Lade Inhalt...

Der Businessplan. Eine Zusammenfassung und Hilfe zur erfolgreichen Erstellung

Zusammenfassung 2016 15 Seiten

BWL - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Funktionen des Businessplans

2. Struktur und Inhalt des Businessplans
2.1 Executive Summary
2.2 Unternehmen
2.3 Produkt oder Dienstleistung
2.4 Branche, Markt und Wettbewerb
2.5 Marketing
2.6 Management, Schlüsselpersonen und Organisation
2.7 Umsetzungsfahrplan (Realisierungsfahrplan, Meilensteinplan)
2.8 Chancen und Risiken
2.9 Finanzplanung

3 Tipps für die Erstellung eines erfolgreichen Businessplans

1. Funktionen des Businessplans

Im Businessplan beschreibt der Gründer schriftlich seine Geschäftsidee und alle Schritte, die er zu ihrer Umsetzung plant.

Er wird auch Geschäftsplan, Geschäftskonzept oder Unternehmenskonzept genannt.

Bei einer Neugründung hat er folgende Funktionen:

- Beurteilen (Geschäftsidee beurteilen)

- Realisierbar?
- Wirtschaftlich?
- Kundennutzen ausreichend?

- Überzeugen

- Kunden, Lieferanten, Kapitalgeber und Förderstellen überzeugen

- Planen

- Umsetzung der Geschäftsidee zielgerichtet planen

- Steuern

- Die chaotische Gründungsphase strukturiert steuern und dabei kontrollieren, ob die Ziele erreicht werden In der Praxis kommt der Businessplan auch bei wesentlichen Geschäftsentscheidungen zum Einsatz.

- Geschäftserweiterung (Einführung neuer Produkte bzw. Dienstleistungen)
- Eingehen von Kooperationen mit anderen Unternehmen
- Übernahme bzw. Übergabe von bestehenden Unternehmen

2. Struktur und Inhalt des Businessplans

Hauptelemente eines Businessplans:

1. Executive Summary – das Besondere auf einen Blick
2. Unternehmen

- Unternehmens- und Gründerprofil

- Unternehmensziele

3. Produkt oder Dienstleistung
4. Branche, Markt und Wettbewerb
5. Marketing
6. Management, Schlüsselpersonen und Organisation
7. Umsetzungsfahrplan
8. Chancen und Risiken
9. Finanzplanung

- Kapitalbedarfsplanung

- Kapitalaufbringung

- Liquiditätsplan

2.1 Executive Summary

Ist eine komprimierte Zusammenfassung des Businessplans. Sie ist ausschlaggebend dafür, ob sicher Leser näher mit dem Businessplan auseinandersetzt.

Eine gute Executive Summary …

- hebt das Besondere des Unternehmenskonzepts hervor
- zeigt kurz, knapp und präzise die erfolgreiche Umsetzbarkeit der Unternehmensidee
- macht Leser neugierig und animiert zum Weiterlesen
- wird erst nach Abschluss aller anderen Gliederungspunkte verfasst
- ist nicht länger als zwei Seiten

Sie ist auch für den Gründer selbst hilfreich und dient als Basis für eine gute Präsentation der Geschäftsidee.

2.2 Unternehmen

In diesem Abschnitt geht man darauf ein, auf welchen Grundsteinen das Unternehmen, mit welchen Sie die Idee umsetzten möchte, aufgebaut werden soll.

Dabei beschreibt man das Unternehmens- und Gründerprofil und legt Unternehmensziele fest.

Folgende Punkte des Unternehmens- und Gründerprofils muss ein Gründer im Businessplan festlegen:

- Geschäftsidee und Unternehmensvision
- Gründer bzw. Gründungsteam
- Rechtsform
- Firmenwortlaut
- Unternehmensstandort

Geschäftsidee und Unternehmensvision:

Die Geschäftsidee und somit den Geschäftsgegenstand kurz und prägnant beschreiben. Überlegen welche Unternehmensvision (Vorstellungsbild der angestrebten Zukunft) mit der Geschäftsidee verbunden ist, d. h. welchen Zustand will man eines Tages mit dem Unternehmen erreichen.

Eine klar definierte Unternehmensvision wirkt inspirierend und begleitet das Unternehmen langfristig.

Gründer bzw. Gründungsteam:

Das Gründerteam vorstellen und auf persönliche Eigenschaften, fachliche Qualifikationen und soziale Kompetenzen eingehen. Dem Leser soll klargemacht werden, wieso es gerade Ihnen gelingen kann, die Geschäftsidee erfolgreich umzusetzen.

Rechtsform:

Die Wahl der Rechtsform hängt davon ab, ob das Unternehmen allein oder mit einem Partner gegründet wird.

