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Arbeitswelt 4.0. Untersuchungsdesigns zur Analyse der Auswirkung auf die Mitarbeitermotivation

Fallbeispiel Hamburg Netz GmbH

Hausarbeit 2016 15 Seiten

Führung und Personal - Mitarbeitermotivation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Hintergrund zur Seminararbeit
1.2 Aufgabenstellung und Zielsetzung

2 Motivation
2.1 Motivationstheorien
2.2 Leistungsmotivationstheorie nach McClelland

3 Differenzierung von Forschungsdesignen
3.1 Qualitative Marktforschung
3.2 Interviews

4 Der Forschungsprozess
4.1 Konzipierung des Forschungsprozess
4.2 Problemformulierung und Definition von Untersuchungszielen
4.3 Konzipierung des Forschungsplan
4.4 Datenerhebung
4.5 Datenanalyse
4.6 Dokumentation

5 Forschungsdesign für die Bachelorthesis und Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Motivspezifische Aufgabenschwerpunkte eines Arbeitsplatzes

Abb. 2: Vergleich von motivationalem Anforderungsprofil und persönlichem Motivprofil

Abb. 3: Formen qualitativer Interviews nach Lamnek

Abb. 4: Phasen des Marktforschungsprozesses

1 Einleitung

1.1 Hintergrund zur Seminararbeit

Auch die Büroarbeit ist gerade im Prozess der Transformation der vierten industriellen Revolution nachdem die Bundesregierung mit dem Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ die Informatisierung der klassischen Industrien vorantreibt.1 Die Wissensarbeit befindet sich derzeit mit Social Media, virtuellen Kooperationen, Cloud Services und mobilem Arbeiten in einem signifikanten Wandel.2 „Mit dem Begriff „Arbeitswelten 4.0“ beschreiben Bauer et al. (2012) die Veränderung der Büro- und Wissensarbeit auf Basis der dominierenden Technologiephase. Diese Veränderung spiegelt insbesondere die Flexibilisierung der Arbeit wieder – sowohl in ihrer örtlichen, zeitlichen als auch strukturellen Dimension“3.

Erfolgreiche Unternehmen können sich dem Prozess der kontinuierlichen Weiterentwicklung nicht entziehen und sind weiterhin auf motivierte Mitarbeiter angewiesen. Die notwendigen betrieblichen Veränderungen um im technologischen Wandel schritt halten zu können und konkurrenz fähig zu sein bedarf einer sorgsamen Auswahl und Ausgestaltung im Hinblick auf die vorhandenen Mitarbeiter. Dieses ist leichter gesagt als getan, denn Mitarbeiter können nicht auf Kommando für die Ziele des Unternehmens begeistert oder programmiert werden. Unternehmen die das vorhandene Leistungspotential ihrer Mitarbeiter ausschöpfen wollen, können nicht nur kommandieren, sondern müssen ebenfalls zielgerichtet motivieren. Das Bedeutet das Begehren jedes Einzelnen an der Arbeit zu fördern und weiter zu entwickeln. Wenn man davon ausgeht, dass die berufliche Leistung eines Mitarbeiters das Produkt aus „Können und Wollen“ ist, dann wird der „Wollen“-Faktor umso entscheidender, je unabhängiger eine Person über das Was, Wann und Wie ihrer Handlungen entscheiden kann.4 Damit kann ein Unternehmen die Leistungbereitschaft von Mitarbeitern positiv beeinflussen wenn das Motiv der Mitarbeiter bestmöglich mit den betrieblichen Belangen vereinbar wird.

1.2 Aufgabenstellung und Zielsetzung

In Unternehmen werden Tag für Tag Entscheidungen getroffen, welche den Erfolg oder Misserfolg beeinflussen und damit von enormer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung eines Unternehmens sind. Die Grundlagen jeder unternehmerischen Entscheidung sind Informationen der aktuellen (Markt-) Situation, ebenso über zukünftige Beziehungen von Unternehmens und dessen Umwelt, in welcher es operiert.5 Das Ziel dieser Hausarbeit ist es, ein mögliches Untersuchungsdesign für eine Bachelorarbeit zur Darstellung von Auswirkungen der Arbeitswelt 4.0 auf die Motivation von Mitarbeitern zu erstellen.

