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Voraussetzungen und Rechtsfolgen der Bekämpfung der Piraterie nach der Charta der Vereinten Nationen und Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen von 1982

Seminararbeit 2015 37 Seiten

Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht

Leseprobe

Gliederung

A Literaturverzeichnis

B Abkürzungsverzeichnis

C Ausarbeitung
I Einleitung
II Rechtliche Grundlagen der Pirateriebekämpfung nach dem UN-Seerechtsübereinkommen
1. Die Voraussetzungen der Legaldefinition des Art. 101 SRÜ
a) Jede rechtswidrige Gewalttat zu privaten Zwecken
b) Zwei-Schiffe-Erfordernis
c) Auf Hoher See
2. Rechtsfolgen des SRÜ
a) Untersuchungsrecht gemäß Art. 110 SRÜ
b) Interdiktionskompetenz gemäß Art. 105 1 SRÜ
c) Jurisdiktionskompetenz gemäß Art. 105 2 SRÜ
3. Kritik
4. Zwischenergebnis
III Rechtliche Grundlagen der Pirateriebekämpfung nach UN-Charta
1. Friedensbedrohung nach Art. 39 UN-Charta
2. Eingriffskompetenzen aus Sicherheitsratsresolutionen
a) Sicherheitsratsresolution 1816 (2008): Somalisches Hoheitsgebiet
b) Sicherheitsratsresolution 1851 (2008): Erweiterung der Kompetenzen
c) Folgeresolutionen: Bekämpfung der Piraterie als politische Herausforderung
d) Sicherheitsratsresolution 2184 (2014): Neueste Entwicklungen
3. Rechtliche Bewertung der Resolutionen
4. Zwischenergebnis
IV Grenzen im Umgang mit Piraten
1. Menschenrechte
a) Rechtsgrundlage des Menschenrechtsschutzes auf Hoher See
b) Menschenrechtliche Verpflichtungen bei der Pirateriebekämpfung
c) Zwischenergebnis
2. Strafverfolgung
a) Nationale Strafverfolgung in der Praxis
b) Kritik
c) Ergebnis
V Fazit

A Literaturverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

B Abkürzungsverzeichnis

Auf die Wiedergabe allgemein gebräuchlicher Abkürzungen wurde im Interesse der Straffung verzichtet. Ergänzend wird auf Kirchner, Hildebert/ Pannier, Dietrich, Abkürzungsverzeichnis der Rechtssprache, 7. Auflage, Berlin 2013 verwiesen.

C Ausarbeitung

I Einleitung

Die Problematik der Seepiraterie ist in den vergangenen Jahren durch einen erheblichen Anstieg der Zahl von Piratenangriffe, insbesondere vor Somalia, stärker in das Bewusstsein der internationalen Staatenge- meinschaft gerückt. Mitunter schwer bewaffnet bringen moderne Pira- ten Handelsschiffe in ihre Gewalt, um hohe Lösegeldforderungen zu stellen.1 Seit dem Jahr 2011 ist allerdings ein Rückgang der Überfälle vor Somalia zu beobachten. Grund dafür sind multinationale Mili- täroperationen2 sowie erhöhte Sicherheitsvorkehrungen an Bord.3 Das International Maritime Bureau (IMB) mahnt, das Problem der Piraterie in Somalia trotzdem nicht zu vergessen. Es befinden sich weiterhin Geiseln in der Gewalt von Piraten und auch die politische Situation bleibt angespannt.4

Der aktuelle Pirateriebericht5 des IMB für das dritte Quartal 2014 zeigt zudem auch beunruhigende Entwicklungen auf: Während die Zahl der Piratenangriffe von Januar bis September 2014 weltweit auf 178 sank6, ist eine deutliche Zunahme der Überfälle in der südostasiatischen Ma- lakka-Straße, insbesondere vor Indonesien, festzustellen. Im dritten Quartal 2014 wurden sechs Schiffe von Piraten entführt, davon fünf in Südostasien. Ziel der Piraten war häufig geladener Treibstoff.7 Ange- sichts der aktuellen Gefahr einer Verschiebung des Piraterieproblems nach Südostasien und der andauernden Militärpräsenz vor Somalia ist das Problem der Piraterie keineswegs gebannt.8