Sie sollte immer überprüft werden, weil eine einzelne Rechtsform auf Dauer nicht vorteilhaft ist.

Firmenwortlaut:

Falls man bereits namentlich in der Branche bekannt ist, ist es besser, den eigenen Nachnamen für das Unternehmen zu verwenden. Ist das nicht der Fall, kann ein Fantasiename oder Sachname dazu beitragen, der Zielgruppe die gewünschte Botschaft zu vermitteln.

Unternehmensstandort:

Die Wahl des Standortes wirkt sich wesentlich auf den Erfolg des Unternehmens aus. Es ist wichtig den Standort umfassend zu planen, denn nachträgliche Änderung ist meist mit hohen Kosten verbunden.

Die Wahl des Standortes ist von folgenden Standortfaktoren abhängig:

- beschaffungsseitige Standortfaktoren

- Infrastruktur (Verkehrsanbindung, Energieversorgung)
- Verfügbarkeit von geeigneten Arbeitskräften
- Nähe zu geeigneten Lieferanten und Rohstoffen
- Höhe der Mieten bzw. Kaufpreise (für Grundstücke, Geschäftsbüros)
- Lebensqualität (Wohnumfeld, Bildung, Umweltqualität)

- produktionsbezogene Standortfaktoren

- Umweltschutzauflagen
- Höhe der Steuern und Abgaben
- Subventionen und Förderungen

- absatzorientierte Standortfaktoren

- Nähe zu geeigneten Kunden
- Wettbewerbssituationen (Wer sind die direkten und indirekten Mitbewerber?)
- Verkehrslage (Zufahrt, Parkplätze)
- Image des Standortes

Entscheiden Sie je nach Situation, welche angeführten Faktoren die Standortwahl beeinflussen.

Die Berechnungsmethode zur Wahl des geeigneten Standortes ist die Punktebewertungsmethode bzw. Scoring-Methode.

Vorgehensweise:

1. Standortfaktoren

Überlegen welche Standortfaktoren für Ihre Geschäftsidee wichtig sind

2. Gewichtung der Faktoren

Wichtigkeit jedes Faktor abschätzen und Punkte von 1 (unwichtig) bis 10 (sehr wichtig) vergeben

3. Bewertung

Untersuchen, wie jeder einzelne Standort pro Faktor abschneidet. Punkte von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut) vergeben.

4. Punkte

Bewertungspunkte mit der Gewichtung multiplizieren

5. Summe der Punkte

Punkte pro Standort addieren

6. Entscheidung

Der Standort mit den meisten Punkten entspricht den Anforderungen am besten.

Zu den häufigsten Anfangsfehlern von Jungunternehmern zählt eine falsche Einschätzung des Standortes. Man sollte sich bei der Wahl des Standortes viel Zeit lassen und genau überlegen.

Unternehmensziele:

Man muss kurz-, mittel- und langfristigen Ziele festlegen, mit denen die Vision verwirklicht werden soll.

- Kurzfristige Ziele (operative Ziele) < 1 Jahr

- Ziele, die in einem Jahr umgesetzt werden soll
- Festlegen was man bis zur Gründung bzw. in der ersten Zeit nach der Gründung erreichen möchte

- Mittelfristige Ziele (taktische Ziele) 1- 5 Jahre

- beziehen sich auf die ersten 1- 5 Jahre
- Gedanken mach über:
- Wann soll die Gewinnzone (Erträge > Aufwände) erreicht werden?
- Welchen Umsatz (Absatz * Verkaufspreis pro Einheit) will man in den einzelnen Jahren erzielen?
- Welchen Marktanteil (Umsatz- bzw. Mengenanteil des Unternehmens am Gesamtmarkt) strebt man in den einzelnen Jahren an?
- Wie soll sich die Mitarbeiterzahl entwickeln

- Langfristige Ziele (strategische Ziele) > 5 Jahre

- Ziele, die über einen Zeitraum von 5 Jahren hinausgehen
- Sie dienen als Richtungsweiser
- Fortbestand des Unternehmens soll auf lange Sicht gesichert sein
- Sie stehen in engem Zusammenhang mit der Vision des Unternehmens
- Überlegen, welches Image und welche Werte langfristig verfolgt werden möchten

Richtiges Formulieren von Zielen:

Es ist hilfreich sich an die SMART-Regel zu halten. So stellt man sicher, dass Ziele auch korrekt definiert und somit mess- und überprüfbar sind.

[...]

Details

Seiten
15
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668257696
ISBN (Buch)
9783668257702
Dateigröße
541 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v335745
Note
1,00
Schlagworte
Businessplan Businessgründung Marketing Finanzierung Wettbewerb

Autor

Zurück

Titel: Der Businessplan. Eine Zusammenfassung und Hilfe zur erfolgreichen Erstellung