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J. W. von Goethe: Wahlverwandtschaften - Ikonographischer vs. sozialgeschichtlicher Interpretationsansatz

Hausarbeit 2000 24 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. „DIE WAHLVERWANDTSCHAFTEN“ - EIN VIELSCHICHTIGES WERK

2. DARSTELLUNG VON ZWEI DER ZAHLREICHEN METHODEN
2.1 Buschendorfs ikonographischer Ansatz
2.2 Vagets sozialgeschichtlicher Ansatz

3. ANWENDUNG DER VORGESTELLTEN METHODEN AUF ZWEI DER ROMANFIGUREN
3.1 Charlotte
3.2 Mittler

4. BUSCHENDORF VS. VAGET - VOR- UND NACHTEILE DER BEIDEN METHODEN
4.1 Esoterische vs. exoterische Auffassung der „Wahlverwandtschaften“
4.2 Formaler vs. inhaltlicher Zugang zu den „Wahlverwandtschaften“

5. KONKLUSION

ANHANG:

1. „DIE WAHLVERWANDSCHAFTEN“ - EIN VIELSCHICHTIGES WERK

Ursprünglich plante Goethe den Roman „Die Wahlverwandtschaften“1 nicht als eigenständiges Werk. „Die Wahlverwandtschaften“ sollten lediglich als Novelle in „Wilhelm Meisters Wanderjahren“ vorkommen. Doch die Novelle gewann dermaßen an Ausmaß, dass Goethe sich schließlich entschloss, sie als einen von „Wilhelm Meisters Wanderjahren“ unabhängigen Roman zu gestalten. „Die Wahlverwandtschaften“ erschienen nach mindestens über einjähriger Arbeit (der erste Beleg datiert auf den 1. 5. 1808) im Herbst des Jahres 1809. Tatsächlich erweist sich der Roman als so gehaltvoll und so vielschichtig, dass es kaum vorstellbar ist, dass seine Grundgedanken im Ursprung nur ein untergeordneter Teil eines anderen Werkes werden sollten.

Schon die Überschrift verweist auf einen naturwissenschaftlichen Kontext, in den der Roman eingebunden werden sollte. Das Hauptaugenmerk des Romans richtet sich auf das Leben der vier Protagonisten Eduard, Charlotte, Ottilie und Hauptmann und weist dem Roman die Funktion sowohl eines psychologischen Romans als auch eines Gesellschaftsromans zu, da alle Figuren in einem gesellschaftlichen Kontext agieren. Dies sind einige wenige, doch sehr verschiedene Aspekte des Romans, die nur beispielhaft seine Vielschichtigkeit darstellen sollen.

Ein so vielschichtiges Werk aber erfordert ebenso viele Methoden zu seiner Erschließung, denn mit einer Methode alleine ist es unmöglich, sein Bedeutungsspektrum auch nur annähernd zu erfassen. Im Folgenden werden zwei der zahlreichen Vorgehensweisen - eine ikonographische und eine sozialgeschichtliche - zur Erschließung des Romans vorgestellt und miteinander verglichen. Der Vergleich soll die Methoden darauf hin untersuchen, ob und inwiefern sie der Vielschichtigkeit des Romans gerecht werden. Dabei wird natürlich nicht außer Acht gelassen, dass keine Methode imstande ist, alle Ebenen des Romans zu eröffnen.

2. DARSTELLUNG VON ZWEI DER ZAHLREICHEN METHODEN

2.1 Buschendorfs ikonographischer Ansatz

In seinem Buch „Goethes mythische Denkform. Zur Ikonographie der ‚Wahlverwandtschaften‘“2 widmet sich Buschendorf der ikonographischen Ebene der „Wahlverwandtschaften“. In der vorliegenden Arbeit wird nur das aus vier Absätzen bestehende zweite Kapitel des Buchs, „Die Tradition der Landschaftsmalerei und des neuzeitlichen Arkadien in den ‚Wahlverwandtschaften‘“ (B, S. 66 - 122), herbeigezogen, die eigentliche ikonographische Analyse setzt auch erst in diesem Kapitel ein.

