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Mediensystemdeskription. Ein Kriterienkatalog zur Beschreibung und Kategorisierung von Mediensystemen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2004 29 Seiten

Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1 Was ist ein Mediensystem? Begriffsverwirrungen- und klärungen
1.1 Der Medienbegriff
1.2 Der Systembegriff
1.3 Mediensystemkategorisierung

2 Ansätze zur Mediensystemkategorisierung
2.1 Normative Ansätze
2.2 Der Analytische Kontingenz-Ansatz
2.3 Der empirische Konvergenz-Ansatz
2.4 Konstruktivistische Ansätze

3 (Kurz-)Vorstellung eines Analysedesigns zur Beschreibung und Kategorisierung von Mediensystemen
3.1 Zugang: Kommunikatorseite
3.2 Zugang: Rezipientenseite

Zusammenfassung und Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Anhang

Einleitung

„Ein einzelner Fall besagt nichts, es sei denn, in der vergleichenden Zusammenschau mit anderen Fällen. Übertragen auf die vorliegende Thematik heißt das, daß [sic!] sich ein Journalismussystem nur in Unterscheidung von anderen Journalismussystemen beschreiben und bewerten lässt; nur im internationalen Vergleich werden die identitätsstiftenden Einflussfaktoren sichtbar.“ (Esser, 2000, 123)

So beschreibt Frank Esser die Relevanz vergleichender Journalismusforschung. Das gleiche gilt natürlich auch für Mediensysteme generell. Doch je weiter man den Blick über die internationale Medienlandschaft schweifen lässt, desto mehr besteht auch die Gefahr, sich in Einzelheiten zu verlieren und eben jene identitätsstiftenden Einflussfaktoren aus den Augen zu verlieren. Beobachtungen müssen daher geordnet und in einen systematischen Zusammenhang gebracht werden. Es bedarf eines abstrakten, konzeptuellen Rahmens Mediensystem, anhand dessen man einzelne konkrete Mediensysteme miteinander vergleichen kann.

Eine der wichtigsten Vorstufen zur systematisch-quantifizierenden Forschung ist nach Esser die Typenbildung[1], die verschiedene Untersuchungseinheiten (hier Mediensysteme) anhand der jeweils wesentlichen Kriterien kategorisiert. Sie ermögliche weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Genese von Modellen und schließlich zur Theoriebildung (vgl. Esser, 2000, 136f). Obwohl es bereits verschiedene Ansätze zur Kategorisierung von Mediensystemen gibt, besteht keine Klarheit darüber, welches denn die (wesentlichen) Kriterien sind, die zu eben dieser Kategorisierung führen. Dementsprechend gibt es auch keinen vollständigen und systematisch geordneten Katalog dieser Kriterien (Analysedesign), der einer systematischen und möglichst vollständigen Beschreibung und Kategorisierung von Mediensystemen dienen könnte. Oft sind vorhandene Kategorisierungen normativ gefärbt, und/oder Begrifflichkeiten werden nicht kritisch hinterfragt. Ein weiteres Problem stellt die Operationalisierbarkeit von Kriterien und – als Folgeproblem – die Äquivalenz der gewonnenen Indikatoren dar. Ziel dieser Arbeit ist daher die Erarbeitung eines möglichst universellen und gut operationalisierbaren Analysedesigns, wobei die Kriterien selbst untereinander in einen systematischen Zusammenhang gebracht werden sollen, sodass alle für die Kategorisierung von Mediensystemen relevanten Bereiche abgedeckt werden. Ein solches Analysedesign könnte auch als ein abstraktes Modell der komplexen Wirklichkeit eines Mediensystems verstanden werden. Ein solches Modell könnte man sich vielleicht am ehesten als ein dreidimensionales Koordinatensystem vorstellen, das auf der ersten Achse die Elemente im Massenkommunikationsprozess (Kommunikator, Medium, Aussage, Rezipient) enthält, auf der zweiten die gesellschaftlichen Ebenen (Mikro/Meso/Makro) und auf der dritten die gesellschaftlichen Einflussfaktoren (Wirtschaft, Technik, Politik/Recht, Kultur). Diese Achsen werden sich – so hoffe ich jedenfalls – während der Arbeit mehr oder weniger explizit herauskristallisieren.