Die Situation in Südostasien ist von der in Somalia zu unterscheiden: Insbesondere Indonesien hat aus Angst vor Eingriffen in seine Hoheits- rechte in der Vergangenheit internationale Hilfe abgelehnt.9 Der Staat ist zwar politisch unruhig, versucht aber das Piraterieproblem in Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten Malaysia und Singapur, sowie durch nationale Maßnahmen eigenständig zu lösen.10

Piraterie ist kein modernes Phänomen, sondern existiert, seit es Seehan- del gibt.11 Erste völkerrechtliche Kontakte gingen mit Piraterie, der Entwicklungskrankheit des V ö lkerverkehres 12 , einher. In der Literatur haben Piratenerzählungen einen festen Platz.13 Rechtlich wurden Pira- ten seit je her als hostis humani generis14 , als Feinde der Menschheit, behandelt. Piraten stellen eine Gefahr für Freiheit und Sicherheit der Meere sowie den freien Wirtschaftsverkehr dar.15 Zu ihrer strafrechtli- chen Verfolgung sind traditionell alle Staaten ermächtigt (Universali- t ä tsprinzip).16 Diese Ermächtigung ist allerdings durch das Institut des Menschenrechtsschutzes begrenzt.17

Wichtigste völkerrechtliche Grundlage der Pirateriebekämpfung ist das UN-Seerechts ü bereinkommen (SRÜ) von 1982.18 Das SRÜ befasst sich explizit mit Piraterie und erteilt Kompetenzen zu deren Bekämpfung. Auch der UN-Sicherheitsrat hat auf der Grundlage von Kapitel VII der UN-Charta (UN-Ch) zahlreiche Resolutionen zur Pirateriebekämpfung erlassen. Unter Bezugnahme auf das SRÜ, hat er damit die Möglichkeiten der Pirateriebekämpfung stark erweitert.

In der vorliegenden Arbeit soll erörtert werden, welche rechtlichen Grundlagen das SRÜ (II.) sowie die UN-Charta (III.) für eine effektive Pirateriebekämpfung bieten. Anschließend sollen die Grenzen und Probleme der Bekämpfung moderner Piraterie aufgezeigt und Lösungs- ansätze gesucht werden (IV.). Dabei werden die Situation in Somalia und die Entwicklung vor Indonesien beispielhaft aufgeführt und mitei- nander verglichen.

II Rechtliche Grundlagen der Pirateriebekämpfung nach dem UNSeerechtsübereinkommen

Die Piraterievorschriften des SRÜ von 1982, das oftmals als Verfassung der Meere 19 bezeichnet wird, folgen weitgehend dem Vorbild der Kon- vention ü ber die Hohe See von 195820 und können als Kodifikation des Völkergewohnheitsrechts universelle Geltung beanspruchen.21 Dem SRÜ liegt das Prinzip der Freiheit der Hohen See (Art. 87), ihrer friedlichen Nutzung (Art. 88) sowie des Fehlens jedweder territorialen Souveränität (Art. 89) zu Grunde. Davon ist inter alia die Freiheit der Schifffahrt umfasst.22 Die Hohe See entbehrt jeder staatlichen Hoheits- gewalt, gleichzeitig besteht aber ein Bedürfnis der internationalen Staa- tengemeinschaft, sich vor Piraten zu schützen. Das SRÜ löst diese Spannung, indem es zwar keine Hoheitsrechte über die Hohe See erteilt, wohl aber die Staaten zur dortigen Pirateriebekämpfung ermächtigt.

1. Die Voraussetzungen der Legaldefinition des Art. 101 SRÜ

Voraussetzung der Bekämpfung von Piraterie auf der Grundlage des SRÜ ist die Erfüllung des Piraterietatbestandes im Sinne von Art. 101 SRÜ, wobei in der deutschen Fassung der Begriff Seer ä uberei verwen- det wird.

Nach Art. 101 a) SRÜ fällt jede rechtswidrige Gewalttat, die auf Hoher See von einem privaten Schiff aus zu privaten Zwecken gegen ein anderes Schiff verübt wird, unter den Tatbestand der Seeräuberei.