Doch bevor Buschendorfs Vorgehensweise näher erläutert wird, sollte zunächst der Begriff „Ikonographie“ geklärt werden. Er leitet sich von den griechischen Worten „eikon“ (Bild) und „graphein“ (beschreiben) ab.3 In der Kunstwissenschaft hat der Begriff heute zwei grundsätzliche Bedeutungen: Zum einen bezeichnet er die „Bestimmung von Bildnissen des griech. und röm. Altertums“4, zum anderen ist mit ihm sowohl die „Beschreibung, Form- und Inhaltsdeutung von [alten] Bildwerken“ als auch die „Lehre vom Sinngehalt alter Bildwerke“5 gemeint - die für Buschendorfs Ansatz ausschlaggebende Bedeutung ist die zweite. Buschendorf führt auf, welche Motive aus der bildenden Kunst sich auch in den „Wahlverwandtschaften“ finden, und deutet diese Motive analog zur ikonographischen Deutung der Bildwerke.

Um zu seiner ikonographischen Deutung übergehen zu können, stellt Buschendorf erst heraus, welche wichtige Stellung die Landschaft in den „Wahlverwandtschaften“ einnehme. Dabei ist es ihm wichtig zu betonen, dass die „Gesamtlandschaft“ (B, S. 66) in den Blick genommen werden müsse und nicht, wie bisher in der Forschung geschehen, „ihre einzelnen Elemente“ (ebd.). Nur so sei es möglich, die Bedeutung der Landschaftsbeschreibungen zu begreifen, denn nur mit den „stilistischen und semantischen Implikationen ihres Kontextes“ (B, S. 67) und dem „Vorwissen“ (ebd.) auf das referiert werde, könne diese Bedeutung ganz erfasst werden. Die Betrachtung der „Gesamtlandschaft“ macht sich Buschendorf in seiner Analyse zum Ziel. (ebd.) Für ihn steht fest, dass das „Vorwissen“ an das Goethe in den Landschaftsbeschreibungen appelliert, das „Bildgedächtnis“ (B, S. 68) des Lesers sei. Mit diesem Wissen im Hinterkopf erkenne der Leser, dass auf den ersten Seiten des Romans (S. 3 f.), in denen die Parkanlagen von Eduard und Charlotte beschrieben werden, das „Gattungsschema einer idealen Landschaft im strengen kunsthistorischen Sinn“ (B, S. 68) entworfen werde. Deswegen trägt auch der erste Absatz des Kapitels die Überschrift „Ideale Landschaft“ (B, S. 66). Im Laufe dieses Kapitels zeigt Buschendorf nicht nur die „stilistischen und semantischen Implikationen“ des Textes auf, durch die eine kunsthistorisch zu begreifende ideale Landschaft gestaltet wird, sondern klärt auch die Funktion dieser idealen Landschaft. Ihre Funktion sei es, in einer zunehmend von „Zweckrationalität“ (B, S. 74) bestimmten Welt, durch die ihr eigene Ästhetik „‘den Zusammenhang des Menschen mit der umruhenden Natur offen zu halten und ihm Sprache und Sichtbarkeit zu verleihen‘, d. h. die ansonsten ‚notwendig entgleitende »ganze Natur« als Landschaft‘ zu vergegenwärtigen“ (B, S. 75). Allerdings sei eine „historisch bedingte Entfremdung von der ursprünglichen Einheit mit der Natur“ (ebd.) nötig, bevor man sich der „Einheit mit der Natur“ als etwas Positivem erinnern könne und des Ästhetischen bedürfe, um sie sich wieder vor Augen zu führen. Die Natur in den „Wahlverwandtschaften“ sei also als „geistige Antike“ (B, S. 78) zu verstehen, die in der Vervollkommnung des englischen Gartens, der „Realisation idealer Landschaft“ (B, S. 77), durch die Hauptfiguren des Romans möglichst unverfälscht dargestellt werden sollte. Die Kennzeichnung als „geistige Antike“ aber sei das „geistige Substrat“ (B, S. 78) der „Bedeutung idealer Landschaft“ (B, S. 79), bei dieser handle es sich um die Arkadische Poesie6. (Es sei an dieser Stelle kurz angemerkt, dass ich diese Schlussfolgerung nicht ganz nachvollziehbar finde.)

