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Ansatz, Konfession und Methodologie in "Kirche ist Mission" von Roland Hardmeier

Rezension / Literaturbericht 2010 27 Seiten

Theologie - Praktische Theologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ansatz, Konfession und Methodologie
2.1 Der konfessionelle Hintergrund
2.1.1 Der konfessionelle Hintergrund des Autors
2.1.2 Die Auswirkungen auf die theologische Vorgehensweise
2.1.3 Die Grenzen
2.2 Der methodische Schwerpunkt
2.3 Die Quellen und Belege
2.4 Die Konsequenzen für die Praxis

3. Kritische Würdigung
3.1 Die Stärken und Schwächen des Ansatzes
3.2 Die Konsequenzen für die eigene Theologie und Glaubenspraxis

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Hardmeier, Roland: Kirche ist Mission: Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Missionsverständnis. Schwarzenfeld: Neufeld Verlag. Sie beantwortet dabei die Fragen: Was sind Ansatz, Konfession und Methodologie des Autors? Inwieweit sind seine theologischen Ergebnisse davon bestimmt?

Dazu soll zuerst der konfessionelle Hintergrund des Autors erarbeitet werden. Darauf aufbauend wird beschrieben, inwieweit dieser Hintergrund seine theologische Vorgehensweise bestimmt und er ihm Grenzen setzt. Weiter wird sein methodologischer Schwerpunkt beschrieben, sowie die Art, Verwendung und Auswertung seiner Quellen analysiert. Beides ergibt sich zum Großteil aus der theologischen Vorgehensweise. Abschießend werden die Konsequenzen beschrieben, die der Autor für die Praxis zieht. In der anschließenden kritischen Würdigung werden kurz die Stärken und Schwächen des Ansatzes aufgezeigt, um dann zur Beschreibung der Konsequenzen des Autors der vorliegenden Arbeit für seine Theologie und Glaubenspraxis überzugehen.

Eine weitere Beschreibung der Argumentation Hardmeiers und eine detaillierte Bewertung derselben kann hier nicht erfolgen.

2. Ansatz, Konfession und Methodologie

2.1 Der konfessionelle Hintergrund

2.1.1 Der konfessionelle Hintergrund des Autors

Mühling definiert den Begriff Konfession wie folgt: Sichtbare Kirche, als Gemeinschaft derer, die die Gute Nachricht weitergeben, ist immer in gewisser Weise institutionell. „Zum einen pflegen diese sichtbaren Kirchen das, was sie ausmacht, ihr Zeugnis, auch tatsächlich im Bekennen auszudrücken. Das Bekennen ist zwar zuallererst ein personaler und gemeinschaftlicher Akt, führt aber auch zu schriftlichen Bekenntnissen, zu „Konfessionen“, die dann für die Identität einer Kirche gerade auch durch die zeit wichtig werden und nach denen man auch diese Gemeinschaften „Konfessionen“ nennt“ (Mühling:13). Zum anderen ist sichtbare Kirche auch als Versammlung von Menschen vor Ort, evtl. mit Räumen etc. vorfindlich. (Vgl. Mühling:9-10)

Der Autor beginnt die Einführung in sein Werk mit der Nennung der „evangelikalen Kirchen“ (Hardmeier:v), in deren Geschichte, Theologie und Praxis er sich gut auszukennen scheint. Hardmeier selbst rechnet sich diesem Spektrum zu wenn er schreibt: „Noch fehlt uns (sic) eine solide theologische Grundlage, (...)“. Zusätzlich weist er als eine Begründung für die Entstehung seines Buches das Fehlen einer ganzheitlichen Missionsbegründung „in der evangelikalen Theologie europäischen Zuschnitts“ (Hardmeier:vi) aus. Die

