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Interaktionsmöglichkeiten im Internet

Ausarbeitung 2016 26 Seiten

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einführung

Allgemeines

Interaktion

Beispiele für Interaktionen im Internet
Allgemeines
Kontaktformulare
Interne Suche und Suchmaschinen
Gästebücher
Usenet, Newsgroups und Diskussionsforen
Blogs
Chats
Online-Bewerbungsformulare, -systeme

Fazit

Ausblick

Quellen
Webseiten
Bücher

Abbildungsverzeichnis

Einführung

Es gibt eine Vielzahl von Interaktionen, die sich mittlerweile von den klassischen Interaktionen mit Büchern oder allgemein Papier eher auf die digitale Welt aufgrund der Entstehung des Internets und dessen Wachstum und Entwicklung verlagert hat. Aufgrund dessen sind auch gerade im Informatikbereich neue Wege eingeschlagen worden, weil die Interaktionen mit bzw. im Internet auch für den kompletten Programmierbereich und die Softwareentwicklung neue bzw. anderer Konzepte verlangt hat. Während in den Anfängen eher die einfache Kommunikation über simple Mittel ausreichend war, stellt der heutige User ganz andere Anforderungen an Kommunikation und Interaktion. Viele Anforderungen zielen auf Handlungen zur Laufzeit, die möglichst schnell und sicher sind. Es ist interessant, auch einmal die einfachen Interaktionsmöglichkeiten mit den komplexeren bezüglich ausgewählter Kriterien zu vergleichen, denn schließlich haben einige Möglichkeiten sich von den Anfängen bis heute durchgesetzt.

Dieses Assignment beschäftigt sich mit den verschiedenen Interaktionsmöglichkeiten des Internets. Dabei wird im ersten Teil auf Allgemeines eingegangen. Im weiteren Verlauf wird der Begriff Interaktion“ näher beleuchtet und verschiedene Beispiele von Interaktionen von Interaktionen im Hinblick auf Sicherheit, Effektivität und Flexibilität bewertet. Bei diesen Kriterien handelt es sich um Einflussfaktoren der Produktivität genauer um Produkteinflüsse. Um den Sicherheitsaspekt einschätzen zu können, werden Punkte wie die Übertragung von Daten und Manipulationsfähigkeit untersucht. Die Effektivität ist „ist ein Maß für Wirksamkeit, das das Verhältnis von erreichtem Ziel zu definiertem Ziel beschreibt“ 5. Hier werden Merkmale wie Benutzerfreundlichkeit, Zielerreichung und Qualität des Ergebnisses diskutiert. Im Bereich Flexibilität wird untersucht, in wieweit sich die jeweilige Interaktionsmöglichkeit anpassen lässt. So soll untersucht werden, ob es vielfältige Darstellungs- und Nutzungsmöglichkeiten gibt oder ob die Darstellung und Funktion auf den verschiedensten Webseiten gleich bzw. ähnlich ist. Die Erkenntnisse werden bei jeder beschriebenen Interaktionsmöglichkeit am Ende in einer Tabelle kurz zusammengefasst. Zum Schluss werden anhand der dargestellten Informationen ein Fazit zur Ausarbeitung und ein Ausblick gegeben.

Das Ziel dieser Arbeit soll sein, Interaktionsmöglichkeiten im Internet darzustellen und zu bewerten. Hier kann auch ein Trend für weitere Entwicklungen abgeleitet werden. Da es aber nicht möglich ist, bei der Vielzahl an Interaktionsmöglichkeiten alle darzustellen, wurden in dieser Arbeit nur ausgewählte Interaktionen berücksichtigt, die derzeit aktuell sind und häufig benutzt werden.

Allgemeines

Interaktionsmöglichkeiten gibt es im Internet viele. Der Stellenwert der Interaktion im Internet hat sich mit dem Start des Web 1.0 stetig gesteigert.

Das ursprüngliche Ziel des Internets was es, Forschungsergebnisse auf einfache Art und Weise mit Kollegen auszutauschen. Eine Methode dafür war “Verflechten” von wissenschaftlichen rtikeln - also das Erstellen eines Webs.

