikipedia.org/wiki/Imponderabilien, abgerufen am 12. Januar 2018

[4] Geiss, Imanuel: Geschichte griffbereit. Bd. 3. Schauplätze. München. 2002, S. 398

[5] Geiss, Imanuel: Geschichte griffbereit. Bd. 4. Begriffe. München 2002, S. 371, 535

[6] ebenda, S.852

[7] Vgl. dazu Becker, Josef; Stammen, Theo; Waldmann, Peter (Hrsg. ): Vorgeschichte der Bundesrepublik Deutschland: Zwischen Kapitulation und Grundgesetz. München 1979, S. 11

Details

Seiten
21
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783668610903
ISBN (Buch)
9783668610910
Dateigröße
541 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v336459
Note
Schlagworte
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    Hubert Woita (Autor)

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