Anstrengung des Verfassens eines solchen Werkes wird der Autor wohl nur auf sich genommen haben, weil er sich eben diesen Evangelikalen zugehörig fühlt und die theologische Diskussion rund um dieses Thema voran bringen möchte. Da „evangelikal“ selten zur Selbstbezeichnung einer Denomination oder Gruppe gehört, ist zur fragen, welche Denomination sich hinter diesem Ausdruck verbergen könnte. Lüdke schreibt dazu: „Der Begriff „evangelikal“ wird bei uns erst seit ungefähr 1966 für Gemeinden und Christen verwendet, die man bis dahin meistens als pietistisch oder erwecklich bezeichnet hatte. (...) Evangelikale verstehen sich zunächst als evangelische Christen, also als Teil des weltweiten Protestantismus.“ (Lüdke:155) Weiter führt er aus, dass sich drei Arten von evangelikalen Gemeinden in Deutschland beschreiben lassen: ev. Kirchengemeinden mit evangelikaler Ausrichtung, Gemeinden evangelischer Freikirchen und Landeskirchliche Gemeinschaften. Die beiden Letztgenannten gelten zum Großteil als evangelikal ausgerichtet. (Vgl. Lüdke:155-156) Für Hardmeier, der Schweizer ist, ist am ehesten ein freikirchlicher Hintergrund zu vermuten, da die Gemeinschaftsbewegung dort - wie z.B. bei den Chrischona- Gemeinden - ebenfalls eher Freikirchenstatus hat. (Vgl. http://www.chrischona.ch/ cms/Schweiz/de/cgch/ma/portrait/1,100030,1212.html) Hardmeiers Promotion an der Universität von Südafrika (UNISA) weisen ebenfalls in diese Richtung. (Vgl. Hardmeier:v-vi) Die UNISA wird in Deutschland von der Gesellschaft für Bildung und Forschung in Europa (GBFE) vertreten. Die GBFE selber wiederum versteht sich als Netzwerk verschiedener christlicher Bildungseinrichtungen, die allesamt aus dem freikirchlichen oder Gemeinschaftsbereich kommen. So scheint die Vermutung gesichert, dass Hardmeiners konfessioneller Hintergrund ein freikirchlicher ist. (Vgl. http://gbfe.org/index.php? option=com_content&view=article&id=1&Itemid=12&lang=de) Gleichwohl spricht er direkt von Beginn an dezidiert von „Kirche“, was im deutschen Kontext eher unüblich für den freikirchlichen Kontext und erst recht für die Gemeinschaftsbewegung ist. Hier wird eher von Gemeinde, als von Kirche gesprochen. Da Hardmeier aber aber aus der Schweiz kommt und über die radikalen Evangelikalen und ihr Missionsverständnis weltweit geforscht hat und die Bezeichnung „Kirche“ im internationalen Kontext auf alle Konfessionen etc. angewendet wird, da es die Landeskirchen-Struktur wie bei uns sonst nirgendwo gibt, ist dies kein Hindernis für seine Zuordnung zum freikirchlichen Spektrum. (Vgl. zur Promotion Hardmeiers: http://uir.unisa.ac.za/bitstream/10500/2415/1/ thesis.pdf und zur Benennung von Kirchen http://www.swissworld.org/de/ bevoelkerung/religion/) Gemeinsam ist den evangelikalen Kirchen folgendes: „Man kann kein Evangelikaler sein, ohne diese drei Aspekte zu betonen: die Bekehrung, die Autorität der Bibel und das Missionsbewusstsein“ (Lüdke:157) Bei der Bekehrung geht es um ein Erleben einer direkten Beziehung zu Gott und einer bewussten Hinwendung zu ihm. Von daher steht das Kreuz und seine rettende Bedeutung im Mittelpunkt der Theologie. Die Autorität der Bibel zeigt sich in der immer wiederkehrenden und auf alle Lebensbereich angewandten Frage, was die Bibel zu diesem Thema sagt. Die Bibel gilt als inspiriert vom Heiligen Geist , was mindestens bedeutet, dass allen ihren Aussagen göttliche Autorität beizumessen ist. Das evangelikale Missionsbewusstsein zeigt sich z.B. in der Unterstützung von Weltmission und Evangelisation in Deutschland, sowie in der hohen Prozentzahl von Evangelikalen unter den Missionaren. Dazu kommen drei typische Lebensäußerungen evangelikaler Gemeinden: gelebte Gemeinschaft innerhalb der Gemeinde (mit regelmäßigem Gottesdienstbesuch und weiteren gemeindlichen Programmangeboten); soziales Engagement (in Form der Trägerschaft von sozialen Einrichtungen, gemeindlichen Angeboten zur Lebenshilfe und des hohen Anteils von Evangelikalen, die in sozialen berufen arbeiten) und gelebte Frömmigkeit (Gebet, Heiligung, Geben des Zehnten, konservative (Sexual)Ethik). (Vgl. Lüdke:158-160)