“The World Wide Web (W3) is a wide-area hypermedie information retrieval initiative aming to give universal access to a large universe of documents.”12 (Tim Berners Lee) Anfangs bestand das Web aus einfachen Webseiten, die Informationen lieferten. Diese Dokumente waren zum Anschauen gedacht. Die Webseiten selbst hatten so gut wie keine Interaktion mit dem Besucher der Webseite. Das Web war statisch. Die einzigsten Interaktionsmöglichkeiten für Besucher waren zum Beispiel Gästebücher auf Webseiten oder Kontaktformulare.

Mit dem Web 2.0 rückte der Besucher der Webseite immer mehr in den Vordergrund und wurde schließlich Benutzer. Der Begriff Web 2.0 grenzt die interaktiven Nutzungsarten vom Web 1.0 ab, in dem es nur wenige Personen und Organisationen, die Inhalte für das Web erstellten oder Informationen bereitstellten, aber zahlreiche Konsumenten, welche die bereitgestellten Inhalte passiv nutzten, gegeben hat. Damit sich Seiten auch von mehreren Menschen effizient bearbeiten und verwalten lassen, sind Content-Management-Systeme und aus Datenbanken gespeiste Systeme entwickelt worden, die während der Laufzeit die Inhalte von Seiten dynamisch austauschen oder neue Inhalte einzusetzen helfen. Somit gab es einen grundlegenden Wechsel einer Internetseite von einem festen, statischen Dokument hin zu einer Plattform. Der Inhalt stammt nicht mehr vom Webmaster selbst, sondern kommt von den Benutzern der Webseite.

Ein Problem des heutigen Internets ist die riesige Datenmenge. Das Web kann man im Grunde mit einem Speicher (Gedächtnis) von vielen Informationen vergleichen. Allerdings fehlt es ihm an Logik und Weitsicht, um die Daten sinnvoll miteinander verbinden zu können. Das Web ist im Grunde genommen “dumm”. Um dies zu ändern, ging die Entwicklung hin zum Web 3.0, das man auch semantisches Web bezeichnet. Ziel des Semantischen Webs ist es, die Bedeutung von Informationen für Computer verwertbar zu machen und damit automatisch für die interessierten Nutzer im Zuge einer Abfrage zu ordnen. Die Informationen im Web sollten und sollen von Maschinen interpretiert und automatisch weiterverarbeitet werden können.

Interaktion

Den Begriff Interaktion zu definieren, ist nicht trivial, weil es viele Definitionen in die unterschiedlichsten Richtungen gibt.

„Interactivity can be defined as the degree to which a communication technology can create a me- diated environment in which participants can communicate (one-to-one, one-to-many, andmany-to- many), both synchronously and asynchronously, and participate in reciprocal messageexchanges (third-order dependency). With regard to human users, it additionally refers to theirability to perceive the experience as a simulation of interpersonal communication and increasetheir awareness of telepresence.” (Kiousis 2002: 372)1

In den verschiedensten Bereichen kann man von Interaktivität sprechen.

„Im Bereich der Sozialwissenschaften spricht man von Interaktivität nur dann, wenn zwei Individuen miteinander im Kontakt sind und sich in ihren wechselseitigen Handlungen gegenseitig beeinflussen. Interaktivität kann zwischen Personen unmittelbar oder vermittelt durch Medien wie Telefon, E-Mail oder Chat geschehen. Es geht also um die Wechselwirkung von Handlungen unterschiedlicher Personen aufeinander. In den Sozialwissenschaften spricht man von Interaktionen, wenn es um wechselseitige Handlungen geht.

Im Gegensatz dazu ist es im Bereich der Computertechnik durchaus üblich auch dann von Interaktivität zu sprechen, wenn ein Mensch mit einem Computer "interagiert". In diesem Fall wird die wechselseitige Bezugnahme betrachtet. Sowohl die Person als auch der Rechner müssen dabei jedoch unterschiedliche Wahlmöglichkeiten zur Verfügung haben. Ein ausschließliches Bereitstellen von Informationen beispielsweise auf einer Internetseite würde nicht als interaktiv bzw. Interaktion bezeichnet. Auch bezeichnet Interaktion immer das Verhältnis von Mensch und Maschine, nicht aber die Kommunikation zwischen zwei Menschen mittels einer Maschine, wie dies zum Beispiel beim Chatten der Fall ist.