Zunächst scheint es aber unerlässlich, die hier zentralen Begrifflichkeiten wie Medien oder Mediensystem zu klären. In der darauf folgenden Darstellung der verschiedenen Ansätze zur Mediensystemkategorisierung sollen dann die darin enthaltenden Kriterien herausgearbeitet werden, wodurch jenes Modell der Mediensystemwirklichkeit langsam Form und Gestalt annehmen soll. Auf der Grundlage eines solchen Modells können auch die Defizite und Unvollständigkeiten dieser Ansätze systematisch benannt werden. Gewissermaßen als Synthese dieser Ansätze soll im darauf folgenden Abschnitt das eigene Analysedesign vorgestellt werden.

Da diese Arbeit ursprünglich als eine Gemeinschaftsarbeit gedacht war, dies aber vor Abgabeschluss nicht von Erfolg gekrönt war, ist die Vorstellung des eigenen Analysedesigns, sowie dessen kritische Beleuchtung, was ursprünglich nicht zu meinem Teil gehörte, etwas knapper und fragmentarischer ausgefallen. Ich wollte diesen Teil der geneigten Leserin aber dennoch nicht vorenthalten. Auch sollte eigentlich das Analysedesign ursprünglich noch an einem konkreten Beispiel erprobt werden. Auch dieser Teil konnte nicht mehr rechtzeitig fertig gestellt werden. Ich hoffe, dass diese Mankos aber durch den insgesamt größeren Umfang der Arbeit kompensiert werden, auch wenn insbesondere die Darstellung der vorhandenen Ansätze eher reproduktiver Natur ist.

Was ist ein Mediensystem? Begriffsverwirrungen und -klärungen

Was ist überhaupt der Gegenstand von Mediensystemkategorisierung ? Was ist unter einem Mediensystem zu verstehen? Die Antwort scheint zunächst trivial, ist der Ausdruck „Medien“ doch in aller Munde. Doch gerade der Medienbegriff ist durchaus vieldeutig. Eine solche sprachliche Unschärfe mag in der Alltagssprache unvermeidbar sein, ist aber sicherlich in diesem Rahmen unbefriedigend. Selbst in der Kommunikationswissenschaft wird der Begriff oft in unterschiedlichen Bedeutungen benutzt, ohne dass dies explizit gemacht würde (vgl. z.B. Maletzke, 1998, 51). Ich will daher zunächst einmal auf diese unterschiedlichen Bedeutungen eingehen, um dann offen zu legen, mit welcher Definition hier gearbeitet werden soll. Ähnlich soll mit dem Systembegriff, dem Begriff des Mediensystems und schließlich mit dem der Mediensystemkategorisierung verfahren werden. Auf diese Weise soll auch deutlich werden, was überhaupt der Untersuchungsgegenstand von Mediensystemkategorisierung ist.