Buschendorf führt im zweiten Absatz des Kapitels, „Der Roman als arkadisches Zwischenreich“, aus, dass nicht nur die Landschaftsbeschreibungen in den „Wahlverwandtschaften“, sondern auch der Roman selbst von dem „Geist Arkadiens“7 (B, S. 79) beeinflusst sei. Mit dem Begriff „Arkadien“ macht Buschendorf einen Sprung zur Literatur, da „Arkadien“ im Gegensatz zur „idealen Landschaft“ ein literarischer Begriff ist. Die „Wahlverwandtschaften“ entwürfen eine „‘geistige Landschaft‘ ‚zwischen Mythos und Wirklichkeit‘“ (ebd.) und schufen somit ein „arkadisches Zwischenreich“ (ebd.), zwischen dem Ideal der arkadischen Idylle, dem Goldenen Zeitalter, wie es sich als „‘überhöhte[s] Arkadien‘“ bei Sannazaro fände (B, S. 80), und der Realität der Figuren in den „Wahlverwandtschaften“. Denn zum einen lebten die Figuren zurückgezogen in einer ländlichen, idyllisch anmutenden Umgebung (B, S. 79), die durchaus einer „idealen Landschaft“ des Goldenen Zeitalters gemäßsei, zum anderen aber mache sich die Wirklichkeit z.B. in Form von Berichten vom Kriegsgeschehen (Krieg war dem Goldnen Zeitalter fremd) bemerkbar (B, S. 81). Die Mängel des „arkadischen Zwischenreiches“ gegenüber der Idylle des Goldenen Zeitalters wiederum würden vor allem gerade durch die Idealisierung Arkadiens (B, 82 f.) hervorgehoben (B, S. 83). Das „arkadische Zwischenreich“ ist laut Buschendorf die Nichterfüllung des Ideals: eine ideale Landschaft, die nicht ideal ausgefüllt wird.

Am deutlichsten werde die Differenz zwischen Goldenem Zeitalter und Arkadien in den „Wahlverwandtschaften“ im „Bereich der Liebe“ (ebd.): Der „‘Liebesfreiheit‘“ des Goldnen Zeitalters, wie sie auch innerhalb der „Wahlverwandtschaften“ in der Novelle „Die wunderlichen Nachbarskinder“ dargestellt werde (B, S. 84), stehe die durch „die Sitte gehindert[e]“ (B, S. 85) Liebe in Arkadien gegenüber.

Mit dem Gegensatz zwischen „Liebesfreiheit“ und „gesitteter Liebe“ beschäftigt sich Buschendorf im dritten Absatz des Kapitels, „Erotisches versus gesittetes Arkadien“, eingehender, wobei er - bis auf die Überleitung - nicht auf die Ergebnisse des vorangehenden Absatzes zurückgreift. Als Grundlage dient ihm der Vergleich zwischen Sannazaros „Arcadia“, die - wie schon oben erwähnt - die „Liebesfreiheit“ zum Ideal mache (B, S. 89), und dem „Pastor fido“ von Guarini (B, S. 90), in dem das „‘ursprüngliche[ ] Tugendideal‘“ (ebd.) des Goldenen Zeitalters hervorgehoben werde. Aus diesem Vergleich ergeben sich zwei verschiedene Auffassungen von Arkadien, die in einem Spannungsverhältnis zueinander stünden: ein „anti-moralistisch-diesseitige[s] Arkadien eines Sannazaro“ (B, S. 93) und ein „in ideologischer Panegyrik verschwebende[s] Arkadien eines Guarini“ (ebd.). Das Spannungsverhältnis dieser beiden Arkadien habe Goethe in den „Wahlverwandtschaften“ auf poetische Art genutzt, indem er diese beiden „konkurrierenden Konzeptionen Arkadiens als konstitutive Ausdruckspotentiale“ (B, S. 94) des Romans verwendet habe. Ausführlich stellt Buschendorf im Folgenden dar, inwieweit die einzelnen Figuren (z.B. Eduard, Charlotte, Mittler) dem „erotischen“ oder dem „sittlichen Arkadien“ zuzuordnen seien, er erläutert auch, inwiefern einzelne Handlungsstränge (z. B. Spaziergang zur Mühle, S. 54 ff.) ein „erotisches“ oder ein „sittliches Arkadien“ evozierten (B, S. 94 - 108). Er kommt zu dem Schluss, dass die Figuren in den „Wahlverwandtschaften“ auf der einen Seite „heidnische Intentionen“ (B, S. 106) aufwiesen, ein „erotisches Arkadien“ herbeisehnten, auf der anderen Seite aber an „christlich-bürgerlichen Werten orientiert“ (ebd.) seien und ein „sittliches Arkadien“ erstrebten. Die beiden Traditionen Arkadiens, nach denen die Figuren streben, seien miteinander vollkommen unvereinbar, was sich an dem Tod des Kindes Otto zeige, das das Ergebnis der Vereinigung von „Erotik und christlicher Moral“ (B, S. 108) sei. Diese gegeneinander stehenden Traditionen führten zu einer „doppelbödigen Semantik“ (B, S. 107) des Romans, die sowohl die „Quell für seine durchgängige Ambiguität“ (ebd.) sei als auch das „energetische Movens seiner Handlung“ (ebd.). Der trotzdem in diesem Roman angegangene Versuch, die beiden Traditionen zu vereinen, führe aber dazu, dass in dem Roman auch die Tradition des „Tods in Arkadien“ (B, S. 108) bedeutend werde.