Legge wie und Bieber beschreiben Interaktivität als das Schlüsselwort der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien. Interaktivität im Internet kennzeichnet die Differenz zu einkanaligen Sendemedien. Das herausragendste Merkmal ist die Rückkanalfähigkeit. Es handelt sich dabei um eine technische Eigenschaft, die einfachen und kontinuierlichen Rollentausch zwischen Sendern und Empfängern ermöglicht.“2

Im Grunde bedeutet das, dass die Akteure sich gegenseitig beeinflussen, eine wechselseitige Abhängigkeit aufeinander ausüben und „Miteinander-in-Verbindung“ treten.

Als Messgröße für eine Interaktion verwendet man den Interaktionsgrad.

Der Interaktionsgrad bezeichnet das Ausmaß, in dem Interaktionen über das Internet zwischen Anbieter und Nachfrager stattfinden. Mögliche Ausprägungen reichen von keiner Interaktion über einseitige und zweiseitige Interaktion bis zu mehrseitiger Interaktion.

Keine Interaktion liegt vor, wenn Informationen ausschließlich als statische Webseiten dargestellt werden. Allerfalls die Hypertext-Fähigkeit von Webseiten, d.h. die Möglichkeit, mehrere Webseiten mit einander zu verknüpfen, trägt zu einer minimalen Interaktion bei.

Bei einer einseitigen Interaktion können die Seiteninhalte durch Abfragen und Suchfunktionen vom Nachfrager beeinflusst werden. So kann beispielsweise eine Recherche im Buchbestand einer Bibliothek durchgeführt werden, ein Bankkunde online Konteninformationen abrufen oder aber eine Reiseinformation eingeholt werden.

Eine Anwendung unterstützt eine zweiseitige Interaktion, sofern die Möglichkeit besteht, sich über die Anwendung an den Anbieter zu wenden und von diesem Feedback zu erhalten. Zu diesem Zweck können Online-Fragebögen sowie Feedback-Formulare in die Applikation eingebunden werden. Die alleinige Nennung einer E-Mail-Adresse ist kein Beispiel für diese Ausprägung, weil die Interaktion dann außerhalb der eigentlichen Internet-Anwendung passiert. Sofern aus Formulareingaben die Webanwendung hingegen eine E-Mail erzeugt, die automatisch dem Anbieter zugeschickt wird, liegt ebenfalls eine zweiseitige Interaktion vor.

Von einer mehrseitigen Interaktion spricht man, wenn die Applikation über Chat-Räume, Mailinglisten, Newsgroups und Diskussionsforen den Austausch von Informationen und Beiträgen ermöglicht. Auf diese Weise können beispielsweise Erfahrungsberichte und Hilfestellungen vielen Anwendern zugänglich gemacht werden.

Beispiele für Interaktionen im Internet

Allgemeines

Es gibt sehr viele Interaktionsmöglichkeiten im Internet und es kommen immer mehr hinzu. Alle Möglichkeiten zu durchleuchten, würde den Rahmen sprengen. Daher habe ich mich entschlossen nur bestimmte Möglichkeiten anzusprechen und nach den Kriterien Sicherheit, Effektivität und Flexibilität zu bewerten.

Unter Sicherheit möchte ich mich besonders mit der Frage beschäftigen, wie die Daten via Internet übertragen werden und ob Manipulationen möglich sind. Bei der Flexibilität möchte ich mich damit beschäftigen, inwieweit man gerade in der Optik, dem Design und der Handhabung Anpassungen vornehmen kann wie zum Beispiel Anpassungen an die Webseite im Bereich Layout. Bei der Effektivität möchte ich darstellen, wie einfach und schnell die Handhabung der Interaktionsmöglichkeit ist und ob es eventuell sinnvollere Alternativen geben kann. Dazu werden am Ende jeder erwähnten Interaktionsmöglichkeit über eine Bewertungstabelle nochmals kurz die Erkenntnisse zusammengefasst.