Ferner sind vom Tatbestand erfasst jede freiwillige Beteiligung an (Art. 101 b) SRÜ), jede Anstiftung zu, jede Erleichterung von (Art. 101 c) SRÜ) und jeder Versuch23 einer piratischen Handlung. Im Folgenden sollen einzelne der unter Art. 101 a) SRÜ genannten Tatbestandsmerkmale genauer untersucht werden. Obwohl Art. 101 SRÜ auch auf Luftpiraterie Anwendung findet, beschränken sich die folgenden Ausführungen auf die Seepiraterie.

a) Jede rechtswidrige Gewalttat zu privaten Zwecken

Bereits einzelne Gewalttaten wie Freiheitsberaubung oder Plünderung reichen zur Verwirklichung des Piraterietatbestandes aus.24 Es stellt sich aber die Frage der Rechtswidrigkeit und etwaiger Recht- fertigungsgründe: Bei der Piraterie handelt es sich nicht um ein völker- strafrechtliches Delikt. Daher sind auch keine völkerrechtlichen Recht- fertigungsgründe kodifiziert.25

Rechtfertigungsgründe könnten jedoch aus dem jeweiligen nationalen Strafrecht hergeleitet werden. Dies hätte aber den Nachteil, dass der völkerrechtliche Pirateriebegriff nationalrechtlich modifiziert würde. Es entspricht nicht dem Interesse der Vertragsstaaten an einem einheitli- chen Pirateriebegriff, wenn nationale Rechtfertigungsgründe von weit- reichender Bedeutung für die Erfüllung des völkerrechtlichen Pirate- rietatbestandes sind. Daher soll nur dann auf nationale Rechtfertigungs- gründe abgestellt werden können, wenn nationale strafrechtliche Pirate- rienormen ihrerseits auf die völkerrechtliche Pirateriedefinition verwei- sen (deklaratorische Deutung). 26

Des Weiteren ist das Erfordernis des privaten Zweckes zu erörtern: Pi- rateriehandlungen setzen private, eigennützige Absichten voraus, wobei eine Plünderungsabsicht (animus furandi) nicht erforderlich ist, aber Indiz für das Vorliegen einer privaten Absicht sein kann.27 Der Entste- hungsgeschichte der Norm ist zu entnehmen, dass staatlich initiierte Überfälle, insbesondere Kaperei, keine Piraterie darstellen, sondern dem jeweiligen Staat als kriegerische Handlung zugerechnet werden sollten.28

Nach allgemeiner Ansicht sind auch politische Taten, die nicht eindeutig privater Natur sind, von Art. 101 SRÜ nicht erfasst.29 Gewalttaten durch Umweltaktivisten oder Rebellen fallen also in der Regel nicht unter die Pirateriedefinition des SRÜ.30

b) Zwei-Schiffe-Erfordernis

Auf Grund des Wortlauts von Art. 101 a) SRÜ ist es unumgänglich, dass es sich bei Angreifer und Angegriffenem um unterschiedliche Schiffe handelt (gegen ein anderes Schiff). Dabei enthält das SRÜ keine Definition des Begriffes Schiff. Aus dem Telos des Art. 101 SRÜ ergibt sich aber, dass neben Handels- und Staatsschiffen auch kleinere Boote, wie sie in der Praxis häufig genutzt werden, als Schiffe zu werten sind.31

Nach Art. 103 SRÜ ist ein Schiff ein Seeräuberschiff solange es unter der tatsächlichen Gewalt von Piraten steht.32

Mit dem Zwei-Schiffe-Erfordernis wird der Unterschied zwischen bordinternen Gewalttaten und solchen gegen die Schifffahrt gewahrt. Meuterei erfüllt den Piraterietatbestand daher nicht.33

c) Auf Hoher See

Geografisch ist Piraterie beschränkt auf die Hohe See und Orte, die kei ner staatlichen Hoheitsgewalt unterstehen. Art. 86 I SRÜ definiert die Hohe See negativ als die Teile des Meeres, die nicht zur ausschließlichen Wirtschaftszone, zum Küstenmeer oder zu den inneren Gewässern oder Archipelgewässern eines Staates gehören.

Einer Verwirklichung des Piraterietatbestandes in nationalen Gewässern steht das SRÜ entgegen. Kommt es zu einem piratischen Überfall, der sich im Küstenmeer abspielt, fällt dieser nicht unter die Pirateriedefini- tion des SRÜ. Es handelt sich vielmehr um einen bewaffneten Überfall auf See. Die Bekämpfung solcher Überfälle und die Sicherung der nati- onalen Gewässer unterliegen der vollen Souveränität des Küstenstaates (Art. 2 SRÜ).