1.1 Der Medienbegriff

Auch wenn der Medienbegriff in der Alltagssprache und in anderen Wissenschaften noch weitaus vielfältigere und teils diffusere Bedeutungen hat (vgl. Faulstich, 1995, 19f), will ich mich hier auf die Bedeutungen in der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft beschränken. Saxer (1999, 6)[2] unterscheidet hier zwischen Medien als Kommunikationskanälen, komplexen Organisationen (arbeitsteilig organisierte Produktions- und Distributionsstätten) und Institutionen (Normen- und Regelsystemen)[3]. Saxers Unterscheidung beruht also gewissermaßen darauf, wie eng oder weit man den Medienbegriff fast. Möglich und sinnvoll wäre auch von verschiedenen Ebenen (Makro-, Meso- und Mikroebene) zu sprechen, auf denen der Medienbegriff benutzt wird. Während der erste Medienbegriff lediglich eine bestimmte Übertragungstechnik – also Medien engeren Sinne – meint, meint der zweite eine Organisation, die sich diese Technik zu eigen macht[4] (z.B. ein bestimmter Fernsehsender) und der dritte ‚die Medien’, also die Gesamtheit einzelner Medienorganisationen als Institution in einer Gesellschaft, welche bestimmte normative Funktionen zu erfüllen hat (z.B. Meinungsbildung)[5]. Die beiden letzten Bedeutungen betonen dabei insbesondere die Eingebundenheit der Medien in die Gesellschaft und die Interaktionen mit anderen Teilbereichen der Gesellschaft (Systemen). Saxer selbst bevorzugt den weiten Medienbegriff in diesem Sinne, strebt also eine Makro-Perspektive an. Er definiert Medien als: „komplexe institutionalisierte Systeme um organisierte Kommunikationskanäle von spezifischem Leistungsvermögen“ (ebd.). In Bezug auf Mediensysteme wird also insbesondere diese Bedeutung von Interesse sein, in der der Systemcharakter von Medien ja bereits betont wird[6]. Was aber genau ist nun unter einem System zu verstehen?

1.2 Der Systembegriff

Pürer[7] (1993, 153f) definiert System als ein „Bündel von Elementen oder Objekten, die in ihrer je konkreten Beschaffenheit untereinander ständig in Beziehung stehen und ein Ganzes darstellen“. Das System sei durch Strukturen und Funktionen gekennzeichnet. Die Strukturen seien dabei das Ordnungsgefüge und die Beschaffenheit des Systems, während die Funktionen die Leistungen des Systems gegenüber der Gesamtgesellschaft oder anderen Systemen innerhalb der Gesellschaft seien. Die Begriffe System, Funktion und Struktur weichen in unterschiedlichen Ansätzen (z.B. Parsons vs. Luhmann) teilweise erheblich voneinander ab (vgl. ebd., 156-163). Mitunter wird statt von Funktionen auch von In- und Outputs gesprochen (In-/Output-Modell). Diese Differenzierungen sollen aber an dieser Stelle nicht weiter interessieren. Hier ist es lediglich wichtig festzuhalten, dass unter System ein von seiner Umwelt abgrenzbares Gefüge zu verstehen ist, das jedoch keineswegs von dieser Umwelt isoliert ist, sondern mit ihr bzw. anderen Systemen in Wechselwirkung tritt. Die internen Wechselwirkung seiner Elemente oder Subsysteme werden dabei seine Struktur genannt, die externen seine Funktionen. Vielleicht könnte man statt von Funktionen und Strukturen auch neutraler von externen und internen Wechselwirkungen oder Interdependenzen sprechen.

Auch Mediensysteme können demnach also als solche von ihrer Umwelt abgrenzbare Gefüge verstanden werden, die durch spezifische Strukturen und Funktionen gekennzeichnet sind. Ihre Strukturen, sind gewissermaßen die Beziehungen, in welcher die verschiedenen Medieninstitutionen- und Organisationen zueinander stehen. Seine Funktionen sind die Beziehungen, die sie zu anderen gesellschaftlichen Systemen aufbauen (z.B. für die jeweilige Wirtschaft eines Landes). Anhand dieser Funktionen und Strukturen können Mediensysteme dann analysiert und miteinander verglichen werden. Die Frage ist allerdings, wo man bei einer solchen Analyse ansetzt. Wirklichkeit[8] ist immer vielschichtig und auf verschiedenen Ebenen zugänglich. Daher ist es sinnvoll, den Untersuchungsgegenstand zunächst in einem Modell von Wirklichkeit zu verorten, um den Blick für das Ganze nicht zu verlieren und die Reichweite möglicher Schlussfolgerungen zu bestimmen (vgl. Esser, 2000, 131). Handelt es sich um die Makro-, Meso- oder Mikroebene? Dies ist auch deswegen wichtig, da Ausdrücke je nach Ebene ganz unterschiedliches bedeuten können. So kann z.B. der Ausdruck Strukturen die normativen Grundlagen einer Gesellschaft meinen. Er kann aber auch als technische Infra struktur, als Interaktionsmuster, als Programm strukturen oder als Arbeits- und Tagesabläufe bis hin zu Persönlichkeitsstrukturen verstanden werden (vgl. Jarren 2001, 145f; Kopper, 2002, 100f). Ein Modell, in dem sich implizit auch Makro-, Meso- und Mikroebene wieder finden, ist das Zwiebelmodell von Weischenberg (1998, 71). Weischenberg unterscheidet hier Normen-‚ Struktur-, Funktions -[9] und Rollenkontext. Ein etwas anderes Modell schlägt Patzelt (1997, 40ff; 156ff)[10] vor. Während Weischenberg in seinem Funktionskontext auch Medienaussagen mitberücksichtigt, bleibt Patzelt konsequent auf der Kommunikatorseite, ergänzt aber dafür auf der Makroebene noch „inter- und transnationale Handlungs- und Beziehungsgeflechte“.