Die Auswahl der Interaktionsmöglichkeiten ergab sich aufgrund einer Recherche über Aktivitäten im Internet. In einem Ranking wurden verschiedene Interaktionen und deren Nutzung im Bereich Kommunikation, Unterhaltung und Web2.0 ausgewertet. In den folgenden Diagrammen wurde die prozentuale Anzahl der Nutzer in den Bereichen festgehalten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Aktivitäten im Internet - Schwerpunkt Kommunikation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Aktivitäten im Internet - Schwerpunkt Unterhaltung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3: Aktivitäten im Internet - Schwerpunkt Web 2.0

Anhand dieser Diagramme in Verbindung mit eigenen Erfahrungen habe ich mich für verschiedene Interaktionsmöglichkeiten entschlossen.

So werde ich Kontaktformulare als relativ einfache Interaktionsmöglichkeit bewerten, da diese Variante auf fast jeder Webseite zu finden ist. Weiterhin werde ich interne Suchen und Suchmaschinen näher durchleuchten, da die gerade beim „einfach drauf los surfen“ und „Stöbern“ intensiv genutzt werden. Dann möchte ich mich mit Gästebüchern befassen, weil sie früher häufig genutzt wurden nun aber von anderen Interaktionsmöglichkeiten verdrängt werden. Das Usenet, Newsgroups und Diskussionsforen möchte ich ebenfalls analysieren, da die im Bereich Web 2.0 auf dem ersten Platz stehen und somit stark frequentiert sind. Im Bereich der Kommunikation werden Chats häufig genutzt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch sie werden hier bewertet. Weiterhin habe ich mir Bewerbungssysteme und -portale ausgesucht. Diese sind zwar nicht im Ranking vertreten, was aber auf die befragten Altersgruppen zurückzuführen ist. Ich denke, dass diese Systeme trotzdem immer mehr genutzt werden. Daher werde ich diese ebenfalls berücksichtigen. Schlussendlich möchte ich noch Blogs näher beleuchten, das diese heutzutage aus dem Internet nicht mehr wegzudenken sind und auch, wie in den Rankings ersichtlich häufig benutzt werden sei es zum Nachlesen oder selbst schreiben.

Natürlich wären auch noch viele andere Interaktionsmöglichkeiten denkbar, denn besonders im Bereich der sozialen Netzwerke ist einiges möglich und wird viel genutzt. Allerdings sind einige der hier dargestellten Interaktionsmöglichkeiten Teile innerhalb der Sozialen Netze wie Chats oder Blogs. Diese finden gerade in Facebook und Twitter häufig Verwendung.

Kontaktformulare

Kontaktformulare sind eine einfache Variante, den Nutzer der Webseite in Interaktion mit dem Betreiber der Webseite treten zu lassen (siehe Abb. 4). Sie dienen dazu, einem eng definierten Personenkreis von einer Webseite aus Nachrichten zu senden. Häufig existiert ein normales Kontaktformular, das über die Hauptnavigation erreichbar ist. Der Nutzer des Formulars kann hier neben seinen eigenen Kontaktinformationen eine Nachricht an den Seitenbetreiber senden. Die Interaktion besteht hier darin, dass der Nutzer des Formulars eigenständig etwas in das Formular eintragen kann und dieses über die Seite an den Webseiten-Betreiber senden kann. Je nach Formular sendet das System an den Sender eine Meldung zurück, dass das Senden zum Beispiel erfolgreich war oder sich der Betreiber mit dem Sender in Verbindung setzt.

Manche Webseiten besitzen auch ein Express Schnellanfrageformular, das auf jeder Seite zur Verfügung steht.

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Details

Seiten
26
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668258297
ISBN (Buch)
9783668258303
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v335770
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,3
Schlagworte
Interaktionsmöglichkeiten Internet social media

Autor

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Titel: Interaktionsmöglichkeiten im Internet