2. Rechtsfolgen des SRÜ

Auf Hoher See gilt das Flaggenprinzip, wonach Schiffe der ausschließlichen Hoheitsgewalt ihres Flaggenstaates unterliegen (Art. 92 SRÜ). Piraterie stellt einen anerkannten Grund für die Durchbrechung dieses völkerrechtlichen Grundprinzips dar.34

Im Falle von Piraterie im Sinne des Art. 101 SRÜ ist nach dem Universalitätsprinzip jeder Staat dazu berechtigt, Piraten zu verfolgen und juristisch zur Verantwortung zu ziehen.35

Art. 100 SRÜ statuiert ein universelles Kooperationsgebot: Bei der Pirateriebekämpfung sollen alle Staaten in gr öß tm ö glichem Ma ß e zusammenarbeiten. Wörtlich spricht Art. 100 SRÜ zwar von einer Kooperationspflicht, eine konkrete Verpflichtung der Staaten kann dem SRÜ aber nicht entnommen werden.36 Vielmehr stellen die im Folgenden näher erläuterten Artikel des SRÜ den Kompetenzrahmen möglicher Maßnahmen zur Pirateriebekämpfung dar.

a) Untersuchungsrecht gemäß Art. 110 SRÜ

Besteht ein begründeter Verdacht der Piraterie, so darf ein Schiff, das im Sinne des Art. 29 SRÜ ein Kriegsschiff ist, nach den abgestuften Voraussetzungen des Art. 110 SRÜ das betreffende Schiff anhalten, betreten und untersuchen. Es muss sich dabei um ein fremdes, also un- ter einer anderen Flagge fahrendes Schiff handeln.37 Durch diese abge- stufte Ermächtigung wird der hohe Stellenwert der Schifffahrtsfreiheit hervorgehoben. Die Schwelle für einen begr ü ndeten Verdacht wird dabei niedrig angesetzt.38

b) Interdiktionskompetenz gemäß Art. 105 1 SRÜ

Das Interdiktionsrecht gemäß Art. 105 S.1 SRÜ berechtigt hilfeleistende Schiffe im Sinne des Art. 107 SRÜ ein Seeräuberschiff auf Hoher See aufzubringen, die Personen an Bord festzunehmen und Vermögenswerte zu beschlagnahmen. Es schränkt die Schifffahrtsfreiheit ein und verletzt das Flaggenprinzip.

Art. 105 1 SRÜ findet im Gegensatz zu Art. 110 SRÜ Anwendung auf Schiffe jeder Nationalität und stellt damit die bedeutendste Ermächti- gung zur Pirateriebekämpfung dar. Dabei ist Art. 105 1 SRÜ keine Verpflichtungs-, sondern eine Ermächtigungsnorm.39 Nur dann, wenn sich während eines Piratenangriffes ein weiteres hilfsbereites Schiff vor Ort befindet, wird Art. 105 1 i.V.m. Art. 100 SRÜ sogar eine Pflicht zum Aufbringen entnommen.40

c) Jurisdiktionskompetenz gemäß Art. 105 2 SRÜ

Art. 105 2 SRÜ ermächtigt die nationalen Gerichte des aufbringenden Staates zur Strafverfolgung und Beschlagnahme von Schiff und La- dung. Er stellt eine Kodifikation des Universalitätsprinzips dar. Die Jurisdiktionskompetenz kommt ausschließlich dem aufbringenden Staat zu. Eine Überstellung festgenommener Piraten an Drittstaaten ist im SRÜ nicht vorgesehen.41 Auch bei Art. 105 2 SRÜ handelt es sich um eine Ermächtigungsnorm.42

[...]


1 Schiedermair, AöR 135 (2010), S. 298, Murphy, Contemporary Piracy, S. 12 f.

2 US- Task Force 151, Nato- Ocean-Shield und EU-ATALANTA-Mission.

3 Private Sicherheitsvorkehrungen sollen nicht Teil dieser Arbeit sein.

4 Deh é z, DGVN, 3/2009, S. 117.

5 ICC IMB Piracy and Armed Robbery Against Ships Q3 2014, abrufbar unter: https://www.icc-ccs.org/piracy-reporting-centre/request-piracy-report