Die Entwicklung des Untersuchungsdesigns soll für eine Zusammenarbeit mit dem Gasnetzbetreiber Hamburg Netz GmbH durchgeführt werden. Die Firma ist eine Tochtergesellschaft des E.ON Konzerns und betreibt das Erdgasnetz in der Freien und Hansestadt Hamburg mit circa 7.300 Kilometern Länge und rund 150.000 Hausanschlüssen. Das Netz umfasst Mittel-, Niederdruck und Hausanschlussleitungen sowie rund 600 Gasdruckregelanlagen6. In einem Volksentscheid hatten die Hamburger am 22. September 2013 entschieden, dass die Stadt die kommunalen Energienetze komplett zurückerwerben soll. So wird zum 1. Januar 2018 die städtische Beteiligungsgesellschaft HGV alleiniger Betreiber des Netzes. Die daraus resultierenden Chancen und Risiken für die Hamburg Netz GmbH sind in einem sich wandelnden Energiemarkt und der Veränderung der Büro- und Wissensarbeit vielseitig. Der Vorliegende Fall erfordert aufgrund der Komplexität eine strukturierte Vorgehensweise. Das Design wird daher in Anlehnung des Marktforschungsprozess gestaltet. Marktforschung ist die „systematische und wissenschaftliche Erhebung, Analyse und Interpretation von Informationen über Gegebenheiten und Entwicklung auf Märkten“7 sowie die Verhaltensweisen der Individuen auf diesen Märkten. Die Marktforschung hat das Ziel, bisherige Entwicklungen nachvollziehen zu können und künftige Entwicklungen kalkulierbarer zu machen und somit dem Management bei der Entscheidungsfindung dienen.8

2 Motivation

2.1 Motivationstheorien

Die Motivation selbst ist die Gesamtheit einzelner Motive welche die Grundlage menschlichen Verhaltens darstellen9. Wissenschaftliche Motivationstheorien lassen sich nach Inhalts- und Prozesstheorien aufteilen. Die Inhaltstheorien setzen den Schwerpunkt auf die Motive, welche Menschen zum Handeln veranlassen, während Prozesstheorien inhaltlich den Fokus auf die Abläufe von Motiven und daraus folgendem Handeln legen. Die Motivation wird zur Vereinfachung in diesem Design anhand der Inhaltstheorie nach McClelland beschrieben.

2.2 Leistungsmotivationstheorie nach McClelland

Der amerikanische Motivationspsychologe David McClelland hat eine Theorie entwickelt in der die menschliche Motivation maßgeblich von drei Motiven beeinflusst wird. Dem Bedürfnis nach Leistung (Leistungsmotiv), dem Zugehörigkeitsbedürfnis (Freundschaftsmotiv) und dem Bedürfnis nach Einfluss (Machtmotiv). Unterschiedliche Motive beeinflussen unser Denken, Erleben und Verhalten.10 „Der Theorie nach haben Menschen gute Chancen erfolgreich zu sein, wenn die Anforderungen der zu bewältigenden Aufgabe zu Ihrem Kompetenzprofil und zu ihrer Persönlichkeit, d.h. ihrem Motivationsprofil passen“11. Demzufolge ist es das Ziel eine größtmögliche Überdeckung zwischen dem Anforderungsprofil eines Arbeitsplatzes, in dem die einzelnen Aktivitäten den zugehörigen Machtprofilen zugeordnet werden, siehe Abbildung 1 und dem Motivprofil, des Stelleninhabers herzustellen12. Anhand eines Vergleichs wie in Abbildung 2 kann die Überdeckung grafisch dargestellt werden. Und somit eine Aussage bzgl. der erwarteten Leistungsbereitschaft des Mitarbeiters.

[...]


1 Vgl. Botthof, A. (2015), S. 3.

2 Vgl. Gesellschaft für Arbeitswissenschaft e.V. (2014), S. 617

3 Gesellschaft für Arbeitswissenschaft e.V. (2014), S. 617

4 Vgl. Sarges, W. (2014), S. 202

5 Vgl. Herrmann, C. (2008), S. 5. 6

6 Vgl. Hamburg Netz GmbH, 2016, Portrait, URL: https://www.hh-netz.com/cps/rde/xchg/hamburgnetz/hs.xsl/15.htm, Abruf am 14.01.2016

7 Weis, H. (2012), S. 16.

8 Vgl. Hildebrandt, L. (2008), S. 35.

9 Vgl. Pschyrembel, W. (2002), S. 1087.

10 Vgl. Krug J. (2006) S. 66.

11 Krug J. (2006) S. 98

12 Vgl. Krug J. (2006) S. 98

Details

Seiten
15
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668241381
ISBN (Buch)
9783668241398
Dateigröße
670 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v334427
Institution / Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
2,0
Schlagworte
Analyse Untersuchungsdesign Arbeitswelt 4.0 Motivation Mitarbeiter

Autor

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Titel: Arbeitswelt 4.0. Untersuchungsdesigns zur Analyse der Auswirkung auf die Mitarbeitermotivation