Nach eigenen Angaben arbeitet Hardmeier in einer Freien Evangelischen Gemeinde in der Schweiz, was seinen konfessionellen Hintergrund klar eingrenzt. Gleichzeitig arbeitet er als Dozent am Institut für Gemeindebau und Weltmission IGW). Deren Glaubensgrundlage z.B. fußt auf dem Glaubensbekenntnis der Evangelischen Allianz und der Lausanner Erklärung. Die Dozenten des IGW kommen aus verschiedenen evangelischen Gemeinden, was darauf hindeutet, dass Hardmeiers Hintergrund ein eben nicht nur evangelisch-freikirchlicher ist, sondern ein grundsätzliche evangelikaler, auch wenn dies nicht direkt eine Konfession ist. (Vgl. http://www.de.igw.edu/uber-uns/glaubensgrundlage.html und zur konfessionellen Einordnung evangelikalen Christentums: Mühling:10) So spricht er das ganze Buch über, von „den Evangelikalen“ und begründet z.B. die Notwendigkeit des Hörens auf die Erkenntnisse der Theologen südlicher Länder mit den Massenverhältnissen (und -verschiebungen) was die Prozentzahl vorhandener Evangelikaler nach Land, bzw. nach „Westen“ und „Süden“ angeht. Das zeigt deutlich, dass er sich den Evangelikalen als Ganzes zugehörig fühlt und deswegen so global denken kann. Er beschreibt die europäischen Evangelikalen als Träger traditioneller Werte, konservative Ethik und politische Haltung. Gesellschaftliche Fragen spielen kaum eine Rolle in ihrem Denken und ihr wichtigstes Interesse ist die Veränderung von Herzen. (Vgl. Hardmeier:19) Darüber hinaus scheint es, als fühle er sich - auf Grund seiner Beschäftigung mit dem Thema und dem Kennenlernen der so genannten „radikalen Evangelikalen“ eher dieser „Gruppe“ im evangelikalen Spektrum zugehörig - ist er doch bemüht vor allem deren Missionsverständnis zu kolportieren. Der Begriff „radikale Evangelikale“ „charakterisiert vielmehr evangelikal gesinnte Christen, denen die soziale Verantwortung am Herzen liegt, weil nach ihrem Verständnis radikale Nachfolge zur Nächstenliebe führt“ (Hardmeier:19). Allerdings gibt es keine Gruppe oder Gemeinderichtung speziell für radikal Evangelikale. Es gibt radikale Evangelikale in allen mehrheitlich evangelikal orientierten Konfessionen, nach Hardmeier vor allem in den südlichen Ländern. Seine Eigenzuteilung zu dieser Gruppe zeigt sich z.B. auch daran, dass Hardmeier z.B. die Veränderungen der letzten 100 Jahre in allen Lebensbereichen als dramatisch beschreibt, konstatiert aber, „die Evangelikalen im Westen haben das Ausmaß dieses Wandels noch kaum wahrgenommen“ (Hardmeier:2). Die radikalen Evangelikalen haben dies - wie Hardmeier auch - schon. Zum Ende seines Buches hin, zeigt er deutlich seine (bisherige) Zugehörigkeit zu den Evangelikalen an sich, indem er sich bei den Anfragen an die Evangelikalen mit einbezieht. Über die Tatsache, dass er diese Fragen stellt, zeigt sich sein Wandel zum radikalen Evangelikalen deutlich. (Vgl. Hardmeier: 301-302)

So lässt sich sagen, dass Hardmeiers konfessioneller Hintergrund evangelisch und darin evangelisch-freikirchlich ist. In diesem konfessionellen Rahmen zählt er zu den Evangelikalen und darunter wieder zu den radikal Evangelikalen. So lässt sich sein konfessioneller Hintergrund schwer institutionell fassen. Inhaltlich scheint das vorliegende Buch aber die treffende Beschreibung des konfessionellen Hintergrunds Hardmeiers zu sein - wenn auch davon ausgegangen werden darf, dass diese nicht vollständig ist.