Wenn es um Mediensystemkategorisierung geht, befindet man sich üblicherweise auf der Makroebene, oder – wie Weischenberg sagen würde – im Normenkontext des Journalismus (vgl. Jarren, 2001, 145 f.; Kopper, 2002, 100 f.). Wie noch deutlich werden wird, ist eine Betrachtung des Normenkontextes alleine, also lediglich eine Bestandsaufnahme des de jure- Zustandes, problematisch. Stattdessen ist es angebracht auch tatsächliche Strukturen und Funktionen zu berücksichtigen[11]. Die Analyse könnte also auf alle ‚Schichten’ des Weischenberg’schen Zwiebelmodells ausgedehnt werden, um wiederum Rückschlüsse auf das Ganze zu ziehen.

Auch wenn ich mich eingangs auf einen weiten Medienbegriff festgelegt hatte, war bisher implizit immer von der Kommunikatorseite als Untersuchungsgegenstand die Rede – Auch Weischenbergs Blickrichtung geht von der Kommunikatorseite aus. Um aber dem Mediensystem insgesamt gerecht zu werden, müssen bei einer Medien systemanalyse auch die Bereiche Aussage, Medium (im technischen Sinne) und Rezipient explizit berücksichtigt werden[12]. Nur bei einer derartigen Differenzierung wird man die Schnittstellen (also gewissermaßen die Funktionen) des Mediensystems zu anderen Systemen der Gesellschaft detailliert benennen können. Eine Gretchenfrage wird dabei möglicherweise werden, wie ein Mediensystem überhaupt begrenzt ist, wo man noch von der internen Struktur des Mediensystems spricht und wo bereits von seinen externen Funktionen. Dies könnte auch dann eine schwierige Frage werden, wenn man den Blick über nationalstaatliche Grenzen hinweg schweifen lässt und eine globale Perspektive einnimmt.

1.3 Mediensystemkategorisierung

Gegenstand der Mediensystemkategorisierung ist also, Mediensysteme hinsichtlich ihrer Funktionen für die jeweilige Gesellschaft und ihrer internen Struktur zu vergleichen um dann aufgrund hinreichender Ähnlichkeiten Kategorien (also Klassen oder Typen) von Mediensystemen zu bilden. Im Folgenden sollen nun die bisherigen Ansätze der Mediensystemkategorisierung und die darin verwendeten Kriterien vorgestellt werden.

[...]


[1] Esser (2000, 135) unterscheidet die Begriffe Klassifikation und Typologisierung. Während eine Klassifikation lediglich auf einem einzigen Kriterium beruhe, arbeiteten die anspruchsvolleren Typologien die jeweils charakteristischen Merkmale der zu vergleichenden Untersuchungseinheiten heraus. Ich werde hier allerdings neutraler von Kategorisierung sprechen und die Frage zunächst offen lassen, ob es sich bei einem bestimmten Ansatz nun um eine Klassifikation oder eine Typologie handelt.

[2] zitiert nach Jarren, 2001, 142

[3] Dieser Logik folgt eigentlich auch Maletzke (1998, 52f). Ihm folgend könnte man in der ersten, engen Verwendung des Begriffs außerdem noch primäre, sekundäre und tertiäre Medien unterscheiden.

