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Konzepte und Strategien der individuellen Gesundheitsförderung. Planung einer Präventionsmaßnahme nach dem individuellen Ansatz

Hausarbeit 2015 14 Seiten

Gesundheit - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Angaben zur geplanten Präventionsmaßnahme
1.1. Titel des Kurskonzeptes
1.2. Handlungsfelder
1.3. Forschungsergebnisse
1.3.1. Studie 1
1.3.2. Studie 2
1.4. Zielgruppe
1.5. Soziodemografische Merkmale
1.6. Sozialstatus
1.7. Gesundheitszustand
1.8. Gesundheitsverhalten
1.9. Kontraindikationen
1.10. Teilnehmerziele, Teilnehmermotive
1.11. Übergeordnete Ziele

2. Inhaltlich – organisatorische Grobplanung

3. Inhaltlich- methodische Detailplanung

4. Dokumentation und Evaluation

5. Literaturverzeichnis:

1. Angaben zur geplanten Präventionsmaßnahme

Die Leistungen der Primärprävention und der Gesundheitsförderung sind gesetzlich im §20 SGB V, Absatz 1) vorgeschrieben. Eine Vielzahl von gesundheitsorientierten Anbietern, wie beispielsweise Krankenkassen, versuchen daher, den Gesundheitszustand ihrer Kunden verbessern. Dabei versuchen die Krankenkassen, die soziale Schichtung und Chancengleichheit auf ein gesundes Leben zu minimieren. Innerhalb der betrieblichen Gesundheitsförderung, laut § 20a SGB V, werden die Krankenkassen dazu aufgefordert, hilfreiche Hinweise zur Unterstützung und Verbesserung der Lebensweise und Lebensqualität anzubieten, um die Gesundheit deren Kunden zu optimieren.

1.1. Titel des Kurskonzeptes

Der Titel des Kurskonzeptes lautet „Bewegung ganz easy“. Hierbei soll es dem Kunden „leicht“ gemacht werden, sich regelmäßig und effizient zu bewegen. Daher wurde der Begriff „easy“ gewählt. Sämtliche Alltagsbewegungen sollen leicht und ohne viel Anstrengung absolviert werden, damit der Kunde generell wieder Spaß an der Bewegung, am Bewegen und aktiverem Leben hat.

1.2. Handlungsfelder

Vorzugsweise wird das Handlungsfeld so definiert, dass die regelmäßige und kontrollierte Bewegung eine Vermeidung von Übergewicht und daraus weiteren resultierenden Krankheiten wie Adipositas, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darstellt. Dabei wird das Handlungsfeld von bereits vorhandenen Bewegungsgewohnheiten nach dem Prinzip der Vorbeugung bzw. Reduzierung der gesundheitlichen Risikofaktoren bestimmt, welche gesundheitsorientierte und verhaltensorientierte Bewegungsprogramme darstellen sollen. Besonderer Wert soll hierbei auf die Veränderung der Verhaltensweise bezüglich Bewegung, Veränderung der Grundeinstellung der Kunden gelegt werden, da diese ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheitsverbesserung darstellen. Während der Präventionsmaßnahme muss ein gesundheitsrelevantes Verhalten entwickelt werden.

1.3. Forschungsergebnisse

1.3.1. Studie 1

Diese Studie wurde von M.Hanftenberger, G.B.M. Mensink, C.Scheidt-Nave, und T. Ziese im Mai 2013 veröffentlicht und beschäftigt sich mit der Problematik Adipositas und Übergewicht in Deutschland.

Herauszufinden war, dass der prozentuale Anteil der übergewichtigen oder adipösen Menschen der Bevölkerung stark zunimmt. So gelten diese Probleme als weltweites Problem. Diese oben genannte Studie wurde 3 Jahre lang, 2008-2011, durchgeführt. Dabei wurden Personen im Alter von 18-80 Jahren zu verschiedenen Gesundheitsthemen befragt und zusätzlich umfangreich medizinisch untersucht. Die Einteilung der Messergebnisse erfolgte über die Berechnung des BMI in Übergewicht und Adipositas.

Übergewicht: BMI > 25 kg/m2, Adipositas: BMI > 30 kg/m2.

Die Unterteilung der Ergebnisse erfolgte nach drei Kriterien:

- Geschlecht,
- Altersgruppe,
- Sozialstatus.

53,0% der getesteten Frauen und 67,1% der getesteten Männer sind übergewichtig. Diese Zahlen blieben im Vergleich zu zurück liegenden Vergleichen unverändert. Was sich allerdings deutlich verändert hat, sind die Ergebnisse der Adipositaszahlen. Vorwiegend bei Männern ist hier ein deutlicher Anstieg zu erkennen. Hier stiegen die Zahlen von 18,9% auf 23.3% bei den Männern und bei den Frauen von 22,5% auf 23,9%. Deutlich zu erkennen ist, dass vor allem ein Anstieg bei jungen Erwachsenen zu verzeichnen ist.