2.1.2 Die Auswirkungen auf die theologische Vorgehensweise

Aufgrund der Wichtigkeit des Missionsbewusstseins in den evangelikalen Kirchen dürfte es überhaupt dazu gekommen sein, dass der Autor das Fehlen einer Einführung in ein ganzheitliches Missionsverständnis bemerkt und als Missstand empfunden hat. D.h. die gesamte Arbeit Hardmeiers wird aufgrund seines konfessionellen Hintergrunds überhaupt erst entstanden sein. Auch scheint mir die Konzentration auf theologische Erkenntnisse aus den südlichen Ländern und Kirchen etwas mit der Wichtigkeit des Missionsbewusstseins zu tun zu haben. Hier haben Christen, ein Missionsverständnis entwickelt, das Hardmeier für die Welt, wie sie sich heute darstellt, für sinnvoll und nötig ansieht, um relevant als Gemeinde leben und missionieren zu können. Deswegen muss sich mit diesem neuen Verständnis beschäftigt, es adaptiert, verändert, diskutiert und angewandt werden. (Vgl. Hardmeier: vi-vii)

Auch die für evangelikale grundlegende Autorität der Bibel zeigt sich in seinem Ansatz deutlich. Schon im zweiten Absatz seiner Einführung stellt er darauf bezogene Fragen, mit denen er der Fragestellung nach einem ganzheitlichen Missionsverständnis, grundlegend zu beantworten suchen wird: „Doch was ist mit der Rede von der Ganzheitlichkeit gemeint? Handelt es sich um ein biblisches Konzept? Welche biblischen Antworten geben wir auf die Nöte der Welt, in die Jesus uns sendet?“ (Hardmeier:v). Etwas weiter schreibt er: „Mein Hauptanliegen mit dem vorliegenden Buch ist es, eine gut zugängliche Einführung in die biblischen Themen zu geben, de für ein ganzheitliches Missionsverständnis von Bedeutung sind.“ (Hardmeier:vi) Deswegen kann und wird Hardmeier die Ergebnisse der Theologen aus den südlichen Kirchen in seinem Buch vorstellen und diskutieren, weil diese „in der Verantwortung gegenüber der Bibel als Gottes Wort eine ganzheitliche Missionstheologie entwickelt haben“ (Hardmeier:vi). Bekehrung und damit persönlich erlebtes Heil durch Vergebung der Sünden und Verbindung zu Gott ist ein ebenfalls überaus wichtiges Thema in Hardmeiers Ansatz. Die Frage nach dem Heil beschäftigt ihn im Kapitel 4 und 6 ausführlich. Dies wird im Gesamtaufriss des Buches noch einmal deutlich. Ausgehend von einer Welt- und Gemeindesituation, in der Hardmeier Kirche nicht mehr als relevant und damit auch nicht mehr als missionarisch erfolgreich aktiv, wahrnimmt - ein Zustand, den er für dringend zu verändern hält - beschreibt er die kirchengeschichtliche Entwicklung im Bereich der Missionstheologie der Evangelikalen seit 1966. In Kapitel drei seines Buches legt Hardmeier die hermeneutischen Vorraussetzungen für das weitere Vorgehen vor. Alle weiteren Kapitel beschäftigen sich mit biblisch-theologischen Themen, bevor es dann in Kapitel 8 zu einer conclusio kommt. (Vgl. Hardmeier:vi-ix) In Kapitel 1 legt Hardmeier dar, wie er im Buch gedanklich aufeinander aufbauend vorgehen will und wie sich verschiedene „Arten von Veränderung“ gegenseitig bedingen. „Kulturelle Veränderungen (diese haben nachhaltigen Einfluss auf die Kirche und die Mission). Missiologische Veränderungen (Sie sind eine Reaktion auf die Veränderungen der Kultur). Hermeneutische Veränderungen (Die Hermeneutik ist die Lehre von den Auslegungsregeln der Bibel. hermeneutisch Veränderungen sind der Versuch eines neuen Zugangs zum Verständnis der Bibel aufgrund der veränderten Situation). Globale