Inwieweit diese für den Roman von Bedeutung ist, erläutert Buschendorf schließlich im vierten und letzten Absatz des Kapitels: „Tod in Arkadien“. Auch hier begründet er erst einmal die Todesmotivik des Romans als „traditionsbestimmt“ (B, S. 110), indem er auf die literarischen Werke von Vergil und Sannazaro verweist. Während bei Vergil der Tod zwar nicht geleugnet werden könne, aber durch „ästhetisierende Fernstellung des Bedrohlichen“ (B, S. 109) verharmlost werde, tauche bei Sannazaro erstmals der Gedanke auf „‘daßPan tot‘ und sein Reich unwiederbringlich verloren“ (ebd.) sei. Nicht nur in der Literatur, auch in der bildenden Kunst fänden sich „zwei Typen dieses Themas“ (B, S. 110). Zum einen sei da die „dramatische Begegnung mit dem Tod“ (B, S. 112), die einen „dürftig verschleierten Moralismus“ (ebd.) äußere, zum anderen ein „kontemplatives Versunkensein in den Gedanken der Sterblichkeit“ (ebd.), also „unverstellte[s] elegische[s] Empfinden“ (ebd.). Der zweite Typus habe eine „Tendenz zur ästhetisierenden Fernstellung des Todes“ (ebd.) bei seiner Verbreitung hervorgerufen. In den „Wahlverwandtschaften“ seien aber wiederum (ähnlich wie im dritten Absatz) beide Traditionen ineinander verwoben, zwar so, dass die neuere, „ästhetisierende“ (B, S. 114) Tradition im Vordergrund stehe und die ältere, „mythische“ (ebd.) verdecke, aber doch so, dass die ältere, „mythische“ Tradition nach wie vor erkennbar bleibt. Buschendorf zeigt auch anhand von Textbeispielen (z. B. Vermeidung des Gangs über den Friedhof, S. 3 f.) aus den „Wahlverwandtschaften“ auf, wie die beiden Traditionen in dem Roman vertreten sind (B, S. 114 - 121). Dabei kommt er zu dem Ergebnis, dass zwar beide Traditionen in dem Roman vertreten sind, dass aber die Figuren des Romans - alle bis auf Ottilie - sich weigern, die ältere, „mythische“ Tradition anzuerkennen und das, obwohl der Tod so massiv in ihre Leben Einzug hält (Tod des Kindes, S. 226 und Ottilies, S. 254).

Damit schließt Buschendorf das Kapitel und somit seine ikonographische Analyse unter dem Aspekt „Die Tradition der Landschaftsmalerei und des neuzeitlichen Arkadien in den ‚Wahlverwandtschaften‘“ ab.

2.2 Vagets sozialgeschichtlicher Ansatz

Der Ansatz von Hans Rudolf Vaget wird anhand seines in dem „Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft“ veröffentlichten Aufsatzes „Ein reicher Baron. Zum sozialgeschichtlichen Gehalt der ‚Wahlverwandtschaften‘“8 vergegenwärtigt.

Sozialgeschichte ist in Deutschland aus der Geschichtswissenschaft hervorgegangen. Während sie sich als Teilgebiet dieser noch mit der Geschichte von sozialen Gruppen, Schichten u. ä. befasste, ist sie inzwischen zu einer Methode geworden, mit der man die allgemeine Geschichte aus ihrem gesellschaftlichen Kontext heraus deutet.9 Wenn Vaget also die „Wahlverwandtschaften“ auf ihren „sozialgeschichtlichen Gehalt“ hin prüfen will, macht er sich zur Aufgabe, die gesellschaftlichen Verhältnisse im Roman zu erfassen und sie auf die damalige Geschichte zu übertragen.