6 Im Jahre 2011 waren es im gleichen Zeitraum 352, IMB Piracy Report, S. 6.

7 IMB Piracy Report Q3 2014, S. 27.

8 So auch Abschlussdeklaration des EU-Africa Summit 2014, www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_Data/docs/pressdata/en/ec/142096.pdf

9 Kontorovich, AJIL, Vol. 104, S. 452.

10 Hribernik, EIAS, 2013/2, S. 8 f., Farley/Gotzak, JSS Vol. 2 2009, S. 5 ff.

11 Bohn, die Piraten S. 10, 13.

12 Peschel, Völkerkunde, S. 214.

13 u.a. in: Goethe, Faust (Mephisto: „ Krieg, Handel und Piraterie, Dreieinig sind sie, nicht zu trennen “), Brecht, Dreigroschenoper („Seeräuber-Jenny“).

14 Die in der Literatur vielfach verwendete Bezeichnung geht wohl auf Cicero, De Officiis III, 107 zurück.

15 Schladebach/Essau, DVBl 2012, S. 475, World Bank Study, Pirate Trails, 2013.

16 Brownlie, International Law, S. 229, Herdegen, Völkerrecht, S. 201.

17 Von Arnauld, AVR 47 (2009), S. 454, 471.

18 Stand 2014: 166 Vertragsstaaten

19 Constitution for the oceans geprägt durch den Präsident der 3. Seerechtskonferenz (1973-1982) T.T.B Koh.

20 Welche auf Kodifikationsentwürfe der Harvard Law School, der ILC und die Draft Convention on Piracy zurückgeht, Schmahl, AöR 136 (2011), S. 50.

21 Die Universalität des gesamten SRÜ ist abzulehnen: von Arnauld, AVR 47 (2009), S. 455 ff., Schmahl, AöR 136 (2011).

22 Wolfrum in: Handbuch des Seerechts, S. 300.

23 Lagoni, FS Rauschning, S. 520.

24 Dahm/Delbr ü ck/Wolfrum, Völkerrecht Bd. 1/2, S. 364 f.

25 Vgl. Schr ö der, in: Vitzthum/Proelß, Völkerrecht, S. 542, Sattler, Piraterie im modernen Seerecht, S. 38 ff.

26 Tr é soret, Seepiraterie, S. 181.

27 Wolfrum, in: Handbuch des Seerechts, S. 308, Fournier, Streitkräfte, S. 37 ff.

28 Fournier, Streitkräfte, S. 38; Bohn, Die Piraten, S. 15.

29 K ö nig/Salomon/Neumann/Kolb, PiraT Nr. 7, 2011, S. 14.

30 Schmahl, AöR 136 (2011), S. 59.

31 Schmahl, AöR 136 (2011), S. 53, Piernas, ARI 168/2008, S. 2.

32 Fournier, Streitkräfte, S. 38.

33 Schladebach/Essau, DVBl 2012, S. 475.

34 Sattler, Piraterie im modernen Seerecht, S. 38.

35 So auch J.B. Moore in seiner dissenting opinion in IGH Lotus, 1927 (ser. A) Nr.10 , Rn.. 249, Verdross/Simma, Universelles Völkerrecht, S. 779.

36 Jenisch spricht von Bem ü hungsverpflichtung: NordÖR 10/2009, S. 385.

37 Tr é soret, Seepiraterie, S. 256.

38 Tr é soret, Seepiraterie, S. 258.

39 Schmahl, AöR 136 (2011), S. 61.

40 von Arnauld, AVR 47 (2009), S. 456.

41 Kontorovich, ASIL Bd. 13 Nr. 2 (2009), Shaw, International Law, S. 614 ff.

42 Fn. 39.

43 Fischer-Lescano, NordÖR 2/2009, S. 50.

44 Fournier, Streitkräfte, S. 43, Fischer-Lescano, NordÖR 2/2009, S. 50.

45 Mitglieder der palästinensischen Freiheitsbewegung versuchten so 1985 die Freilassung inhaftierter Palästinensern zu erzwingen; Stewart, Piraten, S. 109 ff.

46 Stand 2014: 161 Vertragsstaaten.

47 Vgl. unter II 1 c).

48 Vgl. Jenisch, NordÖR 10/2009, S. 386.

49 Stehr, Piraterie, S. 112 f.

50 Tr é soret, Seepiraterie, S. 214.

51 Diener, Terrorismusdefinition, S. 56.

52 Stand: Dezember 2014.

53 Ein dt. Interesse wird angenommen wenn unter dt. Flagge fahrende Schiffe ange- griffen, dt. Staatsangehörige getötet oder verletzt werden, Jenisch, NordÖR 10/2009, S. 387, 390.