1.3.2. Studie 2

Diese Studie wurde vom Max Rubner-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (MRI) durchgeführt und sollte dem Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die zweite Nationale Verzehrsstudie erheben. Diese Studie der zweiten Nationalen Verzehrsstudie wurde von November 2005 bis Dezember 2006 erhoben. 2008 wurde diese Studie veröffentlicht. Aus den Daten geht hervor, dass insgesamt 58,2 % der Teilnehmer übergewichtig (37,4%) oder adipös (20,8%) sind.

Der prozentuale Anteil der Gesamtbevölkerung mit Adipositas (BMI ≥ 30), welcher bei circa 20,8 % liegt, teilt sich in 15,1% mit Adipositas Grad I, 4,1 % mit Adipositas Grad II und 1,5% mit Adipositas Grad III auf. Die Adipositasprävalenz bei Männern liegt bei rund 20,5 % und bei Frauen 21,1 %.

Weiterhin konnte festgestellt werden, dass 27,4 % der Männer und 31,8 % der Frauen einen erhöhten Taillenumfang hatten. Erhöhter Taillenumfang wird im Bereich von 102 cm bzw. 88 cm definiert.

Dramatisch ist dabei die Entwicklung der Adipositasprävalenz in den letzten 20 Jahren. Hier stellte sich eine Zunahme bei den Männern um 39 % und bei dem bei Frauen um 44 % heraus. Weiterhin fand eine Zunahme vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen statt. Die Zahlen bei älteren Erwachsenen blieben jedoch eher stabil. Auch der Anteil der extrem Adipösen (BMI ≥ 40) verzeichnete innerhalb der letzten Jahre einen enormen Zuwachs. Die folgende Grafik zeigt die Ergebnisse dieser Studie:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Abb.1: Ergebnisse der Studie des Max Rubner-Instituts)

http://www.adipositas-gesellschaft.de/index.php?id=41

1.4. Zielgruppe

Innerhalb dieser Präventionsmaßnahme soll es vorwiegend um den Zeitpunkt zur Intervention vor einer Krankheit gehen, also um die Primärprävention. Dabei liegt das Ziel darin, Risikofaktoren einer Intervention zu vermeiden und diese frühzeitig zu erkennen. Die Teilnehmer sind frei von Symptomen und befinden sich in einer Altersstruktur zwischen 20-30 Jahren. Der BMI sollte hierbei zwischen 25kg/m2 und 30 kg/m2 liegen. Somit zählen die Teilnehmer laut der BMI-Tabelle als übergewichtig. (http://bmi.biz/BMI-Tabellen.html)

1.5. Soziodemografische Merkmale

Wie bereits innerhalb der Zielgruppenbeschreibung dargestellt, sind die Teilnehmer zwischen 20-30 Jahre alt, wobei das Geschlecht von keinerlei Bedeutung ist. Weiterhin spielt es keine Rolle, ob die Teilnehmer Kinder haben oder kinderlos sind, oder ob sie in einer Partnerschaft leben oder nicht.

1.6. Sozialstatus

Hierbei ist es nicht relevant welchen Bildungsgrad, Einkommensverhältnissen oder Berufsleben jeder einzelne hat. Lediglich soll während dieser Maßnahme ein bewegter und daraus folgender gesunder Lebensstil entwickelt werden.

1.7. Gesundheitszustand

Da es ein Gesundheitskurs für Präventionsmaßnahmen sein soll, werden alle Teilnehmer mit Vorerkrankungen und Risikofaktoren wie Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Neubildungen oder chronische Erkrankungen, welche die Intervention beeinflussen können, ausgeschlossen. Alle Teilnehmer sollen frei von Erkrankungen sein.

1.8. Gesundheitsverhalten

Diverse Faktoren, wie regelmäßiges Rauchverhalten und Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und falsche Ernährung haben einen erheblichen negativen Einfluss auf das Gesundheitsverhalten. Innerhalb dieses Kurse wird zur eigenen Motivation aufgerufen, diese Faktoren zu vermeiden und so zu einer gesunden und sportlichen Aktivität geschult.

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Details

Seiten
14
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668260092
ISBN (Buch)
9783668260108
Dateigröße
529 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v336443
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,6
Schlagworte
Prävention individueller Ansatz Gesundheitsförderung

Autor

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Titel: Konzepte und Strategien der individuellen Gesundheitsförderung. Planung einer Präventionsmaßnahme nach dem individuellen Ansatz