Veränderungen (Dazu gehören die sozialen Probleme und die Folgen des Klimawandels)“ (Hardmeier:3). Da er den Evangelikalen im Westen attestiert, dass sie die Veränderungen in der Kultur, die sich zum großen Teil aus den globalen Veränderungen ergeben, nicht im vollen Umfang und ihrer Tragweite wahrgenommen haben, legt er diese Änderungen in seinem ersten Kapitel, sowie begleitend in den Folgekapiteln dar, zeigt dann, wie sich seiner Ansicht nach die Hermeneutik auf Grund dieser veränderten Lage zu ändern hat und wie sich daraus missiologische Veränderungen zu ergeben haben. Dies alles tut er am Beispiel der Änderungen im Missionsverständnis der weltweiten Evangelikalen, denn in der Gesamtweltsicht, finden sich Theologen und Kirchen, die genau diese Entwicklung schon vollzogen haben. (Vgl. Hardmeier:2-3) Letztlich zeichnet er damit schon stattgefundenes nach, um einen Angleich der theologischen Positionen, des Missionsverständnisses und der Missionspraxis an die südlichen Länder zu erreichen. Aber es steckt mehr darin, als reine Nachzeichnung. Hardmeiers Hintergrund war ein evangelikaler, der sicher viele Elemente der oben beschriebenen Prägung aufwies. Durch die Auseinandersetzung mit den Positionen der radikalen Evangelikalen - vor allem im Bereich des Missionsverständnisses, als einem der Herzstücke der evangelikalen Theologie - wurde sein Interesse für ihre biblisch-theologische Sicht von Mission geweckt - und nun ist es sein Anliegen geworden, diese Sicht und die damit verbundene Praxis auch für die „normal Evangelikalen“ einzuführen, sprich aus Evangelikalen radikal Evangelikale zu machen. Dies tut er aus dem existentiellen Anliegen heraus, die Kirche um ihrer selbst Willen und um der veränderten Gesellschaft Willen relevante Antworten in Wort und Tat geben zu lassen, also relevant und damit letztlich überlebensfähig zu sein. Deswegen arbeitet er stark zielgruppenorientiert. Wichtig ist ihm z.B. die Verknüpfung von „Mission“, „Autorität der Bibel“ und „Heil“. „Mission muss ständig von der Bibel her begründet und ihre Praxis von ihr überprüft werden“ (Hardmeier:6) „Was Mission ist und welche Botschaft die Kirche zu verkündigen hat, wird durch das Heilsverständnis bestimmt“ (Hardmeier:308). Schließlich: „Wir müssen uns noch viel mehr darüber im Klaren sein, welches Heilsverständnis wir in der Bibel vor uns haben“ (Hardmeier:315). Wenn die Bibel insofern die Begründung von Mission liefert und unser Heilsverständnis definiert, ist Hardmeier Recht zu geben, wenn er die hermeneutische Frage als entscheidend darstellt. Schließlich fordert eine sich verändernde Welt immer wieder neue Antworten von Christen und Kirchen - und entsprechend der Situation auch ein immer wieder neues Herangehen an die Bibel, um mit der richtigen Frage und Sichtweise auch die aktuell relevanten Antworten zu erhalten. Damit erweitert Hardmeier meines Erachtens die Wichtigkeit und Bedeutung sowohl von Mission, als auch von biblischer Autorität.

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Details

Seiten
27
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656985372
ISBN (Buch)
9783656985389
Dateigröße
540 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v336168
Note
Schlagworte
ansatz konfession methodologie kirche mission roland hardmeier

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Titel: Ansatz, Konfession und Methodologie in "Kirche ist Mission" von Roland Hardmeier