54 Kontorovich, AJIL, Vol. 104, S. 450.

100 IPbpR vom 19.12.1966, UNTS 999, S.171, BGBl. 1973 II, S. 1534.

101 Lorenz, Grund- und Menschenrechte, S. 75 f.

102 Sch ä fer, Menschenrechte, S. 26.

103 Menschenrechtsausschuss, General Comment 31 (2004), § 10; von Arnauld, in: Streitkräfte und Menschenrechte, S. 63; anders: McGoldrick in: Extraterritorial Appli- cation, S. 48.

104 BGBl. 2002 II, S. 1954.

105 Vgl. Art. 1 EMRK; Bettendorf, Geltung der EMRK, S. 24.

106 EGMR Banković, Appl.-Nr. 52207/99, § 73, bestätigt in EGMR Hirsi Jamaa u.a. v. Italien, Appl.-Nr. 27765/09 § 75.

107 Weber, Menschenrechte, S. 2.

108 Hobe, in: FS Klein, S.101 f.

109 ICJ Rep 1970, S. 32 § 34 (Barcelona Traction).

110 U.a. Verbot von Folter, Recht auf Leben, Schutz vor Sklaverei und Rassendiskriminierung, vgl. Kadelbach, Zwingendes Völkerrecht, S. 286 ff.

111 Die Kadi-Entscheidung des EuGH genügt nicht zur Begründung einer ius cogens Norm, Milanovic, DJCIL, 2009, S. 93 Neudorfer, ZaöRV 69, 2009, S. 998.

112 Fischer-Lescano/Kreck, AVR 47 (2009), S. 494

113 Aust, DVBl. 2012, S. 487, Fournier, Streitkräfte, S. 225 f., anders: Fischer Lescano/Kreck, AVR 47 (2009), S. 499 ff.

114 Von Arnauld, AVR 47 (2009), S. 472.

115 EGMR Soering Appl.-Nr. 14038/88, § 91.

116 VG Köln Az. 25 K 4280/09.

117 Kontorovich, ILM, Vol. 48, S. 748.

118 Von Arnauld, AVR 47 (2009), S. 474.

119 Aust, DVBl 2012, S. 486.

120 VG Köln (Fn.115), Rn. 73.

121 Aust, DVBl 2012, S. 488.

122 Von Arnauld, in: Streitkräfte und Menschenrechte, S. 82.

123 Kontorovich, HILJ Vol. 45, S. 192 f., Schindler, in: Public Int. Law, S. 876.

124 Schmahl, AöR 136 (2011), S. 60.

125 Vgl. S/Res 1851 (2008).

126 Kontorovich, AJIL, Vol. 104, S. 444 f.

127 Stehr, Piraterie, S. 20; Strafbarkeit nach dt. Recht gem. § 316 c i.V.m. § 6 Nr. 3 StGB.

128 S/2011/30 - Lang-Report (25.01.2011)

129 S/2011/30, S.3 f.

130 Schweisfurth, Völkerrecht, S. 272.

131 Fischer-Lescano, NordÖR 2/2009, S. 52.

132 Von Arnauld, AVR 47 (2009), S. 470.

133 Vgl. http://www.unodc.org/easternafrica/en/piracy/index.html (zuletzt abgerufen am 12.12.2014).

134 ILC-Kommentar zum regelungsidentischen Art. 43 SRÜ von 1958: This right cannot be exercised at a place under the jurisdiction of another state

135 Tr é soret, Seepiraterie, S. 616.

136 Schindler, in: Public Int. Law, S. 876.

137 Fn. 9.

138 von Arnauld, AVR 47 (2009), S. 475.

Details

Seiten
37
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668255210
ISBN (Buch)
9783668255227
Dateigröße
644 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v335627
Institution / Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
12
Schlagworte
voraussetzungen rechtsfolgen bekämpfung piraterie charta vereinten nationen seerechtsübereinkommen

Autor

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Titel: Voraussetzungen und Rechtsfolgen der Bekämpfung der Piraterie nach der Charta der Vereinten Nationen und Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen von 1982