Dabei geht er so vor, dass er zunächst darstellt, auf welche Weise die Forschung sich bisher mit den „Wahlverwandtschaften“ auseinander gesetzt hat. Er stellt dabei fest, dass der sozial- geschichtliche Aspekt bisher nicht genügend beleuchtet worden sei (V, S. 123). Die bisherigen Interpreten hätten sich mit der „Symbolstruktur im weitesten Sinne“ (ebd.) beschäftigt, ohne dabei die „sozialen Verhältnisse“ (ebd.) zu beachten, die dem Roman zugrunde lägen. Solch eine losgelöste Betrachtung der „Symbolstruktur“ des Romans führe aber zu einem Missverstehen der „sozialen Verhältnisse“ (ebd.), die in dem Roman behandelt würden. Die Nichtberücksichtigung der „sozialen Verhältnisse“ prangert Vaget um so mehr an, als dass es wohl Goethes eigenes Bestreben gewesen sei diese darzustellen (vgl. ebd.). Lediglich Hans-Jürgen Geerdts hätte sich um eine sozialgeschichtliche Deutung der „Wahl- verwandtschaften“ bemüht, allerdings ist Vaget mit dieser Deutung aus mehreren Gründen, die er im Laufe seines Beitrags erläutert, nicht einverstanden. Die größte Kritik übt Vaget daran, dass Geerdts die Handlung und die Problematik des Romans in dem „Antagonismus zwischen Bürgertum und Adel, Kapitalismus und Feudalismus“, wie er aus der marxistischen Geschichtsdeutung hervorgeht,(V, S. 125) begründet sieht. Deshalb ist es Vaget auch unmög- lich, in den Hauptfiguren des Romans Bürgerliche zu erkennen, so wie Geerdts es tut, nach Vagets Ansicht handelt es sich bei diesen um Adelige.

[...]


1 Goethe, Johann Wolfgang: Die Wahlverwandtschaften. Ein Roman. Mit einem Nachwort von Ernst Beutler. Stuttgart 1956. [Der Text folgt: Johann Wolfgang Goethe. Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche. Herausgegebenen von Ernst Beutler. Neunter Band. Zürich 1949.] Im Folgenden beziehen sich Seitenangaben ohne weitere Kennzeichnung innerhalb des Textes immer auf diese Ausgabe. Die Angaben zur Entstehung der „Wahlverwandtschaften“ im ersten Kapitel beziehen sich ebenfalls auf diese Ausgabe, S. 263 - 269 (Nachwort).

2 Buschendorf, Bernhard: Goethes mythische Denkform. Zur Ikonographie der „Wahlverwandschaften“. 1. Auflage. Frankfurt am Main 1986. Im Folgenden werden Zitate aus diesem Werk im Text durch Seitenangaben, denen ein B vorausgeht, in Klammern gekennzeichnet. Beispiel: „...“ (B, S. 66).

3 Microsoft® Encarta® 98 Enzyklopädie. © 1993 - 1997 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

4 Duden Fremdwörterbuch. Bearbeitet vom Wissenschaftlichen Rat der Duden Redaktion unter Mitwirkung von: Maria Dose ... und zahlreichen Fachwissenschaftlern. 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 1990. (Der Duden; Band 5). Im Folgenden: Duden Fremdwörterbuch.

5 Ebd.

6 Arkadische Poesie ist eine Bezeichnung für Hirten- und Schäferdichtung, die nach der Landschaft Arkadien (Peleponnes) so benannt worden ist. „Arcadia“ ist der Titel zahlreicher Werke, z. B. Sannazaro, 1502. Angaben aus: Wilpert, Gero von: Sachwörterbuch der Literatur. 7., verbesserte und erweiterte Auflage. Stuttgart, 1989. (Kröners Taschenausgabe; Band 231).

7 Arkadien im mythologisch-literarischen Sinne meint den Schauplatz eines glückseligen, idyllischen Landlebens. Angaben nach: Duden Fremdwörterbuch.

8 Vaget, Hans Rudolf: Ein reicher Baron. Zum sozialgeschichtlichen Gehalt der „Wahlverwandtschaften“. In: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft 24 (1980). S. 123 - 161. Zitate aus diesem Aufsatz werden im Text durch Seitenangaben, denen ein V vorausgeht, in Klammern gekennzeichnet. Z. B.: „...“ (V, S. 135)

9 Angaben aus: Microsoft® Encarta® 98 Enzyklopädie. © 1993 - 1997 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Details

Seiten
24
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783638335799
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v32999
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1,7
Schlagworte
Goethe Wahlverwandtschaften Ikonographischer Interpretationsansatz

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Titel: J. W. von Goethe: Wahlverwandtschaften - Ikonographischer vs. sozialgeschichtlicher Interpretationsansatz