[4] In der kommunikationswissenschaftlichen Terminologie Maletzkes befindet man sich hier also streng genommen auf der Kommunikatorseite.

[5] Die hier beschriebenen unterschiedlichen Medienbegriffe führen natürlich auch zu unterschiedlichen Begriffen beispielsweise des Begriffs der Medienwirkung. So unterscheiden Lazarsfeld und Merton (1957; zitiert nach: Jarren, 2001, 139) zwischen der Wirkung der Existenz von Massenmedien, was auf den weiteren Medienbegriff oder die Makroebene rekurriert, der Wirkung bestimmter Eigentums- und Organisationsformen der Massenmedien, was sich auf die inhaltliche Ausgestaltung bzw. auf die Strukturen des Mediensystems bezieht, und der Wirkung der Medieninhalte. Eigentlich müsste hier noch der enge, psychologische Wirkungsbegriff, also der Wirkung der Medien als technischem Kanal, ergänzt werden. Dieser Wirkungsbegriff geht davon aus, dass gleiche Aussagen, sofern diese überhaupt konstant gehalten werden können, in unterschiedlichen Medien unterschiedlich wirken.

[6] Zu beachten ist allerdings, dass mit einem solch weiten Medienbegriff zumindest die Trennung zwischen den klassischen Bereichen Kommunikator, Aussage und Medium verschwimmt. Bei der konkreten Analyse ist es ggf. sinnvoll diese Trennung wieder einzuführen und Medium dann wieder enger zu verstehen.

[7] Pürer definiert System hier im Kontext seiner Darstellung der Systemtheorie

[8] Wirklichkeit ist hier nicht im strengen philosophischen Sinne als Wirklichkeit an sich zu verstehen, sondern als unsere phänomenale oder empirische Wirklichkeit.

[9] Etwas irreführend ist hier, dass Weischenberg den Bereich der Aussagen als den Funktionskontext beschreibt, d.h. als etwas, das man gemäß seinem Zwiebelmodell auf der unteren Meso- oder bereits auf der Mikroebene ansiedeln würde. Ich hatte aber die Funktionen des Mediensystems in Anlehnung an systemtheoretisches Denken als die externen Beziehungen des Mediensystems zu anderen gesellschaftlichen Systemen beschrieben; d.h. auf die Makroebene bezogen. Dieses Paradoxon ist möglicherweise dadurch aufzulösen, dass die Funktionen der Medien natürlich über die konkreten ‚Medienaussagen, also die Produkte eines konkreten Arbeitsprozesses ablaufen. Inkonsequent ist dann allerdings, dass Weischenberg hier auch „Informationsquellen und Referenzgruppen“ mit einbezieht, die ja nicht direkt an den Medienaussagen ablesbar sind, sondern eher in den Strukturkontext fallen. Auch müsste dann, sofern man solche Strukturüberlegungen ausklammert, eigentlich die Aussagenebene eher unterhalb des Rollenkontextes angesiedelt sein, da ja die Aussagen auch durch die einzelnen Journalisten mitbestimmt werden und nicht umgekehrt.

[10] zitiert nach Esser, 2000, 131

[11] wobei der Normenkontext natürlich etwa in Form von Gesetzestexten und ständiger Rechtssprechung Tatsache ist und auch auf andere Ebenen einwirkt.

[12] Pürer (1993, 154) spricht in Zusammenhang mit systemtheoretischen Vorstellungen statt von Mediensystem auch von Massenkommunikationssystem. Dies scheint mir fast treffender, um hinsichtlich des Gegenstandsbereich keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.

Details

Seiten
29
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638336161
Dateigröße
678 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v33041
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,0
Schlagworte
Mediensystemdeskription Kriterienkatalog Beschreibung Kategorisierung Mediensystemen Globalisierung Mediensysteme Network-Society

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Titel: Mediensystemdeskription. Ein Kriterienkatalog zur Beschreibung und Kategorisierung von Mediensystemen